EQ6 R PRO kein Strom mehr (LED bleibt dunkel)

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oemafr

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Hallo User,

Womöglich bin ich nicht der 1. mit diesem Problem.

PROLOG:
Bis vorgestern Nacht lief alles ganz normal. Mit NINA alles programmiert und im Abschluss korrekt geparkt.
Gestern morgen, bei der letzen Lights Session hat alles irgendwie gestoppt., dh. die Session wurde irgendwie nicht abgearbeitet. Mit dem Laptop kam ich dann nicht zu NINA... Wie auch immer, ich habe alles abgedreht und bin schlafen gegangen.

NEUSTART:
Gestern Abend alles wieder hochgefahren, alles super... bis auf die EQ6,keine Verbindung.
Ich habe dann bemerkt das die Power LED dunkel bleibt. Auch weitere Versuche blieben ergebnisslos.

KONTROLLE:
Heute habe ich alles kontroliert. Kabel ist ok. Nachdem ich dann die Platine geöffnet habe konnte ich bis zum Stromanschluss AUF DER PLATINE Spannung messen. Also Strom kommt noch zu den weissen Stecker AUF der Platine!

Was kann ich noch überprüfen bzw. welche Tip oder Lösung habt ihr für mich?

Hoff es kann mir jemand von euch weiterhelfen. :unsure:

Lg & clear skies 20220314_092637_001.jpg20220314_092607.jpg
Mani
:):)
 
Zuletzt bearbeitet:
Die EQ6 reagiert ein bisschen empfindlich auf Unterspannung. Liegen "echte/gemessene" 12V an, dann ist die interne Messung in der Regel geringer.
Der Synscan HC (FW 4.35.12) zeigt bei mir bei gemessenen 11,98V nur 11,1V an! (Eventuell ist die Anzeige mal in einer späteren FW Version korrigiert worden.)

Das ist dann die Spannung, die auch das Betriebssystem des HC als Eingangsspannung annimmt und entsprechend durch die LED interpretiert. In der Anleitung steht, dass die Monti gerne 12-16V am Eingang sieht. Ist natürlich etwas schwierig bereitzustellen, ausser direkt an einm Auto-Akku. Die meisten Netzteile haben ja auch nur fixe 12V. Es gibt auch Labornetzteil, wo sich die Spannung auf einen etwas höheren Wert (13,8V) einstellen läßt.
EIne höhere EIngangsspannung ist auf jeden Fall vorzuziehen, da die EQ6 eine interen Leistungsregelung hat. Bei höherer Spannung sinkt der aufgenomme Strom.

Ich habe meiner EQ6 ein 12V / 6A Netzteil beschert. Das hält auch kurzzeitigen hohen Belastungen. Inzwischen habe ich es aber durch ein 12V (eingestellt auf13,3V) / 12A ersetzt mit zusätzlichen Ausgängen.

Ein anderer Grund könnte sein, dass Du ggf. irgendwo einen Wackelkontakt (Stecker) oder halb durchgerissenes Kabel hast. Ist meistens dort, wo da Kabel gerne abknickt. Ich würde das Kabel mal anschliessen und Stück für Stück das Kabel etwas knicken, insbesondere an Übergaängen zum Stecker oder Gehäuse und mal schauen, ob was passiert.
Noch ein Grund wäre, dass Dein Netzteil Kälte nicht abkann.

So, dass wären mal meine ersten Ideen.

Grüße
Hartmut
 
Hallo Hartmund,
Danke für deine rasche Antwort. Leidrr habe ich deine Tips svhon ausprobiert. Ich bin jetzt im Haus und sowohl Temperatur & Spannung sind ok. Ist ja alles in dieser yKonfig schon länger gelsufen...!?

Lg Mani
 
Prüf mal, ob es auf der Platine eine Schutzdiode gibt und ob man die SPannung dahinter noch messen kann. Müßte direkt vor oder hinter dem Schalter auf der Platine sein. Das Gehäuse sollte etwas dicker sein.
 
Mainboard_Spannungsregler.jpg


Das hier könnte ein Spannungsregler sein. Leider kenne ich nicht den Typ und die Beschaltung. Hat dann folgende Pins:
- Masse
12V Eingang
xV Ausgang

Ansonstem, wenn Du sagst, dass die Spannung bis auf der Platine zu messen ist, dann der vermutlich relativ dicken Leitbahn immer weiter folgen zu den entsprechenden Bauteilen. Irgendwas verbrannt?
 
Hallo thomas,
Sieht bei mir ein wenig anders aus...
Die Spannung vom Netzgerät zum Stecker auf der Platine ist ca 12.5V, das Kabel zum Schalter ist bei ausgeschaltet!!! -12.5V (bei eingeschaltet ein 0V).
Lg Mani
 

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OK, Du hast das alte Board. Das neue nennt sich MC015 und ist ein Universalboard für verschiedene Montis. Nur für den Fall, dass Du es neu kaufen mußt.
Ansonsten, die Wahrscheinlichkeit, dass der Fehler in der internen Spannungsversorgung bzw. Spannungsaufbereitung liegt, ist wie bei den meisten elektronischen Geräten extrem groß. Man muß sich halt mit dem Multimeter vorarbeiten über die Leiterbahnen bis zu dem Punkt, wo die 12V fehlen.
EIne andere Methode ist das durchmessen im Ohm-Messbereich von der EIngangsbuchse bis über die Leiterbahnen. Das sowohl auf der + Seite als auch auf der Masse-Seite.
Wenn bei eingeschaltetem Netzteil bzw. Kippschalter an der Monti die Spannung auf 0V zusammenfällt, dann liegt wohl ein Kurzschluß vor. Die Schaltnetzteile fahren dann runter auf 0V.
Ich nehme an, dass Du kein einstellbares Labornetzteils mit einstellbarer Strombegrenzung hast?

Grüße
Hartmut

 
Hallo Mani,
was war denn letztendlich des Problems Lösung bei dir? Ich habe seit gestern dasselbe Problem. In der Nacht von Montag zu Dienstag lief sie ohne Probleme und am Folgetag ging sie nicht mehr an. Ich werde erstmal das Kabel überprüfen, aber so richtig koscher ist mir das alles nicht (ist ja anscheinend nicht im Betrieb kaputtgegangen und Verpolung ist bei dem Stecker ja eigentlich ausgeschlossen ...).
CS Jonas
 
Hallo Jonas,

ich musste letztendlich eine neue Platine kaufen da die andere einfach nicht mehr Powerl hatte, zumindest konnte ich den kaputten Bauteil nicht finden.
Ich habe das mit einem Astrofreund besprochen der auch schon was geschossen hat UNTER DEN GLEICHEN BEDINGUNGEN die ich jetzt kurz beschreibe.

Ich habe ein Batterie mit 4 Zigarettensteckplätzen zur Verwendung. Während der Session hatte ich 3 in Verwendung und auf der 4. speiste ich zur selben Zeit die Batterie. Als Laie dachte ich mir, sollte das gehen. Profis schütteln jetzt vielleicht den Kopf - keine Ahnung?
An der SELBEN Steckdose hatte ich auch das Netzteil des Laptops angesteckt, welcher nach Beendigung der Session von einem Tool in NINA ein Shutdown durchführte... Hier vermuten wir das die Platine eine Spannungsspitze abbekommen haben könnte.

Ob das die Ursache war werde ich nicht mehr genau erfahren, Strom nehmen UND Batterie speisen zur selben zeit mach ich natürlich nicht mehr.
Wie gesagt, da bin ich voller Laie!!

LG & CS Mani
 
Hallo zusammen,
wenn das Ladegerät ein "Einfaches" war, könnte mit dem Abschalten die Spannung wirklich ansteigen, da die Last weg war.
Mit einem geregelten 13,8 Volt Netzteil sollte es gehen, bei einfachen "KFZ" Ladedinger liegt auch gerne mal 20 Volt an.
Gruß
Andreas
 
Moin,

generell kann ich von der Verbindung von PC-Kompaktnetzteilen und anderen elektronischen Komponenten nur abraten. Nach Auffälligkeiten mit mehreren Laptops ("Zwirbeln" wenn man zwei gleichzeitig berührt) habe ich mehrere (HP, Lenovo) gegeneinander und gegen Erde vermessen. Zwar halten alle die VDE-Regeln betreffend Schutzisolation ein (daher auch der Eurostecker), aber DC-seitig lassen sich mehrere 10V Potenzialunterschied zwischen den einzelnen Netzteilen gegeneinander und gegen Erde feststellen. Das tritt nur bei Netzbetrieb auf. Durch die hohen Taktfrequenzen der Schaltnetzteile werden Spannungen über die galvanische Trennung hinweg gekoppelt, zwar nur mit kleinsten Leistungen, aber für empfindliche Computerchips reicht das, am Unterarm kribbelt es lediglich ...

Da z.B. USB oder RS232C-Stecker ihre Masse auf das Chassis des Rechners beziehen, anders versorgte Geräte aber auf ihre eigene Masse, z.B. die der 12V-Versorgung, können hier schädliche Potenzialunterschiede auftreten, die durchaus elektronische Bauteile zerstören können.

Daher:

Batteriepack laden, ohne angeschlossene Verbraucher.

Mit dem Netz direkt verbundene Geräte nicht via Datenleitungen mit fremdversorgten Geräten verbinden, es sei denn über eine galvanisch getrennte Verbindung (Glasfaserstrecke) oder das netzbetriebene Gerät am Trenntransformator (also erdfrei).

Alle 12V-Verbraucher, ggf. mit Spannungswandler,
- aus einer Quelle versorgen,
- pinibel auf die richtige Verkabelung achten,
- nur sternförmig versorgen,
- keine Schleifen!
- ausreichende Querschnitte und gute Stecker.

Insofern sind die zentralen Versorgungsgeräte die sich immer mehr verbreiten eine gute Sache, Wenn man dann noch 12V-Masse mit dem Teleskop verbindet ist man final auf der sicheren Seite.

Das war immer die Maxime zu meiner Zeit im Messdienst in der Versuchsanstalt München der DB, quasi das erste was man von den Messmeistern eingebläut bekam. So vermeidet man Einkoppelungen und Fremdspannungsschäden an den teuren Geräten.

Der Hinweis, dass die Ladeschlußspannungen einfacher Ladegeräte deutlich über den max. 13,8 / 14,2V liegen, die sie haben sollten, kommt hinzu!

CS
Jörg
 
Hallo zusammen,
wenn das Ladegerät ein "Einfaches" war, könnte mit dem Abschalten die Spannung wirklich ansteigen, da die Last weg war.
Mit einem geregelten 13,8 Volt Netzteil sollte es gehen, bei einfachen "KFZ" Ladedinger liegt auch gerne mal 20 Volt an.
Gruß
Andreas
Hallo Alexander, jep, war ein einfaches :/ Laien sind halt Lain ;)
CS Mani
 
Hallo Jörg,

hätte da noch eine kleine Frage an jemanden der da durchblickt.:):)

Meine jetzige Konstellation ist folgende:

EXTERN:
MGEN, Kamera, Montierung etc. mit 12 V Gelbatterie verbunden.
USB gehen in den Laptop Astrorechner.
LAN Kabel im Netzwerk (A1 Router) am Laptop Astrorechner angeschlossen.
Laptop Astrorechner am Stromnetz.

INTERN:
2 Laptop im Haus auch am Netzwerk (A1 Router) für Remote Verbindung zum Laptop Astrorechner angeschlossen.

Beide Rechner hängen an der 220V Leitung im Haus.

Meine Frage wäre::unsure:

Kann es da Probleme geben wenn beide Rechner am gleichen Stromnetzt hängen?
Probleme durch Netzwerkkabel?

Danke im Vorhinein:D
LG & CS Mani
 
Hallo Mani,

vielen Dank erstmal für die Antwort. Ich konnte gestern dank @rAppel testen, wo der Fehler liegt. Es scheint wie bei dir die Platine zu sein.

Mein Aufbau bestand aus einem Fox Halo 96k Power Pack, wobei ein Steckplatz mit der Pegasus Powerbox (an welcher letztendlich nur der Raspberry hing) und der andere mit der Montierung belegt war. Es hat auch die ganze Session gut funktioniert (sowie das gesamte Jahr zuvor), nur nach dem nächsten anschalten wollte nix mehr funktionieren (zu diesem Zeitpunkt hing ausschließlich die Montierung am Fox).

Die Platine sieht rein optisch auch gut aus und auch die Feinsicherung im Zigarettenanzünderstecker ist noch intakt. Eine wirkliche Ursache erschließt sich mir nicht wirklich.

CS Jonas
 
@Mani
Technisch bzw. funktional gesehen ist das bei Dir im Prinzip alles i.O. und das was Jörg oben beschreibt würde ich in jedem Fall als "Goldene Regeln" betrachten.
Das umzusetzen ist schon nicht immer ganz einfach und für einen Laien schon schwierig.

Ein paar Gedanken dazu:

Was ich etwas merkwürdig finde ist, dass Du den LapTop draussen am 230V(!) Netz hast, aber alles andere per 12V Akku versorgst. Das ist doch lästig, den immer laden zu müssen. Ausserdem hast Du 2 Spannungsquellen ohne gemeinsame Masse, die dann aber wieder über die Schirmung des USB- und des LAN-Kabels verbunden sind. Das ist prinzipiell nicht gut. Nicht, dass da Ausgleichsströme fliessen. Auch das "anstecken" weiterer Verbraucher, insbesondere solcher mit hohem Einschaltstrom kann Spannunsgspitzen erzeugen, gegen die die EQ6 vermutlich wenig gesichert ist.

Dazu kommt, dass die Spannung des Akkus im Betrieb immer weiter absinkt. Die EQ6 Montierung möchte gerne sogar eher eine höhere Spannung als 12V sehen. Die EQ6 ist etwas empfindlich gegen Unterspannung und quittiert dies mit einer blinkenden LED als Warnung.
Sie besitzt auf ihrem Mainboard eine Regelschaltung, die den Motoren immer die gleiche Leistung bereitstellt. Sinkt also die Betriebsbspannung, dann steigt der Strom und umgekehrt.
Irgendwo in der Anleitung meiner EQ6 steht der Spannungsbreich, mit dem die Monti versorgt werden darf. Ich betreibe diese mit 13,8V (Einstellbares stabilisiertes Netzteil). Durch die Regelschaltung sinkt der Strom. Nur zur Erklärung,... ohne eine solche Regelschaltung würde ein Verbraucher bei höherer Eingangsspannung auch einen höheren Strom ziehen und die Leistung steigen (Glühlampe...).

Ich würde also den Akku gegen ein stabilisiertes Netzteil tauschen, welches 12V z.V. stellt. Bei mir habe ich wie gesagt das Netzteil auf 13,8V eingestellt. Damit kommt meine gekühlte veTEC533 gut klar. Das MGen erlaubt 9-15V.

Wie alt ist Dein Haus? Bei älteren Häusern gibts schon mal Probleme mit der Verdrahtung des Schutzleiters. Zeigt sich spätestens dann, wenn im Haus auch Fi-Schutzschalter (Fehlerstromschutzschalter) installiert sind, die plötzlich auslösen.

Fazit, wenn Du gegenüber der Situation vor dem Platinentausch nichts geändert hast, dann besteht die Gefahr, dass das wieder passiert!

Grüße
Hartmut
 
Hallo Hartmut

Ich möchte mir gerne auch so ein einstellbares stabilisieren Netzteil, so wie du es hast, kaufen.
Wie und wo kann ich ein solches bestellen?
Typ, Modell, Hersteller.....?

Gruß Heinz
 
Hallo Heinz,

meine Spannungsversorgung ist ein Eigenbau basierend auf einem preiswerten Schaltnetzteilmodul:

Kannst Du hier sehen: Woran hast du heute gebastelt? - Astrotreff - Die Astronomie und Raumfahrt Community

Ich vermute aber, dass Du was fertiges willst. DIe sind natürlich teurer:

das hier ist was fertiges, aber nur zwischen 13,2 und 14,5V einstellbar. Für eine EQ6 sehr gut geeignet. Für andere Komponenten mußt Du nachschauen, welchen Spannungsbereich die erlauben. MAAS SPA-8100 Schaltnetzteil 13,8V/10A

Das hier hat einen größeren Berech: PSU-1228 Schaltnetzteil 13,8V/28A

Das hier auch sehr schön mit mehreren Ausgängen:



Für EQ6 und meines Wissens nach auch EQ8 gibts dann noch diese Stecker / Buchsen: 2...7-polig! M13 Steckverbinder-Paare (Kupplungen & Stecker), 5A, Metall, GX12 | eBay

Grüße
Hartmut
 
Moin,

generell kann ich von der Verbindung von PC-Kompaktnetzteilen und anderen elektronischen Komponenten nur abraten. Nach Auffälligkeiten mit mehreren Laptops ("Zwirbeln" wenn man zwei gleichzeitig berührt) habe ich mehrere (HP, Lenovo) gegeneinander und gegen Erde vermessen. Zwar halten alle die VDE-Regeln betreffend Schutzisolation ein (daher auch der Eurostecker), aber DC-seitig lassen sich mehrere 10V Potenzialunterschied zwischen den einzelnen Netzteilen gegeneinander und gegen Erde feststellen. Das tritt nur bei Netzbetrieb auf. Durch die hohen Taktfrequenzen der Schaltnetzteile werden Spannungen über die galvanische Trennung hinweg gekoppelt, zwar nur mit kleinsten Leistungen, aber für empfindliche Computerchips reicht das, am Unterarm kribbelt es lediglich ...

Da z.B. USB oder RS232C-Stecker ihre Masse auf das Chassis des Rechners beziehen, anders versorgte Geräte aber auf ihre eigene Masse, z.B. die der 12V-Versorgung, können hier schädliche Potenzialunterschiede auftreten, die durchaus elektronische Bauteile zerstören können.

Daher:

Batteriepack laden, ohne angeschlossene Verbraucher.

Mit dem Netz direkt verbundene Geräte nicht via Datenleitungen mit fremdversorgten Geräten verbinden, es sei denn über eine galvanisch getrennte Verbindung (Glasfaserstrecke) oder das netzbetriebene Gerät am Trenntransformator (also erdfrei).

Alle 12V-Verbraucher, ggf. mit Spannungswandler,
- aus einer Quelle versorgen,
- pinibel auf die richtige Verkabelung achten,
- nur sternförmig versorgen,
- keine Schleifen!
- ausreichende Querschnitte und gute Stecker.

Insofern sind die zentralen Versorgungsgeräte die sich immer mehr verbreiten eine gute Sache, Wenn man dann noch 12V-Masse mit dem Teleskop verbindet ist man final auf der sicheren Seite.

Das war immer die Maxime zu meiner Zeit im Messdienst in der Versuchsanstalt München der DB, quasi das erste was man von den Messmeistern eingebläut bekam. So vermeidet man Einkoppelungen und Fremdspannungsschäden an den teuren Geräten.

Der Hinweis, dass die Ladeschlußspannungen einfacher Ladegeräte deutlich über den max. 13,8 / 14,2V liegen, die sie haben sollten, kommt hinzu!

CS
Jörg
Hi Joerg,
Im Prinzip stimme Ich die zu 90% zu.
Bei mir haengen alle Verbraucher auch alle an einem guten 12V 10A Netzteil, dass nur mit 5A Spitzenstrom ausgereizt wird.

Mit einer Ausnahme: Der Montierung.
Ich habe schlechte Erfahrungen damit gemacht, die Montierung und die restliche Elektronik (speziell die Kameras) am selben DC-Schaltnetzteil zu betreiben.
Viele Montierungen sind sehr uebel entstoert und bringen viel Mist auf die Stromversorgung. Gerade Stepper-Treiber haben es in sich: Manchmal reicht es selbst bei getrennten Netzteilen ein USB3 Kabel nur nahe genug am Stepper-Motorkabel entlang zu fuehren und der gesammte USB3 Bus geht bei einem Slew in den Brownout. Das hat mich vor 3-4 Jahren einmal an paranormale Vorgaenge glauben lassen, bis da eine naechtelande Suche mit Oszi Klarheit geschafft hat.
Inzwischen sind auf allen meinen Motor-Kabeln mit Steppern Mantelwellensperren.
Weiterhin laufen viele Montierungen (muss natuerlich explizit im zugelassenen Spannungsbereich sein) mit 16-24V wesentlich besser (insbesondere mit Steppern), weil mehr Drehmoment bei i.d.R. kleineren Dauerstroemen. Nochmal Klartext zur Sicherheit: Muss natuerlich explizit darauf ausgelegt sein.
Daher kommt man oft kaum darum herum, eine 12V "Astroelektronik" Versorgung und z.B. eine 24V Montierungs-Versorgung zu betreiben und diese ueber die USB-Masse galvanisch zusammenzufuehren. Aber auch hier gilt: USB-Kabel zur Montierung hat (oder bekommt) Mantelwellensperren.
Bisher hatte Ich damit in den verschiedensten Konstellationen damit noch keine groesseren Probleme.

Ansonsten stimme Ich deinen Verkabelungstipps voll zu, keine Netze, Schleifen, Loops, und Querverkabeltes Gedoens, insbesondere nicht mit USB (wegen gemeinsamer Masse), sondern saubere Baumverkabelung in Sternform.
Ein ganz grosses Uebel sind diese meterlangen USB-Verlaengerungen, wo dann mit "USB-Ueberlandleitungen" das Erdmassepotential des Wohnhauses (computer im Warmen) mit dem des Geraeteschuppens gekoppelt werden, an dem dann die Montierung haengt.

Bei mir geht inzwischen hoch zum Teleskop nur noch ein Ethernetkabel (Ethernet ist inhaerent galvanisch getrennt) und eine 12V Leitung, und das war's. Die Montierung wird dann "unten" ueber Ethernet (und nicht USB) galvanisch getrennt angesteuert und ist an einer eigenen Stromversorgung angehangen. Inzwischen fuer mich der Koenigsweg. Geht natuerlich mit der EQ6R-Pro nicht ueber Kabel, aber bei den neueren Modellen ueber Wifi.

Darueberhinaus moechte Ich eine gemeinhin eher unterschaetzte Quelle kaputter Montierungsplatinen ergaenzen:

Im Magnetfeld der Spulen eines laufenden Steppers steckt schon einiges an Energie, die i.d.R. wieder glimpflich "irgendwo hin muss".

(I) Gerade Steppertreiber moegen es i.d.R. ueberhaupt nicht, wenn man unter Last (z.B. voller GoTo-Slew) den Stecker zu den Motoren knallhart abzieht. Der letzte noch verbundene Pin bekommt die Gegeninduktion ab...
Manche Montierungsplatinen haben zwar ESD-Dioden (die dann diese Energie in einem hoffentlich grosszuegig bemessenen Kondensator abladen koennen....), aber selbst damit sollte man das tunlichst lassen. Schon gar nicht sollte man sich den beherzten Griff zu den Motor Kabeln als "Notaus" im Falle einer Kollision angewoehnen.

(II) Je nach Treiberchip ist es auch keine gute Idee unter voller Last (z.B. voller GoTo-Slew mit Schmackes) die 240->12V Versorgung abrupt zu unterbrechen, wenn noch voller Strom durch die Spulen der Motoren geht. Hier ist zwar "Zack Stecker raus" beim Schwenken nicht so kritisch wie (I), aber auch das sollte eine Ausnahme bleiben und nicht die Regelwerden.

(III) Bei angeschlossenem Motor-Kabeln zur Stepper-Treiberplatine im Rahmen von Wartungsarbeiten oder haendischen-Kurbelgoto-Experimenten mit flexibler Welle irgendwie die Steppermotoren von Hand zu drehen. Sind keine ESD-Dioden vorm Treiber, dann war's das i.d.R. ganz schnell.

Montierung parken, alles steht still und dann ausschalten ist der sichere Weg.
MfG & CS
 
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