Christian_P
Aktives Mitglied
Vor zwei Tagen habe ich mit meinem kleinen 70/900mm Linsenfernrohr das Vierfachsternsystem Epsilon Lyrae eingestellt, um mal zu schauen, was der kleine da so anstellt. Im Übersichtsokular bei 36facher Vergrößerung leicht aufzufinden, konnte ich die einzelnen Paare bei dieser Vergrößerung noch nicht auflösen. Das 12,5mm Okular bringt eine 72fache Vergrößerung, bei der die Komponenten des Sternpaares nahezu gleicher Helligkeiten (E2 siehe unten) sauber getrennt als feine, kleine Sternscheibchen zu sehen waren. Das andere Paar war etwas undeutlicher aufgelöst. Ich konnte es aber bei genauem Hinsehen dann auch auflösen. Bei 143facher Vergrößerung stand das Vierfachsystem dann sauber und ordentlich getrennt im Gesichtsfeld. Die Sternscheibchen waren bilderbuchmäßig. Als ich dann wieder mit der Vergrößerung zurückgegangen bin, meinte ich, E2 bei 36facher Vergrößerung ansatzweise länglich erkennen zu können.
Fazit: Für ein kleines Fernrohr ist Epsilon Lyrae ein lohnendes und schönes Objekt, das auch zum Testen des Teleskops gut geeignet ist. Das System ist sehr leicht aufzufinden, da es nahe der hellen Vega steht und die beiden Paare gleich hell und deutlich erscheinen.
Daten aus dem Karkoschka:
Abstand beider Paare 209" (Bogensekunden) und Gesamthelligkeiten 4,6/4,7 mag
E1 Abstand 2,4" Helligkeiten 5.0/6.1 mag
E2 Abstand 2,4" Helligkeiten 5.2/5,5 mag
Grüße,
Christian
Fazit: Für ein kleines Fernrohr ist Epsilon Lyrae ein lohnendes und schönes Objekt, das auch zum Testen des Teleskops gut geeignet ist. Das System ist sehr leicht aufzufinden, da es nahe der hellen Vega steht und die beiden Paare gleich hell und deutlich erscheinen.
Daten aus dem Karkoschka:
Abstand beider Paare 209" (Bogensekunden) und Gesamthelligkeiten 4,6/4,7 mag
E1 Abstand 2,4" Helligkeiten 5.0/6.1 mag
E2 Abstand 2,4" Helligkeiten 5.2/5,5 mag
Grüße,
Christian