Hi,
Das Setup soll mich visuell voll zufriedenstellen und ggf. auch noch etwas Luft nach oben haben um paar Aufnahmen machen zu können (entsprechende Investitionen in Zubehör vorausgesetzt).
visuell ist eine EQ5 oder eine H-EQ5 mit dem 6" Newton durchaus brauchbar. Ohne Guiding, aber vernünftig eingenordet sind mit Weitwinkel- und Normalobjektiv etwa 2 Minuten Belichtungszeit machbar. So grob über den Daumen.
Was den Schneckenfehler angeht, wie du sagst kann man das zu einem gewissen Grad durch gutes einnorden kompensieren.
Haaaaaalt, Stopp. Da legst Du mir was in den Mund, was ich so nicht gesagt habe!
Der Schneckenfehler ist durch die Mechanik (Schnecke, Schneckenrad, Lagerung, zu viel Spiel, nicht polierte Flanken, zähes Fett, ...) bedingt. Halt günstig produzierte 0-8-15 Teile ohne echte Qualitätskontrolle. Mit Einnorden hat das garnix zu tun! Falsches Einnorden bringt zusätzliche Drift (= noch mehr Fehler) hinzu...
Welche Montierung hast du denn? Bzw. auf welche Montierung bezieht sich deine Auswertung?
Das bezieht sich auf die Sphinx SXW "out of the Box", wie in meiner Signatur beschrieben. Die Sphinx von Vixen ist eine Weiterentwicklung der ursprünglichen Vixen-Mutter all der EQ-5, HEQ-5, EQ-6 ... Klone.
Ich habe sie 7 Jahre fast ausschließlich zur Planetenfotografie vom Stadtbalkon aus verwendet. Und dann mit Ihr die Deepsky-Fotografie begonnen, als die ersten für mich bezahlbaren Guidingcams auftauchten. Vorher hab ich ausschließlich die Teleskope der 3 Sternwarten für Deepsky-Fotos benutzt, bei denen ich Mitglied bin.
Sehr schnell hab ich gemerkt, daß ihr Spiel die größte Fehlerquelle war. Also habe ich sie mit viel Herzklopfen und der Hilfe eines Sternfreundes vor 3 Jahren auseinander genommen und komplett gereinigt, die Lager auspoliert, Schnecke und Schneckenrad sorgfältig "entkrümelt/entspahnt" und anschließend auch durchpoliert sowie mit ordentlichem Fett versehen. Jetzt muß ich nur noch 2x im Jahr (bedingt durch Sommer- und Wintertemperaturen) etwas am Spiel in RA justieren (ca. 30 Minuten Zeitaufwand) und kann mich nun über ein sehr gleichmäßiges Spiel von +/- 6 Bogensekunden freuen. Sie läuft jetzt prima und Guidingfehler treten nur bei kräftigerem Wind oder Überlastung auf.
Ich hab sie nun über ein Jahrzehnt im harten Arbeitseinsatz. Da hat sich der deutlich höhere Anschaffungspreis definitiv gegenüber den Klonen "rentiert".
Was die Montierung angeht bin ich leider noch kein Stück weiter...eine EQ6 wird es wohl aus finanziellen Gründen erstmal nicht...EQ5 oder HEQ5 müsste es dann werden wobei ich selbst mit der HEQ5 und einem zusätzlichen Lidl-Refraktor wie von Sternenfee beschrieben schnell an den Grenzen der Montierung bin...schwierig schwierig...
Das liegt daran, daß Du alle unsere Empfehlungen bezüglich dem Trennen von Visuell und Fotografie in den Wind schlägst. Und auch bezüglich dem Beginn des geguideten Fotografierens durch den Newton utopische Vorstellungen hast. Das ist ohne Autoguiding zu viel Brennweite.
Ein erfahrener Amateurastronom erkennt am Verhalten seiner Montierung, wo er Hand anlegen muß, damit es nicht in die Hose geht. Dir fehlt diese Erfahrung. Du wirst völlig hilflos vor verwackelten Bildern stehen und Null Plan haben, woran es liegen könnte.
Weil es nunmal mehr braucht als ein paar Posts und Antworten hier im Forum, um sich in die sehr komplexe Materie einzuarbeiten. Die eigene Erfahrung Schritt für Schritt von "einfach" über "funktioniert" hin zu "sportlich" und schlußendlich "ambitioniert" zu machen dauert Jahre, Du willst es in wenigen Monaten hinbekommen. Parallel dazu lernen, wie Du überhaupt mit einem Teleskop, der Montierung und dem Stativ umgehen sollst. Parallel dazu den Himmel kennenlernen. Parallel dazu auch noch eine komplett eigene Steuerung entwerfen/programmieren. ?)
Merkst Du denn nicht, in was Du Dich da grad verrenst?
Junge, das klappt zu 99,999 % nicht. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Erfolgreiche Fotografen haben dazu mehrere Jahre gebraucht, die Hilfe und Ratschläge von erfahrenen Vereinskameraden und oder Forenusern erbeten und die dann auch angenommen. Und dann mit mehr Budget und kürzeren Brennweiten angefangen.
Eine gebrauchte, fotooptimierte HEQ-5 oder EQ6 wird nicht oft angeboten, wenn Man oder Frau die erstmal soweit hat, dann behält man die. Weil es Mühe gekostet hat, sie soweit zu bringen...
Der Spruch "Teleskope kommen und gehen, Montierungen bleiben", kommt nicht von ungefähr...
Ich hab 4 Teleskope für die Planetenfotografie durch, jetzt hab ich nach 13 Jahren Suche das für mich perfekte Teleskop dazu gefunden. Und je nach Ausdehnung vom Deepskymotiv 3 unterschiedliche Foto-Optiken, 2 verschiedene Teleskope und 3 verschiedene Kameras im Einsatz. Visuellen Spaß hab ich mit großen Dobsons bei Teleskoptreffen unter dunklem Himmel, oder an einem richtig großen Pott auf der Sternwarte.
Angefangen hab ich vor knapp nem viertel Jahrhundert mit ner Russentonne und der gebrauchten NP...