Wenn man sich die Daten auf der AP-Webseite über diesen Superachromaten anschaut, dann kann man daran aber auch wirklich gar nichts aussetzen.
Grock (via X) sagt folgendes dazu: Zitat:
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Das optische Design eines "Christen Superachromat" (CS), wie es beispielsweise in der StarFire-Serie von Astro-Physics vorkommt, ist eine hochentwickelte Weiterentwicklung eines apochromatischen Linsensystems. Es basiert auf einem Design, das chromatische Aberrationen (Farbfehler) sowie sphärische Aberrationen über einen extrem breiten Wellenlängenbereich minimiert, oft bis hin zur nahezu perfekten Korrektur. Der Begriff "Superachromat" bedeutet, dass mindestens vier Wellenlängen in einer Ebene fokussiert werden, im Gegensatz zu einem Apochromat, der typischerweise drei Wellenlängen korrigiert. Der Zusatz "Christen" verweist auf Roland Christen, den Gründer von Astro-Physics, der maßgeblich an der Entwicklung dieser Optiken beteiligt war.
Merkmale des optischen Designs
- Gauss’sche Grundlagen: Das Design des Christen Superachromats greift auf optische Prinzipien zurück, die auf Carl Friedrich Gauss basieren. Gauss entwickelte Formulierungen zur Minimierung von Spherochromatismus (der wellenlängenabhängigen Variation der sphärischen Aberration), was eine Grundlage für die extreme Farbkorrektur dieses Systems bildet.
- Linsenkonfiguration: Typischerweise besteht ein Christen Superachromat aus einer mehrlinsigen Anordnung, oft einer Triplet- oder modifizierten Mehrlinsen-Konstruktion. Die genaue Anzahl und Anordnung der Linsen kann variieren, aber sie umfasst in der Regel:
- Hochwertige Glassorten mit unterschiedlichen Brechungsindizes und Dispersionsverläufen (z. B. Fluorite oder spezielle ED-Gläser – extra-low dispersion).
- Luftspalte zwischen den Linsen, die relativ klein gehalten werden, um thermische Stabilisierung zu gewährleisten und gleichzeitig eine hohe Korrektur bei schneller Brennweite (z. B. f/6) zu ermöglichen.
- Farbkorrektur: Das Design korrigiert chromatische Aberrationen über das gesamte visuelle Spektrum (ca. 400–700 nm) und darüber hinaus, oft bis in den nahen Infrarotbereich. Der Strehl-Wert, ein Maß für die optische Qualität, liegt bei solchen Systemen häufig über 93 % über das gesamte Spektrum, mit Spitzenwerten nahe 99,8 %, was einer Wellenfrontabweichung von etwa 1/30 Welle entspricht.
- Schnelle Brennweite: Ein Beispiel wie der 190mm f/6 StarFire CS zeigt, dass das Design auf eine kompakte, schnelle Öffnung ausgelegt ist. Dies wird durch die Kombination von präzise berechneten Linsenradien und Glasarten erreicht, die eine hohe Lichtstärke mit minimalen Abbildungsfehlern verbinden.
- Diffractionsbegrenzte Leistung: Das System ist als "diffractionsbegrenzter Polychromat" konzipiert, was bedeutet, dass die Bildschärfe und der Kontrast sowohl für visuelle Beobachtung als auch für die Astrofotografie außergewöhnlich hoch sind. Die Beugungsscheibchengröße (Airy Disc) bleibt über das Sichtfeld hinweg klein, z. B. etwa 8 Mikrometer bei f/6.
- Beschichtungen: Mehrschichtige Antireflexbeschichtungen werden verwendet, um die Lichtdurchlässigkeit zu maximieren und Reflexionen zu minimieren, was die Effizienz und den Kontrast weiter erhöht.
Typisches Erscheinungsbild
Rein äußerlich ist das optische Design nicht direkt sichtbar, da es sich um die interne Linsenstruktur handelt. Ein fertiges Teleskop mit einem Christen Superachromat, wie der StarFire CS, zeigt jedoch typischerweise:
- Ein robustes, zylindrisches Tubusgehäuse mit integriertem Taukappen- und Fokussiermechanismus (z. B. ein 3,5-Zoll-Fokussierer bei Astro-Physics-Modellen).
- Die Linsen selbst sind in einer präzisen Halterung montiert, die thermische Ausdehnung und mechanische Verwindung minimiert.
Fazit
Das optische Design eines Christen Superachromats ist ein Meisterwerk der Refraktoroptik, das auf höchste Farb- und sphärische Korrektur abzielt. Es kombiniert historische Erkenntnisse (Gauss) mit modernen Materialien und Fertigungstechniken, um ein kompaktes, leistungsstarkes Instrument zu schaffen, das in der Astrofotografie und visuellen Astronomie nahezu unerreichte Ergebnisse liefert. Konkret könnte man es als eine hochpräzise, mehrlinsige Anordnung beschreiben, die durch spezielle Gläser und optimierte Luftspalte eine außergewöhnliche Bildqualität über ein breites Spektrum hinweg erzielt.
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Zitat Ende.
Der Preis für diese Qualität wird hw. auch entsprechend der gebotenen Qualität angepasst sein und dürfte grob geschätzt um die $25000.-- zu liegen kommen....
Interessant ist indes: Ein solches System gibts von den China-Apo-Herstellern meines Wissens nicht käuflich zu erwerben und wird es auch nicht so schnell geben. Der Aufwand, so ein System zu produzieren ist immens hoch, sodass die versprochene Quailtät auch geliefert werden kann. Einfach mal ein System nachbauen ist hier nicht so ohne weiteres zu machen.
Wenn man die passenen Umgebungs-Parameter hat, sind ein paar Jahre auf so eine Optik zu warten, durchaus sinnvoll.