Einsteiger sucht Teleskop

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holgerreiss

Neues Mitglied
Hallo,

nachdem ich in den letzen Tagen hauptsächlich in diesem Forum und einige externen Seiten etwas herumgestöbert habe, möchte ich mir nun ebenfalls ein Teleskop zulegen. Da ich Anfänger bin und es auch nicht als Profi betreiben möchte, dachte ich so an ca. 200-350 Euro ingesamt.
Habe auch schon diverse Artikel über die Seben Teleskope gelesen und will die Finger davon lassen. Nun bin ich über dieses Angebot gestolpert:
http://cgi.ebay.de/Teleskop-1400mm-150mm...2QQcmdZViewItem
Was haltet ihr davon? Was haltet ihr von dem Zubehörkoffer? Lohnt sich das?
Ach ja, ich will hauptsächlich Mond, Planeten usw. beobachten und evtl. auch mal in die Fotografie einsteigen, sofern das mit meiner Canon Powershot A80 möglich ist.

Oder könnt ihr mir ein anders Teleskop empfehlen?

Gruß
Holger
 
Hi Holger,
nun, was soll ich sagen, Du hast Das Seben quasi schon wieder gefunden - nur anders lackiert.

Wie immer rate ich dem Suchenden sich mit ein paar Basics in Theorie zu versorgen und über Kontakte zu Kollegen mal eingene Eindrücke zu verschaffen wie das alles so läuft - nächtens auf dem Acker unterm Himmelszelt.

Wenn ich die Obergrenze des genannten Budgets nehme hast Du durchaus schon etwas größere Auswahlmöglichkeiten, die man anhand Deiner Anforderungen dann gezielt nach Lösungen durchforsten kann.

CS
 
Hallo Holger

Mit diesem Teleskop bis du sicher besser beraten.
Das halte ich für den Einstieg schon ein gutes Teleskop.
Mit 6 Zoll Öffnung und einer Brennweite von f5 hat man eine Optik womit man schon einiges Anfangen kann.
Vor allem im Deep Sky bereich.
Offene Sternhaufen wie zbs. die Plejaden sind mit einem Weitwinkel-Okular garantiert ein schöner Anblick.
Auch ausgedehnte Nebel und viele andere Himmelsobjekte machen sich da gut.
Bei Planeten oder Kugelsternhaufen würde ich mir dann noch für den Anfang ein gutes 4 oder 5mm Okular dazu kaufen,da okulare der mittleren bzw. niedriegeren Vergrößerung mitgeliefert werden.
10mm=75 fache Vergrößerung
25mm=30 fache Vergrößerung
Eine 2 fach Barlow würde den Vergrößerungsbereich verdoppeln,obwohl ich lieber zu kurzbrennweitigen okularen tendiere,da eine Barlow weiteres Licht schluckt,und das Bild eher verschlechtert wenn es nicht gerade um eine etwas bessere Barlowlinse handelt.
Eine Motorsteurung muß man nicht unbedingt haben,ich aber würde nicht darauf verzichten.
Das ist nähmlich deutlich angenehmer wenn man die Sterne nicht ständig von Hand nachführen muß.
Außerdem wird dabei die wahrnehmung von Details ein wenig gesteigert,da man sich voll aufs sehen konzentrieren kann und auch wackelfreier ist.
Vielleicht willst du auch irgendwann mal Fotos machen dann ist sowieso eine Motorsteuerung fällig.
Dann aber auch gleich mit einer etwas größeren Montierung,denn die EQ 3 halte ich für das schwächste Glied am Teleskop.
Für die visuelle Beobachtung sollte sie aber gehen.

Mit freundlichen Grüßen
Manfred
 
Kann ich dem mit diesem Teleskop mit meiner Canon Powershot A80 auch Bilder machen oder geht das nur mit einer digitalen Spiegelreflex?
Kennt ihr noch weitere Alternativen zu dem Teleskop und welches Zubehör sollte ich mir noch zulegen?

Gruß
Holger
 
Hallo Holger,

Kann ich dem mit diesem Teleskop mit meiner Canon Powershot A80 auch Bilder machen oder geht das nur mit einer digitalen Spiegelreflex?
Kennt ihr noch weitere Alternativen zu dem Teleskop und welches Zubehör sollte ich mir noch zulegen?

Naja, also sagen wir mal fotografisch wäre was machbar, zumindest den Mond könntest du fotografieren damit, mit einem Objektivschutzfilter auch Details auf der Sonne, aber sonst wirds wohl für nichzt wirklich viel reichen. Der ganze Aufbau wird dann auch recht kompliziert, ich meine ein Teleskop ohne Okular ist ja nichts anderes als ein langes Teleobjektiv, die eleganteste Lösung ist also die das Objektiv einer Kamera abzunehmen und statt dessen das Teleskop als Objektiv zu nutzen. Bei deiner Kamera ist das nicht möglich, also muss die Fotografie afokal erfolgen, dabei wird mit dem Objektiv der Kamera das Bild abfotografiert, welches ein Okular am Teleskop liefert.
Dazu sind ein paar mechanische Adaptionen und nicht gerade billig Adapter nötig, und selbst dann ist die Bildqualität meistens nicht die, die man sich eigentlich vorstellt. Ist meiner Meinung nach nur eine stark kompromissbehaftete Spielerei, als ein ernsthaftes Arbeitsfeld, aber wie gesagt wenn man sich da gut einarbeitet ist im Bereich Mond und Sonne doch einiges machbar, aber da müssen dann die Komponenten stimmen (mechanisch stabile Adaption, stabiler und fixierbarer Okularauszug...).

Die Astrofotografie ist sowieso wieder ein eigener Bereich für sich, da sind die Anforderungen an die Stabilität und Genauigkeit der Komponenten und Einrichtung einfach wesentlich höher, deswegen mein Rat, erstmal langsam Anfangen mit dem Beobachten und der Orientierung am Himmel, damit man später auch weiss welches Objekt sich zu einer bestimmten Zeit am besten zu fotografieren lohnt.
Aber lass dir gesagt sein, mit deiner Kamera wirst du nicht allzu weit kommen. Hast du vielleicht noch ne gute alte Spiegelreflexkamera für chemischen Film mit ein paar Objektiven herumliegen? Mag heutzutage vielleicht total out sein, aber mit so einer Kamera und dem richtigen Film kann man gerade am Anfang unter Einsatz minimalster finazieller Mittel erstaunliches erzielen.
Dazu, wenn noch ein Dia-Projektor in der Nähe ist hat man die Möglichkeit die genialste Bildpräsentationsmöglichkeit überhaupt zu nutze! Den ein Astrofoto auf eine Leinwand projeziert ist immer noch das allerhöchste wie ich finde! Da wirkt auch der teuerste Beamer recht schlapp dagegen.
Achso, was ich zur Astrofotografie noch sagen wollte: Bei der Astrofotografie kommt es mehr auf die Montierung an als auf alles andere, deswegen, so unverständlich es am Anfang auch klingen mag, sollte der größte finanzielle Teil in die Montierung fließen!!


Aber ich will auch nochmal das was Armin (Antares) oben geschrieben hat doppelt und dreifach unterstreichen!!!!!!!!

Warte erstmal mit dem Kauf, auch wenn es in den Fingern juckt. Versuche mit Sternfreunden aus deiner Umgebung in Kontakt zu treten! Fahre mit denen mal nachts auf den kalten dunklen Acker und beobachte dort mal mit, du wirst viel lernen und erste Erfahrungen sammeln. Dort kannst du dich auch beraten lassen und kannst selbst lernen welches Fernrohr gut für dich ist oder nicht.
Ist gerade am Anfang zwar manchmal bitter, weil man ja das neue Teil so schnell wie möglich haben will, aber ich denke es hilft auch Geld zu sparen, weil verkauft hat man sich schnell wenn man von der Materie noch zu wenig Ahnung hat.
Also Kontakte knüpfen und lernen, dann beantworten sich die Fragen nach Teleskop und Zubehör von ganz alleine, und dann kannst du auch später mal über die Astrofotografie nachdenken.
Also immer langsam und bitte nicht alles auf einmal wollen! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/pftroest.gif" alt="" />

clear skies,
André
 
--reflektoren-/skywatcher-150-750mm-eq-3-2]http://www.astroshop.de/teleskope/skywat...50-750mm-eq-3-2[/url]
Was ist denn damit?

Hallo Holger!
Genau dieses Teil habe ich vor Kurzem geschenkt bekommen und bin sehr glücklcih damit. Habe (obwohl blutige Anfängerin bei Teleskopieren <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />) schon schöne Beobachtungen auch im Deepsky-Bereich gemacht. Ich will allerdings nicht fotografieren. Als Zubehör waren 2 Okulare 20 und 10 mm dabei, ein (ca.) 5 mm sollte man mindestens noch dazukaufen, damit man noch ein bißchen mehr Vergrößerung hat. Herr Ransburg vom TS ist sehr nett, er berät und hilft auch bei Fragen weiter. Ruf ihn doch einfach mal an.
Ich hoffe, ich konnte dir helfen und viel Spaß beim Himmelsspaziergang!
 
Hallo

Natürlich ist es am besten wenn man vorher mit anderen Sternfreunden in Kontakt treten kann und durch ihre Teleskope zu schauen.
Noch besser wäre ein Teleskoptreffen wo Teleskope aller art vorzufinden sind,aber wer hat schon die möglichkeit.
Beim Teleskopkauf sollte man jedenfalls ein Umtausch des Gerätes vereinbaren bei nicht gefallen,weil Teleskope der unteren Preisklasse eher die Chance besteht ein schlechteres zu bekommen.

Grüße und CS
Manfred
 
Hallo Holger,

Ich finde, wir wissen noch längst nicht genau genug, welche Anforderungen Du an Dein Aufstiegsgerät stellst, welche Bedingungen Du hast. Einige Nachfragen:

1. Wo wirst Du beobachten, bzw. wie ist die Himmelsqualität an Deinen angedachten Beobachtungsorten: a) Lichtverschmutzung (Stadt-Vorstadt-Land-Gebirge) b) Luftunruhe (unterliegende Flächen eher Industrie, Straßen, Dächer oder eher Wald, Wiese, Wasser?)

2. Wie siehts mit anzudenkender Transportabilität aus? (max. Gewicht; Auto? Flugzeug? zu Fuß?)

3. Möchtest Du ein möglichst universelles Gerät? (Weitfeld weitwinklig und öffnungsbedingte Höchstvergrößerung voll brauchbar?)

4. Wie siehts mit einer Montierung aus: parallaktisch/Dobson (Alt/Az)? (Hast Du schon mal eine Dobsonmonti probiert? Dir ist bewußt, daß parallaktisch einiges an Kosten bedeutet und an Gewicht bedeuten kann...)

5. Soll es "nur" um Teleskop und Montierung gehen - Dein Budget hattest Du ja schon genannt - oder auch um Zubehör wie a) Motoren und Steuerung der Montierung, b) okularseitige Ausstattung?

Bin gespannt auf Deine Antworten, werde selbst einige Tage beruflich bedingt wohl kaum dazu kommen, hier im Augenblick zu antworten, ich will hier aber wieder hereinschauen und ggfs. gern antworten.

Sorry, daß ich so viele Nachfragen gestellt habe, aber ohne ist eine mögliche Empfehlung vermutlich wenig angemessen...

Wünsche Dir einen freudvollen Einstieg,

Klare Himmel und Top-Bedingungen,

Matthias.
 
Hallo Matthias,

danke für deine Nachfrage. Werde soweit möglich alles versuchen zu beantworten:

1)
Beobachten will ich bei mir auf dem Balkon (Südbalkon mit freier Sichtfläche) und im nahegelegenen Feld.
1a)
Wohne auf dem Land (Pfalz) also von daher eher gute Verhältnisse
1b)
siehe 1)

2)
Transport muss nur mit dem Auto möglich sein

3)
Am besten universell, da ich mich noch nicht festlegen will.

4)
Hab noch keine Montierungen probiert, da ich ja noch kein Teleskop habe. DAchte aber entwender an Dobson oder parallaktisch, auch wenn diese Montierungen recht teuer sind. Aber bei einem Komplettangebot eines Skywatchers 1570/750 Newton ist bereits eine EQ-3-2 dabei und die sollte immerhin noch ausreichnend sein.

5)
Wenn möglich alles inklusive. Motor weiß ich noch nicht, ob ich den brauche. Sinnvoll? ja oder nein?
Auf jeden Fall sollte die Montierung und der Tubus max. bei 350 Euro zusammen liegen. Okulare kann man ja noch evtl. welche nachkaufen.

Ich hoffe ich konnte alles so beantworten, dass du mir vielleicht ein paar Vorschläge machen kannst.

Gruß
Holger
 
Für Deine Bedingungen im Budget...

Hallo Holger,

wir haben also Landhimmel, Autotransport, Universalgerät, Montierungsweise (noch) indifferent, max. 350 € - weitere Okulare würden weiteres Budget erhalten.

Landhimmel ist schon mal prinzipiell gut, da Du da rein himmelskontrastmäßig zahllose auch flächenhelligkeitsschwächere DeepSky-Objekte erreichen kannst.

Südbalkon mit freier Sicht ist auch sehr gut, wichtig wäre noch so ungefähr die Breite (Tiefe) zu wissen. Grundsätze zur Balkonbeobachtung: 1. Balkontür bei Balkonbeobachtung geschlossen halten. 2. Aufheizung möglichst vermeiden (Abschatten über Tag). 3. Gerät rausstellen, sobald draußen kälter als Lagerbedingungen und fallende Temperatur draußen.

Im Budget lassen sich meines Wissens alle marktgängigen Geräte im Auto transportieren.

DER niederpreisige Allrounder mit sehr hoher Preisleistung ist heute ein 8"-f/6-Dobson.

Da habe ich neulich schon mal einiges zu geschrieben, daher hier nochmals einkopiert (und geringfügig geändert), so einiges wesentliches zum 8"-f/6-Dob für "Einsteiger, die mehr wissen wollen":

mit den unter allen Bedingungen bewährten, wirklich visuell allroundfähigen und kostenschonenden Dobsons 200/1200 (Achtzoll-f/6) gelingen freudvolle Beobachtungen, und kaum wird je jemand ein solches Instrument wegen Unzufriedenheit wieder dringend loswerden wollen (eher wegen weiterem Aufstieg nach Jahren). Ich habe selbst einen solchen und kenne so einige Sternfreunde, die auch voll zufrieden sind. Das Gerät bietet auch bei Bastelwillen Möglichkeiten zur Leistungssteigerung (Tuning), das sind aber nur Optionen, auch ohne ist es ein solides Leistungsgerät. Bis man wirklich alles, was damit möglich ist am Himmel gesehen hat, kann man schon Uropa werden...

Das Gerät hat im Vergleich zu vielen kleineren Geräten im Budgetrahmen einige Vorteile, die ich mal kurz aufführen möchte:

- viel Geld geht in die Optik, kaum etwas in die solide brauchbare Montierung (Rockerbox, sozusagen "Möbelstück")

- 200 mm Öffnung bieten ordentliche Auflösung und Vergrößerungspotential. (Bei anderen geringer öffnenden Geräten im Budget wird schnell das Ende der Fahnenstange erreicht.) Öffnungs-Preis-Leistung ungeschlagen.

- mit f/6 ist das Gerät a) okularunkritisch (auch niederpreisigere Okulare arbeiten gut), b) universell einsetzbar (von richtiger Geringvergrößerung bei großen Feldern bis zur Hoch- und Höchstvergrößerung geht alles; andere bes. kompakte Geräte können oft nicht so gut weite Felder; vollständig nutzbarer AP-Bereich im Vergleich zu vielen anderen Geräten im Budget von 7mm-0,8mm ca.) c) justierbar, relativ justierstabil und justierunkritisch (gegenüber "schnelleren" Geräten: f/5...f/4)

- durch den Zwei-Zoll-Okular-Auszug können weitwinklige Zwei-Zoll-Okulare verwendet werden, die sehr freudvolle Spaziergänge am Firmament ermöglichen.

All diese bekannten und gern genutzten Vorteile haben das Gerät heute zu DEM Allrounder für geringe Budgets in der Freizeitastronomieszene gemacht. Entsprechend groß ist auch die Konkurrenz, das Marktangebot, die Häufigkeit auf dem Gebrauchtmarkt, die sehr gute Preis-Leistung und überhaupt der relativ geringe Kostenrahmen.

Gegenüber praktisch allen kleineren Geräten im Budget, liegt der Dobson in einer ganz anderen Leistungsliga. Das Schöne: im Preise kaum!

Anmerkung zum Transport: Dobson: Rockerbox und Rohr, passt in jeden Kleinwagen. Parallaktischer Newton: Tubus, Montierungskopf, Gegengewichtsstange mit Gegengewicht, Stativ, (evtl. biegsame Wellen, Steuerung, Batteriepack). Im Vergleich tut sich nicht viel. Wenn man die jeweils fürs schwerste Teil rund 10 kg körpernah trägt, gibt es eigentlich keine Probleme.

Anmerkung zu Okularen: ganz unabhängig davon, welches Gerät es auch immer wird (am besten mit Sternfreunden vor Ort vergleichen!!) - Du wirst Okulare brauchen. Meist ist die Minimal-Anfangsausstattung: Ein Übersichtsokular (lange Okularbrennweite, geringe Vergrößerung, großes Feld am Himmel, große AP=Lichtmenge, wenn 2-Zoll geht, dann sehr gern), ein mittleres und eins für hohe Vergrößerung (geringe Okularbrennweite). Die letzteren können unter Umständen auch erstmal durch eins der marktgängigen sehr niederpreisigen und bewährten Zooms ersetzt werden, ein gutes, meist weitwinkliges Hoch-Höchstvergrößerungsokular ist dann zu überlegen. Wenn Du Dein Gerät gefunden hast (wie gesagt, am besten mit Sternfreunden unterm Himmel), auf jeden Fall schlauerweise noch hier klar eine Okularberatungs-Diskussion anregen, da gibt es viel zu beachten und Du kannst auch hier durch kluge Wahl für Dein Budget das Maximum rausholen. Häufig sind die Beiliege-Okulare eher überflüssig, wenn man schon genau (oder wenigstens brennweitenmäßig) weiß, welche man haben wird oder mitbestellt, so kann das Beiliege-Okular eventuell gewandelt werden. Wäre ja schade Geld dafür auszugeben, wenn man es nicht oder nur sehr sporadisch nutzt.

Anmerkung zum Kauf: Pakete (=Scope plus Okulare z. B.) bringen gewöhnlich Vergünstigungen, Messen, Aktionen und Teleskoptreffs sind auch typische Gelegenheiten nochmals einen Zusatznachlaß zu erzielen, direkt vor Ort (Messe, T-Treff) fallen auch keine Porto-Kosten an.

Anmerkung zu Tuningmöglichkeiten bei gewissem Bastelwillen:

die zum typischen "Tuning" geforderten Arbeiten sind abschrauben und anschrauben, kleben und schneiden. Mit 2-3 Schraubendrehern und einer starken Schere ist die nötige Werkzeugausstattung schon komplett. Am Dobson umfaßt das typische Tuning einige Dinge, die ich hier in einem längeren Beitrag mal detaillierter aufgeführt habe.

Mit diesen Maßnahmen ist die Leistung jedwelchen Newton-Geräts, gleich ob Dobson oder parallaktisch nochmals deutlich höher, wenn er nicht bereits so sein sollte (im High-End-Bereich durchaus möglich). Gerade für budgetlimitierte Einsteiger kann so nochmals kostenschonend ein Leistungsschub erzielt werden. Aber auch ohne solches Tuning ist die Leistung des 8"-Dobs schon beeindruckend hoch. All solche Bastelarbeiten kommen mit Schrauben, Kleben und Schneiden aus, so daß weder ein Maschinenpark noch sonstwelche Fachfertigkeiten nötig sind. Die Materialien sind niederpreisig und gut verfügbar. Die einzelnen Maßnahmen sind auf vielen Homepages von Mitgliedern dokumentiert und genau beschrieben. Auch ist es gang und gäbe, sich dabei unter Sternfreunden zu helfen. Fast alle Maßnahmen sind spurenlos abnehmbar. Falls also - entgegen den Erwartungen - doch einmal ein Weiterverkauf anstehen sollte oder beim Basteln etwas nicht perfekt gelingt, macht das dem Gerät selbst nichts. Der für Anfänger als problematischst anzusehende Knackpunkt ist vielleicht die Grundjustage nach dem Velours-Tuning, hier sollte man sich vielleicht einen bewanderten Sternfreund zu einladen, oder die Justage bei einer gemeinsamen Beobachtung unterm Firmament mit diesem zusammen machen. Die Kenntnis um die Justage brauchst Du sowieso, so daß auch dies relativiert zu sehen ist.

Nochmal ganz ganz knapp zum 200/1200: kann visuell alles (weitwinklig Weitfeld bis Planet, riesiger Arbeitsbereich), alles sehr ordentlich (Licht, Auflösung), Okulare nieder-midpreisig wunderbar einsetzbar, Reichweite (Objektzahl) vergleichsweise groß. Während ein Erstgerät mit geringer Öffnung häufig nach Monaten bis Jahren um ein anderes ergänzt wird, ist eine 200er Öffnung in aller Regel ein Gerät für lange Zeiten.

Schließlich: über Motorisierung (entweder 2achsig hoch/runter-rechts/links oder EQ-Plattform) ist sogar hoher Beobachtungskomfort im Sinne einer Nachführung für visuell nachrüstbar - vielleicht für Hochvergrößerungsfans von gewisser Bedeutung. Hier würde der Mond als beliebtes Objekt im Winter wegen hohem Stand über dem Horizont eine Rolle spielen, die Planeten auch, da ist aber für einige Jahre nicht so viel drin, weil die leider erstmal eher unattraktiver sind: Saturns Ringöffnung wird immer geringer, Mars bleibt bei seinen 2jährigen Oppositionen leider recht klein, Jupiter bis etwa 2011 für uns hier im horizontnahen Dunst, Dreck und in der höheren Luftunruhe dort. Aber bei guter Einstellung der Gängigkeit und Verwendung von weitwinkligen Okularen für Hochvergrößerung ist eine Motorisierung auch beileibe keine Pflicht, sondern nur Option. Bei guter Verstellbarkeit macht auch Hochvergrößerung Spaß - so wie das Gerät vom Anbieter kommt.

Am besten wäre es, wenn Du ein solches Gerät mal bei Sternfreunden in der Nähe ausprobieren könntest. Sollte es Dir gefallen - bes. würde ich vergleichen mit parallaktisch montierten Geräten im Budgetrahmen - könnte man über Okulare sprechen. Ich habe den 200/1200-Dobson schon neu für rund 250 € gesehen, solltest Du Dich (nach Ausprobieren!!) dafür entscheiden, würde ich wohl das beiliegende Okular wandeln wollen und ein 2"-WW als Anfangsanschaffung andenken. Aber da will ich jetzt nicht ausholen, erstmal mußt Du - am besten auf Probiererfahrung beruhend - entscheiden, welches Teleskop es nun für Dich werden kann.

Ich wünsche Dir Kontakte zu Kollegen in der Nähe, eine besonnene Teleskopwahl und klare Himmel mit Top-Bedingungen,

Matthias.
 
Re: Geht das auch Foto machen mit Power Shot A80?

Hallo Holger.

Aber sicher geht das <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Guckst Du hier
http://www.mainzelmann.org/moon/2004-04-25_img_0632.html

und hier:
http://www.mainzelmann.org/moon/lauf/lauf.html
auf die kleinen Bilder klicken liefert Vergrößerung
die Seite ist noch in Arbeit, bitte nur die Bilder anschauen

Alles mit PowerShot A60 geschossen und einfach ans Okular gehalten (bei 4" und 60mm Refraktoren).

Insbesondere das Kraterbild ist nicht das beste (sondern eben das erste).
Da geht auch mehr:
http://www.mainzelmann.org/moon/IMG_0966.jpg
(bitte rechts und unten schauen)
Zur Beurteilung vollständig unbearbeitet 1:1 vom Okular auf Deinen Bildschirm gebeamt...
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach.gif" alt="" />

--- Nachtrag: Exif Daten ---
1600x1200 px
resolution 180 dpi x 180 dpi
tiefe 24 bit
Farbraum sRGB
shutter 1/25 sec at F/6,3
foc. length 16mm
29.06.2004 23:49
--- Nachtrag Ende ---

Und das geht mit jedem Fernrohr - natürlich auch mit einem 8" Dobson <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

Deutlich mehr lässt sich bei Investition in eine Webcam machen. Das lohnt sich aber nur, wenn ein geeigneter Notebook vorhanden ist. Hier bin ich aber auch noch arg am Rumexperimentieren und wenn Du dazu was wissen willst, das ist ein eigener Forschungsauftrag und sicher ein eigenes Posting
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/help.gif" alt="" />

Liebe Grüße,
Dirk
 
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