Surak von Vulkan
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Hallo allerseits,
da ich nun endlich wissen wollte was wirklich dahintersteckt habe ich mir letzte Woche von einem Deutschen Lieferanten das besagte eVscope bestellt und die letzten zwei Tage ausgiebig getestet. Vorausschicken möchte ich das ich eigentlich ein eingefleischter Dobsonaut bin welcher mindestens 50 mal im Jahr unter hochalpinem Himmel beobachtet. Ich bin in der glücklichen Lage mich nach 15minütiger Fahrt bereits unter einem excellenten Himmel zu befinden. Ich beobachte meistens mit einem 10" F-5 Newton und einem Miyauchi 20 mal 100er Fernglas und gelegentlich mit meinem 18" F-4,3 Dobson mit einem von Thomas Hausknecht geschliffenen Spiegel. Obwohl ich in meinen frühen Jahren damals noch analog fotografiert habe bin ich nicht sonderlich an der Astrophotographie interessiert. Nun gut bereit einen Tag nach der Ankunft des eVscope konnte ich bereits meine erste Beobachtung machen. Jeder ernsthafte Astronom weis das Astronomie in den meisten Fällen bedeutet auf gutes Wetter zu warten vorzugsweise ohne Mond und einen wirklich dunklen Beobachtungsplatz aufzusuchen, doch ich wollte erst einmal mit dem Worst Case Szenario beginnen und so baute ich das gute Stück bei meinem Freund Ingo welcher quasi um die Ecke wohnt auf rundum beleuchtet von allerlei Straßenlampen und Nachbarfenstern. Der Himmel präsentierte sich wie gewohnt so dunstig das von Ursa Major lediglich die hellsten Sterne der Wagenfigur sichtbar waren und ich war mehr als skeptisch unter diesen Bedingungen überhaupt arbeiten zu können. Der Aufbau des Gerätes ist wirklich einfach und in zwei Minuten erledigt. Stativ ausziehen, Blubberblase ausrichten, Gerät aufsetzen, Klemmschraube anziehen, Deckel wegmachen und den Einschaltknopf betätigen - fertig.
In der vorinstallierten Unistellar App die Felderkennung gestartet welche bereits nach ca. 6 Sekunden positiv bestätigt wurde. Nun gleich zum Spaß NGC891 eingegeben um mit etwas "leichtem" zu beginnen
, das Gerät nimmt Fahrt auf und bereits nach wenigen Sekunden am Ziel auf dem Monitor ist wie erwartet gar nichts zu sehen. Sei es drum noch die Bildverbesserung aktiviert und bereits nach 2 Minuten ist die Galaxie deutlich zu erkennen, mit Staubband und besser als ich sie jemals mit meinem 18" gesehen habe ---puhhh ich muß mich erst mal hinsetzen und das Ganze verdauen. Das darf nicht sein, unmöglich, jeder der den Himmel gesehen hat würde schwören das hier irgendwas gefaked ist. Ein Blick in das elektronische Okular ernüchtert mich ein wenig, bin ich es doch gewohnt durch ein 100 Grad Ethos zu lustwandeln ohne die Einschränkung einer Gesichtsfeldbegrenzung.
Das Okular hat etwa so um die 40° SG und nicht gerade die bestmögliche Auflösung, für einen Genußspechtler wie mich ein klares noch Genügend. Doch das Bild auf dem Smartphone kann sich sehen lassen, keine High-end Bilder doch durchaus schön anzuschauen. Nach etlichen Objekten wie M31,Hubbles Variabler Nebel, M33, Pferdekopfnebel, M1, M81/82 und noch anderen begann uns die Kälte zu quälen und wir brachen ab. Fazit die Bildverbesserung des eVscopes ist so gut das ich mir nicht vorstellen kann das es noch besser geht. Der nächste Schritt wäre dann wohl Astrofotos am Tag. Das Gerät kann problemlos unter Allerschwierigsten Bedingungen zum Beobachten schwächster Objekte genutzt werden, das befürchtete und von mir auch erwartete Gefühl nicht richtig zu beobachen ist dabei ausgeblieben. Ich hatte das selbe Gefühl wie beim rein Visuellen Beobachten, doch das qualitativ nicht überzeugende Okular bremst meinen Enthusiasmus doch recht stark ab und ich persönlich gebe dem Teil nur 8 von 10 möglichen Punkten. Den Preis von 3000 Euro halte ich für durchaus gerechtfertigt
da das Gerät einen unbeschreiblichen Komfort bietet. Keine Autofahrt, Lichtverschmutzung ziemlich egal, kein Objekte suchen, Erinnerungsbilder der Objekte, alles in Farbe und bei Bedarf Bedienung von der warmen Couch aus. Ich werde das Teleskop jedenfalls behalten wenngleich ich nicht ganz zufrieden bin mit der Leistung und dem Design des Okulares.
Ich denke das mit dem Besitz dieses Gerätes trotzdem eine neue Ära in meiner Astrolaufbahn angebrochen ist.
beste Grüße bleibt Gesund und Klaren Himmel
Christian
da ich nun endlich wissen wollte was wirklich dahintersteckt habe ich mir letzte Woche von einem Deutschen Lieferanten das besagte eVscope bestellt und die letzten zwei Tage ausgiebig getestet. Vorausschicken möchte ich das ich eigentlich ein eingefleischter Dobsonaut bin welcher mindestens 50 mal im Jahr unter hochalpinem Himmel beobachtet. Ich bin in der glücklichen Lage mich nach 15minütiger Fahrt bereits unter einem excellenten Himmel zu befinden. Ich beobachte meistens mit einem 10" F-5 Newton und einem Miyauchi 20 mal 100er Fernglas und gelegentlich mit meinem 18" F-4,3 Dobson mit einem von Thomas Hausknecht geschliffenen Spiegel. Obwohl ich in meinen frühen Jahren damals noch analog fotografiert habe bin ich nicht sonderlich an der Astrophotographie interessiert. Nun gut bereit einen Tag nach der Ankunft des eVscope konnte ich bereits meine erste Beobachtung machen. Jeder ernsthafte Astronom weis das Astronomie in den meisten Fällen bedeutet auf gutes Wetter zu warten vorzugsweise ohne Mond und einen wirklich dunklen Beobachtungsplatz aufzusuchen, doch ich wollte erst einmal mit dem Worst Case Szenario beginnen und so baute ich das gute Stück bei meinem Freund Ingo welcher quasi um die Ecke wohnt auf rundum beleuchtet von allerlei Straßenlampen und Nachbarfenstern. Der Himmel präsentierte sich wie gewohnt so dunstig das von Ursa Major lediglich die hellsten Sterne der Wagenfigur sichtbar waren und ich war mehr als skeptisch unter diesen Bedingungen überhaupt arbeiten zu können. Der Aufbau des Gerätes ist wirklich einfach und in zwei Minuten erledigt. Stativ ausziehen, Blubberblase ausrichten, Gerät aufsetzen, Klemmschraube anziehen, Deckel wegmachen und den Einschaltknopf betätigen - fertig.
In der vorinstallierten Unistellar App die Felderkennung gestartet welche bereits nach ca. 6 Sekunden positiv bestätigt wurde. Nun gleich zum Spaß NGC891 eingegeben um mit etwas "leichtem" zu beginnen
Das Okular hat etwa so um die 40° SG und nicht gerade die bestmögliche Auflösung, für einen Genußspechtler wie mich ein klares noch Genügend. Doch das Bild auf dem Smartphone kann sich sehen lassen, keine High-end Bilder doch durchaus schön anzuschauen. Nach etlichen Objekten wie M31,Hubbles Variabler Nebel, M33, Pferdekopfnebel, M1, M81/82 und noch anderen begann uns die Kälte zu quälen und wir brachen ab. Fazit die Bildverbesserung des eVscopes ist so gut das ich mir nicht vorstellen kann das es noch besser geht. Der nächste Schritt wäre dann wohl Astrofotos am Tag. Das Gerät kann problemlos unter Allerschwierigsten Bedingungen zum Beobachten schwächster Objekte genutzt werden, das befürchtete und von mir auch erwartete Gefühl nicht richtig zu beobachen ist dabei ausgeblieben. Ich hatte das selbe Gefühl wie beim rein Visuellen Beobachten, doch das qualitativ nicht überzeugende Okular bremst meinen Enthusiasmus doch recht stark ab und ich persönlich gebe dem Teil nur 8 von 10 möglichen Punkten. Den Preis von 3000 Euro halte ich für durchaus gerechtfertigt
da das Gerät einen unbeschreiblichen Komfort bietet. Keine Autofahrt, Lichtverschmutzung ziemlich egal, kein Objekte suchen, Erinnerungsbilder der Objekte, alles in Farbe und bei Bedarf Bedienung von der warmen Couch aus. Ich werde das Teleskop jedenfalls behalten wenngleich ich nicht ganz zufrieden bin mit der Leistung und dem Design des Okulares.
Ich denke das mit dem Besitz dieses Gerätes trotzdem eine neue Ära in meiner Astrolaufbahn angebrochen ist.
beste Grüße bleibt Gesund und Klaren Himmel
Christian