Erstes Selbstbauprokjekt und jede Menge fragen

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Arathorn

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Hallo,
so nun hat es mich auch erwischt und ich möchte mein "eigenes" Teleskop zusammenbauen.

Momentan habe ich ein Vixen R200SS f/4 und möchte ein größeres Teleskop haben (gibt mir mehr Licht)

Ich habe da an einen 10" f/5 gedacht. Damit steigere ich mich von 800mm Brennweite auf 1270 mm.

Hier nun die Einzelteile, die ich mir gedacht habe


  • 1. Tubus
    Tubus von Klaus Helmi

    Aramid Wabenversion Wandstärke ca. 6-7mm Gewicht ca. 2-2,5 Kg/m²
    Preis: ca. 390 Euro

  • 2. Hauptspiegel
    Hauptspiegel von Bob Royce

    Conical Mirror 10" CM 10.5 - 10", f/5 -
    Preis = $850 + $40 Versand = $890 = 650 Euro (+ Zoll)

  • 3. Hauptspiegelhalter
    Hauptspiegelhalter von Optical Supports

    10" Hauptspiegelhalter mit Cooling pack
    Preis: 229 $ = 170 Euro (+Versand +Zoll)

  • 4. Fangspiegel
    Fangspiegel von Protostar

    QM-214 ULS Quartz secondary mirror; 2.14" minor axis
    Preis: $165.00 = 121 Euro (+Versand +Zoll)

  • 5. Fangspiegelhalter
    Fangspiegelhalter entweder von Protostar

    4-Vane secondary mounts 2.14" and Anti-dew heater
    Preis: $102.00 + 34$ + $19.40 Versand = 115 Euro (+Zoll)


    oder von


    Fangspiegelhalter von Klaus Becker

    Preis ab 65 Euro + 6 Euro Versand

  • 6. Okularauzug
    Okularauszug entweder von MoonLite

    MoonLite Model CR Newtonian Focusers (Drawtube=2" travel Comp ring drawtube Color=MoonLite Red ( Standard ) Knob/Motor=1.2" Dual Rate Tri-knob w/Shaft Lock ( add $125 ) ) 290.00

    Universal Install Kit for CR Focusers (TelescopeModel=10" ) 49.00
    Preis zusammen icl. Versand = $395 = 290 Euro (+Zoll)


    oder

    Okularauszug Feathertouch

    Feathertouch

    1 FTF2015BCR
    1 BA20CL
    1 EA20-205EG

    Preis: $467.00 + Versand = 350 Euro (+ Versand und Zoll)



    -----------------------

    Preis komplett ca. 1750 Euro + Zoll


    -----------------------

    Jetzt kommen noch meine Fragen:

    - Passen meine Sachen, so wie ich sie ausgesucht habe überhaupt zusammen? Gibt es da Verbesserungsvorschläge von erfahrenen Astronomen, die mir Tipps geben können

    - Provokativ gefragt, wenn ich mein Newton so sehe, wird er um die 2000 Euro kosten, warum sollte ich nicht diesen TS 10" f/5 hier kaufen, der wäre 1400 Euro günstiger?
    Wäre der Selbstgebaute so messbar besser als dieses Angebot? Oder würde man das in der Praxis gar nicht merken? ?)

    - Gewicht ... Ich habe als Montierung derzeit eine GP-DX mit Skysensor 2000PC. Obwohl ich auf das Gewicht geachtet habe, weiss ich nicht ob ich unter 11kg kommen würde. Müsste ich eine neue kaufen, wenn ja welche würde dazu gut passen (CGEM ? ).

    - Was muss ich am Tubusende installieren? Der Spiegelhalter allein bleibt da ja nicht. Wo kann ich eine Abschlussplatte bekommen und was würde die kosten?




    Ich hoffe ihr könnt mir ein paar Denkanstösse geben. Jetzt bin ich mal gespannt was im Endeffekt dabei raus kommt :)


    Gruß

    Marcus
 
Zu Deiner Grundsatzfrage: Ich konnte vor kurzem Meinen 12" GSO-Dobson mit einer Spitzenoptik ( Selbstschliff) gleicher größe vergleichen. Einen unterschied konnte Ich nicht erkennen. Ich habe an beiden Optiken Meine Hyperion-Okulare eingesetzt. Die Augen gingen Mir erst auf, als Mir ein Kollege ein Nagler geliehen hat. Der unterschied in der Wahrnehmung ist an beiden Optiken gewaltig. Ein Spitzenokular bringt Meiner Meinung nach viel mehr als ein erstklassiger Spiegel.
Ich würde jederzeit auf den günstigen Fertig-Newton setzen und von dem gesparten Geld hochwertige Okulare kaufen. Es sei denn, es geht um den spaß ein Einzelstück zu bauen. Die befriedigung etwas selber zu erschaffen ist unbezahlbar. Viel Tausend Modellbauer können sich nicht irren ;).
Gruß Rudi
 
Zitat von Rueteck:
............Ich würde jederzeit auf den günstigen Fertig-Newton setzen und von dem gesparten Geld hochwertige Okulare kaufen. .........

Hallo Rudi,
dass liest sich als wenn die z.B. 50%e Qualität eines Spiegels duch die 100%ige Leistung des Okualars kompensiert werden würden.

Das Abbild entsteht durch beide Komponenten, Optik wie Zubehör gehen eine Wechselwirkung ein. Die Auswirkung dessen hängt dann von der jewiligen Einzelkomponente, sprich vom Glied in der Kette ab.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Dominique
Ich denke nur, das die Qualität der China-Spiegel inzwischen ein gutes Niveau erreicht hat. Die unterschiede zu High-end Optiken sind sicherlich Messbar. Nur ob das im Praktischen Gebrauch " ersichtlich" ist, bezweifele Ich. Zumindest Mir als Gelegenheitsspechtler gelingt das nicht.
Natürlich währe die beste Lösung eine kombination aus perfekten Spiegeln und Okularen. Wenn man sich das Leisten kann, ist das sicherlich OK.
Markus hatte ja gefragt, ob ein Newton von der Stange nicht auch in Ordnung geht bzw ob der Eigenbau soviel besser ist. Ich denke einfach, das solch ein Serien- Newton ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet.
Das ist alles nur eine Frage der Finanziellen Leidensfähigkeit ;)
Gruß Rudi
 
Hallo Marcus,

wenn Du alle Komponenten zu einem stimmigen Teleskop vereinst, dann wirst Du ohne Frage einen Unterschied zu den günstigen Teleskopen von der Stange sehen.

Du bewegst Dich bei jedem einzelnen Bauteil auf hohem Preis- und Qualitätsniveau.
Daraus kann man einen optisch und mechanisch sehr guten Newton bauen.
Ich an Deiner Stelle würde auch (ja sogar vorrangig) die thermische Beherrschbarkeit des Tubus noch anstreben, also Isotubus + Ventilation, Klaus Helmi hat sich kürzlich in entsprechende Diskussionen eingeklinkt und will da ran.

Die FS-Spinnen sind für die Größe noch okay, der Spiegelhalter von Becker gefällt mir besser, weil man mit Offset kleben kann.

Der Feathertouch ist nochmal ein Upgrade zum Moonlight, obs nötig ist, wer weiß.

Für mich würde ich mit weniger kostspieligen Zutaten optimieren, aber Dir werde ich nicht abraten, im Gegenteil.
Ein Newton mit guter Optik und guter Mechanik, der gut justiert und thermisch beherrscht ist, zeigt den Unterschied immer. Spästestens im höheren Vergrößerungsbereich.
Er zeigt ihn mit Plössels, Hyperions, Orthos und Naglern.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Marcus,
ein schönes Projekt, bei dem was wirklich gutes enstehen kann.
Wenn ich mir aber Deine letzte Frage so ansehe, hab ich Zweifel daran, ob Du Dich mit der Materie ausreichend auseinander gesetzt hast.
Natürlich könntest Du den Tubus hinten einfach offen lassen. Machst Du ihn zu, dann eigentlich nur um dort einen Lüfter einzubauen. Dafür kann diese Rückwand aus allem möglich sein, wie z.B. dünnes Multiplex oder Plexiglas...

Du hast auch nicht verraten, was Du mit dem Scope eigentlich machen möchtest. Ich vermute mal DS-Fotografie?
Die GP-DX wird dafür nicht mehr langen. Zu dem 10er OTA kommt ja noch einiges dazu (Rohrschellen, Kamera, Leitrohr+Guidecam?, Doppelbefestigung...)

Der Conical Mirror passt nicht zu Deiner ausgesuchten HS-Zelle.

Ansonsten feine Komponenten, aber ohne Kenntnis Deiner Ziele ist es schwer, zu- oder abzuraten.
Eine ultimative Fotomaschine würde ich eher als f/4 designen.
Fotografieren kann man mit dem TS sicher auch, notfalls tauscht man Tubus und OAZ.


 
Hallo Marcus,

Schön mal wieder was von Dir zu hören.

Habe selbst noch nie mit so hochwertigen Komponenten ein Teleskop gebaut. Wenn das alles gut zusammengefügt wird, wird das sicher ein super Teleskop.
Bei einem Fertiggerät hätte ich von der Optik her weniger bedenken als was die steifigkeit des Tubus angeht.
Bei der Monti denke ich dass Du um EQ 6 oder ähnlich nicht herumkommen wirst.

Last but not least, gerne helfe ich Dir bei kleineren Problemen, Drehteilen usw. weiter. Bin allerdings gerade in Australien und erst wieder ab Mitte März zuhause

Grüße
Hans
 
Hallo,
und erstmal vielen Dank für die vielen Antworten.

Ralf hatte Recht mit seiner Einschätzung und ich möchte das Teleskop hauptsächlich für die Fotografie einsetzen.
Ziel war es aber auch eine größere Brennweite als 800mm (wie bei meinem jetzigen Teleskop) zu haben und nicht mit extremem Koma kämpfen zu müssen, deshalb f/5.


@Rudi
Der Preisunterschied ist ja doch gewaltig und wenn man soviel Geld einsetzt möchte man ja auch ein "besseres" Ergebnis haben als ein Teleskop von der Stange. Aber wie schon oben geschrieben. Merkt man das wirklich, oder ist das nur Illusion? Aber der Drang was "eigenes" zu schaffen ist bei mir auch enorm hoch.

@Dominique
Auch dir gebe ich Recht. Ein Spiegel der wirklich gut ist, sollte eigentlich ein Spiegel (Haupt- und Fangspiegel) sichtbar schlagen, bzw besser auflösen.

@Günther
Ich werde mich Fangspiegelmäßig bei Herrn Becker auf jeden Fall informieren. Was mich bewegt hat Protostar zu nehmen ist das man dort wohl auch den Offset einstellen kann und zusätzlich gleich eine Fangspiegelheizmanschette installieren lassen kann.

@Ralf
Japp, du hast Recht in Bezug auf der letzten Frage, ich habe mir ungefähr eine Woche Gedanken gemacht und Recherche betrieben. Ich selbst habe mir auch überlegt wegen der Auskühlung hinten den Tubus offen zu lassen, habe aber Angst wegen Streulicht, das irgendwie hinten einfallen könnte..... Ein Lüfter wäre bei der Spiegelzelle schon angebracht und ich habe aber dort auf der Seite gelesen, das die Spiegelzelle sehr wohl mit einem Conical zusammenpasst:

Notes for Conical Primary Users:

The upper plate features a central footprint area that is slightly larger than the flat-back diameter of a Royce conical mirror (respective to the individual specs of each aperture). Similarly the central mounting hole also matches that required by each of the three supported conical apertures (i.e. 3/8-16 bolt for 8” conicals and ½-13 bolt for 10” and 12.5” conicals).

Link zur Grafik: http://www.opticalsupports.com/graphics/10VMC_plate_diagram.jpg

Ich bin mir derzeit noch nicht sicher ob ich weiterhin ein Leitrohr einsetzen ( momentan ein 70/900 Refraktor) oder ob ich ein Off-Axis Guider haben möchte. Als Guidingkamera setze ich momentan eine Starlight Xpress SXVF-M5 ein. Fotografieren tue ich derzeit mit einer Canon 20Da.


@Hans
Hi, schon mal wieder was von dir zu hören. Ich hoffe du bist nicht in Queensland :( . Wie siehts mit deiner Kuppel aus? Ist die inzwischen schon fertig?
Danke für dein Angebot, ich werde darauf zurückkommen :)
Wenn du Zeit hättest, können wir die Teile dann ja zu zweit zusammenbauen...




Allgemein heisst es wenn ich das Projekt starten würde, komme ich um eine neue Montierung mit Goto nicht drumherum. Welche Montierung wäre für ein 10" ausreichend, gut in der Verarbeitung und günstig im Erwerb?

Mir fallen da auf Anhieb die
EQ6 Skyscan ca. 1.049 Euro
oder eine
Celestron CGEM - parallaktische GoTo Montierung - 1.445 Euro
ein.

Erhöht aber die Investition auf 3,500 Euro...

Bei TS würde das Komplettangebot des TS 10" f/5 Imaging Newton auf Celestron GoTo Montierung CGEM auch auf 2000 Euro erhöhen.

Gruß

Marcus
 
Hallo Marcus,

Wenn du den Newton fotografisch nutzen möchtest, ist ein Fangspiegel mit 2.14" viel zu klein. Damit leuchtest du gerade mal 2mm aus.
Du darfst nicht vergessen, das der fotografische Brennpunkt weiter über dem Tubus liegen muss als bei einem visuellen Newton.

Bei F5 vignettieren leider schon alle Standard 2" Newton Okularauszüge und Komakorrektoren. Ist aber gerade noch OK für Chips im APS Format.

Wie es der Zufall will, habe ich fast das gleiche Projekt am laufen.

10" F5 Spiegel bei Royce und 3,1" Fangspiegel (protostar) sind schon bestellt.

Der Tubus wird aus Titan hergestellt.

Eine GP DX ist mit diesem Gerät extrem überfordert, gib dich da keinen Illusionen hin. Eine EQ6 wird das absolute Minimum sein. Selbst meine G11 ist damit sehr gut ausgelastet.

Viele Grüße,

Stephan
 
Hallo Stephan,
ich habe das mal in MyNewton ausgerechnet und du hast recht, ich habe mich täuschen lassen, ich habe mal die Details eingeblendet und siehe da, der Fangspiegel würde viel zu klein sein.

Mit der Fangspiegelgröße = 3,1" = 78.74mm kann man Okulare bis 42,5mm mit 100% Ausleuchtung benutzen


Mit der Fangspiegelgröße = 2,14" = 54.36mm kann man Okulare bis 12,5mm mit 100% Ausleuchtung benutzen

Danke für die Info !!!

Gruß

Marcus






 

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