Erfahrungen Nikon 10x25 / Vixen Atrek 10x25

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Gelöschte Mitglieder 487

Hallo Leute, in den Betreff haben die kompletten Bezeichnungen nicht reingepaßt also nochmal:

Nikon 10x25 Sportstar 4 EX
Vixen Atrek 10x25

Kennt jemand von euch eines der beiden oder sogar beide?
Was habt ihr für Erfahrungen mit den Gläsern?
Die technischen Daten sind mir bekannt.
Ich brauch nämlich mal ein leichtes Glas, das ich IMMER mitführe. Mein 10x50 habe ich schon zu oft zu Hause gelassen und hinter gedacht: "Mist."
Danke euch!
Norman
 
Im Vergleich kann ich Dir nichts dazu sagen, ich habe das Nikon 10x25 und das Nikon 8x25 verglichen und ausprobiert. Mein Verwendungszweck dafür war auch: Ein preiswertes Glas für wirklich immer dabei.

Das 10x25 fand ich in dem Zusammenhang nicht ganz so toll, vor allem fiel es (mir) schwer, die 10x ruhig zu halten. Das Glas wiegt fast nichts, man hat wenig zum anfassen und also halte ich 10x bei einem so kleinen Glas für ein wenig zuviel des Guten.

Probier einfach mal auch ein 8x mit aus.

Ein schönes Glas ist meiner Meinung nach auch das Steiner Wildlife 8x24 (nur dieses, kein Safari! Steiner ist ein wenig problematisch in dieser Hinsicht).

Das Vixen dürfte im Vergleich zum Nikon noch ein wenig (!) hochwertiger sein. Hat es auch wie so viele andere Vixen Gläser ein wenig Tunnelblick?

Gruß
Adson
 
Hallo Normann,

wenn Du Dir wirklich ein Miniglas antun willst, dann lass bitte die Finger von den 10x-Modellen. Diese sind allesamt meiner Meinung nach völlige Fehlkonstruktionen.

Wie meine Vorredner schon schrieben ist ein mit den Fingerspitzen gehaltenes Kompaktglas der 200- bis 300g-Klasse eine extrem zittrige Angelegenheit. Daher solltest Du unbedingt auf 8x ( oder noch besser 7x ) - Gläser ausweichen, dann hast Du wenigstens ein halbwegs ruhiges Bild.

Allerdings haben alle Minigläser - und hier schließe ich selbst die teuren Edelmarken nicht aus - eine deutlich schlechtere Streulichtunterdrückung als normal große Ferngläser. Daher solltest Du Dein Wunschglas vorher erproben, bevor Du möglicherweise Geld zum Fenster hinaussschmeißt. Ein gutes 8x30/32 ist m. E. optisch bei weitem vorzuziehen und immer noch deutlich kompakter als ein 10x50.

Beste Grüße

Manfred

 
Hallo Adson,
ich weiß, das ist eine etwas zittrige Angelegenheit. Wenn es um den Komfort ginge, würde ich auch auf jeden Fall eine 8fach-Version wählen. Nur ist mir die Vergrößerung zur Identifizierung von z.B. Vögeln wichtig. Das Vixen hat tatsächlich einen tunneligen Blick, aber nicht mehr als das Gros aller anderen Fernglasanbieter in dieser Produktkategorie. Nikon bildet eine extreme Ausnahme mit seinen 6,5 Grad Sehfeld (114m auf 1000). Selbst Leica hat nur 96m (5.5 Grad), wie auch das Vixen. Was die Qualität des Nikons gegenüber dem Vixen angeht, nunja - auch Nikon hat grundsätzlich die Fähigkeit zu Highend- z.B. die HighGrade Serie soll angeblich schonmal eine bessere Randschärfe als Leica&Co haben...Vielleicht gibts ja bei dem billigeren Glas eine Positiv-Überraschung :/
Ich habe obig benannte Gläser bestellt und werde mich dann entscheiden. Beide haben genausoviele Vorteile wie Nachteile - bin gespannt wie ich mich entscheide.
Was ist denn problematisch am Steiner Safari?
Hast Du genau das EX-Nikon oder ein anderes?
Ach so, wie ist denn nun Dein Eindruck bezüglich der Bildqualität beim Nikon? Du weißt diese ja bestimmt recht gut zu beurteilen durch den Besitz anderer hochwertiger(er) Gläser...
Beste Grüße,
Norman
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Manfred,
ja, wie ich Adson schon sagte - bin leider auf höhere Vergrößerung angewiesen. Will damit ja auch nicht dauerhaft beobachten sondern das Glas für kurze Blicke zwecks Identifizierung von diversen Viechern nutzen. Für ein paar Sekunden mit Luftanhalten krieg ich schon genügend Ruhe ins Bild denk ich :/
Interessanter Hinweis mit der Streulichtunterdrückung - woran liegt das? Kurze Bauweise? Hab mir kürzlich ein kleines Spektiv zurechtgebastelt und trotz penibler Schwärzung und Blende ist das Bild auch ziemlich streulichtverseucht, ich schiebe das auch auf den geringen Abstand vom Amiciprisma zum Objektiv, v.a. weil das Prisma nicht wirklich vergütet ist...
Beste Grüße,
Norman
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

Ferngläser sind ja sehr individuell.

Thema Nikon: Die besseren (und teureren) von Nikon sind in der Tat sehr gut. Die sind auch noch "Made in Japan", die kleinen und billigen 8x25 bzw. 10x25 kommen aus China. Soweit erst mal grundlegend. Mir persönlich gefällt das Nikon 8x25 wegen des vergleichsweise riesigen Gesichtsfeldes. Da ist es recht nett, wie schon geschrieben kann ich 10x da aber nicht mehr wirklich sinnvoll nutzen (also ich sehe bzw. erkenne nicht wirklich mehr als im 8x).

Ich hab das Nikon SportStar IV EX 8x25, irgendwo hier findet sich auch noch mein "Hilfe ich suche was kleines" Thread. Da habe ich auch was zum Steiner geschrieben. Steiner wird mitunter pauschal abqualifiziert, m.E. nicht völlig berechtigt aber ich lasse jeden denken was er will. Die Safari-Serie bei Steiner ist einfach Schrott (auch meine Meinung), Verarbeitung ist billigst und die Optik auch. Also ich würd dafür kein Geld ausgeben, es sei denn die ramschen das mal bei LIDL für 10 EUR raus. Wildlife ist die etwas bessere Serie und da kann man schon mal einen Blick durchwerfen. Da gibts auch ein 10x Glas, nicht schlecht und durchaus brauchbar.

Im Vergleich zu den teureren Gläsern ist das Nikon (und die anderen kleinen Dachkantgläser) zum einen einfacher verarbeitet, die Randschärfe ist nicht so optimal und je nach Sonnenstand (oder hellen Lampen) hat man u.U. heftige Reflexe. Das ist bei den kleinen Gläsern aber normal.

Du fragst, wieso das so ist und auch bei teuren Dachkantgläsern nicht völlig zu beseitigen ist - ich denke, das liegt einfach am nicht vorhandenen Platz. Bei 25 mm Öffnung willst Du ein kleines und leichtes Glas und wo will man da irgendwas hin-konstruieren, um die Reflexe zu reduzieren. Also das sehe ich bei so einem Glas einfach systembedingt, im höheren Preissegment wird da ein wenig mehr Aufwand betrieben, aber vollkommen ist es da eben auch nicht.

Nun schreibst Du, dass Du mit dem 10x glaubst, die Vögel besser erkennen zu können. Das musst Du in der Tat ausprobieren. Ich nehme lieber ein 8x als ein 10x für freihändige Beobachtung, wobei ich auch schon mein 10x50 Fujinon hin und wieder freihändig und auch am Tag verwende.

Beim "Birden" wie man neudeutsch sagt, würde mich beim 10x25 schon die noch kleinere AP von 2,5 mm stören. Schon bei etwas schlechten Lichtverhältnissen habe ich da Probleme, im Geäst überhaupt noch etwas zu erkennen. Das ist aber auch eine sehr persönliche Sache, für mich ist alles bis ~ 3 mm AP "bequem" bei Ferngläsern. Und ich bin ein sehr bequemer Mensch ... ;)

Gruß
Adson
 
Hallo Normann,

ich beobachte schon seit über 35 Jahren Vögel, dabei bin ich meistens mit einem 7/8-fachen Glas besser klargekommen als mit einem 10-fachen Glas und dies, obwohl ich eine ruhige Hand habe. Einzige Ausnahme: In weiter, offener Landschaft oder an der Küste kann man mit der höheren Vergrößerung manchmal etwas mehr erkennen, dagegen hat man im Wald oder Gebüsch mit dem 10x-Glas oft das Nachsehen: Bis man den Vogel gefunden und scharfgestellt hat, ist er schon weg! Denn ein stärker vergrößerndes Glas hat nicht nur das ( meist ) kleinere Sehfeld, sondern auch eine deutlich geringere Schärfentiefe.

Außerdem wundere ich mich, dass Du erst nachfragst und, ohne die Antworten zu bedenken, uns mitteilst, dass Du schon bestellt hast. Da muss man sich als "Berater" natürlich fragen, warum man sich überhaupt die Mühe gemacht hat, zu schreiben.

Übrigens bin ich "stolzer" Besitzer von zwei Edel-Kompaktgläsern ( Zeiss und Leica 8x ), für mich sind die Dinger lediglich ein Notbhelf, wenn gar nichts anderes mitgenommen werden kann. Ein 10x-Kompaktglas - und dann auch noch im Billigbereich - ist für mich als Vogelkundler nahezu unbrauchbares Spielzeug. Aber vielleicht kommst Du ja zu anderen Erkenntnissen.

Gruß

Manfred
 
Hallo Manfred,
ich habe den Thread erstellt, weil ich an euren Erfahrungen interessiert bin und nicht vorrangig als Grundlage einer Kaufentscheidung. Ich habe mir benannte Gläser vor allem zur Ansicht bestellt, damit ich eben mal durchgucken und mir ein Urteil bilden kann - so lautete ja auch Dein Vorschlag, "erst Durchgucken und Ausprobieren". Also nicht gleich muffig werden :Trost: Beratung hin oder her, am Ende zählt das eigene Durchschaun, von daher sehe ich keinen Grund mit der Bestellung zu warten. Ob ich vom Widerrufsrecht bei beiden Gläsern Gebrauch machen werde, wird sich zeigen -diese Möglichkeit besteht ja bei Internetanbietern laut Gesetz.
Das mit dem Erst-Finden-und-dann-Scharfstellen davon kann ich auch ein Lied singen glaub mir! Schon mal per Okularprojektion im Vierzöller auf nen Eisvogel gehalten? Verrückt oder? Da ich solch extreme Geschichten gewöhnt bin, denke ich, daß bei einem kleinen 10fach-Glas durchaus Chancen bestehen, daß ich damit klarkomme.
Mit der notwendigen Beharrlichkeit eines Vogelfreunds sind ein paar brauchbare Bilder entstanden. Könnte Dir ja mal ein Bild schicken, falls Du Lust hast.

vogelfreundliche Grüße
Norman mit einem "n" hinten
:/
 
Hallo Norman,

entschuldige bitte, dass ich Deinen Namen falsch geschrieben habe.

Wenn Du ein Fernglas in erster Linie für Vogelbeobachtungen nutzen willst, kommt es nicht nur darauf an, möglichst viele Details zu erkennen, sondern es ist noch weitaus wichtiger, den Vogel erst einmal scharf im Gesichtsfeld des Feldstechers zu sehen. Hier hat die schwächere Vergrößerung oft entscheidende Vorteile, das große Sehfeld und die gute Schärfentiefe bringen hier mehr als die - bei ruhiger Hand - bessere Detailerkennbarkeit. Als ernsthafter Orni hast Du sicherlich als Ergänzung noch ein gutes Spektiv, um auch weit entfernte Vögel sicher bestimmen zu können.

Ich besuche schon seit vielen Jahren im Herbst regelmäßig die Insel Helgoland mit guten Chancen, auch seltene Vogelarten ( z. B. Goldhähnchenlaubsänger, Spornammer, Schwalbenmöwe usw. ) vor die Linse zu bekommen. Logischerweise trifft man dort auch viele Hobbyornis beim Beobachten. Dabei ist mir noch nie ein 10x25-Nutzer über den Weg gelaufen, das muß doch einen Grund haben!

Beste vogelfreundliche Grüße

Manfred
 
Hallo Norman,

als Hobbyorni habe ich u.a. folgende Erfahrung gemacht: wenn ich mein 8x30 (Hensoldt Diagon) auf ein Stativ stelle und weit entfernt laufende Vögel (z.B. an einem Teich, See oder Fluss) beobachte, entsteht durch das nun ruhige Bild ein wirklich ganz erheblicher Informationsgewinn im Hinblick auf Detailerkennbarkeit; jemand hat mal geschrieben von 200 bis 300 % mehr, wenn es um die kleinsten Details geht; ich selbst denke dabei so an die 100 %; Du kannst das ja mal selbst ausprobieren; Umkehrschluss: bei einem Fernglas, das ich nicht in gleichem Maße ruhig halten kann, entsteht ein nicht unerhebliches Infortmationsdefizit; das Mehr an Vergrößerung bei einem Kleinfernglas von 8 auf 10 bringt Dir nicht nur keinen Vorteil, sondern einen erheblichen Nachteil im Hinblick auf Detailerkennbarkeit und Schärfe; also meine Empfehlung: nicht mehr als 8 x beim Kleinfernglas, das Du ja nicht auf ein Stativ stellen willst, sonst brauchst Du ja kein Kleinfernglas; ich selbst nehme wirklich gerne mit meinem 8x30 ein Einbeinstativ mit, ist sehr entspannend, kann damit stundenlang am Rhein in Düsseldorf wunderbar Vögel beobachten (ich könnte auch meine verschiedensten Ferngläser mitnehmen und auch ein Spektiv)

Gruß Rolf
 
Freut mich, dass die Ornithologen das so bestätigen können. Ich dachte schon, ich bin wg. nur gelegentlicher Vogelbeobachtung einfach nicht so geübt ... Manchmal ist weniger (Vergrößerung) eben doch mehr (Erkennbarkeit).

Wie Du (Norman) das machst: "Schon mal per Okularprojektion im Vierzöller auf nen Eisvogel gehalten? Verrückt oder? Da ich solch extreme Geschichten gewöhnt bin, denke ich, daß bei einem kleinen 10fach-Glas durchaus Chancen bestehen, daß ich damit klarkomme." würde mich doch wirklich interessieren. Vor allem, wie die Ergebnisse aussehen. Hast Du eine Website? Wäre ein gutes Tele da nicht die bessere Wahl?

Gruß
Adson
 
Hi Adson,Danke für Dein Interesse!
Eine eigene Homepage habe ich nicht online, allerdings witzigerweise im Rahmen meines Studiums eine solche erstellt - und zwar zum Thema Okularprojektion...
Bilder reinstellen funktioniert hier ja nur wenn man ne HP hat, aber ich könnte Dir ja ein paar Bilder per email schicken? kannst ja mal per PN Deine Adresse schicken.
Am Anfang war die Okuprojektion auf den Eisvogel extremes Glück, aber Glück des Tüchtigen: Habe mich lange Zeit am Fluss aufgehalten und entsprechende Sitzwarten ausfindig gemacht, irgendwann hats dann halt geklappt, sogar mit Fisch im Schnabel...Grundsätzlich habe ich zwei Methoden: wenns schnell gehen soll, der Vogel also nicht wegfliegen soll, nehme ich nen 800er Film bei 1/180s, noch schärfer gehts per Hutmethode - aber eben sehr windanfällig bei 1/16s...Diesen krummen Wert hab ich per Belichtungsreihe rausgefunden und mit Bildern der Okularprojektion verglichen. Alles analog also - noch nen Zacken krasser :/
Ich könnt noch ewig weiterschreiben :)
Jedenfalls hast Du zuguterletzt Recht, mit Tele ist das weitaus sinnvoller, vor allem durch die automatische Fokussierung... Aber ich habe nu mal grade nen kurzen Vierzöller, und da das Wetter meistens ... ist, hab ich die Okuprojektion statt aufn Mond eben bei ein paar Lieblingsvögeln von mir angewendet. Ach so, mittlerweile habe ich auch eine Brutstätte der Eisvögel entdeckt und kann so bequem aus 30m Entfernung auf den einen oder anderen Zweig halten, der in der Nähe des Wurzeltellers ist und gern besucht wird. Da kann man dann schon vorab auf den Zweig fokussieren...Bevor der Thread zu off-topic wird, mach ich ma Schluss. Im Extremfall könnt ich Dir ja meine Homepage-Ordner schicken, sind aber etwa 4 Megabyte glaub ich (im Bilderordner sind noch nichtverlinkte Bilder bei, die sinnlos Platz rauben, müßte ich mal gucken wie ich den Ordner ausmisten kann...)
okay, jetzt wärens 2 MB.
Beste Grüße
Norman
 
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