Einstiegsgerät für Kind ( 12 Jahre )

Andreas311

Neues Mitglied
Hallo zusammen,
Meine Tochter ( 12 Jahre ) interessiert sich nun seit gut 1 1 /2 Jahren für Astronomie. Da sie sich schon länger ein Teleskop wünscht, bin auf der Suche nach einem, dass meine Tochter möglichst alleine und leicht bedienen kann und einen guten Einstand in die Astronomie ermöglicht.
Da ich mich damit überhaupt nicht auskenne, und als Laie die üblichen Informationen nur über Google Suche und ChatGPT erhalte, bin ich am Ende bei den Seestar S30, Seestar s50 und Dwarf3 gelandet. Was mir auch einmal zeigte das Astronomie ein teures Hobby sein kann :oops: .
Da ich damit überhaupt keine Berührungspunkte hatte, stellt sich mir die Frage, was muss es am Anfang tatsächlich sein ? Braucht es wirklich das Seestar s50 ? oder reicht auch das kleine S30 ? oder gibt es hier bessere Geräte für den Anfang ?
Das DWARFLAB Smart Telescope AP 30/150 mini k.A., 30 mm, Teleskope und das ZWO Smart Telescope AP 30/150 Seestar S30 ist aktuell für um die 400€ bei Media Markt / Amazon zu haben, was für mich schon happig ist.
Bei den Gebrauchtgeräten scheint es leider aktuell eine Scam Welle zu geben, da zB auf Kleinanzeigen schon mit Anzeigen davor gewarnt wird..
Da ich jedoch die Erfahrung gemacht habe, dass wer billig kauft - zweimal kauft, suche ich hier nach Erfahrungen und Meinungen.

Vielen Dank für eure Einschätzung

Gruß,
Andreas
 
Soll es wirklich ein Smart-Teleskop sein?

Ich bin da mit den Ergebnissen des Dwarf Mini zwar einerseits sehr happy, finde ihn andererseits aber auch langweilig, weil ich dabei nichts zu tun habe und es sehr leicht ist, dabei nichts zu lernen – er findet alle Ziele selbständig, die Bildbearbeitung geht automatisch per App, wenn ich will, muss ich ihn nur am nächsten Morgen wieder einsammeln und die Bilder angucken. Klar, man kann/muss immer noch recherchieren, was man sich da anschaut. Für ein Hobby ist mir das zu effizient.

Einer Bekannten hatte ich neulich zu Weihnachten den Bresser NANO AR-80/640 – https://www.bresser.de/p/bresser-nano-ar-80-640-az-teleskop-4580640 plus SVBony Zoom für die 8-jährige Tochter empfohlen, die damit wohl gut zurecht kommt und ihren Spaß hat. Das ist dann zum Selber-Gucken und Selber-Machen, aber zeigt keine so schönen Bilder wie ein Smartie.

Wart ihr schon an einem klaren Abend auf einer Sternwarte, um mal durch ein Teleskop zu schauen? Vielleicht ist der Blick durch's Okular ja auch für die heutige Jugend noch was, egal ob die KI zu Computer-Lösungen rät...

Beste Grüße,
Alex
 
Soll es wirklich ein Smart-Teleskop sein?
Wart ihr schon an einem klaren Abend auf einer Sternwarte, um mal durch ein Teleskop zu schauen? Vielleicht ist der Blick durch's Okular ja auch für die heutige Jugend noch was, egal ob die KI zu Computer-Lösungen rät...

Beste Grüße,
Alex
Hallo Andreas ...
genau jenes was Alex hier beschreibt würde ich auch als Frage stellen, bzw. empfehlen als erstes zu tun.
Gruss
Marco
 
Hi Andreas,
Ich glaub, du hast da was grundsätzliches falsch verstanden.
Deine Tochter interessiert sich für die Astronomie und wünscht sich ein Teleskop. Schon mal sehr gut. Ich denke aber nicht, das du mit Astrofotografie einsteigen willst. Ein Smartscope ist eher der Astrofotografie zuzurechnen. Dazu benötigst du auch einen Computer usw.
Wollt ihr ein Telescop für die visuelle Astronomie, also Teleskop, wo man durch ein Okular reinschaut und die Himmelsobjekte mit eigenen Augen sehen kann?! Dann würde ich für den Anfang für ein "Tischdobson" anregen. Ein Dobson ist ein "Spiegelteleskop" (Reflektor). Tischdobson sind einfach aufgebaut, haben eine gute Brennweite und sind günstig.
Das wichtigste wäre aber für euch, sucht euch eine Sternwarte in eurer Nähe und schaut dort mal vorbei. Die Leute könnte ihr mit euren Fragen löschern, sie zeigen euch Geräte und könnt auch in verschiede selbst mal reinschauen.
 
Hallo Andreas,

ich würde - ähnlich wie meine Vorredner - für den Einstieg zu einem analogen Teleskop raten, das möglichst einfach zu bedienen ist.
Neben dem vorgeschlagenen Tischdobson wäre auch ein kleiner Refraktor auf azimutaler Montierung eine Möglichkeit.
Auch wenn die Bilder im Smart-Teleskop auf den ersten Blick spektakulärer sind - der Blick durch ein Okular, das Sehen mit eigenen Augen, ohne einen Bildschirm dazwischen ist etwas ganz anderes!

Viel Erfolg und Freude beim Einstieg!

Felix
 
Ich würde zum Einstieg ein Spektiv vorschlagen. Mit dessen 60 facher Vergrößerung lassen sich Jupiter-Monde und Saturnringe schon gut sehen. Und sollte das Interesse nachlassen, ist es immer noch gut für Naturbeobachtungen.
 
Hallo in die Runde,

ob ein Spektiv oder ein konventionelles Dobson-Teleskop nach zweimaliger Benutzungsversuchen auf dem Dachboden verstaubt, oder das Smart-Teleskop nach dreimaliger Nutzung als langweilig empfunden wird, sollte man Kind und Eltern entscheiden lassen. Meine Glaskugeln jedenfalls bleiben da trüb.

Zu Andreas konkreten Fragen:

Die angesprochenen Smart Teleskope sind All-in-one Astrographen - sprich elektronische Teleskope - im Regelfall ohne konventionelles Okular - mit denen Bildaufnahmen elektronisch verarbeitet und gestapelt auf einem Smartphone oder Tablet ausgegeben werden. Durch das stapeln der Bildaufnahmen lassen sich eine Vielzahl von Himmelsobjekten in erstaunlich guter Qualität einfach und vergleichsweise unaufwändig auf dem digitalen Ausgabegerät abbilden. Der Nutzer kann damit einem Katalog mit Vorschlägen folgend, oder völlig frei innerhalb einer digitalen Echtzeit-Sternenkarte den Himmel erkunden.

Vorteil dieser Geräte ist eine extrem vereinfachte Zugänglichkeit. Die Geräte richten sich automatisch am Sternenhimmel aus und machen Vorschläge zu Beobachtungszielen. Vorkenntnisse sind keine erforderlich. Die Ausgabe der Geräte liegt dabei dann qualitativ deutlich über den Ergebnissen vergleichbarer, klassischer astrofotografischer Setups. Zudem erfolgt durch die einfache Zugänglichkeit spielerisches Lernen und Auseinandersetzung mit den Objekten gefördert. Der Struggle und Frust klassischer Astronomie - damit aber auch erzwungene Lern- und Leidensprozesse fallen damit weg.

Diese Geräte sind sehr neue Innovationen in der Amateurastronomie und wie man merkt, bisweilen kritisch von der konventionellen - oder klassischen - Amateur-Astronomen-Szene wahrgenommen. Nach meinem Eindruck häufig aus dem Grund der einfachen Zugänglichkeit und kaum bis gar keiner Notwendigkeit der bisweilen leidgeprägten Lernkurven klassischer Astronomie. Die - absurderweise - nicht selten auch noch als edukative Disziplinierung als wünschenswert eingeordnet wird.

Daher das ganze mal grob eingeordnet für einen Vater - der keine Ahnung von Astronomie hat:

Klassisches Teleskop:

Im einfachsten Fall Tisch-Dobson (um 120€). Hier sollte man die Erwartungshaltung sehr niedrig halten. Einfache Spiegelteleskope wie das Dobson müssen trotzdem wie alle anderen Spiegel auch justiert werden. Bedienung im Regelfall in dieser Preisklasse eher frickelig statt flüssig. Von den mechanischen Eigenschaften und der Bildgebung sollte man nicht allzu viel erwarten. Spektive und Ferngläser (anständige Einsteigermodelle fangen bei etwa 200-300€ an, nach oben reden wir besser nicht drüber), sind letztendlich alles optische als physikalisch nach Bauart limitierte, physikalische Instrumente. Teleskop-Sets unterhalb 300-400€ sind mit Vorsicht zu genießen, meist qualitativ solala bis fragwürdig - für optische Instrumente einfach unterstes Budget-Bereich.

Aus meiner heutigen Perspektive zusammengefasst: Häufig romantisch verklärt (alles begann mit dem Tisch-Dobson...) mit mäßigen Sichtungsergebnissen, dafür visuell puristisch, Basis-Wissen einfordernd und mit ganz eigenem Charme und Oldschool-Attitüde.

Wenn Du keine Vorkenntnisse hast, ist die Lernkurve für Dein Kind (und ggf. Dich) steil. Man muss sich die komplette Orientierung am Sternenhimmel erarbeiten, das Gerät nimmt einem nichts ab, sondern macht aufgrund seines niedrigpreisigen Qualitätsstandards vermutlich mehr Probleme als Erkenntnisse. Dafür ist der Blick durch ein "echtes", visuelles Okular bspw. auf den Mond eine ganz spezielle Erfahrung. Nichtsdestotrotz bedient man ein Gesamtsystem. Qualitative Mängel in Montierung (Unterbau), Optik, Okular, Sucher usw. trüben bei preiswerten Systemen schnell das Vergnügen oder führen gar zu Unzulänglichkeiten des gesamten Beobachtungssystems.

Ganz ehrlich? Einem 12 jährigen Kind heutzutage ein klassisches Teleskop hinzustellen und zu erwarten, dass das ohne konsequente Unterstützung und Hilfestellung bei der Einarbeitung in grundlegende Bedienung und Vermittlung astronomische Basiskenntnisse halte ich für ziemlich mutig. Das ändert sich schlagartig, wenn da jemand daneben sitzt, der das seit 30 Jahren macht - ist aber bei Dir nicht der Fall.

Wenn mein Kind das Interesse hätte - und ich keine wertigen Teleskope hätte, würde ich immer noch überlegen. Eine grundlegende Begleitung und Assistenz wäre erforderlich.

Smart-Teleskope:

Größtes Manko: Kein Okular zum durchschauen! Die Bildausgabe erfolgt live auf dem Smartphone oder Tablet, welches via eines vom Smart-Teleskop etablierten WLAN verbunden ist. Das ist Vor- und Nachteil zugleich. Denn die Bilder können auch direkt in der App via KI noch leicht nachbearbeitet werden und direkt über WhatsApp & Co. geteilt werden.

Das Smart-Teleskop wird wie gesagt ausschließlich über eine App gesteuert. Auch hier sollte der Vater anfangs mal unterstützend über die Schulter schauen. Grundlegend sind aber wenig bis keine Vorkenntnisse erforderlich und nach einer ersten Orientierung läuft das im Selbstlauf. Die Geräte ermöglichen schnelle Erfolgserlebnisse durch verhältnismäßig gute Abbildungen. Deutlich bessere als in einem preislich vergleichbaren, konventionellen Setup. Dazu wesentlich weniger zeitraubend, dafür aber weniger instrumenteller und vorbereitender Tiefgang: Das Smart-Teleskop ist mit etwas Übung in 5min ausgerichtet und am Objekt.

Auch wenn Smart-Teleskope für Laien teuer wirken, bieten sie angesichts der Möglichkeiten und des digitalen Outputs eine sensationelle Preis-Leistung. Nicht wenige "Alt-Hasen" sehen - rein qualitativ - ihr klassisches, wesentlich teureres Setup im Vergleich zu diesen kleinen Smart-Teleskopen regelrecht "pulverisiert".

Oder in kurz: Der zeitgemäße, moderne aber eben digitale Einstieg. Niedrigschwellig, dafür ausschließlich via Display - das Bild ist echt, aber eben ohne "echte Arbeit" entstanden und beliebig elektronisch auf die Netzhaut gebrannt und in die sozialen Medien geteilt. Klingt für mich als Mittvierziger auch bisweilen schräg - für eine 12 jährige vermutlich nicht.

Zu den verfügbaren Smart Teleskopen konkret:

In kurz: Das S30 oder ein DWARF "reicht" für ein 12 jähriges Kind absolut aus! Es muss weder das S50 noch das S30 pro sein!

Wenn Du gebraucht kaufen willst, würde ich Abholung bevorzugen. Restrisiko bleibt beim Gebrauchtkauf leider immer.

Ob schlussendlich Astronomie Dein Kind in 2, 4 oder 10 Jahren immer noch packt - kein Ahnung. Ich jedenfalls würde hier ganz klar zu einem Smart Teleskop raten - wenn Dein Budget das packt! Das Seestar S30 oder ein DWARF sind zeitgemäße Einstiege für junge, interessierte Menschen. Wenn daraus eine tiefergehende Leidenschaft wird, möchte ich fast versprechen, dass irgendwann auch ein konventionelles Teleskop folgen könnte - wenn die Smarten nicht noch schneller noch besser werden.

Man sollte sich klar machen, dass mit den neuen Smart-Teleskopen nicht umsonst ein regelrechter Boom durch niedrigschwellig zugängliche Amateur-Astronomie ermöglicht wurde. Der Erfolg hat also gute Gründe. Das ältere Generationen "ihren Weg" zur Astronomie immer bevorzugen (visuelles Erlebnis, Lernkurve etc.pp.) ist nachvollziehbar, aber im Rahmen der Fragestellung für mich nicht mehr plausibel vermittelbar.

Bei fragen immer gern.
CS
Thomas
 
Wenn hier die Nachbarn mal vorbei kommen um mir beim Fotografieren zu zu schauen habe ich schonmal ein Teleskop zur Beobachtung hin gestellt. Da geht nach meiner Erfahrung ohne Hilfe weder bei Erwachsenen noch Kindern irgendwas. Selbst der Mond wird fast nie gefunden und wenn dann mal was zu sehen ist ist es meist unscharf oder Schnell wieder aus dem Blickfeld. Ohne Unterstützung bei einer 12Jährigen würde ich für ein Smartteleskop plädieren. Ich würde mal versuchen vielleicht hier übers Forum versuchen mir mit der Tochter beides an zu schauen. Dann merkt man bestimmt was ihr Spass macht.
Gruß Gerd
 
Nach meinem Eindruck häufig aus dem Grund der einfachen Zugänglichkeit und kaum bis gar keiner Notwendigkeit der bisweilen leidgeprägten Lernkurven klassischer Astronomie. Die - absurderweise - nicht selten auch noch als edukative Disziplinierung als wünschenswert eingeordnet wird.
Vielleicht bin ich ja ein Dinosaurier, aber Effizienz ist bei mir was für den Beruf – im Hobby will ich was selber machen und auch was lernen.

Sind wir ehrlich: Egal ob im 80er Refraktor oder im Smartscope, die zehnte schwache Galaxie, der zwanzigste Kugelsternhaufen oder der dreißigste Offene Sternhaufen sehen alle gleich aus, wenn man sich nur das Bild im Okular oder auf dem Handy anschaut. Entweder man beobachtet sie dann (also schaut bewusst nach, was es da für Strukturen hat, und hakt sie nciht nur als "gesehen" ab), oder hat Spaß am Auffinden und am Kennenlernen vom Himmel, oder es wird langweilig. Egal womit.

Wie dem auch sei, meine Frage war auch, was denn gewünscht wird – bei "Teleskop" denken die meisten an einen Refraktor, da enttäuscht schon der Dobson, weil er nicht nach Teleskop aussieht. Wenn die Tochter tatsächlich Richtung Smartscope denkt und mit dem Handy beobachten will bzw. Fotos will: Dann kann ich den Dwarf Mini empfehlen. Funktioniert und ist einfach. Man muss dazu nichtmal raus auf den Acker, das geht sogar aus dem Fenster. (Aber ist ein Reiz der Astronomie nicht, Nachts auch mal raus zu gehen? Ich weiß nicht, ob ihr auf dem Dorf wohnt und einen Garten habt, oder in der Großstadt seit.)

Achja, noch ein Tipp: Für das Aufsuchen gibt es mittlerweile auch Apps, die auf dem Handy laufen, dass dann auf dem Teleskop befestigt wird. Da gibt es Komplett-Sets wie die Celestron StarSense Explorer, wo leider erst die Dobsons schön stabil sind (viele nehmen so ein billiges Teleskop und verwenden App und Handyhalter an ihrem Teleskop); mittlerweile gibt es auch erste Apps ohn Teleskop-Bundle wie AstroHelm — Navigate the Night Sky. Damit findet man dann eigentlich alles recht einfach, muss/kann aber immer noch Beobachten lernen.

Wenn ein "Teleskop" im Raum steht und Smartscope nur von der KI kam, würde ich nicht zum Smartscope greifen.

Thema Spektiv: Im Prinzip ja, muss aber noch durch ein stabiles, ausreichend hohes Stativ samt Kugelkopf/Zwei-/Dreiwegeneiger ergänzt werden, und gerade bei einem mit Schrägeinblick (sollte es für Astro haben) ist die Orientierung am Himmel nicht ganz einfach. Die haben normalerweise leider keinen Sucher.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo in die Runde,

ich hatte kürzlich einen Vater beraten, er wollte seinem Sohn zum Geburtstag ein Teleskop schenken, Budget max. 150 Euro. Selbst gar keine Vorerfahrungen.
Erst einmal waren mir die Bedingungen vor Ort wichtig. Also wo soll beobachtet werden. Hier war ein Garten vorhanden.

Fotos: eher später, vielleicht mal ein Schnappschuss mit dem Handy.
Objekte: Mond / Planeten, aber gern auch andere Objekte.
Gebrauchtkauf kam in Frage.

Und das war bei dem Budget auch gut so, denn gerade für Planeten baucht es Öffnung und Brennweite.
Ich hatte ursprünglich Richtung 6" Standard Dobson gedacht, sprengte aber das Budget.

Und so habe ich einfach erst einmal auf Kleinanzeigen nach Teleskopen in der Nähe gesucht.
Und so bin ich auf ein Skywatcher 130/900 auf EQ2 gestoßen. Es war neben den 2 Beilagenokularen noch ein weiteres dabei. VHB 120 Euro.
Ich hätte das bei mehr Budget nicht empfohlen aber sollte nur zum Reinschnuppern sein und auf keinen Fall teurer werden.

Fazit: Sohn ist zufrieden, hat sein eigenes richtiges Teleskop, zumindest besser als die billigen Kaufhaus-Dinger mit unnützem Zubehör.
Ich hatte dem Vater geraten vielleicht noch auf 100 Euro runterzuhandeln. Ob das geglückt ist, keine Ahnung.

Ich selbst bin mit einem 114/900mm Newton auf EQ2 eingestiegen. Klar etwas wackelig aber es geht.
Gebraucht häufiger günstig zu bekommen. Vielleicht gibt ein gutes Angebot in der Nähe dann den Ausschlag und das finanzielle Risiko hält sich in Grenzen.

Andreas: Falls du da Angebote in deiner Nähe findest, kannst du natürlich hier nochmal vor dem Kauf nachfragen ob das Preis Leistungsverhältnis passt.

Gruß,
Holger
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

Vielen Dank für die vielen Antworten ! Das hilft mir doch enorm :) .

Aktuell ist es so das meine kleine am Fenster mit dem Handy / Tablet sitzt und auf den Mond, Sterne zoomt, Fotografiert und mit verschiedenen Apps mir erklärt das man heute ja Planet X besonders gut sehen könnte und ich sie nachts um 3 wecken soll um Bilder zu machen :unsure:. Dazu sammelt sie eigentlich alles rund um das Sonnensystem, es gibt unsere Planeten jetzt sogar als "Plüschtier" und die muss/will sie natürlich komplett haben _affeaugen:.

Es ist bei uns ein Garten vorhanden, bei dem sie Abends den Himmel beobachten könnte, ich bin jedoch noch nicht so angetan von dem Gedanken das sich ein 12 Jähriges Kind die Nacht um die Ohren schlägt um den Nachthimmel zu beobachten. Daher ist auch die Zeit, die sie zum durchschauen zur Verfügung hat begrenzt.
Bei einer Sternenwarte war ich mit ihr bisher nicht, nur in Vorführungen im Planetarium Mannheim. Die nächsten Sternenwarten bei mir wären (lt. ChatGPT) Mannheim, Deidesheim und Heidelberg. ChatGPT gab mir ebenfalls aus, dass es am Samstag, 19. September 2026, 20:00–23:00 Uhr ein "Public Skies" beim Teleskoptreffen Pfälzerwald (TTPW) 2026 gibt. Hier werde ich mit ihr hingehen.
Ich bin auch am überlegen ob es Sinn macht, mit ihr mal beim Verein Astronomische Vereinigung Vorderpfalz e.V. vorbei zu schauen und das mal auf sie wirken zu lassen.

Da sie viele Bilder macht, schnelle Erfolge haben soll, und es möglichst alleine machen können soll, zur Wahrheit gehört nämlich leider auch, dass ich selbst kein Interesse an der Astronomie habe und mich damit auch nur so viel wie unbedingt nötig beschäftigen will.

Hier wäre wohl das digitale tatsächlich das beste. Ihre Frustrationsgrenze ist noch nicht sehr hoch und die Wahrscheinlichkeit das das "normale" Teleskop schnell "uninteressant" ist, und sie mir dann mit dem s30 in den Ohren liegt ist doch schon sehr hoch.
Sie durchforstet ja auch verschiedene Shops nach Teleskopen und kam dadurch auch selbst auf das s30.

Letztlich bleibt dann nur die Frage ob es das S30 oder Dwarf mini in neu wird oder ein gebrauchtes s50.
Bei den Preisen würde ich mir aber schon in den Hintern beißen wenn das gebrauchte einen defekt aufweist den ich mangels Kenntnisse nicht erkenne.
Daher tendiere ich hier stark auf das s30

Hat hier jemand Erfahrung, was das Teil wirklich kann ? fernab von Werbung ? ChatGPT ratet eher zu einem gebrauchten s50 :unsure:

Noch einmal vielen Dank für eure Antworten.

Gruß,
Andreas
 
Hi!

Okay, das klingt dann wirklich nach einem Smartie, und nicht nur nach eine KI-Idee.

Ich kann nur für das Dwarf Mini sprechen. Ein Rohbild sieht z.B. so aus:
Krebsnebel M1:
M1 IMG_2131.JPG

Nach der automatischen Bildbearbeitung über die App:
M1 StellarStudio Label IMG_2133.JPG


Eine der schöneren Galaxien:
M51 StellarStudio Label IMG_3601.JPG

Ein Kugelsternhaufen, Rohbild:
M2 IMG_5377.JPG


Automatisch bearbeitet:
M2 StellarStudio Label IMG_5379.JPG


Mal was weniger spannendes, ein offener Sternhaufen:
M36 IMG_2136.JPG

und automatisch bearbeitet:
M36 StellarStudio Label IMG_2135.JPG

Noch ein Mond:
IMG_2093.JPG

Langt mir von der Qualität, da brauche ich keine größere Optik oder Nachbearbeitung am PC. Das S50 ist schon ein ziemlicher Brocken; das Dwarf Mini hat die Größe eines dicken Taschenbuchs. Und ja, ich habe da auch schon Bilder gemacht, bei denen ich es einfach auf das Fensterbrett gestellt habe.

Es sollte auch gehen, das Mini im Garten stehen zu lassen und per WLAN von drinnen zu steuern. Man kann Pläne erstellen, die es automatisch abarbeitet, dazu schraube ich es mit einer Schraubzwinge aus dem Fotobedarf an den Balkon, da kann ihn auch keiner klauen. Ich achte nur darauf, dass es am Ende nciht Richtung Sonnenaufgang zeigt.

Ich weiß nicht, wie gut die automatische Bearbeitung von ZWO ist, da müssen andere was zu sagen. Ich glaube, die meisten Seestar-Bilder im Forum sind mit anderer Software bearbeitet worden, außerhalb der App. Aber ich mag mich irren, ich habe kein ZWO.

Bei den Sternwarten, schau mal lieber in den Link von oben: Liste der astronomische Vereine in Deutschland, Österreich und der Schweiz Die Südpfälzer sind grad nicht so aktiv, aber auch einen Blick wert: Beobachtungsabende – Astronomische Vereinigung Südpfalz (wobei ich auf den Termin am 7.8. nicht wetten würde).

Beste Grüße,
Alex
 
Hi Andreas,

für mich ist hier relativ klar das S30 Preis-Leistungs-Sieger. Aktuell neu für ~400-420€.

Die Unterschiede zwischen den Modellen sind in Relation zum Mehrinvestment für Deine Tochter kaum relevant. Und das Risiko bei Gebrauchtgeräten Scam zu erwischen oder auf eine Garantie zu verzichten, würde ich aufgrund der Bedeutung für Deine Tochter nicht eingehen.

Daher klare Kaufempfehlung für ein neues Seestar S30.

Man könnte das jetzt noch aufdröseln:

Vergleich mit:

S50 - das S50 kostet Dich 100€ mehr, bringt bei kleinen Deep Space Objekten minimal bessere Ergebnisse, dafür punktet das S30 mit mehr Übersicht bei großen (eindrucksvollen) Nebeln. Bei Mond und Planeten sind beide vergleichbar. Das S50 beim Mond mit minimal mehr Details - aber das ist eher technische Analyse als praktischer Eindruck.

DWARF mini: Kostet gleich, jedoch ohne Stativ - mit Stativ auch um 500€. Beim S30 ist das Stativ/Ständer mit dabei. Ansonsten kann man das kurz machen, das S30 gewinnt, weil modernerer Sensor und bessere Bildverarbeitung. Das DWARF mini wäre dann relevant, wenn tagsüber Naturaufnahmen eine Rolle spielen. Insgesamt ist das Seestar-Environment für Einsteiger besser geeignet. Die DWARF Umgebung bietet etwas mehr Optionen, die aber für Deine Tochter vermutlich eher Komplexität erhöhen und kaum Nutzungsrelevanz haben.

DWARF3 (mit Stativ) und S30 pro (bei Seestar ist das Stativ immer schon mit bei): Hier landest Du preislich bei 600, bzw. 700€. Ich denke das geht etwas über den Rahmen. Wenn ich mich (für mich - ich besitze das S50) aktuell entscheiden müsste, ist das S30 pro wohl aktuell das beste Smartie. Im Herbst soll das S50 pro kommen, wohl aber preislich in Richtung 1000€ gehen.

Bei konkreten Fragen/Unsicherheiten immer gern!

VG
Thomas
 
Hi!

Ein Tischstativ aus Metall kostet keine 90€, sondern um die 30 Euro; Plastik ist noch billiger. Wirklich nötig ist das beim Dwarf aber nur, wenn es auf einer unebenen Mauer steht. Auf Fensterbrett oder Tisch braucht es kein Stativ. Teuer wird es bei beiden erst, wenn du eine Polhöhenwiege willst (die braucht man, um Einzelaufnahmen länger als 30 Sekunden zu belichten; das hat nichts mit der Gesamtbelichtungszeit zu tun), aber da dürfte ein Tischstativ auch nicht mehr ausreichen. Dann sollte ein echtes Fotostativ her. Das ist aber optional.

Vom Handling her ist die Dwarf-App auch kein Problem – du wählst ein Objekt aus (aus der Sternkarte oder den Beobachtungsvorschlägen), es fährt sie an und verwendet die eingebauten Filter automatisch, du tippst auf Autofokus und wählst noch aus, wie lange du belichten willst (im AZ-Modus gehen maximal 30 Sekunden Einzelaufnahmen, der Wert ist vorgegeben – wenn du 10 Minuten auswählst, macht das Teleskop also 20 Einzelbilder, die die Software addiert) und welche Empfindlichkeit (z.B. Auto), und drückst den Auslöser. Wenn du Mosaikmodus willst, gibt's zwei Regler, die das Vorschaufenster größer machen.

Für die Bearbeitung wird das Bild ausgewählt, hochgeladen und ist kurz darauf fertig.

Alles andere sind Optionen, die man ignorieren kann. Keine Ahnung, was ZWO da noch einfacher machen soll, außer eventuell automatischem Autofocus.

Was die Naturbeobachtung angeht: Vögel verfolgen kann der Dwarf 3, nicht der Mini. Naturfoto sieht so aus (auch ohne Stativ):
Weitwinkel, ziemlich in der Bildmitte ist der Burgturm:
IMG_5480.JPG

Und mit dem Tele, das für Astro verwendet wird:
IMG_5479.JPG


Beste Grüße,
Alex
 
Hallo,
zu diesen Smart Telescopes kommt immer noch ein Handy oder Tablett dazu. Und wenn man die durchaus sehr gute automatische Bildbearbeitung der Seestars benutzen will, darf es kein zu einfaches sein und muß mindestens 6 GB RAM-Speicher haben.
Grüße
Dietrich
 
Ah, das wäre ein Unterschied – beim Dwarf wird die automatische Bildbearbeitung auf einem externen Server durchgeführt; manuelle kann man in der App was machen.
 
Aktuell ist es so das meine kleine am Fenster mit dem Handy / Tablet sitzt und auf den Mond, Sterne zoomt, Fotografiert und mit verschiedenen Apps mir erklärt das man heute ja Planet X besonders gut sehen könnte und ich sie nachts um 3 wecken soll um Bilder zu machen :unsure:. Dazu sammelt sie eigentlich alles rund um das Sonnensystem, es gibt unsere Planeten jetzt sogar als "Plüschtier" und die muss/will sie natürlich komplett haben
Freut mich so etwas zu lesen, heutzutage bestimmt selten.
Ich kann mich bei mir gar nicht an einen bestimmten Auslöser für die Astronomie Begeisterung erinnern. Meine Eltern waren es auf jeden Fall nicht.:D

Gruß,
Holger
 
Habe ich schmerzhaft erfahren müssen nach dem letzten Update der Seestar-Software. Mein Handy hat nur 3 GB RAM. Ich habe mich schon bei ZWO deswegen beschwert, es kam aber erstmal nur eine AI-Antwort. Ich wüste auch nicht, wie man die Software downgraden kann. Aber vielleicht liefert ZWO noch eine neue Version, die mit weniger RAM auskommt.
Die sind sehr schnell mit Aktualisierungen.
Grüße
Dietrich
 
Aktuell ist es so das meine kleine am Fenster mit dem Handy / Tablet sitzt und auf den Mond, Sterne zoomt, Fotografiert und mit verschiedenen Apps mir erklärt das man heute ja Planet X besonders gut sehen könnte und ich sie nachts um 3 wecken soll um Bilder zu machen :unsure:. Dazu sammelt sie eigentlich alles rund um das Sonnensystem,

Hallo Andreas

hättest du deiner 4j Tochter damals, falls es soetwas gegeben hätte, einen "Zeichenautomaten" der auf Knopfdruck nette Bilder von einer Liste ausdrucken kann gekauft oder einen Sack Buntstifte und Papier ?

Ich bin in dem Alter deiner Tochter auch um 3,4 in der Früh aufgestanden, wegen einer Mondfinsternis, mit Papa's Fernglas (und einer völlig ungeeigneten Kleinbildkamera).
Hier gehts um Entdeckerdrang, Dinge zum ersten Mal selbst finden und sehen können, Dinge die andere nicht sehen.
Geht mal zu diesem Teleskoptreffen, und dann überdenk das nochmal mit diesen Bilderautomaten.

VG
Martin
 
Hallo Andreas,
hier geht es aber um eine 12 jährige. Mit 4 bin ich ganz bei dir. Aber ich habe mit 10 schon mit Entwickler-Lösung und Fixierern Filme und Fotopapier bearbeitet. Auch schon astrofotografisch. Wenn das damals "Stand der Technik" war, kann das heute durchaus ein Seestar oder dergl. sein. Einzig bei Verwendung eines Handys hätte ich Bauchgrimmen.
Grüße
Dietrich
 
Ich werfe mal "Das Universum" von Lonely Planet in die Runde. Meine Kleine kriegt ab und zu das Bedürfnis darin zu stöbern. Vielleicht lohnt es sich bisschen Infos zu den Objekten, die man mit so einem Smart Teleskop erreichen wird, im Taschenbuchformat in der Hand halten zu können. Auch ich schaue da gerne mal rein.
 
Hallo Andreas

hättest du deiner 4j Tochter damals, falls es soetwas gegeben hätte, einen "Zeichenautomaten" der auf Knopfdruck nette Bilder von einer Liste ausdrucken kann gekauft oder einen Sack Buntstifte und Papier ?

Ich bin in dem Alter deiner Tochter auch um 3,4 in der Früh aufgestanden, wegen einer Mondfinsternis, mit Papa's Fernglas (und einer völlig ungeeigneten Kleinbildkamera).
Hier gehts um Entdeckerdrang, Dinge zum ersten Mal selbst finden und sehen können, Dinge die andere nicht sehen.
Geht mal zu diesem Teleskoptreffen, und dann überdenk das nochmal mit diesen Bilderautomaten.

VG
Martin

Du hattest schon mitbekommen, dass Andreas eigentlich wenig Interesse an Astronomie hat und das auch nicht ändern will, und deshalb ein Gerät sucht, welches seiner Tochter unabhängig von ihm das Entdecken ohne Vorkenntnisse und direkten Einstieg ermöglicht? Die Tochter selbst eher Smart Device orientiert agiert und denkt. Zudem, dass sowohl Tochter als auch Vater konkret nach Smart Teleskopen fragen, die Tochter sogar selbstständig das Seestar S30 für sich „entdeckt“ hat?

Ich frage mich hier manchmal, wie tief sitzen manche in ihrem Keller um nicht mal mehr in der Lage zu sein, zumindest für andere zu akzeptieren, dass sich die Zeiten geändert haben… Bisweilen auch, wie derartig überzeugt man zudem noch von sich und seinem Jahrzehnte zurückliegenden Entwicklungsweg sein muss, dass man diesen - selbst in unpassendsten Gelegenheiten - mit abstrakter Emotionalisierung und Moralismus Menschen mit gänzlich anderer technologischer und generationsbedingter Prägung derart gnadenlos über den Kopf stülpt.

Facepalm hoch 3!
Grüße aus dem „Zeichenautomat“…
CS Thomas
 
Hallo Andreas,

tatsächlich bin ich noch mehr Dinosaurier als der Alex.

Ich finde es schade, dass viele Kinder und Jugendliche nur noch mit "moderner" Technik in Austausch mit ihrer Umwelt treten. Lernen und Begreifen das braucht unmittelbaren physischen Kontakt, Anfassen, Durchschauen, Versuchen und Scheitern.
Bei uns gab es 1962 ein Fernglas 8x40, das wie ein Heiligtum behandelt wurde. Mit genügend Penetranz bekam ich meine Eltern überredet;, dass ich damit nach den Sternen schauen durfte. Schnell wurde klar, dass das Wackeln bei der Himmelbeobachtung sehr stört. Aus "praktische Astronomie für Sternfreunde" (aus der Stadtbücherei) bekam ich den Rat, das Fernglas auf ein Stativ zu stellen. Ich kaufte von meinem Taschengeld ein gebrachtes Stativ; mein Vater überredete den Hausmeister im Amt, den Fernglashalter aus dem Schröder aus Hartholz zu basteln. Jetzt machte das Beobachten mit dem Glas richtig Spaß.
Zwischenzeitlich war ich in der Volksternwarte bei der Urania Wiesbaden und konnte an den Beobachtungsabenden schon mal durch das große Fernrohr schauen. Als erstes eigenes "Fernrohr" verkaufte mir ein Sternfreund für DM 10,- ein Zoomfernrohr 10-30x30. Jetzt konnte ich die Venussichel sehen, Saturnringe erahnen und etliche Doppelsterne trennen - und das alles mit eigenen Augen und meinem Fernrohr!!!!

Offensichtlich war dieser Einstieg nicht verkehrt, schließlich mache ich den Quatsch auch heute noch.

CS Gerhard
 
Hallo, bin auch mittlerweile über 60J habe den Einstieg in die Astrofotografie aber erst letztes Jahr gemacht. Vorher hier und nebenan im Forum viel gelesen und auch immer gelesen erst was zum Gucken am besten Dobson usw. Man lernt das alles besser, kennt den Himmel....
Habe ich dann nicht gemacht, Newton, Montierung, Kamera, Asiair fertig.
Leute wir haben 2026 und da gibt es die Smartteleskope. Ein Buch zb vom Frank Sackenheim dazu. Smartphone ist ja wohl vorhanden und Anwendung wohl mehr oder minder kein Problem.
Frank Sackenheim hat ja gerade ein Video auf Youtube , dort wird ja auch für einem Anfänger eine Empfehlung gegeben . Ich würde auch für ein Smartteleskope plädieren. Wenn wirklich das Interesse bleibt dann wird sich das Entwickeln.
Gruß Gerd
 
Hallo Gerhard,
ja, so haben wir das in den 60er Jahren gemacht. Ging mir ganz genauso. Damals konnte man auch noch zum Radio Händler gehen und einzelne Transistoren kaufen und sich ein Kurzwelle Radio selbst bauen und hunderte KW-Sender empfangen, ihnen Empfangsberichte schicken und dann kamen SQL-Karten aus Formosa oder Quito. Aber das waren eben die 60er.
Heute höre ich Musik aus Bhutan oder Tahiti mit meinem Handy, ohne atmosphärische Störungen rund um die Uhr von den gleichen Sendern, die ich am Radio hörte, als ich dort war. Denn es machte mich neugierig und ich bereiste unseren schönen Planeten. Noch ohne schlechtes Gewissen.

Aber die Zeiten haben sich geändert, wir sind alt und junge Menschen entdecken die Welt mit anderen Mitteln.
Ich kann mir gut vorstellen, daß meine Eltern nie einen Lötkolben benutzten.
Grüße
Dietrich
 
Hallo zusammen,

Noch einmal vielen Dank für eure Beiträge!

Ich habe jetzt das Seestar S30 neu gekauft. Hauptgrund war tatsächlich das Stativ. Bei DwarfLab.com kostet das zugehörige Stativ noch einmal 89€ und ich wollte mich hier nicht noch einmal hinsetzen und schauen was da noch passen würde, und mich ggf. hinterher ärgern das es "wackelig" ist oder nicht richtig passt.
Dazu hat sie ein I Pad Air 11 (M3), dass müsste 8GB RAM haben und zur Bedienung / Bearbeitung ausreichen.

Zusätzlich habe ich das Buch "Das Universum" von Lonely Planet gekauft, danke auch hier noch einmal für den Tipp ! Ich denke sie wird hier viel Freude haben beim durchblättern.

Und auf meiner Watchlist ist noch das Svbony SV13 20-60X80 Spektiv mit Stativ, das ich kaufen werde so wie es im Angebot ist, danke auch hier für den Tipp!
Ich denke das wäre eine "kostengünstige" Möglichkeit um zu sehen ob sie Interesse an "richtigem durch die Linse schauen" hat oder ausschließlich digital bleiben will.

Für Anregungen oder Tipps bin ich natürlich weiterhin dankbar! Die beiden empfohlenen Apps ( Celestron StarSense Explorer + AstroHelm — Navigate the Night Sky) habe ich mir ebenfalls installiert.

Dazu werde ich mal schauen das ich mit ihr zu einer Sternenwarte komme, und im September ist ja auch das Teleskoptreffen im Pfälzerwald wo sie vielleicht mal durch die ein oder andere Linse schauen darf.

Gruß,
Andreas
 
Hi!

Tja, mit dem Spektiv-Stativ hast du dann zwei billige Stative statt einem guten... :) Marketing funktioniert.

Die Stativhöhe von 1,40 dürfte ausreichen, bei der Stabilität bin ich skeptisch – ich habe ein ähnliches Spektiv (Celestron Ultima 20-60x80). Wenn SVBony was vergleichbares für 200€ raushaut, kannst du dir vorstellen, wie viel Geld für das Stativ übrig bleibt. Faustregel: Bei Komplettsets sind immer Stativ und Montierung (bzw. hier der Neigekopf) die Schwachstelle, die Optik ist meistens brauchbar. Alu-Vierkantrohre taugen selten was. Aber das Seestar passt immerhin auch auf das Spektiv-Stativ:)

Zum Spektiv: Wie gesagt, ich habe was vergleichbares – im Prinzip ein schönes Gerät was Spaß macht, wobei ich ähnlich viel Geld in das Stativ gesteckt habe wie in das Spektiv. Macht Spaß, und zeigt auch an Mond und Planeten schon ein bisschen was (und mehr als das Seestar). Nachteil: Durch Schrägeinblick und relativ kleines Gesichtsfeld/hohe Vergrößerung ist es nicht ganz trivial, Objekte zu finden. Das kann gut sein (Erfolgserlebnis, wenn man was hat), oder frustrierend.

Baader hat einen Leuchtpunktsucher mit einer Befestigungsplatte (nicht erschrecken, wenn du den Preis siehst), die zwischen das Spektiv und den Neigekopf gesetzt wird. Bessere Neigeköpfe haben eine Schnellwechselplatte, dann der Adapter permanent dran bleiben. Das SVBony hat sowas nicht. Weiterer Nachteil: Das sollte zwar in einen größeren Rucksack passen, aber man braucht halt doch etwas Zeit, um es aufzubauen, und nimmt es nicht ganz so schnell mit in den Urlaub.

Da wäre ein Fernglas vielleicht sinnvoller, in der Preisklasse kriegst du auch z.B. ein ordentliches 8x42 Dachkant, die sind kompakt und etwas vielseitiger (oder, bei selber Qualität wesentlich günstiger, ein klassisches und sperrigeres Porro-Fernglas – Nikon Action oder Pentax SP zum Beispiel, das ist dann was für die nächsten Jahrzehnte). Wenn sich bei uns in der Gegend was tut (vom Rettungshubschrauber (Achtung: Nicht in die Sonne schauen) bis zum Vogel), greife ich eher schnell zum Fernglas als zum Spektiv mit Stativ – 8x geht freihändig, 10x wird grenzwertig. Andererseits hat es auch was meditatives, das Stativ aufzubauen – man nimmt sich mehr Zeit, und man sieht natürlich auch mehr. Die beiden Optiken ergänzen sich.

Frag sie mal, was sie mehr interessiert.

Zu dem, was man sehen kann, empfehle ich mal meine Webseite Astronomie mit dem Fernglas / Astronomy on a Budget with Binoculars | Alexander Kerste . Gibt's auch als Buch und EBook:)

Viel Erfolg,
Alex
 
Ich wünsche der neuen Astronomin einen schönen Start und langanhaltende Freude an diesem Hobby.:)
 
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