Empfehlungen für Okulare für Laien / öffentl. Vorführungen

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FStone

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Hallo,

Ich hab bei Sternenführungen die Erfahrung gemacht das Laien, insbesondere Kinder doch Schwierigkeiten haben überhaupt das Bild im Okular zu finden.
Es wird nicht entlang der Achse geschaut, der Augenabstand ist grob falsch, es wird hektisch in und her geblickt.
Das kostet viel Zeit und erzeugt Frust auf beiden Seiten, der Rest der Grupp muss warten...
Das wird sich nicht völlig ändern lassen, etwas Geduld auf beiden Seiten und Nachsicht und gutes Zureden bei der Person,
die die Führung anbietet ist unbedingt notwendig.

Meinen Fragen -
Welche Okulare sind besonders gutmütig im Einblick und also Laien zuzumuten, ggf. ohne den letzten Rest an Feldschärfe und großer Feldgröße?
Randbedingungen
- Budget für diesen Zweck maaax. 250Eu pro Stück,
- geplant wäre 2 Okulare - eines für mittlere Vergrößerungen also ~15 - 20mm und
eines für Mond / Planeten ~ 9 - 12mm (enge Doppelsterne, Planetendetails und Kraterhopping am Mond finden eh nicht statt ... )
- Einsatz an kleinen Refraktoren (zB. TS 80/480, TS 102/714)
- vorzugsweise 2"

Meine Favoriten sind die Morpheus Okulare (gibt's doch immer mal auf dem Gebrauchtmarkt).
Pentax wird da ja auch immer wieder genannt, ggf. ein gebrauchtes davon.

Gibt es Empfehlungen oder weitere sachdienlich Hinweise?

Danke und bG
Frank
 
Hallo Frank,

bisher gut funktioniert hat in der Öffentlichkeitsarbeit:

Plössl 56 mm
TSWA 38 mm
APM Zoom 7,7 - 15,4 mm
Antares 25 mm mit 70 Grad Eigengesichtsfeld (gibt es meines Wissens nur noch gebraucht)
24 mm Baader Hyperion mit leichten Einschränkungen
Vixen älteres Silber Plössl mit 2" Steckhülse, da weiß ich im Moment nicht die Brennweite, ist nicht meins.

Deckt sich teilweise nicht mit den gesuchten Brennweiten. Bei den TSWA oder baugleichen von anderen Shops kann ich mir sehr gut vorstellen, dass die auch in anderen Brennweiten funktionieren.

Meine Erfahrung ist, dass die meisten Besucher nicht damit klar kommen, wenn sie über dem Okular in einigem Abstand quasi schwebend das Auge halten müssen. Dazu passt das genannte Silber Plössl eigentlich nicht, weil man da auch nicht mit dem Auge etwas abbleiben muss. Trotzdem kommen die meisten Besucher damit klar.

Persönlich hat mir das APM Zoom für die Öffentlichkeitsarbeit sehr gut gefallen. Hatte das am 12" f/5,2 Dobson und muss das während der ganzen Beobachtungszeit nicht wechseln.

Gruß
Jan
 
Ich bin da ein großer Freund der Hyperions (sind auch nicht so teuer, wenn mal eins runterfällt), wobei wir im Verein auch die Morpheus an den stationären Teleskopen haben, und die Hyperions an mobilen Geräten. Den Einblick bei 68° finde ich ruhiger als bei rund 80°.

Was ich noch nicht ausprobiert habe: Ein Bekannter von mir empfiehlt für Kinder einen Bino-Ansatz, weil sie dann weniger von der Seite reinschauen. Bei Erwachsenen funktioniert das aber überhaupt nicht.

Eine gute Augenmuschel ist wichtig, und dann halt ohne Brille beobachten und scharfstellen lassen.

Unsere Kinderführungen sind ab 8 Jahren, da klappt das dann besser mit Vortrag anhören und Bild im Okular finden.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Frank,

ich bin nicht sicher, ob die Pentax XW dafür eine gute Wahl sind. Für einen Einzelbeobachter sicherlich - ich verwende selbst das 5mm und das 3,5mm sehr gerne. Aber du gleichst bei ihnen ja durch Drehen der Augenmuschel den Augenabstand aus, wenn du ohne Brille beobachtest. Das muss dann jeder aufs Neue tun, der mit/ohne Brille durchschaut, sonst ist der Einblick "unruhig".

Ich habe das aber nicht mit Laien getestet. Vielleicht hat jemand da praktische Erfahrungen?

CS
Micha
 
Ich bin da ein großer Freund der Hyperions (sind auch nicht so teuer, wenn mal eins runterfällt)

Dem stimme ich zu. Bei öffentlichen Führungen würde ich nur Okulare einsetzen, deren Verlust oder Beschädigung man ohne Probleme verschmerzen kann. Das passiert schneller, als einem lieb ist.

Die Hyperions, vielleicht auch gebraucht, sind eine gute Option.

Gruß Carsten
 
Hallo

Wenn ich da Trausen bin.

Mit Hyperion arbeite ich auch am Teleskop, bei Gästen erkläre ich zuvor was für eine Vergrößerung ich am Fokus Nehme...
Große Zahl am rand des Okulars kleine Vergrößerung, dagegen Kleine große Vergrößerung.

1 Min am Okular bei 10 Leute ist lange....2 min da bleibt kaum zeit um einiges zu zeigen..deshalb erklären wie mit dem Auge am Okular sehen...und ohne am Gerät festhalten.
Es Nervt mich nicht wenn das Teleskop verschoben wurde...immer Nachkontrolle...so jetzt bitte hier...

Manfred
 
Moin Frank,

vielleicht wäre das Baader Zoom 8-24mm. ja auch noch eine Option, gibt es gebraucht häufig recht günstig.

Grundsätzlich täte ich für Öffentlichkeitsarbeit auch keine hochwertigen Okulare verwenden, Einsteiger/Kinder können eh keine Unterschiede feststellen, die sind erstmal froh wenn sie überhaupt was sehen.

Wichtig in diesem Zusammenhang finde ich das die Leute sitzen können, (Astrostuhl?) dann finden die auch die Austrittspupille besser, im stehen ist das nochmal schwieriger und wenn möglich mit einem nachgeführten Teleskop.

Andreas
 
Hi!

Beim Hyperion Zoom auf die Brennweiten achten – das hatte ich auch mal am ED80/600, zusammen mit einem Hyperion 36 als Übersichtsokular. Mittlerweile gehe ich meist vom 36mm (17x) direkt zum 9mm Morpheus (66x), der Sprung ist okay, und das Zoom ist ans Spektiv gewandert. Bei 480mm und 714mm lohnt sich das Zoom nicht unbedingt. Am C8 liebe ich die Kombination dagegen, da decken die beiden Okulare fast alle sinnvollen Vergrößerungen ab.

Beste Grüße,
Alex
 
Weil nicht nur Kinder, sondern auch viele erwachsene Laien mit dem Einblick am Okular überhaupt nicht klarkommen, drängt sich bei größeren Gruppen am Fernrohr doch der Einsatz von EAA mit elektronischer Bilderfassung und einem von allen gleichzeitig einsehbaren Display geradezu auf. Man kann über EAA denken wie man will, aber als Hilfsmittel für öffentliche Führungen am Teleskop ist es wirklich genial.

Und wenn einige Heißsporne in der Besuchergruppe darauf brennen, auch mal in ein altmodisches Okular zu blicken, dann kann man diesen Wunsch ja ausnahmsweise erfüllen ...

Gruß, Peter
 
Oh Mann...

Meine Erfahrung bei öffentlichen Veranstaltungen ist, dass sich die Menschentrauben nicht bei dem Kollege mit dem Tablet bilden, sondern an den Teleskopen mit Okular – aber nicht, weil weil man am Smartscope mehr Gäste pro Zeit abfertigen kann, sondern weil die meisten Leute eben zuhause auch auf einen Monitor schauen können, aber nicht selber durch ein Teleskop. Auch wenn dann viele zuerst das Handy zücken, um durch das Okular zu fotografieren. Oder sie ordnen den Kollege, der auf sein Tablet schaut, gar nicht erst der Veranstaltung zu.

Wir haben im Verein ein elektronisches Okular, das das selbe Bild zeigt, das auch auf dem Monitor von dem Steuer-PC direkt daneben zu sehen ist. Auch da will jeder durch das Okular am Teleskop schauen und nicht nur auf den Monitor. Und ja, der Blick in so ein elektronisches Okular – egal, ob Pegasus Smarteye, ein Unistellar evscope oder was selbstgebautes – ist vom Gefühl her nochmal was anders als der Blick aufs Handy, wo man halt nur noch ein weiteres Bild sieht und keinen Unterschied zu den anderen Bilder der Fotogalerie hat. Es ist ja nicht so, dass man die Leute in den großen Kontrollraum mit vielen Monitoren führt, wo dann ESA-like mehr die Technik beeindruckt als das eigentliche Bild vom weit entfernten Teleskop.

Bei Führungen nutze ich EAA gerne als Ergänzung, um den Unterschied zwischen dem Blick ins Okular zu zeigen und dem, was eine Kamera in den letzten Minuten eingefangen hat – das zweite Bild in dem Post hier zeigt meinen ersten Aufbau auf unserer Sternwarte (mittlerweile hat sich das auch noch vergrößert). Aber EAA ist nichts als alleiniges Mittel. Es ist ja auch nicht so, dass so ziemlich alle Gäste vom Blick ins Okular völlig überfordert wären. Da gebe ich den Leuten lieber ein wenig Zeit, um das Bild im Okular zu finden – keinen Erfolg haben eigentlich wirklich nur sehr junge Kinder, vor allem die, die von den Eltern hinter das Okular gehoben werden. Die anderen haben ein Erfolgserlebnis, auch wenn es vielleicht einen Moment länger dauert. Wenn man nicht gerade 50 Leute in der Schlange hat, ist etwas Entschleunigung auch kein Fehler. Und das erleichtert auch die Antwort auf die Frage, ob das echt ist, was man gerade sieht – einfach mal gegen den Tubus klopfen oder die Leute Schärfe und Montierungsachsen bewegen lassen. Die Elektronik würde das nur mit einem unveränderten Bild quittieren.

Probleme, das Bild zu erkennen, gibt es eigentlich in erster Linie, wenn ich die fleckenarme (weiße statt gebe) Sonne im Herschelkeil zeige. Und da greife ich auch lieber zum analogen Sonnenprojektionsschirm am Leitrohr als zu einer digitalen Lösung.

Von daher ist ein Okular mit gutmütigem Einblick und großer Augenlinse wirklich die Antwort für die Frage nach einem Okular für die Öffentlichkeitsarbeit, auch wenn die Leute sich freuen, wenn man ihnen die EAA-Bilder als Souvenir zum Download zusätzlich mitgibt. Das funktioniert auch bei Kinderfesten am hellichten Tag in der prallen Sonne, wenn man am Abend erstmal die ganze Glitzerschminke vom Nachbarstand vom Okular putzen darf. Da ist die große Augenlinse der Hyperions auch hilfreich :)

Und wenn die Gruppe klein genug ist, ruhig Ferngläser rausgeben und die Plejaden suchen lassen (und auch da die Sache mit der Augenmuschel kurz erklären – gibt auch einen Aha!-Effekt). Plötzlich ist die Astronomie kein so esoterisches Hobby mehr, sondern findet ihren Weg in die Alltagswelt der Menschen.

Beste Grüße,
Alex
 
Moin,

Danke für die Rückmeldungen!

Was ich noch nicht ausprobiert habe: Ein Bekannter von mir empfiehlt für Kinder einen Bino-Ansatz, weil sie dann weniger von der Seite reinschauen. Bei Erwachsenen funktioniert das aber überhaupt nicht.
Das halte ich für zu "fragil", dann tatsächlich den Großbino (ist tatsächlich im handling besser!, zur Zeit leider kaputt)
Zu meiner Situation: kleine AZ-Goto-Montierung, ich muss das Zeug schleppen und verladen, in der Vereinssternwarte sieht das dann anders aus,
da hat ja alles seinen Platz. (eigentlich ... )

vielleicht wäre das Baader Zoom 8-24mm. ja auch noch eine Option, gibt es gebraucht häufig recht günstig.
Das stimmt! Das Teil finde ich wirklich gut, auch den gut nutzbaren Brennweitenbereich! Den nutze ich am 50er Sonnenteleskop.

das die Leute sitzen können, (Astrostuhl?)
Interessanter und wichtiger Aspekt! Ich stelle schon immer einen Klapphocker dazu, aber irgendwie passt es nie. Eine Kurbelsäule wäre ev. nicht schlecht,
ist aber wieder teuer und schwer.
Vielleicht sollte man die Einblickhöhe gleich für Sitzen einrichten ??

gleichzeitig einsehbaren Display geradezu auf. Man kann über EAA
Das überlegen wir im Verein auch schon aber eben stationär an den großen Teleskopen.
Aber zwischendurch das Okular von EAA auf rein optisch wechseln und ggf. wieder zurück?
Eher läuft es darauf raus eine Lösung über ein lichtstarkes Leitrohr oder besser Fotoobjektiv zu finden.
Meine Überlegung wäre es mit einem zB. 200/2.8 und einer preiswerten DSLM und max. ISO-Wert zu versuchen.
Großartig warten bis ein Bild zusammensummiert ist, ist ja auch nicht.
Im übrigen könnte ich dann auch gleich den Seestar daneben stellen und über einen Leuchtpunktsucher die Orientierung erleichtern.
Das steht auf der Liste ist aber noch nicht umgesetzt.

Eure Überlegung preiswerte(re) Okulare in der ÖA einzusetzen ist auch richtig, großartig wechseln tu ich aber ehe nicht und wenn mache ich das selbst.
(einmal Mond/ Planeten (derzeit 7mm), dann Sternenfelder (26mm TS) ), da ist das Risiko überschaubar.

Aber nochmal nachgefragt - die Begeisterung zu den Morpheusen hält sich anscheinend in Grenzen ?

Danke und CS
Frank

PS. die Posts haben sich überschnitten -
das ist sicher ein nettes Teil, 2k€ sind aber kein Tachengeld. ev. wäre das was für den Verein. (was wohl der Vorstand sagen wird :rolleyes: )

Gibt's denn Erfahrungen dazu?

BG - Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
Eher läuft es darauf raus eine Lösung über ein lichtstarkes Leitrohr oder besser Fotoobjektiv zu finden.
Meine Überlegung wäre es mit einem zB. 200/2.8 und einer preiswerten DSLM und max. ISO-Wert zu versuchen.
Großartig warten bis ein Bild zusammensummiert ist, ist ja auch nicht.
Hi!

Sowas ist meine Lösung in Heilbronn: Ein SkyWatcher Evoguide mit einer ASI120MC hat fast das selbe Bildfeld wie unser C14 mit Übersichtsokular, EAA wird entweder mit der ASI-Software (einfacher zu bedienen) oder Sharpcap gemacht. Gerade die Sache, dass beide Lösungen den selben Himmelsausschnitt zeigen, finde ich sehr chic.
CDK20-Mond-IMG_7075.jpg

Mittlerweile haben wir auf ein CDK20 mit etwas weniger Brennweite aufgerüstet, da fällt der EAA-Setup kaum noch auf – das keine Röhrchen mit der roten Kamera :) . Die Leitrohrschellen vom Evoguide sind Gold wert beim einrichten; DSLR mit Kugelkopf wäre sportlicher.

Aber auch hier ist die haptische Lösung interessanter: Den Setup haben nicht so viele genutzt; die BEreitschaft, ein elektronisches Okular einzustöpseln und das ebenfalls per Software am PC zu steuern, ist höher. (An der gestörten Dunkeladaption durch den Monitor liegt es nicht – nicht in der Heilbronner Innenstadt...)

Die Morpheuse haben wir wie gesagt an den großen Teleskopen, wo sie einerseits bei Nichtgebrauch in einer Schublade verstaut werden können (sodass keiner ein Souvenir einsteckt oder es vom Tisch runterschmeißt, was das größere Risiko ist), und andererseits regelmäßig auch von Mitgliedern genutzt werden. Das sind die Arbeitstiere, die die meisten Beobachtungsstunden haben (plus Übersichtsokulare in Form vom 36mm Hyperion und Pentax 40mm).

Die Hyperion waren die Upgrade-Option für die mobilen Teleskope, die nicht ganz oft im Einsatz sind und früher halt einen Satz Plössl hatten. Da haben Okulare zum halben Preis der Morpheus gereicht, die immer noch ein schönes Bildfeld haben und vom Einblick her mindestens so gut sind. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Okulare um 80° Gesichtsfeld (egal ob Morpheus, Delos oder Docter – ist ewig her, dass ich die mal miteinander verglichen hatte) alle einen etwas unruhigeren Einblick haben als 68°-Okulare. Die Bildqualität der Morpheus ist dafür schon deutlich besser als die der Hyperions.

Aber: Das ist Jammern auf hohem Niveau. Ich hatte die Okulare auf dem Acker verglichen, und ein paar Spaziergänger, die vorbeikamen und null Ahnung von Astro hatten, hatten kein Problem mit dem Blick in das Morpheus.

Von daher spricht nichts gegen die Morpheus, wenn das Budget passt. Privat habe ich auch von Hyperion auf Morpheus aufgerüstet und bleibe bei den Okularen; wenn ich sie seltener nutzen würde, wäre ich bei den Hyperion geblieben.

Übrigens hätte ich noch ein Video zum Thema, von einem, der an Kitt Peak mal in der Öffentlichkeitsarbeit gearbeitet hat:
Stargazing Outreach: Learn from the Disinterested (nach ein paar Minuten wird es interessant)
Gibt auch noch einen zweiten Teil: Stargazing Outreach: The Focus Problem
Er gibt u.a. den Tipp, dass die Leute (bei ausreichend Stabilität) ruhig eine Hand an das Okular legen sollen, um bei Nacht das Okular leichter zu finden. Bei Kindern ist natürlich das Problem, dass die zugreifen und das Teleskop zu sich her ziehen. Interessant finde ich die Idee, das Okular mit nachtleuchtendem Klebeband zu markieren, und mit einem schwachen Rotlicht in den Tubus zu leuchten.

Beim Einblick im Sitzen übrigens auch daran denken, dass man einen Zenitspiegel auch zur Seite drehen kann – ich sehe auch bei unseren Mitgliedern immer wieder unnötige Verrenkungen am Okular.

Beste Grüße,
Alex
 
Hi
ich denke in dem Fall müssen es nicht zwingend highend Okulare sein.
Durchgängig praktikabel sind aus meinen Erfahrungen Augenabstände mit ca. 15mm.
Da viele inzw. Brille tragen ist etwas mehr auch meist unproblematisch.
Augenabstände unter 10mm sind eher nicht gut verwendbar.
Bino ist Kinder meist schwer - auch für einen Teil der Erwachsenen, wenn sie wenig bis keine Erfahrung haben.

Selten begegnen mir Problemberichte zum Einblick mit Okularen der Serien
Vixen LVW, ES 82 Grad oder ES 92 Grad, Hyperion, XWA, Panoptik, Nagler mit entsprechendem Augenabstand und die NED Okulare.

Es gibt noch mehr gut verwendbare Okulare. Bei kompletten Serien wird es allerdings schwer.
So z.B. die Morpheus, deren Einblick für mich nicht einheitlich ist.

Für kurzbrennweitige Geräte ist ein Zoom hilfreich zu haben.
CS
 
Zuletzt bearbeitet:
Interessanter und wichtiger Aspekt! Ich stelle schon immer einen Klapphocker dazu, aber irgendwie passt es nie. Eine Kurbelsäule wäre ev. nicht schlecht,
ist aber wieder teuer und schwer.
Vielleicht sollte man die Einblickhöhe gleich für Sitzen einrichten ??
Die Billigvariante wäre halt ein Bügelstuhl, ich nutze so'n Teil seit Jahren, etwas fummeliger bei der Höhenverstellung aber ansonsten...

Gute Astrostühle haben halt auch ihren Preis, so'n brauchbaren Bügelstuhl findet man gebraucht schon für 10-15 Euro.

Beim Einblick im Sitzen übrigens auch daran denken, dass man einen Zenitspiegel auch zur Seite drehen kann – ich sehe auch bei unseren Mitgliedern immer wieder unnötige Verrenkungen am Okular.
Dann aber darauf achten das der Zenitspiegel nach rechts gedreht wird, ansonsten kann sich bei den meisten ZS die Hülse lösen und man hat den Senf.

Andreas
 
Bino ist Kinder meist schwer - auch für einen Teil der Erwachsenen, wenn sie wenig bis keine Erfahrung haben.
Mich hatte der Vorschlag auch gewundert, er ist der Meinung, dass die Kids sich so besser orientieren können. Ich habe es nie ausprobiert, Kinderführungen sind nicht so mein Ding. Bei Erwachsenen probiere ich das gar nicht erst, weil viele eh ein Auge zukneifen, und er auch eher selten. Aber vielleicht finden Kinder den Einblick so besser, auch wenn sie letztlich nur durch ein Okular schauen. Gibt ja genug, die da versuchen, im 90°-Winkel reinzuschauen...

Vielleicht wäre eine Augenmuschel im Bino-Bandit-Stil auch hilfreich, wobei dann alle mit dem selben Auge beobachten müssten - gibt's ja auch für monokular als Spot Bandit.

Beste Grüße,
Alex
 
Übrigens hätte ich noch ein Video zum Thema, von einem, der an Kitt Peak mal in der Öffentlichkeitsarbeit gearbeitet hat:
Stargazing Outreach: Learn from the Disinterested (nach ein paar Minuten wird es interessant)
Gibt auch noch einen zweiten Teil: Stargazing Outreach: The Focus Problem
Danke!
Die ersten 5min des Videos sind zwar Selbstbeweihräucherung, die Idee Leuchtaufkleber am Okular zu verwenden kann man mal probieren.
Gut finde ich den Hinweis von vorn mit einem kleinen Rotlicht ins Teleskop zu leuchten und dem Beobachter etwas Zeit zu lassen dieses Licht zu sehen/ finden (als rote Fläche) und so ein Gefühl für die Kopf-/Augenposition zu finden.
Ansonsten hat der Mann im Video aber fette, stabile Sternwartentechnik -
da kann auch ein(e) GrobmotorikerInn den Kopf mal anlehnen oder das Okular sanft berühren.
Der Vorschlag in der Dämmerung mit Beobachtung und Einweisung zu beginnen, ist aber auch richtig in der Praxis nicht so einfach.
Derzeit bedeutet das, dass ich über eine Stunde bis mindestens zu astro. Dämmerung (nach 23:00) mit "Laber" füllen muss.
In der Winterkälte nicht wirklich besser.

Ich werde mal mit Stellarium im Nachtmodus, mit der Okularsimulation und Anpassung der Sternensichtbarkeit
versuchen vorher zu zeigen was zu sehen sein sollte.

Mein Resümee aus dem Faden bisher - eigentlich hab ich alles, nur Zeit, Geduld und sicher auch Routine sind knapp.
Ich muss mein Geld nicht damit verdienen, im Zweifel also nur kleine Gruppen und eine zweite Person hilft ungemein. (Meine Frau macht das gut ... )

und das Morpheus in 9mm wird beschafft, das rede ich mir dann schön von wegen brauch ich für die Vorführung ...

BG & CS - Frank
 
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