Hallo Anette,
dass klingt ja gar nicht so kompliziert wie ich immer dachte....
nö.... isses auch nicht! ich kann nicht einmal richtig Zeichnen (ich meine jetzt Landschaften, Tiere, künstlerisch usw...)
d.h., du malst freihändig ohne irgendwelche PC-unterstützte Programme?
Yep - ich schlage mich beruflich zu viel mit der EDV rum, da bleibt der PC (bis auf einmal Scan und auf Website hochladen) beim Hobby einfach draussen.
Ich verstehe es nun so, du sitzt am Okular und machst zuerstmal Deine Schwarz-weiss-Zeichnung und überträgst es später dann auf schwarzes Papier?
Ja, ich nehme dikkes Papier weil es nicht zu schnell labbelig wird vom Tau. Darauf ist ein Kreis von ca. 10 cm. vorgedruckt (manche Zeichner wollen kein Kreis, aber ich brauche ihn zur Orientierung)
Dann kommen erst die helle Sterne drauf. Die Helligkeit trage ich ein mit winzig kleine Nummern. Ist eine eigene subjektive Skala von 0 bis 9.
Bei Nebel werden dann Umrisse gezeichnet und auch hier mit Helligkeitsnummern gearbeitet. Details werden reingezeichnet je nach Bedarf und manchmal ergänzt mit wörtliche Beschreibung auf's Diktiergerät.
Korrekturen werden nicht radiert sondern durchgestrichen. Notfalls nehme ich ein neues Blatt. Schön ist so eine Skizze dann nicht.
Wieder daheim wird sofort (photografisches Gedächtnis ist dann noch frisch) die Skizze fertig gestellt. Meist übertrage ich es dann sofort auf schwarzes papier: Für Nebel nehme ich 10 Faber Castell Buntstifte - jede Stift korrespondiert dann mit eine der Nummern auf meine Skala... "Buntstifte" ist viel gesagt, es sind schlicht und einfach verschiedene Grauwerte.
Sterne kann man mit weiße Rollerpens auftragen - aber das war mir zu schwierig und empfinde die Rotring-pens (oder wie heißt das auf Deutsch?) als definitive Lösung.
Man muss es aber alles nicht so weit treiben, ich habe sehr lange einfach auf weißes papier gezeichnet und dann mit Verwischer die Nebel recht gut hingekriegt. Dann muss allerdings der PC her, um das ganze zu invertieren (schwarzer Hintergrund). Das hat mir dann genervt (eben weil es PC-Arbeit war) und bin auf schwarzes Papier umgestiegen. Auf der Website steht ab wann ich auf Schwarzpapier umgestiegen bin. Die "alten" sind glaube ich nicht schlechter <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/blush.gif" alt="" />
Der Vorteil von einfaches weißpapier ist, dass sich das "Equipment" auf ein par Bleistifte verschiedener Härtegrad, Radierer und Verwischer beschränkt. Und es funktioniert gut, wie Du sehen kannst. Ich empfehle einfach so mal anzufangen. Wenn Dich das Virus beißt, kannst Du immer noch loslatschen und Faber Castell Stifte, Rotrings und Schwarzpapier besorgen.
Und die Kreise? Sind die schon vorkopiert?
Auf die weiße Blätter am Teleskop, sind es Kreise die ich mit dem PC ausgedruckt habe. Bei Interesse schicke ich Dir gerne die Vorlage.
Die Kreise auf das schwarze Papier zeichne ich selbst. In jeder Zirkel paßt ein Rotring stück, dass die Stifte hält.
Übrigens, da jede Menge Architekten-Büros auf Computergestütztes Zeichnen umsteigen, werden einem die teure Rotring Dinger in eBay einfach nachgeschmissen. Teilweise nagelneu ...
Problematisch war die weiße Tusche... viele Händler meinten, die sei nicht zu haben, aber das ist Quatsch. Eine Nachfrage bei der Firma Rotring ergab eine Bestellnummer. Damit kann jeder gut sortierten Laden dir das besorgen.
Ich muss das unbedingt mal ausprobieren
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Nun hab ich aber was Neues entdeckt, wenn´s klappt, gibt es hier bald meine erste Zeichnung....also einfach gucken und drauf los?
Jawohl! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/cool.gif" alt="" />
Un ich kann es nur empfehlen!!!! Wie gesagt, es schult das Auge ungemein und mittlerweile habe ich eine Mappe und jeder Zeichnung ruft das Beobachtungsmoment wieder auf und dann heißt es... geniessen... vor allem bei dem Sch...wetter wie jetzt....!!!
Oh ja, habe da noch 2 Tipps:
Tipp 1: fang am besten mit was Großflächiches an (wie z.B. mit M42.) Der Grund: Du kannst die Vergrößerung minimal halten und damit läuft dir das Objekt nicht zu schnell aus dem Okular - nichts ist lästiger als das beim Zeichnen ständig nachgeschubst werden muss. Vielleicht kannst Du Dein Fernglas nehmen - nur.... tue mir bitte ein Gefallen und stelle es zum Zeichnen auf ein Stativ!
Tipp 2: Nimm Deine Zeit. Beobachte ruhig 10 oder 15 Minuten bevor Du zum Bleifstift greifst, nimm die Einzelheiten auf und präge sie schon mal ein. Du wirst mehr sehen, das verspreche ich Dir <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Deine Zeichnungen laden ein zum mitmachen.....fand ich klasse!!!!!!!!
Das freut mich natürlich sehr <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> Und weißt Du was? Kommentare wie Deine motivieren und bestätigen dass ich das weiter machen muss, der letzte Zeit habe ich weniger gezeichnet, war aber arbeitsbedingte Zeitmangel. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" />
Werde mich demnächst mal mit Fernglas erneut am M42 machen (das war ja damals mein erster Versuch) dann kann ich sehen was sich in die 2 Jahre so getan hat bei mir...
Bin gespannt auf deine erste Zeichnung!
Gruß und CS für uns alle! fred