Einsteiger-Teleskop: Entscheidungshilfe

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Ehemaliger Benutzer (7840)

Hallo Sternfreunde,

in dem folgenden Artikel habe ich mal versucht, so neutral und unbefangen wie möglich die Vor- und Nachteile gängiger Teleskoptypen bis etwa 400 Euro, die als Einsteigerteleskop in frage kommen, zusammen zu stellen.

Unter der Voraussetzung, dass die Rahmenbedingungen, persönlichen Möglichkeiten und Wünsche bekannt sind, gibt er evtl. eine kleine Entscheidungshilfe bei der Teleskopauswahl:

www.astrofotografie.org/einsteigerteleskop.htm

CS und VG, Christian
 
Haste schön geschrieben. Einziges Manko aus meiner Sicht, einige der Montierungen sind unterdimensioniert. Das ist vielleicht der Punkt, an dem die meisten Einsteiger scheitern: Ein Billigangebot mit einer hoffnungslos überforderten Monti. Deshalb würde ich a) auf das Thema eingehen und b) Fotos mit einer Montierng nehmen, die auf jeden Fall stabil genug ist (damit man sieht, wie so was ausschaut).
 
Hallo Christian,

eine übersichtliche Zusammenfassung die eine erste Abschätzung für den Einsteiger ermöglicht was für ein Gerät seinen Vorstellungen nahekommt. Sollte jeder mit klar kommen da er nicht von zu vielen Details verwirrt wird.

Ergänzend stelle ich mal einige Fragen in den Raum, die man in gebündelter Form an Einsteiger richten könnte um helfen zu können, ich hoffe Du bist damit einverstanden.

1) Hast Du schon ein Telskop, oder Vorwissen ?

2)Willst Du bestimmte Schwerpunkte beim Beobachten setzen, Planeten, Deep Sky, Rich Field...?

3) Wieviel willst / kannst Du ausgeben, alles auf einmal oder nach und nach?

4) Muß das Gerät (sehr) transportabel sein weil Du erst unter dunklen Himmel fahren mußt? Transportmöglichkeiten (Auto / zu Fuß...?)...

5) ...oder soll / kann es fest aufgestellt werden?

6) Soll es Ready to run aus der Kiste kommen oder kannst Du basteln um es zu verbessern ( das übliche Dobsontuning oder neudeutsch "Dobmodding"). Wie sind Deine handwerklichen Fähigkeiten?

7) Links zu den vielen gut gemachten Seiten von Astrokollegen die auf Anfängerprobleme eingehen...

Sicher nicht vollständig aber mal ein Anfang. Wäre nett wenn alle die einen Verbesserungsvorschlag haben diesen einbringen!

Grüße und Cs Felix




 
Hallo Uwe und Felix,

zunächst einmal vielen Dank für euer Lob.

@ Uwe: Vielen Dank für den Vorschlag mit den Montierungen. Den Gedanken hatte ich bereits auch gehabt. Doch meiner Erfahrung nach müssten die Montis zumindest bei den kleinen Geräten ausreichend dimensioniert sein.

Damit sind wir bereits wieder am Punkt der von mir im Artikel erwähnten Subjektivität: Was für den einen noch stabil genug ist, ist für den anderen unterdimensioniert. So bin ich persönlich z.B. bei der Stabilität einer Montierung kompromisslos und kaufe lieber der Stabilität zuliebe eine kleinere Optik. Die meisten mir bekannten Sternfreunde hingegen machen lieber bei der Stabilität Kompromisse, nehmen mehr Ausschwingzeit und ggf. Windanfälligkeit in Kauf und haben dafür möglichst viel Öffnung fürs Geld.

@Felix: Dein Fragenkatalog ist sehr gut. Punkt zwei und sechs gehen ja im Prinzip aus den Aspekten Optimierbarkeit und meiner Einleitung hervor. Nicht nur, aber gerade aus Erfahrung von etlichen Threads hier bastele ich an einem solchen Fragenkatalog für meine Website, der auf dem oben angegebenen Artikel von mir verlinkt wird.

Über die nächsten Tage werde ich die hier gegebenen Anregungen sammeln und den Artikel dann entsprechend ergänzen.

CS und VG Christian
 
Hallo Christian,

ich finde es eine sehr gelungene Übersicht. Den ein oder anderen Punkt kann man im Laufe der Zeit ja noch ausbauen z.B. das Thema Okulare. Du hast zwar beim lichstarken Newton geschrieben, das er teure Okulare benötigt, aber nich genau begründet (Randunschärfe bei billigen Okularen). Auch könnte man das bei den anderen Teleskop-Typen noch als Vorteil herausstellen. Und ist es nicht auch so, das dieser Nachteil der benötigten teuren Okulare auch für den Richfielder (Refraktor) gilt?

Gruß Oliver
 
Hallo Oliver,

vielen Dank für den Hinweis. Mit den okularkritischen Richfieldern hast du natürlich Recht. Den Artikel überarbeite ich im Laufe dieser Tage, eine verbesserte Version geht aller spätestens Freitag online.

VG Christian
 
Moin zusammen!

> Willst Du bestimmte Schwerpunkte beim Beobachten setzen, Planeten, Deep Sky, Rich Field...?

Wenn ich sowas lese, muß ich immer mit dem Kopf schütteln: Ein Anfänger weiß nicht, auf was er sich spezialisieren will, woher auch?! - er will alles sehen! Also wäre diese Standardfrage schonmal überflüssig.

In Christians Text sind so einige Kinken drin, u.a. daß ein Teleskop mit kleinem ÖV ein gutes Planetenteleskop ist. Das stimmt so einfach leider nicht.
Apropos: Ich würde bei der vis. Beobachtung immer vom "Öffnungsverhältnis" anstatt von der "Lichtstärke" sprechen.
 
Hallo zusammen,

fällt mir gerade ein, könnte man auch mit Frage 3 verbinden...

8) Soll das Teleskop unbedingt neu sein oder kommt auch ein gebrauchtes in Frage?


Was hieltet Ihr davon eine solche Fragensammlung als zweiten Fred unter "Regeln für die A.de Foren" festzunageln?


Hi Micha,

wie würdest Du diese Frage formulieren um das Hauptinteresse des Fragestellers einzugrenzen oder wärst Du für einfach weglassen? War nur ein Vorschlag meinerseits, wenn Du eine bessere Idee hast immer her damit, soll eine funktionierende Hilfe für Einsteiger und Berater sein, keine Selbstverwirklichung für mich :/


Grüße Felix
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von winnie:
Moin zusammen!

Ein Anfänger weiß nicht, auf was er sich spezialisieren will, woher auch?! - er will alles sehen!

Hallo Winnie,

unter anderem aus diesem Grund habe ich auch die Empfehlung gegeben, sich vor dem Kauf anderen Beobachtern anzuschließen. Da entdeckt man sehr schnell Vorlieben für bestimmte Objekte.

VG Christian
 
Hallo Felix,

Zitat von Felix42:
Hallo zusammen,

fällt mir gerade ein, könnte man auch mit Frage 3 verbinden...

8) Soll das Teleskop unbedingt neu sein oder kommt auch ein gebrauchtes in Frage?


Was hieltet Ihr davon eine solche Fragensammlung als zweiten Fred unter "Regeln für die A.de Foren" festzunageln?

Das ist eine gute Idee. Da müssen aber auch die Moderatoren und Admins mitspielen. Evtl. kann sich Stefan mal dazu äussern.

VG Christian

 
Meine Kritik:

seltsamerweise hat das "Winnie" entweder nicht bemerkt oder nur einfach so akzeptiert:
Die Links bzw. die Abbildungen der entsprechenden Teleskope erscheinen mir sehr einseitig auf eine Firme (bzw. 2 Firmen) bezogen. Zudem habe ich das Gefühl, es handelt sich hier, obwohl angeblich von einem "normalen" Forenmitglied verfasst, um eine Werbeseite eines oder zwei Teleskophändler(n).

Entweder es wird eine Werbeseite, was gekennzeichnet werden müsste, oder es ist eine Amateurseite, wobei die Vielfalt der Anbieter absolut fehlt. Das ist an der Seite das, was ich UNBEDINGT bemängeln muß. Ansonsten fällt auch mir auf, daß die genannten Montierungen nicht den genannten Teleskopen entsprechen, sprich, sie sind zu "dünn".

CS
Winfried
 
Hallo Winfried,

herzlichen Dank für den Hinweis. Das war mir in der Form so gar nicht bewusst.

Wie ich bereits in einer PM erwähnt habe, werde ich die Links schrittweise zu einer Linksammlung ausbauen, so dass der subjektive Effekt, dass nur ein oder zwei Firmen genannt werden, sich relativieren wird.

Die betreffenden Seiten arbeite ich Schritt für Schritt durch, so dass die Liste der Beispielgeräte immer größer wird. Das ist ja auch der Sinn eines solchen Artikels. Ich habe ja in der Einleitung geschrieben, er soll neutral sein.

Es ist auch einer der Grundsätze meiner Website, so weit es geht produkt- und markenunabhängig zu schreiben. Siehe hier: www.astrofotografie.org/editorial.htm 5. Absatz. In diesem speziellen Fall hielt ich eine Marktübersicht, die in Anbetracht der zahlreichen Händler und Produkte keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann, für interessant.

Sollte sich die Kritik hierdran weiterhin häufen, werde ich die Händlerlinks entfernen und durch entsprechende Links zu Ameteurseiten ersetzen. Es liegt mir fern, den Eindruk zu erwecken, unlautere Werbung oder gar unlauteren Wettbewerb zu betreiben.

CS und VG Christian
 
Hallo,

das habe ich vergessen: Ich bin kein Mitarbeiter irgend eines Herstellers oder Händlers.

Der Thread und der Artikel meiner Website entstanden aus Eigeninitiative. Astrofotografie.org ist meine private Website und gehört keinem kommerziellen Unternehmen. Es tut mir sehr leid, wenn das falsch rüberkam.

CS und VG Christian
 
Hallo an alle,

damit nicht fälschlicherweise der Werbe-Eindruck entsteht, habe ich erstmal die Händlerlinks entfernt, bis die ausführliche Linksammlung fertig ist.

Ich hoffe, das Missverständnis geklärt zu haben.

CS und VG Christian
 
Hallo Christian,

ich finde, die Seite gibt einen sehr guten Überblick.
Ein paar Gedanken dazu:
- Vielleicht kannst Du irgendwo noch ein Wort zum Auskühlverhalten anfügen.
- Häufig liest man hier im Forum Anfragen von Anfängern mit etwa dem bei Dir genannten Budget, die auch gleich Fotos machen wollen. Vielleicht ein paar Worte dazu, dass das nicht so einfach ist. Vielleicht mit Link auf Deine übrigen Astrofotografie-Seiten, um dem Total-Anfänger vor Augen zu führen, wie komplex die Materie ist.
Für die, die es dann immer noch wollen, sollte bei der Dobson-Montierung bemerkt werden, dass da lang belichtete Aufnahmen nicht möglich sind.

Was ich persönlich sehr begrüße, ist die kritische Bemerkung zu GoTo und dem Erlernen der Orientierung am Nachthimmel :)
Dazu könnte man noch schreiben, dass man als Anfänger Gefahr läuft, Geld in etwas zu investieren, was man in ein paar Wochen nicht mehr braucht. Irgendwo habe ich gelesen: Das beste GoTo heißt Karkoschka. :biggrin:

Zu der Kritik, die bisher geäußert worden ist:
- Spezialthemen wie "Warum sind denn kurze Öffnungsverhältnisse überhaupt Okularkritisch?" würde ich in andere Artikel auslagern. Innerhalb des Artikels würde es diesen sehr aufblähen. Ich finde, der Hinweis, dass es so ist, reicht da erstmal.
- Der Einsteiger weiß nicht was er/sie will,bzw. will erstmal alles. - Stimmt, aber der Hinweis, dass man das herausfinden sollte, bzw. wird, wenn man erstmal selber beobachtet, ist da. Ebenso wird sehr deutlich gemacht, dass alle Teleskope ihre Stärken und Schwächen haben. Wer dann immer noch alles will ... tja nun, was will man da machen?
Ich finde diesen Anfängerwunsch sogar verständlich, auch wenn er nur schwehr zu befriedigen ist. Ich weiß noch, wie es bei mir war/ist. ;)
- verlinkte Händlerseiten: Ich bin mir sicher, dass es keine Werbeseite werden soll. Ich sehe das nicht so kritisch, aber da das scheinbar ein Reizthema ist: Vielleicht kann man die verschiedenen Teleskoptypen ja mit eigenen Fotos illustrieren. Vielleicht stellen ja einige Teleskopbesitzer hier im Forum private Aufnahmen zur Verfügung, die Du mit einem kleinen Urheber-Dankes-Hinweis dort zeigen kannst.

Natürlich wäre auch die explizite Zusammenarbeit mit einem Händler vorstellbar. Ich persönlich würde als Anfänger der Einsteigerberatung aber mehr Vertrauen entgegenbringen, wenn ich das Gefühl hätte, dass sie "unparteiisch" ist.

... bis dahin erstmal.

Viele Grüße
Guido

Edit: Gottogott bin ich langsam. Jetzt hat sich mein Posting mit Deinen letzten drei Posts überschnitten.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Mein lieber Winfried!

> Die Links bzw. die Abbildungen der entsprechenden Teleskope erscheinen mir sehr einseitig

Was andere Leute auf ihren Privatseiten für Links wohin setzen, braucht im Grunde niemanden - auch Dich nicht - zu interessieren. Die Link-Auswahl ist sehr einseitig und ungeschickt plaziert, zugegeben. Hätte man besser machen können, richtig. Letztendlich ist es Privatsache und nicht mit Deiner penetranten Werbe-Tour in öffentlichen Diskussionsforen vergleichbar - nur, damit das klar ist!
[SCNR]

@Christian:
> unter anderem aus diesem Grund habe ich auch die Empfehlung gegeben, sich vor dem Kauf anderen Beobachtern anzuschließen. Da entdeckt man sehr schnell Vorlieben für bestimmte Objekte.

Ich hab nun jahrelang Einsteiger-Führungen und -Beratungen u.a. in hiesigen Astro-Verein mitgemacht: "Vorlieben" wirst Du bei Anfängern wirklich nur in den seltensten Fällen vorfinden. Eine Spezialisierung und die entsprechende instrumentelle Ausrichtung geschieht erst nach Jahren, wenn der Einsteiger überhaupt bis dahin durchhält. Ich kenne Leute, die x-Jahre als Hobby-Astronomen dabei sind und immer noch kein Spezialgebiet für sich erschlossen haben. Das ist m. M. wirklich nicht zwingend und darauf wird gerade bei den Empfehlungen für günstige Einsteigergeräte (darum geht es ja hier) viel zu viel Wert gelegt. Der Anfänger braucht in IMO über 90% der Fälle "nur" ein ausreichend gutes Allround-Teleskop - entweder für die angepeilte 400-Euro-Grenze den Standard-8"-Einstiegs-Dobson oder eine kleinere Optik, dafür aber auf einer Montierung, die nicht gleich beim leisesten Windzug das große Zittern bekommt.
Den Hinweis auf den Gebrauchtmarkt halte ich für sehr wichtig. Der wird leider viel zu wenig beachtet - warum eigentlich?
 
Hi Christian
viel Erfolg für das Projekt. Der Start ist schon mal nicht schlecht, aber Du wirst merken wie ich es mit meiner Seite auch gemerkt habe, dass es am Ende weit mehr wird als es eine solche Kruzdarstellung liefern kann.
Ein paar Dinge hast wie schon angeklungen drin die nicht so ganz passen, weil zu pauschal.
Und was was Links und Werbung betrifft: Keine Sorge,
als privater kannst verlinken wen Du willst. Laß Dich nicht von BWerberich provozieren.
CS
 
Hi Christian,

ich habe es für besser empfunden, Dir eine PN zu schicken bzw. auf die Deine zu antworten.

Auf BWerberich antworte ich erst garnicht, hab`ich zum Glück nicht nötig, einige kapieren`s halt immer noch nicht.

Viel Glück mit Deiner Seite, die ich, wie ich Dir schrieb, gut finde und die man auf diese Weise ausbauen kann.

CS
Winfried
 
Hi Christian,

ich habe mir den Text auf Deiner Homepage duchgelesen und finde ihn gut und verständlich. Mir ist aufgefallen, dass Du bei der Farbtabelle "hellgrün" vergessen hast. Die Idee mit den Herstellerlinks finde ich auch nicht verwerflich, da so jeder mal schauen kann wie das Beschriebene aussieht. Mach Dir keine Gedanken über "Werbung". Es geht nur um Veranschaulichung. Lass dich nicht von netten Onkels, auf welchem Wege auch immer, vereinnahmen.
Das Problem beim Kauf eines Teleskopes ist meiner Meinung nach, dass man sich wirklich nur begrenzt informieren kann und den Rest macht die Erfahrung. Try and error sind zwar teuer aber oft leider der einzige Weg. Vereine zum "Mitgucken" sind wünschenswert aber leider lässt es sich terminlich nicht immer machen. Meine erste Beobachtung habe ich mit einem Vixen Newton gemacht. Ein Bekannter zeigte mir den Saturn an einem schönen Sommerabend. Mich hat es fast umgehauen. Ich dachte, ein Newton auf parallaktischer Montierung wäre das non plus ultra :-)))). Nachdem ich mir eines kaufte, wurde mir jedoch schnell klar, dass ich lieber eine Montierung habe, mit der ich mal von hier nach dort springen kann. Ich hoffe, ich bin nicht der einzige dem das so geht.

Auch andere Mitglieder haben gut gemachte HP's. Ich verweise auf Sven Wienstein, Deep Sky Brothers, Benjamin Hartmann etcetc. Sehr interessant finde ich gerade bei den Einsteigerseiten die Verweise auf:

WAS kann ich sehen?

Für einen Einsteiger ist es, so glaube ich, ziemlich schwer zu definieren, was er sehen möchte. Vielleicht ist der gangbarere Weg zu sagen, was man sehen kann.
Viele Erfolg beim Ausbau Deiner Infoseite

wünscht Albertli
 
Hallo Alberti,

danke für deinen Kommentar. Hellgrün und Orange habe ich nicht vergessen, sondern bewusst weggelassen, da eine exakte Einstufung schwer bis gar nicht möglich wäre und eine exakte Einordnung auch zum Teil subjektiv ist, wie das Transportbeispiel im Artikel zeigt.

CS und VG Christian
 
Hi!

Vielleicht sollte noch Hinweis rein, das Gewicht der Einzelteile nicht zu unterschätzen und vor dem Kauf mal mit Wasserflaschen/Getränkekästen zu üben - 1 Liter = 1 Kilo, und am besten einen Kasten Glasflaschen nehmen, um die Verpackung (Koffer, Polstermaterial) gleich mitzusimulieren.

Beim Goto-Kapitel würde ich den ersten Satz ergänzen: GoTo ist ein computergesteuertes System, das jedes beliebige optische System automatisch an jeden Punkt am Himmel steuern kann - wenn es funktioniert und genügend Batterien vorhanden sind. Oder so was in der Art. GoTo ist nur toll, wenn es funktioniert.

Gruß,
Alex
 
Hallo Alex,

hast du mit GoTo in Bezug auf Funktionsfähigkeit schlechte Erfahrungen gemacht, und wenn ja, kommt sowas öfters vor? Mit den Batterien hast du natürlich recht.

Das mit dem Gewicht funktioniert nicht so gut, da es beim Teleskop anders verteilt und verlagert ist: Ein 8'' f/6 Newton wiegt beispielsweise ca. neun Kilo. Ein 6er-Kasten 1,5 Liter-Flaschen wiegt das gleiche und ist handlicher und damit subjektiv leichter. Trotzdem vielen Dank für den Tipp.

CS und VG Christian
 
Hi!

Ich hab im letzten Jahrzehnt die Erfahrung gemacht, dass die GoTo-Systeme des Massenmarkts nur mäßig überzeugen, auch wenn sie immer besser werden. Gut ist Goto nur mit einem angeschlossenen Laptop oder wenn man richtig Geld investiert - aber die Zielgruppe braucht den Fragebogen auch nicht mehr. Ich schick dir eine PN, das führt sonst zu weit.

Die Wasserflaschen (gerne Glasflaschen) sind natürlich nur zur Orientierung - sonst wird viel zu leicht überlesen, dass bereits eine HEQ5 7,5 kg plus Gegengewichte wiegt. Im Verein haben wir die HEQ5 mit zwei Gegengewichten im kompakten Koffer - viel zu schwer, um gerne genutzt zu werden. Und jedes mal, wenn jemand noch eine schwerere Montierung (z. B. HEQ6) vorschlägt, mach ich ihm den Vorschlag, mal zwei Cola-Kästen auf die Dachplattform der Sternwarte (20 Höhenmeter) zu schleppen. Es gibt einen Eindruck von der Größenordnung, um die es geht.

Gruß,
Alex
 
Hallo an alle,

eben habe ich die neu bearbeitete Version online gestellt:

www.astrofotografie.org/einsteigerteleskop.htm

Ich habe möglichst viele Tipps berücksichtigt. Vielen Dank an alle für die konstruktiven Hinweise, insbesondere Sven für seine ausführliche Analyse.

CS und VG Christian
 
Hallo Christian,

hm, ich muss nochmal nachlegen, mache es diesmal im Thread.

Die Lichtstärke und das Lichtsammelvermögen sind nicht sehr groß, und das Bild erscheint dunkler als bei anderen Teleskoptypen. Ein Gerät mit 90 bis 100 Millimeter Öffnung zeigt bereits zahlreiche Deep Sky-Objekte. Geräte mit 60 Millimeter Öffnung zeigen unter dunklem bis sehr dunklem Himmel bei schwacher Vergrößerung bereits sehr gut ausgedehnte Gasnebel und Sternhaufen des Messier-Kataloges. Mit ihnen lässt sich bereits sehr schön Deep Sky-Fotografie betreiben, sofern sich die Kamera stabil am Okularauszug befestigen lässt.
Der Absatz steht unter klassische Achromate mit f/10 bis f/15.
Zunächst mal ist das Bild in so einem Teleskop keineswegs dunkler als in anderen Teleskoptypen! Das passiert nur, wenn man die Geräte in die Übervergrößerung treibt. Das sollte man sich allerdings ersparen, weil man damit nur wertvollen Kontrast aufgibt und letztendlich weniger sieht, als bei richtig gewählter Vergrößerung. Bitte bedenke einfach, dass der allgemein Nutzbare Vergrößerungsbereich eines Teleskopes zwischen D*2 und D/7 geht (in Millimetern gerechnet). Das ergibt für jedes Teleskop denselben Helligkeitsbereich, wobei die Frage eigentlich nur ist, ob man für D/7 oder manchmal auch für D*2 Okulare bekommt. Minimalvergrößerung D/7 bedeutet für viele lichtschwache Teleskope derartigen Tunnelblick, dass man passende Okulare nicht zu kaufen bekommt. Z.B. ein 70mm Okular für f/10 Geräte mit 1,25" Auszug (für 2" gibt es tatsächlich ein paar exotische Lösungen!). Und D*2 bedeutet bei f/4, dass man ein 2mm Okular braucht (oder eine Kombination mit "Barlow", bei der effektiv 2mm herauskommen). Dann such mal, in welcher Serie ein 2mm Okular gefertigt wird!
Weiterhin ist wichtig, dass man mit einem kleinen aber langsamen Refraktor mit den ausgedehnten Gasnebeln sehr auf Kriegsfuß stehen wird, weil man die nötige AP und das nötige Gesichtsfeld nicht erreichen können wird.
Refraktoren mit kleiner Öffnung können solche Widefield-Objekte gut zeigen, wenn sie eine große AP und ein großes wahres Gesichtsfeld erlauben, und das führt zu Teleskopen mit schnellem Öffnungsverhältnis, also z.B. f/5, und zwar egal ob als Achromat oder Apo oder auch Spiegel realisiert. Der typische 60mm f/13 Achromat jedenfalls wird diese Nebel nicht zufriedenstellend servieren und für einen Einsteiger praktisch überhaupt gar nicht!
Der Rest zu den langen Achromaten geht mit hmhmhmhm... so durch, also was die Krümmungen beim Farbfehler angeht, da steckt doch viel Potenzial für Missverständnisse und falsche Vorstellungen beim Einsteiger drin.
Auch so ein Potenzial steckt hier:
Lichtstarke Refraktoren sind vom Strahlengang und optischem Design her mit klassischen Achromaten identisch, ihre Lichtstärke beträgt jedoch nur ca. 1:5 bis 1:6
Jetzt könnte ein Einsteiger meinen (und sowas bleibt hängen), dass die Lichtstärke eines Teleskopes wächst, je größer die Zahl wird! Das solltest Du ändern, das Wort "nur" ist ein Problem.
Und in der Folge wird dieser Satz das Missverständnis weiter fördern:
Helle Sternhaufen und helle, ausgedehnte nebulöse Objekte und Kometen sind ihre Spezialgebiete.
Ob man mit diesen Geräten helle oder schwache Nebel beobachten kann, wird in erster Linie durch die Himmelsqualität entschieden. Wenn ein schwacher Nebel überhaupt mit einer gegebenen Öffnung wahrnehmbar ist, dann am ehesten mit einem schnellen Refraktor dank dessen guter Transmission und dem schnellen Öffnungsverhältnis, das erlaubt, eine große AP an den Start zu bringen, die den Nebel entsprechend hell zeigt. Dann muss eben nur noch der Himmel passen.

Weiter:
Es handelt sich also um Rich Field-Spezialisten, die Beobachtungen ermöglichen, die denen von Großferngläsern, wenn auch mit stärkerem Farbfehler, ähneln.
Auch wenn die Feldstecher-Freunde Schluckauf bekommen, beim Feldstecher wird auch nur mit Wasser gekocht, und ergo zeigen die meisten Feldstecher auch Farbfehler, selbst teure ED Feldstecher sind da je nach Fabrikat und Objekt nicht astrein! Ich wäre sehr vorsichtig zu behaupten, ein Achromat habe per se einen stärkeren Farbfehler, denn meistens steckt im Feldstecher genau das drin: Ein schneller Achromat!
Bei diesen Geräten fällt mir ein, dass man unter Sternfreunden allgemein von einer spürbaren Qualitätsstreuung ausgeht, jedenfalls bei günstigen Geräten. Astigmatismus scheint des öfteren aufzutreten. Ob man es erwähnen sollte ist eine andere Sache, denn dann müsste man bei den anderen Klassen auch anfangen.

Dann wäre als Kleinigkeit noch der Tippfehler "une" statt "und" zu erwähnen. ;)

Nun zu den Maks:
Die Bildschärfe und der Kontrast von Maksutov-Teleskopen ist sehr gut.
Ich wäre sehr vorsichtig, das so pauschal zu behaupten. Mir fällt mit dem "Deepsky Mak" auch sofort ein Gegenbeispiel ein. Wenn das Gregory-Design überzogen wird, geht die Abbildungsqualität drastisch in den Keller. Ist beim Gregory-Mak rein rechnerisch die Abbildung gerade noch beugungsbegrenzt muss ja der kleinste Justierfehler genauso wie die normalste Produktionstoleranz das Ding als nicht beugungsbegrenzt in die Gurkenecke stellen.
Ansonsten sind hier meine Anmerkungen schön umgesetzt und auch die Sache mit Großfeld und AP kommt gut verständlich rüber. Dunkle Deepsky-Objekte wegen kleiner AP ist dann ja auch eine exakte Beschreibung.

Bei den Newtons dann:
Diese Newtons haben von allen Spiegelteleskopen die beste Abbildungsqualität, da hier nur zwei optische Flächen vorliegen: eine aktive (Hauptspiegel) und eine passive (Fangspiegel).
Hier ist aus meiner Anmerkung irgendwie ein total verkorkstes Ding geworden. Die beste Abbildungsqualität von allen Spiegelteleskopen kann man einem Newton nun wirklich nicht bescheinigen. Das was ich anmerkte kann man nunmal nicht in einen Satz reinpressen, sonst kommt solcher Murks dabei raus. Worum es geht: Ein Newton lässt sich mit langsamem Öffnungsverhältnis und kleinem Fangspiegel bauen, so dass bei sehr guter Qualität der beiden Spiegel eine hervorragende, kontraststarke Abbildung herauskommt, die wirklich durch andere Spiegelteleskope nicht leicht zu toppen ist. Es spielen dann Spezialfähigkeiten eine Rolle, zum Beispiel kann der Schiefspiegler wegen fehlender Obstruktion auf der Achse kontrastreicher sein, wenn die vielen Spiegel richtig gut sind, aber im Feld fallen die Schiefspiegler meist schnell ab (ich wüsste jedenfalls keinen Schiefspiegler mit einer wirklich guten Feldkorrektur, bin da aber auch kein Experte, denn die Teile sind Exoten).
Die Feldkorrektur bekommt man aber mit anderen Systemen deutlich besser hin, sei es man nimmt sowas wie das von Rutten und van Venrooij vorgestellte asphärische Cassegrain (entspricht etwa dem ACF), oder man nimmt noch andere Systeme wie Astrografen. Auch ein Newton mit z.B. Wynne-Korrektor spielt mit denen mit, aber sie alle haben wieder größere Obstruktion, was bei Höchstvergrößerung den Kontrast drückt.
Weshalb man den Newton einfach nicht in einem Satz beschreiben kann ist, dass man ihn in jeder Richtung bauen kann: Als Planetennewton, als Richfielder, als Fotokanone oder eben als Allrounder.
Geht man vom f/6 Allrounder aus, worauf Dein Absatz ja eigentlich zielt, kann man sagen, dass die Abbildung über's Feld in Ordnung ist, wenn man die richtigen Okulare verwendet, und auf der Achse ist die Abbildung wirklich sehr gut und kontrastreich. Dabei gilt aber: Der Newton muss gut beherrscht werden, sonst wird schnell ein Mittelmaß-Teleskop daraus, je nachdem, wie empfindlich die jeweilige Variante des Newtons ist.
In den nächsten Absätzen geht es gut weiter.
Was den Koma Korrektor angeht, bei hoher Vergrößerung würde ich sagen, wird er "nicht unbedingt" gebraucht. Wenn ich M13 bei 1200mm mit 3,5mm Oku beobachte, sehe ich am Rand des Haufens die Nachlassende Bildqualität, wenn der Komakorrektor fehlt. Je nach Korrektortyp: Choose your poison - Schärfe auf der Achse, Schärfe im Feld oder beides und noch mehr Obstruktion!

So... nun wäre ich tatsächlich durch. Die Erweiterung des Linkangebots, die ja doch mal die durchaus noch verhandene Vielfalt des Marktes anreisst, halte ich für gut. Eine Anmerkung, die man in heutigen Zeiten noch anbringen könnte: Da die Geräte vielfach je nach Händler unter anderem Label vom gleichen Band fallen, sollte man vielleicht einige typische Beispiele von Ähnlichkeiten oder gar Baugleichheiten aufzeigen. Es gibt da etliche Beispiele.

Soweit meine neuen Anmerkungen, ich hoffe, der Nachschlag frustriert Dich nicht, aber mit dem ersten Kapitel bist Du ja auch klar gekommen!

Clear Skies
Sven
 
Ich finde die Tabelle sehr gut, sie gibt einen raschen und für einen Anfänger geeigneten Überblick. Diskutieren kann man an allem.

Nur das Dunkelgrün finde ich misslungen. Es kommt bei meinem Monitor als kac*braun rüber und erweckt nicht auf den ersten Blick den Eindruck, dass beste zu sein. Da das Auge helle Farben besser differenzieren kann als dunkle, würde ich das leuchtende Grün für Optimum, und ein dunkeleres für "recht gut, geht noch so" wählen. Und den Farbton bissel grüner machen.
 
Hallo Euch beiden,

@ Sven: Nochmals herzlichen Dank für Deine Mühe. Ich bin nicht frustriert, im Gegenteil. Ich freue mich über jeden Verbesserungshinweis.

@ Uwe: Das mit dem braunen Farbton wundert mich. Sobald ich wieder an der Uni bin, werde ich das mit anderen Monitoren vergleichen. Hast du eine Röhre oder einen TFT?

Dass ich Dunkelgrün für das beste genomen habe liegt daran, dass es meines Wissens nach so allgemein üblich ist. Wenn irgendwo keine Probleme auftreten, spricht man ja auch vom "Dunkelgrünen Bereich". Gelb habe ich als etwa Mittelmaß genommen, und auf einer fließenden Farbskala, wie z.B. einem Spektrum, ist hellgrün ja wie auch dichter an gelb dran als dunkelgrün.

Wie gesagt, ich sehe mir das auf anderen Monitoren an und entscheide dann.

CS und VG Christian
 
Zitat von Sven_Wienstein:
Weiter:
Es handelt sich also um Rich Field-Spezialisten, die Beobachtungen ermöglichen, die denen von Großferngläsern, wenn auch mit stärkerem Farbfehler, ähneln.
Auch wenn die Feldstecher-Freunde Schluckauf bekommen, beim Feldstecher wird auch nur mit Wasser gekocht, und ergo zeigen die meisten Feldstecher auch Farbfehler, selbst teure ED Feldstecher sind da je nach Fabrikat und Objekt nicht astrein! Ich wäre sehr vorsichtig zu behaupten, ein Achromat habe per se einen stärkeren Farbfehler, denn meistens steckt im Feldstecher genau das drin: Ein schneller Achromat!
Hi!

Wenn ich das richtig sehe, ist der Farbfehler beim guten Fernglas irrelevant, weil nicht so hoch vergrößert wird, dass er auffällig wird, oder? Beim schnellen Achromat besteht dagegen die Möglichkeit, auch ohne zweites Okular höheer zu vergrößern, sodass man beim Achromat die Grenzen der Optik leicht erreichen und überschreiten kann, während man beim Feldstecher auf eine meist halbwegs brauchbare Vegrößerung festgelegt ist. Oder täusch ich mich da?


Zur Farbgebung der Tabelle: Ich erkenne das Dunkelgrün am TFT zwar als Grün, aber eher als Tarn-Olivgrün oder braungrün. Daher sticht es deutlich weniger heraus als das auffälligere, leuchtende Signalgrün. Daher hatte ich es auch zuerst für zweite Wahl gehalten. Was Du auf jeden Fall machen solltest, ist die Farblegende mit den entsprechenden Farben zu unterlegen - dann ist die Reihenfolge klar, und die Legende sofort als solche zu finden.

Gruß,
Alex
 
Hallo Alex,

zunächst vielen Dank für den wertvollen Hinweis.

Zu der Feldstecher-Problematik: Bisher haben alle meine Ferngläser am Mond deutlich sichtbare Farbfehler gezeigt (acht- bis zwölffache Vergrößerung). Ich vermag jedoch nicht zu beurteilen, ob das am Objektiv oder Okular liegt. Auch am SCT und Mak sehe ich bei hellen Objekten Farbfehler, die durch das Okular verursacht werden.

Bei hohen Vergrößerungen ist der Farbfehler der lichtstarken FH's in jedem Fall störend.

CS und VG Christian
 
Moin Alex!

> Zur Farbgebung der Tabelle

He - ja! Die Leute mit Rot-Grün-Farbsehschwäche (wie ich) freuen sich immer über die diversen Rot- und Grünschattierungen. Vielleicht sollte man die Felder zusätzlich noch mit "++", "+", "o", "-" und "--" beschriften.
 
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