Einstieg in Filter-Astronomie

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D U W I R S T K E I N R O T S E H E N !!!

Warum habe ich ja schon erklärt:
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/ubb/showthreaded/Number/533350

Kauf Dir einen Rotfilter Wratten 25, damit werden die Nebel dann rot und schlechter sichtbar. Der Orionnebel ist aber hell genug, ihn dann rot zu sehen. Ist auch billiger.

Willst Du wirklich Nebel besser sehen, kommt ein UHC in Frage, aber einer mit guter Leistung bei H-Beta und OIII, also blaugrün.

Ich weiß auch gar nicht, warum ich gegen so eine Ignoranz noch anschreibe, jeder ist seines Glückes Schmied - und Tschüss.
 
Zuerst mal "Hallo" (!)

@Sven:
Schon kappiert!
ABER TROTZDEM! Bei helleren Objekten wird zumindest mehr zu sehen sein als bei Nebeln usw.

Offensichtlich hast du nen schlechten Tag erwischt!

Zudem, es stecken immer mehr Hintergründe und unterschwellige Gedanken und Einflüsse in Beiträgen und Meldungen als in den konkreten Texten dann rüberkommen. Also kann man nie genau wissen, welche sinnvollen (oder auch nicht) Überlegungen jemand gemacht hat. Könnte ja sein, dass etwas unter dem einen Gesichtspunkt quatsch ist und unter dem anderen lässt es sich darüber diskutieren.
Also, nimm dir das zu Herzen bevor du wieder in diesem Ton zu helfen versuchst! Gewisse konkrete Erfahrung hab ich ja schon um das schreiben zu können.

CS auch dir
T.
 
Hi Tobey,

nimm das mal nicht sooo übel, ein wenig hast Du das schon provoziert ("Rotschwäche....").

Baader macht sehr "harte" O III Filter und sehr "weiche" UHC Filter die eher schon in Richtung der CLC-Filter anderer Hersteller tendieren. Sie lassen für einen echten UHC zu viel Störlicht durch.
Daher kommt der Baader UHC für eine Empfehlung meinerseits nicht in Betracht, auch nicht unter Berücksichtigung Deiner Verhaltnisse (Teleskop/äußere Bedingungen).

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hoi Günther

Hast recht. Für uns alle ist gegen einen schlechten Tag kein Kraut gewachsen. Vergleichbar mit dem Wetter - aber anders rum muss der Mensch ja auch nicht meinen er könne alles beeinflussen.
Ein schönes Beispiel ist dieses, dass heute Morgen 4:46(glaub ich) im Sudan ein 2-3m grosser Meteorit auf die Erde stürzte. Kaum entdeckt, schon auf der Erde.

Danke für deine Einschätzung.
Wenn ich mir die Transmissionskurven von Astronomik und Lumicon anschaue, dann gefällt mir der Astronomik besser.
Bezüglich der Lichtkurve zum Baader-UHCS sieht man deutlich, dass der schon Licht ab 450nm bis 520nm durchlässt wozu der Astronomik nur 480-510nm durchlässt.

Bringt es visuell der CLS-Astronomik Filter im Vergleich zum UHC oder kann man gerade so gut auch keinen Filter nehmen wenn man mal von störender Lichtverschmutzung absieht?

Besten Dank und guten Abend
Tobey
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Tobey,

der Tag ist sicher gut, bis man sowas liest. Da schreibt man's haarklein auf, und dann kommt was von Rotschwäche. Da schüttel ich nicht mehr den Kopf, da sage ich bescheid.
Du hast es gespürt? Schön! Das war die Absicht. Wenn es Dich motiviert, die Sache nochmal durchzugehen, hast Du sogar was davon. Wenn nicht - es waren weniger umsonst getippte Buchstaben als in den Beiträgen zuvor.

CS
Sven
 
Hi Tobey,

http://www.astroamateur.de/filter/uhc.html

mir gefallen die Kurve des Lumicon noch einen Tick besser, als die des Astronomik, weil sie da wo es drauf ankommt eben enger und steiler sind.
Der Unterschied in der visuellen Beobachtung ist vorhanden, aber nicht sehr ausgeprägt.

Gegenüber CLS-Filterung bevorzuge ich(!) nach langen Versuchen die Anpassung der AP über passende Okularabstufung.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Guten Abend Sven

Ach sooo, das meinst du mit Rotschwäche: anatomisch bedingt!
Nein, nein. Da interpretierst du was in meinen Beitrag rein!!!
Also: Neuanfang da Missverständnis. Anderes zählt nicht.

CS
Tobey
 
Hallo Tobey,

es ist ganz einfach: Du wirst mit keinem UHC einen Nebel rot sehen, wie auf einem Foto. Daher macht es auch keinen Sinn, einen Filter dahingehend auszusuchen, wie dieser im Roten abschneidet. Bei größerer Öffnung kann man froh sein, als Farbe grün wahrzunehmen.

Du kannst Dich nun entscheiden, einen UHC zu nehmen, der mehr die Nebel betont, dafür weniger Sterne zeigt, oder ein UHC, der mehr Sterne zeigt aber die Nebel weniger stark herausholt.
Was möchtest Du?

CS
Sven
 
Hallo Tobey, hallo Sven,

der beste Filter, um Farben wirklich sehen zu konnen, wird mit Diesel oder Benzin betrieben:

Eine Fahrt in die Hochalpen. Dort kann man durchaus auch mal Farben sehen, am Orion auf jeden Fall. Die "Zweitfilterung" heißt dann: 2000 Meter Meereshöhe oder mehr.

Das ist der absolut beste Filter, den ich kenne.

Ist zwar mehr scherzhaft gemeint, stimmt aber. Im Flachland kann ein Filter zwar etwas bewirken, aber er kann keinesfalls ideale Bedingungen ersetzen.

CS
Winfried
 
Ciao Sven,

Zum Glück gibt es diesbezüglich die Transmissionskurven. Ich denke, der Mittelweg ist für den Anfang nicht schlecht. Da hab ich den Astronomik UHC-ler im Blick. Soll auch nicht zu weiche Beschichtung haben und daher von längerer Lebensdauer sein.

LG
Tobey
 
In eigener Sache möchte dieses Thema wieder zum Leben erwecken. Ist doch okay, wenn ich Tobeys Thread weiterführe? Oder soll ich einen eigenen aufmachen?

Beim Lesen und Stöbern ist mir aufgefallen, dass alle sich einig sind: Ein UHC-Filter ist erst oberhalb ca. 100mm (+) Öffnungsdurchmesser sinnvoll, während für den schärferen OIII-Filter eine sinnvolle Minimalgröße von etwa 200mm angegeben wird.

Scheint (nur) auf den ersten Blick einleuchtend, weil offenbar viel Licht verloren geht, beim OIII mehr noch als beim UHC. Und zur Kompensation ist eben Öffnung gefragt.

Auf Umwegen habe ich nun erfahren, das Leute wie *entfernt*GMS auch bei kleinen Übersichts-Optiken (4") erfolgreich einen 2" OIII Filter einsetzen. Soll an großflächigen OIII-tauglichen Objekten wie Cirrus-Nebel gut funktionieren.

Diese Information steht im (scheinbaren?) Widerspruch zur Faustformel: Je schärfer der Filter, umso größer muß die Optik sein.

Kann mir das mal jemand genauer auseinander setzen, in welcher Kombination Filtertyp/Öffnungsdurchmesser was gehen kann?

So Filter sind in ordentlicher Qualität nicht eben gerade ein Sonderangebot. Und bevor ich anfange Geld dafür auszugeben, wüsste ich doch ganz gerne, was da so auf mich zu kommt.
 
Hi Stefan,

die "Fausformel" mit der Öffnungsgröße ist schlicht und ergreifend FALSCH.
Das Ganze läuft nur und ausschließlich über AP.

Harte/enge Filter, z.B. der Thousant Okas oder der Baader O III sind auch an kleinen Optiken mit Gewinn einsetzbar (z.B. an meinem 102/500er Richfielder)solange man mit großer AP beobachtet, also gering vergrößert. Mit 5-7 mm AP ist man da absolut im sehr gut nutzbaren Bereich.
Allerdings gibt es nur wenige großflächeige Gasnebel die von sich aus hell und groß genug sind um in einem kleinen Teleskop auch spektakulär zu wirken.
Ich nenne da Mal Cirrus (alle Komponenten in einem Feld), Nordamerkanebel und Pelikan in einem Feld. Hier ist die kleine Optik sogar im Vorteil wenn es um den Gesamteindruck geht, fällt natürlich im Detail sehr schnell hinter größere Optiken mit mehr Lichtsammelleistung und Auflösungsvermögen zurück. Orionnebel und einige Nebel der südlichen Sommermilchstraße gehen auch mit kleinen Geräten und harten Filtern sehr gut, andere Nebel sind zwar schwach, aber eben durch die Filterung überhaupt erst zu sehen und über ALLEM trohnt der platte Spruch, dass ein guter, dunkler Himmel eben durch nichts zu ersetzen ist.
Der beste Filter holt den Unterschied zwischen 5 Mag und 7 Mag Ausgangshimmel eben nicht auf sondern setzt an der gegebenen Himmelsqualität an.
Wenn es dann zu häheren Vergrößerungen und kleinerer AP hin geht, wird es am kleinen Gerät mit harter Filterung tatsächlich schnell zappenduster und man braucht dann zwingend einen UHC um mit kleinerer AP eben auch erfolgreich beobachten zu können, das lohnt aber bei größeren Optiken ganz genau so.
Man muss einfach im Auge behalten, wie weit man mit dem Auflösungsvermögen des vorgegebenen Teleskops kommt und ob sich die Anschaffung teurer Filter lohnt. Das hat nur vordergründig mit Öffnung zu tun, wie eigentlich immer und grundsätzlich (auch ohne Filter).


Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Stefan,

es sind sich eben nicht alle einig. Jene, die wissen, was passiert, werden müdegelabert und schaffen es nicht immer, nochmal zu erklären, dass die Filterwirkung von der genutzten AP (Bildhelligkeit) und dem störenden Himmelshintergrund (Mond, Lichtverschmutzung, Störlicht) abhängt.
Je nach Standort und Bedingungen ergibt sich daraus eine AP, bei der ein Filter je nach dessen Charakteristik optimal den Himmelshintergrund dämpft. Die Frage ist dann, ob bei dieser AP noch genügend Objekte mit dem gewünschten Teleskop interessant abgebildet werden, sprich "groß genug".
Ein sanfter OIII, der unter "landläufigen Bedingungen" so bis 2mm AP gut ist, würde also bei 100mm Öffnung maximal bis 50x eingesetzt werden können. Ein harter OIII geht vielleicht nur bis 3mm AP und reduziert die Vergrößerung dann schon auf 33x.
Die Frage ist nun: Lassen sich 50x oder 33x mit dem Gerät noch erreichen? (Gibt es passende Okulare?) Und welche Objekte sind in diesem Vergrößerungsbereich noch sehenswert, so dass sich die Anschaffung lohnt - mal abgesehen von der Verwendung als "Aufsuchfilter", die auch ihren Sinn hat.

Wie immer: http://www.svenwienstein.de/HTML/nebelfilter.html

Clear Skies
Sven
 
Zitat von *entfernt*GMS:
die "Fausformel" mit der Öffnungsgröße ist schlicht und ergreifend FALSCH.
Das Ganze läuft nur und ausschließlich über AP.
Zitat von Sven_Wienstein:
..es sind sich eben nicht alle einig. ... dass die Filterwirkung von der genutzten AP (Bildhelligkeit) und dem störenden Himmelshintergrund (Mond, Lichtverschmutzung, Störlicht) abhängt.
Klare kurze knackige Antworten. :-)



Zitat von Sven_Wienstein:
Jene, die wissen, was passiert, werden müdegelabert und schaffen es nicht immer, nochmal zu erklären, dass ...

Wie immer: http://www.svenwienstein.de/HTML/nebelfilter.html
Jepp, das mit dem "Müdelabern" ist wohl das Problem eines jeden Forums. Hängt meiner Beobachtung nach nicht immer mit gerne verbreitetem Halbwissen zusammen, sondern liegt häufig auch an der schier unüberschaubaren Informationsflut, in der man sich selbst mit großem Eifer kaum noch zurechtfinden kann. Letzteres gilt leider auch gelegentlich für Deine ansonsten gerne von mir in Anspruch genommene HP. Man braucht einfach ab und zu einen Erfahrungsträger, der einen bei der Hand nimmt und sagt, wo's lang geht :-).

Im vorliegenden Falle haben mit Dir und Günther die richtigen mit nachvollziehbaren Aussagen erschöpfend geantwortet. Das schätze ich so. Wegen meiner braucht sich hier niemand mehr "müdelabern". :-)

Bleibt lediglich noch ein ebenso klares kurzes knackiges Dankeschön :-).
 
Hallo Stefan,

ich überlege mal, das als Anregung zu nehmen und zur Einsteigerseite eine Übersicht "Der rote Faden" zu liefern, die vorschlägt, in welcher Reihenfolge man sich das vornehmen sollte, und was man je nach Interesse auch auslassen kann.

Clear Skies
Sven
 
Hallo zusammen

Frage zu den Farbfiltern.
Welche der vielen Farbfilter sind für 10cm Teleskopöffnung geeignet und für welche ist diese Öffnung suboptimal (hab dazu nur wenig Informationen gefunden im Web)? Hab die Nummer 8, 25, 56 und 80 im Visier.
Ist ein Farbfilter der ab geringeren Öffnungen geeignet ist evtl. ab einer gewissen Öffnung nicht mehr geeignet und dafür ein anderer wieder passender (oder wird ein Filter immer geeigneter, je grösser die Öffnung des Teleskops wird)?
Gibt es Unterschiede bei den Filtern verschiedener Hersteller (TS/Lumicon/Baader/usw.)?

Vielen Dank

Tobey
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo

Aus alt wird neu.

Filter sind immer was man praucht um die Opjekt Planeten und Beepsky besser
Sehen zu können,Filter sind die zusatz teile unzerer Okulare die man haben sollte.

So wie Alex oben beschreibt,finde Ich sehr Interessant.

Mit gruß Manfred

 
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