Erfahrungsbericht 28 x 110 MARINE TS Großfernglas

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Zitat von philippe49:
Die Parallel-Montierung ist äusserst interessant. Gibt es dazu eine Bauzeichnung und eine Stückliste ?
Wie erfolgt die Verbindung Montierung / Tripod ?

Hallo philippe49,

meine Parallelogrammmontierung (drei em, aber doch richtig geschrieben?) habe ich einem Sternfreund abgekauft, der sie mit viel Scachverstand und Sorgfalt gebaut hat. Zur Verbindung Monti-Fernglas benutze ich den Stativadapter von TS. Da ist eine Schraube dran, die fernglasseitig in das Gewinde des Mittelstegs gedreht wird. Die Unterseite des Adpaters hat das Gewinde vom Fotostativ, ob 1/4 oder 3/8 Zoll kann ich gerade nicht sagen. Da kommt eine passende Schraube rein, die den Adapter mit dem Tragearm der Montierung verbindet.

Bei meinem TS Marine wurde dieser Adapter übrigens mitgeliefert -> im Einzelfall klären ob man so einen Adapter bekommt oder zusätzlich bestellen sollte.

Gruß,
Tom
 
Hallo Philippe 49,

da all Deine Geräte aus der absoluten Oberklasse sind, werd ich mich lieber nicht in die Nesseln setzen und Dir entsprechende Empfehlungen geben. Mit Sicherheit bist Du da absolut von Deinen Optiken verwöhnt!
Jeder hat hier sein eigenen Vorstellungen! Was für den einen ok ist, muss für den anderen noch lange nicht gelten.
Ich denke einfach mal ausprobieren und abschätzen ob es für einen selber ok ist! Bestimmt kommt einem der eine oder andere Händler entgegen mit der Option einer Rücknahme!
Ich kann mich nur nochmal wiederholen:
die Verarbeitung ist sehr gut; Ganzkörpermetallausführung-sehr robust; Vergütung sehr gut bis gut; meine persönliche Einschätzung der Randschärfe ca. ab 80% leichte Unschärfe erst ganz am äußersten Rand stärker; super Kontrastschärfe; 7 kg schwer und riesig; Prismen kann man PROBLEMLOS justieren;
Wenn Du Zeit hast google einfach mal "28x110 giant binokular".
Überwiegend wirst du auf cloudy night´s landen, ich war auch schon auf einem spanischen und italienischen Forum, must Du halt den Google-Übersetzer nehmen!
Es wird sogut wie ausnahmslos positives von den Besitzern mtgeteilt!!!!!

Sonstige Daten-siehe unten:
http://www.garrettoptical.com/ProductDetails.asp?ProductCode=S110HD-WP&Show=TechSpecs

Bei 64° scheinbarem Gesichtsfeld kommt beim 28x KEIN Tunnelblick auf!
Nachteil - wie schon berichtet volles Gesichtfeld nur bei umgestülpter Augenmuschel, solange Du kein Brillenträger bist, aber kein Problem.
Also bevor Du Dir ein Miyauchi zulegen willst das neu 3x soviel kostet, einfach mal ausprobieren!
Ich bin absolut zufrieden damit!
Eine Bauanleitung und Stückliste für die Montierung habe ich nicht! Aber wenn Du das Bild mit der Montierung anklickst und dann nochmals doppelklickst, kannst Du nach Belieben vergrössern und man kann gut erkennen, "welche" Materialien ich "wie" verbunden habe.
Sonstige Anregungen gibt es im Internet genügend auch aus Holz!

Die Entscheidung liegt bei Dir, ich denke Ausprobieren in Absprache mit einem Händler ist die beste Option!

 
Hallo Astrofranky,

das Garrett war mir bereits aufgefallen, wie die märchenhafte shipping fees von 144 USD (die real 180 USD betragen wenn der Zoll zuschlägt, weil neuerdings USt und Zollgebühren auch auf die Transportkosten erhoben werden).

Ich habe Garrett einer entsprechenden Anfrage gesendet m.d.B. um shipping rates aus dem echten Leben und nicht aus dem Märchenland. Zur Info, ich habe letzten Monat 38 USD für den Versand von 2 Full-size Binos und Zubehöre durch OpticsPlanet bezahlt.

Abgesehen davon, habe ich um Klärung gebeten wo die Unterschiede liegen mit dem 28x110MS (from United Optics which looks very similar).

Die Sache ist nicht uninteressant, weil das Garrett 650 US$ kostet, das sind z.Z. umgerechnet 514 EUR.
Parallel dazu habe ich meine chinesische connexions in England mobilisiert um das China-28x110 durch Direktimport günstig zu besorgen.
Mal sehen was für Kosten dabei herauskommen.
Wenn es attraktiv ist, können andere Mitglieder des Forums sich natürlich gerne für eine Sammelbestellung anschliessen.

Heute ist wieder Sch...Wetter in Schl.-Holstein und kein einziger Stern zu sehen. Mein Nachbar hat sein Telekop seit 6 Wochen nicht nutzen können (er kann nur am Wochenende, ist Frühaufsteher).
Wir kommen uns vor wie Urlauber, die auf dem Campingplatz Urlaub machen und im Zelt bleiben weil es nur regnet !
Ist besonders blöd, weil wir keinerlei Lichtverschmutzung haben, hier am [zensiert] der Welt.

Also habe ich Ferngläser geputzt, Mikrofasertücher gewaschen usw. Dabei habe ich das Celestron 15x70 und das Nikon 18x70 nach der Dämmerung verglichen. Das Nikon ist rd. 12x teuerer aber ich muß sagen, das Celestron ist für den Preis wirklich nicht schlecht. Daraufhin habe ich das Celestron 25x100 wieder fit gemacht (rechtes Okular war lose) und warte auf klare Nächte. Das Fernglas habe von einem Rentner im Osten, der es bestellt hatte ohne je ein big bino in die Hände zu haben und kein Stativ hatte. Klasse !

Was das justieren betrifft, ist es nicht so, dass mir den Mut fehlt, ich hatte 1 Pentax 10x50 komplett demontiert und gereinigt und bekam anschließend das Doppelbild nicht weg.
Ich habe trotzdem nicht aufgegeben und mit meine 2 Dekarem und 2 Deltrintem, die eine Reinigung bitter nötig hatten, weiter gemacht. Na ja, die Gläser sind jetzt in Eisfeld, wo sie für einen netten 3-stelligen Betrag justiert werden.
Im Moment ist meine Einstellung wie beim Besuch der Spielbank: Man muss wissen wann man aufhören muss ! Eine bittere Erfahrung.

Immerhin lohnt sich der Auwand für die Justierung, denn die Gläser sind wie neu aus der Fabrik (nachdem ich in die Restaurierung über 40 Stunden investiert habe).
Irgendwann werde ich hier meine Erfahrungen mit Zeiss-Ferngläser aus Jena und ebay erzählen, und da habe ich viel zu sagen. In Kurzform: "Kauft keine CZJ-Gläser bei ebay !".

Zum Thema "...volles Gesichtfeld nur bei umgestülpter Augenmuschel, solange Du kein Brillenträger bist, aber kein Problem."
Ich bin Brillenträger mit fast 4 Dioptrien-Unterschiede links / rechts. Trotzdem beobachte ich so gut wie nie mit Brille. Ausnahmen: Eschenbach und einige Nikon weil die Dioptrie-Einstellung zu schwach ist.
Die Gummimuscheln beim Nikon 18x70 IF WP habe ich gar nicht eingebaut, sie sind unmöglich ! Ich bin es gewohnt, oft ohne Muscheln und ohne Brille zu durchgucken, Gewohnheitssache.

Ein Miyauchi werde ich mir mit Sicherheit nicht zulegen. Für das Geld kenne ich bessere Alternative.
Ich denke, es ist nur eine Frage der Zeit bis Geräte mit 125 mm-Linsen unter 1.000 EUR auf dem Markt kommen, vielleicht mit Gehäuse aus Polycarbonat wie das Fujinon 7x50 WPC-XL (ein tolles Fernglas). Damit könnten solche Geräte unter 5-6 kg bleiben. Das dürfte sich mehr lohnen als ein Miyauchi.
Ich denke, wir sind gar nicht weit davon entfernt, in den nächsten Jahren Ferngläser mit feste und brauchbare 50x-Vergrösserung zu erleben, die eine echte Alternative zu kleine Spiegelteleskope sein werden. Das Problem wird eher die Brennweite und die Baulänge mit Verstrebungen sein. Man stelle sich vor, ein ca. 70 cm langes Fernglas mit einer (bzw. zwei) 2 kg schwere Objektivlinse am Ende.

Die Montierung ist ein Thema für sich, ich komme später darauf zurück.

Viele Grüße aus dem dunklen und feuchten (nicht wegen Schnaps) Norden.

Philippe
 
Hallo Philippe,

der Hinweis auf die Seite von Garrett Optical bezog sich eigentlich nur auf die aufgeführte Übersicht der technischen Angaben des 28x110 etc.
Der Preis bei TS, wo ich mein Glas gekauft habe, ist ok!
Ob Du als "Endverbraucher" mit einem Einkauf im Ausland wesentlich günstiger kommst bezweifle ich, aber da Du ja anscheinend genügend Erfahrung mit der Einfuhr hast, wirst Du schon wissen ob sich der Aufwand lohnt. ..vor allem im Hinblick, im Falle daß das Glas nicht Deinen Vorstellungen entspricht??!!

Das Garrett ist das gleiche wie das von TS oder irgend einem anderen Händler in D, den USA, GB oder sonst wo. Es gibt momentan nur ein Großfernglas mit "110" Öffnung und das kommt immer vom gleichen Hersteller aus der gleichen Produktionsstätte >>> United Optics in Kunming!
 
...um es nicht unerwähnt zu lassen, noch folgende Informationen über einen möglichen Einsatz von Nebelfiltern!
Umstritten ist die Wirksamkeit von Nebelfiltern zwischen Auge und Okular! Auch diesbezüglich habe ich versucht mir möglichst viel Erfahrungswerte im Internet zusammenzusuchen.

Dazu schreibt z.B. Intercon Spacetec:
"Die Fujinon Nebelfilter bringen eine Kontraststeigerung bei der Beobachtung von Emissionsnebeln, wie z.B. Nordamerika-Nebel, Orion-Nebel uvw. Die Wirkung entspricht nicht ganz der eines perfekten UHC-Filters wie z.B. der ICS Premium Nebelfilters, weil der Filter zwischen Okular und Auge montiert werden muß und man damit schräg durch den Filter sehen kann. Das hätte bei zu enger Transmissionkurve eine Auslöschung des Objektes zur Folge statt einer Kontraststeigerung!"

Persönliche Erfahrungen von Beobachtern mit den Fujinon-Nebelfiltern gehen von enttäuschend über wenig Kontraststeigerung bis brauchbare Kontraststeigerung!

Nichts desto trotz habe ich mir einen breitbandigen Nebelfilter von Astronomik geleistet. UHC-Filter sollen hierfür total nutzlos sein und so hatte ich die Wahl zwischen einem breitbandigen UHC-E und einem CLS-Filter gehabt, wobei ich mich für den zweiten entschieden habe.
Er soll lt. Hersteller auch für kleine Öffnungen geeignet sein sowie für ein Öffnungsverhältniss bis 1:3 optimiert sein um Transmissionsverluste und Farbverschiebungen zu verhindern.




Zumindest ist ein möglicher(?)Einsatz durch ein 1,25" Gewinde gegeben
 
Hallo Zusammen,
nochmal eine Frage zum Unterschied zwischen den beiden Serien, ich meine zwischen dem 15x70 LE-Serie bzw. MX (Marine). Dass das Marine-FG robuster ist und eine Stickstofffüllung hat ist klar, aber lt. den Produktbeschreibungen sind ja bei beiden Gläsern sämtliche optische Flächen multivergütet. Gibt es hier trotzdem Unterschiede , z.B. bezüglich Bildhelligkeit und Kontrast?

Viele Grüße
Martin
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
.... meine persönlichen Erfahrungen sind auf Grund des momentan verfluchten sch...Wetters spärlich. ;(
Ein 3 Minuten-Test zwischen Wolkenlücken und Vollmond :mauer: gelang mir beim Hantelnebel.
Hierbei konnte ich eine sehr leichte Kontrastverbesserung verbuchen, da der Himmel durch den Filter leicht abgedunkelt war.
Dieser Test ist wohl nicht besonders aussagekräftig, nicht zuletzt deswegen weil ein CLS-Filter erst bei dunkeladaptierten Auge seine eigentliche Leistung bringen soll. Das habe ich zumindest in irgendeinem Forum nachlesen können, habs jedoch nicht mehr gefunden und mein Wissen hierüber ist sehr spärlich.

Ich gehe jedoch davon aus das der Einsatz nicht weniger sinnvoll ist, als dieser eines Fujinon-Nebelfilters beim FMT-SX, zumal das Anbringen des Filters beim TS nicht so umständlich ist wie beim Fujinon, bei dem erst die Augenmuschel entfernt werden muss.

Anbei Bilder am Bsp. meines TS 10,5x70:

http://www.bilder-space.de/bilder/fd9c26-1282920717.jpg
http://www.bilder-space.de/bilder/14733c-1282920592.jpg

Sobald ich Gelegenheit habe, diese Sache richtig zu testen, werde ich es Euch wissen lassen!!
 
... auch das Auffinden der Beobachtungsobjekte sollte bei (nur)2,3° wahres Gesichtfeld kein Problem darstellen!
Mit sehr wenig Erfindungsgeist kann man einen Leuchtpunktsucher anbringen, der einem wesentlich das Auffinden erleichtert, wenn man bisher mit 4, 5 oder sogar 7° verwöhnt war!

http://www.bilder-space.de/bilder/c6dff7-1283099205.jpg
http://www.bilder-space.de/bilder/df8b9e-1283099046.jpg
http://www.bilder-space.de/bilder/6c9b5b-1283098852.jpg
http://www.bilder-space.de/bilder/76ef4b-1283098714.jpg

z.Bsp. ein kleines Stück Alu-Blech zugeschnitten, am Sucherschuh eingespannt, an den Verbindungstreben des Fernglases aufgelegt und wie im Bild Nr. 3 festgespannt!

..die Suche kann losgehen!
 
Hallo Astrofranky,

Danke für die Bestätigung, das das Garrett 28x110 mit dem von United-Optics identisch ist. Unter diesen Umständen lohnt sich der Imort tatsächlich nicht. Zum einen wegen der sehr hohen Transportkosten, des Zolls auf dem Kaufpreis und die Transportkosten und die Fahrt zum Zoll nach Lübeck (hin- u. zurück 80 km).
Mir ist es sowieso lieber in Deutschland zu kaufen wegen Garantie und Wartung.

Manchmal bleibt einem aber nicht anderes übrig.
Beispiel: Bushnell Marine 7x50 mit Kompass.
Amazon-Preis : 339 Euro
Kosten meines Imports mit Zoll etc: rd. 180 Euro !

Bevor ich das 28x110 anschaffe muss ich aber erstmal eine passende Montierung haben. Deswegen habe ich gestern mein 20 Jahren alten SLIK SL 67 komplett überholt und im Neuzustand zurückversetzt (geht jetzt butterweich). Dieses Stativ dürfte 20 kg vertragen. Das wäre schon mal geklärt.

Eine solide Parallel-Montierung zu basteln dürfte für mich nicht einfach sein, weil ich noch keine Erfahrung habe und sicherlich vieles erstmal schief gehen dürfte. Daher habe ich mich nach einen gebrauchten Stativkopf umgeschaut.
Was ich aber gefunden habe trägt bestenfalls 8 kg oder ist unbezahlbar. Wenn ich richtig informiert bin, müßte man für so ein Giant bino eher etwas mit um die 20 kg-Tragkraft verwenden.
Sehe ich das richtig ?

Beste Grüße

Philippe
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Philippe,

hier mal ein Bsp.:

http://www.teleskop-express.de/shop...mit-Neigekopf---83cm-bis-172cm---bis-8kg.html

Denke ist eine gute Möglichkeit sowie vom Preis vertretbar.
Jedoch wollte ich meine Montierung anfangs auch mit einem Kugelkopf versehen, die angegebenen 8kg Belastbarkeit waren aber nicht ausreichend. Als ich das Glas gegen Zenit einstellte tauchte dieses ab wie ein Stein...das Friktionssystem war zu schwach dafür. Daraufhin verwarf ich diese Idee und machte es letztendlich so wie im thread zu sehen ist.
Wenn Du Dir etwas ähnliches gemäß Link anschaffen willst, dann geh lieber sicherheitshalber auf die nächsthöhere Belastungstufe des Neigekopfes (12kg??).
Ich denke 20 kg für den Neigekopf sind übertrieben. Falls Du den Neigekopf beim gleichen Händler bestellst wo Du das Fernglas herbekommst, dann lass doch diesen mal ausprobieren welcher Neigekopf tatsächlich ausreichend für diesen Giganten ist, wenn im Zenit beobachtet wird.
 
Hallo Astrofranky,

Danke für die Antwort.
ich habe mir den link angeschaut.
Das FVT ist aber nur bis 172 cm ausfahrbar, da müßte ich mich, bei Zenith-Beobachtung ständig krumm bücken oder im Stuhl sitzen.
Ich denke das FGX1
http://www.teleskop-express.de/shop...8--Anschluss---64cm-bis-182cm---bis-12kg.html
würde entscheidende 10 cm mehr bringen. Aber das Stativ ist eigentlich nicht das Thema, weil mein Slik SL 67 mit voll ausgespreizten Beinen bis 194 cm (ohne Kopf) ausfahrbar ist.
Das Problem ist, wie Du es auch erkannt hast, den Stativkopf.
Da habe ich bei TS noch nichts passendes gefunden.
Soweit ich das überblicke, werden nur Köpfe mit einer Tragfähigkeit zwischen 4 und 8 kg angeboten.

Aber das eilt nicht. Ich habe noch nicht die notwendigen Finanzmittel für eine derartige umfangreiche Investition.

Philippe
 
...ENDLICH!!!!!!!
Lange musste ich warten, um das TS 28x110 und 10,5x70 richtig testen zu können!
Schon lange habe ich nicht mehr die Möglichkeit gehabt zu meinem optimalen Beobachtungs-Standort unter dunklem Landhimmel zu fahren ... und eigentlich brauchte ich die Gläser gar nicht mitnehmen, so phantastisch war diese Nacht!
Ich kann mich nicht erinnern, die Milchstraße zuletzt so wahrgenommen zu haben... Nordamerika-Nebel mit bloßem Auge, die Wolken im Schild und Schützen hell und dunkel strukturiert, ab Schwan schön zweigeteilt ...Wahnsinn! :augenrubbel: :o
Wahnsinn breitete sich zuvor schon aus als ich beim Ausräumen der Ausrüstung bemerkte, daß ich meinen verstellbaren Liegestuhl für die Zenitbeobachtung vergessen habe. :mauer:
Dementsprechend habe ich heute Nackenschmerzen! Die Motorhaube meines Autos ist jedoch saubergeschrubbt, sie hat mir zeitweise und ersatzweise Dienste geleistet. :pfeif:
Zu den Beobachtungen kann ich folgendes berichten:
Nebel:
- die Nebel im Schützen in beiden Gläsern deutlich strukturiert und einfach schön zu betrachten.
- M27 deutlich als Hantel auszumachen
- Cirrus - westlicher Teil und Sturmvogel deutlich mit TS28x110 auszumachen
- Nordamerika-Nebel sehr deutlich, die Bucht sehr dunkel
- Pelikan zu erahnen
- NGC 281 in Kassiopeia zu erahnen

Galaxien:
- M33 deutlich, hell/dunkle Strukturen
- M31 (3,5°)auf beiden Seiten des 2,3° Gesichtsfeldes abgeschnitten, prächtig
- M51 beide Komponenten deutlich, jedoch ohne Spirale
- M101 deutlich als (Nebel) zu erkennen
- M81, M82 jedoch ohne Strukturen

Sternhaufen:

- im Perseus, wunderschön
- Plejadenaufgang am Horizont

... um einiges zu nennen!

Besonders zu erwähnen sind die Beoabachtungen im Schützen, Schild, Schlange wo in beiden Gläsern die Wolken der Milchstraße regelrecht abgefahren werden konnten...Gänsehaut!!!!

Wie schon zuvor berichtet, war im Deep sky einiges zu erwarten, was sich dann schließlich bestätigt hat!

Die TS machten mir diese Nacht riesigen Spaß!
- Nadelpunktfeine Sterne im TS 10,5x70 bis weit zum Rand!
- Nadelpunktfeine Sterne im TS 28x110 bei 50% des Feldes, immer noch gute Schärfe bis 80%, ab da bemerkbare Unschärfe-akzeptabel, letzte 5% Striche. Es kann nachfokussiert werden, was jedoch für die beitseitige Scharfstellung zu umständlich ist.
Die beiden Gläser bieten einfach einen super Kontrast und eine solide sehr gute bis gute Leistung!

Was will man mehr!

 
...ich habe noch versprochen meine Erfahrungen über den Einsatz eines Nebelfilters an den TS-Marine Ferngläsern mitzuteilen!
Kurz zur Erinnerung...ein 1,25" Gewinde ist vorhanden um einen Filter zwischen Auge und Okular anzubringen!
Ausprobiert habe ich das Ganze mit einem CLS-Filter!
Kurz gesagt...das war nix!!
Zwar ist der Himmelshintergrund eine kleine Nuance dunkler, doch einen Kontrastgewinn hatte ich bei keinem Nebel feststellen können.
Weder bei dunklem Landhimmel, was ja eigentlich der Nutzung eines CLS-Filters (City Light Surpression) widerspricht, noch bei mir zuhause im Garten unter Kleinstadtbedingungen, wo er eigentlich sinnvoll einzusetzen wäre!
Am Filter muss das nicht liegen, da lehne ich mich nicht zu weit aus dem Fenster!
Jedoch dürfte die Kombination dieses Filters und dem Anbringen zwischen Auge und Okular nicht die beste sein.
Ob hier nicht ein UHC-E, der lt. Hersteller ein geringfügig engbandigeres Wellenlängen-Diagramm aufweist als der CLS, mehr Erfolg versprochen hätte, steht im wahrsten Sinne des Wortes in den Sternen!
Nachdem die TS-Marine Gläser auch ohne Filter einen super Kontrast an den Nebeln zeigen, egal ob bei Vorstadt- oder Landhimmelbedingungen, gehe ich davon aus, daß der Einsatz eines Nebelfilters nicht nur im Sinne optischer Gegebenheiten überflüssig ist!
 
Hi!

Meine Erfahrung (am Teleskop und mit bloßem Auge) ist eher, dass der CLS-Filter an sich sinnlos ist - in Heilbronn blendet er ziemlich genau eine Lampe aus, dafür macht er das Bild bunter (s. Filterseite). Auch den UHC-S empfinde am Teleskop als mäßig brauchbar, der ist eher fotografisch reizvoll.

Ein echter OIII oder ein UHC ohne Zusatz wäre schon interessanter. Den CLS nutze ich lediglich am Jupiter, da werden die Wolkenstrukturen deutlicher...

Gruß,
Alex
 
Hallo Kerste,

da Du die CLS bzw. UHC-E Filter, wie normalerweise üblich, vor dem Okular eingesetzt hast unterstreicht deren relativ geringe Wirksamkeit erst recht, daß ein Einsatz zwischen Okular und Auge weitgehend sinnlos ist!
Da ein Einsatz von UHC und OIII von vornherein abzuraten ist, weil zu engbandig, stellt sich die Frage:
Was hat es auf sich mit den Fujinon-Nebelfilter beim FMT-SX?
Dieser Filter ist ebenfalls breitbandig und dürfte in etwa einem CLS- oder UHC-E Filter entsprechen!
Ein Werbegag? Aber den gibt ja schon seit Ewigkeiten! Vielleicht kann an dieser Stelle jemand seine Erfahrungen mit den Fujinon-Nebelfiltern mitteilen!
 
Hi!

Ich kenn die Fujinonfilter zwar nicht, aber mit dem harten Baader hab ich die Erfahrung gemacht, dass sein Einsatz nicht von der Öffnung abhängt, sondern nur von der Austrittspupille - an einem C14 und einem ED80/600 konnte ich ihn bis 2mm AP gewinnbringend einsetzen, trotz der alten (falschen) Faustregel, dass OIII sich erst ab 8" lohnen würde. Am 28x110 mit ca. 4mm AP sollte also sogar der noch was bringen.

CLS-Filter bringen meiner Erfahrung nach nur was, wenn die richtige Beleuchtung in deiner Gegend installiert ist, sonst nicht.

Gruß,
Alex
 
Hallo astrofranky,

einen Filter zw. Auge und Okular bringt nichts, da viel zu viele Lichtreflexe gerade in aufgehellten Städten auftreten.

GRuß
Lots
 
Hallo Lots,

ich gehe davon aus, daß Du evtl. Lichtreflexe auf der stark reflektierenden Oberfläche des Filters meinst! Diesbezüglich habe ich überhaupt keine Probleme gehabt!!!!
Mein Garten z.Bsp. ist von direkten Lichtquellen abgeschirmt. Nur ein gewisse künstliche Aufhellung des Himmels ist hier normal!

 
Zitat von Lots:
einen Filter zw. Auge und Okular bringt nichts, da viel zu viele Lichtreflexe gerade in aufgehellten Städten auftreten.

Ein schwarzes Tuch wirkt Wunder.

Kritischer ist, dass die Filter bei schräger Durchstrahlung schlecht funktionieren, d.h. die zentrale Wellenlänge verschiebt sich. So sind dann Nebel nur in der Mitte des Bildfeldes gut zu sehen.
 
Dazu schreibt z.B. Intercon Spacetec:
"Die Fujinon Nebelfilter bringen eine Kontraststeigerung bei der Beobachtung von Emissionsnebeln, wie z.B. Nordamerika-Nebel, Orion-Nebel uvw. Die Wirkung entspricht nicht ganz der eines perfekten UHC-Filters wie z.B. der ICS Premium Nebelfilters, weil der Filter zwischen Okular und Auge montiert werden muß und >>>>man damit schräg durch den Filter sehen kann. Das hätte bei zu enger Transmissionkurve eine Auslöschung des Objektes zur Folge statt einer Kontraststeigerung!"<<<<<

Abgesehen davon, daß mir der vermeindliche CLS-Filter keine Kontraststeigerung geboten hat, ganz egal wie ich in das Bildfeld rein geschaut habe, der Nebel wurde nicht kontrastreicher jedoch verschlechterte sich auch nicht der Kontrast und ein Auslöschen des Objektes war bei schrägem Einblick "auch nicht" gegeben.
Zumindest dieses Problem scheint bei einem "breitbandigen Filter" ausgeschaltet zu sein.
Mag sein, daß es bei den engbandigen Filtern so ist wie Intercon oder Uwe schreibt!
 
Wenn der Fujinon Nebelfilter tatsächlich am Rande des Gesichtsfeldes zu einer Abdunkelung von Emissionsnebeln führt, wie auf der ICS Seite gemutmaßt wird, müsste er schon schmalbandig sein. Ob das aber tatsächlich der Fall ist, würde ich zumindest anzweifeln, weil man dann ja Sterne kaum noch sehen könnte. Eher würde ich erwarten, dass sich die Kante einer breitbandigen Transmissionskurve zum Rande des Gesichtsfeldes ins Kurzwellige verschiebt und Stadtbeleuchtung dort nicht mehr wirkungsvoll blockiert wird.

Wegen der starken Winkelabhängigkeit von schmalbandigen Interferenzfiltern gehören diese grundsätzlich nicht hinter das Okular, sondern davor! Vor dem Okular sind die Winkel noch sehr klein und die Verschiebung der Transmissionskurve ist dann unerheblich.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter

 
die Wellenlänge vergrößert sich mit dem Kosinus des Durchstrahlungswinkels

Hallo Uwe,

ich weiß jetzt nicht, wie Du Deinen Winkel definierst, aber wenn man diesen Winkel wie gewöhnlich in Bezug auf eine senkrechte Einfallsrichtung misst, so dass der achsiale Fall also theta = 0 entspricht, dann lautet die Formel für die Wellenlängenverschiebung:

lambda_c = lambda_0 Wurzel [1 - (sin² theta)/n²]

dabei ist

lambda_c = zentrale Wellenlänge des Filters für den Einfallswinkel theta

lambda_0 = zentrale Wellenlänge für theta = 0 (entlang der optischen Achse)

theta = Enfallswinkel

n = Brechungsindex vom Filtersubstrat

Z.B. für einen typischen Wert von n = 1.5 und lambda_0 = 500 nm haben wir:

theta ...... lambda_c/lambda_0 ........ lambda_c

.... 0 ........... 1.000 000 ............. 500 nm
.. 10° .......... 0.993 277 ............. 497 nm
.. 20° .......... 0.973 658 ............. 487 nm
.. 30° .......... 0.942 809 ............. 471 nm
.. 40° .......... 0.903 530 ............. 452 nm
.. 50° .......... 0.859 761 ............. 430 nm


In jedem Fall tritt außerhalb der optischen Achse eine Verschiebung zu kürzeren Wellenlängen ein.

Für schrägen Lichteinfall gibt es also eine Blauverschiebung!

Wenn ihr ein Interferenzfilter habt, könnt ihr euch ja davon überzeugen, indem ihr einmal senkrecht (also in achsialer Richtung) und einmal schräg hindurchschaut und dabei die Farbverschiebung registriert.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter

 
lambda_c = lambda_0 Wurzel [1 - (sin² theta)/n²]

Wenn man möchte, kann man den Ausdruck unter der Wurzel nach Snellius auch folgendermaßen schreiben

sin theta / n = sin theta'

wobei theta' der Winkel innerhalb des brechenden Mediums ist, und damit vereinfacht sich die Formel dann wegen cos² theta' = 1 - sin² theta' zu

lambda_c = lambda_0 cos theta'

Da aber der Winkel im brechenden Medium erst berechnet werden muss, ist es Jacke wie Hose, welche der beiden Formeln man verwendet. Das Ergebnis ist natürlich in beiden Fällen dasselbe.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter

 
Hallo astrofranky und Binofreunde,

es gibt auf jeden Fall 2 Baureihen von 28x110!

Man vergleiche mal die Beschriftung von astrofranky´s Bilder und von USA: Garrett Optical Bilder.
Bei dem einen (USA)steht noch Field 2°18' drauf.

Dann gibt es noch Unterschiede im GS: 2,3° und 1,9°.
Siehe Test von der Zeitschrift Sonderheft 2010 - Interstelarum.

Ich glaube,die einen klappen die Augenmuschel um und die anderen nicht.

Ich habe mir auch ein TS28x110 bestellt, und werde es mit einem TS25x100 vergleichen, mit dem ich schon viel gute Erfahrung gesammelt habe.

Ich werde, wenn ich das Teil habe, hier dann über den Vergleich berichten.
viel c.s.
Jörg
 
Hallo astrofranky und Binofreunde,

wie versprochen !

Ich habe das 28x110 einen Abend getestet und daneben mein TS 25x100 LX (ohne Gasfüllung).

Das Ergebnis war leider für mich entäuschend.

Die 28 fache Vergrößerung habe ich sofort, gegen über 25fach, feststellen können, aber kein Tick mehr an Auflösungsvermögen, aber auch nicht weniger.

Ich habe im 25x100 ein paar Sterne angesehen,die ich nur indirekt noch erkennen konnte, im 28x110 waren die auch nicht besser oder schlechter zusehen, aber das kleinere Gesichtsfeld viel mir sofort auf.
Das "Farbebspiel" am Mond b.z.w. an den hellen Sternen keinen Unterschied zum 25x100.

Entweder ist mein 25x100 besonders gut oder das 28x110 nur mittelmäsig.

Meine Erfahrung von Chinaoptiken: sehr große Streuung in der Fertigung.

Ergebnis:
Das 28x110 ist doppelt so teuer, rund 2kg schwerer(selbst gewogen) und noch ein kleineres Gesichtsfeld.

Ich habe natürlich das gemacht, was jeder andere auch tun würde. Ist auch kein Problem, wenn man bei einem guten Händler kauft!
Meine Erfahrung von Chinaoptiken: sehr große Streuung in der Fertigung.

Letzte Anschaffung: TS 15x70 LE super zufrieden!
Berichte später nach längerer Beobachtungserfahrung in diesem Forum darüber.

c.s.

Jörg

 
Hallo Jörg und Kollegen,

ich warte seit ein paar Wochen ja auch auf ein TS Marine 28x110mm von Herrn Ransburg. Dein Urteil wundert mich etwas! Werde sobald wie möglich über meine Erfahrungen berichten. Ich kenne aus Tests auch das TS 25x100, so daß ich den Vergleich ebenfalls vornehmen kann.

Bis bald,

Peter aus Sachsen
 
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