Erfahrung mit Leitrohrvestellung "Geleit" ?

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schubi

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Hallo Astrofreunde,
wer hat Erfahrung mit diesem Gerät?

http://www.teleskop-service.de/AstroTS/ZubehoerAstrofoto/zubastrofoto.htm#GeLeit
Ich habe das Gerät vor etwa 3 Wochen erstanden und konnte es bisher mangels vernünftigem Wetter nicht einsetzen.
Davor musste auch noch die Möglichkeit zur mechanischen Anbringung auf der Prismenschiene geschaffen werden.
Als ich nun das Leitrohr auf der Leitrohrverstellung anbrachte merkte ich dass in der Vertikalverstellung hörbares und dann auch sichtbares Spiel ist. Ich schätz das auf einige Zehntel Millimeter.
Trotz Anziehen der Verstellschraube verbesserte sich das Spiel nicht. Nach intensiverer Untersuchung stellte ich fest dass die Vertikalverstellung "nur" eine durchgehende Schraube ist und das Rändelrad nur mittels einer radial angebrachten Madenschraube zur Sicherung des Haltes mit der Schraube verbunden ist.
Im Rändelrad ist nach meiner beobachtung kein Gewinde.
Unterhalb des Rändelrades drücht eine Druckfeder nach Oben um das Spiel im unteren teil des gerwindes zu verhindern. Oberhalb des Rändelrades gibt es nichts.
Andrücken des Rändelrades und anschliessendes Anziehen der Madenschraube hilft nicht wesentlich.
Ist das bei Eurem Gerät auch so ?
Wie ist die Auswirkung eines solchen Spiels auf die Qualität der so geguideten Aufnahmen ? ( Ich nehme an schlecht)
Hab ich eine Montagsproduktion erwischt oder haben diese Verstelleinrichungen alle diesen Fehler ?
Ich überlege oberhalb der Rändelschraube eine Wellscheibe einzubauen.
Aber bevor ich die Anordnung zerlege möchte ich gerne Euren Rat einholen.
Falls ich aber eine Montagsproduktion habe dann werde ich das Gerät zurücksckicken.

beste Grüsse
Christian
 
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Re: Erfahrung mit Leitrohrvestellung "Geleit" ?

Hallo Christian,

ich habe mir das Teil auf einer Messe angesehen und mir ebenfalls über das Thema Spielausgleich bzw. Spielentwicklung Gedanken gemacht. Das Teil das ich in der Hand hatte, hat definitiv nicht gewackelt, aber ich habe es dann nicht genommen, weil mit die Lagerung mit den Schrauben zu undefiniert war.

Eine kleine aber starke Schraubenfeder über der Rändelscheibe sollte das Spielproblem lösen. Ob das für längere Brennweiten als Nachführjustierung reicht wage ich aber anzuzweifeln. Für ein Teleobjektiv sollte es reichen, wenn die Feder stramm genug ist.

Jörg
 
Re: Erfahrung mit Leitrohrvestellung "Geleit" ?

Hallo Optikus,
danke für Deine Antwort.

Ich habe in der Zwischenzeit versucht das Spiel in der Höhenverstellung zu verringern. Momentan wackelt es kaum noch. Mittels eines elektronischen Meßschiebers konnte ich eine Ablage von 0,01mm erfassen.
In Winkeldifferenz umgerechnet bedeutet das eine Schwankung von etwa 30 Bogensekunden ( Hebel 65,3mm Ablage 0,01mm). Das ist für das Guiden definitiv zu viel. Ich glaube aber nicht dass von Aufnahme zu Aufnahme wirklich diese Extremlagen auftreten werden. Dennoch ist diese Ablage immer noch zu gross.

Das Rändelrad muss irgendwie an das obenliegende Lager grdrückt werden. Entweder muss das durch eine Tellerfeder, eine Wellscheibe oder evtl. duch eine hartelastische Kunststoffscheibe erfolgen.

beste Grüsse
Christian
 
Re: Erfahrung mit Leitrohrvestellung "Geleit" ?

Hi,

wie man so ein Ding als Leitrohr-Montierung anbieten kann ist mir echt schleierhaft. Konstruktiv betrachtet das Schlechteste was man einem Leitrohr antun kann (Spiel, Steifigkeit) *kopfschüttel*

Ein solches Teil, allerdings mit wesentlich größerer Hebellänge, gab es in den frühen 80er Jahren von Meade. Um deren 4" SC als LR auf die größeren Geräte zu schnallen. Hab nie wieder was davon gesehen...

cs
Martin
 
Re: Erfahrung mit Leitrohrvestellung "Geleit" ?

Hallo Christian,

wenn ich dich recht verstehe hast du das Teil noch nicht mal ausprobiert und bastelst schon daran rum? Vielleicht ist ja alles ok und es gibt wunderbare Bilder.
Falls es nicht gehen sollte würde ich es einfach zurückschicken...

CS, Lars
 
Re: Erfahrung mit Leitrohrvestellung "Geleit" ?

Bei diesem Preis müsste mal allerdings mit einem feinmechanischem Präzisionsteil rechnen.

Da dem so nicht ist, würde ich es zurückschicken. Ich persönlich halte dieses Teil für Geldschneiderei. Viel zu kurz, um auch irgendetwas vernünftig halten zu können!

Selbst Leitrohrschellen würde ich so weit wie möglich voneinander entfernen, da sich ansonsten eine zu steile Verstellung ergibt und das nur zum berühmten Wackeldackel würde.

CS
Winfried
 
Re: Erfahrung mit Leitrohrvestellung "Geleit" ?

Hallo Christian,

also bei mit wackelt nichts, macht alles einen soliden Eindruck. Habe die Geleit links auf die Doppelbefestigung (DBF) fest montiert, mit Russentonne MAK 90/500, rechts sitzt C8, als Montierung habe ich die CAM. Habe wegen des Wetters noch nicht viel fotografiert, aber das wenige war in Ordnung.

Auf der DBF wird wegen der 90Grad Drehung die vordere Schraube zur RA-, die seitliche zur DEC Schraube. Wenn man das Ganze mal von Drehrichtung und Drehwinkel her durchdenkt und ausprobiert, so ist es genial einfach, im Umkreis von 2-3 Grad einen Leitstern oder das Objekt selbst zu finden (je nachdem ob die Kamera auf MAK oder C8 sitzt).

Was etwas stört, bzw. berücksichtigt werden muß, ist, daß die seitliche Rändelschraube bei Drehumkehr einen Totgang hat. Wie die Steifigkeit mit größer dimensionierten Leitrohren ist, kann ich nicht beurteilen.

Viele Grüße Gerhard
 
Re: Erfahrung mit Leitrohrvestellung "Geleit" ?

Hallo liebe Astrofreunde,
vielen Dank für Eure Anmerkungen.
Heute Nachmittag war ich bei einem guten Astrofreund welcher von Mechanik deutlich mehr Ahnung hat als ich. Dort versuchten wir diese Leitrohrmontierung etwas zu verbessern.
Zunächst dachte ich dass in der Vertikalverstellung Spiel sei. Das haben wir dann durch eine Wellscheibe einigermassen ausgeglichen. Danach stellte mein Freund fest,( siehe Bild)

http://www.skyviewer.de/tmp/GELEIT_Kommentiert_2.JPG

dass die Löcher im oberen Lagerböckchen für die überschliffenen Schrauben etwas zu gross waren. Schliesslich fanden wir noch spürbares Spiel an einem der Paßstifte für die Vertikalkippung.
Als Test haben wir dann eine Druckfeder provisorisch eingesetzt um das Gesamtspiel in der Vertikalen zu minimieren.
Wie die Anordnung in der Horizontalen funktioniert ist noch nicht gemessen.
Ich habe die Leitrohrmontierung noch nicht erproben können. Ich verfolgte mit dem kauf eine deutliche vereinfachung bei der Leitsternsuche ( ST4) und eine stabilere, verwindungsfreie Anordnung. Bisher hatte ich immer Drift zwischen Leitrohr ( LIDL) und Aufnahmeoptik ( MK69).

Ich glaube dass die Hersteller eine vernünftige Idee hatten, aber diese nich konsequent zu Ende geführt haben. Die Anforderungen an eine Leitrohrmontierung sind, wenn man sich die kleinen hebelverhältnisse vor Augen führt, recht hoch.

Meine Erwartung liegt schon im Bereich von weniger als 2 Bogensekunden.

Nun werde ich versuchen eine passende Druckfeder zu finden und weiter beobachten.
Ansonsten muss ich die Leitrohrmontierung schweren Herzens wieder zurückschicken.

 
Hallo Christian,

Also ich würde sagen GJL (Gerhard) ist zufrieden weil er das an der Geleit hat wozu sie gebaut ist >Maksutovs< (z.B.Russentonne MAK 90/500).
Für Leitrohre in Form eines Refraktors sind Leitrohrschellen immer noch die beste Wahl!
Aber du beschreibst auch das das Teil von vorn herein Spiel hat und das finde ich auch nicht OK zu diesen Preis.

Herzliche Grüße,

auch Christian.
 
Re: Erfahrung mit Leitrohrvestellung &quot;Geleit&quot; ?

Hallo Schubi,

ich benutze auch den Geleit für meinen ED 66 Apo auf der TS Doppelbefestigung. Der APO sitzt aber bomben fest - null spiel. Bei dem Preis würd ich Reklamieren.
 
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