Einsteiger Teleskop ca. 500 Euro

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Hallo Max,

erstmal Glückwunsch zum dunklen Standort! Da hast Du sehr gute Voraussetzungen für schöne Astronächte.

Ich möchte jetzt nicht auch noch meine Equipment-Geschichte darlegen, sondern Dir eher empfehlen, mal ein paar Leuten über die Schulter zu schauen, möglichst mit den Geräten, die Dir vorschweben. Da bekommst Du am ehesten eine Vorstellung, denn theoretisch kann man den Aufbau und die Bedienung eines Astrosetups nicht wirklich begreifen und sich auch nicht vorstellen, was man im Okular überhaupt sieht.

Danach kannst Du viel besser einschätzen, was für Dich der richtige Einstieg ist.

CS.Oli
 
Hallo zusammen,

da jetzt viel Standpunkte, Meinungen, Erklärungen... ... ... , alle mit Berechtigung, zusammen gekommen sind, versuche ich mal zusammen zu fassen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit ;).

Planeten/Mond sind das erste auserkorene Ziel, evtl. Fotografie im Hinterkopf. Dabei aber auch nicht so festlegen.
Budget jetzt so ca. 1000,-€.
Beobachtungsort ist gut.

Tendenz scheint dahin zu gehen, sich nicht jetzt schon auf ein bestimmtes Teleskop einzuschießen.
Erst Grundbegriffe lernen und Basiswissen aneignen.
Dann sich mal das Ganze, wenn es denn möglich ist, 'live und in Farbe' anzuschauen.
Da war ja der ernst gemeinte Vorschlag eines Kollegen hier, das anzubieten. Das bitte wahrnehmen!
Mal in einen der einschlägigen Shops schauen was es so gibt. Größenvergleich, Gewicht... ... ...
Weitere Kontakte knüpfen.
Schau auch mal in einen Baummarkt in der Plastikrohrabteilung. Da kannst auch die Dimensionen abschätzen.

auch nicht vorstellen, was man im Okular überhaupt sieht.
das ist, glaube ich, noch gar nicht angesprochen worden.
Vergiss ganz schnell die vielen tollen, bunten Bilder, ob aus dem Professionellen- oder dem 'Amateurbereich'.
Schau nach Zeichnungen von Objekten. Da bekommst Du am ehesten einen Eindruck was Dich da beim Beobachten erwartet.
Das Beobachten muss gelernt werden. Deine Augen müssen lernen in der Nacht zu sehen.
Du wirst am Anfang teilweise enttäuscht sein, bei manchen Objekten. Das liegt aber nicht am Objekt, sondern an der noch nicht vorhandenen Erfahrung im Beobachten.

Aber keine Panik ;) (42) das lernst Du alles mit Geduld und Ruhe.
Nicht 'manisch depressiv' werden ;).
 
Das liegt aber nicht am Objekt, sondern an der noch nicht vorhandenen Erfahrung im Beobachten.
Und selbst wenn man diese dann hat, wird es vom Eindruck nicht wirklich mehr.

Beim Visuellen liegt die Faszination meiner Meinung nach in etwas anderem, nämlich darin, mit seinen eigenen bloßen Augen (ok, zugegeben, verstärkt durch ein Teleskop :D ) das Objekt zu sehen und die Photonen auf seine Netzhaut zu bekommen.
Und vor allem sich mit dem Himmel zu beschäftigen.
Ich habe den Eindruck ich mache es wie viele andere hier auch und benutze zum Durchschauen meist Teleskope ohne elektrische Helfer. Die sind ja auch nur für die Fotografie tatsächlich notwendig.

Meiner Meinung nach hat man mit einem GoTo Teleskop für den Anfang für nur visuell keinen Spaß. Objekt 1, weiter, Objekt 2, weiter, Objekt 3, wie, das war’s???, weiter…..
 
Meiner Meinung geht es beim ersten Teleskop nicht darum etwas zukunftsicheres mit Aufbaumöglichkeit zu finden, sondern mehr um sich klarer zu werden, was man letztendlich möchte und was nicht.

Da finde ich einen klassischen 6/8" Dobson, Leuchtpunktsucher, 3 brauchbare Mitteöklasseokulare, sind eine gute Erstwahl.
Oft auch gebraucht zu bekommen und wieder gut verkäuflich.

Hier merkt man schnell, ich möchte mehr Komfort oder ich möchte mehr Öffnung. Oder gar visuell liegt mir nicht so, lieber EAA oder gar Fotografie...

Da weiß man in ein paar Wochen/Monaten sich viel besser einzuschätzen und dann gezielt sich nach passenderen Equipment umzuschauen.

Gruß Horst
 
dasselbe Problem hatte ich vor ein paar Monaten auch, ein für den Anfang brauchbares Teleskop zu finden. Ich habe mir prompt was falsches gekauft. Wie mehrere User schon geschrieben haben gibt es die eierlegende Wollmilchsau nicht. Da das Budget mittlerweile auf fast 1000 Euro angewachsen ist sähe meine Erstausstattung heute so aus:
- eine EQ 5 Montierung, weil wenn man später möchte Astrofotografie möglich ist, diese Montierung immer noch leicht zu händeln ist und mit Nachführmotoren versehen sehr komfortabel ist. Bei einem z. B. 650 Newton hat man auch noch sehr viele Reserven und kann wirklich wackelfrei auch bei Wind beobachten
- als Teleskop die Newton OTA Version von Sky Watcher , z. B. 130/650 PDS. Sie hat einen Okularauszug mit 10 facher Untersetzung. Somit lassen sich Deine Objekte sehr komfortabel einstellen. Aufgrund der Größe lässt sich das Ganze auch noch gut bedienen und ist ebenfalls noch gut transporttierbar.
- und noch die vorhin schon erwähnten Nachführmotoren
- dann bleibt noch etwas Geld für ein schönes 2 Zoll Okular übrig

Viele Grüße

Michael

PS: Anhand Deiner Karte habe ich gesehen das Du in der Nähe der Autobahn 30 wohnst. Das dürfte von mir nicht allzu weit weg sein. Wenn Du magst kannst Du Dir diese Kombination gerne bei mir ansehen :)
Diese Kombi werde ich mir (wenn alles glatt läuft) bereits heute Abend beim Michael ansehen (und auch durchsehen :D)
Falls mir das gut gefällt wäre eventuell sogar ein EQ5 + 200/1000er Newton von der Größe drin, da der Transport kein Problem darstellt (ist ja nur die Haustür raus ;)) aber erstmal schauen, was wir heute Abend so sehen und wie sich das Aufbauen von seinem Setup so gestaltet.
 
Interessant finde ich, dass bislang nur ganz wenig vom Gebrauchtmarkt berichtet wurde. Gerade für den Anfang, wenn noch nicht so wirklich klar ist, wohin die Reise gehen soll, würde sich ein Gebrauchtgerät eignen. Ein deutlich reduzierter Anschaffungspreis, der bei späterem Verkaufs-Bedarf auch nahezu wieder zu erzielen ist, wäre doch keine verkehrte Sache.
Klar, man sollte jemanden zur Hilfe haben, der sich auskennt, um entspr. Angebote zu checken. Ich sehe spzl. hier auf dem Marktplatz so oft tolle Gerätschaften, da ist es schon wieder die Qual der Wahl. Auf anderen VK-Plattformen fallen mir immer häufiger offensichtliche Erbstücke auf, mit denen die Erben nichts anfangen können und die Teile schnell loswerden wollen. Untrügliche Zeichen dafür z.B.: krumm und schief aufgebaute parall. Montierungen oder Newtons, deren Okular nach unten und der HS nach oben gerichtet sind :LOL:
 
Interessant finde ich, dass bislang nur ganz wenig vom Gebrauchtmarkt berichtet wurde. Gerade für den Anfang, wenn noch nicht so wirklich klar ist, wohin die Reise gehen soll, würde sich ein Gebrauchtgerät eignen. Ein deutlich reduzierter Anschaffungspreis, der bei späterem Verkaufs-Bedarf auch nahezu wieder zu erzielen ist, wäre doch keine verkehrte Sache.
Klar, man sollte jemanden zur Hilfe haben, der sich auskennt, um entspr. Angebote zu checken. Ich sehe spzl. hier auf dem Marktplatz so oft tolle Gerätschaften, da ist es schon wieder die Qual der Wahl. Auf anderen VK-Plattformen fallen mir immer häufiger offensichtliche Erbstücke auf, mit denen die Erben nichts anfangen können und die Teile schnell loswerden wollen. Untrügliche Zeichen dafür z.B.: krumm und schief aufgebaute parall. Montierungen oder Newtons, deren Okular nach unten und der HS nach oben gerichtet sind :LOL:
+1 für den Gebrauchtkauf :y: Damit habe ich auch sehr gute Erfahrungen gemacht (EIn gewisses Grundwissen sollte natürlich vorhanden sein)

(Und ich oute mich auch mal als jemand, der sich gerne an den Verkaufsfotos von Teleskopen belustigt, wenn mal wieder versucht wurde, die parallaktische in eine azimutale Montierung zu biegen :D)
 
Hallo Max,

schön das du dich für dieses wunderbare Hobby entschieden hast.

Hast du schon über ein Fernglas nachgedacht?
Für mich das perfekte Gerät für den Einstieg.
Du musst nichts schleppen, aufbauen und einnorden.
Es ist sofort einsatzbereit, es muss sich nichts temperieren und du musst dir keine Gedanken zur Kollimation machen.

Was ich damit meine, du kannst deine ganze Zeit, welche dir für dieses Hobby zur Verfügung steht darin investieren dich mit dem Nachthimmel und seinen Objekten vertraut zu machen. Und nicht damit dich in dein Equipment rein zu fuchsen. Das birgt vor allem am Anfang eine Menge Frustpotential.

Die wirst auch mit dem Fernglas die Grundlagen gut erlernen können, wie z. B. indirektes Sehen und das auffinden der zu beobachtenden Objekte. Das Finden wird dir sogar einfacher fallen, da das Bild "richtig" herum ist.

Mit der Zeit wirst du sehen was dich am meisten interessiert. Planeten, Kometen oder DSO. Dann kannst du dir ganz speziell dafür das richtige Teleskop + Montierung zulegen. Und zum Fernglas wirst du ganz bestimmt trotzdem noch ganz oft greifen.

Könnte ich nur ein einziges Astronomisches Gerät besitzen, wäre es mein Fernglas.

Grüße
Michael
 
Diese Kombi werde ich mir (wenn alles glatt läuft) bereits heute Abend beim Michael ansehen (und auch durchsehen :D)
Falls mir das gut gefällt wäre eventuell sogar ein EQ5 + 200/1000er Newton von der Größe drin, da der Transport kein Problem darstellt (ist ja nur die Haustür raus ;)) aber erstmal schauen, was wir heute Abend so sehen und wie sich das Aufbauen von seinem Setup so gestaltet.
Moin, ich hoffe, du hattest gestern einen erfolgreichen, kalten Abend:y:. Ich hab mir ja kürzlich einen 8"Newton/Dobson zugelegt. Das der Jupiter so hell in dem Gerät erscheint, hatte ich gestern übersehen und damit meine Dunkeladaption zum Teufel gejagt._jungeschlagen:
Ich finde ja, wie so viele hier, das Du doch vielleicht was ohne Goto und Co. in Betracht ziehen solltest. So ein GoTo stellt sich ja auch nicht ganz von alleine ein und Du müsstest auch dazu wissen, wo du was am Himmel findest.
Grundlagenwissen ist mMn unverzichtbar. Ich bin mit dem "DeepSky Reiseatlas", Drehbare Sternenkarte und dem "Atlas für Himmeslbeobachter" (DER Karkoschka) eingestiegen. Im "DeepSky Reiseatlas" sind auch Telrad- Kreise eingezeichnet, mit der die Himmelsnavigation wirklich einfach funktioniert. Dazu ist natürlich ein Telrad-Sucher auf einem Teleskop erforderlich. Bei meinem war sogar eine Telrad-Schablone beigelegt. Dort sind auch für die gängisten Bücher die passenden Kreise eingezeichnet.
Ferner solltest Du dich vielleicht auch mit den Sternbilder beschäftigen, um z.B. den Cygnus zu kennen, wie er aussieht, wie er am Himmel steht und wo er gerade zu finden ist.
Natürlich geht das auch alles mit irgendeiner App oder PC-Programme, aber es geht auch ganz gut ohne. Ist nur nicht so bequem. Ich nutze sowas natürlich auch. Für den PC z.b. Stellarium, welches auch als App verfügbar ist. Damit mache ich z.B. meine Planung, was ich mir an so einem Abend anschauen möchte. Richtig konfiguriert bekomme ich dann auch einen guten Eindruck von dem, was ich sehen kann.
Aber ganz ehrlich, es ist sehr entspannend, wenn man weiß, was man wo suchen soll und das Objekt der Begierde dann mit Gedult und Ruhe plötzlich im Okkular auftaucht. Ich will die ganzen Helferlein nicht verteufeln, sie haben sicher irgendwann auch ihren Sinn. Ich würde das dafür benötigte Geld am Anfang lieber in gute Okkulare stecken. Du glaubst gar nicht, was das ausmacht!

Schöne Grüße
Frank
 
Liebe Vorredner,
Ich konnte gestern einen guten Einblick erhaschen vom Equipment von Michael, leider waren gestern keine Planetenbeobachtungen drin (bin leider zu spät gekommen und die haben sich hinter den Bäumen versteckt ;) ) aber es war dennoch sehr schön. Ich konnte auch die Vorzüge vom Fernglas kennenlernen (um erstmal grob zu suchen , zB. ) Allerdings würde ich mir gerne ein Teleskop zulegen, auch erstmal ohne GoTo aus den schon oft genannten Gründen. Aber eine Nachlaufführung ist schon angenehm, heißt, EQ5 mit Nachlaufführung und vermutlich ein 150/750er Newton ,

Wobei ich momentan noch an das 200/1000er Newton denke, allerdings liest man oft, dass diese mit dem EQ5 eine wackelige Angelegenheit ergeben können (beim fokussieren), das schreckt mich noch ein wenig ab. Das EQ5 trägt das 150/750er bestimmt besser, aber man sieht eben auch weniger?

Die EQ6 ist deutlich teurer, also momentan wäre EQ5 und 150/750er N wohl das sinnvollste mit Mondfilter, 5-6mm Okular für den Anfang (ein 28mm oder so ist ja dabei) und Polsucher, Laserjustierer oder wie das heißt.
Ein altes Fernglas habe ich noch rumfliegen, zum groben erhaschen könnte das eventuell reichen :D
 
hallo Max,

Wobei ich momentan noch an das 200/1000er Newton denke, allerdings liest man oft, dass diese mit dem EQ5 eine wackelige Angelegenheit ergeben können
da einfach mal den Angaben auf den Herstellerseiten und Händlerseiten vertrauen.
EQ-5 ist mit 10Kg Tragkraft ausgewiesen. Gilt aber nur für die visuelle Beobachtung. Fotografisch kommt die 2/3-Faustregel zum Tragen.
So ein 200/1000 Newton wird so um 8Kg bis 10Kg liegen. Da bist Du wieder immer hart am Limit.

Es muss nicht zwingend die EQ-6 R sein.
Das Teil ist übrigens bockschwer, steht, oder besser ist bei mir in einer Tasche verstaut.
Also mobil würde ich die nicht mehr bezeichnen, da gehen die Meinungen aber auseinander ;).

Für den 200/1000 reicht auch eine HEQ-5. Die trägt laut angaben 14Kg. Kann dann aber fotografisch auch schon grenzwertig werden.
 
fang mit dem leichteren Equipment an! Es bleibt eh nicht dabei, egal mit was man anfängt.

CS.Oli
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben