Einsteigerteleskop?

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas xVera
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xVera

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Hallo ihr Lieben,
Ich bin neu hier und wollte euch um Rat bitten,
ich möchte mir ein Teleskop zulegen (wäre also mein erstes), hab schon ein wenig rumgeschaut aber wirklich zu einem Ergebnis bin ich nicht gekommen. Mein Budget ist leider nicht so hoch (um die 200€). Ich suche ein relativ gutes, ich weiß bei dem preis kann man nicht allzuviel erwarten, aber das ist okay, Einsteigerteleskop, mit dem ich den Mond, Planeten und eventl auch DeepSky-objekte beobachten kann. Hab mir schon einige von "Skywatcher" angeguckt, weiß aber nicht so recht ob die gut/ in Ordnung sind (z.b. das Skywatcher 130/900 mm EQ2)
Könnt ihr mir helfen und villt. Vorschläge für ein Teleskop machen? Wäre suuuper lieb :)

Grüße, Verena
 
Hallo Verena,
bevor du dir ein Gerät zulegst, solltest du dir eine astronomische Gruppe in deiner Gegend suchen. Die können dir unter anderem bei der Auswahl weiterhelfen. Wenn du eine gefunden hast, mach doch mal eine Beobachtungstreffen mit denen aus.
Hier gehts zur LISTE .
Eine weitere gute Möglichkeit sind Teleskoptreffen wie zum Beispiel das ITV. Hier ist so ziemlich alles an Geräten geboten.

Weißt du eigendlich schon wie du den Transport regeln willst? Und wie siehts bei dir mit der Lichtverschmutzung aus (Lichtglocken von Städten usw.)?

Zu deinem Beispiel (Skywatcher 130/900 auf EQ-2):
Das ist ein typisches Beispiel für eine Kombination mit deutlich unterdimensionierten Montierung - Von sowas rate ich ab.

Gruß
Simon
 
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Hallo,
Danke für die schnelle Antwort :)
Ja das wäre vielleicht eine Idee.
Ich wohne ehr so auf dem Land, also ist das Problem mit Lichtverschmutzung nicht so schlimm, ich hab aber auch die Möglichkeit nach weiter außerhalb zu fahren.

Also ist das ehr weniger geeignet? Oder für den Preis in Ordnung? Ich kann leider nicht so viel Geld ausgeben..
 
Hallo Verena!

Falls du nicht allzu weit vom Ruhrgebiet wohnst, empfehle ich dir den ATT am 7.5. in Essen. Dort kannst du viele Teleskope vergleichen, Fachhändler und "neutrale" Sternfreunde befragen. Außerdem kannst du dort auch günstig(er) einkaufen oder eventuell ein gutes gebrauchtes Schnäppchen machen.

CS
Michael
 
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Hallo Verena,

ehe ich Dir zu irgend einem Teleskop konkret was sagen kann sollten noch ein paar Rahmenbedingungen geklärt werden:

- weißt Du, welcher helle Punkt am Himmel ein Stern oder ein Planet ist?

- hast Du einen Führerschein und ein Auto, um auch mal mit dem Teleskop zu einem guten Beobachtungsort zu fahren?

- hast Du schon ein Planetariumsprogramm auf Deinen Rechner geladen, um Dich ein klein wenig zu orientieren?

- hast schon mal mit einem Fernglas in den nächtlichen Himmel gguckt?

- wie oft und wie lange möchtest Du denn mit dem Teleskop in die Sterne gucken?

- von wo aus (Balkon, Garten, Wiese um die Ecke oder doch irgendwo weiter weg auf nem Acker...)?

- wie "zierlich" bist denn gebaut? (Körpergröße, Gewicht) Wegen dem Gewicht von Teleskop, Montierung und Stativ...

- hast mechanisch Ahnung oder eher "2 linke Hände", wenn es um Basteln geht?

- möchtest Du mutterselenalleine gucken oder suchst auch Anschluß an andere Gucker?

Diese Punkte sollten in eine Beratung mit einfließen...

 
Hi,
also ich würde dir zu dem 6'' Skywatcherdobson raten, am besten noch länger sparen und dann einen 8'' Dobson kaufen.

Gruss Patrick
 
Sternenfee:
Zu deiner Liste, ich beantworte die jetzt einfach mal ...

1. ja Sterne und Planeten kann ich unterscheiden
2. Führerschein/Auto hab ich nicht, aber immer eimen ganz lieben Fahrer der mich eigntl. fahren würde
3. ja
4. ja
5. nicht jetzt jeden Tag .. aber schon häufiger.
6. Garten (Wohne in einem Dorf ziemlich außerhalb)
7. Also normal.. ich kann aber schon was tragen (muss bei der arbeit auch alles mögliche schleppen..)
8. doch ich würde sagen was basteln angeht bin ich eigentl sehr gut :)
9. Mit anderen ist schon gut, aber alleine würde ich auch gucken
 
Hi!

Zitat von xVera:
Also ist das ehr weniger geeignet? Oder für den Preis in Ordnung? Ich kann leider nicht so viel Geld ausgeben..
Die Optik sollte in Ordnung sein, aber die Montierung ist halt unterdimensioniert. Eine EQ-3-2/NEQ-3 würde gehen, ebenso eine GSO Skyview. Auf dem ATT findet sich vielleicht ein Angebot zum Messepreis, oder Du ersteigerst Dir eine ordentliche Montierung bei Ebay bzw. Du kaufst sie im entsprechenden Astronomie.de-Forum.

Grüße

fquadrat
 
Habe ein Teleskop gefunden, das die Montierung EQTS2 hat, es soll angeblich stabil und wackelfrei sein, weiß jemand was dazu?
 
Hat Du eine URL?
 
Hallo Verena!

Dieses Teleskop ist schlicht gesagt einfach DRECK!
Bemühe mal die Suchfunktion des Forum mit den Begriffen:
Megastar
Big Boss

Da ist nicht die Montierung das schlimme ( diese ist auch deutlich unterdimensioniert ) , sonder die Optik selbst.
Es ist ein sog. katadioptrisches Teleskop. Eine Linse ,die im Strahlengang sitzt, schluckt eine Menge Licht. Es gibt noch viel mehr negative Aspekte ... Diese geringe Größe , 52 cm , des Teleskop wird durch diese Linse erreicht.

Bitte (!) schaue dir mal ein Dobson Teleskop an !
Link:
http://www.teleskop-express.de/shop...kyliner-150P---Parabol-Dobson-150-1200mm.html

MfG
Sebi
 
Hi Verena,

danke für die Angaben. Damit kann man was anfangen :)

200 Euro ist schon arg knapp bemessen, dafür gibt es wenige Alternativen. Ich rate Dir zu nem Dobson.

Vorteil eines Dobson:
im Garten hinstellen, Okular rein, durchgucken

Nachteil eines Dobson:
- die Drehung der Erde wird nicht kompensiert, das zu beobachtende Objekt läuft je nach Vergrößerung schnell oder langsam aus dem Gesichtsfeld. Du mußt also den Dobson mit der Hand am Rohr immer wieder sachte (millimeterweise) weiterschubsen

- Astrofotografie ist nicht möglich

Dieser hier wäre eine Komplettlösung. Damit machen Sonne (Achtung, immer mit Filter vor der Teleskopöffnung!), Mond und Planeten sehr viel Spaß.

Kugelsternhaufen, offene Sternhaufen und hellere Planetarische Nebel wie der Ringnebel in der Leier oder der Hantelnebel im Füchschen kann man damit auch prima beobachten. Die Andromedagalaxie und der Orionnebel machen richtig Laune. Aber schwache Galaxien sind nicht der Brüller.

Durch die 1200 mm Brennweite kannst problemlos jede Art von Okularen benutzen, f=8 ist da völlig unkritisch. Da bieten auch günstige Okulare einen schönen Anblick.

Eine Alternative dazu wäre, nur die Optik zu kaufen und die Rockerbox selber zu machen. (Anleitungen findest hier genug). Dann kannst alles übrige Geld in die Okkulare stecken.

Der hier wäre ebenfalls was für Planeten.

Für mehr Deepskyspaß (mit teureren Okularen wegen f=5) wäre der hier geeigneter. Diesen kurzbauenden Newton kannst später mal (wenn Du wieder Geld übrig hast) auf eine EQ3 Setzen. Dann hast eine parallaktische Nachdührung.

Alle diese Teleskope sind noch transportabel, gehen z.B. im Auto auf die Rückbank. :super:



 
Okay gut, hab auch ein paar Bewertungen gelesen und ja es ist anscheinend wirklich Müll. Hatte mich etwas verwirrt, weil ich von einer EQTS 2 noch gar nichts gelesen habe..
Bei einem Dobson bin ich mir noch nicht sicher, wollte eigentlich ein Newton, weiß auch nicht warum? :o
 
Hallo verena!

Ein Dobson ist ein Spiegelteleskop/Newton!!!
Jedoch ist dieses nicht auf einer Montierung mit Rektanzension/Deklinations-Achse sondern hat eine Altitude/Azimt Montierung. Eine sog. Rockerbox heißt diese spezielle Montierung. Du bewegst nach rechts links und oben-unten. Richtig easy zu bedienen :)

MfG
Sebi
 
Die Montierung kann man als Astro-3 bezeichnen, ist aber zu schwach für das angebotene Teleskop, welches auch noch allenfalls eine moderate optische Leistung aufweist.

Der unter dem Link zu findende Anbieter hat auch eine reguläre Site, da findest Du unter den Newtons mit maximal 152 mm Öffnung nicht nur das bei Ebay zu findende Gerät, sondern auch weitere, z.B. direkt daneben ein 114/900er auf gleicher Montierung.

Teuerer, aber interessanter sind ein 130/900 und ein 150/750 auf EQ3(-2). Letzterer ist recht okularkritisch, aber bei maximal 50° scheinbarem Gesichtsfeld (Plössl, Ortho) oder einem "Planetary" gibt es keine größeren Probleme.

Andere Firmen haben ähnliche Teleskope, möglicherweise sogar preisgünstiger. Wolfi Ransburg hat aber ein großes Sortiment, was ihn für Links interessant macht. ;)

Grüße

fquadrat
 
Hallo Zusammen,

wollte mich mal bei Experten erkundigen was Ihr zu folgenden zwei Teleskopen sagt bzw. welches von diesen Beiden mehr Vorteile aufweist.

- Bresser Teleskop AC 152/1200 Messier EXOS-2

- Bresser Teleskop N 203/1000 Messier EXOS-2

Ein wenig kenne ich mich aus bzgl. Bauart usw. Da ich mich aber noch nicht lange mit dem Thema beschäftigte würde ich mich freuen wenn mir ein paar Experten helfen würden.

 
Hallo,
das eine ist weißer als das andere...
Scherz beiseite - wobei sollen wir denn helfen?
Ein Teleskop für alles gibt es nicht und Vorteile/Nachteile entscheiden sich am Einsatzzweck.

Bevor man also sagen kann, ob ein Teleskop zu Dir und Deinen Vorhaben passt, musst Du schon mit etwas mehr herausrücken.

- wie bist Du gerade auf diese beiden Modelle gekommen
- von wo aus willst du beobachten (Himmelsbedingungen)
- musst du mobil sein mit dem Gerät
- was willst Du vorrangig beobachten
.
.
.

Das hier könnte z.B. eine Hilfe sein: http://service.astrogruppe-pfalz.de/survey01/index.php?sid=66756&lang=de-informal

Auf den ersten Blick halte ich beide für suboptimal, da mir die Montierung in beiden Fällen unterdimensioniert scheint.
 
Hallo,
hab mir in der letzten Zeit noch einige Teleskope angeguckt, auch einige Dobson (wobei ich mir bei denen irgendwie einfach nicht sicher bin ob die das richtige sind Oo)
Naja bin auf ein 114/900 mm Newton gestoßen, welches auf einer EQ-3 Montierung ist und völlig in meinem Budget liegt (139)
Es ist das TS Starscope 1149. Was haltet ihr von diesem doch sehr günstigen Teleskop?


Grüße, Verena
 
Hallo Verena,

diese sogenannte "EQ3-1" ist eigentlich eine Astro-3 und im Gegensatz zu EQ-1 und EQ-2 noch in Ordnung für das Teleskop. Allerdings wird sie bei Anäherung an die Höchstvergrößerung allmählich etwas wackelig.

Ansonsten ist das Instrument in Ordnung, zumal der Hersteller bei der Optik nicht viel falsch machen kann.

Grüße

fquadrat
 
Okay danke, dann bin ich schonmal ein kleines Stück weiter :)
Meine Frage noch, reicht ein 114/900 mm für Anfänge im Deep Sky bereich (Andromeda-galaxie, Nebel ..)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Verena,

Naja bin auf ein 114/900 mm Newton gestoßen, welches auf einer EQ-3 Montierung ist und völlig in meinem Budget liegt (139)
Es ist das TS Starscope 1149. Was haltet ihr von diesem doch sehr günstigen Teleskop?

es ist "günstig".

"Günstig" und "gut" sind 2 paar Stiefel. Im Text steht, "für Sternfreunde ab 8".

Ich interpretiere, das ist was für Kinder ab 8 Jahren. Um ihr Interesse an der Astronomie zu wecken. Wunder darfst Du Dir von einem solchen Teleskop nicht erwarten.

Sonne, Mond und wiiiiiinzig kleine Planeten sowie Sterne kannst damit sehen. Bei dem von Dir geschilderten Standort wirst Du am Anfang weder Galaxien noch Planetarische Nebel sehen. Dazu hat das Teleskop zu wenig Öffnung.

Ein erfahrener Beobachter, der die Technik des indirekten Sehens beherrscht, sieht im Okular dieses Teleskopes bei den helleren Galaxien einen schwachen, matschigen Nebelfleck.

Die bunten Bilder von Galaxien und Planetarischen Nebeln entsprechen nicht dem, was Du mit dem Auge im Teleskop sehen wirst. Auch in einem viel größeren und teureren Teleskop wird es nicht bunt.

Bei jedem Windhauch zittert und wackelt die gesamte Klapperatur, besonders, wenn Du die Beine vom Stativ ausziehen mußt, um stehend in bequehmer Haltung durch das Okular zu sehen.

Wenn Du versuchst, das Bild scharf zu stellen, zittert und wackelt das Bild im Okular.

Wenn Du an der biegsamen Welle drehst, dann wackelt und zittert auch das Bild im Okular.

Das Teleskop geht vom Gewicht so gerade eben auf der Montierung, aber der recht lange Hebel macht es schwingungsanfällig.

Mir wäre das Gewackel auf Dauer zu lästig. Ich würde ein kürzeres Teleskop auf diese oder eine vergleichbare Montierung setzen.

Mit diesem Teleskoppaket brauchst Du sehr viel Geduld. Und am besten einen Stuhl daneben zum Hinsitzen beim Beobachten, damit die Beine vom Stativ nicht so weit hochgefahren werden müssen. :D

Du mußt nach dem Aufbauen auch erstmal den Polarstern am Himmel suchen, das Telekop mit seiner Polhöhe auf den Breitengrad des Beobachtungsstandortes einstellen, dann die Montierung auf den Polarstern einstellen (Einnorden) und dann kannst anfangen, mit dem 6x30 Sucher was zu suchen...

Der kleine 6x30 Sucher taugt nix, das war das erste, was ich an meinem Teleskop gegen etwas gescheites ausgetauscht hab.

Die beiden Okulare machen mir persönlich keinen Spaß - es sind die billigsten Teile, die es gibt. Die hab ich durch bessere ersetzt, als ich beim ersten Teleskoptreffen mal ordentliche an meinem Teleskop ausprobieren durfte.

Das verlinkte Teleskop ist was zum Einsteigen. Nach nem viertel Jahr willst mehr. Und kaufst nochmal. Oder Du gibst das Hobby wieder auf, weil Du Dir was ganz anderes erhofft hast und enttäuscht bist.

Daher habe ich Dir in meinem anderen Posting einen 6" Dobson empfohlen. Mit dem hast weniger "Aufbauarbeit", der hat mehr Öffnung und bei dem zittert und wackelt nix. Mit dem willst auch net gleich nach ein paar Wochen was besseres, mit einem 6" Newton hab ich mehrere Jahre Spaß gehabt, ehe ich mir was größeres zugelegt hab, denn mit 6" Öffnung kannst auch schon ein bissy Deepsky machen ;)...



 
Ich schalte mich auch mal kurz ein:

Warum willst du partout Teleskope minderer Qualität auf einer Montierung die dir nur Frust und Ärger bringen wird. Ich verstehe es einfach nicht, dass du die Vorschläge einen 6 Zoll oder gar 8" Dobson konsequent ignorierst.

Du wirst für so wenig Geld, nie wieder mehr Beobachtungsspaß haben.

Die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht. Entweder oder. Wenn du Astrofotografie betreiben willst wird es richtig teuer. Da kannst du mit mindestens 2000€ rechnen. Eher mehr.

Also: Entweder sparst du noch und holst dir ne Fotografieausrüstung oder du holst dir einen Dobson und paar gescheite Okulare. Beides gibt es auf Ebay günstig.

Gruß und CS
 
Zitat von Shelyak:
Warum willst du partout Teleskope minderer Qualität auf einer Montierung die dir nur Frust und Ärger bringen wird. Ich verstehe es einfach nicht, dass du die Vorschläge einen 6 Zoll oder gar 8" Dobson konsequent ignorierst.

Ganz einfach...
...weil ein großes Telskop mit Montierung viiieeeel mehr hermacht wenn es dann aufgebaut in der Ecke steht schön kompliziert ausschaut und verstaubt. :D :D :D

Genau so seh ich das hier... also? Machen lassen!
Versuch macht Klug!
Das ist zwar nicht die feinste Art...aber wenn die Erfahrungen von Hobbyastronomen die das schon länger machen nicht zählen kann man leider nicht helfen.

Gruß

Micha

Ps.: ich versuchs auch nochmal --> 150 - 200mm Dobson !!! Den wird man auch später immer wieder nehmen weils so schön einfach ist.
 
Hallo Fee,

so schlimm, wie Du es annimmst, ist es nicht. Seit 2004 (da war ich 35) befindet sich ein ähnliches Teleskop in meinem Besitz, und das wurde bis 2009 soweit genutzt, wie es in einer regenreichen und deshalb meist bewölkten Region möglich ist. Die Unterschiede seien vorweg genannt:

Unzureichend kollimiert und nur mit Mühe kollimierbar, beide Lager der Deklinationsachse mit extrem viel Spiel, beide Schnecken mit viel Spiel, Prismenschiene zu flach und daher wackelig, keine Fixierung in Azimut, Achsen für Mittelverstrebungen zu kurz für Halterungen, Gegengewicht zu leicht, Sucher mit starkem Farbfehler und daher trotz 6x30 unter den Fähigkeiten eines 5x20.

Trotzdem lohnte es sich, das Teleskop zu verbessern und über fünf Jahre zu benutzen. Auch jetzt noch kommt es gelegentlich zum Einsatz, da noch komplett zu transportieren und mit mehr Öffnung als meine beiden Reiseteleskope.

Nun meine Erfahrungen mit meinem bauähnlichen Instrument:

Zitat von Sternenfee123:
Ich interpretiere, das ist was für Kinder ab 8 Jahren. Um ihr Interesse an der Astronomie zu wecken.
Kinder ab 35 Jahren können aber auch damit spielen, selbst dann, wenn sie Zugriff auf einen 300-mm-Newton-Cassegrain haben.

Sonne, Mond und wiiiiiinzig kleine Planeten sowie Sterne kannst damit sehen. Bei dem von Dir geschilderten Standort wirst Du am Anfang weder Galaxien noch Planetarische Nebel sehen. Dazu hat das Teleskop zu wenig Öffnung.
Die Optik langt tatsächlich für 228fache Vergrößerung, wegen Schwingungen und Plössl-Einblickverhalten sowie Luftunruhe war aber meistens bei 180facher Vergrößerung Ende. Winzig klein sind die Planeten dann nicht mehr.

Ein erfahrener Beobachter, der die Technik des indirekten Sehens beherrscht, sieht im Okular dieses Teleskopes bei den helleren Galaxien einen schwachen, matschigen Nebelfleck.
Geht auch direkt gesehen. Mit Spiralarmen bei M 51 ist aber wirklich nichts zu machen.

Bei jedem Windhauch zittert und wackelt die gesamte Klapperatur, besonders, wenn Du die Beine vom Stativ ausziehen mußt, um stehend in bequehmer Haltung durch das Okular zu sehen.
Das Wackeln kommt nicht bei jedem Windhauch, aber unabhängig von der Länge der Stativbeine. Üblicherweise sind sie ganz ausgezogen, weil halt nicht problematischer und deutlich bequemer.

Wenn Du versuchst, das Bild scharf zu stellen, zittert und wackelt das Bild im Okular.
Ja, aber störend ist das nur mit Okularen unter 9 mm Brennweite.

Wenn Du an der biegsamen Welle drehst, dann wackelt und zittert auch das Bild im Okular.
Bei meinem Teleskop hat die Welle für Deklination mehr Hebelarm, und unabhängig von der gedrehten Welle wackelt und zittert nichts.

Das Teleskop geht vom Gewicht so gerade eben auf der Montierung, aber der recht lange Hebel macht es schwingungsanfällig.
Das stimmt, besonders beim Scharfstellen im oberen Vergrößerungsbereich.

Mir wäre das Gewackel auf Dauer zu lästig. Ich würde ein kürzeres Teleskop auf diese oder eine vergleichbare Montierung setzen.
Ja, aber dann müßte man in dieser Preis- und Öffnungsklasse mit Fehlern in der Optik rechnen. 114/900 geht auch sphärisch, und das ist leicht beherrschbar.

Du mußt nach dem Aufbauen auch erstmal den Polarstern am Himmel suchen, das Telekop mit seiner Polhöhe auf den Breitengrad des Beobachtungsstandortes einstellen, dann die Montierung auf den Polarstern einstellen (Einnorden)
Das gibt es bei parallaktisch montierten Teleskopen häufiger ...

und dann kannst anfangen, mit dem 6x30 Sucher was zu suchen
Ja, der originale ist ein Krampf. Wenn man den von Skywatcher adaptiert, würde sich das aber ändern.

Die beiden Okulare machen mir persönlich keinen Spaß - es sind die billigsten Teile, die es gibt.
Gut sind sie nicht, besonders das 9-mm-Kellner. Im Vergleich mit einem 9-mm-Plössl merkt man den Unterschied, aber Augenkrebs bekommt man auch nicht.

Das verlinkte Teleskop ist was zum Einsteigen. Nach nem viertel Jahr willst mehr. Und kaufst nochmal.
Bei mir waren es gut fünf Jahre, und fürs schnelle Spechteln wird es noch immer genommen.

Natürlich darf man keine Wunder erwarten, und Galaxien dürften ruhig besser zu sehen sein, aber als Allrounder hat der 114/900er auf der Astro-3 durchaus seine Berechtigung. Neue und mehr Okulare sollten freilich schon auf der Liste der zu tätigenden Neuanschaffungen stehen. Immerhin reichen bei der parallaktischen Montierung sowie langsamen Optik preiswerte Plössl.

Grüße

fquadrat
 
Ich bin ja selbst Neuling ohne Erfahrung, aber das 114/900 wird im Preisbereich bis 200 Euro auf vielen Einsteigerseiten empfohlen (svenwienstein.de, deepsky-brothers.de). Hätte jetzt gedacht, dass es dann so schlimm nicht sein kann...
 
hallo!

Das 114/900 ist ja im Prinzip auch ein gutes Einsteigerteleskop wenn da nicht diese UNTERDIMENSIONIERTE Montierung wäre. Ich besitze den 114/900 auf einer EQ-1. Es wackelt beim scharfstellen und es hat noch weitere Mankos.
Das Teleskop ist gut aber diese Montierung macht alles kaputt...

MfG
Sebi
 
"Ich bin ja selbst Neuling ohne Erfahrung, aber das 114/900 wird im Preisbereich bis 200 Euro auf vielen Einsteigerseiten empfohlen (svenwienstein.de, deepsky-brothers.de). Hätte jetzt gedacht, dass es dann so schlimm nicht sein kann..."

Ja das war auch mein Grund das Tele hier mal anzusprechen.


"Natürlich darf man keine Wunder erwarten,"

Das ist mir schon klar, mit 200€ kann man nichts allzu besonders erwarten und das tue ich auch nicht.

Nochmal zum Dobson, wie gesagt ich bin mir nicht sicher. Für den Transport scheint das doch ziemlich umständlich zu sein? Oder nicht? ich mein das ganze wird doch mit Schrauben zusammengehalten? Leiern die nicht irgendwann durch das auf- und abbauen aus? Und einen motoriesieren kann man das ganze nachträglich auch nicht,richtig? (was ich zwar nicht denke, dass das irgendwann bei mir so wichtig wäre, da ich, obwohl ich eine tolle DSLR besitze, nicht mit dem Gedanken zur Astrofotographie spiele)

LG
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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