Einstieg in die Monowelt

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astrofotografie marcel

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Hallo alle,

dies ist mein erster Beitrag hier im Forum.
Erstmal zu mir: Ich bin leidenschaftlicher Astrofotograf in BaWü, 23 Jahre jung und betreibe Astrofotografie seit fast genau 7 Jahren. Immer mit dabei hatte ich meine Canon EOS 750D (seit 2 Jahren astromodifiziert). Ich besitze einen Skywatcher 8" F5 auf einer AZ-EQ5. Alles läuft super und stabil.
Meine Kamera wurde mittlerweile schon zweimal repariert und kann jeden moment wieder versagen. Da habe ich mir gedacht einfach mal in die Mono Welt umzusteigen, da ich dieses Hobby noch sehr lange machen werde und mir die Zeit wert ist, mit verschiedenen Filtern zu fotografieren um ein Farbbild zu erhalten.
Ich liebe das konzept vom ASI Air, habe mir schon eins geholt und bin nun an ZWO Kameras gebunden (für mich kein Problem).
Meine Überlegung ist es mir gleich eine 2600mm zu holen (wenn schon denn schon). Aber lohnt es sich nicht erstmal klein anzufangen? Wie seht ihr es?
Soll ich mir gleich eine 2600mm holen oder erstmal eine andere günstigere Monokamera, um überhaupt zu schauen ob mir Monofotografe spaß macht?


VG,
Marcel
 
Hallo Marcel,

Willkommen!

Wenn eine 2600er ins Budget passt, dann natürlich noch Filterrad, gute Filter (min. 36 mm) dazu, dann mach das. Nimm am besten gleich ein 7er Filterrad, auch falls du es nicht gleich voll bestückst und erstmal mit LRGB anfängst. Mein erstes hatte nur 5 Slots das hat mit der Zeit genervt.

Mono wird dir viel Spaß machen, zumal wenn du, wie du schreibst, eh schon länger Adtrofotografie machst. Du gewinnst deutlich an Auflösung und Signal. Zudem eröffnen sich bspw. mit Schmalband völlig neue Welten, Mond und Lichtverschmutzung spielen eine kleinere Rolle.

Viel Erfolg,
Alex
 
Hallo Marcel,

Ich persönlich würde nicht kleiner anfangen. Filter und Filterrad sind zwar etwas billiger in 1.25", aber halt nicht wahnsinnig viel billiger. Wenn klein anfangen, dann würde ich auf gebrauchte zurückgreifen. Die bekommst du schon ganz günstig, weil halt do so einige Leute mit 1.25" anfangen und dann aufrüsten.

Bedanke auch, dass dein Bildwinkel halt deutlich kleiner wird, wenn du da einen kleineren Chip dahinter hängst. Viele der "klassischen" Mono-Objekte, sind Emissionsnebel, die man dann auch mit HOS-Schmalbandfiltern ablichten will. Die sind aber oft recht gross, so dass du mit dem besteheden Skyatcher viele nicht mehr sinnvoll aufs Bild bekommst (das dürfte ja jetzt schon so sein).

Ich schliesse mich Alex an, dass du gleich ein 7-er Filterrad dranhängen solltest, selbst wenn du noch nicht alle sofort kaufst. Wobei natürlich Mono ohne Schmalbandfilter nicht so wahnsinnige Vorteile gegenüber einem Farbsetp bringt. Für mich waren Schmalbandaufnahmen der Hauptgrund für Mono.
Bei den Filtern kann man halt auch mehr oder weniger viel Geld ausgeben. Die Filter, die ZWO anbietet, finde ich persönlich für den Einstieg ganz gut. Sicher gibt es bessere, ist aber halt auch eine Frage, wie viel man bereit ist, auszugeben.

Ohne ASIAir ginge es bei der Mono-Kamera halt nochmal etwas günstiger, aber die ist bei dir ja gesetzt. Vor einiger Zeit gab es mal eine Aktion, wo es bei ZWO "gebrauchte" Kameras zu günstigen Preisen gab. Da hab ich zugeschlagen, denn die waren da 20% günstiger als normal. Die "gebrauchte" war für mich nicht von einer neuen zu unterscheiden und hat nochmal gut Geld gespart. Keine Ahnung, ob die Leute regelmässig solche Aktionen machen.

CS, Daniel
 
Moin zusammen,
ich liebäugele ja auch schon länger mit einer ASI2600MM Pro, aber ganz ehrlich: 3100 EUR finde ich schon sehr heftig und ich frage mich, wie es zu diesem enormen Preisunterschied von ca. 500 EUR zur MC kommt ... Und ob sich der Wechsel von der 2600MC zur MM "lohnt"...

Das 7er EFW habe ich mir vor ein paar Monaten gekauft, insofern bin ich da schon auf dem richtigen Weg. Fehlen noch die RGB Filter.

Viele Grüße

Markus
 
frage mich, wie es zu diesem enormen Preisunterschied von ca. 500 EUR zur MC kommt
Der Preisunterschied ist bei anderen Anbietern mit gleichen Chip nicht sehr viel kleiner. Keine Ahnung, ob die alle mehr für den Chip zahlen oder ob die einfach wissen, dass Mono-Käufer bereit sind, mehr Geld auszugeben.
Interessanterweise ist beim grösseren Vollformat-Chip kein Preisunterschied zwischen Mono und OSC mehr da (6200MM/MC).

Aber die eigentliche Preisdifferenz sind halt die 500€ + Filterrad + Filtersatz. Das ist dann eher im Bereich 1500€+.

Und ob sich der Wechsel von der 2600MC zur MM "lohnt"...
Tja, dass muss jeder für sich selbst entscheiden. Persönlich würde ich das nur machen, wenn dann auch Schmalbandfilter zum Einsatz kommen. Und selbst da bekommt man mittlerweile mit Farbkamera und Duo-Narrowbandfiltern schon so einiges hin.

CS, Daniel
 
In dem Hobby nach „lohnt sich das“ zu fragen, ist ja generell schwierig ;)

Aber ja, tut es sich. Auflösung, Signal, Flexibilität. Aber contra natürlich mehr Zeitbedarf. Mit einer Color nimmst du halt durchweg auf und hast am Ende je nach BLZ einiges an Frames beisammen, was den Stacking-Algorithmus freut und dank Funktionen wie DrizzleIntegration sogar die Auflösung wieder herstellen kann, wenn genug Subs. Aus bspw. 50 Colorframes werden dann halt “nur“ 10-12 pro Kanal und 15-20 L.
 
Hallo Marcel,

zumindest anmerken möchte ich, dass es auch möglich ist, sich ein Filterrad und größere Filter zu besorgen, dann aber zunächst eine gekühlte Kamera mit kleinerem Chip und Preis für den Einstieg zu nutzen. Das würde ich tun und raten. Damit kommt man nämlich auch schon sehr weit.

Keine Ahnung, ob die alle mehr für den Chip zahlen oder ob die einfach wissen, dass Mono-Käufer bereit sind, mehr Geld auszugeben.
Soweit mir bekannt, ist der Chip in der 2600 zunächst nur mit Bayer-Matrix produziert worden. Diese Sensoren werden ja für erdgebundene Fotografie oder jedenfalls größere Märkte produziert. Astro spielt eben eine sehr untergeordnete Rolle. Es gab längere Zeit überhaupt keine Mono-Variante der 2600. Irgendwann hat man doch eine Mono-Variante des Chips aufgetan, die aber seltener produziert wird und darum eben mehr kostet.

Gruß
Sebastian
 
Hallo Marcel,

am Ende entscheidet dann doch das Budget und wenn es für dich vernünftig machbar ist dann greife auf die größte Bilddiagonale zurück die du bereit bis zu zahlen. Am Ende wird das die günstigste Entscheidung sein. Jeder der mit kleinen Sensoren anfängt verspürt mit zunehmenden Erfolg den Drang nach mehr Bildausschnitt. Die obigen Kollegen haben es ja schon richtig dargestellt - Mono macht am meisten Spaß bei Nebel Objekten und die sind wirklich groß und wirken am schönsten in einem großen Bildauschnitt. Da wird am Ende auch der größte Sensor nicht mehr helfen und du wirst nach kürzerer Brennweite schielen.
Die ZWO Filterräder sind preislich nicht viel teurer als die Konkurrenz und arbeiten wirklich sehr zuverlässig. Ich habe zwei davon (7x36mm und 5x2").
Im Übrigen keine Angst vor mehr Aufwand. Das Stacken der Einzelframes ist genau so easy wie bei de OSC (i.d.R. werden sogar die Farbkanäle je nach Stacking Software bereits richtig erkannt und zugeordnet) und dauert deutlich weniger lange als mit OSC Raw-Daten.

Dann bin ich mal auf deine Entscheidung gespannt.

CS
Franz
 
Hallo an alle,

Vielen lieben Dank für die Nachrichten! Echt ein tolles Forum! Hätte nicht gedacht so schnell so viele Antworten zu erhalten.
Ich muss auf jeden Fall noch einige Nächte darüber schlafen..
Es ist egal ob 2600 oder auch die 294, es ist und bleibt eine größere Summe und die will ich nicht unüberlegt ausgeben.
Ich werde euch auf jeden Fall auf dem neusten stand bringen wenn es soweit ist. Dauert aber wahrscheinlich noch etwas, da ich auf mein Weihnachtsgeld warten werde/muss :ROFLMAO:

VG und CS an alle,
Marcel
 
Aber die eigentliche Preisdifferenz sind halt die 500€ + Filterrad + Filtersatz. Das ist dann eher im Bereich 1500€+.

Tja, dass muss jeder für sich selbst entscheiden. Persönlich würde ich das nur machen, wenn dann auch Schmalbandfilter zum Einsatz kommen. Und selbst da bekommt man mittlerweile mit Farbkamera und Duo-Narrowbandfiltern schon so einiges hin.

Ja, das darf man nicht vergessen, dass das EFW und Filter auch nochmal kräftig zu Buche schlagen. Ich nutze das EFW mit meiner 2600MC derzeit zum Wechsel zwischen UV/IR-Cut, IDAS NBZ (Ha & OIII) und IDAS NB2 (S2 & OIII). Ich habe mir gleich das 7er 2" EFW geholt, um zukunftssicher zu sein, falls es doch mal eine Monochrome-Kamera wird.

Aber ich frage mich, ob der "Mehrwert" einer Monochrome-Kamera gegenüber meinem jetzigen Setup den Anschaffungspreis aufwiegt. Hinzu kommt ja auch noch das umständlichere Handling mit getrennten Flats für jeden Filter.
 
Wieso umständlich? Das kann die Software doch automatisch machen. Sind halt mehr, aber ich sehe nicht, dass das umständlicher ist.
ja geht schon, wahrscheinlich muss man seine Arbeitsweise auch etwas umstellen. Ich arbeite bei der ASIair meist mit dem Autorun-Modus. Die Flatfieldbox muss ich eh manuell auflegen und da starte ich jeden Filterdurchlauf separat manuell, zumal ich die Helligkeit bei den Schmalbandfiltern hochdrehe und beim UV/IR-Cut ganz runterdrehe. Insofern erhöht sich bei der Arbeitsweise der Aufwand etwas. Wenn ich nur den UV/IR-cut nehme, ist das alles sehr easy bei RGB-Aufnahmen mit einem einzigen Flat-Satz getan bei meiner OSC.
 
Ok, hab das nicht im Kopf, wie das ASIAir macht. Mit NINA gibt es halt einen Assistenten, der macht das alles am Stück.
 
Hi Marcel,

bei den vielen informativen Antworten gibt es ja kaum noch etwas hinzuzufügen.

Da ich mich derzeit in derselben Situation befinde (wechsel von DSLR auf Mono) wollte ich dennoch mal meinen Senf dazugeben.
Habe mir auch unglaublich den Kopf zerbrochen was ich in welcher Kombination einsetzten möchte und kaufe mir derzeit monatlich immer etwas dazu. Nun habe ich schon die Nachführung, die Kamera, das Teleskop und schaue mich derzeit noch nach einem Filterrad und den passenden Filtern um.

Ich arbeite allerdings mit NINA und nicht mit einem ASIair, aber auch das ist ja alles Geschmackssache.

Bei der Kamera ist es bei mir die Omegon veTec 571 M geworden, die hat denselben Chip wie die 2600er von ZWO, da ich viele Jahre Erfahrung in der Fotografie hatte, wollte ich direkt mit einem APS-C Chip starten.

CS

Tobi
 
und schaue mich derzeit noch nach einem Filterrad und den passenden Filtern um.
Schau die mal die ZWO-Angebote an.

Ich habe mir gleich das 7er 2" EFW geholt, um zukunftssicher zu sein, falls es doch mal eine Monochrome-Kamera wird.
Das 2" lohnt sich aber nur, wenn du auch Vollformat Mono machen willst. Ansonsten sind die Filter nochmal eine ganze Ecke teurer als die 36mm, die für APS-C ausreichen.
 
Vielen Dank @growers , es wird wohl das 7x36mm ZWO bei mir werden.

Tatsächlich habe ich aber auch erst beim 7x2" geschaut, also den selben "Fehler" gemacht.
Irgendwer hatte mich da mal bequatscht, dass mein bei APS-C 2" benötigt.. :D
 
Die nötige Filtergröße hängt von der Lichtstärke des Systems und wo im Strahlengang sich die Filter befinden ab.

Da man das Filterrad jedoch direkt mit der Kamera verbindet, es gibt ja nicht wirklich Gründe das nicht zu tun, also der Weg Filter-Sensor kurz ist, reichen 36 mm.

Es sei denn, man ist mit einem f2 Gerät zu Gange. Da mag es aufgrund der Steilheit des Lichtkegels schnell eng werden, aber da sind dann eh highspeed Filter, etc. Pflicht, zumindest für Schmalband.

Wer selbst nachrechnen möchte:
https://astronomy.tools/calculators/ccd_filter_size
 
Ja, das darf man nicht vergessen, dass das EFW und Filter auch nochmal kräftig zu Buche schlagen. Ich nutze das EFW mit meiner 2600MC derzeit zum Wechsel zwischen UV/IR-Cut, IDAS NBZ (Ha & OIII) und IDAS NB2 (S2 & OIII). Ich habe mir gleich das 7er 2" EFW geholt, um zukunftssicher zu sein, falls es doch mal eine Monochrome-Kamera wird.

Aber ich frage mich, ob der "Mehrwert" einer Monochrome-Kamera gegenüber meinem jetzigen Setup den Anschaffungspreis aufwiegt. Hinzu kommt ja auch noch das umständlichere Handling mit getrennten Flats für jeden Filter.
Hallo Markus,
Mehrwert ist natürlich immer relativ und kann für jeden etwas anderes bedeuten. Ich stand im letzten Jahr vor der gleichen Frage und bin dann ziemlich schnell bei dem 7x50mm Filterrad von QHY gelandet. Ich betreibe es zwar seit diesem Zeitpunkt nur mit der QHY268m aber da der E-160ed vollformattauglich ist, habe ich als Option für ein Upgrade auf die QHY600m (quasi das Gegenstück zur 6200 von ASI) diese Entscheidung getroffen.
Ich hatte vorher mit der Nikon D800 am Epsilon fotografiert. Habe also keinen direkten Vergleich zu einer gekühlten Farbkamera. Für mich persönlich ist es definitiv ein deutlicher Mehrwert gewesen. Alleine schon der Auflösungsgewinn bei kleinen Galaxien und die Aufnahme schwacher Dunkelnebel mit dem Luminanzfilter sind für mich DIE Argumente schlechthin. Bei reinem Bayer-RGB vs. Einzelfilter-RGB sind die Unterschiede zwar mess- und sichtbar aber aus meiner Sicht weniger ausgeprägt. SHO etc. mache ich nahezu gar nicht.
Die Flat-Thematik finde ich unproblematisch. Ich habe einmalig ein Masterflat für jeden Filter erstellt. In WBPP in PI wird alles einmal reingeladen (wird nach dem schließen gespeichert). Nach jeder Session lade ich somit nur die neuen Lights rein. Die Zuordnung erfolgt dann automatisch durch WBPP. Im Grunde so einfach wie ein Farbbild. Ob andere Programme das ähnlich komfortabel handhaben weiß ich aber nicht.
Meine aktuellen Flats sind nun auch schon über 6 Monate alt und ich sehe aktuell auch noch keinen Grund sie zu erneuern.
 
Aber dann rotierst Du Deine Kamera nie und lässt sie immer montiert, wenn Du eine Flat-Bibliothek benutzt. Bei mir klappt das nicht: da wird auch schon mal die Rotation verändert, oder ich baue die Kamera an ein anderes Teleskop. Auch wenn man es mal zum Reinigen auseinanderbaut, braucht's ja neue Flats. Ich mache die vor jeder Session. Wenn ich mal mehrere Tage belichte, ohne dass ich die Kamera beweg, nutze ich aber auch schon mal eine Flat-Serie und mache sie nicht jede Nacht neu.
 
Unter diesen Umständen hast Du natürlich Recht. Ich rotiere die Kamera tatsächlich nicht, sondern habe den Image-Train so ausgerichtet, dass das große Filterrad kein Ungleichgewicht zu der einen oder anderen Seite produziert. Ich komme damit ganz gut zurecht und es erleichtert auch ein späteres Datensammeln, da die Ausrichtung immer gleich bleibt.
Natürlich gibt es manchmal Situationen, wo das Hochformat nicht sinnvoll für die Bildkomposition ist. Aber selbst dann gibt es ja noch die Möglichkeit ein 1x2 Panorama zu machen. Ich habe aber auch nur ein Setup (welches ich dazu auch noch remote betreibe) und daher das Ganze auf maximale Stabilität und Wartungsfreundlichkeit getrimmt.
Die Okularauszüge von Takahashi (zumindest am Epsilon) standen auch etwas in Verruf, die Kollimation zu verändern, wenn sie rotiert werden. Das war für mich auch ein Grund von Beginn an auf die Rotation des OAZ zu verzichten.
 
Es ist egal ob 2600 oder auch die 294, es ist und bleibt eine größere Summe und die will ich nicht unüberlegt ausgeben.
Bei 1m Brennweite würde ich auf jeden Fall den aps-c Chip empfehlen. Da wird das Feld schnell klein. Für Aps-c braucht es aber 36mm Filter. Mit 1,25“ habe ich zumindest zweimal gekauft, weil ich irgendwann dann doch den größeren Sensor und damit das größere Feld wollte.

Vollformat sicher zu sein ist schön und gut aber dafür brauchst du auch einen größeren Auszug. Das wird schnell sehr teuer und der Vorteil gegenüber einem kleinen zweitteleskop ist gering.

Mein Teleskop kann z.b. vollformat aber die vollformat liegt nur noch rum seit ich den imx571 habe.

Als Filter verwende ich den astronomik Deep sky Satz. Die bieten den maximalen farbkontrast und sind optisch einwandfrei. Der farbkontrast ist einer der Vorteile gegenüber einer OSC. Das lässt dir mehr Raum für Luminanz und gibt dir damit deutlich mehr tiefe in der selben Zeit.
 
Guten Morgen an alle,
Vielen lieben Dank nochmal für die ganzen Ratschläge.
Ich hätte da bezüglich Schmalbandfilter nochmal eine Frage: Welche Halbwertsbreite soll ich mir da leisten? Es gibt ja verschiedene von 3nm bis 12nm.
 
So enger die Filter so mehr Kontrast und weniger Einfluss von Mond und Lichtverschmutzung aber auch teurer.

Ich persönlich empfinde um 6 nm als guten Kompromiss auch preislich. Antlia hat meiner Meinung interessante 4,5 nm Filter die preislich auf dem Niveau von Astronomik mit 6 nm liegen.
 
Wie schaut's denn mit Halos bei den ganzen Filtern aus? Beim Lextreme Dual Narrow Band hat ich ziemliche Halos um die Sterne, deswegen bin ich zum IDAS NBZ gewechselt.

Hier ein Beispiel mit dem Lextreme:

1696573876514.png
 
Guten Morgen,
ich kann persönlich nur für die Astronomik 6nm sprechen und die sind bei mir am Epsilon frei von Halos. Was ich bei Astronomik ebenfalls gut finde, ist dass jedem Schmalbandfilter ein individueller Transmissionswert angegeben wird und sie nach Rückfrage meinerseits bei Herrn Neumann auch gut am Epsilon funktionieren ohne zwangsweise die MaxFR-Filter nutzen zu müssen. 6nm ist ebenfalls ein guter Kompromiss, wenn es um schnelle Optiken geht. 3nm muss da schon deutlich genauer an das jeweilige Öffnungsverhältnis schneller Optiken angepasst werden bzw. deren Einsatz wird vom Filterhersteller grundsätzlich nicht empfohlen.
 
Hallo!
6nm sind wirklich ein guter Kompromiss. 12nm sind z.B. bei einem starken Ha-Objekt so breit, dass man auch mit einer Farbkamera noch genug Signal für ein kontrastreiches Bild bekommt. Habe ich mit meiner DSLR früher gelegentlich zur Verbesserung der Luminanz benutzt. Aber an der Monokamera sind 6nm eine solide und preislich noch erträgliche Sache.
Wenn man sich an der Tatsache, dass ein Falschfarben-Bild herauskommt nicht stört und die Optik z.B. der Hubble-Palette mag, dann ist Schmalband eine tolle Sache und es macht Spaß damit zu fotografieren.
Halos habe ich bei den Astronomik-Filtern bislang auch nicht beobachten können.
Gruß
Sebastian
 
Hallo,

Bei den 7nm Filter von ZWO habe ich auch keine Halos. Die sind als ganzer Satz günstiger als die Astronomik. Schlechter? Keine Ahnung. Die 1nm Bandbreite dürften keine grossen Unterschied machen. Ansonsten konnte ich bisher keine offensichtlichen Probleme feststellen, habe aber auch keinen Vergleich zu anderen Filtern.

Wenn man sich an der Tatsache, dass ein Falschfarben-Bild herauskommt nicht stört und die Optik z.B. der Hubble-Palette mag, dann ist Schmalband eine tolle Sache und es macht Spaß damit zu fotografieren.
Muss man ja nicht. Wer das nicht mag, kann durchaus Breitband und Schmalband kombinieren. Gerade H-alpha bietet sich schon mal an, um gewisse Details auch in LRGB-Aufnahmen noch zu betonen. Das ist dann halt auch nicht mehr so ganz "Echtfarbe", aber doch nah dran.

CS, Daniel
 
Die Astronomiks haben i.d.R. etwas bessere Transmissionswerte. Mein OIII ist beispielsweise (wenn ich das richtig im Kopf behalten habe) mit 97,8% angegeben. Die ZWOs lt. TS mit 80% (Wobei das Diagramm von ZWO 90% darstellt). Obs einen sichtbaren Unterschied macht, der den Aufpreis rechtfertigt, muss natürlich am Ende jeder für sich selbst entscheiden.
 
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