Erduntergang durch Schwarzes Loch !

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Hi,

die Wissenschaftler werden bei ihrem Experiment wahrscheinlich wieder in dem Bruchteil einer sec. soviele Daten sammeln, so dass die Bestätigung über die Erschaffung eine Mini-SL´s was dauern wird. Und mit dem Tritt in den Hintern, was es vom Beschleuniger bekommt, ist es bis dahin schon an Pluto vorbeigezischt.

Also hoch die Tassen und warten was kommt.
 
Zitat von KaioMaio:
Hallo,
naja gut das stimmt schon aber es besteht eben immer noch die Gefahr das da etwas schief geht

Nur, dass die Gefahr deutlich geringer ist, als die, dass in unseren oberen Atmosphärenschichten durch kosmische Strahlung jeden Tag ein paar davon entstehen....

Sicher besteht auch beim Schachspielen prinzipiell die Chance, sich schwer zu verletzten, trotztdem würde ich aus dem Grund nicht unbedingt davon absehen (eher, weil ich es nicht so spannend finde ;) ).

 
Hallo Erich,

stimmt das mit der kosmischen Strahlung wirklich?

Immerhin werden beim CERN-Experiment zwei Protonenstrahlen, die nahezu Lichtgeschwindiggkeit haben, zur Frontalkollision gebracht, ein solches Ereignis dürfte beim Aufprall der kosmischen Strahlen auf die Erdatmosphäre eine extrem seltene Ausnahme sein.

Auf die friedliche Energie durch Kernfusion warten wir auch schon seit Jahrzehnten, das wird wohl nichts mehr werden. Aber es gibt Leute, die hoffen, dass das CERN-Experiment sogar einen Gravitationsantrieb ermöglicht, das ist doch reine Utopie.

Wenn man mal liest, was schon in den 60er und 70er Jahren in der SF - Literatur ( Zeitreisen, Überlichtgeschwindigkeit, Besiedlung fremder Himmelskörper usw. ) für die nähere Zukunft prognostiziert wurde, dann kann man nur extrem ernüchtert sein, wenn man den heutigen Stand der Technik anschaut. Wir bewegen uns immer noch mit geradezu antiken Antrieben, die fossile Brennstoffe nutzen, die Atomenergie hat sich dank Tschernobyl zum Angstgegner entwickelt und die Medizin ist - wenn man z. B. die Krebssterblichkeitrate betrachtet - auch kaum weiter, als sie in den 50er-Jahren des vorigen Jahrhunderts war.
Der einzige Fortschritt, den ich sehe, ist die enorme Entwicklung der Kommunikation. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass ich in der heutigen Zeit über das Internet mit Teilnehmern auf der ganzen Welt ohne Zeitverlust Informationen austauschen kann.

Gruß

Manfred


 
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Moin, NGC224,
Zitat von NGC224:
stimmt das mit der kosmischen Strahlung wirklich?
Ja.

Die Energie, die im LHC beim Zusammenstoss von Atomkernen (ich glaube, Blei) erzeugt wird, erreicht 12-14 TeV = 14^12 eV = 1.4^13 eV.
Link: Heise

Die kosmische Strahlung erreicht in der Atmosphäre Energien von 10^20 eV = 1^21 eV, also um den Faktor 1^8 (100 Millionen-fach) höher.
Link: Astroteilchenphysik

EDIT: 1^21 / 1^13 = 1^8 = 100 Mio.
 
Hallo Manfred !

Die Zukunft hat sich in eine andere Richtung entwickelt, als man in den 50ern des vergangenen Jahrhunderts glaubte. Wie Du richtig bemerkt hast, sind die "fliegenden Automobile" , die die Illustrierten abbildeten, wenn die Zukunft beschworen wurde, nicht entwickelt. Man glaubte an unerschöpfliche Energiequellen in der damals noch jungen Kerntechnologie und ahnte in der breiten euphorischen Gesellschaft nichts von radioktivem Müll. Dagegen hat sich die Informationstechnologie, wie Du schon bemerkt hast, rasanter entwickelt als in den kühnsten Träumen ausgemalt. Ich habe noch mit Rechenschieber ( was für´n Ding ?? ) Wärmetauscher berechnet und mit der elektrischen Schreibmaschine und Tipp-Ex ( wasiss´n das ?) meine Diplomarbeit geschrieben. Und Heute? Und Morgen?
Wie sich die Chose entwickeln wird, kann heute niemand sagen - aber sie wird.

Sternklare Nächte
Berthold
 
Zur kosmischen Strahlung hatte ja Frank schon was gesagt... Man darf irgendwann die Geschwindigkeit nicht mehr als Anhaltspunkt nehmen, da die Teilchen irgendwann alle "fast Lichtgeschwindigkeit" haben, sondern muss sich die Energien angucken, und da gibt es noch deutlich höhere...

Und das mit der Kernfusion kann man auch noch nicht so sagen, da gibt es noch viel Fortschritt, dauert nur halt alles ziemlich lange.
Aber ITER, der demnächst in Frankreich gebaut wird, wird wohl der bisher größte Schritt in die Richtung sein...

Grüße
 
Hi,

wir haben uns schon deutlich weiter entwickelt. Halt nicht unbedingt so, wie SF-Autoren das "prognostiziert" haben. Wenn man in kosmischen Maßstäben denkt, dann gibt es uns Menschen schließlich auch erst seit extrem kurzer Zeit. Und innerhalb dieser Zeit haben wir eine Menge erreicht. Aktuell arbeiten wir daran fossile Energien einzusparen. Wir können technische Geräte zu so ziemlich allen Objekten im Sonnensystem schicken. Wir kommunizieren via Internet immer schneller und greifen auf das "Wissen der Welt" von überall her schnell und kostengünstig zu. Wir haben neue Werkstoffe und Materialien die besser sind als alles, was es vorher gab. usw.

Wobei gerade die schneller, weltweite Verfügbarkeit von Informationen auch ein Hemmschuh sein kann, denn erst durch die Möglichkeiten moderner Medien sind Skeptiker oft in der Lage dem Fortschritt und der Forschung ein Bein zu stellen. Vor 50 Jahren hätte man einen Teilchenbeschleuniger einfach gebaut, die Experimente durchgeführt und erst ANSCHLIESSEND die Öffentlichkeit von den Ergebnissen unterrichtet. Heute kann sich jeder der sich berufen fühlt einmischen und findet irgendwo auf der Welt Anhänger die ihm zuhören...

Zudem kommen die Finanzen als Bremsrakte hinzu. Forschung muss heute in den meisten Fällen zielgerichtet und profitorientiert sein. Grundlagenforschung um der Forschung willen ist extrem schwierig zu finanzieren. Damit entgehen uns mit Sicherheit täglich Erkenntnisse, die die Menschheit deutlich weiter bringen würden - einfach weil niemand bereit ist die entsprechenden Forschungen zu bezahlen und/oder weil die entsprechenden Wissenschaftler nicht in der Lage sind eine kurzfristige wirtschaftliche Nutzbarkeit aufzuzeigen.

Ciao, Udo
 
Zitat von ubit:
und/oder weil die entsprechenden Wissenschaftler nicht in der Lage sind eine kurzfristige wirtschaftliche Nutzbarkeit aufzuzeigen.

Ciao, Udo

Jo, das ist leider so....
Als damals Einstein seine Arbeiten zu induzierter Emission veröffentlich hat, meinte wohl auch jeder: "Hm, interessant, aber was soll das bringen..."

Und wie würde die Welt heute wohl ohne Laser aussehen...
 
Hallöchen

Weil scheinbar keinem bisher Franks schöner Flüchtigkeitsfehler aufgefallen ist, möchte ich mal drauf hinweisen:
LHC: 14 TeV = 14*10^12 eV = 1.4*10^13 eV
Kosmische Teilchen: 10^20 eV

10^20 eV / (10^13 eV) = 10^7 = 10.000.000 = 10 Mio

Ändert an der Aussage natürlich nix, wollte nur darauf hinweisen, dass die "gigantische" Zahl von 1^21 eV genau einem eV entspricht :D

Gruß
Andy
 
Moin, Andy,

ja, das kann ich gut, mich bei Exponenten verrechnen :mauer:
Danke, dass du nachgerechnet und korrigiert hast!

Ändert aber glücklicherweise nichts daran, dass Astroteilchen immernoch wesentlich (also 10^7fach) energiereicher sind als das, was im LHC produziert wird.
 
stimmt das mit der kosmischen Strahlung wirklich?

Immerhin werden beim CERN-Experiment zwei Protonenstrahlen, die nahezu Lichtgeschwindiggkeit haben, zur Frontalkollision gebracht, ein solches Ereignis dürfte beim Aufprall der kosmischen Strahlen auf die Erdatmosphäre eine extrem seltene Ausnahme sein.

Hallo allerseits,

die obige Frage von Manfred (NGC224) ist insofern berechtigt, als es schon einen erheblichen Unterschied macht, ob die Teilchen in einem sog. Collider wie beim LHC am CERN in gegenläufigen Strahlen zur Frontalkollision gebracht werden, oder aber wie beim Aufprall von Teilchen aus der kosmischen Strahlung auf praktisch stillstehende atomare Bestandteile der Erdatmosphäre treffen.

In beiden Fällen kommt es auf die sog. Center-of-Mass oder Schwerpunktsenergie der kollidierenden Objekte an. Wir wissen, dass die Zerstörungswirkung bei einem Verkehrsunfall ungleich höher sein kann, wenn zwei entgegenkommende Autos miteinander kollidieren, als wenn eins der beiden unbewegt ist. Dies gilt qualitativ auch für Teilchenkollisionen, wobei entsprechend den dabei auftretenden hohen Geschwindigkeiten von im wesentlichen Lichtgeschwindigkeit eine relativistische Rechnung erforderlich wird.

Langer Rede kurzer Sinn: wie berechnet sich diese Schwerpunktsenergie für den LHC Collider und für die kosmische Strahlung?

Für den Collider fallen aus Symmetriegründen das Schwerpunktssstem und das Laborsystem zusammen. Die Schwerpunktsenergie E_cm zweier Protonen von jeweils 7 TeV = 7 x 10^12 eV ist dann einfach die Summe der einzelnen Energien

E_cm = 7 TeV + 7 TeV = 14 TeV = 14 X 10^12 eV

Für ein Proton mit 10^20 eV aus der kosmischen Strahlung, welches auf ein ruhendes Proton in der Atmosphäre trifft, sieht die Rechnung so aus:

E_cm = Wurzel(2M² + 2M*E) ~ Wurzel(2M*E) für E >> M

wobei M die Masse des Protons ist, und E die sog. Laborenergie des kosmischen Protons, also die Energie, die wir in unserem irdischen Bezugssystem wahrnehmen.

Mit M = 0,938 GeV = 0,938 x 10^9 eV
und E = 10^20 eV

bekommen wir also dann

E_cm = 4.33 x 10^14 eV = 433 TeV

und der Vergleich der beiden Szenarien liefert dann das folgende Verhältnis:

433 TeV / 14 TeV ~ 31

also nur noch ein Faktor 31 anstelle der ~ 10^7. Insofern ist man mit der Collider Technik also erheblich näher an der durch kosmische Teilchenkollisionen vermittelten effektiven Energie, als es zunächst den Anschein hat.

Der Vollständigkeit halber sollte man auch noch erwähnen, dass bei der Kollision der Protonen (oder auch schwererer Atomkerne) nicht das gesamte Proton, sondern im wesentlichen jeweils nur einer seiner inneren Bausteine (Quarks und Gluonen) daran teil hat. Die übrigen Bestandteile fliegen gewissermaßen als unbeteiligte Zuschauer an der Kollision vorbei, bevor sie sich auf relativ sanftem Wege als Hadronen und dgl. davonmachen. Wenngleich die für die eigentliche harte Kollision zur Verfügung stehende Energie sich so auf etwa 1/10 reduziert, ändert das nichts am Verhältnis der beiden Szenarien.

Summa summarum, im Vergleich liegen die Schwerpunktsenergien von LHC und kosmischen Wechselwirkungen in der Atmosphäre zwar nicht soweit auseinander, wie hier vermutet wurde, aber die Schlussfolgerung bleibt immer noch dieselbe:

Wenn es irgendwelche "gefährlichen" Reaktionen am LHC geben könnte, so wären sie schon längst beim ständigen kosmischen Bombardement der Erdatmosphäre passiert!

Diese Sorte von Weltuntergangstheater ist übrigens nichts neues. Das findet regelmäßig immer dann statt, bevor ein größerer Teilchenbeschleuniger eingeschaltet wird. Und danach hört man dann nichts mehr davon. Bis zur nächsten Theatervorstellung. Neu ist eigentlich nur, dass eine spleenige Theorie über verborgene Dimensionen dafür eingespannt wird. Naja, wir werden ja bald wissen, was davon zu halten ist ...

Mit freundlichen Grüßen,
Peter

 
Es gibt zu CERN und LHC noch ein sehr sehr spannendes Buch, das auch ein bißchen wissenschaftlicher herangeht, als Dan Brown: "42" von Thomas Lehr.

Dort wird eine Art Zeitstillstandsblase durchgespielt. Streckenweise ein bißchen schwierig zu lesen, aber sehr zu empfehlen.

Grüße
Sebastian
 
Zitat von widato:
und mit der elektrischen Schreibmaschine und Tipp-Ex ( wasiss´n das ?) meine Diplomarbeit geschrieben.

Hey - bist du mein Jahrgang? So ging's mir auch. Ich hatte sogar eine mit Kugelkopf. Tippex wurde auch viel gebraucht. Die griechischen Buchstaben wurden per Hand eingefügt... Die Dissertation wurde dann aber schon hochmodern an einem Apple MacIntosh und LaTex geschrieben.

Nostalgische Grüße,
Thomas
 
Es gibt absolut keinen Grund, sich Sorgen zu machen.

Entweder, die Experimente verlaufen wirklich völlig harmlos, oder es entsteht tatsächlich ein unkontrollierbares schwarzes Loch.

Im ersten Fall, geht alles seinen gewohnten Gang wie bisher.
Im zweiten Fall, geht irgendwann alles so schnell, dass keiner von uns etwas davon spürt, und garantiert hinterher niemand Angst haben muss, zur Rechenschaft gezogen zu werden. ;-)

mfg
Wolfgang
 
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Wie war das noch: Genie und Wahnsinn…?
Wer kann 100%ig sagen das nichts passieren wird? Ich meine einhundert(!) und nicht neunundneunzig Komma neun neun neun…!
Es geht hier nicht darum ob ein Haus einstürzt, weil der Statiker sich verrechnet hat und auch nicht um “Rettet die Wale“!
Hier geht es um uns, unsere Kinder um das Leben (vielleicht das einzige im Universum) die gesamte Erde!
Um welchen Vorteil bitte? Um irgendwelchen Träumern Raumschiff Enterprise näher zu bringen oder den Nobelpreis? Die Geschichte der Wissenschaft ist voll von Irrtümern, notwendige wie überflüssige. Doch eines ist sicher: Es gibt mindestens einen Irrtum, den man nicht wiederholen kann!
Ist dieser Irrtum nicht Cern, dann ist es eben “mega-Cern” … oder erst “giga-Cern“? Wie abgehoben und von ihrer Unfehlbarkeit überzeugt, müssen Wissenschaftler sein, die einfach mal so über das Schicksal der Menschheit entscheiden?
Um das zu erkennen braucht man nicht Physik studiert zu haben, es reicht logisch zu denken!
Ach ja: Der geniale Stephen Hawking hat ja berechnet das nix passiert!
Auch wenn es hart klingt, bei allem Respekt und Anteilnahme an seinem schweren Schicksal:
Wer würde, einem zum Tode verurteilten, beim entschärfen einer Bombe um Rat fragen: Nehm ich den blauen oder lieber den roten Draht?

Auf die Zukunft!

Ps.: Um den Einwänden von Leuten vorzubeugen, die meinen, der Fortschritt vordere eben Opfer- und Risikobereitschaft. Ich habe nicht daß geringste gegen derartige Experimente! ABER bitte erst wenn die Zeit reif dafür ist! Zum Beispiel: Wenn es möglich ist die “Opfer- und Risikobereiten” sammt ihrem Experiment auf den Mond zu schießen (Naja, der Abstand wird wohl nicht ganz reichen).
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Die Aussage von dem einen Wissenschaftler im Film fand ich klasse: Er weiss zwar nicht was dabei rauskommt,aber er weiss das es ungefährlich ist ^^
 
Zitat von P_E_T_E_R:
die obige Frage von Manfred (NGC224) ist insofern berechtigt, als es schon einen erheblichen Unterschied macht, ob die Teilchen in einem sog. Collider wie beim LHC am CERN in gegenläufigen Strahlen zur Frontalkollision gebracht werden, oder aber wie beim Aufprall von Teilchen aus der kosmischen Strahlung auf praktisch stillstehende atomare Bestandteile der Erdatmosphäre treffen...

...Summa summarum, im Vergleich liegen die Schwerpunktsenergien von LHC und kosmischen Wechselwirkungen in der Atmosphäre zwar nicht soweit auseinander, wie hier vermutet wurde, aber die Schlussfolgerung bleibt immer noch dieselbe:

Wenn es irgendwelche "gefährlichen" Reaktionen am LHC geben könnte, so wären sie schon längst beim ständigen kosmischen Bombardement der Erdatmosphäre passiert!
Hallo Peter,

Was mich beeindruckt, ist die ungeheure Energie die in diesem Strahl aufgebaut wird. Der durchschlägt mühelos mehrere Stahlplatten. Um ihn unschädlich zu machen braucht es einen acht Meter langen Grafitblock, der dabei auf mehrere hundert Grad erwärmt wird.

In der Atmosphäre treffen ja einzelne hochenergetische Teilchen "zur selben Zeit" eher in grösserem Abstand zueinander auf. Wäre es nicht denkbar, dass bei dieser Konzentration von Kollisionen wie im Collider sich die Auswirkungen bez. kleinen SLs kumulieren. - die Chance besteht, dass sich ein paar vereinen könnten.

Zum Argument, dass die kleinen hypotetischen SLs den viel dichter gepackten Neutronensternen auch nichts anhaben können. Vielleicht sehen wir ja nur noch die, die es noch nicht erwischt hat :biggrin:


Gruss Greuti
 
Zitat von MichaD80:
Wie war das noch: Genie und Wahnsinn…?
Wer kann 100%ig sagen das nichts passieren wird? Ich meine einhundert(!) und nicht neunundneunzig Komma neun neun neun…!
Ich kann.
Weil ich weiß, was draußen im Universum passiert.
Da gibt es beispielsweise Sterne und schwarze Löcher, die sich gegenseitig umkreisen. Und Neutronensterne. Und ganze Ansammlungen von Sternen und schwarzen Löchern. Mit Magnetfeldern, die fast unvorstellbar stark sind.
Gegen die Energiemengen, die dort in Form von beschleunigten Teilchen freigesetzt werden ist alles, was die Menschen auf der Erde produzieren können ein Witz. Alle Sterne, die einem solchen Bombardement ausgesetzt sind, hätten sie innerhalb von Tagen zu schwarzen Löchern werden müssen. Sind sie aber nicht.

Wenn also so eine Möglichkeit auch nur mit einer Wahrscheinlichkeit von hundert Nullen hinter dem Komma auftreten würde, dann sähe das Universum heute anders aus als es tatsächlich aussieht.

Also, können die Wissenschaftler vorhersehen, was genau passieren wird? Nein.
Aber sie wissen definitiv, dass das nichts schlimmes sein wird. Weil das Universum es ihnen schon millionenfach gezeigt hat.
 
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Wie siehts eigentlich mit der Eddington-Grenze aus? Immerhin kann man damit bestimmen, wie schnell ein SL maximal wachsen kann, das müsste genauso für solche Minilöcher gelten.

Und das Wachstum läuft umso langsamer, je kleiner die Anfangsmasse ist. Vielleicht rechne ich das bald mal durch, aber bei solch kleinen Löchern müsste es quasi etwig dauern, bis sie auch nur ein klein wenig größer sind...
 
Wenn man auf YouTube "black hole lhc" eintippt, kriegt man recht lustiges Zeug,
das mir am interessantesten erscheinende ist ein Interview mit Michio Kaku zum Thema black holes and large hadron collider.

Aber man findet auch dies hier und einen Hinweis, dass Nostradamus schon prophezeiht hat, dass im LHC (woher kannte er das Dingens??) ein Schwarzes Loch erzeugt wird (Interessant! ;) )

Soviel ich weiß, haben vor längerer Zeit schon ein paar Physiker euphorisch publiziert, dass im LHC schwarze Löcher entstehen könnten und man nun endlich feststellen könnte, ob es die Hawking-Strahlung gibt oder nicht. Das kriegte jemand zu Ohren, der nur "Schwarze Löcher" verstand und Panik aufriss. Die PR-Abteilung des CERN rauft sich seither die Haare.

Grundsätzlich stimmt es, dass die kosmische Strahlung, die die Erde trifft, wesentlich mehr Energie hat als die Teilchen, die im LHC beschleunigt werden sollen. Der entscheidende Unterschied ist jedoch: die kosmische Strahlung trifft auf ruhende Teilchen und schießt sie weg wie Billardkugeln. Im LHC treffen jedoch zwei Teilchen aufeinander (das ist der Plan. Was ist schlimmer als mit 100 Sachen gegen eine Wand zu knallen? Mit 100 Sachen gegen ein entgegenkommendes Fahrzeug zu knallen.) wodurch beide ihre kinetische Energie verlieren. Damit richtig viele Teilchen produziert werden. (nicht vergessen - man sucht ja nicht nach Schwarzen Löchern, sondern Elementarteilchen, zB solchen, die die Dunkle Materie erklären könnten.)

Somit könnten, falls. FALLS!!! schwarze Löcher entstehen (MINI-schwarze Löcher!) diese langsam ins Erdinnere sinken. Existiert nun die Hawking-Strahlung, sind sie sofort wieder weg, und Hawking kriegt einen Nobelpreis. Existiert sie nicht, wird aller Voraussicht nach trotzdem nicht viel passieren. Nachzulesen hier.

Elektrisch neutral - könnte sein dass sie's nicht sind, wir wissen es noch nicht. (falls überhaupt welche entstehen)
 
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Zitat von metaphysik:
........FALLS......
.......wird aller Voraussicht nach trotzdem nicht viel passieren.......
.........könnte sein dass sie's nicht sind, wir wissen es noch nicht......

das sind so Wörter, die ich nicht so gerne im Zusammenhang mit SL lese. Leider verstehe ich davon nichts und deswegen tragen die Wörter nicht unbedingt zu meiner Beruhigung bei.

lG & CS Thomas
 
das liegt an der natur der wissenschaft selbst. ALLES sind theorien und KEIN einziger wissenschaftler würde etwas als unumstößlich postulieren.....
 
Zitat aus Die Zeit Online:

»Ich habe sieben Jahre in diesen Detektor investiert«, sagt Frank Hartmann, »da will ich nicht am Ende sagen: Das war umsonst.« (Ich wünsche ihm das er´s dann noch kann. Anmerkung, MichaD80) Und weiter: In diesen Tagen setzt er die letzten Siliziumsensoren in seinen Detektor ein. Und Wolfgang von Rüden, der Herr der Rechner, rüstet sich mit neuen Breitbandleitungen und Vierfachkern-Prozessoren für den Datensturm. »Die Leute haben 15 Jahre gewartet«, sagt er. »Das wird ein Fieber.« (Hoffentlich haben sie noch die Zeit sich das Fieberthermometer in den A.... zu schieben. Anmerkung, MichaD80)

Das zum Thema "Selbsterhaltungstrieb von Wissenschaftlern" und, "Was Kostet die Welt"!
 
Tststs... was für ein Unsinn so im Netz herumschwirrt, ist schon erschreckend. Nie in der Menschheitsgeschichte wurde so viel Dummsuff geschwätzt wie im Zeitalter des Internets und Handys. Allerdings:

Grundsätzlich stimmt es, dass die kosmische Strahlung, die die Erde trifft, wesentlich mehr Energie hat als die Teilchen, die im LHC beschleunigt werden sollen. Der entscheidende Unterschied ist jedoch: die kosmische Strahlung trifft auf ruhende Teilchen und schießt sie weg wie Billardkugeln. Im LHC treffen jedoch zwei Teilchen aufeinander (das ist der Plan. Was ist schlimmer als mit 100 Sachen gegen eine Wand zu knallen?

Das macht keinen Unterschied, denn das sind relativistische Geschwindigkeiten in beiden Fällen und wenn man nun die Gesamtgeschwindgkeit als

(v(1)+v(2))/(1+v(1)*v(2)/c^2)

rechnet, dann sieht man, dass der Unterschied immer kleiner wird je näher c (schade, dass hier kein Formeleditor existiert, ausgerechnet bei einem Astroforum...).

Fazit: es gibt keinen entscheidenden Unterschied und was bisher schon zigzigzig-mal in Naturio geschehen ist, wird uns wohl beim LHC nicht kümmern.

MfG
Möbius
 
Das macht keinen Unterschied, denn das sind relativistische Geschwindigkeiten in beiden Fällen und wenn man nun die Gesamtgeschwindgkeit als

(v(1)+v(2))/(1+v(1)*v(2)/c^2)

rechnet, dann sieht man, dass der Unterschied immer kleiner wird je näher c

Möbius, dann fass Dich mal an die eigene Nase, denn was Du den Leuten hier auftischst ist blanker Unsinn.
Es kommt doch nicht auf die Geschwindigkeit an, sondern auf die Energie!

Warum meinst Du wohl macht man sich dann überhaupt die Mühe einen Collider zu bauen, wenn es eh keinen Unterschied macht?

Wie vorher schon ausgeführt wurde, macht es für die im Schwerpunktsystem zur Verfügung stehende Energie einen ganz erheblichen Unterschied aus, ob zwei gegenläufige Teilchen aufeinanderprallen oder ob eins davon still steht.

Peter




 
Sorry,

Na mal langsam mit den "blanken Unsinn". Die lassen die Teilchen gegeneinander fliegen, weil dadurch die Energie, die sie für die Geschwindigkeit für den Zusammenprall benötigen, geringer ist.
Wenn beide Teilchen entgegengesetzt mit, sagen wir 0,999c unterwegs sind,
so sind das nach ADUEZ 0,9999995c. Um ein Teilchen allein auf das Tempo zu beschleunigen, währen das andere "wartet", wirst du immens mehr Enerie benötigen.

In relativistischen Impus p(v)=m(v)*v=m(0)v/sqrt(1-v^2/c^2) sowie der Energie E=sqrt(m(0)^2c^4+c^2p^2) sowie der daruas folgenden kinetischen Energie Ekin=E-m(o)*c^2 findest du (selbstverständlich) keinen Hinweis darauf, ob ein Teilchen ruht und das andere nicht.
Anders
Beim 2-Körpersystem ergibt sich die kinetische Energie als
Ekin=1/2(m1*v1^2)+1/2(m2*v2^2) = 1/2Mvs^2+1/2µv12^2
Was ja nicht anderes bedeutet, als dass die Relativbewegung von 2 Teilchen als Bewegung eines Teilchens
mit der reduzierten Masse µ werden kann.

Grüße
Möbius
 
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Möbius,

was Du da erzählst, ist lauter wirres Zeugs. Ich habe auch nicht die Erwartung, dass Dich meine Argumente im geringsten überzeugen werden. Aber diejenigen, die Du mit Deinen unqualifizierten Pöbeleien attackierst und verunsicherst, verdienen eine Reaktion.

"Metaphysik" hatte Recht mit seiner Feststellung, dass es einen wesentlichen Unterschied macht, ob zwei Teilchen gegenläufig (wie in einem Collider) aufeinanderprallen, oder aber eins davon stillsteht (wie beim Aufprall kosmischer Teilchen auf Atome in der Atmosphäre). Im ersten Fall steht ein wesentlich höherer Anteil der Bewegungsenergie für die Erzeugung neuer Teilchen zur Verfügung, weil nichts davon für die Impulserhaltung des gemeinsamen Schwerpunkts vergeudet wird.

Wieviel Energie im einen oder anderen Fall für die Erzeugung neuer Teilchen zur Verfügung steht, hängt natürlch insbesondere auch von der Energie der Colliderteilchen bzw. der kosmischen Teilchen selbst ab. Aber es ist wichtig zu verstehen, dass diese Energien wegen der sehr verschiedenen Szenarien nicht mit derselben Effizienz wirksam werden.

Beim Collider ist die im Schwerpunktssystem (center of mass = cms) zur Verfügung stehende Energie gleich der Summe der Teilchenenergien. Für den LHC am CERN mit einer Strahlenergie von jeweils 7 TeV also

E_cms = 7 TeV + 7 TeV = 14 TeV = 14 * 10^12 eV

Die entsprechende Berechnung für den Aufprall kosmischer Protonen auf stillstehende Protonen in der Atmosphäre führt aber auf eine ganz andere Formel:

E_cms = Wurzel(2M² + 2M*E) ~ Wurzel(2M*E) für E >> M

wobei hier M = 0,938*10^9 eV die Masse und E die Energie des kosmischen Protons (im Bezugssystem des unbewegten Protons) ist.

Da in der zweiten Formel die Energie des Protons nur mit der Wurzel eingeht, muss diese erheblich höher sein, um eine zum Collider äquivalente Schwerpunktsenergie von 14 TeV zu erreichen, nämlich

E ~ (E_cms)²/(2M) = (14*10^12 eV)²/(2*0,938*10^9 eV) ~ 1,04*10^17 eV

Wohlgemerkt, 10^17 eV sind 10^5 TeV - kosmische Protonen brauchen also eine 10^5 TeV/7 TeV ~ 14 000 fach höhere Energie, um eine zum LHC äquivalente Schwerpunktsenergie zu erreichen.

Bedeutet das nun, dass vom LHC wegen seiner erheblich höheren Effizienz bislang in der Natur nie vorgekommene Prozesse möglich werden, welche dann möglicherweise einen Weltuntergang auslösen?

Wir wissen mit Sicherheit, dass die irdische Atmosphäre ständig von kosmischen Protonen bombardiert wird, welche sogar eine erheblich höhere Energie besitzen als die 10^17 eV, welche zur LHC Energie äquivalent ist. Die höchsten bislang nachgewiesenen Energien sind sogar bis zu 1000 mal höher, nämlich ~ 10^20 eV !!!

Soweit zu den wohlbekannten Fakten. Nun zu Deinen ziemlich wirren Argumenten:

Das macht keinen Unterschied, denn das sind relativistische Geschwindigkeiten in beiden Fällen und wenn man nun die Gesamtgeschwindgkeit als

(v(1)+v(2))/(1+v(1)*v(2)/c^2)

rechnet, dann sieht man, dass der Unterschied immer kleiner wird je näher c

Natürlich sind die Geschwindigkeiten in beiden Szenarien so dicht an der Lichtgeschwindigkeit, dass sie keine brauchbare Differenzierung mehr vermitteln. Deshalb beschreibt man die Vorgänge in der Hochenergiephysik, und darum handelt es sich hier, nicht mehr in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit, sondern von der Energie.

Deine Kritik gegenüber "Metaphysik", dass es keinen Unterschied macht, weil die Geschwindigkeiten in beiden Fällen praktisch gleich (nämlich ~ c) sind, ist gleich doppelt bekloppt, denn erstens ist die Geschwindigkeit aus genau diesem Grund ziemlich ungeeignet, und zweitens hatte Metaphysik von vornherein von den unterschiedlichen Energien gesprochen, was auch Sinn macht, während Du hier die Geschwindigkeit einbringst, was völlig unpraktisch ist, wie Du ja selber ausführst.

Überhaupt scheint die Geschwindigkeit eines Teilchens in Deinem physikalischem Weltbild eine erheblich größere Bedeutung zu haben als die Energie desselben:

Die lassen die Teilchen gegeneinander fliegen, weil dadurch die Energie, die sie für die Geschwindigkeit für den Zusammenprall benötigen, geringer ist.

Das ist zwar nicht falsch, aber trotzdem ziemlich komisch, denn das klingt so als wenn Du sagen würdest: Die Temperatur ist so hoch, weil die Leute schwitzen.

In allen ultra-relativistischen Szenarien, wenn also v ~= c, ist nunmal die Energie ein sehr viel praktischerer Parameter als die Geschwindigkeit.

In relativistischen Impus p(v)=m(v)*v=m(0)v/sqrt(1-v^2/c^2) sowie der Energie E=sqrt(m(0)^2c^4+c^2p^2) sowie der daruas folgenden kinetischen Energie Ekin=E-m(o)*c^2 findest du (selbstverständlich) keinen Hinweis darauf, ob ein Teilchen ruht und das andere nicht.

Logischerweise hat jedes der beiden Teilchen eine entsprechende Energie und Impuls und die sind dann natürlich auch beide für eine vollständige Beschreibung erdorderlich, und zwar sowohl vor als auch nach der Wechselwirkung. Deine Zweikörperbetrachtung gilt nur im klassischen (nichtrelativistischen) Fall. Es ist auch wichtig zu verstehen, dass diese Energien und Impulse nicht invariant sind, sondern vom jeweiligen Inertialsystem abhängen. Die im Schwerpunktsystem zur Verfügung stehende Energie ist entscheident für die Frage, ob ein neues Teilchen von einer bestimmten Masse ezeugt werden kann oder nicht.

Peter


 
lasst uns doch freundlich bleiben ;)

Grundsätzlich ist die Idee "es" in einem Teilchenbeschleuniger zu treiben, wo das doch ständig irgendwo stattfindet, dass man zugucken kann ;) Menschen sind halt voyeuristisch veranlagt...

aber es stimmt schon, dass man Teilchen gegeneinander knallen lässt ist ein wesentlicher Unterschied, das passiert nämlich in der Natur nicht, und nur daher kommen die Diskussion ob gefährliche Mini-Schwarze Löcher entstehen könnten oder nicht, denn nur deshalb wäre es möglich, dass sie uns erhalten bleiben könnten. Falls sie überhaupt entstehen. Überall anders verschwinden sie nämlich (falls es sie gibt) auf jeden Fall auf Nimmerwiedersehen - entweder sie zerstrahlen, oder sie fliegen weg. Womöglich quer durch den ganzen Planeten, ohne überhaupt etwas zu tangieren.
 
Wenn Du meinst, das waren "unqualifizierte Pöbeleien" bei meinen Anmerkungen, werde ich mit so einem Subjekt wie Dir nicht diskutieren.

Leb weiter in Deinem Tran und versuch, Erfolg in deinem kleinen Leben zu haben. Denn wenn Du so einen giftigen, pseudokämpferischen Ton bei einem solchen im Prinzip belanglosen Thema anschlagen musst, scheinst Du selbst ein belangloses Dasein zu führen.

Und aus. Ich werde auf Nichts mehr von Dir antworten und der Admin soll entscheiden, wär hier wen anpöbelte.

 
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