eq6

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MPJ

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Hallo an alle,
habe in letzter Zeit bei der EQ6 Montierung Preisschwankungen von 698€ - 899€ (beide Preise bei Teleskop Service) festgestellt. Woran liegt das und wohinn geht die Preisentwicklung speziel bei dieser Montierung. Ich möchte mir im September eine solche kaufen und ärgere <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" /> mich schon ein wenig über diese starken Schwankungen in der kurzen Zeit. Hätte ich das geahnt, hätte bei 698€ zugeschlagen und die Montierung bis zu meinem Geburtstag vor mir selbst versteckt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Gruß Micha
 
Hallo,

bei dem unteren Preis handelt es sich höchstwhrscheinlich um Vorführmodelle oder Ausstellungsstücke, die aus der Originalverpackung entfernt worden sind.
Der höhere Preis ist Listenpreis von TS, den man niemals zahlen sollte oder braucht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />, will heißen: hier kann man handeln (gemäß neuem Rabattgesetz).
Habe dort eine EQ-6 neu und originalverpackt mit 220V/12V- Trafo und weiterem Schnickschnack für knapp unter EUR 800 inkl. Versand gekauft...
Der Gebrauchtpreis liegt übrigens bei +/- 500 EUR.

Viele Grüße
Cord
 
Hallo,

Der höhere Preis ist Listenpreis von TS, den man niemals zahlen sollte

Also 900,-- Euro für ne neue EQ6 ist sicher nicht zu viel!!! Jedenfalls sehe ich keine andere Montierung, die auch nur annähernd in dieser Preisklasse der EQ6 in Sachen Stabilität und Ausbaufähigkeit Konkurrenz machen kann. Wenn man bedenkt, dass man durch eine Investition von sagen wir mal weiteren 600 Euro (ne gescheite Boxdörfer-Steuerung + Conrad-Getriebe) für insgesamt 1.500,-- Euro ne voll fototaugliche Montierung hat, die noch nen 10er Newton + Leitrohr träg...

Aber tatsächlich würde ich, wenn ich heute ne EQ6 kaufen würde, auch eher zu einer gebrauchten tendieren und zwar zu einer, von der der Besitzer den PE kennt. Also kleiner Tipp:

Wenn du ne EQ6 kauft und irgendwann mal damit fotografieren willst, akzeptiere nur eine, deren PE periodisch ist, keine totalen Steilflanken und einen PE von nicht über 40" aufweist. Im Optimalfall kann die der Verkäufer (gebraucht oder neu) die Fehlerkurve zeigen.

Denn, das ist meine Meinung, NUR die PE-Kurve entscheidet über den genauen Wert einer EQ6! Da gibt es wohl EQ6en, für die ich keine 400 Euro zahlen würde aber auch welche, die über 1.000 Euro wert sind...
 
Hallo Rolf, vielen Dank für diesen Tipp. Erkläre mir doch bitte was unter PE zu verstehen ist. Kann ich eine solche EQ6 mit einer aktzeptablen PE auch neu erwerben oder ist das zwangsweise mit viel Bastelei verbunden?
Schöne Grüße
Micha
 
Hallo,

Der PE ist eine Abkürzung für peridiodic error, zu Deutsch: Periodischer Schneckenfehler.

Die Schnecke in der EQ6 weist, wie jede andere Montierung auch, mechanische Ungenauigkeiten auf. Das führt dazu, dass die Montierung mal einige Sekunden etwas zu schnell, und dann wieder etwas zu langsam läuft. Man kann dies mit ner Webcam und z.B. K CCD-Tools aufzeichnen und erhält dann eine Kurve des PE.

Zeichnet man nicht nur über 8 Minuten, sondern über 16 oder besser 24 Minuten auf, so sieht man, dass sich die Kurve zumindest im Wesentlichen alle 8 Minuten wiederholt. Ist der PE also tatsächlich regelmäßig, kann man ihn mit PEC eleminieren.

PEC bedeutet peridoic error correctur und funktioniert praktisch so, dass man einen Stern 8 Minuten lang zentriert hält. Die Steuerung merkt sich die Kommandos, die man in Rektaszension (=links/rechts, der PE macht sich in dieser Richtung bemerkbar) gegeben hat und wiederholt sie dann automatisch. Für die Langzeitbelichtung mit Astro-CCD-Kameras müsste dies bei der EQ6 schon ausreichen! Wichtig ist aber wirklich, dass sich der PE alle 8 Minuten wiederholt. Das ist keine Selbstverständlichkeit, da z.B. klumpiges Fett zu unberechenbaren Fehlern führen kann. Daher kennst du vor dem Kauf im Idealfall den PE.

Für Belichtungszeiten von 2 Minuten oder mehr wird man aber um ein Leitrohr nicht umher kommen. Viele Guider haben aber ein Problem, wenn die PE-Kurve sehr steile Flanken aufweist, d.h. wenn z.B. innerhalb von 2 Sekunden sehr viel korrigiert werden muss. Daher sollte die PE-Kurve möglichst flache Steigungen aufweisen.

Ich bin mir sicher, dass viele, die eine EQ6 gebraucht verkaufen, den PE kennen! Falls dir jemand erzählt, dass man damit Astrofotografie betreiben kann, soll er dir den PE sagen (denn ohne dessen Kenntnis kann er diese Aussage nicht tätigen). Auch wenn der Verkäufer sagt, dass man nur noch ne neue Steuerung und neue Getriebe braucht, ändert das nichts daran!

Achja Steuerung: Da sind mehrere Modelle auf dem Markt. Ich kenne einige davon aus eigener Erfahrung und von Vereinskollegen. Hier gilt ganz klar: Willst du eine mit vernünftiger Benutzeroberfläche und eine, mit der du Ruhe hast --> vergiss alles unter einer Boxdörfer (hier z.B. die MTS3 oder die Dynostar. Beim TS gibts bereits EQ6en, in denen die drin sind).

Natürlich wird ein Händler kaum jede EQ6 auf den PE testen können. Hier schlage ich folgendes vor: Lass dir vom Händler die Zusage geben, dass die heutigen EQ6en so gut sind, dass sie mit Guiding oder PEC fototauglich sind. Ich denke, dass dem wohl inzwischen auch so ist. Wenn du dann je ein sehr schlechtes Modell erwischt, gib es zurück. Das ist keine Unverschämtheit von dir, sondern um ehrlich zu sein nichts Ausergewöhnliches. Ein Bekannter von mir gibt seine Montierung zurecht regelmäßig 3 oder 4 mal zurück bis er sie akzeptiert.
 
Hallo Rolf,

also, zur Rückgabe von Montierungen aufgrund zu schlechtem Periodic Error möchte ich mich dann auch mal äußern.
Die EQ6 ist ein in China gefertigtes Gerät, das hier in Deutschland üblicherweise vom Händler fix und fertig in Empfang genommen wird und ohne tiefere Kontrollen zum Weiterverkauf vorgesehen ist. Eine Rücksendung vom Händler nach China zum Austausch oder zur Nacharbeit ist, praktisch gesprochen, nicht vorgesehen. Einige Händler, z.B. TS Ransburg und Astro-Stumpp, sind natürlich mit der EQ6 sehr gut vertraut und haben auch die Möglichkeiten, Fett oder Schnecken etc. zu wechseln und Reparaturen vorzunehmen. Dennoch, einen zugesicherten Wert für den periodischen Fehler gibt es nicht vom Werk aus, und demnach kann auch der Händler nichts zusagen (es sei denn, er nimmt in Kauf, dass sich haufenweise unverkäufliche EQ6 in seinem Lager stapeln oder dass er mit großem Aufwand jede reklamierte Montierung in Schuss bringen muss). Ein hoher periodischer Fehler ist also zunächst kein Rückgabegrund. Nun, wenn man nicht im Laden kauft, sondern bestellt, dann hat man 14 Tage Rückgaberecht ohne Angabe von Gründen. Fraglich nur, ob einem der Händler nach so einer Aktion gleich wieder eine neue Montierung verkaufen wird.
Eine Zusage der Tauglichkeit zum Autoguiding ist bedingt möglich. Es gibt viele Möglichkeiten, wie der Kunde dieses Autoguiding in die Tat umsetzt. Da ist ja nicht die Montierung allein betroffen, sondern auch Guiding-Programme und weitere Hardware. Im Einzelfall ist es also sehr schwer festzustellen, ob die Montierung tatsächlich nicht autoguiderfähig ist. Bei der normalen EQ6 ist Autoguiding nicht vorgesehen, also auch kein Reklamierungsgrund, wohl aber bei der SkyScan oder bei von Händlern aufgerüsteten EQ6, die einen entsprechenden Anschluss besitzen. Da dürfte man einigermaßen gute Karten haben, wenn das partout nicht funktioniert.
Verblüffen tut mich Deine Aussage, ein Bekannter würde seine Montierung regelmäßig 3 bis 4mal zurückgeben, ehe er sie akzeptiert. Wie viele Montierungen kauft er denn so, und welche? Und welcher Händler macht das mit? Ich kann mir nur vorstellen, dass es sich hierbei um eine vorher vom Hersteller oder vom Händler zugesicherte Eigenschaft handelt, die nicht eingehalten wurde. Ich halte es für etwas gefährlich, hier zu empfehlen, erst mal zu kaufen, dann zu schauen, ob es einem gefällt, und einzuplanen, es x-mal umzutauschen. Das kann nach hinten losgehen.
Um mich hier zu outen, ich würde beim Verkauf einer EQ6 keine Zusagen zum periodischen Fehler machen. Einen Kunden, der mit dem periodischen Fehler unzufrieden ist, würde ich zwar beratend unterstützen (es gibt ja Möglichkeiten, daran etwas zu verbessern), aber ich würde die Montierung nicht grundsätzlich zurücknehmen.

Grüße,

Carsten
 
Servus miteinander,

ich denke es kommt bei Montierungen ja noch hinzu, dass die Genauigkeit der Nachführung und die Regelmäßigkeit von Nachführfehlern auch von der Justierung abhängen. Eine Schnecke und alle Lager können noch so exakt gefertigt sein, wenn die entsprechenden Schrauben drumherum falsch angezogen sind, eiert die Montierung herum. Bei einem Massenprodukt wie einer EQ-6 wird es wohl so sein, dass weder in der chinesischen Fabrik noch beim Händler alle diese Justierschrauben sauber und wechselseitig abgestimmt angezogen werden. Ein erster Test mit eckiger Kurve oder riesigem PE muss noch nichts heißen. Erst wenn alles Herumprobieren nichts nützt, weiß man um die Qualität des guten Stücks. Dann sind aber - weil man ja genug klare Nächte braucht - zwei Wochen Rückgabezeit schnell rum.

Grüße
Stefan
 
Hallo Carsten,

Dennoch, einen zugesicherten Wert für den periodischen Fehler gibt es nicht vom Werk aus, und demnach kann auch der Händler nichts zusagen

Natürlich nicht. Aber auf die Zusage, dass der PE so beschaffen ist, dass damit grundsätzlich Astrofotografie mit PEC oder Autoguiding möglich ist, würde ich unbedingt bestehen! Da muss der Händler sich nichteinmal auf einen exakten Wert festlegen. Und ich rate guten Gewissens jedem, bei einem Händler, der diese Zusage nicht gibt, keine Montierung zu kaufen. Umso mehr gilt dies natürlich (wie du ja selbst sagst) für EQ6en, welche eine autoguidingfähige oder PEC-taugliche Steuerung haben. Wenn da die Mechanik nicht mitmacht, ist das in meinen Augen ein absoluter Rückgabegrund auch noch nach 3 Monaten!

Verblüffen tut mich Deine Aussage, ein Bekannter würde seine Montierung regelmäßig 3 bis 4mal zurückgeben, ehe er sie akzeptiert. Wie viele Montierungen kauft er denn so, und welche?

Die OTE, Gemini, Fornax. Aber die Sache ist doch ganz klar: Wenn ich einen vierstelligen Betrag für eine Montierung ausgebe, dann akzeptiere ich die Ware erst ab einem bestimmten Qualitätsstandard. Bei der EQ6 beginnt dieser dort, wo guding und/oder PEC möglich werden. Bei einer Fornax würde ich auch hinsichtlich des PE noch mehr verlangen.

Ich halte es für etwas gefährlich, hier zu empfehlen, erst mal zu kaufen, dann zu schauen, ob es einem gefällt, und einzuplanen, es x-mal umzutauschen. Das kann nach hinten losgehen.

Das habe ich nie gesagt! Ich habe gesagt, man soll zuerst ne ZUSAGE einholen und dann kaufen. Erhält man die Zusage nicht, hat die neue EQ6 praktisch keine Vorteile gegenüber einer gebrauchten.

Um mich hier zu outen, ich würde beim Verkauf einer EQ6 keine Zusagen zum periodischen Fehler machen.

Um mich ebenfalls zu outen: Dann würde ich bei dir keine EQ6 kaufen. Ob ich bei der EQ6 bei einem anderen Händler die Zusage bekomme, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass sie bei anderen Montierungen so unwahrscheinlich nicht sind.

Daher lautet meine Standardempfehlung meist: Nach ner gebrauchten EQ6 schauen, mit der schon Bilder gemacht wurden oder von welcher der PE gar bekannt ist.
 
Hallo Rolf,

Dennoch, einen zugesicherten Wert für den periodischen Fehler gibt es nicht vom Werk aus, und demnach kann auch der Händler nichts zusagen

Natürlich nicht. Aber auf die Zusage, dass der PE so beschaffen ist, dass damit grundsätzlich Astrofotografie mit PEC oder Autoguiding möglich ist, würde ich unbedingt bestehen! Da muss der Händler sich nichteinmal auf einen exakten Wert festlegen. Und ich rate guten Gewissens jedem, bei einem Händler, der diese Zusage nicht gibt, keine Montierung zu kaufen. Umso mehr gilt dies natürlich (wie du ja selbst sagst) für EQ6en, welche eine autoguidingfähige oder PEC-taugliche Steuerung haben. Wenn da die Mechanik nicht mitmacht, ist das in meinen Augen ein absoluter Rückgabegrund auch noch nach 3 Monaten!

Jep! Wobei noch hinzuzufügen ist, dass in den ersten 6 Monaten der zweijährigen Gewährleistungsfrist der Händler dem Kunden beweisen muss, dass kein Mangel vorliegt, das Ding also funktioniert, und in den folgenden 18 Monaten der Ball beim Kunden liegt, der also den Mangel beweisen muss. Diese Geschichte ist aber unabhängig vom periodischen Fehler, den sollte ein Autoguider unabhängig von dessen Größe in den Griff bekommen. PEC ist etwas schwieriger, die Funktion kann ja nur die Grundschwingung und deren Harmonische wegbekommen, aber keine erratischen Fehler. Hier ginge es lediglich darum, ob die PEC funktioniert.

Um mich ebenfalls zu outen: Dann würde ich bei dir keine EQ6 kaufen. Ob ich bei der EQ6 bei einem anderen Händler die Zusage bekomme, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass sie bei anderen Montierungen so unwahrscheinlich nicht sind.
Das ist o.k. Nicht, dass ich Dich nicht gerne als Kunden hätte, aber ich mache keine Zusagen, die ich nicht halten kann. Bei den (deutlich hochwertigeren) Montierungen Deines Bekannten kann die Sache mit solchen Zusagen aber durchaus möglich sein.

Grüße,

Carsten
 
Hallo,

Das ist o.k. Nicht, dass ich Dich nicht gerne als Kunden hätte, aber ich mache keine Zusagen, die ich nicht halten kann.

Hmmm... ne EQ6 hab ich sowieso schon. Aber es gibt ja auch genügend Produkte, bei denen selbst ich nicht auf solche Zusagen bestehe. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> Von daher kann ich nicht garantieren, dass du für immer vor mir als Kunde sicher sein wirst. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
 
Hallo Carsten,

Dein Statement klingt mir so nach:
Die EQ-6 ist eine Billigmonti und bei diesem Preis gibt es kein Reklamationsrecht bei kleinen Fehlern und dazu zählt auch der PE.

Das sehe ich etwas anders insbesonder mit dem Blick auf die vollmundige Werbung für diese Montierung. Da kann man nur jedem Käufer anraten ein Rückgaberecht zu vereinbaren.
Wenn es ein großer Schneckenfehler ist bin ich mit dieser Argumentation einverstanden, nicht aber wenn es ein steiler, nicht ausregelbarer PE ist. Das wäre für mich eindeutig ein Mangel.

Da kann man auch keinen Unterschied zwischen EQ-6 einfach und der Skyscan FotoGotoTrallalla machen. Alle diese Montierungen werden mit ungefähr der gleichen Handelsspanne verkauft. Sieht man sich die Marge bei einer EQ-6 mal an, so kann man durchaus verlangen, dass eine fehlerhafte Schnecke getauscht wird.

Man kann sich nicht über den "günstigen" Preis aus der Verantwortung stehlen.
 
Hi Dobs,

das kann man nun so, oder so sehen. Einerseits wird ja oft genug geschrieben, was alles an den EQ-6-Exemplaren noch umgebastelt wird, und was in ungeheuer vielen Fällen verbessert werden muß. Die Leute die ihre EQ-6 im Werkszustand als fototauglich beschreibt, kann man je nach Gusto für Glückspilze und Ausnahmefälle oder für unglaubwürdig halten. Zumindest ist es so, daß niemand vor dem Kauf mit einer solchen Wunder-EQ-6 rechnen darf. Auch wenn andere das Glück hatten.

Wenn jemandem natürlich vom Händler die Monti als Fotomonti verkauft wurde, dann fragt sich halt, wie der Kunde aus einer mündlichen und allgemeinen Zusage einen "Anspruch" ableiten kann...

Clear Skies
Sven
 
Hi @Alls,
und wenn ich mit 50mm knipse dann sind auch alle originalen EQ-6en fototauglich! Alles nur eine Auslegungssache <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
Wer sich heute noch eine EQ-6 kauft, in der Annahme sie wäre "out off the Box" fototauglich, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Es gibt so viele Berichte über diese Montierung....
Auch denke ich, eine 800.- Euro Montierung wird nicht das leisten was eine für 6000.- Euro zu leisten im Stande ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/neinnein.gif" alt="" />
Präzision hat seinen Preis und das ist auch gut so!

CS
Bernd
 
Hi Folks,

@Sven
In unserer Zeit muss man sich wohl oder über alles schriftlich zusichern lassen, sonst steht man hinterher im Regen.

@Bernd
Sicherlich kostet mehr Qualität mehr Taler. Das kann man doch aber nocht so auslegen, dass man für 800 Taler nur Schrott erwarten darf. Die 6000er Montierungen kommen auch nicht aus China, so das man bei den billigen Produktionskosten auf jeden Fall ein Minimum an Qualität erwarten darf. Viele Hersteller produzieren in China billige, aber durchaus wertige Artikel.

Aber da die Händler ja nach 6 Monaten aus dem Schneider sind, scheint wenig Interesse für das Thema insgesamt da zu sein.
 
Hi Peter,
sehe es so; Schrott ist die EQ-6 nicht, sie ist nur begrenzt fototauglich! Als visuelle Montierung ist sie doch Klasse und hat keinerlei Konkurenz am Markt.
Sie wurde einfach nur nachgebaut, möglichst billig und im Inneren fanden nur billige Komponente ihren Platz!
Auch glaube ich nicht das die chinesischen Hersteller sich mit Astronomie beschäftigen, die knüppeln die Teile einfach nur zusammen und gut ist es. Hauptsache die Achsen drehen sich, der Rest interessiert nicht die Bohne.
Glaubst Du etwa die könnten den PE messen...
Auch wird kein Importeur sich die Monties einzeln in den Garten stellen und eine Messung durchführen, um sie besser (teurer) verkaufen zu können.
Letztlich ist die EQ-6 nur ein Plagiat, wohl aber ein sehr schlechtes <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Link zur Grafik: http://www.takahashiamerica.com/catalog/images/mounts/em500.gif

CS
Bernd
 
Hi Bernd,

ist leider so - die Kopie ist nicht gerade ein Aushängeschild für chinesische Ingenieurskunst..

Aber woher hast Du das Bild von meiner EQ-6?? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
 
Hi,
Äußerlichkeiten spielen keine Geige... die inneren Werte müssen stimmen! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
Ich habe schon EQ-6en gesehen... ein Alptraum in Bleimenige <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach2.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" />

CS
Bernd
 
Hallo zusammen,

also um es mal provokativ zu sagen:

Ich verstehe nicht was für ein Aufhebens immer wieder um die EQ6 gemacht wird. Seit dem Aufkommen der EQ4 vor ca. 7 Jahren ist doch hinlänglich bekannt dass wir es bei diesen Montierungen mit möglichst billig hergestellten chinesischen Massenprodukten zu tun haben.

Wer erwartet denn allen Ernstes dass die Chinesen das Zauberkunststück hinbekommen für wesentlich weniger Geld eine vergleichbar gute Qualität zu produzieren wie der Rest der Welt? 25% mögen drin sein, aber keine 200%.

Der Markterfolg großer Teile der chinesischen Fertigung im Massenmarkt besteht meiner Meinung nach im Wesentlichen darin mit verlockenden Preisen den Qualitätsanspruch des Kunden zunehmend nach unten zu drücken. D.h. ein Marksegment zu schaffen das früher gar nicht existiert hat: spottbillig und halbwegs unbrauchbar. Beispiel: Werkzeug aus der Baumarkt-Grabbelkiste.

Also: wer eine EQ-x kauft sollte sich darüber im Klaren sein dass er bezüglich der gelieferten Qualität Lotto spielt. Und nicht versuchen die Risiken seines Kaufverhaltens beim Händler abzuladen, der auch nur Kunde des Herstellers ist.

Gute Montierungen kosten Geld. Für Astrofotografie braucht man gute Montierungen -> Astrofotografie kostet Geld. Als Ausweg kann man immer noch Brennweite und Öffnung reduzieren. Lieber eine kleine und feine Ausrüstung, als groß bauende China-Qualität.

Meine Meinung...

Viele Grüße
Martin
 
Hi Martin,

im Prinzip ja zu Deinem Statement aber mit Vorsicht.

Gerade in Europa versucht man in allen Bereichen die Preisschraube mächtig anzuziehen und dem Konsumenten zu
suggerieren: Gutes muß teuer sein.

Gerade im Hobbybereich - nicht nur in unserem - werden immer öfter astronomische Preise für irgendwelches Trallala gefordert.

Mich wundert es da schon ein bißchen, dass die Consumer jeden Preis schlucken ohne nachzudenken. Und da gibt es einfach Dinge, die mir etwas zu denken geben:

Eine Eq-& kostet im außereuropäischen Ausland bis zu 200 Taler weniger......gebrauchte 300D Bodies gehen zum Neupreis einer 350D mit Optik bei Ebay über den Tresen und viele andere Sachen.

Mein Photoshop hat mich in den USA gute 500 Dollallalla gekostet - die deutsche Version schlägt mit fast 1100 Euro zu Buche.

Fazit: In jeder Qualitätsstufe kann man eine Menge Kohle sparen wenn man will und billiges ist nicht unbedingt schlecht.
 
Hallo Dobs,

durchaus richtig was Du schreibst. Trotzdem will ich einwerfen:


Gutes muss teuer sein, wenn ein entsprechender Material- oder Arbeitsaufwand dafür erforderlich ist. Gerade die Schneckengetriebe einer fototauglichen Montierung sind so ein Fall von hoher Genauigkeit, dessen Erreichung einfach viel Aufwand macht. Winkelsekunden-genaue Getriebe sind sogar im Werkzeugmaschinenbau eine Herausforderung. Deshalb ist es meines Erachtens gerade bei diesem Aspekt wichtig sich das klarzumachen.

Wie war das: Man bekommt nicht immer das wofür man bezahlt hat, aber man bekommt niemals etwas wofür man nicht bezahlt hat...


Gerade im Hobbybereich - nicht nur in unserem - werden immer öfter astronomische Preise für irgendwelches Trallala gefordert.

Volle Zustimmung. Aber eine Monti bzw. die Getriebe sind kein Trallala.


Auch hier stimme ich zu. Aber es ist unrealistisch von einem Billigprodukt die qualitativen Eigenschaften eines hochwertigen Produkts zu fordern. Design und Fertigung bei Billigprodukten sind darauf optimiert mit minimalem Aufwand die spezifizierte Funktion gerade so zu erfüllen (um den Gewinn zu maximieren und andererseits juristisch aus dem Schneider zu sein). Deshalb findet man auch selten die Daten spezifiziert, deren Einhaltung oder Prüfung in der Massenfertigung schwierig ist.

Damit ich nicht falsch verstanden werde: ich finde das Preis/Leistungsverhältnis vieler in China hergestellten Produkte durchaus ok. Aber multipliziert mit dem niedrigen Preis kommt eben häufig nicht allzu viel an absoluter Leistung raus. Ob man damit zufrieden ist muss man für sich selbst entscheiden, aber man darf sich nicht beschweren wenn die (über die Spezifikation hinausgehenden) Erwartungen enttäuscht werden.

Viele Grüße
Martin
 
Hallo Martin,
Gerade die Schneckengetriebe einer fototauglichen Montierung sind so ein Fall von hoher Genauigkeit, dessen Erreichung einfach viel Aufwand macht
volle Zustimmung!
Nicht umsonst kosten die Gierlinger Schneckensätze für die EQ-6 280.- Euro. Im Verhältnis zur ganzen Montierung schon 1/3 des Gesamtpreises einer EQ-6. Will man dann noch vernünftige Motorgetriebe und Motoren haben, dann kommen weitere Kosten hinzu. Neue Motoren bedürfen dann noch eine vernünftige Steuerung... und und und.
Hat man alle wichtigen Teile erneuert so kann man eine recht gute Montierung sein Eigen nennen. Aber Werkzeug und Geschick muss der Sternenfreund schon mitbringen, sonst kann auch mal schnell was in die Hose gehen... beim "Ich mach´s mir selbst" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
Selbst wenn, wie bei meine EQ-6, die Montie endlich rund läuft, so besitze ich bei weitem nicht die Qualität einer Millenium Mount oder sonstiger hochwertigen Montierungen! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Zum Thema "Hobby";
Hobby ist absoluter Luxus und Luxus war schon immer etwas teurer <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Jemand der sich eine Uhr von Cartier kauft, der beklagt sich ja auch nicht über den Preis <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

CS
Bernd
 
Also: wer eine EQ-x kauft sollte sich darüber im Klaren sein dass er bezüglich der gelieferten Qualität Lotto spielt. Und nicht versuchen die Risiken seines Kaufverhaltens beim Händler abzuladen, der auch nur Kunde des Herstellers ist.

Das sehe ich teilweise anders. Der Kunde darf sich auf die Versprechungen des Händlers verlassen. Und wenn die Montierungen die Versprechungen nicht hält, dann hat er ein Recht, das Gerät umzutausche, bis die Versprechungen erfüllt sind, oder er kann den Kaufvertrag rückgängig machen.

Hat sich ein Händler zu weit aus dem Fenster gelehnt, dann hat er halt Pech gehabt und muß das nächste mal mit seinen Angaben etwas vorsichtiger sein. Hat er dagegen korrekte Angaben gemacht, dann weiß der Kunde was ihn erwartet und er wird keine überzogenen Erwartungen haben.

Mit einem Händler, der unhaltbare Versprechungen macht, hätte ich jedenfalls kein Mitleid.
 
Hallo,

Ich stimme Meixner voll zu!!!

Wenn eine EQ6 als Foto-EQ6 oder sonstwie bezeichnet wird und über PEC und Autoguiding-Funktion verfügt, dann hat das Ding in aller Dreiteufelsnamen nochmal anständig zu funktionieren. Das wurde hier auch schon von einem Händler so bestätigt und hat nichts damit zu tun, das Risiko auf den Händler umzuwälzen. Und um ehrlich zu sein glaube ich:

1. Dass die meisten EQ6er auch ohne neue Schneckenlager bei Brennweiten von über 1m fototauglich sind,

2. Die EQ6en sehr viel näher an deutlich teureren Montierungen dran sind, als es sein darf
 
Hallo Rolf,

wegen 2) eigentlich nicht. Die EQ-6 ist da weder zu billig noch zu teuer (was ja eigentlich sowieso der Markt regelt).
Wenn man einfach mal eine der teureren Montierungen neben eine EQ-6 stellt und Handling, Verarbeitung, usw. vergleicht, dann erkennt man den Preisunterschied eigentlich schon, bevor man sich über die Tragkraft usw. Gedanken macht. Da ist die EQ-6 eben ein bulliger Lastesel, der mit einfachen Mitteln (und deren Unzulänglichkeiten) aufgebaut ist.
Die Frage ist stets, wieviel Komfort der Sternfreund wünscht oder sich leisten will/kann. Und weil es bei der EQ-6 vielen Sternfreunden in gewissen Punkten mangelt, wird daran eben so viel per Selbstbau modifiziert. Viele teure Montierungen funktionieren eben "out of the box".

Was mich immer wieder verwundert ist, wie wenig eigentlich in der Entwicklungsphase der Montierung hätte getan werden müssen, um einige Hauptprobleme der Montierung von Anfang an zu beseitigen. Betrachtet man den Preis der Conrad-Getriebe und rechnet den zurück auf EK-Preise, dann hätte man doch gleich diese Getriebe einbauen können. Schon stünde die Montierung im "Werkszustand" am Markt gleich ganz anders da. Dann würde wohl über den Schneckenfehler kaum gesprochen, weil der langsam und gut korrigierbar auftreten würde.

Clear Skies
Sven
 
Hallo,

meinen Senf gebe ich auch mal dazu:

Bei einem geschätzten EK von 200-250€ bei Abnahme einiger Geräte sollten doch noch ein paar Euro drin sein um die Mängel abzustellen. Oder will man das nicht weil sonst ein Qualitätsprodukt entsteht das die teure Konkurrenz alt aussehen läßt?

Ich denke auch nicht das ein Händler einfach so einen Container Eq6 bestellt und der Hersteller keinerlei wesentlichen Qualitätsangaben macht und dem Händler kein Rückgaberecht nach China eingeräumt wird (Sinngemäß Cereso v.6.4.06). Ein Kaufmann kauft doch nicht die Katze im Sack! und zahlt € in Richtung China ohne Sicherheitsklauseln im Vertrag. Hält uns der Händler für so .oof das wir das glauben sollen ?

Ich hätte auch gerne so eine Eq6 möchte aber nicht (und kann evt. nicht) dranrumschrauben damit sie ordentlich läuft. Die eigentliche Eigenschaft einer Montierung mit elektrischer Nachführung sollte doch genau die punktgenaue Nachführung sein.

Basteln = dann verliere ich jeden Garantieanspruch und der Händler ist fein raus.


grüße
ralfi
 
Hallo. Bin ziemlich neu hier und habe bisher nur mitgelesen, weil ich in dem anderen Forum aktiv bin.
Ich arbeite bei einem Händler und muss zu Ralfis Beitrag noch was anmerken:

...Bei einem geschätzten EK von 200-250€ bei Abnahme einiger Geräte
Da liegst Du daneben. Und zwar gründlich.


Ich denke auch nicht das ein Händler einfach so einen Container Eq6 bestellt und der Hersteller keinerlei wesentlichen Qualitätsangaben macht und dem Händler kein Rückgaberecht nach China eingeräumt wird (Sinngemäß Cereso v.6.4.06). Ein Kaufmann kauft doch nicht die Katze im Sack! und zahlt € in Richtung China ohne Sicherheitsklauseln im Vertrag.
Ist aber im Prinzip so.


Hält uns der Händler für so .oof das wir das glauben sollen ?
Ich glaube kaum, dass es noch viele Händler gibt, die Ihre Kundschaft für doof halten. Wer sollte sich das noch leisten wollen/können?
 
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