eos equipment für astrofotografie

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Trandull

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hallo !

erstens: Wieso schreibt ihr immer hallo namenloser, hier steht doch ein name , oder nicht ?

zweitens: hab mir jetzt eine eos 600d bestellt und lasse diese dann astro modifizieren.

meine frage ist nun , was brauche ich jetzt am besten für zubehör, sprich: filter, stromversorgung, live view, etc.

könnte mir jemand vielleicht etwas bestimmtes empfehlen?

danke im vorraus !
 
Hallo Trandull,

Dein Name klingt halt eher nach einem Alias oder Nickname. Da liegen solche Kommentare halt nahe. Zumal Du Dein Posting nicht unterschrieben hast, wie es hier im Forum üblich ist.

An Zubehör zu der 600D? Zum Beispiel eine Montierung, ein Teleskop, ein IDAS LPS, ein MGEN, externe Stromversorgung, ein Notebook, etc.
Da Du nicht schreibst was Du bereits hast und was Du mit der Kamera vorhast, ist es schwierig Dir einen Ratschlag zu geben.

Bis dann:
Marcus
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo "wer auch immer Du bist" ;)

zu der 600D enmpfehle ich einen Netzstromadapter (z.B. bei Teleskop-Express zu beziehen) und ein Canon Bajonett auf 2" Anschluss (selbiger Laden, bzw. gaaaaanz viele andere Läden im Internet), damit Du die Kamera an Dein Teleskop bekommst.

Filter? Na kommt darauf an was und wo Du fotografieren willst, wie Marcus schon sagte. Auch gut wäre zu wissen welches Teleskop Du nutzen willst.

Ach ja - übrigens, der LiveView ist bei der 600D vom Werk aus schon verbaut, das brauchst Du nicht mehr extra dazu kaufen :totlach:

Gruß und viel Erfolg,
Ernie
 
Hi Trandull,

erstens: Wieso schreibt ihr immer hallo namenloser, hier steht doch ein name , oder nicht ?

wir reden uns entweder mit unserem Vornahmen oder mit dem Spitznahmen an. Unsere "Astroszene" ist sooo klein, daß man sich nach ner Weile bei Tagungen, Teleskoptreffen, Messen oder Workshops fast zwangsläufig über den Weg läuft. Viele kennen sich also auch im realen Leben. ;)

meine frage ist nun , was brauche ich jetzt am besten für zubehör, sprich: filter, stromversorgung, live view, etc.

könnte mir jemand vielleicht etwas bestimmtes empfehlen?

Dazu sollten wir wissen, was konkret Du mit der 60D(a) anstellen möchtest. Sollen es Strichspuren werden, Planeten oder Deepsky-Fotos?

Um zu beraten, sollten wir auch wissen, was Du an Stativ, Montierung, Optik (Teleskop oder Fotoobjektiv(en)?) verwenden möchtest. Und von wo aus Du fotografieren (Großstadt, Kleinstadt, dunkles Land, Gebirge) möchtest.

Wir können keine Gedanken lesen, Du mußt schon ein bissy konkreter werden. ;)
 
ok also ich habe ein 10 " newton von skywatcher und wechsle jetzt die neq5 auf neq 6.

ich wohne am land wo es noch relativ "dunkel " ist.

das mit dem live view weis ich ja das eingebaut ist, aber ich dachte ja da eher an eine wifi lösung.

interessiert bin ich an deepsky objekten.

ich habe auch ein iphone und ipad falks man da was machen kann.

L.G. Dietz.

 
Hallo Dietz,

Nun lass Dir doch nicht alles aus der Nase ziehen.

Welcher 10"-Newton?
Welche EQ-6 mit welcher Steuerung?
VTSB-Upgrade?
Was verstehst Du unter einer Wifi-Lösung?
Was haben iPhone und iPad damit zu tun (außer Dir im Dunklen die Dunkeladaption zu versauen)?

Ansonsten brauchst Du noch eine Adapterlösung, einen Komakorrektor, ein Autoguiding-System. Und einen windstillen Beobachtungsort. Denn eigentlich ist die EQ-6 mit einem 10"er fotografisch sehr grenzwertig belastet. Da gehört eigentlich eine G-11 oder eine EQ-8 drunter.

Bis dann:
Marcus
 
Hallo Dietz,

hab ich das richtig verstanden, Du möchtest völlig ohne vorherige Erfahrung von Astrofotografie mit kleineren Optiken, Autoguiding und Bildbearbeitung jetzt mit einem 10" Newton auf einer NEQ6 einsteigen?

Falls ja, solltest Du das nochmal überdenken. Das geht sowas von in die Hose.

Warum?

Astrofotografie ist nicht "Kamera an den Okularauszug flanschen, abdrücken und es purzelt ein fertiges Bild aus der Kamera". :mauer:

Das wichtigste bei der Astrofotografie ist die Montierung. Sie muß stabil sein, das Stativ darf sich bei Windlast nicht in sich verdrehen. Gleiches Gilt für die Montierung. Und ein Teleskop darf sich auch nicht in sich verwinden.

Wenn ein Händler die Montierung mit 20 kg Tragekraft bewirbt, dann mußt Du von diesen 20 kg erstmal 1/3 abziehen. Denn die Tragelast bezieht sich auf visuelle Nutzung. Deine Augen machen keine Langzeitbelichtung. Du (bzw Dein Gehirn) ignorierst die Zittermomente aufgrund von Windlast, Behrührungen, Scharfstellen... Eine Kamera ignoriert das nicht. Jede Erschütterung, jedes Zittern wird auf dem Chip festgehalten.

Diese Fausformel mit dem Abziehen von 1/3 der Tragelast ist eine Erfahrung der Fotografen aus der Praxis.

Der 10" Newton ist fotografisch vie zu schwer, sperrig, windanfällig für die Montierung, wenn Du Langzeitbelichtungen machen möchtest. Der wird Dir keine runden Sterne liefern, sondern Eier oder Zickzacklinien. :smiley64:

Rohbilder mit solchen Sternabbildungen lassen sich nicht vernünftig weiterverarbeiten (Stacken, spreizen, schärfen...). :krank:

Neben dem reinen Gewicht vom Tubus samt Rohrschellen mußt noch das Gewicht vom Komakorrektor, Off-Axis-Guider oder Leitrohr, Guidingkamera, Zwischenringen, EOS und dem Kabelsalat mit rein rechnen. Lose herabhängende Kabel z.B. reichen aus, um bei einem moderaten Wind die Bilder zu verwackeln. Weil deren Schwingungen übertragen werden. :teufelgrr:

Nach dem Montierung kommt die Nachführung. Ebenfalls ein sehr wichtiger Punkt. Die Nachführung muß so genau sein, daß ein Stern über 5 oder 10 Minuten nicht mehr als 1 Bogensekunde von seiner Mittenposition auf dem Chip abweichen sollte. Von Haus aus schafft das keine Montierung von Skywatcher. Darum nimmt man entweder einen Off-Axis-Guider oder ein Leitrohr, steckt da eine sehr empfindliche Kamera rein und mißt jede Sekunde die Abweichung von der Sollposition. Ist die Abweichung größer als 1/4 Bogensekunde, wird vom Guidingproggy ein Korrekturbefehl an die Montierung geschickt, um der beginnenden Abweichung entgegenzuwirken. :augenrubbel:

Damit die Sterne am Rand Deines Kameragesichtsfeldes auch noch rund sind, muß ein Komakorrektor passend zum Öffnungsverhältnis Deines Newtons gewählt werden. Der beseitigt dann die bauartbedingte Koma des Newtons. Ohne sehen die Bilder einfach nur Schei...e aus. :smiley65:

Je nachdem, ob das Fotomotiv ein Linienstrahler (Emissionsnebel, Supernovaüberrest, PN) oder ein kontinuierlich leuchtendes Objekt (Galaxien, Sternhaufen, Reflexionsnebel) ist, sind dann entsprechende Filter hilfreich.

Dann die Optik - die sollte sehr gut justiert sein, sonst schaut das Rohbild ebenfalls Schei...e aus. :smiley60:

Jetzt kommt die Scharfstellung. Dabei darf der Okularauszug nicht wackeln oder verkippen. Und muß über Stunden hinweg den Fokus halten. Und bei der Brennweite mußt auch regelmäßig nachfokussieren. Weil sich die Temperatur im Lauf der Nacht ändert und damit der Fokus. :o

So, wenn jetzt alles zusammenpaßt, dann kommt die Belichtungszeit ins Spiel. Es gibt nur eine handvoll Motive, die mit weniger als 2 Stunden Belichtungszeit gut ausschauen. Die meisten Motive benötigen leider viel mehr Belichtungszeit.

Schau doch mal in der Galerie oder bei Astrobin auf die Daten unter den Bildern. Da steht dann so kryptischer Zeug wie "H-Alpha/RGB" 10/10 h.

Das bedeutet, daß das Motiv zuerst 10 Stunden mit einem H-Alpha Filter und dann nochmal 10 Stunden ohne den Filter belichtet wurde. In Summe also 20 Stunden!

20 Stunden, in denen der Leitstern nicht mehr als 1/4 Bogensekunde Abweichung haben durfte. :schwitz:

Eventuell tue ich Dir ja unrecht und Du bist der totale Überflieger mit "goldenen Händen", bei dem alles auf Anhieb klappt. Normal ist das aber nicht. Normal ist, daß ein Anfänger mit so einem Setup (HEQ-6/10" Newton) auf die Nase fällt und nix auf die Reihe kriegt. Und 12 Monate später landet dann die Ausrüßtung im Bieteboard.

Kauf Dir nen kleinen ED-Refraktor oder klemm die EOS mit nem Teleobjektiv auf die HEQ5/6 und übe damit. Also mit Brennweiten unter 500 mm. :Trost:

- Objekt ansprechend auf dem Chip platzieren (=Bildkomposition)
- Objekt scharfstellen
- Objekt guiden mit Belichtungszeiten von 5 oder 10 Minuten

mit den so gewonnenen Rohdaten übe dann die Bildbearbeitung. Dafür brauchst dann nochmal so viel Zeit vor dem Rechner wie für das reine Belichten.

Und in 2 oder 3 Jahren hast dann ein oder zwei dutzend schöner Motive abgelichtet, falls das Wetter mitspielt. :)

Um die richtigen Parameter (Agressivität in RA/DE, Hysterese, Minimal/Maximalabweichung, Belichtungszeit der Guidingcam, Guidingintervalle) für das Guiding zu finden, habe ich alleine 20 oder 30 Nächte gebraucht. Die Bildbearbeitung übe ich nach 3 Jahren Deepsky-Fotografie noch immer, weil jedes Motiv anderst bearbeitet werden muß.

Mit der dann gewonnenen Erfahrung und erneut angespartem Geld kannst in Geraffel für größere Brennweiten investieren. :super:

Als blutiger Anfänger mit 10" zu beginnen, ist wie als Beifahrer in einem Pkw ohne Führerschein und Fahrpraxis sich ans Steuer eines Formel-1 Rennwagens zu setzen und zu glauben, man gewinnt den 1. Platz beim Rennen. :totlach:

 
Hallo Dietz,
also ich kann/muss mich der Meinung von Fee anschließen.
Das wird nichts.
Lass das Dir von mir mit 35 Jahren Erfahrung sagen.
Das ich davon etwas verstehe, zeigen wohl meine Aufnahmen.

Kleiner Refraktor, damit Du Dich auch nicht mit dem Thema Bildfeld rumschlagen musst, z.B. ein Quadrupet von TS.
Dazu gleich OAG und Kamera dafür, Sucherguiding ginge auch. So lernst Du es richtig.
Als Montierung die besser laufenden AZEQ Modelle, die 6er läst sich sehr gut Guiden und Du kannst später aufrüsten. Einen 10" aber bitte nur auf fester Säule.
 
Hallo Dietz,
kann Fee und Stefan nur beipflichten, höre auf die beiden.

Ich habe den gleichen Fehler gemacht, jedoch eine Nummer kleiner: eigtl. wollte ich Astrofotografie mit Teleobjektiven betreiben und habe mir deshalb nach ausgiebiger Beratung durch meinen Händler eine Celestron AVX zugelegt. Tolle Wahl für diesen Zweck! Dummerweise konnte ich aber nicht widerstehen mir noch zusätzlich und ohne vorherige Beratung einen 8" F/4 inkl. OAG anzusschaffen. Und hier nahm dann das Schicksal seinen Lauf: Es klappte nix mehr. Zickiges F/4-System, "hohe" Brennweite, die ersteinmal geguidet werden wollte, kein Plan, wie so ein OAG funktioniert usw....

Ich habe mich dann zu einem Workshop angemeldet, der immer jährlich um die AME (Astromesse) herum angeboten wird. Kann ich nur empfehlen! Dort wurde in einfachen und verdaulichen Worten und vor allem praxisnah (!) der Einstieg in die Deep Sky (und Planetenfotografie) erklärt. Der/dir Referent(in) treibt sich hier im Forum auch herum und erklärt Anfängern immer geduldig die Basics :smiley47: :super:

Nachdem ich dann mit Teleobjektiven Erfahrungen gesammelt habe, komme ich nun auch so einigermassen mit dem 8" F/4 zurecht, wobei dieser auf der Monti ziemlich grenzwertig ist.

Falls Du - so wie ich - vor allem auf Nebel stehst, dann ist eine so grosse Brennweite sowieso kontraproduktiv, da viele - für mich - attraktive Nebel eine kleinere Brennweite erfordern. Selbst für manche Galaxien (z. B. M31) reichen 2-300 mm locker.

 
Hallo,
ich finde das haengt immer davon ab, wie man sich in die Materie reinhaengt.
Mein erstes Fotografie-Skop war auch ein GSO 8" F/4 auf einer NEQ6, und hatte von 0 Ahnung.
Alles neu bekommen im November 2010 und erst die erste Bilder Mai 2011 gemacht. Nix anderes als lesen, lesen , googeln usw. und auch sehr viel hier gelesen, und natuerlich auch Leute PM zugesandt wie wo was berechnet oder gemacht wird. Alleine am Anfang beim GSO die Justerierung ein TERROR.
Astrofotografie ist in sich ein sehr technisches und schwieriges Hobby finde ich ,gerade wenn man als Beginner einsteigt. aber wenn man viel liesst und selbst am Skop probiert, klappt es auch mit der Zeit.
Natuerlich haben Stefan, Fee, Markus usw recht. Aber sage haengt ja nur vom User ab, ob er direkt gutes Ergebniss will oder halt probieren bis es klappt( So wie bei mir )und nicht nach dem 2 Bild wenns nix wird alles in die Pampa schmeissen.
Frust haben auch viele Fortgeschrittene , wo die Monti auch nicht laeuft oder die Justierung nicht klappt oder hier oder da, das muss man mit in Kauf nehmen.
Aber Dietz, was Fee oder Stefan oder die andere Dir in der Sache hier schreiben , kanns ruhig glauben!

Gruesse und trotzdem viel Spass!
CS
Claude
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
danke für die vielen antworten.


ich habe ketzt zurückgeschraubt auf ein 8" auf der eq6.

mal warten bis die guiding cam funktioniert ^^
 
Hi,

ein 8" funktioniert auf der EQ6 sehr gut. Das betreibe ich selbst schon länger. Zusammen mit der Modifizierten Eos kannst Du damit jahrelang Spaß haben.

Gruß Markus
 
Lieber Dietz,

ich kann dir gerne anbieten, dass wir uns zum Thema Astrofotographie generell und mit der 600D direkt austauschen.

Das Beste an der Sache - ich wohne eine halbe Stunde von dir entfernt...Alles Weiter gerne per PN

Die von dir angesprochene WiFi Lösung, Kamerabedienung und und Live-view am Tablet oder Smartphone zu haben gibt es, kostet aber und ich persönlich mag es nicht, ich stelle meine Kamera meist direkt am Body ein und habe einen programmierbaren Funkauslöser bzw. geht all das noch viel besser über Canon Utlities (bei der Kamera dabei)per Schlepptop.

Ich schliesse mich meinen Vorrednern an: weniger (Brennweite) ist manchmal mehr und ich habe mich auch von dem Gedanken verabschiedet, eine "All in one Lösung" zu bekommen - die wirst Du in der Astrofotografie fast nie antreffen.
Beispiel: Du schreibst Du lässt deine 600D modifizieren...

Wo, bei wem und wie - je nach dem brauchst Du evtl. Filter um ZB Infrarotes Licht zu blocken....sonst wird's unscharf.
Diesen Filter brauchst Du aber nur wenn a. alle Filter entfernt wurden und b. wenn Du in deinem Strahlengang ein Glaselement hast (Korrektor etc.)

Stromversorgung: ich arbeite lieber mit Batteriegriffen - ist bei meiner Powerbox eine Belegung weniger und hält auch mindestens einige Stunden.

Oiso, dad gfrein wenn wos zam geh dad,

Alex
 
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