Einsteiger-Teleskop gesucht!!!

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matze88

Neues Mitglied
Hallihallo!!

Ich bin neu hier im Forum und bin Einsteiger in Sachen Teleskopie.

Ich möchte mir in der nächsten Zeit ein Teleskop zulegen, was bis höchstens 200 Euro Kosten darf.

Ich bin mir in soweit sicher, dass ich ein Spiegelteleskop haben möchte, mit dem man Planeten und Gebilde wie Nebel gut beobachten kann. Soweit ich weiß sind Spiegelteleskope grade in Lichtempfindlichkeit nicht zu schlagen.

Auf was sollte man achten, wenn man sich ein Teleskop zulegt?

Welche Vergrößerung ist sinnvoll?
Welcher Hersteller ist zu empfehlen?

Was habt ihr für Erfahrungen gemacht, welches Teleskop ist für euch die beste Wahl??

Ich danke euch schonmal für die Antworten!

Gruß

Matze
 
Hallo Matze,

Soweit ich weiß sind Spiegelteleskope grade in Lichtempfindlichkeit nicht zu schlagen.

Das ist leider total falsch :) Was Spiegelteleskope "lichtemfpindlich" macht, ist dass du dir für 200 Euro ein grösseres kaufen kannst als wenn du dir ein Linsenteleskop kaufst...

200 Euro sind nicht allzu üppig, wahrscheinlich würde es auf ein solides 114/900 hinauslaufen, dass aber am besten stabil montiert und daher gebraucht gekauft werden müsste (auf einer EQ3 sollte so ein Gerät schon sitzen und dieses Kombination kostet neu schon mehr). Oder du sparst vieleicht doch noch ein paar Wochen weiter.

Auf was sollte man achten, wenn man sich ein Teleskop zulegt?

Als aller erstes: In die Grundlagen einlesen!

Am besten hier:

http://www.deepsky-brothers.de
http://www.svenwienstein.de
http://www.astroinfos.net
http://www.binoviewer.at

oder auch (Eigenwerbung) bei mir: http://www.taunus-astronomie.de
u.a. die du dann über die Linklisten auf den Seiten auch findest :super:

Lesestoff für Wochen ;)

Besonders ans Herz legen kann ich dir, dich mit anderen Leuten zu treffen, uns gibts "an jeder Ecke" und so wohl auch bei dir, Kontakt kannst du ja hier übers Forum suchen, nur live anschauen und durchgucken macht dich beim Kauf schlussendlich glücklich weil du dann weisst was dich erwartet.

Grüße Benny
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hall Matze!
Es gibt hier auch jede Menge Threads zu genau diesem Thema mit fast identischer Betreffzeile. Mach's dir mal gemütlich und acker einen oder zwei solcher Threads in aller Ruhe durch - wahrscheinlich beantwortet das viele Fragen von dir.

Thomas
 
Ich als fortgeschrittener Einsteiger kann Dir eines mit Gewissheit sagen. Mit 200 Euro kommst Du nicht weit, pack mal noch 200 drauf, dann kann man eventuell was brauchbares gebrauchtes bekommen, nebst gebrauchten Okularen.

Manchmal bekommst Du hier im "Biete-Forum" einen gebrauchten 8" F/6 (200/1200) Dobson für wenig Geld, das wäre was für Dich. Damit kannst Du schön üben und vor allem viel sehen!

Beste Grüße.
 
Hi Matze,

yeap, in den vorhergehenden Antworten ist schon viel gesagt.

Sicherlich weißt du als Einsteiger nicht ganz genau, was mal dein Favorit werden wird. Das können Objekte aus unserem Sonnensystem sein, aber auch offene Sternenhaufen oder Galaxien. Mehr weiß ich derzeit nicht über deine Erfahrungen, daher ist dieses eine Annahme.

Sehe deine jetzige Investition daher möglicherweise als richtungsweisenden Einstieg.

Wenn es bei 200€ bleiben soll, dann ist ein solider 114/900 Reflektor oder ein 90mm Refraktor drin.
Mit einer Öffnung von 114mm hast du mehr Lichtsammelvermögen, als mit 90mm - bei gleichem Preis. Vielleicht ist es das, was du mit deiner Formulierung meinst, dass ein Spiegel mehr Licht sammelt, als ein Refraktor. Beim Reflektor musst du durch den Fangspiegel noch etwas von der Öffnungsfläche abziehen.

Die Einstiegsokulare dienen meistens der Orientierung, mit den langbrennweitigen (z.B. 20mm oder 25mm) konnte ich anfangs ganz gut arbeiten. Bei den kurzbrennweitigen Dreingaben wird häufig über das Ziel hinausgeschossen. Das hängt aber vom einzelnen Angebot ab.
Z.B. bei einem 114/900mm Reflektor ist ein 4mm-Okular zu 97% nicht anzuwenden, sei es aus Gründen des Seeings, sei es, weil die angepeilten Objekte bei dieser Vergrößerung zu dunkel sind. Manchmal macht auch die Montierung einen Strich durch die Rechnung, da es beim Scharfstellen stark wackelt. Der Okularauszug darf dann auch nicht zu schwergängig sein ...
Hier sind "seriöse" Okularbrennweiten (z.B. 20mm und 10mm) anfangs zu bevorzugen. Ausbauen kannst du später immer noch.

Die Montierung ist meistens der 'Knackpunkt' bei diesen Teleskopen, denn die kostet m.u. am meisten. Hier sehe ich meistens EQ2 und die ist so ausreichend. Bei hohen Vergrößerungen ist es aber wackelig beim Scharfstellen.
Bei 200€ wirst du diesen Punkt bei einem Neugerät aber hinnehmen müssen.

Nach einer Diskussion mit meinem Teleskop-Dealer werden diese Geräte (114er Newton) meisten nur über den Preis gekauft. Es wird davon ausgegangen, dass eine weitere Anschaffung folgen wird. Daher sind sehr viele Geräte in dieser Preisklasse nicht besonders hochwertig verarbeitet aber zur Orientierung besser ausgestattet. Darüber kann man natürlich trefflich steiten.

Meine Erfahrungen: Als Besitzer eines mittlerweile recht angekratzten, aber erweiterten 114/900-Reflektor der unter 200€-Klasse habe ich den Weg zu einem größeren Gerät noch nicht gefunden. Schließlich will das Gerät mit Montierung und zubehör jedesmal zum Beobachtungsplatz getragen werden und braucht auch einen adäquaten Abstellplatz im Haus.
Also blieb ich bisher dabei, da ich viel sehen kann, was im Karkoschka (Sternenatlas) abgebildet ist. Das Suchen und Finden ist bereits das Erlebnis.
Der Ausbau der Okulare, Sucher und Filter etc hat aber nochmals mehr als das doppelte des Anschaffungspreises gekostet. Aber meine Präferenzen liegen auf dem Finden von Objekten, welche dem Gerät angemessen sind. Offene Sternenhaufen werden genauer untersucht, bei Kugelsternhaufen und planetarischen Nebeln wird noch mit der Vergrößerung experimentiert oder Filter (Nebel) eingesetzt. Selten gehe ich über 100fache Vergrößerung. Bis dahin ist mein Gerät "handzahm". Bei 150fach ist das Scharfstellen wackelig (Montierung) und der Okularsuzug zu wenig feinfühlig (schwergängig) - auch nach längerer Erfahrung. Hier zeigt sich für mich die Preisklasse, in welcher das Gerät liegt.
Bisher habe ich es aber nicht bereut, die Erlebnisse mit diesem Gerät wiegen es auf. Das ist aber meine ganz persönliche Erfahrung und Meinung.

P.S.: Einen Newton musst du öfters justieren, das kann beim Vergessen zu mittelmäßigen Ergebnissen führen, Ich habe das Justieren anfangs gehasst (mach' ich jetzt was kaputt ...).

Doppelstern
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi!!

Danke für die vielen sehr ausführlichen Antworten von euch!!! Das hat mir sehr geholfen! Ich werde mir mal ein paar Grundlagen anlesen und das Forum nach weiteren Infos durchforsten.

Ich gebe zu, wegen der Lichtempfindlichkeit war meine Formulierung nicht ganz so eindeutig. Ich habe das mehr so aufgeschnappt, das Spiegler allgemein lichtempfindlicher seien --> macht natürlich keinen Sinn denke ich.

Gruß

Matze
 
Hallo Matze,

Ich habe das mehr so aufgeschnappt, das Spiegler allgemein lichtempfindlicher seien --> macht natürlich keinen Sinn denke ich.

Es ist aber auch nicht völlig daneben. Vermutlich meinst Du mit "lichtempfindlich" lichtstark. Dann heist das, dass die Öffnung relativ groß im Vergleich zur Brennweite ist. Spiegeltelskope werden schon sehr oft in lichtstarker Ausführung gebaut. Mit Linsenteleskopen geht das zwar auch, dann sind die aber entweder richtig teuer oder für spezielle Zwecke gebaut.

CS

Klaus
 
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