AstroGerdt
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
mit neuer Ausrüstung kommen immer auch neue Herausforderungen. Dieses Mal kämpfe ich mit der Entfernung von Gradienten.
Bevor ich das eigentliche Problem näher beschreibe, hier mal kurz mein Workflow mit allem, was mir relevant erscheint:
- Aufnahme der Bilder mit Taukappe als Schutz gegen Streulicht
- Kalibrierung mit anständigen Flats (und Darks, Bias)
- Stacking mit WBPP in PixInsight (Local Normalization ist dabei aktiviert, um möglichst wenige komplexe Gradienten zu erhalten)
Danach ist dann immer noch (wie zu erwarten) ein starker Gradient durch die Lichtverschmutzung zu erkennen. Siehe hier (Rohstack frisch aus WBPP):
Diesen Gradienten entferne ich, indem ich per MultiscaleMedianTransform zunächst alle kleinskalierten Bildanteile entferne und anschließend mittels DynamicBackgroundExtraction ausreichende samples in dem Bild verteile. MMT wende ich an, um für die samples störende Sterne möglichst zu reduzieren und Einflüsse durch Rauschen kleinzuhalten. Dabei kommt dann sowas in der Art raus:
In dem Zustand sieht das Bild für mich jetzt komplett frei von Gradienten aus. Oder seht ihr da noch etwas?
Nach einer fotometrischen Farbkalibrierung wende ich jetzt Starnet (V2) an. Wenn ich jetzt auf das Sternlose Bild eine ScreenTransferFunction anwende, erhalte ich folgendes Bild:
Hier ist jetzt oben links ein deutlicher Gradient zu erkennen.
Wenn ich das Bild noch weiter strecke wird dieser Gradient schließlich so stark, dass er das Gesamtbild deutlich beeinträchtigt.
Aktuell behelfe ich mir damit, dass ich jetzt noch einmal DBE anwende. Das Problem ist nur, dass ich mir damit die fotometrische Farbkalibrierung zunichtemache. Die Objekte haben also spürbar andere Farben. Außerdem müsste es doch möglich sein, auch so schwache Gradienten bereits früher zu entfernen, oder?
Wie geht ihr mit so etwas um? Könnt ihr mir vielleicht weiterhelfen, wie ich die Gradienten in den Griff bekommen könnte?
CS Gerrit
mit neuer Ausrüstung kommen immer auch neue Herausforderungen. Dieses Mal kämpfe ich mit der Entfernung von Gradienten.
Bevor ich das eigentliche Problem näher beschreibe, hier mal kurz mein Workflow mit allem, was mir relevant erscheint:
- Aufnahme der Bilder mit Taukappe als Schutz gegen Streulicht
- Kalibrierung mit anständigen Flats (und Darks, Bias)
- Stacking mit WBPP in PixInsight (Local Normalization ist dabei aktiviert, um möglichst wenige komplexe Gradienten zu erhalten)
Danach ist dann immer noch (wie zu erwarten) ein starker Gradient durch die Lichtverschmutzung zu erkennen. Siehe hier (Rohstack frisch aus WBPP):
Diesen Gradienten entferne ich, indem ich per MultiscaleMedianTransform zunächst alle kleinskalierten Bildanteile entferne und anschließend mittels DynamicBackgroundExtraction ausreichende samples in dem Bild verteile. MMT wende ich an, um für die samples störende Sterne möglichst zu reduzieren und Einflüsse durch Rauschen kleinzuhalten. Dabei kommt dann sowas in der Art raus:
In dem Zustand sieht das Bild für mich jetzt komplett frei von Gradienten aus. Oder seht ihr da noch etwas?
Nach einer fotometrischen Farbkalibrierung wende ich jetzt Starnet (V2) an. Wenn ich jetzt auf das Sternlose Bild eine ScreenTransferFunction anwende, erhalte ich folgendes Bild:
Hier ist jetzt oben links ein deutlicher Gradient zu erkennen.
Wenn ich das Bild noch weiter strecke wird dieser Gradient schließlich so stark, dass er das Gesamtbild deutlich beeinträchtigt.
Aktuell behelfe ich mir damit, dass ich jetzt noch einmal DBE anwende. Das Problem ist nur, dass ich mir damit die fotometrische Farbkalibrierung zunichtemache. Die Objekte haben also spürbar andere Farben. Außerdem müsste es doch möglich sein, auch so schwache Gradienten bereits früher zu entfernen, oder?
Wie geht ihr mit so etwas um? Könnt ihr mir vielleicht weiterhelfen, wie ich die Gradienten in den Griff bekommen könnte?
CS Gerrit