Hallo Chriatian,
auch wenn es langsam sinnlos erscheit will ich versuchen, noch ein paar Kleinigkeiten gerade zu rücken.
1. Du kommst in Deiner allgemeinen Newtonkritik auf Deinen Kumpel, der sich an einem Collapsibal den Wolf justiert und nun auch noch auf Serienstreuung.
Es geht in dem Fall keinesfalls um das System Newton, aber m.E. auch nicht um ein Einzelgerät. Der konkrete Fall stellt genau diese Geräte dieses Herstellers in Frage und auf den Prüfstand.
Man kann solche Dobsons so konstruieren, dass man sie zusammenbaut, justiert und dann bei immer gleichem Aufbau, also mit durchnummerierten Stangen und Befestigungen immer am selban Platz die Grundjustage erhalten bleibt.
Gelingt das Deinem Kumpel auf diese erfolgversprechende Art (man kann sich auch einen abbrechen weil man das System nicht begreift) nicht, ist was faul aber das kann nicht alle Teleskope nach Newtonbauart betreffen, so gerne das Kritiker dann immer wieder in den Raum stellen. Das gehört in diesen grundsätzlichen Zusammenhang wie er in diesem Thread zur Basis wurde gar nicht hinein.
Wenn ein Takahashi APO schief zusammengebaut ist und Probleme bei der Zentrierung des Objektivs macht sind noch lange nicht alle APos Müll. Damit tut sich seltsamer Weise niemand schwer, das begreift Jeder.
Im Übrigen führst Du einen 12" Dobson an, und machst an Problemen damit Deine Kritik am System Newton fest. Das geht m.E. schon für sich nicht, aber nun stell doch mal den 12" Refraktor (na sagen wir 10" wegen der schlimmen Obstruktion und so) daneben auf die Wiese.
Also ich bin mit einem brauchbaren 12" Dobson aus dem Kofferaum des Autos heraus allein in 10 Minuten beobachtungsfertig.
Nun mach mal hinne mit der zarten Linse......!
2. Was wird sich wohl der Starter dieses Threads gedacht haben, wo doch alle Skywatcher Refraktoren ab 100 mm Öffnung justiert und justierbar sind? Link:
Und willst Du nicht so brauche ich Gewalt
Ich sprach den Thread schon mal als "seltsam ehrlich" an und es gab dort viele Leute, die sich freuten, ihren Problemen mit den Geräten eventuell beikommen zu können.
Warnung von mir, wie das auch einige versierte Leute dort gewarnt haben. Das ist gefährlich für die Optik und der Erfolg ist zweifelhaft.
Inzwischen ist das auch wieder eingeschlafen, es hat wohl doch kaum jemand versucht oder es hat nichts gebracht. Außerdem argumentiert sich mit dem immer fehlerfreien Refraktor der nie Justage nötig hat viel besser und ahnungslos angenehm.
Nun gut, auch diese Probleme sind auf eben diese Serie von kleinen Richfieldern begrenzt, auch wenn noch jede Menge Lables und Hausmarken dranhängen. Ich erwähne das weil Du damit kommst und nicht um alle Refraktoren damit schlecht aussehen zu lassen.
3. Der Einblick und die Nackenbeschwerden, das ist aber jetzt wirklich das ureigenste Newtonproblem.....oder?
Wie ist das nun am Refraktor....mit sagen wir mal 30/40 cm Überhang nach hinten, also von der Monti zum Okulareinblick.
Schön einstellen, bequem in Richtung Ekliptik nach Süden beobachten. Sitzend oder stehend...fragt sich...egal.
Nun wollen wir doch mal Polaris oder was in der nähe sehen.
Hmmmm...wo sitzt der Sucher, direkt auf der OAZ Befestigung...da muss ich aber weit runter und ohhh das Okular ist aber tief. Also entweder von Stehend auf Sitzend oder von Sitend auf die Knie wechseln und dann mal schauen mit welchen Kopfdrehungen man an den Sucher und das Okular kommt.
Ach Quatsch, Polaris ist uninteressant, da kommt doch derzeit NGC Dingenskirchen knap über den Horizont, bleibt sonst immer unsichtbar.
Oh nun ist der OAZ aber hoch über mir....von sitzend auf stehend oder von Stehend auf die Leiter? Mist wo ist den der Sucher...äh aber man könnte ja wenigstens den Zenitspiegel dehen und seitlich einblickend die Leiter sparen.....nö das geht ja gar nicht, seitlicher Einblick ist doch so was von doof, Newtonkram ist das... da muss man ja wenn man zum Himmel aufschaut den den Hals bestimmungsgemäß drehen.
Der Hebel eines Dobsons kann, weil der Einblick oben ist, viel länger sein und man hat von sitzend bis stehend immer einen guten Einblick. Man kann auch viel größere Öffnungen verwirklichen, bevor man auf eine Leiter muss oder zur besonderen Bauweise "Lowrider" greift.
Die Schwierigkeiten der Newtons/Dobsons (gerade er Käuflichen) liegen eher im Bereich der kleinen Öffnungen unter 130/150 mmm und da gibt es auch durchaus sehr gute Alternativen im Refraktorbereich.
Christian, es macht keinen Sinn, sich für andere Leute irgendwelche Fehlerchen und Umständchen bei diesem oder jenem System anhand von Sonderfällen herbeizureden. Du hast Deine Vorlieben und siehst sie durch Dinge bestätiget, die andere Leute als Bestätigung ihre Abneigung erkennen können.
Alles hat mindestens zwei Seiten, Manches auch noch deutlich mehr.

Gruß
*entfernt*