Ethos, größere Brennweiten möglich?

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alexschwab

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Hallo Leute,

Ich frage mich gerade ob bei der Ethos Serie größere Brennweiten als 21 mm möglich sind ?
bei meinem nächsten Projekt ( 16"-1800mm ) würde sich zB ein
26 mm besser machen:
21 mm = 85x AP=4,7
26 mm = 69x AP=5,8
Eine AP von 5,8 würde bei meinem Himmel ,5 - knapp 6mag
genau passen wie ich gestern messen konnte ( Bohrer)
Mit Paracorr würden sich die Werte noch weiter verschieben,
und ein 26er Nagler bringt nicht mehr Feld und das 31 wird zu hell .
CS Alex
 
Hallo Alex,

mit dem Paracorr wird aus dem 31er Nagler ein 27er (31 : 1,15 = 26,96), AP ist dann 6,0.

Aus dem 21er Ethos wird mit Paracorr ein 18,25mm Okular.

 
Hallo Alex,

für ein verzeichnungs- und bildfeldwölbungsfreies Okular müsste

tan(theta/2) = D/(2f)

gelten mit theta = scheinbares Gesichtsfeld, D = Feldblendendurchmesser und f = Brennweite des Okulars.

Für ein 26mm Ethos (theta = 100°) ergibt sich mit dieser Gleichung ein Feldblendendurchmesser von

D = 2f * tan(theta/2) = 61.97mm

Also etwa 62mm (etwa 2.44 Zoll). Mit einem 3"-Okularauszug (vllt auch schon einem 2.5"?) und entsprechend ausgeleuchtetem Feld könnte das funktionieren.


Viele Grüße

David
 
Hallo ,

@Dietmar :
das 31 er Nagler bringt mir mit Raracorr 1,2Grad Feld
das 21 er Ethos bringt 1 Grad
d.H für die schlappe 0,2 Grad lohnt sich meiner Meinung nach kein weiteres Okular,kann ja zur Not den Korrector rausnehmen und hab dann 1,1 Grad.
@David :
schade , dann ist wohl bei 21mm schluß...

CS Alex
 
Hallo Alex,

bei deiner Frage war nicht zu erkennen, dass du bereits ein 21E hast, jetzt ist deine Antwort zu verstehen.
Ich hatte bereits ein 31N, daher kam für mich dann das 17E als nächstes (18" - 1920mm f4.2)
 
Hallo,

ich habe sowohl das 21E als auch das 31N und kann darin kein Problem erkennen. Die beiden Okulare ergänzen sich gut und ein z.B. 24E würde m.E. keinen großen Sinn machen. Das 21E ist ohnehin schon schwerer und größer als das 31N.

clear skies

Ralf
 
Hallo Ralf,

da die Bildfelder von 31N und 21E sehr ähnlich sind war für mich der Sprung auf 17E logisch.
Ausschlaggebend für meinen Tausch von 21E zu 17E war auch, dass eine Parfokalität am Paracorr1 mit dem 21E nicht möglich ist
zu 31N und sämtlichen anderen Ethos Okularen.
Das 21E steht 4mm über den oberen Rand da die Einsteckhülse zu lang ist um zu passen.
 
Hallo Dietmar,

ja, ich habe auch hin und her überlegt, soll es das 21mm E oder 17mm E werden. Am 12" f/4 mit Paracorr ist das etwas anders, als am C8, wo ich dem 17mm N T4 noch nachtrauere; deshalb wird wohl auch das 17mm E bald im Koffer sein.

Manche empfinden den Unterschied zwischen 21mm E (das de facto das GF eines 26mm N T5 hat) und dem 31mm N als marginal. Ich dagegen schätze die paar Grad "mehr" schon.

Das 31mm N ist ein fast perfektes Überblicksokular, das (bei mir) das 21mm sehr gut ergänzt.

Die Parfokalität ist für mich von sekundärer Bedeutung, aber das ist wohl auch Geschmackssache.

clear skies

Ralf
 
Zitat von the_viewer:
für ein verzeichnungs- und bildfeldwölbungsfreies Okular müsste tan(theta/2) = D/(2f)
gelten mit theta = scheinbares Gesichtsfeld, D = Feldblendendurchmesser und f = Brennweite des Okulars.
Für ein 26mm Ethos (theta = 100°) ergibt sich mit dieser Gleichung ein Feldblendendurchmesser von
D = 2f * tan(theta/2) = 61.97mm
Also etwa 62mm (etwa 2.44 Zoll)
David, diese Formel gilt aber nur für Okulare mit rektilinearer (orthoskopischer) Abbildung mit kleinem Gesichtsfeld, und dazu gehört die Ethos-Serie sicher nicht. Du brauchst ja nur mal die bekannten TeleVue Parameter einzusetzen, um Dich davon zu überzeugen.

Wir hatten die Frage nach der Möglichkeit von einem 26 mm Ethos schon mal:

26 mm Ethos?

Wenn man die nominellen Parameter der bis jetzt existierenden Ethos Okulare fortsetzt und von einer maximalen Feldblende (fb) von 45 mm in 2" ausgeht, dann kommt man auf eine maximale Brennweite (f) von 26 mm:

...... f ........ fb ....... SGF ...... SGF
... (mm) ... (mm) .... (nom.) .... (*)

..... 3.7 .... 7.04 ..... 110° .... 109.0°
...... 6 ..... 10.4 ..... 100° ..... 99.3°
...... 8 ..... 13.9 ..... 100° ..... 99.6°
..... 10 ..... 17.7 ..... 100° .... 101.4°
..... 13 ..... 22.3 ..... 100° ..... 98.3°
..... 17 ..... 29.6 ..... 100° ..... 99.8°
..... 21 ..... 36.2 ..... 100° ..... 98.8°


..... 26 ...... 45 ....... 100° ..... 99.2°

wobei der in der letzten Spalte aufgeführte SGF(*) Wert nach der Formel

SGF(*) = fb/f * 180°/pi

berechnet ist.

Ein 26 mm Ethos ist also durchaus vorstellbar und möglich.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter



 
Hallo Peter,

ich zitiere Dich mal:

"Die Frage ist also wohl eher, wo diese praktische Grenze beim Ausbau der Ethos Baureihe gezogen wird."

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/585931/2

Da lasse ich mich mal überraschen, ob es ein Ethos oberhalb 21mm geben wird und wie es bei diesem Okular mit der Größe und dem Gewicht bestellt ist. Wie gesagt, das 21mm E stellt das 31mm N schon ein wenig in den Schatten, und das 31mm N galt bis vor einiger Zeit als Maßstab für Größe und Gewicht.

Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass ein noch gewichtigeres Okular als das 21mm E durchaus auf den Markt gebracht wird, dann vielleicht nicht mehr in 2", aber wer weiß?

clear skies

Ralf
 
Hallo Dietmar,

nein , hatte mich mißverständlich ausgedrückt;
hatte mich innerlich schon auf ein 13er Ethos festgelegt und eine Ergänzung nach unten gesucht.
Wäre halt schön gewesen in einer Serie zu bleiben und nicht zu mischen.
Insofern kam die Frage auf ob vielleicht noch ein 26er Ethos auf den Markt kommt.
Wenn ich doch mit 31er Nagler anfange , wäre die weitere Abstufung für mich 17 - 8 - 6 , anstelle von 26 - 13 - 6
falls man überhaupt mit nur 3 Okularen auskommen kann?
Das 13er stelle ich mir als gutes Allround Okular vor,
welches benutzt du denn am meisten?
Grüße Alex
 
Hallo Alex,

ich bin zwar nicht Dietmar, aber hier meine Palette für DS:

31mm N - 21mm E - 13mm E - 10mm XW - 8mm E - 6mm E

Bis April kommen wohl noch das 3,7mm E und 17mm E hinzu. Meine Lieblingsokulare sind derzeit bei DS 21mm E und 13mm E. Das 13mm E ist einfach klasse, vor allem bei Galaxien. Beim Pentax 10mm XW muss ich mich noch überraschen lassen, es ist neu bei mir. Das kleinere GF gegenüber Ethos-Okularen ist allerdings eine andere Sache, aber es soll einen bestimmten Zweck erfüllen, dazu brauche ich kein zu großes GF.

Bei 3 Okularen würde ich folgendes nehmen:

31mm N - 13mm E - 8mm E

Und dazu eine gute Barlow.

Viele Grüße

Ralf
 
Hallo Alex,

Beim Start mit 31N + Paracorr würde ich mit 17E, 10E 8E fortfahren.

Mit Televue 2x Barlow (1,25") könntest Du dann weitermachen mit 5Eb (10 barl. ohne Pc) und 4Eb (8 barl. ohne Pc)

Die Reihe wäre dann mit Paracorr 27N - 15E - 9E - 7E - 5Eb - 4Eb, wäre doch eine perfekte Reihe.

8E ist mit Paracorr 7mm, das sind bei 1800mm dann 260x, darüber geht es hier nicht so oft, da könntest Du mit Barlow leben.

Mit der Barlow habe ich schon getestet, das riesige Bildfeld der Ethos bleibt erhalten und auch die Schärfe ist bestens.
 
Hallo Alex,

mir persönlich wäre es unter vielerlei Hinblick eine viel zu große Einschränkung, mich auf eine Okularserie beschränken zu müssen. Insofern finde ich es nur konsequent ein 31er Nagler zu besetzen (wenn man die Verlängerung durch einen eventuellen Paracorr mit einrechnet). Das 31er Nagler hat 42mm Feldblende und 82° Feld und es ist für eine schnelle Optik das aktuelle Spitzenokular was Randabbildung und wahres Gesichtsfeld angeht. Ich finde allerdings dass ein 21mm Ethos schon genügend Abstand zum 31mm Nagler hat. Und der Sprung von 17mm auf 8mm schmerzt mir gedanklich. Mit 3 Okularen kann man auskommen, wenn man muss. Wenn man kann und auch zu entsprechend sorgfältiger Okularwahl beim Beobachten neigt, wird man auch mit 5 Okularen vielleicht noch nicht ganz zufrieden sein. Bei mir stehen 5 Okulare in der ersten Reihe, wovon eines ein Zoom ist, so dass dessen Endbrennweiten eigentlich für zwei Okulare stünden, wenn es das Zoom nicht gäbe.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Peter,

Zitat von P_E_T_E_R:
Ein 26 mm Ethos ist also durchaus vorstellbar und möglich.

ok, die Verzeichnung "rettet" dann also quasi die Möglichkeit so ein Okular in 2" zu bauen. Wenn man nun Verzeichnung zulässt, gibt es denn darüber hinaus noch eine Einschränkung, wie weit man das treiben kann? Von mechanischer Handlichkeit des Okulars jetzt mal abgesehen...

Ansonsten könnte man doch auf Kosten von noch höherer Verzeichnung auch ein 31mm Okular mit 100° sGF in 2" bauen, oder?
Gibts eine Möglichkeit das zu quantifizieren, wie viel Verzeichnung noch ertragbar ist?



Viele Grüße

David
 
Zitat von the_viewer:
ok, die Verzeichnung "rettet" dann also quasi die Möglichkeit so ein Okular in 2" zu bauen. Wenn man nun Verzeichnung zulässt, gibt es denn darüber hinaus noch eine Einschränkung, wie weit man das treiben kann? Von mechanischer Handlichkeit des Okulars jetzt mal abgesehen...

Ansonsten könnte man doch auf Kosten von noch höherer Verzeichnung auch ein 31mm Okular mit 100° sGF in 2" bauen, oder?
Gibts eine Möglichkeit das zu quantifizieren, wie viel Verzeichnung noch ertragbar ist?
Hallo David,

was Du hier unter "Verzeichnung" verstehst, beschreibt eine Abweichung vom rektilinearen oder othoskopischen Abbildungsverhalten

tan alpha' = M tan alpha

wobei die Projektionen tan alpha und tan alpha' von Gegenstand und Abbild zueinander proportional sind. Wenn sich diese Projektionen ohne wesentliche Verzerrungen in der Ebene darstellen lassen, dann ist die rektilineare Abbildung eine natürliche Referenz für "Verzeichnung". Das trifft in der Regel insbesondere dann zu, wenn hinreichend kleine Felder am Himmel auf kleinen und planen Kamerachips abgebildet werden, aber auch für orthoskopische Okulare mit kleinen Gesichtsfeldern.

Wenn hingegen große Teile der Himmelskugel, z.B. mit Fisheye-Linsen, verzeichnungsfrei abgebildet werden sollen oder, wie bei astronomischen Weitwinkelokularen, sehr große scheinbare Gesichtsfelder von 80° bis über 100° auftreten, dann ist es sinnvoller, eine winkeltreue Abbildung von Kugelabschnitt zu Kugelabschnitt anzustreben

alpha' = M alpha

und dann von "Verzeichnung" als Abweichung von einer exakt winkeltreuen Abbildung zu sprechen.

Eigentlich sollten astronomischen Anwendungen, bei denen große wahre oder auch große scheinbare Felder eine Rolle spielen, grundsätzlich winkeltreue Abbidungen favorisieren. Es ist schließlich eine Binsenweisheit, dass sich Kugelabschnitte nur wieder auf Kugelabschnitten, nicht aber in der Ebene, verzeichnungsfrei abbilden lassen.

Erst bei hinreichend kleinen Feldwinkeln alpha und alpha' (im Bogenmaß) gehen die oben dargestellten Abbidungsgesetze wegen

tan alpha ~ alpha
tan alpha' ~ alpha'

ineinander über und dann macht es auch keinen Unterschied.

Bei Großfeldokularen mit scheinbaren Feldern von 80° oder 100° macht es aber einen gewaltigen Unterschied, und da sollte man für die Verzeichnung nicht die rektilineare, sondern die Winkeltreue Abbildung als Referenz nehmen. Wenn man das tut, dann haben diese Okulare auch gar keine ungewöhnlich hohe "Verzeichnung". Idealerweise bilden sie den Winkelabstand von Sternen im ganzen Feld proportional ab. Genau das aber ist bei der rektilinearen Abbildung wegen der Nichtlinearität der Tangensfunktion bei großen Winkekn nicht der Fall.

Verzeichnung in einem absoluten Sinn gibt es gar nicht. Sie kann nur in Bezug auf ein bestimmtes Abbildungsgesetz definiert werden.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter


 
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