Endlich wieder F/6 APOs (Astro Phycics 155CS u. 190CS )

Wenn man sich diesen Bericht hier anschaut:


Dann sind obige Überlegungen eher "akademischer" Natur. Diesem Test zur Folge sollte es visuell praktisch belanglos sein, ob man nun ein APM 140SD / APM 152F6 SD oder einen TOA 130 visuell benützt. Das Auge ist bei Dunkeladaption im tiefen Rot sehr unempfindlich und daher spielt es praktisch keine nennenswerte Rolle, wenn die Strehlkuve im langwelligen Bereich etwas abfällt. Im blauen Berich schauts etwas anders aus.
Visuell sollte also ein Gerät wie der APM 140SD mehr oder weniger perfekt sein, da dieses Gerät schneller auskühlt, weniger Glas-Luftflächen hat und damit eine bessere Transmission und im visuell wichtigem Spektrum sehr gute Performance liefert.
Fotografisch schauts vielleicht etwas anders aus, da die Astrokameras auf den Randbereich des visuellen Spektrums ganz anders reagieren als das menschliche Auge. Hier kann ein guter P-N-P-Refraktor wie der eingangs erwähnte AP155CS dann trotz des schnellen Öffnugnsverhältnisses duchaus entscheidene Vorteile für sich verbuchen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt auch einen 140/910 Apo von Omegon und einen mit gleichen Eckdaten ebenfalls 140f6,5 von TS als 140 f6,5 Super Apo. Beide werden mit zwei ED Linsen beworben evtl steckt da ein wie von Gerd erwähntes P-N-P Design drin?

Diese Triplets haben in der Tat ein P-N-P Design.



Allerdings offenbar ohne eine besondere Korrektur des Gaußfehlers wie man am LSA Diagramm sieht.


Der Gaußfehler muss über die Luftspalte korrigiert werden was je nach Glaspaarung in der Regel zumindest einen größeren Luftspalt erfordert.
Bei erstklassig korrigiertem Gaußfehler sieht ein LSA Diagramm so aus.

LAS-PNP.jpg


Grüße Gerd
 
Hallo Walter,
der RC-Wert ist eine "Indexzahl" welche Angaben darüber macht wie groß der Farbfehler ist.
Er wird durch Schnittweitenmessung der unterschiedlichen Fokusabstände der Farben F und C ermittelt mit der Bezugswellenlänge e.
Deren Abstand wird ins Verhältnis zur Wellenoptischen Schärfentiefe, sprich dem Beugungsscheibchen gesetzt.
Das Ergebnis ergibt folgendes Klassifikationsschema:
<1=APO
<2=Halb, oder Semi-APO
>2=Achromat

Da der Farbfehler auch von der Vergrößerung abhängig ist, bzw. mit der Vergrößerung proportional zunimmt, kann man die RC-Indexzahl auch mit der Austrittspupille verrechnen.
Dazu hat Gerd hier einen sehr guten Beitrag geschrieben.
LG
 
Visuell sollte also ein Gerät wie der APM 140SD mehr oder weniger perfekt sein, da dieses Gerät schneller auskühlt, weniger Glas-Luftflächen hat und damit eine bessere Transmission und im visuell wichtigem Spektrum sehr gute Performance liefert.
Diese Überlegung hat mich zum etwas kleineren 125f7,8 greifen lassen und der ist visuell für mich ein Volltreffer. Vom 140er würde ich ähnliches erwarten, vielleicht in wenigen Beobachtungssituationen bei Hochvergrößerung ein Hauch mehr Farbe dafür aber: dafür in jeder Beobachtungssituation 15mm mehr Öffnung die mehr Licht in's Auge bringt das hilft bei der Wahrnehmung ebenfalls. Polystrehl ist nicht immer alles. Farbe fällt halt vor allem an hellen Objekten auf wenn die Dunkeladaption nicht einsetzt.


Viele Grüße Felix
 
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