Erfahrungsbericht zum Ylena 150 MC

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Sven_Wienstein

Aktives Mitglied
Hi Zusammen,

in den letzten 5 Wochen durfte ich das, oder vielmehr die Ylena 150 mal genauer unter die Lupe nehmen.
Es ist ein 6" F/14 Mac-Cass, und gefiel mir wirklich gut.
Natürlich gibts auf meiner Homepage dazu einen Erfahrungsbericht

Viel Spaß beim Schmökern.

Clear Skies
Sven
 
HAllo Sven!


Ein schöner Bericht mit tollen Fotos!
(Hast Du die Fotos selbst gemacht?)

Da wird man ja richtig gierig nach dem Ylena, wenn man Deinen Bericht liest! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Wenn ich nicht schon ein Mak hätte, dann könnte ich mir vorstellen...


Was mich noch interessiert ist, ob Du auch mal einen Sterntest damit gemacht hast.
Hast Du beidseitig eine 1A Topkollimation hinbekommen? Das finde ich besonders interessant, weil der FS ja nicht justierbar ist.
Hast Du irgendeine Aberration im Sterntest bemerkt, z.b. sphärische Aberration?
Wie stufst Du die Glätte des Spiegels ein?

Hast Du bei der Mondbeobachtung eine leicht Gelb- oder Grünfärbung wahrgenommen, wie sie für forcierte Alubeschichtungen üblich sein sollen?


Gruß Harald
 
Hi Sven!

Habe gerade Deinen Bericht mit Interesse gelesen!

Bei den vielen Diskussionen hier zum Thema "das perfekte (Planeten-)teleskop" habe ich den Eindruck gewonnen, dass die sog. "Zwangsbelüftung" schon beinahe Pflicht für ein solches Teleskop ist.

Nun kommt das Ylena ohne die Belüftung und eine nachträgliche Installation dürfte sich wohl als eher schwierig erweisen....

Vielleicht kannst Du noch etwas zum Auskühlverhalten und zum etwaigen Tubusseeing des Ylena sagen?

Viele Grüße,

Gerrit.
 
Ja, das Tubusseeing interessiert mich auch.
Das läßt sich beim defokussierten Mars ja ganz gut sehen.

Ich habe mein Mak ja mit Aluband isoliert und ich habe seither auch bei 8°C Aussentemperatur kaum mehr relevantes Tubusseeing festgestellt.


Gruß Harald
 
hallo sven,

danke für den sehr guten bericht!

auch mich würde das auskühlverhalten des gerätes
sehr interessieren.

bei meinem 102mm MakCass kann ich bei
einem temperaturunterschied von 5°C auch nach
einer stunde auskühlzeit noch ganz leichten
astigmatismus durch tubusseeing feststellen.

schätze mal, daß das ylena bei gleichen
verhältnissen gute 1.5 bis 2 stunden braucht
um absolut saubere bilder zu zeigen.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hallo Harald,

ein ganzer Berg fragen...

Also: Ey, was denkst Du? Natürlich habe ich die Fotos selbst gemacht! Sowohl den Mars, als auch die Fotos der Optik.

Sterntest: Ja, soweit ich das kann. Der Sterntest sah prima aus, und die Optik nur ganz leicht (und ich meine am Sterntest ganz leicht!) dejustiert. Das lies sich nicht korrigieren, weil mit HoO ausgemacht war, die Kollimation nicht zu verändern. Über sphärische Aberration würde ich mich aber nicht äussern wollen, dazu fehlt mir die Erfahrung und das war auch nicht der Sinn des Sterntests - es sollte eben die Kollimation überprüft werden.
Was den nicht justierbaren Fangspiegel angeht: Wenn Lomo den Fangspiegel da ordentlich in den Mensikus reinschleift, dann sitzt der gerade auf dem Meniskus und es gibt bei der Justage keine Probleme. Im Grunde ist die Justage dann sogar einfacher, denn man justiert den Meniskus über den Fangspiegel mit. Das Bild jedenfalls war absolut unbeeinflusst von etwaigen Justagemängeln, sonst hätte das Gerät M13 nicht so gut auflösen können.

Die Glätte des Spiegels? Mein Lieber Harald, wie soll das denn bitte gehen? Ich kann nur sagen, daß ich von den sehr guten Ergebnissen bei der Beobachtung von M31, und da eben vom Erscheinungsbild von M110, einen sehr guten Kontrast erlebt habe. M110 ist (1/8 Mondphase!) schonmal kein so leichtes Objekt für den 6-Zöller. Und hier wurde M110 bei 2mm AP beobachtet. Ich würde also sagen, daß der Kontrast bei DeepSky sehr gut ist, und vorraussetzung dafür sind schon glatte Flächen. Auch Mars hatte keine starken "Halo-Erscheinungen", aber beim Planeten spielt ja auch die Transparenz mit, so daß man mit blossem Auge keine Aussage machen kann.

Einen Gelbstich habe ich nicht wahrgenommen, nur Mondbeobachtung bestand aus nur wenigen Minuten. Übrigens, wieso "üblich sein sollen"? Ich habe nun schon einige hochreflektive Beschichtungen unterm Auge gehabt, und bislang sind mir nur gelbstichige Okulare untergekommen. Kann es sein, daß Du da von einer auf viele schließt?

Clear Skies
Sven

 
Hi Osho,

jau, stimmt, das hätte erwähnt werden müssen. Also der Sital-Spiegel ist ja recht verspannungsarm, weshalb es also nur noch auf das Tubusseeing ankommt. So eine Stunde muß man dem Gerät gönnen, dann kann man prima spechteln und das "echte" Seeing wird "Primärstörfaktor".
Bei dieser Gerätegrösse ist eine Zwangsbelüftung noch nicht überlebenswichtig. Man kommt sehr gut ohne aus, wenn man einfach daran denkt, daß Gerät vor dem Montierungsaufbau schonmal aus der (gut isolierenden) Tasche zu holen.

Clear Skies
Sven
 
Hi Tom,

ist richtig geschätzt. Allerdings macht sich das Tubusseeing schon recht bald nurnoch als Unruhe im Bild bzw. des Fokus bemerkbar, während der Sital-Spiegel sich da schon längst eines innerlich entspannten Daseins erfreut.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven!


Auf die Glätte läßt sich aus der Definiertheit der Beugungsringe schliessen.

Gelbstich:


Laut MLudes soll das bei hochreflektiven Beschichtungen üblich sein. Hat er mal hier gepostet.

Auf der Wolterscope-Seite steht auch so was ähnliches.

Der Televue Everbright zeigt einen leichten Gelbstich.

Mein MK67 Deluxe mit hochreflektiver Beschichtung zeigt ebenfalls einen leichte gelb-grünen Farbstich.

Diese Farbstiche sind natürlich nur ganz leicht und kaum wahrnehmbar. Wenn man darauf achtet, dann bemerkt man sie.
Wenn Du also nicht darauf geachtet hast, dann hast Du den womöglich gar nicht bemerkt.

Es kann natürlich auch sein, dass das Ylena tatsächlich farbneutral abbildet.
Entweder weil die Vergütung nicht hochreflektiv ist oder weil die Vergütung hochwertiger als beim TV Everbright ist.

Orion behauptet übrigens von deren Hilux-Vergütung, dass diese absolut farbneutral sein soll. Vielleicht haben die da wirklich die Nase vorn bei den Vergütungen (sofern das stimmt).


Gruß Harald
 
Laut MLudes soll das bei hochreflektiven Beschichtungen üblich sein. Hat er mal hier gepostet.
mein MN78 von IM hat ein reinweisses bild. vergleichen konnte
ich mit versch. normalbeschichteten newtons sowie
celestron- und meade-SC's.

Der Televue Everbright zeigt einen leichten Gelbstich.
mein baader maxbright war reinweiss.

Orion behauptet übrigens von deren Hilux-Vergütung, dass diese absolut farbneutral sein soll. Vielleicht haben die da wirklich die Nase vorn bei den Vergütungen (sofern das stimmt).
abwarten und tee trinken <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hallo Bino!


Welche Verspiegelung hat Dein MN78 (%)?


Mein William ZS hat übrigens einen leichten Blaustich. Damit kann man hervorragend den Gelbstich vom MK67 ausgleichen.

Überhaupt sind die Effekte so gering, dass die womöglich auch durch den Farbton von Okularen (kühl, warm) ausgeglichen werden können.

Mein Televue ZS Standard ist auch reinweiss. Der hat aber auch nicht so eine extrem hochreflektive Spiegelschicht.


Gruß Harald
 
Hi Sven,

ein wirklich schöner Bericht!
Ich hatte eigentlich vor, Kontakt mit Nikita aufzunehmen, da mich das Gerät auch interessiert, aber nun sind so gut wie alle Fragen bereits beantwortet <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Offenbar ist das Teil uneingeschränkt als Planetengerät zu empfehlen.

Machte sich die Obstruktion im Verglich zum anwesenden MakNewton eigentlich negativ bemerkbar?

Servus
Oliver
 
Mit 95% hast Du definitiv einen hochreflektiven Spiegel.
Scheint also doch möglich zu sein, sowas reinweiss hinzubekommen.

Mir persönlich gefällt ein eher kühlerer Farbton auch besser.

Leider wird das beim William gegenüber dem Everbrite mit etwas weniger Reflektivität und insgesamt etwas schlechterer Qualität erkauft. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />
Naja, dafür tröstet der günstigere Preis. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />


Gruß Harald
 
Hi Oliver,

da der anwesende MN nur 5" hatte (der andere 6" war ein Intes MK 6" f/12 - das ist ein MK67 glaubich) kann man schlecht vergleichen. Es kann nur im direkten Vergleich auffallen, so gering ist der Unterschied.
Die Obstruktion ist ja nicht niedrig, aber bei guter Optikqualität hält sich der Verlust in sehr engen Grenzen. Wer High-End will, und sich die Baulänge eines MN leisten kann (Monti+Handhabung), der wird eben eher zum MN bzw. zum langen Newton greifen.
Wer aber optimale Leistung bei kompakten Abmessungen will, der kommt an einem derartigen Mak nicht vorbei und wird meiner Meinung nach in dieser Größenordnung keine Bessere Leistung bekommen. Zumindest solange nicht die elektromagnetische Feldlinse im Amateurbereich eingeführt wird.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven

Ein toller Bericht über das Ylena 150 MC.Ich habe aus dem gleichen Hause ein Intes Alter M 500.Ich bin begeistert von dem Instrument.Vorher benutzte ich das Pluto S
 
Re: Prüfprotokoll angehängt

Weißt Du, wieviele Linien pro mm das verwendete Ronchigitter hatte und ob die Aufnahmen in Autokollimation aufgenommen worden sind?

Was ist das für eine schwarze "8" in der Mitte? Die Obstruktion? Warum wird die so verdoppelt? Ist das wegen Autokollimation (Schatten und Obstruktion?)?


Gruß Harald
 
Re: Prüfprotokoll angehängt

Hallo Harald,

hab ich Löch... äh
OK, ordentliche Antwort: Ich habe das Prüfprotokoll so erhalten, wie es da ist. Mehr weiss ich nicht. Die 8 wird wohl das Ergebnis von Fangspiegel und Spiegelbohrung sein, weiss ich aber nicht.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

ich häng mich einfach mal hier dran <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Zuerst einmal:
Ich finde ich deinen Bericht und deine Photos zur Ylena wirklich gut <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />
Die Bilder kannst du ja mal dem Händler für seine Präsentation anbieten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Ich hatte ja auch die Gelegenheit mal einige
Stunden mit der schönen Russin zu verbringen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> .
André,Du und ich konnten damals ja neben den 3,5mm Okularen
auch die Yelena genauer unter die Lupe nehmen.
In der Nacht vom 17/18.9. war das Seeing zwar nicht perfekt,
aber doch so gut,daß gute Marsbeobachtung möglich war.
Ich hatte meinen 200/1200er Dobson dabei und weil sich die Beobachtungssession
spontan ergab schnell noch eine 6" Blende für das Teil angefertigt.
Ich hatte nämlich die Absicht einen Vergleich Newton/Ylena zu machen.

Der Newton war perfekt justiert,was André bestätigen kann,
weil wir uns Polaris einmal genauer dahingehend ansahen.
Der Polaris umgebende Beugungsring war sauber gleichmäßig ausgeleuchtet.

André und ich haben Mars mit verschiedenen Okularen und
Vergrößerungen von 231x (13mm Televue Plössl + 2,5x Povermate)
bis 343x (3,5mm XW und 3,5mm LVW) im 200/1200er Newton betrachtet.
Ichb habe leider vergeblich nach einem Photo gesucht
welches den Anblich möglichst genau wiedergibt.
Da ich kein Planetariumsprogramm habe kann ich auch keine Simulation eistellen,
wer über ein solches verfügt kann ja den Anblick von Mars
am 18.9. um ca 00:15 mal simulieren.
Es waren neben der Polkappe einige Strukturen deutlich zu erkennen.
Wir verwendeten einen variablen Polarisationsfilter und vor allem
einen roten Kantenfilter der Mars in H-alpha-rot zeigte.
Dieser Filter schien das Seeing günstig zu beeinflussen,
oder anders gesagt,er ließ nur das wenig gestörte Licht
des langwelligen Bereiches durch.

Später dann konnte ich endlich mit der Ylena beobachten.
Mars zeigte sehr schön Strukturen,das Bild war kontrastreich,wirklich ansprechend.
Ich verwendete überwiegend ein 10mm Eudia,also 213x.
Ein Kontrollblick zu Polaris war ziemlich informativ:
Die Ylena schien ganz leicht dejustiert zu sein,
was aber einfach auf Tubusseeing zurückzuführen war.
Beugungsscheibchen und erster Ring zeigten dann aber,
daß im Tubus noch eine Konvektionsströmung wirksam war.
Nach einiger Zeit näherte sich das Beugungsbild immer mehr
dem Ideal eines perfekt justierten Teleskopes an.
Wenn man bedenkt,daß der Fangspiegel nicht justiert werden kann,
er ist Teil des Korrektors,spricht das für eine präzise Herstellung.

Zurück zum Mars war das Bild was die seit ca 40
Minuten auskühlende Ylena zeigte sehr angenehm.
Sie konnte die gleichen Details zeigen wie der danebenstehende Dobson,
mittlerweile auf 6" abgeblendet und mit 39mm Fangspiegel bei 26% Obstruktion.
Der Dobson konnte die Details geringfügig deutlicher zeigen,
was ich auf die noch nicht 100%ige Temperaturanpassung der Ylena
zurückführe.Immerhin geht das Licht 3x durch den Tubus...

Auch an M13 konnte die Yelena überzeugen.Es waren sehr viele Einzelsterne sichtbar,
für die Durchsicht in dieser Nacht sehr gut.

Für mich war die Vorstellung der Yelena recht überzeugend.
In kalten Nächten sollte man sie aber unbedingt frühzeitig auskühlen lassen,
damit sie ihre Stärken ausspielen kann.
Und der Sucher sollte an eine zweite Position angedockt werden können.

MfG,Karsten
 
Hi Karsten!


Gut daß Du Deine Erfahrungen auch geschildert hast.

Wißt Ihr, wie kalt es in dieser Nacht war?


@Sven: Du schreibst im Test, die Qualität sei 1/10 Lambda.
Auf der Auswertung steht ">Lambda/10 ptv quality".
Leider steht nirgends, ob damit wavefront oder wavelength gemeint ist. Wenn es wavefront ist, wäre es wohl sinnvoll, das auch dabei zu schreiben.
Sollte es wavelength sein, dann wäre es ja "nur" Lambda/5 wavefront. Also okay aber nicht spitzenmäßig.


Gruß Harald
 
Hi Harald,

ich schreibe das in dem Test gar nicht.
Ich habe nur das Prüfprotokoll "as is" angehängt, und bereits angedeutet, daß ich weiter nichts als das Prüfprotokoll in den Händen halte.

Ist es nicht eigentlich so, daß der pit to valley wirklich von Lambda gemessen wird? Also 1/10 ptv bei meinetwegen 630nm sind dann 63nm.

By the way, ehe ich an die Werte dieses Geräts Gedanken verschwende, würde ich einem potentiellen Käufer eher den Rat geben, nachzufragen, welche Werte das Gerät hat, das er bekommt.

Clear Skies
Sven
 
Temperatur?!

Hallo Harald,

nein,kannich nicht sagen,hatte kein Thermometer dabei.
Ich hatte mir eine Jacke locker übergeworfen,
keine kalten Zehen,André sagte mal etwas von
"noch relativ mild für die Jahreszeit",also ich würde mal sagen,
richtig schönes und recht klares Spechtelwetter...

MfG,Karsten
 
Hallo Sven!


Stimmt, Du schreibst es nicht in dem Test. Da hatte ich wohl Deine Angabe zum Zenitspiegel auf das Scope bezogen.

Allerdings fehlt die Wavefront/wavelength Angabe auch bei der Zenitspiegelgenauigkeit. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Peak to Valley wird natürlich in Lambda-Bruchteilen angegeben.
Man kann den aber in "wavefront" oder in "wavelength" angeben.

Gibt man den in wavelength an, dann wird der Wert quasi geschönt.
Denn es gilt: Lambda/10 wavelength = Lambda/5 wavefront

Wenn die Angabe von wavelength oder wavefront fehlt, dann ist das imo etwas "verdächtig".
Ich habe z.B. bei Anfrage bei einem bekannten Optikhersteller, der keine Angaben bzgl wavelength oder wavefront bei den ptv-Werten gemacht hatte erfahren, dass er mit den Werten die schlechteren wavelength meint.


Gruß Harald
 
Hi Harald,

in dubio contra

Also ich habe das Prüfprotokoll so erhalten und mich deshalb im Test auf meine höchstpersönlichen Augen als Referenz verlassen. Da das gesehene viel Spaß gemacht hat, erscheint mir die Genauigkeit der drei Spiegel insofern sekundär, als das prima Bilder aus der Röhre kamen...

Clear Skies
Sven
 
Falsch. Ich frage aber nach. Dann braucht auch nichts gemutmaßt zu werden.
Wenn es wavefront ist, dann ist jetzt DIE Gelegenheit für Ylena, damit Werbung machen zu können.
Dagegen kann Ylena doch nichts haben, oder? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />


Selbst wenn es L/5 ptv wavefront sein sollte (es muss wegen fehlender Fakten nunmal geraten werden), dann ist das Gerät immer noch gut und es dürfte sehr gute Bilder liefern können. Was Du ja auch bestätigst.


Ich frage mich nur, was das soll, wenn ein Tester unerlässliche Angaben zu seinen Ergebnissen nicht mitliefert.
So sind die Meßwerte praktisch unbrauchbar.
Auch die fehlende Angabe zu den Linien/mm bei den Ronchis ist so was.
Da es sich bei den Testern um Profis handelt, kann es sich dabei IMO nicht um ein Versehen handeln.


Wäre schön, wenn Du das recherchierst, der Tester ist ja auch in Oer-Erckenschwick.
Muss aber nicht sein, ist auch so okay.
Wer kaufen will, kann ja noch mal genauer nachfragen.


Gruß Harald
 
Hallo Harald,

inzwischen habe ich die Info, daß es sich um L/10 ptv Wavefront handelt. Linienzahl soll ich noch bekommen.

Ich bitte Dich aber zu bedenken, daß ich meinen Test nie auf der Basis eines Prüfprotokolles, sondern auf der Basis realer Beobachtungsbedingungen durchgeführt habe. Ich finde es etwas traurig, nun auf ein Prüfprotokoll gedrängt zu werden, das meiner Anschauung nach nie ein Bewertungskriterium für das Teleskop werden sollte. Das soll nicht heissen, daß Dein Interesse an der Optikprüfung unberechtigt ist, aber ich selbst verlasse mich bei meinen Beobachtungsberichten eben nicht darauf. Und die Freiheit, das an einem Teleskop zu testen, was ich für relevant halte, möchte ich mir weitestgehend erhalten.
Ich weise da auf den VMC-Thread hin und auf die Erfahrungen die besonders bei der Messung von Alois "unter offenem Himmel" gemacht werden konnten. Ich halte allein das für einen guten Grund, unter realen Bedingungen durchzusehen...

Mag sein, daß die Werte als Werbung für die Ylena wichtig sind. Mir persönlich war nicht die Werbung wichtig, sondern eine gute Einschätzung des Gerätes in der Praxis. Ich denke, die konnte ich auch ohne das Meßprotokoll vermitteln.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven!


L/10 ptv Wavefront ist ein absoluter Spitzenwert, nicht schlecht!

Ganz so unwichtig finde ich Meßwerte nicht, da sie einen gewissen Rückschluss auf die Praxistauglichkeit und auf die allgemeine Optikgüte schliessen lassen.
Letztlich muss aber jedes Teleskop zeigen, was es unter dem Himmel leisten kann, volle Zustimmung.

Die Ronchilinienzahl interessiert mich nun wirklich, da auf den Ronchibildern eine deutliche Verbiegung (imo sphärische Aberration) zu sehen ist.
Das dann mit dem ptv-Wert zu vergleichen, ist sicher recht interessant.


Gruß Harald
 
Lieber Harald

Ich habe nicht gesagt das hochreflektierende Schichten Gelbstichig sein müssen. Sie können es sein, müssen es aber nicht sein. Sie waren es teilweise schon bei den INTES Deluxe Modellen, durch shiften der Verspiegelung konnte dies aber auf meinen Wunsch bereinigt werden, sodaß nun alles wieder rein weiss ist.
Hinzukommt daß das russiche BK 7 an sich schon leicht gelbstichig ist, hier haben wir es aber mal wiederum in Zusammenarbeit mit unseren Herstellern geschaft eine Multicoating zu finden, die diesen Gelbstich wegkompensiert.

Betreff Ylena:
Ich lies mich durch Nikita's Bericht dazu verleiten, es mir zu besorgen und hattes am ITT dabei. Ich kenne die Herstellerfirma und stehe mit denen nun in regem Kontakt.
In agreement mit House of Optics und Robert Lebeke werden wir dieses Teleskop in zukunft gemeinsam vermarketen.
Mein Modell hat noch die Vergütungskrankheit die es bei INTES bzw. INTES MIKRO gab und auch auf dem Modell zu sehen ist, welches hier getestet wurde, es ist gelbsichig ja, nimmt mann oftmals aber nur wahr , wenn mann neueren Mak mit weisem Bild daneben stehen hat .
Mittlerweile habe ich einige Hintergrunginformationen über das Innenleben und kann bestätigen, daß ein ungewöhnlich hoher mechanischer Aufwand getrieben wird bei diesem Ylena.
Das Ylena ist absolut nicht justierbar, kommt es dejustiert an, kann mann nichts machen. Nikita hat mir mitgeteilt, er habe es bereits zerlegt und festgestellt es ist supersolide gebaut und kann nur durch kräftigen Transportschoock aus der justage geraten. Meines ist fast perfekt, aber aus erfahrung mit ehemaligen Pleiger Rucks Prüfungen von INTES Teleskopen kann ich sagen, das diese nicht störende Dejustage ( sehe immer noch rundes Beugungsbild mit geschlossenem Beugungsring) zu einer messbaren Reduktion des Strehlwertes führt, was aber wirklich nur noch messtechnisch von belang ist, und die Auflösung noch nicht sichtbar stört, jedenfalls nicht am himmel.
Mein Teil ist auch sehr gut, aber nicht so gut wie das hier getestete und schon lange nicht so gut wie das von Nikita.
Da der Hersteller aber wirklich gut Geld für erhöhte Qualität bezahlt, lassen wir meinen nun von Herrn Rohr testen und schicken den bericht zum hersteller nach Russland, um denm etwas auf die Füsse zu treten und in Zukunft das zu liefern was bestellt und bezahlt wird.
Desweiteren nehme ich etwas einfluss in die Ausstattung, das heißt folgende Änderungen sind mit dem Hersteller bereits abgesprochen:
1, Tubuschiene wird Vixen/Synta Norm bekommen
2, Sucherhalterung wird für normale 50 mm Sucher ausgelegt
3, Taukappe soll kommen
4, Vergüntung wird wie bei INTES so berechnet daß in zukunft ein neutral weisses bild entshet
5, Lüfter plus gefilterter Einlass ist hinten geplannt, wie beim Takahashi TSC 225

Es wird keine verschiedenen Ausführung geben,nachdem die Verbesserungen vorgenommen wurden, wird jeder Anbieter das gleiche Teil Liefern.Wenns fertig ist, soll es einem INTES MICRO Deluxe+ gleich sein.Wenns fertig ist, sollte es das derzeit beste Mak 6" am Weltmarkt sein und auch den 6" TEC Mak übertreffen.
Wann ist es soweit ? Wir hoffen mit der nächsten lieferung wahrscheinlich noch vor Weihnachten.
Zustand heute ist bereits sehr gut, aber dieses Teil verdiehnt es wirklich noch das I-Tüpfelchen verpasst zu bekommen und dem wird auch Robert Lebeke nicht wiedersprechen,so hoffe ich jedenfalls.
 
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