Erfahrungen mit TAL100RS ?

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Re: Erfahrungen mit guten Teleskopen

Hallo Tom,

Der Preis für einen Skywatcher ED 90 mit Koffer, zwei Okularen, Sucher, Zenitspiegel, Schellen und Schiene liegt ca. 130 € über den Preis für den TAL-100RS (300 €) mit ähnlicher Ausstattung, aber ohne Koffer.
soweit ich weiß ist der ED 90 vom Hersteller nicht für den europäischen Markt gedacht.
Daher gibt es den auch nur von einem Händler der den trotzdem nach Europa holt.

Ich finde es unfair hier den Preis eines solchen Teleskops mit dem Preis von Teleskopen zu vergleichen die regulär für Europa hergestellt wurden.

Da gibt es nur den ED 80 der in der billigsten Version immerhin auch seine 400 kostet und den ED 100 der so 750 kostet.
Bezüglich Preis / Leistung muss sich der TAL FH hinter keinem von beiden verstecken.

Grüße Gerd
 
Hallo Günther,

Er ist damit ein hemmender Knoten im Strang an dem man immer wieder hängen bleibt.
Es bleibt nur der Versuch, den Knoten zu entfernen.
na ja Du kannst halt nicht anders, Ihr 3 seid die armen Opfer die vom Mop angegriffen oder mit dem Mopp weggewischt werden sollen.
Würde sich besonders Karsten hier nicht immer so ätzend und ganz bewusst provokativ verhalten dann könnte man wesentlich besser miteinander klarkommen.
Aber wer provoziert darf sich nicht wundern das Gegenreaktionen kommen.
Das scheint von Karsten wohl aber auch so gewünscht zu werden sonst würde Er nicht dauernd die Besitzer kleiner und mittlerer Refraktoren also auch diejenigen die genüsslich einen 5" Apo nutzen als Kleinscherbenbesitzer diffamieren.

Frag Leute, die mit Genuss und ständig einen 5" Apo nutzen, nicht mich.
Die haben den für 1% der Nächte oder für 5%, so wirds sein, ganz bestimmt.
Ich schätze mal die fotografieren damit vor allem und da sind mit so einem APO weit mehr Nächte sinnvoll zu nutzen, darüber hinaus ist so ein APO ja auch recht vielseitig einzusetzen und nicht nur für Planeten.
Was speziell Planeten mit 5“ angeht sollte man mal schauen was Herr Pickering dazu so rausfand.

http://www.amateurastronomie.com/anfang/seeing/index.htm

Dessen Seeing Skala ist ja mit 5“ erstellt.
Wie unschwer zu erkennen scheint es auch mit 5“ etliche schlechte Nächte zu geben denn sonst könnte Er sich ja die Stufen 1 bis 5 schenken.

Das hier mit 5“ am durchschnittlichen deutschen Standort die Stufen 9 oder gar 10 erreicht werden dürfte schon nicht allzu oft vorkommen , auch wenn ich hier keine exakten Zahlen nennen mag.
Auch ein APO macht das Seeing leider nicht besser.

Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
hallo,

der Thread erinnert mich irgendwie an die Fabel vom alten und vom jungen Mann und ihrem Esel:
http://www.hekaya.de/txt.hx/der-esel-der-zum-markt-gefuehrt-wird--fabel--fabel_europa_27

Dass man in nur 1% der Nächte mit einem grösseren Teleskop mehr sieht als in einem 4" enstpricht gar nicht meiner langjährigen Erfahrung. Ich baue gerne mehrere Instrumente auf, weil ich Spass daran habe zu vergleichen, in letzter Zeit häufig ein 5" Vollapo und einen 10" Newton, beides optisch gute Instrumente. Zumeist zeigt der 5" Apo bei 130x im Bino das knackigere Bild, da das Seeing nicht so aufgelöst wird, aber häufig geniesse ich das hellere Bild im Newton bei 180x im Bino mehr, und sehe auch eher diese zarten blauen Strukturen in den weissen Gürteln des Jupiter. Dabei habe ich sicher nicht ein 0,6" oder sogar 1,5" Seeing. Was das Temperieren betrifft ist der 5" Triplett Apo mit dicken Linsen in Zelle nicht viel schneller als der dicke Newton.

Der Punkt ist, ich finde es sehr angenehm Teleskope nicht immer an der Grenze ihrer theoretischen Leistungsfähigkeit zu betreiben, das Ausreizen des Designs ist immer mühsam, zwar sportlich aber eben anstrengend. Das macht die ganze Diskussion was mit einer bestimmten Öffnung gerade noch unter Ausnutzung aller Tricks sichtbar ist, und bei welchem Seeing das gerade noch sinnvoll ist, ein wenig theoretisch finde ich.

Einen 4" f/10 Achro hatte ich auch mal, aber natürlich ist das bessere der Feind des Guten. Von der Temperierung her wird der sogar besser sein als ein fetter schwerer 5" Triplett Apo. Es ist erstaunlich, was gute Beobachter mit diesem Fernrohr sehen können, und in den Kategorien handlich, aufrechtes Bild und schneller Einsatz steht es weit oben. Niemand kann das "unbrauchbar" nennen, aber es gibt eben Alternativen.

Ein interessantes Thema das hier angeschnitten wurde, ist ob sich lange Brennweite auf das Bild beruhigend auswirkt. Soweit ich in der optischen Litaratur rumgelesen habe, findet sich kein Hinweis auf eine solche Beziehung, und natürlich auch keine Begründung. Man sollte meinen, beugungsbegrenzt ist beugungsbegrenzt, egal was sich in der Luft ausserhalb des Fernrohrs rührt. Ein langer Tubus sollte wegen des Tubusseeings ja eher das Bild beeinträchtigen als beruhigen. Insofern ist es für mich nicht nachvollziehbar. Vielleicht mag sich jemand noch dazu äussern?

lg Tommy
 
Hallo Felix,

freilich könnte ich nach dem Motto der Klügere gibt nach klein bei geben und Euer runterspielen oder im Falle von Günther sogar abstreiten hier gemachter Aussagen so stehen lassen.
Mach ich bisweilen auch aber wenn es hier gar zu bunt getrieben wird dann mag ich das nicht stehen lassen.
Gegen Dich hab ich eigentlich nichts, ich bin nur enttäuscht das Du jetzt auch diese Schiene gegen kleinere Öffnungen fährst.
Das zeigst Du ja deutlich.
Das Öffnungsargument reicht Dir ja offensichtlich als sachliches Argument um die Untauglichkeit eines 4“ FH zu begründen.

Na ja wenn ichs mir recht überlege, Jemand der mir so kommt gegen den hab ich dann doch was.

Blöd muss ich mir von Dir hier noch lange nicht kommen lassen das das klar ist!!!

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,


freilich könnte ich nach dem Motto der Klügere gibt nach klein bei geben


Das sagt ja wohl alles!

Gegen Dich hab ich eigentlich nichts, ich bin nur enttäuscht das Du jetzt auch diese Schiene gegen kleinere Öffnungen fährst.

Wo bitte?


Na ja wenn ichs mir recht überlege, Jemand der mir so kommt gegen den hab ich dann doch was.

Blöd muss ich mir von Dir hier noch lange nicht kommen lassen das das klar ist!!!

Naja, ich verweise mal auf das erste Zitat...jedenfalls hältst Du Dich für klüger, also kann ich Dir nur vergleichweise blöd vorkommen, sollte Dich also eigentlich nicht weiter überraschen.



Viele Grüße Felix
 
Zitat von tommy_nawratil:
Dass man in nur 1% der Nächte mit einem grösseren Teleskop mehr sieht als in einem 4" enstpricht gar nicht meiner langjährigen Erfahrung.

Ist ja von Standort zu Standort verschieden, ich denk auch es wird öfters sein als 1 Mal von 100 Versuchen. Trotzdem ist es wahrscheinlich an den meisten Orten an einer Hand abzuzählen.

Zitat von tommy_nawratil:
Einen 4" f/10 Achro hatte ich auch mal, aber natürlich ist das bessere der Feind des Guten. Von der Temperierung her wird der sogar besser sein als ein fetter schwerer 5" Triplett Apo.

Ich find am Mond (und Sonne) sogar den 2.5" Telementor (FH!) gut , Hauptvorteil ist die schnelle Temperierung und das einfache, unklomplizierte Handling. Am Planeten sind mir 2.5" FH, 3" ED und auch 4" FHs subjektiv(!) zu schwachbrüstig und werden bei mir nur fürs schnelle antesten des Seeings verwendet, interessant wirds für mich Planetenmäßig beim 5" ED. Bei einem Triplett seh ich den Faktor auskühlen auch eher kritisch, deshalb und aus Gewichtsgründen bevorzuge ich Doublets.

Zitat von tommy_nawratil:
Ein interessantes Thema das hier angeschnitten wurde, ist ob sich lange Brennweite auf das Bild beruhigend auswirkt.

Würd mich auch interessieren ob da wirklich ein Zusammenhang existiert.
 
Hallo Felix,

gut daß du nochmal darauf hingewiesen hast. Der Threadstarter fragte:

Zitat von Drainpipeviewer:
wollte mal nach Euren Erfahrungen mit dem TAL100RS fragen. Ist das für Deep Sky und Mond/Planeten geeignet?

Worauf ich ihm geantwortet habe:

Zitat von KaStern:
aus meiner Sicht: Nein.

Der 4" Tal FH hat ein zu gerings Auflösungsvermögen und zu schlechte Farbtreue.
Er taugt deshalb nur für recht bescheidene Ansprüche.

Meine Antwort ist einfach verständlich und begründet.
Die Begründung wird gestützt durch Theorie und Praxis.
Die Praxis:
Man sieht den Farbfehler des 100/1000mm TAL. Man sieht das
vergleichsweise geringe Auflösungsvermögen des TAL im Vergleich
zu Teleskopen mit größerer Öffnung.

Praxis:
Ich stand mal mit JürgenH mit meinem 200/1200mm Dobson und
seinem damailgen 100mm Achromat mit f/12 oder f/13 auf einem
abgeernteten Acker in der Nähe von Seppenrade.
Das Seeing war miserabel und der Achromat zeigte am Planet
so viel oder so wenig wie mein 200mm Newton.
Der Farbfehler des 4" Achromaten war sichtbar.

Übrigens hat sich Jürgen seitdem über 115/805mm und 130/1200mm TMB
bis zum 150/1200mm TMB Dreilinser Apochromat hochgearbeitet.

Warscheinlich deshalb weil das Seeing ja sowieso nie mehr als
für 4" Öffnung taugt :totlach2:

Theorie:
Der TAL ist zu kurz um am Planeten das leisten zu können
was mit 100mm Öffnung möglich wäre. Der Farbfehler drückt
den polychromatischen Strehl auf wie von Kai (fraxinus)
mit Oslo berechnet auf 0.73 also unter beugungsbegrenzt.

Theorie:
Ein 100mm Teleskop trennt gleichhelle Doppelsterne um etwa 6mag
bis zu 1,14 Bogensekunden Abstand, nach Rayleigh.
Ein 200mm Teleskop kann bei ausreichend gutem Seeeing
Doppelsterne um etwa 6mag bis zu 0.57 Bogensekunden Abstand trennen.

Praxis:
Ich stand mit 200/1200mm ATM Newton sowie 7" TMB Apochromat
bei ca 7/10 Seeing nach Pickering beim ITV auf der Wiese.
Beide Teleskope zeigten das gleiche an Jupiter und M13.
Das war damals auch die Aussage des TMB Besitzers.
Später hat allerdings gemeint beim abbauen bemerkt zu haben
daß sein Apo zugetaut gewesen sei.

Praxis:
Ich stand bei 10/10 Seeing nach Pickering mit 200/1200mm ATM Newton
und 102/800mm Takahashi Apochromat auf einer Wiese im Sauerland.
Der Apo zeigte die 2 Hauptwolkenbänder, 4 weitere Wolkenbänder,
die Polbereiche, den GRF, einen großen und einen kleinen oval Spot,
Andeutung von Girlanden.

Der 200/1200mm Newton zeigte all dies plus:
2 weitere schmale Wolkenbänder, viele Girlanden mit Farbunterschieden,
viele oval Spots, die Wirbelschleppe die dem GRF folgt,
die leichten Farbunterschiede der Monde.

Hier im Thread wird so getan als wäre der in Asien (Nowosibirsk)
gefertigte TAL in der Lage am Planeten mit einem 4" Vollapochromat
mitzuhalten. Kann er aber nicht, der Farbfehler vereitelt dies.

Hier im Thread wird so getan als könne der 100/1000mm TAL Achromat
in 99% aller Nächte am Planeten das zeigen was auch größere Öffnungen
zeigen können. Das ist unzutreffend. Das Seeing ist in wesentlich
mehr Nächten als nur 1% gut genug um 8" Öffnung wenigstens zeitweise
zu annähernder Bestform auflaufen zu lassen. Für 10% der Nächte
halte ich aus meiner Praxis mit einem zwangsbelüfteten 200/1200mm
im Isoliertubus für zutreffend.

Zitat von Felix42:
... sag ich lieber nix als was falsches und rate zum selber durchgucken.

Ist auch mein Credo. Selbst durchschauen! Das heilt den Durchblicker
von allerlei Vorurteilen und erspart ihm im Zweifelsfall einen Fehlkauf.

Die Tatsache daß Kurt einen ED und micht den TAL gewählt hat
ist ein deutlicher Hinweis für alle Leute die selbst noch
kaufen wollen/müssen.
Denn Kurt hat Ahnung von Teleskopen und er ist unabhängig.

Apropos unabhängig. Hier sieht man das Gegenteil:

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/ubb/showflat/Number/968988

Gruß, Karsten
 
Hallo Tommy,

Ein interessantes Thema das hier angeschnitten wurde, ist ob sich lange Brennweite auf das Bild beruhigend auswirkt. Soweit ich in der optischen Litaratur rumgelesen habe, findet sich kein Hinweis auf eine solche Beziehung, und natürlich auch keine Begründung.

das sehe ich auch so und auch Vladimir Sacek äußerte sich im Forum
von Claudias Nieten dementsprechend. Aber stell man ein Teleskop
bei schlechtem Seeing scharf. Und dann schau mal in den kurzen
besseren Momenten ob der Fokus genau paßt. Das wird fast immer
nicht der Fall sein. Etwas defokus ist leider vorhanden.
Und dieser Defokus wirkt sich bei lichtstarken Teleskopen
stärker MTF-mindernd aus als bei lichtschwachen Teleskopen.

Dazu kommt das Problem der für lichtstarken Teleskope wenig
geeigneten Okulare.
Und man kann den Punkt anführen daß das bodennahe Seeing
Aufgrund der in klaren Nächten erfolgenden IR-Abstarhlung
bedingten Abkühlung Teleskope begünstigt die ihr Objektiv
oberhalb dieser instabilen Luftmasse haben.

Bei kleinen Öffnungen kommt noch dazu daß der User mit seinen
thermischen Unzulänglichkeiten (Abwärme, Atem) weiter weg vom
Objektiv ist und die Wellenfront deshalb weniger stark beeinträchtigt.

Letzterer Punkt ist einer der bei Newtons eine große Rolle spielt.
Ich empfehle deshalb für Newtons eine Taukappe als Tubusverlängerung.

CS, Karsten
 
Hallo Felix,

da ich ja auch noch weiter diskutiere und nicht nachgebe darfst Du diesen Spruch auch gerne gegen mich verwenden.
Entsprechend provokante Aussagen hast Du ja eh schon gemacht

Kannst oder willst Du nicht mit diesem Schwachsinn aufhören?
Ich schreibe also Schwachsinn.
Ich denke auch das sagt alles.

Es wäre auch von Dir jedenfalls besser gewesen mal klar und unumwunden einzugestehen das diese platte Antwort ein Fehler war und diese nicht schönzureden.


Zitat von Drainpipeviewer:
wollte mal nach Euren Erfahrungen mit dem TAL100RS fragen. Ist das für Deep Sky und Mond/Planeten geeignet?

Zitat von KaStern:
Dann wären wir wohl nicht derart aneinandergeraten
Nein da wird sich gewunden und relativiert bis zum geht nicht mehr.

Das klingt aber für mich irgendwie alles nur frei nach dem Motto eigentlich hab ich ja nix gegen FH oder Teleskope kleinerer Öffnung aber blöd find ich die trotzdem.
Jedenfalls solange an obiger Aussage und der Begründung mit der kleinen Öffnung krampfhaft festgehalten wird.

Grüße Gerd

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Gerd,


ich bezog mich eindeutig auf diese Aussage von Dir:

Zitat von Gerd_Duering:
Diese unsinnige Aussage wurde nun mal gemacht und da kann kein beschönigen helfen, weder von Dir noch von Felix der ja hier auch klar zu erkennen gibt zu welcher Fraktion Er gehört.

Daß ich zu einer Fraktion gehöre ist und bleibt Schwachsinn!

Ich kann im Gegensatz zu Dir akzeptieren daß Karsten diese Meinung hat und vertritt obwohl ich sie nicht zur Gänze teile:

Zitat von Felix42:
Bei einem 100mmf10 kann man noch geteilter Meinung sein,...

Zitat von Gerd_Duering:
Gegen Dich hab ich eigentlich nichts, ich bin nur enttäuscht das Du jetzt auch diese Schiene gegen kleinere Öffnungen fährst.
Das zeigst Du ja deutlich.

Nochmal: wo bitteschön?

Zitat von Gerd_Duering:
Das Öffnungsargument reicht Dir ja offensichtlich als sachliches Argument um die Untauglichkeit eines 4“ FH zu begründen.

Nö:

Zitat von Felix42:
Ich kenne zufällig zwei ED-Refraktoren mit sehr gleichen Eckdaten, beide über 100mm Öffnung. Beide in einer Nacht nebeneinander an Mars durchgeguckt. Der Unterschied war erstaunlich. In einem gerät ein scharfer Mars mit einigen deutlichen Details, einen sehr dunklen violettem Halo an der Wahrnehmungsgrenze konnte man erahnen oder sich einbilden, da war praktisch nichts. Der andere ED zeigte einen hellen hellroten Saum der viel von der Abbildung nicht erkennen ließ, die Details im Marsbild wurden phasenweise regelrecht überstrahlt.

Wenn mich jetzt einer fragt ob ein ED dieser Größe mit diesem Öffnungsverhältnis für Planeten geeignet ist - sag ich lieber nix als was falsches und rate zum selber durchgucken. Dazu kommt noch: was ein Beobachter tolerieren mag oder gar nicht als störend geht dem nächsten schon auf den Geist.

Bei einem 100mmf10 kann man noch geteilter Meinung sein, aber wie sieht es beim nächst kürzeren FH aus, ich glaube es gibt in dieser Öffnungsklasse noch einen 102mm oder 106mm/660 FH von Celestron - geht der noch am Planeten oder nicht? Schau dir die ausufernden Threads zum 150/1200 FH an, da geht es auch seitenlang zur Sache...

Ich beziehe mich unter anderem da eindeutig auf den Farbfehler und das Öffnungsverhältnis, auch auf zwei nicht-FHs (ich weiß, ich bin universeller Refraktorhasser) auch auf individuelle Ansprüche. Also, hör bitte auf mich in irgendwelche Schubladen zu stecken, das wird nix ;)


Viele Grüße Felix



 
Zitat von KaStern:
..... Hier im Thread wird so getan als wäre der in Asien (Nowosibirsk) gefertigte TAL in der Lage am Planeten mit einem 4" Vollapochromat mitzuhalten. Kann er aber nicht, der Farbfehler vereitelt dies.

Hier im Thread wird so getan als könne der 100/1000mm TAL Achromat in 99% aller Nächte am Planeten das zeigen was auch größere Öffnungen zeigen können. ....

Es überrascht mich immer wieder zu sehen, was andere in einem Thread lesen und als Aussagen herausziehen. Die oben gemachten Erkenntnisse kann ich absolut nicht nachvollziehen.

Tom


 
Hallo karsten,

Ich stand mal mit JürgenH mit meinem 200/1200mm Dobson und
seinem damailgen 100mm Achromat mit f/12 oder f/13 auf einem
abgeernteten Acker in der Nähe von Seppenrade.
Das Seeing war miserabel und der Achromat zeigte am Planet
so viel oder so wenig wie mein 200mm Newton.
Der Farbfehler des 4" Achromaten war sichtbar.

Auch wenn das schon ein bischen länger her ist (ca. 8 Jahre) erinnere ich mich noch ganz gut ;) Mein FH war übrigens ein f13 FH, also ein ganz schön langer Lulatsch.

Was noch fehlt in Deiner kurzen Beschreibung ist, dass der FH nur sehr wenig Farbe zeigte, die man bei höherer Vergrößerung ca. 180x erstmal in den dunklene Kraterrändern am Mond suchen muß. Bei Saturn war dagegen kein Farbfehler zu finden. So warst auch Du damals von der Farbreinheit des FH's sehr angetan.

In diesem Thread kommen nun verschieden Fragen zum 4" FH zusammen.

Man sollte bei einer Beratung vor allem immer den Adressaten und Threadstarter im Auge haben. Nach meinen Erfahrungen und Vermutungen sind 90% (+-10%) der Käufer von Fernrohren interessierte Gelgenheitsbeobachter, die zwischen 3 und 8 Nächte im Jahr ihr Fernrohr aufbauen.

Diese Leute sind zu Anfang mit so einem 4" FH f10 nicht schlecht beraten. Das Gerät funktioniert einfach aus dem Karton heraus und zeigt diesen Sternfreunden an Sonne, MOnd und Planeten kontrastreiche Bilder und viel mehr ist an drei von vier Nächten auch mit größeren Geräten am Planeten an den meisten deutschen Standorten nicht zu sehen.

Klar bei f10 ist der Farbfehler etwas ausgeprägter, bei sagen wir 150x. Aber wenn nicht gerade Karsten daneben steht und diesem Beobachter penetrant auf den violette Saum an der Saturnkugel hinweist, hätte dieser Beobachter sich einfach nur an der kontrastreichen sichtbaren Cassiniteilung erfreut und wäre gar nicht auf den Gedanken gekommen schlecht über sein Fernrohr zu denken... ;)

Und Karsten, ich erinnere mich an einen weiteren Beobachtungsabend wo wir zusammen bei uns im Garten standen. Etwa zwei bis drei Stunden lang hast Du dabei Deinen Newton am Polarstern kollimiert, weil es irgendein Problem gab. Nun stelle Dir den oben beschrieben Sternfreund mal vor, das willst Du dem doch wohl nicht zumuten. Der möchte ab- und zu ein paar wunderbare Himmelobjekte beobachten und keine Instrumentenkunde dafür studieren.

Also, ein 4" f10 Fh ist wenn er solide gebaut ist, wie ich das von TAL erwarte, sicher ein gutes Universalfernohr für den oben beschriebenen Interessenten. Wer technisch interessierter ist und/oder sich weitere entwickeln will in diesem Hobby wird sicher auch irgendwann den Newton in Erwägung ziehen und dann weitere Erfahrungen sammeln.

Beste Grüße und frohe Weihnachten an alle Himmelsbeobachter mit kleinen und großen Fernrohen, mit Linsen und Spiegeln

Jürgen

 
Hallo Karsten,

....Die Tatsache daß Kurt einen ED und micht den TAL gewählt hat
ist ein deutlicher Hinweis für alle Leute die selbst noch
kaufen wollen/müssen.
Denn Kurt hat Ahnung von Teleskopen und er ist unabhängig...

das muss ich etwas korrigieren. Mit meiner Meinung zur Eignung dieser beiden Teleskope als "Planetengerät" hat die Entscheidung zum Kauf des ED absolut nix zu tun.
Ich hab einen "mittellangen" Refraktor mit ca: 4" Öffnung als Leitrohr und Sucher für mein 12 f/10 Cassi gesucht. Dafür scheint mir das TAL 100RS nach wie vor gut geeignet zu sein und ich hätte es auch beinahe gekauft. Letzendlich haben mich aber die Diskussionsbeiträge von Christian sowie ein PM- Link von Felix dazu gebracht für meinen speziellen Zweck ein preigünstigeres, leichteres gebrauchtes 90mm f/10 ED zu kaufen.

Gruß Kurt
 
Jürgen

guten Abend.


Hättest du diese Worte gleich auf Seite 1 geschrieben, wäre der Thread wahrscheinlich bei einer Seite geblieben.

Ein 4" FH ist sicherlich in seiner Leistung beschränkt, genauso wie es ein 63 mm FH, ein 150 mm oder ein 200 FH ist, egal welche Brennweite er besitzt. Das gleich gilt aber für jedes Teleskop.
Wer einen 20" oder gar 30" Dob sein eigen Nett, will wohl nicht mehr mit 8", 10" oder 12" zu tun haben.
Wer ein 12", 14", 16" SC in seiner Hütte stehen hat, wird wohl einen 6" SC als Spielzeug bezeichnen.

Jedoch gibt es für alle diese Teleskop Besitzer die zufrieden sind mit IHREM Teleskop, aus welchem Grund auch immer . Warum wer welches Teleskop besitzt gibt es neben der richtigen oder falschen Beratung noch tausend andere Gründe die für diesen Besitzer eventuell deutlich wichtiger sind.

Einige der Teleskope sind sicherlich auch Krücken , ein 4" F/10 FH hat seine Limits aber Ihn deswegen Krücke zu nennen wie Karsten es am Anfang tat , finde ich daneben, auch wenn er in Karsten's auch eine Krücke sein mag.

Auf diesem Planeten und auch in diesem Land gibt es sicherlich Leute die auch Kartens Teleskop eine Krücke nennen würden, aus welchen Gründen auch immer, würde er auch nicht gerne hören und sich heftigst dagegen wehren, vielleicht sogar zu Recht dagegen wehren, eben genauso wie es Leute tun die einen 4"F/10 Besitzen und lieben.

Wenn ich im Februar von der Florida Winterstarparty zurück komme, dort mit dem Wetter Glück hatte, unglaubliches an Deep Sky aber auch Planeten im 30" Dob gesehen habe, brauche ich erst mal 1,2,3 Monate beobachtungspause um mich an das für uns Normale zu gewöhnen, aber danach schaue ich auch mal wieder durch einen Telemator und bekomme dann langsam wieder spaß. Im ersten Moment nach meiner Heimreise, macht mir jedoch kein einziges Teleskop spaß auch kein 8" oder 10" Apo, egal wie gut das Seeing hier ist, denn das was ich sehe ist quasi nichts ( wie es Sven ausdrückte ) im Vergleich zu dem was ich in Florida sah.

Ich verstehs auch nicht wenn wir mit unserem Verein in die Stadt gehen dort Public viewing betrieben und die Besitzer Ihres ETX 70 oder optisch miesem dejustierten SC den leuten begeisternt Venus, Jupiter , Mars zeigen....aber warum soll ich meinen Mitgliedern den Spaß am Beobachten nehmen, für diese ist das was Sie sehen enorm viel, für andere wiederum nichts.

Diese Mitglieder haben IHren Grund warum Sie gerade dieses Teleskop besitzen und nicht weil Sie beratungsresistent oder Kleinscherbenbesitzer sind.

Diese Mitglieder stellen mit Ihren Teleskopen eventuell mehr an als mancher mit einem 10.000 Euro Teleskop.

Hier im Forum sollte individuell beraten werden, das fehlt Großteils, es wird viel zu viel verallgemeinert.

Mancher Träumt sein Leben lang von einme 4" Apo, er kann es sich schlichtweg nicht leisten. Mancher träumt von einem 8" Newton, seine Umgebung , seine Familie, sein Beobachtungsstandort wird es Ihm nicht erlauben...aber einen kleinen FH kann und darf er sich leisten. Das auch solche Teleskope irgentwas zeigen wissen wir alle, auch Karsten hat dies geschrieben.

Nun wäre es doch mal eine Sache , wenn wir uns alle vornehmen, die Ihren Senf zu einem Thread geben, auf den individuellen Fragensteller besser ein zu gehen, dann hat auch dieser etwas davon.

Nur so ein Gedanke für das kommende Jahr 2013








 
Hallo Jürgen,

ja ich fand den Farbfehler deines 100/1300mm als wirklich tolerabel.
Ich konnte den Farbfehler aber auch an Saturn sehen. Am Mond war
dieser natürlich stärker erkennbar.

Und Karsten, ich erinnere mich an einen weiteren Beobachtungsabend wo wir zusammen bei uns im Garten standen. Etwa zwei bis drei Stunden lang hast Du dabei Deinen Newton am Polarstern kollimiert, weil es irgendein Problem gab.

Ja, an den Abend erinnere ich mich auch noch. Da hattest du doch
den 115/805mm TMB?! Ich war, was ich damals auch erwähnt hatte
beim runtertragen heftig gegen das Treppengeländer gestoßen.
Dabei hat sich der Newton dejustiert und ich mußte das Problem
dann am Stern lösen. Deine Beschreibung daß ich 2-3 Stunden lang(!)
am Stern kollimiert habe kann ich allerdings nicht nachvollziehen ?)
Ich weis noch daß ich mein Teleskop nach längerer Zeit,
als es volllständig ausgekühlt war, noch einmal am Stern kollimiert habe.
Vielleicht meintest du ja das?

Mich würde interessieren ob du deinen 6"f/8 TMB aus deinem Garten
heraus einmal am Planeten voll ausfahren konntest oder ob er
dir nicht mehr als dein 130/1200mm TMB zeigen konnte.

Noch eine schöne Weihnachtszeit wünscht dir

Karsten
 
Hallo zusammen,

Geschenke schon alle ausgepackt? Im Kreise der Familie friedliche Weihnachten feiern und dann anschließend im Internet den Frust des Weihnachtsstresses ablassen? Aber bitte nicht hier!

cs,
Stefan
 
Hallo Stefan,

hm, ich denke Du hattest einen schlechten Start in den Thread und mit Deinem 2. Beitrag wirst Du auch noch nicht richtig warm. Vielleicht beziehst Du Dich auch gar nicht auf Karstens Beitrag? Hm.
Ich versuche mich gerade rein zeitlich durch die Zeit seit Deinem 1. Beitrag zu wühlen und außer dem etwas merkwürdigen Beitrag über den Schutz des europäischen Marktes vor Produkten die nicht nur funktionieren sondern aus versehen für unsere Wohlstandsgesellschaft zu billig sind, kann ich nichts besonders kritikwürdiges feststellen.
Schlechtes Timing? Hab ich auch manchmal...

Clear Skies
Sven
 
Hallo Gerd (Düring),

ich muss doch nochmal ein wenig im Thread zurück und Dir die Sorge nehmen, dass ich mich zu drei armen unschuldig Verfolgten zähle.
Nein, mir gehts gut, ich habe meinen Spass und es fasziniert mich, wie wenig Aufwand es macht, sehr viel erzählt zu bekommen.
Mein Standpunkt steht, ist selbst beobachtet und sogar durch diesen Thread eher bestätigt als beschädigt.
Dein Standpunkt ist ein Anderer, ich lasse ihn Dir gerne.

Dennoch:
In der Sache bleibst Du also bei 4" als Optimum, 5-Zöller werden angeschafft, weil man sie fotografisch nutzen kann, nicht weil man damit visuell öfter Mal mehr sieht als mit 4 Zoll Öffnung.
Bisher nur eine weitere zaghafte Gegenstimme, also nehmen wir das mal so hin.
Keine Abschweifungen in FH oder APO, schon gar nicht Newton, jeder darf nehmen, was er mag. 4" ist in 90% bis 99 % der Fälle okay, alles drüber ist Quatsch.
Das ist Deine Aussage ohne System- oder Personenkritik und sie wird massiv verteidigt, nicht nur von Dir.

Wie stehst Du nun zu der Tatsache, dass im Rahmen einer der der Threadentgleisung, konkret in Richtung 16 Zoll SC, einer der Verteidiger des 4" Bollwerks es geradezu überrennt.
Welche Chancen siehst Du unter den von Dir festgestellten Verhältnissen für den sinnvollen Betrieb eines 16" Teleskops?
4 - 8 - 16 Zoll, eine durchaus übliche Teleskopreihe im Besitz eines einzigen Hobbyastronomen.
Bei mir steht 4 - 6 - 12.

Als Entgleisungsthema sehr interessant ist die lange Brennweite, welche gegen Seeing hilft.
Sie war sicher öffnungsbezogen genannt und da wär das eng auf die Ausgangsfrage bezogen, sicher nicht das Thema zwischen 90/900 und 100/1000, da jeweils F/10.
Den Unterschied rein vom Design und dessen Ausreizung kann man allgemein beleuchten, muss man nicht, denn was wie gefertigt ist spielt auch eine Rolle. Hier muss eigentlich am realen Teleskop geschaut werden, am Besten im direkten Vergleich.
Auch bezüglich Standort- und Beobachterseeing wird sich das wenig geben, da kommen Unterschiede von F/6 zu F/12 ganz sicher zum Tragen.
Ich bin übrigens jemand der Balkonbeobachtern mit Refraktoren vom Stativ abrät und dazu rät, Brüstung oder Geländer auf Stabilität zu prüfen (oder zu bauen) und hier die Montierung zu setzen, sodass die Refraktoröffnung möglichst weit heraussragt.
Daneben vertrete ich die Meinung, dass ein kleines Öffnungsverhältnis, also lange Brennweite im Verhältnis zur Öffnung jedem optisch wirksamen Bauteil von der Frontlinse (Newtonspiegel nur der Vollständigkeit halber) bis zum Okular entgegen kommt und dadurch bei gleicher Fertigungsqualität und Designauslegung ein sichtbarer Vorteil in der Abbildungsleistung erkennbar werden sollte.
Das zumindest, wenn wir in die höheren Vergrößerungen zu Planetenbeobachtung einsteigen.

Lassen wir mal noch weiter führende Entgleisungen wie F/4taugliche Orthos, Monos, was auch immer ganz links liegen und bleiben bei realistischen Werten für Linsenteleskope, also F/6, F/10 oder auch F/12 und mehr.

Die Freiheitsgrade für "Fehler" sollten m.E. größer sein und zwar bei jeder Öffnung und bei jedem Design, auch wenn z.B. die Grundvorraussetzungen für eine gut machbare Umsetzung des Designs bereits erfüllt sind und die theoretische Lösung optimal aussieht.
Die längere Röhre an sich kann es nicht sein, auch nicht in jedem Fall die reine Höhe über der Wiese, es muss also mit dem Inhalt der Röhre, mit allem zwischen Frontlinse und Auge, zu tun haben.

Ich denke, da haben wir einen Schlüssel in der Hand und wir sollten mal ernsthaft versuchen, am Schloss zu drehen.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Günther

ich glaube deine Fragen sind nicht richtig.

Ich glaube nicht das hier irgentjemand bezweifelt das mehr Öffnung im Allgeinen mehr zeigt.

Es gibt ja nicht nur Planeten und Begungsscheibchen !

Fakt ist und dem wird auch jeder zustimmen, je größer die Öffnung desto seltener die Nächte in denen du die volle Leitungsfähigkeit eines Teleskopes ausnutzen kannst.

Fakt ist, dem wird wohl auch jeder zustimmen das bei gutem Seeing eine größere Öffnung die nicht Beugungsbegrentzt arbeiten kann mehr , auch an Planeten mehr zeigt als eine kleinere Öffnung die Beugungsbegrentzt arbeiten kann. Zumindeste mal bis zu Bestimmten Größen, die so nicht definierbar sind.
( Bsp: Ich habe bestimmt drauf geachtet das mein 24" stets gut justiert war und der Lüfter brummte, dennoch konnte er in vielen Nächten an Planeten selbst mit einem 4" Apo nicht mithalten.)

Dieses mehr ist jedoch nicht mehr Auflösung denn das wird durch das vorhandene Seeing begrentzt, jedoch ein helleres Bild , leichter zu sehende Details etc sind hier gemeint.

Kleine Refraktoren , kleine Maks, kleine Newtonians sind Grap and Go Teleskope, größere bedeuten immer mehr Aufwand treiben, oft lohnt sich dieser Mehraufwand aber eben nicht immer.

Nehmen wir nun nicht den Freak, sondern den Gelegenheitsbeobachter, was wohl eher die Masse darstellt und stellen einen 100 mm Refraktor und einen 200 mm Spiegel nebeneinander, nehmen ein standart Seeing, das wir mal als Ok bezeichnen...schauen uns Jupiter oder Saturn an, dann bin ich relativ überzeigt das dieser Gelegenheitsbeobachter das Bild im 100 mm Refraktor vorzieht, schwenkt er dann um zu Orion oder M13 etc wird er das Bild im 200 mm lieber mögen denn dort sieht er mehr.

Nimmst du dagegen Freaks, die werden immer den 200 mm Spiegel vorziehen, denn die Kucken nicht eben mal auf die Schnelle, sondern lassen sich Zeit für die Momente und achten darauf das Ihr Teleskop so funktioniert wie es sollte.Diese Freaks stellen auch den Wecker und stehen mitten in der Nacht auf, der Gelegenheitsbeobachter eher selten.


Interessant wirds dann aber wieder wenn du einen Kleinscherben-Freak nimmst der gerne Zeichnet, dieser wird dir die meisten Details im besseren Gesamtteleskop zeichnen, denn dem fällt auf wenn irgentwas mit einem Teleskop nicht richtig Performed, aus welchen Gründen auch immer.

Betreff deiner Aussage zu langer Brennweite gibst du falsches wieder. Kann es sein das hier absolut niemand von Langer Brennweite sprach sondern von Öffnungsverhältnissen ? Daher bitte nichts wiedergeben , worüber niemand gesprochen hat, danke. Ein 16" SC hat schlieslich auch ne lange Brennweite.





 
So unsäglich dieser Thread auf den ersten Blich erscheint, so nützlich könnte er sein.
Man streiche einfach alle Beschimpfungen, Unterstellungen, unbewiesenen Behauptungen, diffamierenden Bezeichnungen für Teleskoptypen und filtere das Nützliche heraus.
Hier sind eigentlich alle Für und Wieder einzelner Teleskoptypen und deren Einsatzmöglichkeiten genannt wurden.
Diese bestätigen den alten Spruch: Jedes Teleskop hat seinen Himmel!
Eine Einsteigerberatung kann nur Sinnvoll sein, wenn man den Einsteiger mit seinen Individuellen Voraussetzungen, Bedürfnissen und Möglichkeiten sieht.
Das alles wurde hier schon erwähnt!
Man darf halt nicht die eigenen Maßstäbe bzw. Ansprüche über die der Anderen stülpen (wollen).
Kurt und Gerd (Sorry! Falls ich jemanden vergessen habe ;-)) würde ich es durchaus zutrauen, einen für Einsteiger hilfreichen neutralen Textbeitrag zu verfassen, welcher die Bedürfnisse vieler Ratsuchenden abdeckt und auf den man einen Fragenden erst einmal zum Selbststudium in diesem Forum verweist.

Z.B. Unterteilt:

Welches Teleskop(Typ, Öffnung, usw.) bei welchen Voraussetzungen( Finanziell, Transport, Handhabung bzw. Bedienung usw.) für welchen Zweck (Planeten, DeepSky usw.)

Ich weiß, es gibt solche Beratungen auch auf HP`s einzelner, auch hier im Forum vertretener, User.
Doch denke ich, dass ein neu gestalteter Text von Mitgliedern wie Gerd und Kurt (nur als Beispiel genant!), die sehr erfahren und doch manchmal unterschiedlicher Auffassung sind, eine höhere Akzeptanz nicht nur hier im Forum erlangen würde!

Vor allem sollte man bei Einsteigern von dem ausgehen, was der Handel qualitativ auch bieten kann und nicht das Teleskop von der “Stange” mit dem eigenen Tuningteil vergleichen.
Das man durch selbst Handanlegen Verbesserungen erreichen kann, darf ja ruhig erwähnt werden ;-)
So, war nur eine Idee.

VG,
Michael

Ps.: @ Kurt: Ich warte bereits sehnsüchtig auf eine Einschätzung (Bin bescheiden, eine kurze Beurteilung reicht mir schon ;-) des 90/900er ED. Ich will mir vielleicht auch so ein Teil zulegen und schwanke noch zwischen ELITE 102/1100, TAL 100 und eben dem 90er ED.
 
Hallo Markus,

das letzte, weil das WICHTIGSTE, zuerst.
Es ist mir egal wer das aufgebracht hat und wie, es steht im Thread und auch bei Roth und führte letztlich dahin, dass mehrere Beobachter, auch DU davom berichtet haben, dass bei Teleskopen mit kleinem Öffnungsverhältnis gegenüber gleichwertigen Teleskopem gleicher Öffnung mit großem Öffnungsverhältnis ein besseres Bild rauskam. Teils wurde schlechtes Seeing dabei genannt, teils nicht.
Du sprachst auch von "Tiefenschärfe", was hier lediglich ein breiteres Fokussierband im Sinne von scharf bedeutet. Eigentlich sollten Untersetzungen (1/10) der Fokussierung da helfen, sind ja recht üblich.
Das ist offensichtlich nicht der Fall und das muss Ursachen haben die nicht nur mit dem längeren Rohr zu erklären sind, der Inhalt des Rohrs muss eine Rolle spielen.

Auch der Rest steht im Thread und da interessiert mich die Antwort von Gerd. Die Minimalprozente die er verteidigt und die 10% für 8 Zoll, die den Entrüstungssturm der Öffnungsgegner entfachten stehen nun Mal und meine 60-70% für mehr als 4" stehen auch.
Da zähle ich jetzt mal Erbsen, er hat mich jetzt oft genug aufs Korn genommen. Meine diesbezüglichen Fragen an ihn sind richtig. Das entscheide ich, nicht Du.
An Dich habe ich nach obigem Statement zum Prozentespiel keine Fragen mehr.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
hallo Markus und alle,

Kai hatte uns hier ja die interessante Grafik aus Harrie Ruttens Buch gezeigt Fig.18.10 aus "Telescope Optics" - bei 2" und schlechterem Seeing kann der 24" laut diesem Diagramm tatsächlich unter Umständen nicht das zeigen was ein 4" zeigt, aber ein 10-12" ist immer überlegen. Damit die unterliegen, muss das Seeing schlechter als 5" sein, das ist aber ein Wert bei dem man selbst mit einem 4" am Planeten nicht happy und sich wohl lieber auf Deep Sky oder ein Glas Wein stürzen wird. Vielleicht sind das die "bestimmten Grössen, die so nicht definierbar sind"? Jedenfalls ein Literaturzitat über Fernrohrgrösse und Leistung am Planeten von unbestritten einem der besten Optikkenner den wir haben.

Das deckt sich auch gut mit meiner Erfahrung, selbst bei mässigem Seeing sehe ich im 10" immer das was ich auch im 5" sehe, und oft plastischer. Auch wenn das Teleskop wegen Seeing nicht ausgereizt werden kann. Dafür braucht es dann überdurchschnittliches Seeing.

Was ein Gelegenheitsbeobachter vorzieht, wage ich nicht zu beurteilen. Die ersten Male am 10" haben mich da gründlich verdorben :-)

Das ist auch der Grund warum ich den Rat "selber durchschauen" zwar auch gerne gebe, aber mit einem Schuss Vorsicht. Meist sind Einsteiger nicht imstande die Feinheiten zu sehen weil ihnen der geschulte Blick fehlt. Gerade deswegen fragen sie aber im Forum um Rat, weil sie Erfahrungen von Fortgeschritteneren mitgeteilt bekommen wollen. "Schau selber durch, dann siehst du es" greift zu kurz. Eine engagierte Diskussion finde ich sehr gut, auch kontrovers, es gibt immer pro und kontra, aber nicht eine entgleiste und völlig ins unsachlich Persönliche abgleitende.

In dem Sinn wünsche ich mir und allen 2013 eine sachlichere, und auch den dagegen argumentierenden Sternfreund nicht herabwürdigende Diskussionsweise. Wir wollen den Leuten den Weg ja ebnen und nicht abschrecken. Ich glaube das ist uns allen gemeinsam.

lg Tommy
 
Hallo Günther,


Zitat von *entfernt*GMS:
ich muss doch nochmal ein wenig im Thread zurück und Dir die Sorge nehmen, dass ich mich zu drei armen unschuldig Verfolgten zähle.
Nein, mir gehts gut, ich habe meinen Spass und es fasziniert mich, wie wenig Aufwand es macht, sehr viel erzählt zu bekommen.

ja das es Dir gut geht und Du Spaß hier hast daran hatte ich auch nie Zweifel.
Es geht hier aber nicht um Dein befinden.

Zitat von *entfernt*GMS:
Dennoch:
In der Sache bleibst Du also bei 4" als Optimum, 5-Zöller werden angeschafft, weil man sie fotografisch nutzen kann, nicht weil man damit visuell öfter Mal mehr sieht als mit 4 Zoll Öffnung.

Meinen Standpunkt bezüglich für die visuelle Planetenbeobachtung an den allermeisten Tagen im Jahr lohnenden Öffnung habe ich hier abgegeben.
Von 4“ ist da übrigens nirgends die Rede!

http://forum.astronomie.de/phpapps/...971649/Re_Erfahrungen_mit_TAL100RS#Post971649

Zitat von Gerd_Duering:
Nur an ganz wenigen Tagen lohnt dann die große Öffnung wirklich und da kann man dann am Planeten ein AH Erlebnis haben das prägt und wo man dem Öffrnungsfieber anheimfällt.
Aber wenn man mal ganz pragmatisch die Sache betrachtet sollte man einsehen das unter durchschnittlichem Seeing hier in Deutschland auch ein 5" bis 6“ das zeigt was unter diesen Bedingungen halt geht.
Das scheinen die Beobachtungen von etlichen Leuten hier zu bestätigen.
Selbst Karsten bestätigt das Er 8“ nur an 3 bis 4 Tagen im Jahr ausreizen kann.

http://forum.astronomie.de/phpapps/...976/Re_Erfahrungen_mit_guten_Teles#Post972976

Zitat von KaStern:
Das schaffe ich in etwa 10% meiner Beobachtungsnächte.
Dazu muß man aber bedenken daß ich nicht 365 Tage im Jahr beobachte
sondern eher 36 Tage im Jahr. Disee Beobachtungsnächts sind also
schon mal selektiert.
In den grauenhaften Nächten bei denen
die Sterne schon beim Blick mit dem unbewaffneten Auge flimmern
bleibe ich nämlich zu Hause.

Wer rechnen kann wird feststellen das 10% von 36 ausgesuchten Nächten im Jahr 3 bis 4 Tage im Jahr sind und das sind nun mal nicht viele.

Zitat von *entfernt*GMS:
Daneben vertrete ich die Meinung, dass ein kleines Öffnungsverhältnis, also lange Brennweite im Verhältnis zur Öffnung jedem optisch wirksamen Bauteil von der Frontlinse (Newtonspiegel nur der Vollständigkeit halber) bis zum Okular entgegen kommt und dadurch bei gleicher Fertigungsqualität und Designauslegung ein sichtbarer Vorteil in der Abbildungsleistung erkennbar werden sollte.


Schön das Du da nun auch drauf gekommen bist das es nicht nur die Okulare sind.
Wie ich hier schon schrieb.

http://forum.astronomie.de/phpapps/...316/Re_Erfahrungen_mit_guten_Teles#Post973316

Zitat von Gerd_Duering:
Vergessen wurden in jedem Fall außer dem Okular alle weiteren optischen Flächen die nach der bilderzeugenden Optik kommen und deren Einfluss bei gleichem Fokusabstand eben auch vom Öffnungsverhältnis abhängt.
Weil der Lichtkegel des langsamen Öffnungsverhältnisses spitzer ist und damit bei gleichem Fokusabstand einen kleineren Querschnitt hat, somit wird ein kleinerer Anteil der entsprechenden optischen Fläche genutzt.

Der Newtonspiegel selbst profitiert was dessen Oberfläche anbelangt übrigens nicht vom langsamen Öffnungsverhältnis
Es ist zwar richtig das die Parabel von der Sphäre mit langsam werdenden öv immer weniger abweicht.
Die Oberflächengenauigkeit muss aber immer gleich gut eingehalten werden, egal ob langsam oder schnell.


Da fällt mir Deine merkwürdige Erklärung ein.

http://forum.astronomie.de/phpapps/...586/Re_Erfahrungen_mit_guten_Teles#Post973586

Zitat von *entfernt*GMS:
Es kann nicht anders sein, dass lange Brennweite im Verhältnis zur Öffnung, als spitzer Strahlenkegel, allen an der Bildgebung beteiligten Bauteilen hilft, dass man hier mehr Freiheitsgrade hat, als bei stumpfen, kurzen Kegeln.

Also mehr Freiheitsgrade wegen spitzem Kegel ist schon sehr abenteuerlich.
Eventuell beschäftigst Du Dich ja doch mal etwas eingehender mit der Sache.

Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Michael,

alles schön und gut, aber hier geht es nicht um einen Einsteiger sondern um jemanden der vom 76/1200er FH den er selbst als reines Planetengerät bezeichnet, universeller steigern möchte.
Sich da in der Beratung auf 100 mm Öffnung zu berschränken fällt mir persönlich noch schwerer als bei einem Einsteiger
Er müsste das, wie der Einsteiger auch, selbst(!) schon definitiv ausschließen, nachdem(!) entsprechende Vorschläge kamen.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Gerd,

wie schön dass nun alle Irrtümer der Hetze und der Wortklauberei aufgeklärt sind.
Danke für die Mühe der Klarstellung bezüglich der 8 Zoll.
Schöne Zitate, aber lückenhaft, Du hast Post 973818 (Williforster) vergessen, ist verziehen, passt nicht in Deinen Argumentationsstrang. Da gehts um 4" und nur 1% der Nächte wo man mehr Öffnung nutzen kann.....oh, sorry, er schreibt 100/1000, also nicht 4".
Ich hab ihn nur gewarnt, dass er dafür absolute Beweise brauchen könnte, nicht kritisiert, auch wenn ich andere Ergebnisse habe (so gings Karsten, schon vergessen?), die ich nicht mal direkt gebracht habe. Du jast mir sofort untergeschoben, ich hätte ihn kritisiert. Hab ich nicht!
Egal, das alles hat was mit der Lesart zu tun.
Ich denke, für 4" bis 7" wird sich auch Dir eine Lösung deutlich oberhalb von 10% aufdrängen, das ist doch schon mal ein Anfang.
Nimmt man dann noch dazu, dass Markus mit seinem letzten Statement zur freudvollen Nutzung größerer Öffnungen auch dann, wenn die Öffnung sich seeingtechnisch nicht bis aufs Letzte ausreizen lässt, ganz sicher unwidersprochen bleibt, könnte man fast fragen, um was es eigentlich ging.

Ja genau.....Animositäten!

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günter!

O, da war ich wohl etwas OT, aber mir ging es generell um viele zutreffende und verwertbare bzw. auch für mich nützliche Aussagen mit Erkenntnispotential in diesem Thread. Eine sachliche Zusammenfassung, ohne persönliche Angriffe und Eitelkeiten, wäre eine gute Grundlage für viele Neulinge. So etwas nennt man dann glaube ich konstruktive Diskussion.
Doch dafür müssten viele auch einmal über ihren Schatten springen (Der Versuch wäre es wenigstens wert!). Ich hab`s bereits versucht, aber keiner folgt mir! :niemals:

Wie ich vorhin schon schrieb, bin ich auch in der Entscheidungsphase welchen Refraktor ich mir zulegen soll. Das heißt nicht das ich Newtons verachte!
Ich bin eben etwas fauler und möchte weder basteln noch justieren.
Das ist bei vielen Dingen so.
Der eine kauft sich ein Fertigmodell mit dem er einfach nur Spaß hat, der andere tunt oder baut sich sein Modell selbst, und erbringt Höchstleistungen.
Einer möchte mit dem Flugzeug nach Rom. Für den anderen ist der Weg das Ziel und pilgert.
Wenn man etwas selbst vollbracht hat ist der Stolz um so größer.
Nur sollte man die Menschen mit “bescheideneren” Ansprüchen auch respektieren.
Wie viele Nebenkriegsschauplätze werden noch eröffnet? Wir kommen vom Hundertstel ins Tausendstel! Jetzt geht es schon um Prozentrechnung und Mob wurde auch schon wieder falsch geschrieben. Wohin soll das noch führen? ;)
Sorry, war wieder OT.

VG,
Michael
 
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