Also, mein Sohn ist 7 Jahre und er ist seit einiger Zeit an allen Themen rund um Planeten, Weltraum und Raumfahrt sehr interesiert.
Ok, noch sehr jung aber warum nicht.
Heute ist es ja schwierig bei den großen Angebot an Hobbys / Technik usw... da die Kinder bei der Stange zu halten.
Kann natürllich sein, dass das am Anfang kurz interessant ist und dann schnell in einer Ecke verschwindet.
Da wäre es natürlich vorteilhaft wenn du selbst auch daran Interesse hättest.
Wichtig wird natürlich sein da Abwechslung zu bieten und zu wissen welche Objekte sich richtig lohnen.
Die Freeware Stellarium ist da sehr hilfreich. Zeigt dir genau den Himmel vor Ort. So können die Sternbilder erlernt werden, sehr wichtig zum Auffinden der Objekte.
Außerdem kann man damit die Beobachtungen planen, da man die zeit vorstellen kann.
Bei Planeten gibt es beim Jupiter Mondereignisse die Abwechslung bieten.
Befindet sich z.B. in ein paar Tagen der größte Mond Ganymed vor der Jupiterscheibe, wirft noch einen Schatten auf den Planeten, schon hat man ein neues Ziel vor Augen, der Kleine freut sich dann vielleicht auf das Ereignis.
Der Mond bietet je nach Phase immer wieder andere Krater an der Schattengrenze (Terminator). Dadurch wirken die Krater anders, werfen lange Schatten usw....
Das bietet für den Nachwuchs wahrscheinlich den größten WOW-Effekt.
Auch da gibt es Freeware: Virtual moon atlas
Da kannst du genau sehen welche Krater am Abend interessant sein könnten und auch die Namen kennenlernen.
Saturn mit den Ring und Mars mit verschiedene Seiten zur Ansicht. Da gibt es schon viel zu entdecken.
Deepsky, ja das könnte schon eher enttäuschend werden. Viele Objekte wirken auf den Fotos spektakulär aber visuell sind es nur milchige Flecken.
Besonders die großflächigen Objekte. Da sollte man schon vorher wissen, was sich da lohnt.
Z.B. der Orionnebel, Kugeslsternhaufen, Ringnebel in der Leier.
Manchmal ist das eigene Auffinden eines Nebels auch interessanter als der tatsächliche Anblick.
Auch da kann Stellarium hilfreich sein. Die Sternbilder als Orientierung und mit dem sogenannten Starhopping zum Ziel finden.
Ich würde aber vermuten, dass deinem Sohn mehr Planeten / Mond begeistern wird.
Jetzt zum möglichen Dobson.
Kinder haben ein klares Bild wie ein Teleskop auszusehen hat vor Augen und das ist ein Linsenteleskop mit rückwrtigem Einblick.
Könnte sein. Das wird in vielen Filmen so vorgegeben. Da rege ich mich immer drüber auf wenn da im Hintergrund diese 08/15 Wackeldinger rumstehen.
Aber mehr Öffnung zeigt so viel mehr, da wäre mir der Einblick egal.
Aber wie sieht es denn vor Ort aus ?
Ist genug Platz vorhanden, also Terasse / Garten, größerer Balkon ?
Ist jetzt die Frage Tischdobson zu Standard-Dobson. Preislich liegen zumindest der 150er sehr nah beieinander.
Und da macht für mich der 150er Standard Dobson mehr Eindruck. Außerdem ist er mit der längeren Brennweite besser für Mond & Planeten geeignet.
Auch das Volltubus 150P wiegt schon um die 20kg
ca. 6 kg der Tubus und 10kg die Rockerbox. Das lässt sich ja getrennt transportieren. Rockerbox im Kofferraum und Tubus auf den Rücksitz, alles kein Problem.
Den Tubus kannst du locker unter den Arm klemmen, also wenn zu Hause Platz dafür da ist, lässt sich der Dobson schnell aufbauen.
Die Lagerung sollte das natürlich auch ermöglichen. Also möglichst griffbereit, ich lagere meine Teleskope in der kühlen Garage.
So sind die immer schon ausgekühlt und damit sofort startklar.
Ganz nach dem Motto: Je einfacher der Aufbau desto häufiger wird auch beobachtet.
Weiteres Zubehör würde ich erst einmal nicht dazukaufen. Mit 10mm & 25mm ist ein guter Anfang gemacht.
Falls das Interesse bleibt kann nachher immer noch gezielt nachgelegt werden.
Gruß,
Holger