Erste Tests mit dem SQA85

GroßA'Tuin

Aktives Mitglied
Hallo Zusammen,
um den Jahreswechsel hat bei mir der Optimierungswahn mal wieder zugeschlagen und, wie manche vielleicht mitbekommen haben, durfte mein erstes Doppelsetup aus zwei Omegon Pro APO 72 (baugleich zum Askar FRA400) gehen und es haben neue Teleskope einzug gehalten. Darunter zwei Askar SQA85 Teleskope.
Vorab: Die Teleskope sind, wie von Askar inzwischen gewöhnt, hervorragend verarbeitet! Die Taukappe sitzt perfekt, der 2,8" RuP-Okularauszug läuft butterweich, der eingebaute Rotator am OAZ lässt keine wünsche offen und klemmt absolut verkippungsfrei. Zudem gibt es von Askar spezielle Riser Blöcke, welche das Kabelmanagement vereinfachen. Die Tubusschellen sind äußerst massiv, beinhalten eine Schwalbenschwanzklemme und weitere Gewindelöcher an den Seiten für Equipment, und könnten eventuell ein bisschen leichter sein, aber man kann nicht alles haben. Zudem sind vor dem OAZ zwei weitere Schwalbenschwanzklemmen befestigt Rundum, mechanisch sind die Teile aus meiner Sicht perfekt! Nachfolgend ein paar Bilder des Setups in der Sternwarte:
20250719_120618.jpg

20250719_120631.jpg

20250719_120642.jpg

20250719_120738.jpg

20250719_120717.jpg


Ich bin bis Dato, außer erste kurze Tests noch nicht wirklich dazu gekommen die Teleskope auszufahren. Nun habe ich die beiden seit ca. 3 Wochen auf der Montierung und konnte ein paar Tests machen, deren Ergebnisse ich euch hier vorstellen möchte. Fokussiert wurde dabei mit den installierten Gemini Fokussierern (diese geben mit dem OAZ eine perfekte V-Kurve), Tilt (nur am SQA85_1 - Mono Setup vorhanden) wurde weitestgehend mit dem Tilt Adapter eliminiert.
Die Testaufnahmen wurde im Gebiet rund um Sh2-140 gemacht, da ich hier auch gerade mit dem Newton fotografiere und später noch einen Auflösungsvergleich ziehen möchte. Das Objekt steht aktuell hoch am Himmel und die Bedingungen in den Testnächten würde ich als überdurchschnittlich gut bewerten.
Ergebnisse der Tests mit dem SQA85_1 im Mono Setup (Touptek KMA 2600 und Astronomik L2 Filter):
Luminanz aus 97x240 s mit Screen Transfer Function gestretcht:
Test APO1_L.jpg

Single Frame:
Test APO1_L_Single Frame.jpg


Abberation Inspector:
Test APO1_L_Abberation Inspector.jpg

Mehr im zweiten Beitrag wegen Bildbeschränkung
 
Astap Tilt Analyse (es scheint noch minimal Tilt im System zu sein ;)):
Test APO1_L_Abberation Inspector_Astap Tilt Analyse.jpg


Ergebnisse der Tests mit dem SQA85_2 im OSC Setup (Touptek KPA 2600 mit UVIR-Cut):
RGB Stack aus 198x120 s mit Screen Transfer Function gestretcht (keine Flats - bitte verzeiht den Staubfleck ;)):
Test APO2_RGB.jpg

Single Frame:
Test APO2_RGB_Single Frame.jpg

Abberation Inspector:
Test APO2_RGB_Abberation Inspector.jpg

Astap Tilt Analyse (auch hier scheint noch ein bisschen Tilt im System zu sein ;):
Test APO2_RGB_Abberation Inspector_Astap Tilt Analyse.jpg


Nun, was sind meine Schlüsse:
Beide Apos bilden extrem scharf ab und bis auf minimalste (Pixelpeeping hoch drei) CA kann ich keinen Farbfehler erkennen. Die Felder sind sehr gut geebnet und bis auf der Rest Tilt, welchen man gegebenenfalls an den Randsternen (besonders im Mono Setup) erahnen kann, sind die Sterne sehr kompakt und Rund übers ganze Feld.
Bei Apo 2 scheint es minimale Spikes an hellen Sternen zu geben, die man allerdings nur erahnen kann wenn man die Sterne wirklich ausstreckt (dazu gleich unten noch mehr) ;). Das würde mich nur bedingt stören muss ich sagen, da Sterne selten bis ins extremum gestretcht werden. Trotzdem hat mir das ganze keine wirkliche Ruhe gelassen, insbesondere nach den hier im Forum aufgefallenen Spikes an hellen Sternen bei den SQA55 modellen.
Gestern bin ich dann dazu noch einen kleinen Test gefahren.
 
Ich habe einen Autofokus Run laufen lassen und bin Vega angefahren und habe je Setup eine 120 Sekunden Belichtung im HGC Modus bei Gain 100 gefahren. Nachfolgend erstmal die Ergebnisse unkommentiert:
SQA85_1 Mono Setup:
SQA85_1_Mono_SNAPSHOT_120_00_Vega Test.jpg

Crop auf Vega:
SQA85_1_Mono_SNAPSHOT_120_00_Vega Test_Crop.jpg


SQA85_2 OSC Setup (diagonal geteilt durch einen SAT ;):
SQA85_2_OSC_SNAPSHOT_120_00_Vega Test.jpg

Crop:
SQA85_2_OSC_SNAPSHOT_120_00_Vega Test_Crop.jpg


Und nun kommt die große Preisfrage: Was ist das? Verspannung in der Linse? Beide Apos zeigen Entartungen im Sternenhalo! Der 1er noch viel deutlicher, als der zweier. Wie gesagt wird mich das vermutlich in der Praxis nur selten stören, aber es zeigt ja doch ein Problem in der Optik an oder? Können das gegebenenfalls auch Reflexionen sein?
Über eine Einschätzung von eurer Seite aus würde ich mich freuen!

Ich hoffe das ganze gibt einen ganz guten Eindruck von der Qualität der Teleskope und aber auch der eventuellen Tücken.....
Ach ja und am Ende noch ein kleines Pretty Picture aus den oben aufgeführten Stacks:
SH2-140_Test.jpg


Viele Grüße
Ben
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Ben,
mein Eindruck ist, dass das ein Standard-Phänomen der Askar-Petzvals ist. Hier ein 90x3min-Stack, aufgenommen mit meinem SQA-55, QHY268c und einem Baader UV-IR-Cut-Filter. In der Bildmitte HD200905, der helle Stern links unterhalb des Nordamerika-Nebels.
1752923461700.png

Für mich sieht das wie ein Interferenzmuster. Aber inzwischen weiß ich, dass mein SQA-55 eine leichte Verspannung hat, die man am defokussierten Stern sieht (die Beule auf 3Uhr, die mit der Optik mitrotiert). Diese Aufnahme ist mit der ASI-294mm ohne Filter.
1752924295346.png


Ich berichte gerne, sobald fachkundige Hände die Verspannung korrigiert haben.

VG Wolfgang
 
zwei Omegon Pro APO 72 (baugleich zum Askar FRA400) gehen und es haben neue Teleskope einzug gehalten. Darunter zwei Askar SQA85 Teleskope.
Hallo Ben,

vielen Dank für die interessanten Infos und die Bilddokumentation. Wie würdest Du denn die Sternabbildung des SQA85 im Vergleich zum FRA400 bezogen auf APS-C Format einordnen? Siehst Du bei f/4.8 im SQA weniger CA und kleineres FWHM im Vergleich zum FRA bei f/5.6? Danke Dir.

CS - Oliver
 
Hallo Ben,

Wirklich schickes Setup.
Den SQA 85 habe ich auch noch auf meiner Wunschliste.
Das Muster am Halorand sieht für mich irgendwie nach einem Moiré-Effekt aus.
Vermutlich mit einem anderen Kamerasensor sogar mehr oder auch weniger sichtbar. Hier spielt dann auch der Auftreffwinkel der Photonen auf den Sensor eine Rolle.
Wäre interessant was passiert wenn der Stern nicht mehr ganz mittig sitzt.

CS
Franz
 
Hallo, ich glaube ich kann hier beruhigen, das ist nur Schmutz auf dem Filter- oder Sensorglas. Einfach mal reinigen, dann sind die Interferenzmuster verschwunden.

CS
Matthias
 
Hallo Zusammen,
ich freu mich über die Zahlreichen Rückmeldungen und, dass es offensichtlich auf Interesse stößt und ggf. dem ein oder anderen weiter hilft.

Hallo Ben,
mein Eindruck ist, dass das ein Standard-Phänomen der Askar-Petzvals ist. Hier ein 90x3min-Stack, aufgenommen mit meinem SQA-55, QHY268c und einem Baader UV-IR-Cut-Filter. In der Bildmitte HD200905, der helle Stern links unterhalb des Nordamerika-Nebels.
Hallo Wolfgang, ich bin mir nicht sicher ob das der selbe Effekt ist. Denn meine Artefakte unterscheiden sich erheblich von dem von dir gezeigten. Die Ausbrüche die du hier zeigst erinnern mich eher an eine art Inverted Lighthouse Effect, der duch Einengung im Strahlengang herrührt. Das habe ich bei meinen 55ern auch beobachtet, wobei diese in meinem Fall symmetrischer waren.

Das Muster am Halorand sieht für mich irgendwie nach einem Moiré-Effekt aus.
Vermutlich mit einem anderen Kamerasensor sogar mehr oder auch weniger sichtbar. Hier spielt dann auch der Auftreffwinkel der Photonen auf den Sensor eine Rolle.
Wäre interessant was passiert wenn der Stern nicht mehr ganz mittig sitzt.
Hallo Franz, das ist ein sehr interessanter Hinweis und dem werde ich in jedem Fall nachgehen. Bei nächster Gelegenheit werde ich Vega mal etwas außerhalb der Bildmitte positionieren und nochmal testen! Vielen Dank!
PS: Ich bin auch ziemlich begeistert von dem Setup und freue mich schon ziemlich darauf damit hoffentlich bald mal ausgiebig jagen gehen zu können!

Hallo, ich glaube ich kann hier beruhigen, das ist nur Schmutz auf dem Filter- oder Sensorglas. Einfach mal reinigen, dann sind die Interferenzmuster verschwunden.
Hey Matthias, auch dir vielen Dank für deinen Hinweis. Allerdings kann ich das mit ziemlicher Sicherheit ausschließen, denn ich habe tatsächlich am OSC Setup vor dem Test das Sensorglas frisch gereinigt und die Muster sind auch in diesem Setup zu sehen, wenn auch nicht so ausgeprägt, wie im Mono Setup. Das könnte allerdings an der höheren Empfindlichkeit und dem fehlen der Bayer Matrix liegen. Gerade, wenn man in Richtung des von Franz angesprochenen Moirè-Effekt denkt.

Viele Grüße
Ben
 
Hallo Ben,

vielen Dank für die interessanten Infos und die Bilddokumentation. Wie würdest Du denn die Sternabbildung des SQA85 im Vergleich zum FRA400 bezogen auf APS-C Format einordnen? Siehst Du bei f/4.8 im SQA weniger CA und kleineres FWHM im Vergleich zum FRA bei f/5.6? Danke Dir.

Hallo Oliver,
nun das ist natürlich jetzt ein Äpfel mit Birnen Vergleich, denn ich habe ja die FRAs/Omegons nicht mehr hier. Mein Eindruck ist, dass die SQAs doch um ein gutes Stück schärfer sind und deutlich definiertere Sterne haben. Ich habe mal einen Frame gesucht, der was Sternengröße und gegebenenfalls Position am Himmel bzgl. Seeing vergleichbar ist. Hier ein Einzelframe aus der Region des Nordamerikanebels - RMS Peak bei diesem Frame lag bei 0.6" - sprich das Guiding sollte keinen Einfluss gehabt haben.
Einzelframe OSC mit 180 s Belichtungszeit.
Nebula_NGC7000_Testframe_Compress.jpg


Abberation Inspector:
Omegon APO_NGC7000 Abberation Inspector_Stretch.jpg


Tilt Analysis:
Omegon APO_NGC7000 Tilt Analysis.jpg


Man sieht, an den Median HFD Werten, dass der SQA85 schon schärfer abbildet, wenn wir mal von vergleichbaren Bedingungen ausgehen. Auch hat der FRA 400 aus meiner Sicht schon noch mehr CA zu zeigen, auch wenn das minimal ist, denn bei nativer Brennweite war auch der FRA400 schon sehr sehr gut was die Farbkorrektur angeht. Jedoch sieht man an den Spot Diagrammen der Teleskope wohl schon, dass eben diese gute Farbkorrektur auf Kosten der Schärfe erkauft wird.
Viele Grüße
Ben
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Ben,

herzlichen Dank für die umfangreiche Antwort mit den zusätzlichen Infos, sehr schön der Vergleich mit dem HFD-Unterschied.

CS - Oliver
 
Hallo, danke für deine ausführliche Berichterstattung. Ich überlege ebenfalls einen 85er askar anzuschaffen. Nun besitze ich aber schon einen echt tollen 90er cf von TS mit strehl 0.98. Soweit ich das mit dem strehl verstehe, kann der SQA85 gar nicht schäfer abbilden als der 90er CF oder?

Da du schreibst, du hast den Vergleich zu den fra400er gemacht. Hast du zufällig noch den 0.7 reducer? Der hat das selbe Gewinde wie der SQA85 und dürfte ja auch vom Designe ähnlich gebaut sein. Passt der 0.7 reducer an den sqa und macht aus dem ein f3.3 Gerät?

Danke und lg aus Salzburg
 
Hallo, danke für deine ausführliche Berichterstattung. Ich überlege ebenfalls einen 85er askar anzuschaffen. Nun besitze ich aber schon einen echt tollen 90er cf von TS mit strehl 0.98. Soweit ich das mit dem strehl verstehe, kann der SQA85 gar nicht schäfer abbilden als der 90er CF oder?

Da du schreibst, du hast den Vergleich zu den fra400er gemacht. Hast du zufällig noch den 0.7 reducer? Der hat das selbe Gewinde wie der SQA85 und dürfte ja auch vom Designe ähnlich gebaut sein. Passt der 0.7 reducer an den sqa und macht aus dem ein f3.3 Gerät?

Danke und lg aus Salzburg
Heyho ?,
ich bin kein Experte auf dem Gebiet der Optik, glaube aber, dass der Strehl wert erstmal hauptsächlich die Qualität der Farbkorrektur auf der Achse definiert und nicht primär die Schärfe einer Optik. Grundsätzlich würde ich jedoch meinen, dass wenn du einen nach deiner Beurteilung sehr gutes CF90 Triplet hast eine SQA85 kaum Gewinn bringt. Der Einzige Vorteil ist ggf., dass es ein Flatfield Teleskop ist und du dir bzgl. Feldkorrektur keine Gedanken um den Backfokus vom Korrektor machen musst.
Den Reducer habe ich leider nicht mehr und hätte Ihn auch nicht einsetzen können. Denn beim FRA 400 wird der Reducer in den OAZ geschraubt. Das geht aber beim SQA85 nicht, da hier das letzte Glaselement ziemlich direkt hinter dem M68 Gewinde des OAZs sitzt und somit im Tubus kein Platz dafür ist. Ich meine aber auch mal gelesen zu haben, dass der Reducer nicht wirklich zum optischen Design des SQA85 passt. Abgesehen davon wäre es toll, wenn Askar hier noch einen passenden Reducer auf den Markt bringen würde - denn das war beim FRA400 schon genial die zwei Brennweiten bei einem Teleskop zu haben. Auch wenn die Abbildung mit dem Reducer nur noch solala war, bzw. dieser wirklich extrem Zickig auf nicht exakt eingestellten Backfokus reagiert hat.
Viele Grüße
Ben
 
Ich kann zu eurer Diskussion nichts beitragen, möchte nur folgendes loswerden: Es bereitet mir große Freude, an so einem hochwertigen Setup den 60 Euro-EAF von Gemini zu sehen :LOL:
Wie Masteiner schon sagt - das Teil funktioniert bestens und ich sehe keinen Grund für die gleiche Technik die in einem Zwo EAF steckt das 4-Fache zu zahlen. Zumal ich keine AsiAir nutze.
Liebe Grüße
 
Servus Zusammen,
für die, die es interessiert habe ich gestern Nacht nochmal einen ausführlichen Test mit den SQA85 an Vega gemacht. Ich lasse jetzt einfach mal die Bilderflut sprechen und freue mich über eure Meinungen/Kommentar/Bewertungen...
Vega in Luminanz im Zentrum mit -
10s:
L_Centre_10s.jpg

40s:
L_Centre_40s.jpg

120s:
L_Centre_120s.jpg
 
Hallo Ben,

bis auf die Beugungseffekte außerhalb der Bildmitte sieht es ja ganz ordentlich aus.
Hattest du bei den OSC Bildern dein zweites SQA85 Setup verwendet oder nur die Kamera gewechselt ?
Wenn es zwei verschiedene SQA's waren dann würde ich behaupten die performen fast identisch. Interessant ist die Sternform in den Ecken, die einen leicht dreieckigen Shape zeigen. Bei einem Newton würde ich glatt auf eine leichte Spiegelverspannung deuten. Eine Verspannung könnte auch hier u.U. eine Rolle spielen. Je nachdem wie eng die Fassung sitz und je nach Temperatur wirkt es sich dann sichtbar aus.
Wäre bei niedrigen Temperaturen später im Herbst zum Vergleich nochmal interessant ob sich dabei was ändert.

CS,
Franz
 
Hallo Ben,

bis auf die Beugungseffekte außerhalb der Bildmitte sieht es ja ganz ordentlich aus.
Hattest du bei den OSC Bildern dein zweites SQA85 Setup verwendet oder nur die Kamera gewechselt ?
Wenn es zwei verschiedene SQA's waren dann würde ich behaupten die performen fast identisch. Interessant ist die Sternform in den Ecken, die einen leicht dreieckigen Shape zeigen. Bei einem Newton würde ich glatt auf eine leichte Spiegelverspannung deuten. Eine Verspannung könnte auch hier u.U. eine Rolle spielen. Je nachdem wie eng die Fassung sitz und je nach Temperatur wirkt es sich dann sichtbar aus.
Wäre bei niedrigen Temperaturen später im Herbst zum Vergleich nochmal interessant ob sich dabei was ändert.

CS,
Franz
Hallo Franz,
nachdem die Beugungseffekte außerhalb des Zentrums nur an wirklichen Strahlenmonstern wie Vega sichtbar werden, stören die mich auch nur bedingt.
Es sind zwei Exemplare und ja die beiden performen tatsächlich sehr identisch finde ich.
Wo ich dir recht gebe und was mir auch ein bisschen Sorgen macht sind die leicht deformierten Sterne, welche aber aus meiner sicht eine radialsymmetrische Verformung haben. Ich werde bei TS mal deren Meinung dazu anfragen und klären, ob hier nachjustiert werden kann, denn die Linsenzelle ist für mich nicht durschaubar ;). Aktuell sind die Temperaturen ja eher sehr warm, folglich würde das ja vermutlich nur schlimmer werden im Winter, was dann nichtmehr aktzeptabel wäre.
20250101_192340.jpg
20250101_192351.jpg

Ich habe auch für beide mal einen Sterntest gemacht - hier lässt sich beim 1. ggf. eine leichte Dejustage extrafokal und eine leichte Verspannung Intrafokal (19-20 Uhr) erkennen:
Sterntest_01.jpg


Beim zweiten bin ich noch nicht dazu gekommen einen Sterntest zu machen.
Viele Grüße
Ben
 
Scheint als wäre die Spiegelzelle nicht justierbarnoder täuscht das nur auf den Bildern ?

CS
Franz
 
Sorry für die Spiegelzelle (das kommt davon wenn man zuviel Newtons hat).
Linsenzelle war natürlich gemeint.
 
Scheint als wäre die Spiegelzelle nicht justierbarnoder täuscht das nur auf den Bildern ?

CS
Franz
Ich warte auf Rückmeldung von TS. Aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein so teures Teleskop nicht justierbar ist. Ich könnte mir vorstellen, dass die Justageschrauben unter diesem glatten Bauteil sind...dass das hier sowas wie eine Abdeckung ist.
20250101_192340.jpg

Zumindest so die Hoffnung ;)
Viele Grüße Ben
 
Hi

@GroßA'Tuin
wie ist denn das Thema schlussendlich für dich ausgegangen?

BTW - ich hatte bei einem gut justierten 10" newton meist median HDF werte von knapp unter 5 bei F3 und 750mm.
2.5 dürft schon sehr scharf sein
 
Hi

@GroßA'Tuin
wie ist denn das Thema schlussendlich für dich ausgegangen?

BTW - ich hatte bei einem gut justierten 10" newton meist median HDF werte von knapp unter 5 bei F3 und 750mm.
2.5 dürft schon sehr scharf sein
Hey Andreas,
nun ich hatte einen recht ausführlichen Austausch mit TS und habe es dann auch dabei belassen, da die Abbildung für mich absolut zufriedenstellend ist/war. Ich habe ja nicht vor mit dem Teleskop regelmäßig zwei Minuten Aufnahmen von Vega zu machen (wegen den Beugungserscheinungen). Es hat sich letztlich nicht aufklären können woher die Beugung kam. Bei einem der Teleskope war der OAZ ein wenig zu lose eingestellt, so dass ich dadurch Tilt im Image Train hatte. Das konnte ich aber ohne Probleme selbst beheben durch die Führungsschrauben am OAZ. Die Justageschrauben der Linse liegt gemäß TS tatsächlich unter der schwarzen Abdeckung, wie oben vermutet und die Linse wäre im Zweifel justierbar.
Ganz subjektiv sind die Teleskope sehr scharf! Ich musste jedoch feststellen im direkten Vergleich mit einem Esprit 100 eines kollegen, dass das Auflösungsvermögen nicht ganz an den Esprit heranreicht - was jetzt auf Grund des Öffnungsunterschieds auch nicht verwunderlich ist, aber doch interessant. Der Abstand war aber nicht groß. Ich bin alles in allem sehr zufrieden mit den Teilen und sie sind einfach so schön unkompliziert und dafür von sehr hoher Qualität!
CS Ben
 
Ich warte auf Rückmeldung von TS. Aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein so teures Teleskop nicht justierbar ist. Ich könnte mir vorstellen, dass die Justageschrauben unter diesem glatten Bauteil sind...dass das hier sowas wie eine Abdeckung ist.
Den Anhang 498701 betrachten
Zumindest so die Hoffnung ;)
Viele Grüße Ben

Mein SQA70 hat auch ein Klebeband um die Fassung drumgewickelt. Darunter waren aber keine Zentrier-Schrauben. Zumindest bei mir war kein Herumspielen an der Justage ohne größeren Aufwand möglich.

CS
Thomas
 
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