Erfahrungsbericht: Skywatcher Heritage 150p - aus Sicht der Astrofotografie (Astrofotografie muss nicht teuer sein)

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Peter_Bresseler

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Hallo zusammen,

auf der Suche nach einem "grap and go" Teleskop für das "schnell mal raus gehen" habe ich mir ein Skywatcher Heritage 150p zugelegt, über den ich hier berichten möchte. Mein Bericht hier zielt aber nicht auf die visuellen Aspekte, hierzu hatte Christian einen schönen Beitrag verfasst, mir ging es um die Frage, eignet sich das visuell ausgelegte Gerät für die Deep-sky Astrofotografie ? Im Netz gibt es hierzu meines Wissens wenig Informationen, so dass diese kleine Rezension für den einen oder anderen von Interesse sein könnte.

Teleskop

Auf den Anbieterwebseiten wird der Skywatcher Heritage 150p als Einsteiger-Teleskop beschrieben, einfach in der Handhabung und fertig aufgebaut. Das Teleskop selbst ist vom Konzept her ein Newton-Teleskop in offener Gitterrohr-Tubus Ausführung. Das Gerät wind zusammengebaut geliefert.

Der optische Tubus besitzt einen 150 mm Parabol Hauptspiegel mit einer Brennweite von 750 mm. Der zusammenschiebbare FlexTube™ Tubus macht das Gerät besonders leicht und transportabel, benötigt tatsächlich wenig Platz und ist schön leicht. Links und rechts befinden sich zwei Führungsstangen, an denen der vordere Tubusteil mit Okularauszug und Fangspiegel bis zum Anschlag auseinander gezogen werden kann.

eins.jpg


Der Tubus selbst wiegt ca. 3,5 Kg, kommt zusammengeschoben auf eine Länge von ca. 43 cm, auseinandergezogen sind es ca. 72 cm. Der untere Teil besteht komplett aus Metall, der obere Teil, der sog. Hut, aus Kunststoff. Der 1 1/4" Okularauszug ist als Helical Drehfokussieren ausgelegt, die Drehmechanik ist ebenfalls aus Kunststoff, die 1 1/4" Okularaufnahme und die Fangspiegelhalterung bestehen aus Metall, der Fangspiegel aus optischem Glas mit Verspiegelung ;-).

Justage/ Kollimation

Skywatcher hat sich hier eine einfache und hinreichend gute Justierhilfe überlegt, bestehend aus einer 1 1/4 " Steckhülse, die in den Okularauszug gesteckt wird, mit einem kleinen Loch zum hineinblicken und einer rückseitiger Verspiegelung. Für den visuellen Gebrauch sicherlich ausreichend, für die astrofotografischen Anforderungen definitiv nicht genau genug.

Der Blick in den Tubus zeigte Mithilfe der Justagehilfe die Mittelmarkierung des Hauptspiegels und innerhalb der Mittelmarkierung das gespiegelte schwarze Loch der Justagehilfe. Die Optik war nach Transport und Auspacken leicht dejustiert und mit ein bisschen Übung gelang die Fangspiegel- und Hauptspiegeljustage in wenigen Minuten. Für die Fangspiegeljustage wird ein 2 mm Imbusschlüssel benötigt, die Haupsiegeljustage ist über Rändelschrauben gelöst und mit ausgestrecktem Arm gut erreichbar. Der ausgezogene Tubus ist ja schön kurz. Mithilfe der vorhandenen und bebilderten Anleitung sollte es für den Einsteiger keine Hürde darstellen sollte.

Daylight

Die erste Beobachtung fand wegen des schlechten Wetters zunächst einmal am Tage statt. So konnte ich mich auch gut mit der Mechanik und dem Handling auseinander setzten. Die einarmigen Dobson Montierung (Rockerbox) und Tubus wiegt zusammen knapp 8 Kg, dies war schnell auf dem Terrassentisch aufgebaut.

Die Dobson Montierung macht einen stabilen Eindruck und der Tubus lässt sich leicht darin bewegen. Kurz ausgerichtet auf die gegenüberliegende Baumgruppe in 200 m Entfernung zeigen die mitgelieferten 25- und 10 mm-Okulare je eine scharfe Abbildung. Die Fokussierung ging leidlich von statten, denn der Helical Okularauszug (OAZ) offenbarte Schwächen. Der OAZ hat Spiel, reproduzierbare Ergebnisse sind schwerlich zu erwarten. Trick: Zur Fokussierung habe ich dann das Okular in der 1 1/4" Okularaufnahme rein und herausgezogen, bis das Bild im Okular scharf wurde.

Dann kam meine ungekühlte ASI290MC zum Einsatz. Die ASI290MC ist eine 2,1 Megapixel Kamera und besitzt einen Farbsensor, wiegt 120 g, eine 1 1/4" Steckhülse und ist von kompakter Bauform, wie eine Web-Cam. Der CMOS Sensor ist 5,6 x 3,2 mm klein.

Für mich überraschend, mit der ASI290MC kam ich zunächst nicht in den Fokus. Der Backfokus, also der Abstand von der Sensor-Ebene der Kamera bis zum Adapteranschlag beträgt genau 12,5 mm. Trick: Dank des FlexTube™ Prinzips habe ich den gesamten vorderen Teil wieder etwas in Richtung des Tubus um ca. 10 mm zurückgeschoben, wieder die Schrauben jeweils an den Führungen fixiert, und zack, ein scharfes Bild war auf meinem Notebookmonitor erkennbar. Man darf an dieser Stelle den Entwicklern des Skywatcher Heritages 150p keinen Vorwurf machen, dass Gerät ist nicht für den astrofotografischen Zweck konzipiert.

First Light

Tage später wurde es zeitweise klar, das Gerät kurz auskühlen lassen, den Tubus auf meine EQ6 Montierung gesetzt, M 42 im Orion angepeilt, SharpCap 3.2 Software gestartet und die Belichtungssession konnte beginnen.


zwei.jpg


Ich habe mir das Kurzbelichtungsverfahren zu eigen gemacht, in dem ich aufwändige Techniken wie Autoguider, Nachführsoftware, Leitrohr, Guider-Sucher oder Off-Axis-Guider verzichte und die guten Eigenschaften der CMOS-Astro-Kameras zu Nutzen machen. Nach der Zentrierung des Objektes lasse ich einfach die Monti mit eingeschalteten RA-Motor laufen. Hierzu habe ich in Sterne und Weltraum einen kleinen Artikel verfasst, wo Details zur Technik nachgelesen werden kann. Dieses Verfahren ist meines Erachtens für Einsteiger und Fortgeschrittenen gleichermaßen interessant. Meine Belichtungszeit(en) variieren zwischen 1 - 10 Sekunden, die Einzelbelichtungen werden im SharpCap Livestacking Modus automatisch addiert. Der Beobachter sieht, wie das Bild live (und in Farbe) entsteht. SharpCap und livestacking ist schon eine coole Sache!

M 42 ist in den Wintermonaten natürlich das Paradeobjekt. Schon in den ersten Sekunden zeigte sich ein überbelichtetes Zentrum, mit Hilfe der Histogrammfunktion ließ sich die Helligkeitsverteilung im SharpCap Livestacking Modus schnell korrigieren. Die Sternabbildung war aber irgendwie nicht ideal***. Dass sich die Sterne mit 6fach Spikes zeigen liegt an den drei Fangspiegelhalterungen, die entsprechend reflektiert werden.

Der Okularauszug ist hier ganz klar der Schwachpunkt. Hat man zunächst das System etwas in sich zusammengeschoben erreicht man den Fokus gut, allerdings funktioniert der Drehfokussiere nicht wirklich, harkt, hat Spiel. Abhilfe schafft man dadurch, in dem durchs hin- und herschieben der Kamera in der Hülse des Okularauszuges und dann der anschließenden Fixierung der beiden Okularhalteschrauben im Okularauszug den Fokus erreicht wurde. Thats it.

m42_show.jpg


Summa summarum

Das Skywatcher Heritage 150p ist kompaktes, leichtes, vergleichsweise günstiges und für die Astrofotografie meines Erachtens ein durchaus taugliches Instrument.
Astrofotografie muss nicht teuer sein, bedenkt man, dass eine Montierung der EQ5 - Klasse schon fast überdimensioniert erscheint. Für live stacking und EAA (Electronically Assisted Astronomie) ist eine EQ3-Montierung in Verbindung mit leichten und ungekühlten CMOS-Astro-Kameras vermutlich schon ausreichend.

Mit 750 mm Brennweite lassen sich schon viele Deep-sky Objekte detailliert abbilden, mit kleinen Sensoren wird kein Komakorrektor benötigt, ohne Autoguider-Geraffel, SharpCap im Livestacking Modus erfreut den Beobachter selbst und möglicherweise auch Besucher. Der Besuch von Planeten oder Mond sollte mit kleinen Kameraformaten wie der ASI120MC-S oder der von mir verwendeten ASI290MC locker möglich sein, für Deep-sky Beobachtungen eignet sich das live stacking hervorragend.

Das Thema Streulicht konnte ich noch nicht bewerten, auch nicht Langzeitbeobachtungen, bei meinem Frist Light störte aber die Nachbarbeleuchtung, ein heller 60 cm Weihnachtsstern in 8 m Luftlinie entfernt, nicht. Von den beleuchteten Gärten der Nachbarschaft ganz zu schweigen. Mein Beobachtungsstandort ist das nördliche Hamburg, in der Borlte Skala im Zenit eine 5, nach Süden hin eine 6 . Logischerweise ist da noch Luft nach oben. Dennoch bin ich angetan von der vermeintlich guten optischen Leistung und den Möglichkeiten, die ein solches Gerät, out of the box, bietet.

***Nachtrag: später verwendete ich einen 1 1/4" Laser für die Kollimation und da zeigte sich, dass die Optik trotz des Anscheins der guten visuellen Kollimation beim First light nicht wirklich gut kollimiert war.

CS
Peter

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Zuletzt bearbeitet:
Hallo Peter,

Danke für deinen Bericht. Ich habe mir das Heritage 150p auch gekauft - allerdings für visuelle Zwecke und als Anfängerteleskop. Wirklich viele Infos bekommt man ja tatsächlich nicht, weil es das Heritage 150p noch nicht so lange gibt.

Habe ich das richtig verstanden, dass ein Laserkolliminator auch für visuelle Zwecke besser geeignet ist als die beigefügte Kappe mit dem Loch?

Kannst du ungefähr eine Aussage treffen, wie schwer die Okulare sein "dürfen", damit sich der Flextubus nicht verzieht?

VG Bianca
 
Hey Bianca,

ja, dass Heritage 150p ist ja ganz klar für die visuelle Beobachtung ausgelegt und auch als Anfängerteleskop charakterisiert... Aber, es besitzt m.E. eine gute astrofotografische Tauglichkeit und als f/5 Gerät mit 6" Öffnung auf jeden Fall den Bildergebnissen manchen hier diskutierten Geräten überlegen.


Ein Laser ist genauer, bei der Astrofotografie kommt es auf eine hohe Justiergenauigkeit an und die kann mit einem einfachen 1 1/4 " Laser erreicht werden (aber Vorsicht, manche Laser müssen auch erst justiert werden, ist aber einfach ). Für den visuellen Einsatz kann ein Laser auch nicht schaden, ist wohl aber nicht zwingend erforderlich.


schwer zu sagen, meine Kamera wiegt 120 g, da ist alles stabil. Ich hatte am Okularauszug noch mit meinem Adapter experimentiert, der alleine wog 160 g, also bis 300 g sollte es keine Überraschungen geben. Ich muss aber dazu sagen, dass ich die Okularaufnahme ganz eingefahren habe, dass die fest sitzt. Fokussiert habe ich, in dem ich das Okular bzw. meine Kamera hinein- und herausgezogen habe...

Beste Grüße
Peter


www.pixlimit.com
 
Moin aus Hamburg,

mittlerweile habe ich einige keine Beobachtungssessions durchgespielt und NGC 2261 mit der kleinen ungekühlten ASI290MC aufgenommen. Der Skywatcher ist recht fokusstabil, d.h. bei fallenden Temperaturen kommt es zu einer geringen Fokusdrift. Wenn eine kleine leichte CMOS-Kameras verwendet wird, wie z.B. eine ASI290MC, ist kein Komakorrektur notwendig, dass erleichtert natürlich den Aufbau, denn Abstände etc. müssen hier nicht zwingend eingehalten werden.

Auf jeden Fall macht es Sinn, die Kollimation nach dem Aufbau zu checken. Dazu habe ich der Einfachhalt halber ein kleinen 1 1/4" Laser verwenden, jedoch nicht die zum Heritage 150p gehörende Justierhilfe. Einen Laser fand ich praktischer, zumal die Dämmerung früh einsetzte.

Für Einsteiger auf jeden Fall eine Option, zusammen mit einer guten kleinen Montierung wie eine HEQ5 (oder EQ3) und mit live stacking in die Deep-Sky Astrofotografie einzusteigen, ohne Autoguiding und schlanker Technik. Das hilft an dieser Stelle, die Komplexität bei der Astrofotografie zu reduzieren.

Hier ein einfacher Screenshot zum Ende der stacking session mit SharpCap, knapp 10 Minuten belichtet:

ngc2261_1200x637.jpg


CS
Peter

www.pixlimit.com
 
Hallo Peter,

nachdem mein Heritage 150P nach langem Warten endlich ankam und ich es zweimal visuell testen konnte (ich konnte M13 und M57 sehen, was mich schon sehr euphorisch gestimmt hat- zumal ich glaube, dass ich mit "wertigeren" Okularen, als den mitgelieferten 10mm und 25mm wahrscheinlich noch bessere Ergebnisse erzielen kann), kann ich in dieses Topic endlich auch miteinsteigen. :)

Ich hatte mir das Heritage als erstes "richtiges" Teleskop neben meinem alten Bresser 70/600-Refraktor bestellt weil ich das Preis-Leistungsverhältnis für den Einstieg ganz passend fand, wollte aber über kurz oder lang auch in die Astrofotografie reinschnuppern, deshalb fand ich deinen Beitrag sehr interessant!

Mein Gedanke war auch, mir als nächsten Step eine gute Montierung zu gönnen, da ich diese in der Zukunft sowieso weiterverwenden könnte und ich dann lieber einmal richtig investiere als mehrmals in kleinen Schritten upgrade- deshalb würde ich zur EQ5, EXOS-2 oder HEQ5 tendieren, natürlich mit GoTo - ich denke, damit kann man nie was falschmachen?

Was mich dann aber interessiert, wäre die Frage nach der Kamera. Ich habe die von die verwendete ASI290MC mal in die Suchmaschine gejagt (die beiden Bilder, die du hier gepostet hast sind eigentlich genau das, was ich mir als erste Resultate erhoffe und auch der Ansatz mit Kurzbelichtung und Live Stacking sagt mir zu), werde aber daraus nicht wirklich schlau. Zum einen scheint exakt dieses Modell aktuell vergriffen zu sein, zum anderen werden die anderen CMOS-Kameras meist als reine Planetenkameras beschrieben - und ich kenne mich leider zu wenig aus um abschätzen zu können, inwieweit solche DeepSky-Aufnahmen mit anderen Modellen möglich sind. Ich will dann auch einen Fehlkauf ausschließen. Hast du hier vielleicht einen Tipp für mich?

Viele Grüße & CS,
Sven
 
Hallo Sven,


der Heritage 150p ist ja auch genau dafür konzipiert, für die visuelle Ausrichtung, dass muss man immer im Hinterkopf behalten. Ich habe es mir zum "schnellspechteln" zugelegt und als Astrofotograf juckt es natürlich in den Fingern zu testen, wie es mit der fotografischen Eignung aussieht, zumindest war es bei mir so...

Und du hast völlig recht, zunächst einmal muss eine vernünftige Montierung her und da ich auch schon eine HEQ5 im Einsatz hatte, kann ich die weiterempfehlen in puncto Tragfähigkeit, Laufgenauigkeit und eben auch Anbindung an PC und damit auch die Option auf Ansteuerung per Software.

Die ASI290MC ist nur noch gebraucht erhältlich, deren Nachfolger ist die ASI462MC. Die Kamera besitzt ähnliche Leistungsdaten. "Normalerweise" wird eine Newton mit einem Komakorrektor genutzt, bei kleinen Sensorformaten wie der ASI290MC/ ASI462MC ist die Sternabbildung OHNE Korrektor immer noch gut, daher kann man sich das beim Heritage 150p sparen.



Ob auf der Kamera nun als Label Planetenkamera steht, oder Deep Sky, ist irrelevant. Entscheidend ist doch, was du damit machst. Kameras mit großen Sensoren werden gerne von Astrofotografen genutzt, um große Felder aufzunehmen, kleine Sensoren kann man dafür natürlich auch nutzen, nur werden dann die Bildfelder kleiner. Bei großen Sensoren, die größer sind als die der ASI290MC/ ASI462MC, könnte man vermutlich nicht mehr OHNE Komakorrektor am Heritage nutzen können, daher meine Empfehlung auch bei den "kleinen" Sensorgrößen zu bleiben. Kleinere Sensoren sind ja auch nicht weniger performant, in der Regel sind nur die Sensoren kleiner....

Wenn Fragen sind, gerne...

CS
Peter

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Moin Peter,

danke für deine Antwort!

Genau, also ich bin mir schon im Klaren, dass das Heritage nicht für die Astrofotografie konzipiert wurde und ich habe es mir auch eigentlich gekauft, um einen schönen Einstieg ins visuelle Beobachten, mit einem soliden Teleskop zu bekommen. Ich merke auch schon, dass man selbst das visuelle Beobachten erst „lernen“ muss (den Ringnebel konnte ich ewig nicht finden obwohl er normalerweise im Gesichtsfeld sein sollte; bis ich dann gemerkt habe dass der verschwommene Fleck in der Mitte doch nicht auf dem Okular war...).

Ich dachte deshalb, dass das Equipment, welches du hier verwendest, auch nicht schlecht sein kann wenn ich das Thema Astofotografie in Zukunft ernsthafter angehen möchte – also dass ich dann eben die EQ-5 und die Kamera bereits besitze und mir dazu eben ein fototaugliches Teleskop kaufe und damit schonmal eine Grundlage habe. Oder ist das zu naiv gedacht?


CS,

Sven
 
Hallo Sven,

Kameras mit dem Chip IMX290 von Sony gibt es auch von vielen anderen Anbietern (mit und ohne ST4-Guiding Anschluss). Straßenpreis meiner SV305 ohne ST4 von SVBONY ist z.B. neu ca. 150 EUR.

Ich setze sie von 80/400 Refraktor bis 203/2030 C8 ein. Für DeepSky empfiehlt sich der TS 0.5x Reducer für ca. 50 EUR, der direkt an die Kamera geschraubt wird. Hier dürfte der Flextube seine Stärken ausspielen, damit man dann in den Fokus kommt.

Gruß,
Peter
 
Hi Sven,


das ist das Heritage 150p schon, aber nicht uneingeschränkt. Ich habe ja oben einige Aspekt aufgeführt wie Okularauszug, Fokussierung und Justage. Aber unter Beachtung dieser Aspekte ist damit schon einiges im Deep Sky Bereich Möglich, klar. Das Gerät ist leicht, dennoch würde ich aus Stabilitätsgründen eine Montierung der EQ5 - Klasse wählen (ich hatte eine HEQ5 im Einsatz), aber wichtig ist die Überprüfung der Kollimation vor der Beobachtung.

Visuell wird man es möglicherweise nicht sehen, aber wenn eine Kamera adaptiert ist, sind die Anforderungen andere und die Sterne nicht mehr ideal, wenn die Kollimation nicht mehr passt. Da hatte ich mir einen kleinen Laser zugelegt und muss auch vor jeder Session leicht nachjustieren, danach war das Bild gut.


klar, es muss keine ASI sein, Danke für den Hinweis.

CS
Peter


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Hallo Peter,

super was mit dem Heritage 150p geht. Wenn man es aber meist fotografisch oder für EAA einsetzen will, würde ich doch eher das SW 150PDS vorschlagen. Das hat etwa den gleichen Preis und ist für Fotografie ausgelegt. Wenn es dann schon mal auf einer Montierung sitzt, ist es natürlich nicht verboten und auch möglich damit ab und zu mal zu spechteln. Aber zum "Schnellspechteln" ist das Heritage als Dobson natürlich einfachen. Man muß sich halt überlegen wo der Schwerpunkt liegen soll.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo zusammen,

so meinte ich das auch nicht– das Heritage ist definitiv dafür angeschafft worden, um erste visuelle Erfahrungen mit einem brauchbaren Teleskop zu sammeln.
Ich dachte nur, dass, wenn ich für spätere Verbesserungen meines Equipments so oder so, auf lange Sicht in eine gute Montierung, eine EAA-Astrokamera usw. investieren würde, ich dieses Equipment dann zuerst mal mit dem Heritage testen könnte, und dahingehend hat mit der Thread hier durchaus Mut gemacht.

Ich will auch nichts überstürzen, sondern erstmal wie gesagt die Handhabung des Teleskops, die verschiedenen Okulare und die Orientierung am Himmel lernen, und dann step by step weitermachen.

Würde LiveStacking generell mit jeder der benannten Kameras, also einer ASI oder der von Peter vorgeschlagenen SV305 funktionieren (danke für den Tipp!), also ist das anhängig von der verwendeten Software oder von der Kamera?

CS
Sven
 
Hallo Sven,

Dein Vorgehen ist nicht verkehrt. Livestacking funktioniert im Prinzip mit so ziemlich allen reinen Astrokameras, solange die von den gängigen Livestackingprogrammen unterstützt werden oder einen ASCOM-Treiber haben.
Ich komme eher von der anderen Richtung. Ich fände es cool, wenn man z.B. einen Dobson Untersatz kaufen könnte, auf den man z.B. ein Skywatcher 150PDS o.ä., der meistens eigentlich fotografisch genutzt wird, zum gelegentlichen "Schnellspechteln" montieren könnte. Das gibt es leider nicht. Da bleibt nur Selbstbau.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Hartmut,

ja eigentlich schon. Aber Pushto mit Encodern muß es nicht sein. Da kann man den Tubus auch auf der parallaktischen Montierung lassen und mit Goto rumfahren. Für den Preis gibt es ja auch schon das Heritage 150 auf einfachem Dobsonuntersatz. Dann würde ich es eher wie Peter machen.

Gruß

*entfernt*
 
Ja, denke, dass Dir die Montierung ohne PUSH+ reicht; dann wäre sie sicherlich auch erheblich billiger. Ich hab übrigens die große Version davon und nutze mein Skywatcher 200PDS/1000 sowohl an dieser als auch an der EQ6.

Allerdings könnte man sich die Konstruktion als Vorbild nehmen (Achtung, jetzt wirds gefährlich, ist die patentiert...? :ROFLMAO:), wenn man was basteln will.
Bei mir sind das Platten aus 20, 25 und 30mm Spanplatte. Wenn ich sowas nachbauen würde, dann Siebdruckplatte oder zumindest normales vielschichtiges Multiplexholz.
Die Teflonscheiben unter der Platte habe ich aber gegen ein riesiges Kugellager getauscht...
OK, der Bauaufwand ist nicht ohne, Konstruktion recht simpel, muß man wollen oder weiter suchen...;) und ja, eine einfache Rockerbox tuts auch.

Grüße
Hartmut
 
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