EvoStar 150/1200 als Alternative zum C8 für Planetenfotografie?

Rainer74

Mitglied
Hallo zusammen,

Planeten zu fotografieren ist meine Leidenschaft. 😊
Dazu möchte ich bitte gerne euren Rat und eure Erfahrungen.

Mein aktuelles Setup ist:
Celestron C8 Schmidt-Cassegrain
HEQ5 Pro
ASI 662MC (Planetenkamera)
ASI AIR
ASI 120 Mini im Sucher als Guidecam

Bisher konnte ich mit dem C8 schon einiges aufnehmen, aber ich kämpfe regelmäßig mit den typischen Problemen: Seeing-Empfindlichkeit, lange Auskühlzeit, Fokussieren und Mirror Shift. Da ich oft unter nicht ganz guten Seeing-Bedingungen beobachte und fotografiere, überlege ich, ob ein SkyWatcher AC/EvoStar 150/1200 eine geeignete Alternative wäre.

Meine Idee:
Der Refraktor hätte weniger thermische Probleme und bietet evtl. stabileren Kontrast bei Planeten.
In Kombination mit einer 2× Barlow wäre das Sampling mit meiner ASI 662 ja auch passend.
Klar ist mir, dass ich mit dem Achromaten Farbfehler in Kauf nehme – aber vielleicht überwiegt für Planeten die bessere Bildruhe?
Meine Fragen an euch:

Habt ihr praktische Erfahrungen mit dem EvoStar 150/1200 speziell in der Planetenfotografie?
Glaubt ihr, dass er in meinem Fall (Seeing selten sehr gut, aber Motivation hoch 😉) Vorteile gegenüber dem C8 bringen würde?
Würdet ihr eher beim C8 bleiben und dort noch optimieren (Motorfokus, Kühlung, etc.), oder macht ein Wechsel zum 150er Sinn?

Ich danke euch - Grüße Rainer
 
Hallo Rainer,
bemühe einmal die Suchfunktion hier im Forum! Da wirst du fündig und alle deine Fragen sind eigentlich schon mehrfach hier im Forum beantwortet worden.
Was mir noch einfällt, es gibt hier im Forum wenig bis keine Bilder von Planeten mit diesem Teleskop Typ.
Viele Grüße Frank

 
Hallo Rainer,
Ich selbst kann zu den Unterschieden nix sagen, aber der Link dürfte Dir Weoterhelfen
 
Hallo Rainer,

bei Planetenfotografie zählt vor allem Öffnung auch wenn die Obstruktion da etwas nimmt würdest du ja von 200mm auf 150mm reduzieren.
Und billig ist das ja auch nicht. Extra nochmal so viel Geld in die Hand nehmen ????

Kannst du mal deine bisherigen Ergebnisse zeigen. Wahrscheinlich hast du dein Equipment noch nicht ausgereizt.

Ich lagere meine Geräte in der kühlen Garage und so bin ich ohne Auskühlzeit sofort startklar.
Wie sieht das bei dir aus ?

Gruß,
Holger
 
Grüße dich Holger, ich kann von der Terrasse aus in den Himmel schauen, aber das ist wahrscheinlich schon der Punkt. Mitten in Berlin werde ich keine besseren Ergebnisse erzielen. Ich stelle dazu Stunden vorher das Teleskop heraus. An dem kann es nicht leigen. Das Seeing wird in der Großstadt schlecht sein und bleiben. Mein Foto von vor 3 Tagen. Ich habe gelesen, dass der APO auch bei schlechteren Seeing geeignet sein soll. Aber da ich immer noch fast Anfänger bin - 2 Jahre - sollte ich weiter üben. Eventuell liegt es auch an den Einstellungen bei SharpCap oder Fire Capture und der Bearbeitung danach. Oder ich finde ohne Hilfsmittel beim Scharfstellen nicht den Focus - danke dir
 

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Ich selbst kann zu den Unterschieden nix sagen, aber der Link dürfte Dir Weoterhelfen

Dolle DANKE an dich Chris68 - das hilft mir sehr

Achtung es gibt den Evostar das ist ein billiger Achromat und es gibt den Evostar ED das ist ein ED APO und zwischen beiden liegen Welten.

Da Rainer nichts von ED schreibt sondern nur Evostar 150/1200 ist anzunehmen das er den billigen Achromaten meint.
Reiner falls du doch den ED APO meinst solltest du das unbedingt noch mal dazuschreiben.

Im Link von Chris 68 geht es jedenfalls um den ED APO und die dort geschilderten Erfahrungen dürfen auf gar keinen Fall auf den billigen Achromaten bezogen werden!!!

Es gibt für den Evostar ED mit dem Evostar EDX mittlerweile einen Nachfolger im eleganten Tubus mit verbesserter Mechanik.


Den Alten gibt es daher zurzeit günstig im Ausverkauf.

https://lacerta-optics.com/BDapo150set#m

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Rainer,

jetzt kommt mir gerade ein sehr wichtiger Gedanke: Hast du einen UV/IR Sperrfilter verwendet?
Ich habe selbst die Asi662mc und da ist keiner verbaut.

Gruß,
Holger
 
Hallo Rainer,

Ok, hätte ja sein können.

Oder ich finde ohne Hilfsmittel beim Scharfstellen nicht den Focus
Ich verwende firecapture und stelle direkt am Planeten scharf, also am Livebild.
Immer mal wieder neu rein und raus fokussieren um den besten Punkt in der Mitte zu finden.

Aber zuletzt hatte ich nur noch schlechte Bedingungen. Ich habe erst visuell mit dem 8mm Okular kontrolliert und da war der Anblick schon so verwaschen, dass ich die Kamera erst gar nicht angeschlossen habe.

Gruß,
Holger
 
Ich danke dir Holger, du hast Recht, ich reize erst einmal mein Setup aus.
FireCapture habe ich auch im Einsatz - ich übe weiter - Scharfstellen am SC ist wirklich eine Herausforderung
 
Die Jupiter Monde eignen sich besonders gut fürs Scharfstellen. Sind sie Nadel scharf zu sehen, ist das optische System in Ordnung, da sie außer axial abgebildet werden!
 
Grüße dich Sternbrot - ja im Okular 8 mm ist es wirklich auch scharf. Erst wenn ich mit der Camera arbeite, erreiche ich den tatsächlichen Scharfpunkt nicht mehr so eindeutig. Aber ich denke, es ist auch tatsächlich Übungssache. Ein Beispiel von letzter Woche
 

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Würdet ihr eher beim C8 bleiben und dort noch optimieren (Motorfokus, Kühlung, etc.)
Hallo Rainer,
genau das würde ich Dir bei Deiner Konstellation empfehlen.

Über die jeweiligen grundsätzlichen Vorzüge der unterschiedlichen Teleskoptypen wurde bereits viel geschrieben.
Was aber meines Erachtens auch nicht vergessen werden darf, ist die um 800mm längere Brennweite Deines C8 im Vergleich mit dem Refraktor.

Wenns um Planeten geht, sind Öffnung und Brennweite Deine Freunde.

Hätte ich zwischen den genannten Teleskopen für Planet zu wählen, würde ich ohne zu zögern zum C8 greifen.

CS

Dietmar
 
Hallo,

ja im Okular 8 mm ist es wirklich auch scharf. Erst wenn ich mit der Camera arbeite, erreiche ich den tatsächlichen Scharfpunkt nicht mehr so eindeutig.
Kenne ich nur zu gut.
Bei größerer Öffnung / Brennweite spielt das Seeing einer immer wichtigere Rolle.
Das Livebild der Astrokamera mit den kleinen Pixeln zeigt ja den Planeten schon deutlich größer als der Anblick im Okular.
Und so fällt die Luftunruhe auch mehr auf. Du siehst ja auch richtig, wie die Details verwaschen werden und dann für kurze Momente wieder auftauchen.
Bei richtig guten Bedingungen geht auch das Scharfstellen leichter.
Ansonsten hilft es nur geduldig zu warten bis ein bessere Phase kommt. Manchmal hilft es auch eine halbe Stunde zu pausieren und dann wieder neu zu schauen ob sich das Seeing gebessert hat.

Leider ist auch das nur zu oft vergebens und man kann wieder einpacken. Wie häufig ich schon umsonst aufgebaut habe ...:cry:
Zum Glück lagere ich meinen Dobson in der kühlen Garage und kann so schnell mal die Bedingungen checken.
Ich will ja nicht die eine gute Nacht verpassen also riskiere ich fast immer einen kurzen Blick.

Gruß,
Holger
 
Hallo Rainer,
zwei Dinge kann ich dir für die Planetenfilmerei wärmstens empfehlen, solltest du sie nicht schon im Einsatz haben.
Gerade wenn Planeten relativ tief am Himmel stehen, kann ein sog. ADC bzw. ADK (atmosphärischer DispersionsKorrektor) das Bild deutlich verbessern. Luft wirkt wie ein optisches Element und führt zu einer wellenlängenabhängigen Lichtbrechung. Das führt zu Farbsäumen, die umso stärker ausfallen, je tiefer die Planeten stehen. Allerdings ist der Umgang mit den ADCs am Anfang nicht ganz einfach und erfordert etwas Übung.
Was noch extrem hilfreich ist, ist ein Motorfokussierer am Okularauszug. Damit kann man den besten Fokuspunkt suchen, ohne Erschütterung des Teleskops.

Abgesehen von den ganzen Helferlein sind folgende Dinge wichtig:
- gutes Seeing
- ausgekühlte Optik
- kollimierte Optik
- ordentliche optische Qualität des Teleskops

Viel Erfolg und Grüße,
Burkhard
 
Moin Rainer, Moin zusammen,

sehe ich genau wie @komposer : (und @MeisterDee )
bei Planetenfotografie zählt vor allem Öffnung auch wenn die Obstruktion da etwas nimmt würdest du ja von 200mm auf 150mm reduzieren.
Und billig ist das ja auch nicht. Extra nochmal so viel Geld in die Hand nehmen ????

Kannst du mal deine bisherigen Ergebnisse zeigen. Wahrscheinlich hast du dein Equipment noch nicht ausgereizt.

Da würdest du meiner Einschätzung nur (wenns gut läuft):
u.a. Höhere Brennweite und größere Öffnung (wie gesagt a & o für Planeten) gegen u.a. ggf. höheren Kontrast & Farbfehler und zusätzlichen finanziellen Ausgaben tauschen.

Würde ich nicht machen und an deiner Stelle auch noch versuchen, dein Setup auszureizen (wie schon genannt und beschrieben).

Wahlweise zum Motorfokus, den @Kowatsch angesprochen hatte (,den ich auch empfehlen kann), kann ich zudem auch einen Motorfokus-Handcontroller empfehlen. Habe ich recht neu und finde ich persönlich einfacher als über SW zu steuern. ...Aber meiner Meinung nach (ich habe den von ZWO) auch komplett überteuert und kann man mit Elektro-Kentnissen sicher auch DEUTLICH billiger haben. - Ich bin zu doof dafür und musste Geld ausgeben. _affeaugen::LOL:

ADC ist m. Meinung nach fast Pflicht > Nicht nur keine/verminderte Farbsäume, sondern (oft) auch mehr Details sichtbar.

Beste Grüße & CS
Micha
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo

Spiegelshift verdirbt das fokussieren, man verwendet dann gern einen zusätzlichen OAZ,
Backfocus hast du ja genug, es ist auch wichtig die Kamera an den besten Punkt zu bringen , mir war der Chip muss 135mm hinter den Schraubanschluss, gleicht man das nur mit Spiegelabstand aus leidet die Schärfe, es ist also noch Platz für einen OAZ

Seeing… kürzer belichten ist die Lösung, das geht bei gleicher her Abbildungsgröße mit mehr Öffnung besser
Am Refraktor länger belichten plus Farbfehler sollte nicht besser sein.

Gruß Frank
 
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