Erkenne nur hellen Punkt

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Tjocka
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Tjocka

Neues Mitglied
Guten Tag,

ich bin total neu in der Materie und habe gebraucht ein Bresser Spiegel-Teleskop mit Barrel Linse (x3).

Wenn ich auf Venus oder Jupiter richte, sehe ich jeweils nur einen kleinen hellen Punkt.

Ist das normal? Erwarte ich zu viel? Ich hätte schon gedacht, dass ich beim Jupiter bisschen Struktur oder so erkenne.

Vielen Dank
 
Hallo Tjocka,

ein paar mehr Informationen brauchen wir schon.

Hast Du mal einen Link zu dem Teleskop oder kannst uns wenigstens die technischen Daten nennen, die stehen z.B. auf Typenschildern.
Spiegeldurchmesser, Teleskopbrennweite, pp.
die 3x Barrel Linse müsste m.E. eine BARLOW-Linse sein und dazu gehört dann auch noch ein Okular, auf dem meistens mindestens eine Zahl als Brennweitenangabe steht.

Hier wäre ein Beispiel eines Spiegelteleskops mit 3fach Barlow

https://www.bresser.de/Astronomie/T...elteleskop-mit-Smartphone-Kamera-Adapter.html

So was von Deinem Teleskop, auch mit den technischen Daten, wäre nicht schlecht.


Gruß
*entfernt*

Edit: Link geändert
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Tjocka,
Welches Teleskop hast Du ? Breite = Durchmesser und Länge = Brennweite ? ?. Bitte angeben sonst können wir Dir nicht helfen.
Welches Okular hast Du benutzt? Brennweite ?
HAST Du die Barlowslunse (so heißt das Ding) mitbenutzt oder nicht ?
Bist Du sicher , daß Du den Fokus (Schärfepunkt) richtig erwischt hast ?
Gruß
Rudi
 
Also einen Link habe ich leider nicht, aber ich habe hier ein Schildchen gefunden:

Bresser Optik
Durchmesse 114 / F=500mm
Art Nr. 45-42000

Barlow Lens 3x (ja habe ich mitbenutzt)

Und ein ocular H20mm

Ich hoffe das hilft weiter :)

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Nimm mal nur das H20, ohne Barlow. Stelle abends, wenn es noch hell ist an einem weit entfernten Punkt scharf (Strommast, Kirchturmspitze, je weiter entfernt, desto besser). DANN AN DER Scharfeinstellung nichts mehr verändern und auf Jupiter gehen.
Dann berichte noch mal bitte.
Rudi
 
Hallo Tjocka,

also 114mm Durchmesser der Optik und 500mm Brennweite sind die wesentlichen Daten.

Mit dem 20mm Okular: 500mm/20mm = 25-fache Vergrößerung. Damit wäre Jupiter schon eindeutig ein "kleiner Ball". Die 3x Barlow-Linse erzeugt dann 3x25=75x und damit ist der Ball schon deutlich größer. Wenn wirklich nur ein Punkt zu sehen war, ist es eher wahrscheinlich,dass Du nicht auf Jupiter, sondern auf einen hellen Stern geschaut hast. Beispielsweise auf den Stern Arkturus. Sterne bleiben Punkte und werden nur dann zu "Flatschen", wenn die Optik an ihre Vergößerungs-Grenzen kommt.

Da Jupiter schon im Feldstecher als "nicht mehr punktförmige Perle" erscheint, und da im Feldstecher schon der Tanz der galileischen Monde um den Jupiter zu beobachten ist (man sieht sie als Sternpünktchen dicht daneben), kann Dir ein Feldstecher helfen, herauszubekommen, ob Du Jupiter im Bild hattest.

Ansonsten ist ja dieser Tage der Mond lange am Himmel. Da erkennt man eigentlich eindeutig, ob man ein scharfes Bild hat.

Clear Skies
Sven
 
@Rudi
Ja das werde ich später Mal ausprobieren, allerdings sehe ich den Mond einwandfrei scharf. Was ist der Vorteil ohne Barlow?

@Sven
Während der frühen Dämmerung sah ich gestern Abend neben dem mond nur zwei weitere helle Punkte. Laut meiner Sternenkarten App waren das eben Jupiter und Venus. Sind diese Planeten heller als Sterne?
 
Hi Tjocka,

Ja, Jupiter und Venus sind deutlich heller als Sterne und sollten (jetzt natürlich vom Mond abgesehen) in der Dämmerung die ersten sichtbaren Objekte sein. (Außer Mars geht da auch schon auf, aber der dürfte dann noch sehr tief stehen.)

Gruß
Kalle
 
Hallo!

Wenn du dem Mond scharf siehst, ist das Scharfstellen schon mal nicht das Problem!

Der Vorteil ohne Barlow ist, dass du dann weniger Glasflächen im Lichtweg hast. Weniger Glas, durch dass das Licht durch muss = schärferes Bild!
Aber eben auch weniger Vergrößerung!

Und ja, Jupiter und Venus sind heller als die aktuell sichtbaren Sterne.
Jupiter müsstest du aktuell am Abend im Süden bis Südwesten finden, Venus im Westen.
Wenn sie in diesen Himmelsrichtungen und dabei hell waren, dann waren sie es!

Und zur ursprünglichen Frage:
Planeten sind bei den Vergrößerungen, die dir dein Teleskop liefert, sehr klein.
Nur sind sie auch bei dieser Vergrößerung (75x, also mit Barlow Linse) deutlich als sehr kleine Scheiben (bei Venus eher halbmondförmig) zu sehen und somit von punktförmigen Sternen zu unterscheiden.

Es kommt halt immer drauf an, was du erwartest...
Das ist z.B. Jupiter bei 180x Vergrößerung: http://www.deepskywatch.com/images/articles/see-in-telescope/jupiter-in-medium-scope-full-cut.jpg
Und du hast als maximale Vergrößerung 75x, also deutlich weniger …

Grüße, Mario
 
Wo das Problem mit dem Kugelspiegel ist ?
Siehe hier, Bild 15 (das untere von den zweien, rechts neben dem Titel "Parabolisierung"): https://www.astronomische-vereinigung-augsburg.de/?id=95
Das Bild KANN gar nicht scharf werden !
Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. (Wenn die Montierung nix taugt, kann man ja noch "Rumbasteln", aber wen die Optik Schrott ist, ... Dann lieber sofort Schluss machen mit der Beziehung zur Optik !)
Rudi
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Tjocka,
die meisten Leute erwarten meistens zu viel am Anfang.
Mir ging es genau so :)
Aber wenn Du Jupiter größer sehen willst probier es doch mal mit der Webcam.
Da war ich letztens überrascht was da bei heraus kommt wenn man Geduld und etwas gutes Seeing hat.
Die Monde sehe ich zwar nicht aber dafür hat er Struktur.
Mein Teleskop hat 4" (102mm) Öffnungn 1000mm Brennweite und ist Bj 1980. Hatte 30 Jahre im Keller gelegen weil ich als junger Mensch nicht damit klar kam.
Dann sah ich bei youtube einen bericht "Planeten forografie mit der Webcam" da wurde ich neugierig und habe mir etwas input verschafft und ich denke von mitten in der Stadt in Richtung Frankfurter Flughafen ist das schon gut geworden.
Also nicht aufgeben oder enttäuscht sein.
Ich denke mit deinem Teleskop kann man besser DeepSky Objekte ansehen und da braucht es keine Mordsvergrößerung am anfang. Da zählt das Blickfeld im Okular.

Ich hänge das Bild mal an.
Gruß Wolfgang.
 

Anhänge

  • 235047_pp.jpg
    235047_pp.jpg
    7,8 KB · Aufrufe: 589
Also erstmal ein großes Dankeschön an alle hier. Echt toll wie bereitwillig ihr einem weiterhelft.

Eure letzten Antworten kapiere ich gerade leider gar nicht. Wo behaupte ich denn ,dass ich einen Kugelspiegel habe? Ich weiß gar nicht was das ist.

Ich habe nicht das Omegon, sonde ein Bresser.

Habe ich das jetzt richtig verstanden, dass mein Teleskop schlecht ist, weil Kugelspiegelteleskop?
 
Oh okay. Dann trenne ich mich wohl besser von meinem Teleskop und spare auf ein besseres.

Vielen Dank für eure Hilfe
 
Hallo Tjocka,

das wäre ein Schnellschuss!

1. Mit einem 114/500 Teleskop sollten von Jupiter die Haupt-Wolkenbänder erkennbar sein, auch mit einem Kugelspiegel. Ich gehe davon aus, dass Du nicht Jupiter im Bild hattest. Ich würde Dir raten, die Himmelssituation zu Datum und Uhrzeit mit dem kostenlosen Programm Stellarium nachzustellen! Das stellt vor allem auch die Helligkeitsunterschiede zwischen Sternen und Planeten gut dar. So groß sind die nämlich nicht und Saturn ist derzeit tief stehend und daher durch Dunst betroffen viel schwächer, als der hoch stehende Stern Vega.

2. Es gibt diese 114/500 Geräte nicht nur mit Kugelspiegel sondern auch mit einem richtigen Parabolspiegel. Soweit ich mich erinnere, gab es den Parabolspiegel auch von Bresser, nur kann man die Versionen nicht anhand der Typenschilder auseinander halten. Eher am Bild. Bei dieser Art Teleskop gab es auch so _bekloppte_ Händleraussagen wie "anparabolisiert", der reine Humbug!
Da diese Geräte in der Bucht teils nur 30 Euro bringen (und zuweilen zu Recht nicht mehr), könnte ein zu rasches Verscherbeln schlecht sein. Besser wäre es, dass ein erfahrender Sternfreund mal ein f/4-taugliches Okular in das Gerät steckt (nach durchgeführter Feinjustage) und guckt, ob das Bild erwartungsgemäß ist. Ein Kugelspiegel ist dann nämlich so schlecht, dass man das schon ganz prima sieht.

Ich meine, wenn ein Gerät nunmal da ist, dann sollte man es auch erstmal auf seine Fähigkeiten hin abklopfen. Und der Mond war ja erstmal scharf bei 25x. Der Kugelspiegel müsste so ab 60x auffallend schlechter werden. ("Einem erfahrenen Beobachter auffallend.") Wenn der Spiegel 100x gut hinbringt, ist man eher im Bereich der Serienstreuung eines Parabolspiegels. Allerdings spielt dabei auch der Fangspiegel eine Rolle. Der wurde oft zu klein verbaut, so dass der Rand des Spiegels gar nicht an der Bildentstehung teilnimmt.

Clear Skies
Sven
 
Hmm laut Sternenkarte ist tatsächlich der Jupiter das hellste Objekt dort in dem Gebiet. In der Nähe ist zwar auch ein Stern namens Zuben Elgenubi aber der ist wohl dunkler.

Ich bleibe weiter am Ball
 
Hallo Tjocka,
wenn Dir die größe vom Jupiter auf dem Foto zusagt, mit einem 7mm Pössel (146 fach) sehe ich den visuell auch nur als 2-3 mm große Scheibe. Ich habe noch nicht einmal den GRF gesehen visuell. Also nicht die Ohren hängen lassen, jedes teleskop hat seinen Himmel.

Erst einmal am Himmel wissen wo man ist.
Sternwarten besuche sind auch meistens hilfreich da kann man auch mit anderen ins Gespräch kommen und auch mal durch fremde Teleskope linsen.
Das bringt schon mal einen vergleich was man mit seinem eigenen Gerät machen kann.

Gerade da du sagtest das Du neu in der Materie bist,
schau was Du machen kannst mit deinem Teleskop.
Knüpfe kontakte zu Hobbyastronomen in Deiner nähe. lerne und wachse.
Ohne irgendeine Bekanntschaft liegt das Teleskop dann in der Ecke weil man unzufrieden ist. Die Erwartungen von dem Teleskop haben sich nicht erfüllt, meint man.
Dabei hat man das Teleskope nicht für den Richtigen Zweck benutzt.

Die Barlow-Linse verlängert die Brennweite, 2x (2fach), 3x (3fach). Dadurch wird natürlich das Bild das Du im Okular siehst, zittriger weil sich die Turbulenze in der Luft stärker bemerkbar machen.
Bei meinem Teleskop ist die 7mm (142 fach) schon schwer scharf zu stellen. Wenn ich da dann noch eine 2x Barlow-Linse davor mache habe ich zwar 284 fache Vergrößerung aber es macht bestimmt keinen Spass da durch zu schauen.
Gruß Wolfgang.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Tjocka,

hört sich so an, als wärst Du genau da, wo ich auch vor nicht allzulanger Zeit war. Ich habe mit einem Bresser Pluto/s 114/500 angefangen. Ich denke das Teleskop hast Du auch. Ob Parabol- oder Kugelspiegel, am Anfang steht das schwächste Teil vor dem Teleskop. Ich habe am Anfang noch nicht mal den Mond richtig getroffen.
Ich finde als Anfängerteleskop ist das 114/500 besser als sein Ruf. Die Version die ich habe, kam mit einer für die Grösse relativ stabilen Montierung daher. Und Du kannst Haupt- und Fangspiegel voll justieren - das kann nicht jedes Newtonteleskop in der Preisklasse. Und Kollimieren lernen ist eine wichtige Fähigkeit, die schon viel von der vermeindlichen Unschärfe beseitigen kann. Ich war erstaunt wieviel besser das Bild war, als ich das versucht hatte. Besorge Dir bessere Okulare und eine gute Barlowlinse. Die Plastikteile die mitkommen sind nicht der Renner. Die neuen Okulare kannst Du ja später weiterbenutzen.
Und die Unschärfe des Kugelspiegels merkst Du dann erst bei wirklich gutem Seeing und hoher Vergrößerung. Sonst fällt das m.M.n. kaum auf.
Also, auch ein Einsteigerteleskop muß man benutzen können und muß das lernen. Austauschen bringt da gar nichts. Sonst hast Du beim nächsten Teleskop nur wieder die gleichen Probleme.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Heiko,

ja, ich denke auch: Wenn das Gerät da ist, den damit möglichen Erfahrungsgewinn nutzen und daraus auch lernen, was man beim nächsten Teleskop vor allem nicht will.

Clear Skies
Sven
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben