Epsilon-130ED oder TS 150 mm f/2,8 Hypergraph

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Dane Vetter

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Hallo zusammen,

ich habe schon seit längerem im Hinterkopf, mir etwas kleines und schnelles ins Sortiment zu holen. Mir schweben da seit einiger Zeit das beliebte Takahashi Epsilon-130ED, und der TS-Optics 150 mm f/2,8 Astrograph vor.

Welches der beiden weist die bessere Qualität in Bild und Verarbeitung auf, sowie Handling (Justieranfälligkeit, Einfachheit der Justierung)? Ganz unabhängig von Dimensionen, Gewicht und Preis.

Als Kamera würde primäre ein Crop-Sensor eingesetzt werden, aber Vollformat würde ich nicht ausschliessen, was aber wohl beide laut Spezifikation können.

Der Auszug sollte eine ZWO ASI2600er mit Filterschublade, OAG stabil tragen können.

Und was für mich auch interessant wäre, ist der Einsatz mit dem ZWO EAF Fokusmotor welchen ich auch an anderen Teleskopen zusammen mit der ASIAIR einsetze.

Über Erfahrungen würde ich mich da sehr freuen. Danke im Voraus!
 
Moin Dane,
Ich kann nur was zum Epsi sagen.
Gebaut wie ein Panzer, sehr justage stabil und die justage am Stern funktioniert auch sehr gut. Kannst auch Glück haben, das deiner auch schon out of the box sehr gut justiert ist.
Sicher, etwas lichtschwächer, aber dafür mechanisch alles sehr stabil und stimmig.
Einfach in der Handhabung ohne schnickschnack. Konnte bislang kein Temperaturdrift erkennen. Er steht aber auch immer aufgebaut in der Hütte.
Würde ihn mir wieder kaufen!
LG Flo
 
Hi Flo,

Danke für deine Erfahrung. Bezüglich Justage am Stern, eine übliche Justage per Laser oder Justierokular ist auch auch möglich wie bei den üblichen Newtons?

Der Auszug sieht auf den Fotos irgendwie nicht so massiv aus, dafür das es sich hier ja um einen recht kleinen Newton handelt, erscheint mir der Auszug im Vergleich recht klein. Aber vielleicht täusche ich mich da auch. Der hält ja schon ein bisschen was aus oder? :-)

Woraus ich noch nicht ganz schlau werde, ist der Arbeitsabstand. Wenn ich das richtig sehe, ist hier der Korrektor schon eingebaut. Hat man hier die üblichen 55mm oder etwas mehr?
 
Mit laser und Co kannst du natürlich Vorarbeit leisten. Aber bei diesen schnellen Systemen, würde ich immer am Stern endjustieren.
Der OAZ ist stabil, da mach dir keine sorgen. Den EAF bekommst da auch dran gebaut.
Der Korrektor ist verbaut, genau.
Den arbeitsabstand, da muss ich erstmal noch schauen.
Bei der dslr reicht der normale Wide-T Adapter Bajonett.
LG Flo
 
Hallo Dane,

den 150mm Hypergraph hatte ich schon einmal zum Test bei mir. Das ist schon ein ordentliches Gerät. Ich würde schon von einem attraktivem Preis/-Leitungsverhältnis sprechen. Sein OAZ trägt die ASI bestimmt. Ich hatte eine 5D ohne Probleme dran, und die ist richtiger Brocken dagegen. Der Fokusabstand war entgegen der teilweise widersprüchlichen Herstellerangaben doch 55mm ab dem Korrektorgewinde.

Einen Epsi hatte ich noch nicht am Wickel. Daher kann ich mich aber nicht zum direkten Vergleich äußern. Hätte aber eine Vermutung...

Hinsichtlich der Lichtstärke solltest Du beim Vergleich vorsichtig sein und selber einmal die effektive Lichtstärke berechnen. Also die Abschattung durch den Fangspiegel von der Öffnung abziehen. Meiner Erfahrung nach macht Tak das sowieso, andere Hersteller aber üblicherweise nicht. Wenn man die Öffnungsverhältnisse für beide Systeme auf die gleiche Weise berechnet, sieht das manchmal gleich besser für die Epsis aus.

Gruss,
Kai
 
Hallo Dane,

was mich am Epsilon enttäuscht, ist dass der Rotator nicht wirklich genutzt werden kann bei jeder Verstellung muss neu kollimiert werden.
Sollte in der Preisklasse nicht vorkommen.

Gruß Matthias
 
Hallo Dane,

was mich am Epsilon enttäuscht, ist dass der Rotator nicht wirklich genutzt werden kann bei jeder Verstellung muss neu kollimiert werden.
Sollte in der Preisklasse nicht vorkommen.

Gruß Matthias
So lange man keinen elektronischen Rotator benutzt, ist es egal welches Teleskop einen Rotator besitzt und man Manuell dreht. Nachfokussieren muss man überall.
Wir reden ja bei so schnellen Systemen von einer Fokuslage die im 0, Bereich zufinden ist. ?‍♂️
LG Flo
 
Hallo Flo,

nachfokussieren wäre ja kein Problem, aber die Kollimierung läuft weg, beim drehen des Rotators. Lt. Takahashi Europa ist das normal, und man kann da nichts ändern.

Gruß Matthias
 
Hallo zusammen. Danke euch für das Feedback. Aktuell tendiere ich zum Epsilon-130ED da man von dem auch mehr zu lesen bekommt und das offensichtlich auch mehr haben.

Bezüglich dem Rotator muss ich ehrlich sagen, das ich eigentlich immer einen eigenen Rotator im Imagetrain habe, der gleichzeitig auch als Schnellkupplung dient. Deswegen wäre das für mich nicht so tragisch wenn ich den am Teleskop nicht nutzen würde. :-)
 
Hallo Franz, das freut mich, und PS:... meine Harley kommt auch aus St. Pölten! :cool::y:

lg
Niki
 
Hallo,

ich bin sehr glücklicher Besitzer eines Epsilon, und als solcher sehr zufrieden. Dass dieser nur deshalb besser sein soll als ein anderes Produkt, weil er aus dem Hause Takahashi kommt, ist hoffentlich nicht ernst gemeint. Wohl ist es so, dass nichts aus dem Hause Tak günstig ist. Jeder Adapter, Rohrschellen etc. kosten gleich mehr als standart Ware. Ein hübsches Case gibt es ebenfalls nicht bei Tak. Das sollte man beim Kauf im Hinterkopf behalten. Ich habe darum z.Bsp. extra angefertigte Rohrschellen. Die sind günstiger als die originalen, sind halt nicht Hammerschlag grün, aber erfüllen prima ihren Zweck. Case habe ich auch extra gekauft.

Der Epsilon ist m.E. über alle Zweifel erhaben. Die Problematik mit dem Rotator, davon höre ich zum ersten mal, habe das bei meinem Exemplar bisher nicht feststellen können. Dazu muss man sagen, dass ich bisher nur mit DSLRs am Tak gearbeitet habe und noch nicht mit hochauflösenden, kleinpixeligen Kameras. Ich glaube auch nicht dass es mit der Kollimation zusammenhängt, wenn dürfte es ein Problem mit einer Planlage geben, sprich es gibt womöglich einen Shift/Tilt und dadurch unrunde Sterne? Ähnliche Problematiken tauchen beim FSQ106 auf (Stichwort Captainswheel).
Ich werde das mal mit dem Laser kontrollierenan bei meinem Exemplar.

Der TS Hypergraph ist ein Sharpstar, der nur in D unter dem Label TS verkauft wird. Habe ihn zwar selber nicht, höre aber aus unterschiedlichen Ecken von Problemen. Dinge die ich selber sehe sind die Sternabbildung, die definitiv schöner beim Tak ist. Berichtet wurde mir aber auch von einem Konstruktionsfehler, der es verhindert gute Flats zu machen. Ein Händler sagte mir, dass der Sharpstar optisch nicht so prickelnd sein. Und hier im Forum gabs mal einen langen Thread zum Thema Planlage.

Das einzige wo ich vor dem Kauf beim Epsilon Zweifel hatte, war der OAZ. Der sah auf Fotos irgendwie "billig" aus, aber das täuscht. Die ganze Mechanik ist purer Genuß. Ich überlege derzeit ein Video über den Epsilon zu machen. Darin werde ich sicher im Detail auf einige Dinge eingehen.

Hier ein paar Bilder:

CS Frank
 
Hallo Frank,

die Problematik mit dem Rotator, wenn es denn wirklich ein Problem ist, ist in einigen Foren zu lesen. Beim Epsilon 180 wohl immer vorhanden, was ich so gelesen habe.
Würde mich interessieren, ob du auch dieses Phänomen am Epsi hast. Scheint bei einigen Epsis mehr oder weniger starkt ausgeprägt vorhanden zu sein.

Gruß Matthias
 
Ich überlege noch einen Blendenring nachzurüsten, aber auch nur weil es geht, und weil ich evtl. jmd an der Hand habe, der das in hoher Qualität herstellen kann. Auf eine 3D Druck Variante möchte ich verzichten. Wohl sind die Spiegelkanten geschwärzt, das war ab Werk nicht so!

CS Frank
Möchtest du aus einem bestimmten Grund die 3D Druck Variante meiden? So wie ich das regelmäßig lese, lassen sich viele ihren Blendenring für ihr Newton einfach drucken und scheinen damit zufrieden zu sein. Ich erwärte demnächst selbst einen für mein 10" Newton. Ist das einfach dein persönliche Anspruch auf höchste Qualität, oder hast du Bedenken bei der Möglichkeit der Montage des Blendenrings genau in diesem Teleskop? Oder allgemein vielleicht sogar schlechte Erfahrungen mit 3D gedruckten Blendenringen?
 
Hi,

ja, so generell mein hoher Anspruch. Ich würde das aus schwarz pulverbeschichtetem Alu machen wenn. Ich habe selber keinen 3D Drucker, aber bei anderen Astros schon Druckteile gesehen, und auch gesehen wie schnell diese kaputt gehen. Ich denke mal der Kunststoff ist nicht Temperaturbeständig, verformt sich also womöglich, er wirkt auf mich zudem brüchig, und er reflektiert m.E. Und das wäre für mich ein Ausschlusskriterium. Lasse mich da aber auch eines besseren belehren.

CS Frank
 
Dass dieser nur deshalb besser sein soll als ein anderes Produkt, weil er aus dem Hause Takahashi kommt, ist hoffentlich nicht ernst gemeint.

Doch, das war absolut ernst gemeint. :):y:

Der Epsilon ist m.E. über alle Zweifel erhaben.

Ich denke, das ist wohl auch ernst gemeint. :coffee:

lg
Niki
 
Hallo zusammen. Danke euch für das Feedback. Aktuell tendiere ich zum Epsilon-130ED da man von dem auch mehr zu lesen bekommt und das offensichtlich auch mehr haben.

Bezüglich dem Rotator muss ich ehrlich sagen, das ich eigentlich immer einen eigenen Rotator im Imagetrain habe, der gleichzeitig auch als Schnellkupplung dient. Deswegen wäre das für mich nicht so tragisch wenn ich den am Teleskop nicht nutzen würde. :)



Denk dran, zu den fast 2700 EUR, die der Epsilon kostet, nochmal 290,-EUR für den Mikrofokussierer zurückzulegen.
Man kann schließlich nicht verlangen, dass der für das bißchen Geld dabei ist. ;)

Und für 290,-EUR kannst Du auch nicht verlangen, dass es ein 1:10-MF ist (der würde vermutlich 1200,-EUR kosten), daher gibt es nur 1:7, was bei so schnellen Systemen natürlich viel besser ist als 1:10........
Dafür ist er innendrin bestimmt aus Platin, Diamenten und Feenstaub aufgebaut.

*kopfkratz* :ROFLMAO:

Viele Grüße
Thomas
 
Denk dran, zu den fast 2700 EUR, die der Epsilon kostet, nochmal 290,-EUR für den Mikrofokussierer zurückzulegen.
Man kann schließlich nicht verlangen, dass der für das bißchen Geld dabei ist. ;)
Den brauchst überhaupt nicht. Kannst auch Ohne wunderbar scharfstellen.
Und was für mich auch interessant wäre, ist der Einsatz mit dem ZWO EAF Fokusmotor welchen ich auch an anderen Teleskopen zusammen mit der ASIAIR einsetze.
funktioniert. Hab ich auch dran. Und eine wirklich nicht leichte Moravian G2 mit OAG. Der OAZ ist auch wirklich sehr schön einzustellen. Ich persönlich kann Dir, ohne den Sharpstar zu kennen, nur zum Epsilon raten. Günstigere Tubusschellen gibts auch von PrimaLucelab. Du kannst sie Dir natürlich auch fräsen lassen.
 
Ich schätze mal wenn man einen Fokusmotor wie z.B. den ZWO EAF anbringen will, fällt der Mikrofokussierer flach?

Also alleine das Feedback hier lässt die Entscheidung auf das Epsilon-130ED fallen. Die aktuelle Liefersituation sieht wohl auch so aus, das ich mich auch erst im Februar damit beglücken kann. Was jetzt nicht tragisch ist, aber es zeigt wohl auch das hier eine gewisse Nachfrage besteht.

@Hanibal - Weisst du gerade welche Tubusschellen von PrimaLucelab das wären? Ich bin noch am überlegen das Komplettpaket zu nehmen, oder nur den Tubus. Den Sucher vom Komplettpaket benötige ich zum Beispiel nicht bzw. hätte lieber einen normalen Sucherschuh dran, an dem ich einen Leuchtpunktsucher montieren kann.

Und auch gut zu wissen das der EAF an den Auszug passt. Ich nutze den EAF schon an zwei Teleskopen mit der Asiair, da sollte es hier dann gleich sein.

Danke!
 
Würde mich auch mal interessieren, wie groß der Wertanteil für das reine Label ist.

Nun, ich mach dort leider nicht die Kalkulation, würde mich auch sehr interessieren, aber Stückzahl und Lohnkosten sind dort sicherlich anders als in China. Aber aus dem Bauch schätze ich mal 20 - 30%. Wahrscheinlich resultiert auch eine geringe Serienstreuung aus dem Qualitätsanspruch, aber nachdem wir wenig Spiegel und Linsen optisch vermessen, haben wir nicht so gute Zahlen dahinter. Wer wirft schon sämtliche 4", 6" oder 8" 0815 Skywatcher Spiegel zum Vergleich auf eine optische Bank?

Wenn es um Werthaltigkeit geht (solange unser Weltwirtschaftssystem diese Betrachtungweisen noch unterstützt) liegen sicher die teuren Marken vorne. Andererseits verliert man bei günstigen Geräten prozentuell vielleicht mehr, praktisch aber weniger, weil das Zeug schon mal billig war. Ob man nun Markenfetischist ist oder nicht, ich denke, dass Qualität und eine kleinere Streuung der Toleranzen immer im Preis sichtbar werden.

lg
Niki
 
Jetzt wo ich es weis, vermeide ich es eben den Rotator zu drehen.

Nur bei meinen ersten Justageversuchen hab ich nie gewusst warum und wieso der Fokus auf einmal wieder nicht gepasst hat.
Bis ich dann die Ursache hatte. Seither passt die Justage. Nur halt mit der Einschränkung den Rotator eben nicht zu drehen. Sonst ist es womöglich so, das man neu justieren kann und das will ich mir eben ersparen bei f/3.
Bin ja auch nicht der Experte. Der Epsi war für mich schon eine Herausforderung was Justage angeht. Der Epsi ist mein erstes Teleskop und somit hatte ich auch davor nicht s mit justieren zu tun und das hat es mir nicht einfacher gemacht.
 
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