Einstieg in die astrofotografie

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Dibas

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Hallo zusammen,

mein name ist andrej und ich möchte mit der astrofotografie beginnen. Ich fotografiere mit meiner nikon schon seit über 2 Jahren unteranderem auch Sternenfotografie. Da ich auch eine Schwester hab die Fotografin ist und ihr Handwerk auch versteht, konnte ich vieles lernen. Nun möchte ich mich der Astrofotografie annehmen das dieser Bereich der eigentliche Grund war warum ich mit dem fotografieren angefangen hab.
In den letzten 2 Monaten habe ich viel über astrofotografie,Teleskope, Montierungen und Zubehör gelesen und mir tipps eingeholt. Aus vielen Teleskopen und Montierungen die ich vergliechen hab. Habe ich mich auf 2 Teleskope und 2 Montierungen beschränkt.

den: TS Photoline 80-mm-f/6-FPL-53-Triplet-SuperApo - 2"-Crayford-Auszug
und den: TS Imaging Star 70mm f/6,78 QUADRUPLET ED - Flatfield APO Refraktor - Brennweite 474mm.

meine fragen:

was ist der unterschied zwischen diesen Teleskopen das ich nicht aus den Daten heraus lesen kann?
Welchen von den beiden würdet ihr als Profis/Erfahrene Astrofotografen empfehlen für mich?
Empfehlt ihr doch einen ganz anderen Teleskop? (Ich bevorzuge Apochromaten Refraktor da ich gelesen hab das diese für Astrofotografie besser geeignet sind)


nun zu den Montierungen, da habe ich mich auf 2 beschränkt.

den: Bresser Montierung Messier EXOS-2 EQ GoTo
und den: Skywatcher EQ3 PRO SynScan

meine fragen:

Passen die Montierungen zu den oben genannten Teleskopen? (falls einer dieser Teleskopen meine Wahl sein wird)

Welche der beiden Montierungen würdet ihr als Profi/Erfahrene Astrofotografen für mich empfehlen?

Würdet ihr eine ganz anderen Montierung Empfehlen?


mein Anfangs Budget liegt bei 1500 euro nur für Teleskop und Montierung mit Goto/Nachführmotoren. d.h ohne das nötige Zubehör, dies werde ich mir separat besorgen.


ich bedanke mich im Voraus für eure Tipps und Empfehlungen.
 
Hallo (dein Vorname könnte hier stehen),

mal kurz und knapp zu Anfang: Zum 80er ED brauchst du noch einen Flattener, damit auch die Randabbildung der Sterne bei deiner DSLR gut ist, der 70er hat diesen bereits.

Ab hier dann mal ausführlich...
Pers. würde ich den 80er ED vorziehen, zum einen ist der ED vom Öffnungsverhältnis schneller und zum anderen gäbe es auch noch einen TS-Reducer/Flattener, der das ganze System auf f/4,8 "beschleunigt" bei 380mm Brennweite. Einen passenden Reducer für den bereits korrigerten 70er zu finden scheint nicht ganz soo einfach: http://forum.astronomie.de/phpapps/...topics/1163941/Reducer_an_Flatfield_Refraktor

Zu den Montierungen: Die EQ3 wäre für mich keine Option, denn selbst mit dem 80er ED drauf bist du schon hart an der Grenze, von 2 Kameras, Autoguider usw. ganz zu schweigen.
Die Bresser EXOS-2 schaut da deutlich besser aus und aus eigener Erfahrung mit dem "Vorgänger" LXD-75 weiss ich, dass die Montierung mit einem 80er ED prima klar kommt. Mittlerweile wurde auch ein ST-4-Eingang implementiert, so dass Autoguiding deutlich einfacher zu realisieren ist, als noch bei der LXD-75.

Auf jeden Fall solltest du dir aber Gedanken machen wie du das ganze mit Strom versorgen willst. Die Kameraakkus geben gerade im Winter recht schnell den Geist auf und während einer laufenden Session die Akkus wechseln ist nicht wirklich angenehme, denn man wackelt am Teleskop, muss ggf. neu Fokusieren und der Bildausschnitt ändert sich vermutlich auch, so dass man bei Stacken "Verschnitt" hat. Das gleiche gilt auch für die Montierung, wenn der Saft ausgeht.
 
Hallo Andrej,

ich benutze den TS80Q - bei dem ist der Flattner sogar eingebaut. Ein sehr gutes Teleskop. Ich betreibe das Teleskop auf eine Celstron AS-GT (=EQ5) und auf einer Skywatcher AZ-EQ6. Passt vom Gewicht her auf beide Montierungen sher gut. Alles unterhlab von EQ5 halte ich für etwas problematisch, die tragen das Gewicht wahrscheinlich nicht richtig. Es komemn ja noch Kamera, Kabel, ev. Autoguider (Sucher/Leitrohr) hinzu.

Gruß
Der Micha
 
Hallo Andrej,

willkommen hier im Forum.
Bevor man die Frage beantworten kann, würde ich fragen, was Du eigentlich machen willst.
Wenn Du die Objekte des Sonnensystems (Sonne, Mond, Planeten) ablichten willst, ist die Antwort eine ganz andere, als wenn es der tiefere Kosmos sein soll.
Wenn Du Galaxien und Nebel fotografieren willst, sind diese Teleskope gut. Bei der Montierung würde ich aber sparen und warten, bis Du Dir was wirklich solides leisten kannst. Ich zähle dazu (ohne den Anspruch der Vollständigkeit) die Skywatcher EQ6 und die Losmandy G8 oder besser G11.
Das Problem ist, dass bei leichten Montierungen preiswerter Hersteller oft Qualitäts- und Stabilitätsprobleme bestehen, die Dir den Spass am Hobby ruinieren. Du musst in der Lage sein, 5 Minuten lang die Objekte nachzuführen. Das klingt viel leichter als es getan ist.
Die 1500 bis 3000 Euro für eine gute Montierung sind sehr schmerzhaft im Moment. Der Schmerz geht aber schnell vorbei. Die billigen Montierungen machen dauerhafte Schmerzen und Du wirst sie sowieso bald durch was Besseres ersetzen.

Solltest Du mehr das Sonnensystem bevorzugen, so ist die Montierung nicht so entscheidend, Du solltest aber ein Teleskop wählen, welches mit einer fotografisch geeigneten Barlow-Linse Brennweiten von 2 bis 5 m realisiert. Dazu kommt dann eine für Video geeignete Kamera, da die besten Aufnahmen entstehen, wenn man Videos in Einzelbilder zerlegt und die Besten im Anschluss mit einer Bildbearbeitungssoftware mittelt.

Viele Grüße
Uwe
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
ich bedanke mich für die vielen tipps und meinungen. diese haben mir viel geholfen bei der Entscheidung.

da ich erst einsteige und einige Jahre mit dem anfangs equipt arbeiten möchte um mehr Erfahrung zu sammeln, habe ich bewusst mir eine Budge grenze von 1500-2000 euro gesetzt. Den aus dem Bereich Spiegelreflexkamera Fotografie weiss ich man sollte auch nicht als Einsteiger sich das beste Equipt für haufen geld holen um später dann zu merken das man zuerst Erfahrung braucht um gute Fotos zu machen. Nach und nach möchte ich mir dann auch später bessere Montierungen und Teleskope kaufen.

zu deiner frage Uwe_Trulson, ja ich möchte in Richtung Nebel und Galaxien gehen.

grüße
andrej
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moin zusammen,

ich denke Andrej ist klar, dass er ggf. 2 mal kauft. Bei den APOs sehe ich das zwar nicht so, denn die machen über viele Jahre hinweg viel Spass und werden eher um ein weiteress Teleskop mit anderer Brennweite ergänzt, als ersetzt, aber bei der Montierung wird es sicherlich so kommen, dass über kurz oder lang eine andere Einzug halten wird. Die Frage, die man aber letzendlich nie abschließend beantworten kann, ist: Wo geht die Reise hin? Bei der Astrofotografie als solcher gibt es schon die verschiedensten Spielarten und selbst DS-Fotografie ist nicht gleich DS-Fotografie. Ich denke daher, dass die EXOS 2 kein schlechter Einstieg ist. Die Montierung ist noch nicht zu schwer (Mobilität) und auch nicht zu leicht, so das ein kleiner APO gut getragen wird ohne zu wackeln wie ein Lämmerschwanz. Nach nem Jahr oder zwei mit Fühlen, Kratzen, Beißen, Wehtun kann man für sich einschätzen, ob eine schwerere Montierung her muss und ob man diese dann immer noch durch die Gegend schleppen möchte, oder doch lieber im heimischen Garten eine Säule/Hütte baut.

Eine gebrauchte EQ6 liegt durchaus im Budget, aber dieser riesen Trumm kann einem schon mal die Lust auf einen Ausflug auf´s Land vermiesen, wenn man weiß, dass man XY-kg schleppen muss (und da kommen schnell mal 50-80kg zusammen für ein komplettes Fotogeraffel) und der innere Schweinehund tut dann seinen Teil auch noch dazu.

Zitat von Uwe_Trulson:
Wenn Du Galaxien und Nebel fotografieren willst, sind diese Teleskope gut.

mir fällt nur eine Galaxie ein, die sich mit den o.g. ED APOs + DSLR wirklich gut fotografieren lässt und das ist M31, es sei denn man will mehrere Galaxien auf einmal fotografieren (Markarian´s Chain, M81 und M82, ...)
 
Hallo zusammen,

Ich werde mir das mit der Montierung zu Herzen nehmen und erstmal nach einer gebrauchten EQ6 suchen. Ihr habt schon recht lieber eine gute Montierung kaufen dann kann man sich später mehr auf einen besseren Teleskop mit mehr Brennweite usw. Konzentrieren weil man weis das man eine bereits gute Montierung hat und nicht noch eine kaufen muss.


Danke nochmal für eure Hilfe.
 
Hallo Andrej, hallo Markus,

Natürlich sind 480 mm Brennweite nicht optimal für kleine Galaxien. Zum Anfangen nimmt man jedoch sowieso M31, M101 ...
Man spart sich aber die grauen Haare, die man als Anfänger mit 3 m Brennweite ganz sicher bekommt.
Ich würde mir dann einen H Alpha-Filter kaufen und die großflächigen Nebelregionen fotografieren. Da hat man viel Spaß.

Viele Grüße
Uwe
 
@Uwe & alle anderen

Kennt irgend jemand eine kleine Liste der besten fotografischen Einsteigerobjekte...

Also so etwas wie "die besten Nebel und Galaxien bis 500mm Brennweite" :)

(Sternhaufen reizen mich persönlich nicht, aber andere ja sicherlich schon)

Ein Link wäre nett.

lg & CS

Chris
 
Hallo Chris,

ich vermute mal, so eine Liste wirst du nicht vorgefertigt im Netz finden, aber jeder halbwegs routinierte Astrofotograf wird dir entsprechende Objekte nennen können.

Alternativ könntest du auf Astrobin einfach mal nach Brennweite filtern und schauen, was von den Objekten dich pers. reizen würde bzw. was von deinem Standort aus geht.

Da ich mal von 500mm an APS-C ausgehe: M31, M42, M45, NGC7000, Pferdekopfnebel, Irisnebel mit Dunkelwolen, M81 + M82, Elefantenrüssel, Californianebel, ...
 
@Andrej
Ich wollte nicht Deinen Beitrag kapern, aber ich hoffe, dass Du für Dich auch evtl. Interessantes herauslesen kannst...

Lieber Markus und Klaus...

Vielen Dank für Eure Beiträge!
Das Buch, weches Du vorgeschlagen hast, Klaus, sieht sehr vielversprechend aus - ich werde es mir mal vornehmen.

Und Deine Anregungen, Markus, werde ich mir mal bildtechnisch vorknöpfen..:!

Aber vielleicht können wir (in einem anderen Beitrag!) ja mal die schönsten Einsteigerobjekte für kleinere Brennweiten zusammentragen und im Astrofoto-Unterforum als Sticky-Post anheften lassen.
Schließlich werde ich nicht der letzte Einsteiger sein, der sich fragt, welche prächtigen DSOs auch auf die Pixel von Anfängern wollen ;)

Eine Sache ist mir selbst noch eingefallen Baechlis Astrofotografie mit kleinen Brennweiten - Stefan/Planet_Viewer hatte mir den Hinweis in einem anderen Beitrag gegeben - man sieht zumindest, was auch mit 200mm Objektiv machbar ist und kann als erste Orientierung dienen.

So,genug jetzt :)

lg & CS

Chris
 
Hallo Andrej,

da ja inzwischen schon alles Wichtige aus meiner Sicht gesagt wurde, wollte ich Dir eigentlich nur eine PM schicken. Offensichtlich bist Du aber noch nicht dafür freigeschaltet. Ich komme ursprünglich auch aus DKB und besuche dort ab und an meine Schwester. Wenn Du Lust hast, kannst Du mir ja eine Nachricht senden, so bald es funktioniert - vielleicht können wir ja mal gemeinsam eine Astrofoto-Session machen.

Ich denke es ist eine sehr gute Entscheidung, dass Du Dich nach einer EQ6 umschauen willst. Meiner Meinung nach, sollte man speziell bei der Astrofotografie, als letztes an der Montierung sparen. Gerade am Anfang, wenn man sowieso viele "Baustellen" hat ist es hilfreich, wenn sie etwas Reserven bietet.

Viele Grüße

Reinhard
 
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