Eruptiv.Filament (Protuberanz)vor Sonnenscheibe??

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Uranotopia_CM

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Habe heute (spät-) Nachmittag mit meinem PST die Sonne beobachtet. Weil ich kurz meiner (sonst wenig an Astronoomie interessierten Frau) ´mal den Anblick zeigen wollte, schaute sie gegen 18.00 Uhr (+/- 10 Minuten) auch durch das Teleskop. Nun hat sie (?) für wenige Sekunden eine dunkle woklenartige Struktur vor der Sonne (vom Mittelpunkt etwa 1/3 Richtung "8 Uhr" positioniert) gesehen, die sich, so meinte sie, von der Sonne auf den Beobachter bewegt habe um dann sich "aufzulösen".
Ich bin einerseits skeptisch, da sie in der Beobachtung ungeübt ist, andererseits konnte sie das Gesehene doch recht genau und glaubhaft beschreiben.
Hat noch jemand etwas Ähnliches heute gegen 18.00 Uhr gesehen (dies würde dann für die Echtheit der Beobachtung sprechen) ?

Vielen Dank für etwaige Rückkopplungen, CS
Carsten
 
Hallo Carsten,

Bei welcher Vergrößerung und welcher Austrittspupille hat sie denn beobachtet? Vielleicht hat sie eine Glaskörpertrübung in ihrem eigenen Auge gesehen.

Ich habe auch seit zwei Tagen ein PST im Einsatz und habe feststellen müssen, dass bei hohen Vergrößerungen und der resultierenden kleinen AP die Glaskörpertrübungen in meinen Augen zum Teil überraschend scharf vor der Sonnenscheibe abgebildet werden. Ich kenne den Effekt bereits von hohen Vergrößerungen am Mond, aber jetzt beim PST fällt es mir noch viel stärker auf. Wahrscheinlich, weil ich mit dem 7,5mm Okular gleich auf hohe Vergrößerungen gehe und daraus eine AP von 0,75mm resultiert. Dazu kommt das relativ dunkle Sonnenbild.

Die Glaskörpertrübungen bei mir sehen wie kleine Fusseln oder Fäden aus. Je nach dem wie weit sie von der Netzhaut entfernt treiben, werden sie schärfer oder unschärfer abgebildet. Da sie sich langsam bewegen, kann ich mir schon vorstellen, dass sie für einen ungeübten Beobachter wie ein Ha-Filament aussehen können, welches sich langsam über die Oberfläche der Sonne bewegt.

Wäre das möglich?
Marcus
 
Hallo Marcus,
vielen Dank für den Hinweis!!

Ich selbst habe auch diese Trübungen, die auch "mouches volantes" genannt werden; sie bewegen sich immer ein wenig hin und her, verschwinden aber eigtl. nicht nach kurzer Zeit. Meine Frau hat diese zumindest bisher nicht bemerkt, was aber nichts bedeutet, da die Glaskörpertrübungen, wie von Dir beschrieben, auch manchmal nur beim angestrengten Sehen sichtbar werden können.
Zur Beobachtung hatte ich ein Plössl 12 mm Okular eingesetzt (mehr gab das Seeing nich her), da ist das Sonnebild doch noch recht hellrot.
Ich glaube jetzt aber auch, dass Glaskörpertrübungen auch als mögliche Ursache der Beobachtung in Frage kommen (denn meine Frau schaut eben doch nur selten durchs Teleskop, so dass ihr dieser Effekt sicherlich nicht bewusst war).

Besten Dank,
Gruß!
Carsten
 
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