....endlich Aufsteigen!!!

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Gizmo

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Hallo erstaml!!

Nach langer Abstinenz in diesem Forum treibt mich nun die Frage nach meinem nächsten Gerät wieder in dieses Forum!!!

Nachdem ich aus meinem Lidlskop einiges rausgequetscht habe ist mir nun nach (endlich!!!) nach was größerem! Wird zwar noch bis Anfang nächsten Jahres dauern aber das mit den Teleskopen ist ja immer mit einem recht langem Entscheidungsprozess verbunden....

Zu den Anforderungen:

Ich hätt gern:
-ein transportabeles Gerät (Stadtmensch)
-ein möglichst universelles Gerät (ich weiß, die Eierlegende Wollmilchsau gibts nicht, aber ich bin halt sowohl an unserem Sonnensystem wie auch an Deep Sky-"Ansätzen" interessiert....
-eine paralaktische Montierung
-einen Refraktor

...beim stöbern durchs Netz bin ich beim guten alten Teleskop-Service heirauf gestoßen:

http://www.teleskop-service.de/CTeleskope/CTeleskope.htm#1501200

Ich würde das Set mit der EQ-6 und evtl. noch den Okularkoffer dazu nehmen...


Was sagt die versammelte Astronomiegemeinde zu diesem Plan?!?!


Danke shconmal für die Antworten


Jörg
 
Hi,
wenn das für Dich transportabel ist, warum nicht. Ich hätte andere Vorstellungen.
Ein Refraktor schon und gut, aber ein 6" f/8 Achro ist deutlich farbfehlerbehaftet und imho im 6" Bereich nicht so universell wie mancher meint. Preiswerter, universeller und leistungsfähiger wäre ein 8" f/6 Newton,
wenn er gut ist oder mit etwas tuning verbessert wird.
Okularkoffer, naja. Individueller zusammengestelltes Zubehör halte ich für besser.
Das meine ich zu Diener Idee.
CS
 
Erstmal Danke für die fixe Antwort!!!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Was meinst Du mit "...im 6'' Bereich nicht so universell wie mancher meint" genau???

Warum würdest Du eher zum 8'' Newton tendieren, wie viel empfindlicher ist so ein Gerät im vergleich zum Refraktor???

Und hättest Du einen konkreten Vorschlag bez. einer Tubus/Montierungskombination?? ....mir fehlen im Vergleich zu Dir und vielen anderen hier leider die Erfahrungswerte....
 
Hi,
ich formuliere mal anderes. Bei direkten Vergleichen 8" f/6 Newton gegen 6"f/8 Refraktor, fanden wir keine Disziplin in welcher der Refraktor mehr zeigte. Der Refraktor war teils nahe dran, aber nicht mehr. D.h. das universellere Gerät ist m.E. der 8" f/6 N. Der müßte auch auf EQ6, in gewissem Rahmen geht auch noch HEQ5.
Das vorgestellte Gerät ist mit f/4,4 ein sehr schneller Newton und nicht zu vergleichen. Schon ob der Okularforderung - keine Einsteigergerät.
CS
 
Hi Gizmo,

auf einer EQ-6 ist so ein 200/1200 Dobson, der mit Rohrschellen darauf geschnallt wird, gut aufgehoben. Diese Kombination habe ich schon mehrmals gesehen und sie ist echt brauchbar. Ich sehe darin auch ein vielseitigeres System als im 150/1200 Achromaten.
Wenn es hingegen ein Gerät mit 150/1200 sein soll, dann käme genauso ein Newton mit diesen Werten in Frage, der ließe sich dann auch auf einer leichteren Montierung unterbringen, zum Beispiel einer HEQ-5 (um in dieser Klasse zu bleiben).
Allerdings gibt es ja im Prinzip keine Überdimensionierte Montierung, insofern kann man auch sehr gut eine leichtere Optik trotzdem noch auf die EQ-6 setzen.

Was die "empfindlichkeit" eines Newtons angeht, ob nun 150/1200 oder 200/1200, so sind diese Geräte recht robust und es ist nicht nötig, vor jeder Beobachtung an der Justage zu basteln. Es lohnt sich aber nach "rauen Transporten" dies zu tun, wenn man an der Wohnungstüre angeeckt ist, oder unbedingt über irgendwelche Waldwege rumpeln musste. Wird das Gerät aber nur auf normalen Straßen umhergefahren oder einfach nur zwischen Wohnzimmer und Balkon bewegt, dann kann eine einmal ordentlich gemachte Justage wirklich Jahre halten. Demgegenüber ist es natürlich so, daß man den Refraktor überhaupt nicht justieren muß und warscheinlich auch nicht so einfach kann.

Jedenfalls meine ich, daß ein 200/1200 auf EQ-6 gegenüber dem Refraktor 150/1200 mehr Spaß für weniger Geld bedeutet.
Das Geld kann man dann vielleicht in edle Okulare stecken, von denen man ja sowieso nie genug haben kann...
Man kann diese Ausrüstung sogar später noch deepsky fototauglich machen, indem man an der EQ-6 Hand anlegt (Getriebewechsel, neue Steuerung) und ein Leitrohr nachrüstet. Planetenfotografie geht ad hoc sowieso, die wäre allerdings auch mit dem Achromaten möglich, wenn man den Blausaum ausfiltert.

Clear Skies
Sven
 
Nochmals Danke für die Antworten!!!!

@ Antares: Den gibts einmal mit f4,4 (links) und einmal mit f6 (rechts, ein bisserl runterscrolen)!!!! Wenn man mir was sagt, dann halt ich mich auch dran, sonst würd ich ja nicht fragen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> ....

Also EQ-6, das hab ich mir nach dem Besuch der Seite der Deep-Space-Brothers auch shcon fast gedacht, nachdem ich die dortige Tabelle für Montis gefunden hab. Da kann es einem offensichtlich wenigstens nicht so schnell passieren, daß man nochmal eine neue braucht....

Eir ist denn der von mir gefundene Tubus??? Oder kann mir irgendwer aufgrund seiner Erfahrungen einen konkreten Tipp geben?!?!?!

Schöne Nacht

Jörg
 
Hi Jörg,
nun wenn Du die Monti dauerhaft tragen , aufbauen etc willst, dann hat man bei visueller Forderung einen Lastesel, den Weile reichen sollte.
Aber die Monti ist schwer. Mir wärs zu viel. Finde meine HEQ5 mit Stativ und bis zu 14 Kilo Gegengewicht schon grenzwertig mobil. Aber das macht jeder für sich aus. Man muß es halt wissen.

Den Orion Europa kenne ich nur aus dem Laden von Wolfi. Basierend auf Erfahrungen mit den anderen Versionen der Orion, bin ich bisher von dieser Firma eher weniger überzeugt. Andere dagegen sind begeistert.
Von daher sage ich nur, dass dies den Daten nach, ein Gerät wäre, was der zuvor beschrieben Universalität entspräche.

Derartige Newton gibts unter zig Label. GSO, Skywatcher, Galaxy, Celestron, Meade oder die Edelschmieden wie ICS.
CS
 
...und welche der "günstigen" Firmen könnte man ruhigen Gewissens empfehlen????
 
Ohne nerven zu wollen.....

....könnte mir vielleicht jemand einen Tipp geben, welche low-budget-Firma erfahrungsgemäß gute günstige Geräte der von Antares vorgeschlagenen Anforderungen herstellt?!?!?


Thönx

Jörg
 
Hi Jörg
im unteren Preissegment gibts keine pauschale Empfehlung. Du kannst bei alle diesen Firmen gute, mittlere und lausige Optiken bekommen. Wichtig ist, das Händler die Qualität garantiert, damit man, falls man ne Gurke bekommen hat, die garantierte Leistung einfordern kann.
Achte auf die Tuben und der Wandstärke, sowie dem Tubusinnenmaß. Ein zu enger Volltubus bringt evtl Vignetierung und fast immer Seeingprobleme mit sich.
Achte auf den OAZ und dessen Mechanik.
Die preisweten 8er geben sich per Saldo nichts. Bei A ist dies besser , bei B dies. All diese Geräte sind mehr oder weniger verbesserungswürdig - vieles davon kann man selbst machen.

Guck mal auf der HP unter Dobtuning total. Günther hat da mal skizziert, was man alles machen kann an so einem Newton.
CS
 
Wenn dem so ist, kommt mir allerdings noch eine andere Frage in den Sinn: Welches Gerät empfiehlt sich denn ohne etwaige Einschränkungen??? Muß man da dann schon zu Meade, Viven etc. greifen oder gibt es da eine zumindest noch etwas günstigere Alternative. Nix gegen Tuning, bin ich ja von meinem LIDLskope zur genüge gewohnt, aber ich hät gerne mal was solides...- sofern es in's Budget passt.

Thönx

Jörg
 
Hi,
Meade ist auch in dem Segment und China.
Vixen wäre wohl eher schon ne gute Mittelklasse, die haben aber nur den 8"f/4.
8-12" in guter Qualität und ohne größere Verbesserungsmöglichkeiten sind mir momentan ad hoc nicht bekannt. Die Chinamänner haben da wohl den Markt im Griff.
CS
 
Also Meade oder nön "Chinesen"....

Was ist denn zu den Meade-Montierungen zu sagen???
Oder sollte man von Meade nur den Tubus und dann anderswo eine anständige Montierung besorgen?!?!?

Thönx schonmal

Jörg

Nachtrag: Ich hab mal grade bei Meade auf der Seite gestöbert und da ist kein Newton mit den Werten zu finden....- also doch wohl eher China!!!!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Noch ne Frage...- ich hoff wirklich, ich nerv hier keinen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> !!!

Beim TS gibts auch ein Newton das wesentlich billiger ist aber nur 1000mm Brennweite hat. Gibt es zu diesen Geräten was zu sagen und grundsätzlich: Was genau ändert sich durch diese Änderung der Brennweite...- außer, daß ich Okulare mit einer kleineren eigenen Brennweite brauche um die gleiche Vergrößerung zu erreichen????

Danke

Jörg
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Jörg,
das hast Du richtig erkannt. Zu sagen gibts da, das die Geräte höher obstruiert sein müssen und damit von der Auslegung her eher in Richtung Großfeld, DS und Foto gehen als der F/6. Das geht im Zweifel zu Lasten Planetenleistung. Bei f/5 sind dann die Okus und deren Eigenschaften wichtiger wegen der Abbildung übers Feld.
Dazu findest Du ausführlichere Infos bei Sven oder mir auf der HP in den Grundlagen- und Okuberichten.
CS
 
So, dann werde ich mich mal hiermit für die nächsten 5 Tage verabschieden und wünsche euch alzeit klaren Himmel.

Ich werde mich dann die Tage melden wenn ich weitere Hilfestellung benötige. Vielleicht ja auch was früher falls ich T-Offline dazu bewegt bekomme mir mal endlich wieder die Leitung hinzubiegen....

Werde auf jeden Fall mal bei Zeiten einen Vermögensplan bei meiner Bank in Auftrag geben um mal dafür zu sorgen, daß bis Ende des Jahres das nötige Budget zur Vervügung steht....

Bis denne

Jörg
 
So, Hallo erstmal wieder....

Ich hab da nochmal was rumgestöbert: Skywatcher Newton 200/1000 HEQ-5 für 849€ bei APM. Link kann ich leider nicht reinschreiben, weil funktioniert bei der Seite leider nicht, aber was sag ich das den alten Hasen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> !?!?


Ich weiß, das Gerät hat nun nur f5, aber macht das wirklich sooooooo viel aus??? Zumal: Das heißt ja auch kürzerer und leichterer Tubus und somit leichteres Spiel für die Monti...- und für mich beim Transport <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> !!! Und in diesem Set wär halt auch shcvon die bereits angesprochene H-EQ5 drinne. Auch wieder leichter zu transportieren und mit dem kürzeren leichteren Tubus sollte die dann ja auch mal lässig klar kommen.
Zu guter letzt kommt mir das Angebot insgesammt wirklich sehr günstig vor. Das sollte ich vom Etat her wiklich bis ins erste Quartal des nächsten Jahres auf die Reihe bekommen...

Also, was sagt Ihr?????

MfG

Jörg
 
Hallo Jörg!
Das Gerät hat die bereits beschriebene China-Qualität. Die HEQ-5 könnte beim Fotografieren mit Leitrohr und SLR-Cam ggf. schon grenzwertig werden, aber da können andere sicherlich besser zu auskunft geben. Mit f/5 ist es schön lichtstark zum Fotografieren, hat jedoch wie Antares bereits schrieb einen etwas größeren Fangspiegel als ein f/6, was den Kontrast beeinträchtigt. Das sollte sich jedoch m.E. nicht besonders stark bemerkbar machen und verschmerzbar sein. Genaue Angaben zur Fangspiegelgröße habe ich leider nicht gefunden. Mein 10" f/5 hat 25% lineare Obstruktion. Ich nehme an bei diesem Gerät ist es ähnlich. Ich bin damit jedenfalls zufrieden. Es gibt jedoch auch geräte mit nur rd. 20%. Es kommt halt drauf an, wo Du die Prioritäten setzt. Planetenkontrast oder Fototauglichkeit.
Mit f/5 hat es visuell auch höhere Ansprüche an die Okulare, da die Bildfeldwölbung stärker ausfällt als bei lichtschwachen geräten, haben Plössls Probleme mit der Schärfe im Randbereich des Gesichtsfeldes. Deswegen solltest Du Dir gut überlegen, welche Okulare Du dazu haben möchtest. weitwinklig gibt es im mittleren Preissegment z.B. die Speers-Waler und Hyperion für rd. 100-120 EUR. Nagler für 330 EUR werden meiner meinung nach erst ab f/4 nötig. Da können also schnell noch ein paar 100 EUR zusammenkommen. Darüber solltest Du Dir vorher im klaren sein. Ggf. im Okulare-Board noch einen eigenen Thread aufmachen.
Gruß
Matthias
 
Danke erstmal für die Antwort!!

Meine Güte, daß ist ja echt Schwerstarbeit sich für ein neues Teleskop zu entscheiden!!!! *Uff*

Was es da nich alles zu bedebken gibt. Mittlerweile Überlege ich nun schon ob ich mir nicht evtl. zunächst einen 120-127mm Refraktor kaufen soll...- da transportunanfälliger (Koni-Fahrwerk und Teleskoptransport, hat da wer Erfahrungen *fg*) und halt speziell für Mond/Planeten.
Später dann halt einen 200mm Newton, der könnte dann ja auch soweit ich das richitg verstanden habe auch ne kürzere Brennweite haben, oder?!?!
Und für das ganze dann vielleicht doch ne EQ-6, damit man sich über Stabilität keine Gedanken mehr machen nuß. Die Sachen werden ja doch überwiegend mit dem Auto transportiert. Bis auf ein paar Meter halt.

Was sagt Ihr zu diesem neuen Höhenflug???

MfG

Jörg
 
Hmpf...- hab ich irgendwas getan womit ich euch verärgert habe??? Oder was ist los???

MfG

Jörg

P.S. Das der Thread nicht mehr so gaaaaanz in den Einsteigerbereich passt ist mir auch schon aufgefallen...- aber ich fühl mich halt noch als solchiger <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> !!!
 
Hallo Jörg!
Prinzipiell finde ich Deine Idee nicht schlecht. Insgesamt wird das jedoch recht teuer. Refraktoren haben einen Farbfehler, der sich am Planeten bei hoher vergrößerung deutlich zeigt. Ich bin für Refraktoren jetzt kein Fachmann, aber ich meine hier spielt das Öffnungsverhältnis eine große Rolle. Bei f/12 soll der Farbfehler deutlich geringer sein als bei z.B. f/8. Dafür bietet er am Planeten einen sehr guten Kontrast.
Ein 200er Netwon auf EQ-6 ist sehr stabil. Das brauchst Du nur, wenn Du wirklich fotografieren willst. Visuell sollte die HEQ-5 reichen (auch für den Refraktor). Wenn Dein Budget aber soviel hergibt, ist der Aufpreis zu einem 250er Newton mit EQ-6 auch nicht mehr weit. Die EQ-6 trägt rd. 18 kg Tubusgewicht klaglos. Da sollte Fotografie mit Leitrohr meiner Meinung nach auch möglich sein, bin da aber kein Experte. Für fotografische Nachführung muss man an der EQ-6 wohl auch noch etwas rumbasteln (andere Motoren, andere Schneckengetriebe). Da kannst Du evtl. im Montierungs-Board mehr erfahren. Andererseits darf man nicht unterschätzen, dass die EQ-6 mit entsprechenden Gegengewichten für ein 250er Newton dann auch wirklich ein schwerer Brocken ist (Achskreuz 16 kg, Stativ 7 kg, Teleskop+Leitrohr+Gegengewichte max. 2x18 kg = 59 kg ?!?).
Gruß
Matthias
 
Aufstiegsgerät - Anforderungen und Bedingungen

Hallo Jörg und willkommen zurück im Forum nach Deiner längeren Pause,

ich finde nicht, daß Du hier "irgendwas getan" hast, was "jemanden verärgern" hätte können. Vielleicht schwebt einfach nur die ganze Diskussion etwas in der Luft, da wir noch längst nicht genau genug wissen, welche Anforderungen Du an Dein Aufstiegsgerät stellst, welche Bedingungen Du hast.

Zunächst daher einige Fragen, aus denen sich meines Erachtens eine zielführende hilfreiche und wohl lebendigere Diskussion ergeben könnte (habe mir mal zu Recherchezwecken einige Deiner schon länger zurückliegenden Vorpostings angesehen):

1. Was macht Dein Lidl-Scope, hast Du das mit Sucher/Peiler hinbekommen?

2. Verwendest Du das Gerät bei klarem Himmel manchmal-regelmäßig?

3. Was hast Du damit beobachtet und wie waren Deine Eindrücke?

In der Eröffnung dieser Diskussion schreibst Du, daß Du ab Anfang nächsten Jahres ein Aufstiegs-Gerät anstrebst. Es besteht also keine Eile und wir können gemeinsam in aller Ruhe besonnen die große Angebotspalette auf Deine Anforderungen hin abklopfen. Zunächst noch eine wichtige Frage:

4. Hast Du Kontakte zu Sternfreunden in der Nähe?

(Durch nichts zu ersetzten, ggfs. unser Treffpunktforum nutzen, unsere Mailfreundschaften oder unser Vereinsverzeichnis zu freizeitastronomischen Vereinen und Einrichtungen: GAD: Link auf der astronomie.de-Portalseite oben links - nicht auf der Forenstartseite. Im Gespräch unterm Firmament ergibt sich vieles, praxisbezogen. Du kannst die Geräte der Kollegen ausprobieren und bekommst direkte Eindrücke, die ungeahnt voranbringen.)

Aufbereitete Informationen zu Geräten und deren Fähigkeiten finden sich auf vielen homepages von Mitgliedern hier, auch über die astronomie-Portalseite erreichbar sind viele hilfreiche und erklärende Informationen, auch ist natürlich Literatur verfügbar. Auch lohnt es sich gewiß, mal so einige zehn Einsteiger-Beratungs-Diskussionen hier durchzulesen. In 5 Monaten kannst Du da schon so einiges recherchieren.

Die Wahl eines für Deine Zwecke optimalen Scopes kann viele Variablen berücksichtigen - die von Dir so empfundene "Schwerstarbeit" lohnt sich, glaub mir. Wäre es denn anders, wenn man eher nicht besonders "vorgebildet" ein Fahrrad, einen Computer kaufen würde? Stell Dir vor, Du gehtst da in ein Hobbyforum und fragst, auch da sind die Marktangebote riesig und man wird Deine Anforderungen und Bedingungen zunächst erfragen, bevor man Vorschläge unterbreitet...

Nun zu den Bedingungen/Anforderungen - Du hattest ja schon damit angefangen, allerdings nicht hinreichend präzise, wie ich finde:

5. Wo wirst Du beobachten, bzw. wie ist die Himmelsqualität an Deinen angedachten Beobachtungsorten: a) Lichtverschmutzung (Stadt-Vorstadt-Land-Gebirge) b) Luftunruhe (unterliegende Flächen eher Industrie, Straßen, Dächer oder eher Wald, Wiese, Wasser?)

- Du willst ein transportables Gerät, schreibst Du.

6. Was ist für Dich transportabel? (Gewicht, Länge; Auto? Flugzeug? zu Fuß?)

- Du möchtest ein möglichst universelles Gerät.

7. Universell heißt für Dich: Weitfeld und (öffnungsbedingte) Höchstvergrößerung mit ausgezeichneter Abbildungsqualität?

- Eine parallaktische Montierung möchtest Du, darf ich fragen:

8. Warum unbedingt parallaktisch? (Hast Du schon mal eine Dobsonmonti probiert? Dir ist bewußt, daß parallaktisch einiges an Kosten bedeutet und an Gewicht bedeuten kann...)

- Du hättest gern einen Refraktor; bisher gings in der Diskussion schon um einige Reflektoren...

9. Warum denkst Du an einen Refraktor? Welche Vorteile würdest Du dem Gerätetyp zuweisen bzw. was gefällt Dir an anderen Bauformen weniger?

- Nun noch zu Umfang des anzudenkenden Materials und dem Kostenrahmen:

10. Welche Okulare hast Du bisher (für Deinen Lidl)?

11. Soll es "nur" um Teleskop und Montierung gehen, oder auch um Zubehör wie a) Motoren und Steuerung der Montierung, b) okularseitige Ausstattung?

12. Wie hoch ist Dein Budget?

13. Nur visueller Einsatz oder auch Foto-Optionen? (Du bist Dir bewußt, was Foto für spezielle Anforderungen stellt?)

Bin gespannt auf Deine Antworten, werde selbst einige Tage beruflich bedingt wohl kaum dazu kommen, hier im Augenblick zu antworten, aber die Kollegen werden bis dahin sicher schon übernommen haben. Ich will hier aber wieder hereinschauen und ggfs. gern antworten.

Sorry, daß ich so viele Nachfragen gestellt habe, aber ohne ist eine mögliche Empfehlung vermutlich wenig angemessen...

Wünsche Dir einen freudvollen Aufstieg, auch wenn es noch ein paar Monate dauert, wie Du schreibst, und ganz unabhängig davon

Klare Himmel und Top-Bedingungen,

Matthias.
 
Re: Aufstiegsgerät - Anforderungen und Bedingungen

So, vielen Dank erstmal für die Antworten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> !!

Dann mal zu den Fragen von Matthias:

zu 1: Das Lidlscope erfreut sich bester "Gesundheit". d.h. ich hab mal bei Meaade angerufen, denen mein Problem mit der Halterung vom Sucher geschildert und bekam promt und ohne Probleme kostenlos nen neuen zugeschickt!!! Ansonsten ist das Gerät soweit ich informiert bin so weit "gepimpt" wie's geht. Velurfolie, Taukappe bzw. Optik von der Spannung erlöst, Okularauszug wackelt nicht mehr und die Montierung läuft nach zweimaligem auseinander und wieder zusammenbauen auch ganz gut.

zu 2: Da ich auch noch nen Haufen anderer Hobbies habe (Auto, Lockpicking, Haus, Frau hähä) würde ich mich derweil immernoch eher als den Gelegenheitsbeobachter bezeichnen...- aber mit dem festen Willen mich mal ein bisserl vermehrt auf die Astronomie zu stürzen...

Zu 3: Mit dem Lidlscope bin ich eher an den Objekten unseres Solarsystems hängen geblieben. Vielleicht liegts ja auch an einem Fehler meinerseits aber um wirklich den Genuß an Deep-Sky zu finden sind meiner Meinung nach 70mm nicht wirklich genug. Selbst mit geringer Vergößerung ist die Andromedagalaxy ein difuser milchiger Fleck...- der dann noch nichtmal richtig gut ins Sichtfeld passt....- wie gesagt Fehler meinerseits sind da wohl nicht ganz ausgeschlossen und das wird auch ein guts Stück an den "Serien"-Okularen liegen, aber die Frage kommt ja noch....

zu 4: Ist in Arbeit!! Hab mal ein paar PM's verschickt, nen Thread eröffnet und werde mich mal beim Köln/Bonner-Astrotreff anmelden...- sobald ich wieder daheim I-Netzugang habe. Hier von der Arbeit aus komme ich leider nicht an meine E-Mail-Postfächer und kann mich somit nirgends anmelden....

zu 5: Beobachtungsstellen werden sein: Mein Garten, der liegt in einem nicht übermäßig hellen, überwiegend mit kleinen Häusern und viel Grünflächen besetztem Teil eines nicht allzu großen Städtchens. Desweiteren bin ich auch schon mit dem Lidlscope einige mal zu mehr oder weniger geeigneten Stellen gefahren...- und so wollt ich das dann auch in Zukunft vermehrt machen. Dann natürlich eher zu den geeigneten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> !!!! Aber da ich ja schon gemerkt habe was das für einen Unterschied macht sollen die Sachen ja auch in einem transportabelem Rahmen sein...

zu 6: Nun gut transportabel heißt für mich, daß im Winter eh ein Passat Kombi kommt...
Allerings sollte das Scope auch im Sommer mal eine Runde in meinem Corrado aushalten...- und der hat ein Koni-Fahrwerk!!! Größenmäßig macht das keinen Unterschied zum Kombi, da keine Rückbank mehr. ....Gewichtsreduktion und so <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> !!

zu 7: Ja klar, daß wär natürlich der Knaller, aber da ich ja langsam, wahrscheinlich wie so viele vor mir, einsehen muß, daß es sowas kaum geben wird, bin ich ja nun schon auf die Idee gekommen mir sowohl einen Refraktor wie nen Reflektor zu kaufen.

zu 8: Weil ich die Paralaktische Montierung an meinen Lidlscope zu schätzen gelernt habe...- is halt schon sehr bequem: Einfach an einem Rad drehn und das Gerät folgt dem Stern. Da ich mich über kurz oder lang auch mit Sicherheit mit Fotografie (man will das ja auch mal andern Menschen zeigen) beschäftigen will ist das soweit ich informiert bin auch schwer angeraten...

zu 10: *Schähm* Leider immernoch die Originalen!!! Aber ich gelobe Besserung bis Ende Oktober <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> und werde bis dahin mit euch auch noch eine geeignete Kombi austüfteln, falls ich euch nicht zu sehr auf die Nerven gehe...

zu 11: Selbst wenn ich bis dahin okularmäßig mein Lidlscope aufgerüstet habe könnt ich mir gut vorstellen, daß noch ein paar Okulare ganz hilfreich sein werden. Ansonsten hab ich das so geplant: Von meinem Startbudget die Monti (evtl nur in einer Grundausstattung zum visuellen Beobachtung) mit einem Tubus (z.B. Refraktor) mit den nötigen Kleinteilen. Dann den zweiten Tubus und zum Schluß soll die Monti falls nötig fotografisch und auf GoTo aufgerüstet werden...

zu 12: Falls das so wie oben geplant laufen sollte dachte ich für Monti mit Tubus so ca 1200€, aber da bin ich nicht so festgefahren. Sollte es zu dem Zeitpunkt gerade das für mich interessante Superschnäppchen für 1399€ geben wird das wohl auch nicht so das Problem sein.

zu 13: Hab ich ja schon gesagt: Zunächst visuell aber ich möchte mir keine neue Monti kaufen wenns dann mal ans Fotografieren geht...


So ich hoffe ich hab alle Fragen ausreichend beantwortet ansonsten einfach nochmal nachfragen...


MfG

Jörg
 
Re: Aufstiegsgerät - Anforderungen und Bedingungen

Hallo Jörg

Auch schon mal an ein SC gedacht.
Dieser Teleskoptyp ist immer noch der beste All Rounder,
nicht umsonst ist es eines der meist gekauften Teleskope.
Gut bei Planeten,vorallem in verbindung mit einem Bino.
Bei DS nimmst du ein Reducer.Fotografie ist ohne weiteres möglich,selbst mit Gabelmontierung.
GO TO ist normalerweise Standart.

Grüße
Manfred
 
Re: Aufstiegsgerät - Anforderungen und Bedingungen

Dran gedacht schon, aber soweit ich das überschauen kann, liegen die wohl nicht so ganz in meinem Finanzrahmen....
Und aus diesem Grunde hab ich mich bisher auch nicht wirklich mit den optischen Eiegnschaften der Geräte beschäftigt.....
Aber ich lass mich gerne eines besseren belehren!

P.S. Bei den Fragen eben habe ich doch glatt zu 9 vergessen!!!
Shame on me!!! Also: Ich finde Refraktoren einfach ***SCHÖÖÖN*** und irgendwie sprechen sie mich emotional eher an. Ich weiß, daß solche Argumente nur sehr wenig bei der Entscheidung bezüglich eines Teleskopkaufs zu suchen haben!!! Was mich allerdings technisch an den Geräten interessiert ist die meiner Meinung nach (ich weiß es ja nur vom Lesen) geringe Transportempfindlichkeit (s.o. Konifahrwerk) und die damit einhergehenden längeren Einstellintervalle und der höhere Kontrast....

So das wärs dann erstmal von meiner Seite aus...- bis morgen abend!!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Aufstiegsgerät - Anforderungen und Bedingungen

Hi Jörg,
mach Dir übers Konifahrwerk nicht zu viele Gedanken. Ein vernünftig zum Transport verpacktes Gerät übersteht das dann ohne Probleme. Habe jahrelang nen S4 gefahren.
Wenn man einen Newton kauft wird man justieren müssen. Da geht kein Weg dran vorbei. Man muß hier differenzieren, was die Justage angeht. Nach einem Transport ist ist das eher nochmal ein prüfen und ggf. geringes korrigieren der Ausrichtung aber nicht nicht die komplette Nummer. Die wird ja nur erforderlich , wenn der FS nach Transport irgendwo in der Gegend rumhängt, was eingentlich aber nicht passieren sollte und es auch nicht unbedingt tut. Das wäre ein Einzelfall.
Aussehen der Röhren ist in letzter Konsequent wirklich weniger wichtig und dennoch kauft das Auge mit. Ist also etwas vertrackt, die Sache auszuschalten.

Deine Forderungen sind klar, Möglichkeiten hast Du finanziell ausreichend um verschiedene Wege zu gehen. Geh zu den Kollegen in der Gegend, die Praxis wird dann den Ausschlag geben.
CS
 
Re: Aufstiegsgerät - Anforderungen und Bedingungen

Hallo Jörg,

kann dem Kollegen nur beipflichten: nutze Kontakte und Probieren unterschiedlicher Geräte in der Nähe, erst dann wirst Du eine auf eigenen Erfahrungen gründende gute Entscheidung besonnen treffen können.

Refraktoren mit universeller Auslegung haben schon eine gewisse Öffnung (kostspielig) und sind entweder Apos (richtig kostspielig) oder richtige Fraunhofer (laaaang, auch kostspielig). Der Kontrast von guten Refraktoren ist die eine Sache, um allerdings den Kontrast auch bei hoher Auflösung zu bringen brauchen auch sie - wie alle Optiken - eine entsprechende Öffnung. Nicht zu unterschätzen sind auch die Faktoren wirkendes Hebelmoment (Länge x Gewichtskraft) und die nötige Stativhöhe und Steifigkeit für angenehmen Einblick im Zenit (Zenitspiegel mal vorausgesetzt). All dies dürfte für Dein Budget sehr eng werden. Noch ins Budget passende "Kompromisse" würde ich als leistungsmäßig eher eingeschränkt beurteilen.

SCs finde ich nicht wirklich allroundig, da die doch erhöhte Obstruktion im Hochvergrößerungsbereich zuschlägt und aktive Ventilation solcher Geräte ziemlich schwierig realisierbar ist.

Aufgrund Deiner Lidl-Montierungserfahrung zu folgern, daß dies Deine zukünftige Montierungsweise (parallaktisch) sein wird, halte ich für kühn. Ich würde erstmal andere ausprobieren, bes. Dobson. Das werden Dir die Kollegen in der Nähe sicher einmal zeigen und Du kannst das ausprobieren.

Für Dein Budget würde nach meinem Ermessen entweder eine halbwegs suboptimale parallaktische Komplettausstattung gehen, also: Stativ, Monti-Kopf, Motoren, Polsucher, Gegengewichtsstange plus Gegengewicht, Steuerung, Stromversorgung, Scope, Minimalausstattung an Okularen. Große Reserven bei der Montierung würde ich im Budget nicht sehen (späteres größeres Gerät wäre dann untermontiert, wackelig, windanfällig). Fotographischen Ansprüchen (Langzeit, fokal) wird das Budget mit mittlerer Öffnung bereits nicht gerecht.

Für das Budget würde allerdings ein allroundiger Dobson samt hochwertiger Okularausstattung für den gesamten riesigen Arbeitsbereich des Gerätes gehen. Zum Dobson habe ich kürzlich noch hier detailliert Vorzüge und Leistungsaspekte dargestellt, einfach mal in ein paar Diskussionen reinschauen oder über meinen Namen hier suchen...

Am besten wird Dir die praktische Erfahrung helfen, ich wünsche Dir Kontakte zu Sternfreunden in der Nähe,

klare Himmel und Top-Bedingungen,

Matthias.
 
Re: Aufstiegsgerät - Anforderungen und Bedingungen

Moin

Wie immer
Das Ultimative Superteleskop,der Dobson.
Egal welche Anforderungen gestellt werden,kauft dir ein Dobson.
Nur weil man sich nichts anderes leisten kann,ist es noch lange nicht das Teleskop schlecht hin.

Manfred
 
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