eVscope getestet

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Surak von Vulkan

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Hallo allerseits,
da ich nun endlich wissen wollte was wirklich dahintersteckt habe ich mir letzte Woche von einem Deutschen Lieferanten das besagte eVscope bestellt und die letzten zwei Tage ausgiebig getestet. Vorausschicken möchte ich das ich eigentlich ein eingefleischter Dobsonaut bin welcher mindestens 50 mal im Jahr unter hochalpinem Himmel beobachtet. Ich bin in der glücklichen Lage mich nach 15minütiger Fahrt bereits unter einem excellenten Himmel zu befinden. Ich beobachte meistens mit einem 10" F-5 Newton und einem Miyauchi 20 mal 100er Fernglas und gelegentlich mit meinem 18" F-4,3 Dobson mit einem von Thomas Hausknecht geschliffenen Spiegel. Obwohl ich in meinen frühen Jahren damals noch analog fotografiert habe bin ich nicht sonderlich an der Astrophotographie interessiert. Nun gut bereit einen Tag nach der Ankunft des eVscope konnte ich bereits meine erste Beobachtung machen. Jeder ernsthafte Astronom weis das Astronomie in den meisten Fällen bedeutet auf gutes Wetter zu warten vorzugsweise ohne Mond und einen wirklich dunklen Beobachtungsplatz aufzusuchen, doch ich wollte erst einmal mit dem Worst Case Szenario beginnen und so baute ich das gute Stück bei meinem Freund Ingo welcher quasi um die Ecke wohnt auf rundum beleuchtet von allerlei Straßenlampen und Nachbarfenstern. Der Himmel präsentierte sich wie gewohnt so dunstig das von Ursa Major lediglich die hellsten Sterne der Wagenfigur sichtbar waren und ich war mehr als skeptisch unter diesen Bedingungen überhaupt arbeiten zu können. Der Aufbau des Gerätes ist wirklich einfach und in zwei Minuten erledigt. Stativ ausziehen, Blubberblase ausrichten, Gerät aufsetzen, Klemmschraube anziehen, Deckel wegmachen und den Einschaltknopf betätigen - fertig.
In der vorinstallierten Unistellar App die Felderkennung gestartet welche bereits nach ca. 6 Sekunden positiv bestätigt wurde. Nun gleich zum Spaß NGC891 eingegeben um mit etwas "leichtem" zu beginnen :ROFLMAO:, das Gerät nimmt Fahrt auf und bereits nach wenigen Sekunden am Ziel auf dem Monitor ist wie erwartet gar nichts zu sehen. Sei es drum noch die Bildverbesserung aktiviert und bereits nach 2 Minuten ist die Galaxie deutlich zu erkennen, mit Staubband und besser als ich sie jemals mit meinem 18" gesehen habe ---puhhh ich muß mich erst mal hinsetzen und das Ganze verdauen. Das darf nicht sein, unmöglich, jeder der den Himmel gesehen hat würde schwören das hier irgendwas gefaked ist. Ein Blick in das elektronische Okular ernüchtert mich ein wenig, bin ich es doch gewohnt durch ein 100 Grad Ethos zu lustwandeln ohne die Einschränkung einer Gesichtsfeldbegrenzung.
Das Okular hat etwa so um die 40° SG und nicht gerade die bestmögliche Auflösung, für einen Genußspechtler wie mich ein klares noch Genügend. Doch das Bild auf dem Smartphone kann sich sehen lassen, keine High-end Bilder doch durchaus schön anzuschauen. Nach etlichen Objekten wie M31,Hubbles Variabler Nebel, M33, Pferdekopfnebel, M1, M81/82 und noch anderen begann uns die Kälte zu quälen und wir brachen ab. Fazit die Bildverbesserung des eVscopes ist so gut das ich mir nicht vorstellen kann das es noch besser geht. Der nächste Schritt wäre dann wohl Astrofotos am Tag. Das Gerät kann problemlos unter Allerschwierigsten Bedingungen zum Beobachten schwächster Objekte genutzt werden, das befürchtete und von mir auch erwartete Gefühl nicht richtig zu beobachen ist dabei ausgeblieben. Ich hatte das selbe Gefühl wie beim rein Visuellen Beobachten, doch das qualitativ nicht überzeugende Okular bremst meinen Enthusiasmus doch recht stark ab und ich persönlich gebe dem Teil nur 8 von 10 möglichen Punkten. Den Preis von 3000 Euro halte ich für durchaus gerechtfertigt
da das Gerät einen unbeschreiblichen Komfort bietet. Keine Autofahrt, Lichtverschmutzung ziemlich egal, kein Objekte suchen, Erinnerungsbilder der Objekte, alles in Farbe und bei Bedarf Bedienung von der warmen Couch aus. Ich werde das Teleskop jedenfalls behalten wenngleich ich nicht ganz zufrieden bin mit der Leistung und dem Design des Okulares.
Ich denke das mit dem Besitz dieses Gerätes trotzdem eine neue Ära in meiner Astrolaufbahn angebrochen ist.

beste Grüße bleibt Gesund und Klaren Himmel
Christian
 
Hallo Christian,

schön mal etwas zu diesem interessanten Gerät zu lesen, ohne das gleich ein Haufen Vorurteile ausgeschüttet wird!
Wie heißt es so schön: jedes Teleskop hat seinen Himmel.

Weiterhin viel Freude mit dieser anderen Art der Beobachtung und dem Gerät.

CS Christian (ja, auch :cool:)
 
Hallo Christian,

toller Bericht. An EAA/EEVA führt kein Weg mehr vorbei:

Sei es drum noch die Bildverbesserung aktiviert und bereits nach 2 Minuten ist die Galaxie deutlich zu erkennen, mit Staubband und besser als ich sie jemals mit meinem 18" gesehen habe ---puhhh ich muß mich erst mal hinsetzen und das Ganze verdauen. Das darf nicht sein, unmöglich, jeder der den Himmel gesehen hat würde schwören das hier irgendwas gefaked ist.

Gruß,
Peter
 
Hallo zusammen,

da bitte auch den Bericht in - astronomie DAS MAGAZIN - Ausgabe 16, Seite 76 beachten.
 
Hallo Christian,
vielen Dank für den Bericht.

CS

Dietmar
 
@surak: Danke für Deine Einschätzung!
@mmba18: als eVscope-Besitzer halte ich das eher für einen der "schwächeren" Berichte über das eVscope. Der Autor hat mir seinen Bericht als "Verriss" angekündigt, was OK ist, aber vielleicht hat er als "Profi-Astronom" doch etwas zuviel Distanz zu den Bedürfnissen von "ewigen Anfängern" wie ich einer bin... Ich möchte hier aber keinen Streit vom Zaum brechen...
Viele Grüße, Gerd
(Unistellar eVscope - Übersicht der eVscope-Seiten)
 
Nachdem ich in CloudyNights gelesen habe, dass mein neues C5 und meine neue AZ-GTi das "ideale EAA-Low-Cost-Gespann" darstellen, habe ich mal die Neupreise bei einem Händler zusammengestellt:

Celestron C5: 670 EUR
AZ-GTi-Montierung: 375 EUR
f/6,3-Reducer: 130 EUR
Celestron PowerTank: 165 (Skywatcher: 75 EUR)
ASI 224C: 265 EUR
Summe : ca. 1600 EUR (1510 EUR)

Als Unterstützer des eVscopes bei Kickstarter habe ich samt Rucksack etwa 1800 EUR ausgegeben. Das sind zumindest keine Welten, die das unterscheidet. Etwas sparen kann man bei Neuanschaffungen noch durch den "Grauware"-Celestron Shop bei Amazon, was aber auf Kosten der Garantie geht, also nicht zu empfehlen ist. Oder eben durch Gebrauchtangebote oder vorhandene Ausrüstung...

Den teuren 3000 EUR Apple Laptop habe ich mal nicht eingerechnet....

Viele Grüße, Gerd
 
Hallo Gerd,

Ich möchte hier aber keinen Streit vom Zaum brechen...
um joddes willen :eek:, das möchte ich auch nicht :D.
Die Berichte die ich über diese Art Teleskope, nicht nur dieses hier, gelesen habe sind sehr gemischt.
Teilweise ist eine Euphorie herauszulesen aber auch teilweise Frust.
Letztendlich muss man solch ein Teleskop wohl selbst "live und in Farbe" bedienen, um sich ein Urteil zu bilden und man muss gewillt sein 3000,-€ auf einen Schlag auszugeben.
Auch wenn wir wohl alle wissen, dass unser Hobby nicht eines der kostengünstigen ist ;), 3000,-€ auf einmal habe ich bis jetzt noch nicht ausgegeben. Insgesamt sicherlich mehr, aber eben sukzessive.

Wer sich nicht mit dem "Drumherum" eines "herkömmlichen" Teleskops beschäftigen möchte, sicherlich eine Alternative.
Aufstellen, einschalten, fertig.
Bekomme wohl recht Zeitnah ansehnliche Ergebnisse.

Für mich liegt auch der Reiz halt in dem "Drumherum".

Auch nichts gegen EAA/Live-Stacking, da bastel ich im Moment selbst mit einem Raspberry 4B (Raspbian, Astroberry und Stellarmate) herum.
Ja, der Aufwand der betrieben werden muss ist schon erheblich und es läppern sich einige Kosten zusammen, aber so hat es für mich den Vorteil, zu verstehen, wie das alles zusammen spielt und funktioniert.
Ja, zugegeben eine gewisse Affinität zu Computern, Netzwerk und Linux muss man schon mitbringen ;).
So relativiert sich auch der Preis von diesem System. Da steckt ordentlich Arbeit drin.
Wer das nicht mag, keine Frage, ist das kein gangbarer Weg.
 
Hallo,

wer 3000.- Euro für ein eVscope ausgibt, dem sind die Besonderheiten des eVscope hoffentlich das Geld wert. Das muß man einfach so feststellen und wenn der dann mit dem, was er dafür bekommt, zufrieden ist, dann ist das in Ordnung.
Aber dagegen aufrechnen was man für ein angeblich ähnliches selbst zusammengestelltes "EAA"-Setup ausgeben müßte, kann man auch nicht. Diese Vergleiche hinken. Entweder ist das eVscope nur eine Alternative für visuelle Teleskope und was man dadurch sieht oder es ist auch ein EAA- und Astrofotografiesetup - dann muß man aber auch über andere Aspekte sprechen. Man kann nicht nur den Preis eines guten Astrofotografiesetups zum Vergleich heranziehen, aber die Qualität der Aufnahmen und den Einsatzbereich unter den Tisch fallen lassen.
Die Einfachheit und schnelle Benutzbarkeit des eVscope bezahlt man nicht nur mit Geld, sondern auch mit Unflexibilität im Austausch von Komponenten, mangelnder Erweiterbarkeit und allgemein schlechterer Qualität der aufgenommenen Bilder. Bei selbst zusammengestellten Systemen hat man eine hohe Flexibilität in den Anwendungen, Erweiterbarkeit und Austausch von Komponenten (und Software nicht zu vergessen) und erreicht potentiell optimale Qualität, muß das aber mit einer steileren Lernkurve für die Benutzung von Hard- und Software bezahlen und etwas mehr Aufwand beim Aufbau. Man muß halt wissen was man will und wie einem das Hobby Spaß macht. Es ist was anderes, ob man zum Einstieg 150.- Euro für ein Teleskop auf Wackelmontierung vom Discounter in den Sand setzt oder 3000.- Euro für ein eVscope, wenn man sich nicht damit auseinander gesetzt hat, was die wirklich können.
Also habt Spaß an euren eVscopen, EAA-Setups, Dobsons oder was auch immer. Wäre ja langweilig, wenn jeder das gleiche machen würde.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo zusammen,

das wird eine nie enden werdende Diskussion werden wie das Thema Linse/Spiegel, Nachführung; mit/ohne, Visuell/Fotografie oder Massenware/Manufaktur. Dabei ist es doch völlig egal wer die Diskussion gewinnt, hauptsache die Leute sind mit Ihrem Kram zufrieden und eine finale Antwort habe ich bisher auf keine der o.g. Themen gelesen und es wird sie auch hier nicht geben. Die meisten Themen entstehen einfach durch den technischen Fortschritt und damit haben kommen Leute klar oder auch nicht.

Ich finde den Bericht sehr interessant @Christian, weil du scheinbar jemand bist der das ohne größere Vorabmeinung gekauft hat und einfach mal ausprobiert hat im ggs. zu fast allenTestberichten hier, die von vorne herein mit einer Erwartungshaltung verküpft waren (positiv wie negativ, ist jetzt völlig wertfrei) und erwartbar ausgingen.

Ich habe meinen APO, daran kommt mir keine Kamera, nur mein Auge und ein Zeichenblock. Dafür schaue ich mir gerne Astrofotos meiner Astrobekannten an und würde auch mal sehr gerne mal EAA/Live-Stacking sehen. Ins Haus kommt mir sowas nicht. Jedem das Seine. :) Aber viele Diskussionen werden mittlerweile nicht im Sinne eines gegeseitiges Austausches sondern des Recht-bekommens geführt.... sowas bringt irgendwie nichts (vor allem einen Fragesteller nicht), aber das nur am Rande.

Aber nun genug, Top Bericht ists auf jeden Fall!

CS
Matthias
 
Vielen Dank für euer Feedback
Ich finde derartige Diskussionen sehr anregend, waren diese doch letztendlich der Auslöser für meine Entscheidung das Teil mal genauer unter die Lupe zu nehmen.
Ein bisschen Meinungsvielfalt darf schon sein, das einzige was ich schade fände wäre wenn sich durch irgend einen Beitrag meinerseits jemand gegen eine Erfahrung entscheiden würde welche ihm oder ihr viel Freude bereiten würde. Das wäre dann wirklich ein Verlust. Ich bin zwar nicht so sehr der Mitteilungsbedürftige Typ doch wenn mich mal was mitreißt dann kann es schon passieren das ich meiner Freude Luft verschaffe und diese in die Welt hinausposaune :LOL: Vielleicht bemühe ich mich in Zukunft ein wenig mehr zu schreiben und hier weniger den Voyeur zu spielen.
CS
Christian
 
Hallo!

Ich finde es gut, dass es auch auf dem Fernrohrsektor noch echte Innovationen gibt. Was war denn die letzte vor dem eVscope? Das Schmidt-Cassegrain wahrscheinlich... Die Preise werden schnell sinken, die Konkurrenz schläft ja nicht. Der Materialaufwand ist gering und es gibt keinen Grund, dass ein eVscope mehr als 1000 Euro kosten muss, sobald die Entwicklungskosten von den „early adopters“ (ich bin Euch dafür echt dankbar, Jungs :) ) abbezahlt sind.

Und ansonsten befremdet mich diese endlose Diskutierei über Euros und Cents sehr. Ob ich ein Sofa vom Ikea oder aus dem örtlichen Möbelhaus kaufe macht locker einen Preisunterschied in der Größenordnung eines eVscopes aus und unser Sofa war noch nie jemandem einen Forenbeitrag wert... Vom Auto will ich gar nicht reden.

Grüße
Maximilian
 
Hallo!
..., wenn es bei Dir nicht so drauf ankommt.
Dass es nicht drauf ankommt habe ich nicht gesagt, aber jeder gibt doch sein Geld für Dinge aus, die es ihm wert sind. Oder noch wichtiger: Steckt seine freie Zeit in Dinge, die sie ihm wert sind.
Mir z.B. wäre die Pimpung eines Kaufhausteleskopes keine Minute meiner Zeit wert, aber weil ich anderen alten Kram sammle und viel Zeit (und Geld) damit vergeude, kann ich nachvollziehen, warum jemand sowas macht.

Grüße
Maximilian
 
Ich finde es gut, dass es auch auf dem Fernrohrsektor noch echte Innovationen gibt. Was war denn die letzte vor dem eVscope? Das Schmidt-Cassegrain wahrscheinlich... Die Preise werden schnell sinken, die Konkurrenz schläft ja nicht. Der Materialaufwand ist gering und es gibt keinen Grund, dass ein eVscope mehr als 1000 Euro kosten muss, sobald die Entwicklungskosten von den „early adopters“ (ich bin Euch dafür echt dankbar, Jungs :) ) abbezahlt sind.
Die größten Innovationen der letzten Jahrzehnte für uns Astroamateuere waren meiner Meinung der Einsatz von Digitalkameras und evtl. noch das Guiding. Damit hat sich die Qualität der Amateuraufnahmen auf das Level von Analogaufnahmen mit Großteleskopen gesteigert. Und davor war es meiner Meinung der Dobson, der Kreti und Pleti günstigen Zugang zu mit einfachsten Werkzeugen selbstgebauten, großen Optiken verschafft hat. Das SC an sich gibt es schon lange, diese relativ günstig in Massenproduktion herzustellen, halte ich eher für eine Geschäftsidee.

Die Innovation hinter dem evscope ist Teleskop, Rechner und Digitalkamera in einem fertigen Paket zu vereinen. Für öffentliche Beobachtungsstunden auf Sternwarten oder bei Vereinen finde ich das gar nicht mal so schlecht. Kann man in der Stadt bei Lichtverschmutzung machen und interessierte Anfänger habe gleich Erfolgserlebnisse. Die können sich sogar Snapshots als Andenken mitnehmen.

Wo ich skeptisch bin ist die Qualität des elektronischen Okulars. Hat Christian ob ja beschrieben. Wie ist es denn eigentlich mit der Dunkeladaption und dem Schwarzwert des Okulars?

CS Joachim
 
Schwarzwert, Dunkekadaption bei einem simulierten Okular?

Das ist doch da völlig "wurscht". ;)

Gruss
Peter
Nein, ich meine das analog zum Schwarzwert des Monitors. In einem dunklen Raum ist auch das Schwarz des dunkelsten Monitors noch hell. Wie ist das bei dem elektronischen Okular? Angenommen ich bin an einem dunklen Ort. Egal ist die Lichtverschmutzung auch dem scope sicher nicht. Zumindest bei der nromalen Astrofotografie macht es einen riesen Unterschied, wie dunkel es ist.

Ist das so hell, dass es stört, wenn es richtig dunkel ist?
 
Hallo!
In einem dunklen Raum ist auch das Schwarz des dunkelsten Monitors noch hell.
Der Hersteller schreibt, dass der elektronische Sucher ein OLED Display verwendet mit „true black“. Mein Mobiltelefon hat sowas auch, ich kann bestätigen, dass schwarz wirklich schwarz ist, anders als bei Flüssigkristallmonitoren, bei denen immer etwas von der Hintergrundbeleuchtung durchschimmert.

Grüße
Maximilian
 
Hallo,

da ich erstmal startpage.com fragen musste was ein eVscope überhaupt ist, war einer der ersten Treffer die Seite beim Astroshop.
Lest mal dort die Kundenmeinungen.
Sehr interessant ist die sehr lange Besprechung vom 13.02.21!
Wenn die Rezension einigermaßen korrekt ist, dann ist das ein absolutes NoGo. Unabängig vom Preis.
 
Hallo,

das sind vermutlich runde AMOLED's aus der Smartwatch-Produktion. Die kann man samt HDMI-Treiber-Board bei Aliexpress erwerben, wenn man so etwas selber bauen möchte.

CS
Erik
 
Hallo!
Sehr interessant ist die sehr lange Besprechung vom 13.02.21!
Wenn die Rezension einigermaßen korrekt ist, dann ist das ein absolutes NoGo. Unabängig vom Preis.
Naja, ich weiß nicht. Rezensionen aus dem Internet lese ich eigentlich nicht (unsere Lieblingspizzeria hat alles zwischen Null „Tiefkühlfraß kann ich mir daheim selbst aufwärmen“ und fünf Sternen „bester Italiener in Tübingen“... und so ist es hier auch). Das einzige bedenkliche an der Rezension finde ich, dass ihn der Hersteller angeblich nicht mit Ersatzteilen versorgt und eine Reparatur verweigert. Der Rest ist, mit Verlaub gesagt, größtenteils Blödsinn. „Die Kommunikation zwischen dem Smartphone und dem Teleskop ist nicht sicher (kein WPA2 / WPA3 angeboten)“ - weil ja bei der Übertragung von Amateurastrobildern so viel Spionage betrieben wird... Über die optische Qualität, die Nachführgenauigkeit, das GoTo usw. dagegen kein Wort.

Grüße
Maximilian

PS: Ich werde entweder geduldig warten, bis ich selbst durch eines schauen kann. Oder bis es eine Kombination aus Sensor und Rechnerchen gibt, die ich an einem meiner Fernrohre betreiben kann und für die ich mir nicht Nächte und Wochenenden mit irgendwelchem Linuxgefuzzel um die Ohren schlagen muß. Sowas mache ich schon lange nichtmal mehr gehen (gute!) Bezahlung.
 
puuh, 3000€ und dann ein 40°-Einblick. Da bleibe ich doch lieber bei meinem 12" Goto-Dobson (um 2000€) mit der ASI290 plus SkySafari zur kabelosen Steuerung. Oder halt live mit 100°-Okularen. Und natürlich dem Notebook zum LiveStacken (und am Bildschirm genießen) und der Fits-Speicherung. Und wenn man sich die Bewertungen der Unistellar-App anschaut: Grauselig.
Gruß Achim
 
Lest mal hier (notfalls über Google Übersetzer):

Daten die über die eVscopes gesammelt werden, gehen zur Auswertung an Unistellar und bleiben dann Eigentum von Unistellar. Beim Kauf eines eVscopes stimmt man dem zu. Ein Auslesen der Rohdaten durch die Nutzer ist nicht möglich.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo,

@maximilian
Das Internet bietet mMn mehr Nützliches als Schrott.
Da findet man mMn genau unter den Produktbesprechungen die interessantesten Dinge. So man nicht nur drüberliesst.
Wenn ich solche Beträge ausgeben will, dann lese ich die Lobeshymnen genauso wie die Verrisse mit der nötigen Skepsis. Bei Amazon mache ich mir z.B. die Mühe andere Rezensionen der entsprechenen Schreiber quer zu checken. Aber wo sonst bekommt man so viele Meinungen zu einem Produkt?
Wenigstens gibt es im Astrobereich nicht solche Schaumschlägermagazine wie im Bereich HiFi, speziell Esoterik High End.
Das würde übertragen dann etwa so aussehen: "Das USB Kabel von XYZ positioniert die Montierung Y um 0,000001 Grad genauer als das USB Kabel von ZYX".
Was ist denn z.B: die Kaufberatung hier - auch nichts anderes wie eine subjektive Weitergabe von Infos.

Lest mal hier (notfalls über Google Übersetzer):
Daten die über die eVscopes gesammelt werden, gehen zur Auswertung an Unistellar und bleiben dann Eigentum von Unistellar. Beim Kauf eines eVscopes stimmt man dem zu. Ein Auslesen der Rohdaten durch die Nutzer ist nicht möglich.
Gruß
Heiko
Wie schon geschrieben - nicht akzeptabel.
Ich bin seit Weihnachten 1986 Online. Also seit ich mir, in den USA lebend, ein 1200 Baud Modem, mit Compuserve Zugang, geschenkt habe.
Aber das ich an die von mir selbst geschaffenen Daten nicht ohne weiteres rankomme habe ich noch nicht erlebt.
Das wäre so, wie wenn ich meine selber digitalisierten Schallplatten nicht anhören bzw. bearbeiten etc. könnte.
Das ist frech!

Nachdem ich in CloudyNights gelesen habe, dass mein neues C5 und meine neue AZ-GTi das "ideale EAA-Low-Cost-Gespann" darstellen, habe ich mal die Neupreise bei einem Händler zusammengestellt:

Celestron C5: 670 EUR
AZ-GTi-Montierung: 375 EUR
f/6,3-Reducer: 130 EUR
Celestron PowerTank: 165 (Skywatcher: 75 EUR)
ASI 224C: 265 EUR
Summe : ca. 1600 EUR (1510 EUR)

Als Unterstützer des eVscopes bei Kickstarter habe ich samt Rucksack etwa 1800 EUR ausgegeben. Das sind zumindest keine Welten, die das unterscheidet. Etwas sparen kann man bei Neuanschaffungen noch durch den "Grauware"-Celestron Shop bei Amazon, was aber auf Kosten der Garantie geht, also nicht zu empfehlen ist. Oder eben durch Gebrauchtangebote oder vorhandene Ausrüstung...

Den teuren 3000 EUR Apple Laptop habe ich mal nicht eingerechnet....

Viele Grüße, Gerd
Das sind als nicht Unterstützer 3.000€ gegenüber 1.500€
Hast du den Apple nur für dein Astrohobby?
 
@BarFly: Normalerweise hätte ich hinter die Apple-Bemerkung einen Zwinker-Smiley setzen müssen, aber ich bin altmodisch und benutze keine... Nein, den leihe ich nur an das Astrohobby aus!
 
Warum sollte man auch den Laptop, den ich auch für viele andere Dinge nehmen kann, zur Ausrüstung dazurechnen müßen, ein Iphone, Tablett o.ä, ohne das man die Smartteleskope nicht steuern kann, aber nicht?

*entfernt*
 
@Heiko: Bei meiner C5-Ausrüstung beziehe ich mich auf einen Thread, den jemand nach dem Motto gestartet hatte, "ich komme mit 1250$ für eine EAA-Ausrüstung aus, wer kann billiger?" Ich mag solche Threads persönlich gar nicht, aber als einer der Poster seine (und damit auch meine...) C5-Ausrüstung zur optimalen "Low Cost"-Ausrüstung für EAA erhob, habe ich mal nachgerechnet, was die neu kosten würde. Und das habe ich hier, dummerweise, muss ich inzwischen sagen, zum Besten gegeben.
Die Antwort auf Deine Frage ist: In besagtem Thread wurde das so gemacht, also das Laptop für die Stacking-Software mitgerechnet (z.B. 250$ für einen gebrauchten Windows-Laptop, daher meine 3000€ für den Apple...). Warum die Smartphones nicht mitgerechnet wurden, keine Ahnung... Ich musste mir extra eines für das eVscope kaufen (bis die App dann eines Tages auch auf dem iPad lief, grrrr!)
Viele Grüße, Gerd
 
Hallo!
Lest mal hier (notfalls über Google Übersetzer):
Da steht u.a. aber auch folgendes zu lesen: „Cette politique est actuellement en cours de discussion et votre poste nous est utile pour de futures prises de décision, je transmets alors votre requête et vos arguments à nos équipes de développement.“ Es könnte also sein, dass sie ihr Konzept disbezüglich noch überdenken.

Ansonsten kenne ich das mit den Daten, die nur der Hersteller auslesen und verarbeiten kann, aus meinem Arbeitsumfeld zur Genüge. Im Hobbybereich ist es mir allerdings auch noch nicht untergekommen... Ausser vielleicht beim Fotografen, der einem auch nur die Abzüge aber nie die Negative oder digitalen Daten gibt. Der hat die Fotos allerdings auch selbst aufgenommen.

Grüße
Maximilian
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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