Evtl. rückt doch ein neues Teleskop in den Fokus ...

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nolimit

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Guten Morgen,

ich mache hier mal einen weitere Fred auf, nachdem sich wohl leider herauskristallisiert, dass mein TAL ( dieser Fred ) kaum mehr in einen vernünftigen Zustand zu bringen sein wird.
Will mal versuchen zu beschreiben, was mir so im Kopf herumgeistert.

Wo beobachte ich:
Dachterrasse mit freier Sicht von Nord bis Ost, auf der anderen Seite von Süd bis West (Blick nach Westen eingeschränkt durch ein höheres Gebüde), natürlich auch Zenit.
Hier die Daten aus der Light Pollution Map (was die Begriffe bedeuten, weiß ich bei den meisten nicht wirklich).

SQM 20.54 mag./arc sec2 ................... keine Ahnung, was das ist
Brightness 0.654 mcd/m2 ...................... ebenso keine Ahnung, mcd könnte für Micro-Candela stehen??
Artif. bright. 483 μcd/m2 ...................... ebenso keine Ahnung, mcd könnte für Micro-Candela stehen??
Ratio 2.82 ...................... ebenso keine Ahnung
Bortle class 4 ...................... Umgebungshelligkeit?
Elevation 350 meters ...................... Höhe über NN

Was will ich beoachten?
Rein visuelle Beobachtung, vorzugsweise Mxx-Objekte, Nebel, Sternhaufen usw.

Wo liegt mein Budget?
Ist zweitrangig, für den Anfang möchte ich gerne mit etwa 1.500 € auskommen (ist aber ausbaufähig)

Nun zu dem, was mir im Kopf rumgeht
Wie ich hier immer wieder gelesen habe, ist für DSO Öffnung alles. Da ich nicht fotografieren werde, braucht es wohl keine Super-Hyper-Montierung, nur eine stabile Rockerbox.
Transport ins Freie findet nicht statt, Gerät bleibt auf dem Dach, wird dann von einer Seite auf die andere gebracht. Dafür könnte man die Rockerbox doch mit einer Art Rollen ausstatten
oder die gesamte Box für diese Bewegung auf eine Art Transportwagen stellen, der natürlich zur Beobachtung dann weggenommen wird.
Hat es einen Sinn, die Rockerbox zusätzlich zu beschweren (Stabilität) oder sind die Dinger hinreichend stabil?
Angesehen (nicht live) habe ich mir bisher diese:

GSO 12 Zoll
GSO 10 Zoll
Gitterrohr Dobson 12 Zoll Wobei mir nicht klar ist, dass dieses Teil funkioniert, der Tubus ist ja offen (Streulicht)
Muss auch jedesmal aufgebaut werden, leidet nicht die Justierung darunter?

Noch zwei oder drei Okulare dazu, die beiden, die beim ersten Link dabei sind, sind womöglich nicht gerade Spritzenprodukte.

Aber wiei m anderen Fred schon erwähnt, es wird noch Zeit ins Land gehen, noch habeich beim TAL nicht aufgegeben

Gruß
Friedhelm
 
Hallo Friedhelm,

SQM (= Sky Quality Meter) und die verwandten Daten sind hier beschrieben:

Viel mehr würde ich mir Gedanken machen über:

1. Windschutz
2. Mikroklima (Wämeabstrahlung des Bodenbelags/umgebenden Dachs)
3. Erschütterungsfreiheit (nur bei visuell hohen Vergrößerungen)

Die Idee mit "Rockerbox auf Rollen" ist gut und machbar (Selbstbau oder z.B. bei Taurus im Angebot)

Von Anfang an auch (vom Gewicht her) an eine EQ-Plattform denken (irgendwann bist Du bei Hochvergrößerung ggf. des Schubsens in zwei Achsen überdrüssig)

Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Friedhelm,

wenn möglich, dann geh einfach mal in einen Fachhandel und schau Dir entsprechende Geräte an. Auch ein Teleskoptreffen wäre eine Möglichkeit, falls was in Deiner Nähe stattfindet.

10 oder 12" sind halt schon andere Brocken als Dein kleiner TAL. Auch in der Bedienung, nicht nur der Transport.

Da kannst Du dann auch mehr erfahren was die Kollimationsstabilität angeht. Jeden Newton solltest Du aber regelmäßig kollimieren.

CS.Oli
 
Hallo Friedhelm,

der schlechteste SQM Wert, bei dem ich meinen 12 Zoll Dobson noch mitnehme, ist 20,8, darunter lohnt sich das kaum. Und auch da ist es schon sehr mau mit Galaxien. Kugelsternhaufen profitieren allerdings auch bei schlechteren Bedingungen noch sehr von der großen Öffnung.

Die Zahlen allein sagen aber längst nicht alles, es gibt Standorte mit regelmäßig sehr viel oder sehr wenig Dunst, das hat großen Einfluss. Wie viel siehst du denn um Neumond mit freiem Auge von der Milchstraße?

Ansonsten verlegt man sich besser auf Sternhaufen sowie Gasnebel, die man mit einem guten UHC oder OIII Filter besser sichten kann. Das geht dann auch mit weniger Öffnung. Alternativ kann man auch mit Nachführung Livestacking am PC betreiben, verliert dann aber etwas das direkte Erleben des Sternhimmels.

VG Klaus
 
1.. Windschutz
2. Mikroklima (Wämeabstrahlung des Bodenbelags/umgebenden Dachs)
3. Erschütterungsfreiheit (nur bei visuell hohen Vergrößerungen)

Windschutz ist gegeben - die Dachterrasse ist nicht frei "stehend", sondern zwischen zwei Reihenhäusern.
Mirkoklima muss ich - vor allem wohl im Sommer - mal messen
Das Dach ist fester Bestandteil des Hauses und da wackelt nicht bzw. kaum etwas

Von Anfang an auch (vom Gewicht her) an eine EQ-Plattform denken
Der 12"-Tubus wiegt knapp 20 kg. Damit ist laut Beschreibung selbst eine ÉQ6 überfordert. Die CGX ist mit 25kg angegeben, käme also eher in Frage. Auch die SphinxSXP2 wäre wohl mit 20 kg nicht überlastet. Aber da kommt dann tatsächlich der Preis ins Spiel. Oder sind diese Gewichtsangaben nur für Astrofotografie abolut wichtig?

der schlechteste SQM Wert, bei dem ich meinen 12 Zoll Dobson noch mitnehme, ist 20,8
Wenn ich das richtig verstehe, ist dieser Wert nicht teleskopspezifisch, sondern bezieht sich auf den aktuellen Himmel
Man müsste ihn also vor jeder Beoibachtung messen?
 
Ne, teleskopspezifisch isser nicht. Ich beurteile den Himmel am ehesten an der Milchstraße, da brauche ich kein Messgerät. Dann weiß ich was ich erwarten darf und fahre ggf Galaxien gar nicht erst an. Und hauptsächlich dafür habe ich mir die relativ große Öffnung angeschafft. Und bei den SQM 20,8 ist die Milchstraße selten besonders prickelnd zu sehen. zB Gasnebel gehen dort mit Filter aber gut, nur sind die auch mit kleinerem Gerät erreichbar.

Oder um es etwas volkstümlicher auszudrücken: Ein großer Dobson verdient auch einen guten Himmel.

VG Klaus
 
...
Der 12"-Tubus wiegt knapp 20 kg. Damit ist laut Beschreibung selbst eine ÉQ6 überfordert. Die CGX ist mit 25kg angegeben, käme also eher in Frage. Auch die SphinxSXP2 wäre wohl mit 20 kg nicht überlastet. Aber da kommt dann tatsächlich der Preis ins Spiel. Oder sind diese Gewichtsangaben nur für Astrofotografie abolut wichtig?
...
Nein, nein, keine normale Montierung.
Eine EQ-Plattform ist nur für Dobsons und sieht so aus:


Gruß
Peter
 
Ne, teleskopspezifisch isser nicht. Ich beurteile den Himmel am ehesten an der Milchstraße, da brauche ich kein Messgerät. Dann weiß ich was ich erwarten darf und fahre ggf Galaxien gar nicht erst an. Und hauptsächlich dafür habe ich mir die relativ große Öffnung angeschafft. Und bei den SQM 20,8 ist die Milchstraße selten besonders prickelnd zu sehen. zB Gasnebel gehen dort mit Filter aber gut, nur sind die auch mit kleinerem Gerät erreichbar.

Oder um es etwas volkstümlicher auszudrücken: Ein großer Dobson verdient auch einen guten Himmel.

VG Klaus
Ja, das finde ich auch. Diese Bortle Werte sind überbewertet. ;)
Einfach nach der Milchstrasse schauen (wenn man sie überhaupt sieht ;) ), dann weiß man Bescheid.

Lichtverschmutzung ist nicht alles. Es gehört auch noch Dunst und Nebel dazu.
Wenn bei mir bei Konstanz kein Dunst ist, dann ist die "widerliche" Lichtglocke von Konstanz (lichtverschutzenste Stadt am Bodensee trotz ausgerufenem (lächerlich) Klimanotstand) auf einmal weg.

Gruß
Peter
 
@AstroPZ
Danke für die Aufklärung bzgl. EQ.Plattform.
 
Hi Friedhelm,

Deepskyobjekte sind meist eher lichtschwach, weswegen es Lichtsammelleistung braucht um überhaupt genug Licht zusammen zu bekommen damit man die Objekte und ggf Details sieht. Das geht nur über Öffnung. Insofern bist Du mit 12" z.b. als f/5 gut gerüstet und hast noch dazu etwas recht universelles.
ABER
Die Idee damit auch der Dachterasse zu schauen, ruiniert Dir einiges an Potential. Einmal wirst Du dort immer Seeingeffekte haben, die Deine Höchstvergrößerung mehr oder weniger deutlich limitieren können.
Zudem ist Dein Himmel nicht wirklich sehr dunkel, was Dich von Hause aus einiges an Grenzgröße kostet. Damit geht einher, dass überall dort wo Du mit großer AP beobachten solltest, deutliche Abstriche machen musst.
Insofern wäre das Thema Transport aus meiner Sicht eines, das Du nochmals überdenken solltest.

Wenn Du nur ein Mag mehr Grenzgröße in der näheren Umgebung erreichst, würdest Du mit einem 8 Zöller etwa die gleiche Grenzgröße erreichen. Und 1 Mag ist ein sehr deutlich sichtbarer Zugewinn.

Die Idee mit den Beigabeokularen zu agieren, verwerfen die meisten Leute nach meiner Erfahrung recht zeitig, weil diese einfach so viel schlechter sind, as das was möglich ist. Auch hier ist sparen kontraproduktiv und würde einen großen Dobson ad absurdum führen. Eine Staffelung aus 4 / 5 Midpreisweitwinkelokularen und UHC und OIII Filter kostet ca 1000,- aufwärts. Das sollte man immer auch im Hinterkopf haben.
CS
CS
 
ie Idee damit auch der Dachterasse zu schauen, ruiniert Dir einiges an Potential. Einmal wirst Du dort immer Seeingeffekte haben, die Deine Höchstvergrößerung mehr oder weniger deutlich limitieren können.
Zudem ist Dein Himmel nicht wirklich sehr dunkel, was Dich von Hause aus einiges an Grenzgröße kostet. Damit geht einher, dass überall dort wo Du mit großer AP beobachten solltest, deutliche Abstriche machen musst.
Insofern wäre das Thema Transport aus meiner Sicht eines, das Du nochmals überdenken solltest.

Der Unterschied beim Gewicht zwischen Volltubus und Gitterkonstruktion ist doch nur nur marginal. Der Dobs aus meinem ersten Link kommt auf ein Gesamtgewicht von 33kg, während ein entsprechender 12"-Gitterdobs auf etwas mehr als 31 kg kommt. Ich kann nicht wirklich sagen warum, aber eine Gitterkonstruktion sagt mir nicht zu.
Andererseits ist in meiner näheren Umgebung nirgends mehr Dunkelheit zu erwarten, im Umkreis von bestimmt 30km überall nur Bortle 4.
Ich sehe mich mal nach Fachhändlern in meiner Umgebung um, falls es welche gibt.
 
Die besten Bedingungen in meiner Umgebung finde ich auf der schwäbischen Alb bei Kettenacker / Ittenhausen. Dort wird manchmal SQM-L 21.6 gemessen. Dein "Dachterrassenwert" von 20.54 ist dagegen sehr schlecht. Es handelt sich um eine logarithmische Skala. Bereits von 20.54 bis zum von Klaus angegebenen Grenzwert von 20.8 ist Dein Himmelshintergrund 27% heller. Ich finde es eigentlich erst ab 21.0 akzeptabel. Dagegen ist Dein Hintergrund 50% heller. Gegenüber Ittenhausen ist es bei Dir zweieinhalbmal so hell. Ich würde nicht sagen, dass bei Ittenhausen z.B. NGC891 im 21"-Dobson ein besonders auffälliges Objekt ist. Bei SQM-L 20.54 dürfte dieses Paradeobjekt des Herbsthimmels im 10-12-Zöller so gut wie unsichtbar sein.
 
Danke auch dir janapier - ich sehe schon, dass die Entscheidung nicht so einfach ist, wieich mir das vorgestellt habe
Aussuchen, kaufen, gucken - ist nicht wirklich
 
Der Unterschied beim Gewicht zwischen Volltubus und Gitterkonstruktion ist doch nur nur marginal. Der Dobs aus meinem ersten Link kommt auf ein Gesamtgewicht von 33kg, während ein entsprechender 12"-Gitterdobs auf etwas mehr als 31 kg kommt. Ich kann nicht wirklich sagen warum, aber eine Gitterkonstruktion sagt mir nicht zu.
...
Also wenn du nicht wirklich sagen kannst warum du einen Gitterrohrdobson nicht magst, dann solltest du weiter darüber recherchieren und nachdenken. ;)
(Kleiner Hinweis: Trag mal ein Rohr-Drum mit 35-40cm Durchmesser, 160cm Länge und 25kg. Nichts für ungut)

Ein "gescheiter" 12" Gitterrohrdobson wiegt nicht 31kg, der wiegt 16kg (Gesamtgewicht!)!

Zb der Taurus Dobson:

Gruß
Peter
 
Hallo Friedhelm,

ich selbst habe den 12" F5 GSO Dobson in der günstigeren Standard Variante und bin sehr zufrieden. Ich lagere den Tubus in Griffhöhe in der Garage. Die paar Meter in den Garten finde ich unproblematisch, ist mir nicht zu schwer. Die Justage hält ewig, ich muss da fast nie nachjustieren.
Auf der Dachterrasse würde ich mir stabile Möbelrollen mit Feststellbremse unter die Rockerbox schrauben.

Gruß,
Holger
 
Hallo Friedhelm,

mein 12 Zoll Gitterrohr-Dobson ist auch kein Leichtbau, aber die einzelnen Teile sind eben doch leichter zu tragen und transportieren als ein Standard-Volltubus, wo die Rockerbox auch noch so extrem ausladend ist.

Ich empfinde den 12 Zöller auch als schönes Gerät, und will da gar nicht grundsätzlich abraten. Als transportables Gerät kann er dir halt viel mehr zeigen als bei dir Zuhause, das würde ich mir nicht verbauen. Es ist für mich auch immer das kleine Abenteuer, irgendwo nachts in die Pampa zu fahren. Da musst du schauen ob das für dich was ist. Wenn nicht, kannst du dich auf dem Dach mit dem 12er an schöneren (deutlich heller erscheinenden) Kugelsternhaufen erfreuen, ansonsten sind die Vorteile gegen zB einen 8 Zöller eher gering, vor allem wenn das Seeing nichts ist. Und das ist ziemlich wahrscheinlich oft der Fall.

VG Klaus
 
Hallo,

Der Unterschied beim Gewicht zwischen Volltubus und Gitterkonstruktion ist doch nur nur marginal. Der Dobs aus meinem ersten Link kommt auf ein Gesamtgewicht von 33kg, während ein entsprechender 12"-Gitterdobs auf etwas mehr als 31 kg kommt. Ich kann nicht wirklich sagen warum, aber eine Gitterkonstruktion sagt mir nicht zu.
der Hofheim-Dobson ist ein relativ leichter Gitterrohr-Dobson.
So einen Gitterrohr-Dobson muss man auch nicht komplett in einem Stück schleppen.

Gruß
Ronald
 
Bezüglich der Zusammenhänge von SQM- Wert, visueller Grenzgröße und erreichbarer Grenzgröße mit verschiedenen Öffnungen hier 2 Links mit schönen Diagrammen:

Der erste Link zeigt ein Diagramm bezgl. SQM- Werten und visueller Grenzgröße ohne Hilfsmittel:

Der zweite ein Diagramm zur Grenzgröße mit verschiedenen Öffnungen :

Gruß Horst
 
Hi
die Gewichte der Massenhersteller sind nicht unbedingt optimal.
Mein 12 " Spaccewalk infinity wiegt mit Rocherbox und allem ca 18,5 Kilo, mein selbst gebauter 8" f/5 Reisedob auf leicht getrimmt mit allem incl Rockerbox 5,3 Kilo.
Das sind Möglichkeiten die das mit der Mobilität deutlich erleichtern.
CS
 
Guten Morgen,

die Gewichte der Massenhersteller sind nicht unbedingt optimal.
Das ist klar. Da geht es nicht - zumindest nicht in erster Linie - Gewichtseinsparung. Ich denke materialmäßig wird genommen, was am kostengünstigsten ist.

@Horst66 - danke für diese Diagramme. Verstehe sie zwar noch nicht richtig, aber das wird.

Der oder die Klose-Dobsons sehen wirklich super aus - sowas selbst zu bauen, übersteigt meine handwerklichen Fähigkeiten allerdings um Lichtjahre. Insgesamt scheint mir inzwischen (ich habe mich von euch allen so gut wie überzeugen lassen), dass eine Gitterkonstruktion in der Grüßenordnung wohl doch die bessere Wahl ist. Wenn ich als Beispiel den 12"-Explore Scientific Ultra Light Dobson anschaue, dann kommt der auf 18,9 kg und 10kg. Das ist durchaus transportabel.

Doch wenn ich schon dabei bin, meine ziemliche Unwissenheit zu dokumentieren, noch zwei Fragen:
Wie kann ein Gitterrohrdobosn funktionieren?
Da ist doch alles offen, ich bin davon ausgegangen, dass der Volltubus die este Wahl sei bzgl. Streulicht.
Wenn ich mir die verschiedenen Dobs ansehe ... da ist doch zum einen die Hauptspiegelzelle zum Teil in einer Art Kasten, der wohl Fremdlicht vermeiden oder verringern soll und zum anderen ist der FS ebenso im "Schatten". Muss die Strecke zwischen HS und FS doch irgendwie abgedunkelt werden? Womit?

Ich verstehe das doch richtig, dass ein Newton mehr oder weniger regelmäßig kollimiert werden muss/soll. Wenn ich eine Gitterkonstruktion vor jeder Session zusammenbauen muss, keidet da nicht die Justierung darunter?

BTW, wenn ich euch irgendwann mal mit meinen ziemlich dämlichen Fragen auf den Senkel gehen sollte, einfach sagen ...

Gruß
Friedhelm
 
Hallo Friedhelm,

wenn man möchte, kann man den "Tubus" mit einer "Socke" (Stofftuch, was man wie eine Socke drüber zieht) abdunkeln. Ich hatte darauf aber immer verzichtet und keine Nachteile festgestellt. Hängt aber sicher auch etwas vom Standort ab. Wenn es gut dunkel ist braucht man das meiner Meinung nach nicht.
Was man alledings machen sollte, wenn der "Hut" offen ist oder recht flach ist, eine Streulichtblende gegebüber dem Okularauszug.

Suche Google Bilder:
"Dobson Light Shroud" bzw.
"Dobson Light Shield"

Gruß Martin
 
@Horst66 - danke für diese Diagramme. Verstehe sie zwar noch nicht richtig, aber das wird

Diagramm 1 zeigt Dir, dass Du bei einem SQM Wert von 20,5 etwa eine Sterngrenzgröße von 5,8mag erreichst und bei 21,6 von etwa 6,5mag.

Vergleichst du jetzt im Diagramm aus dem zweiten Link, siehst du, dass Du unter einem Himmel mit ca. 5,8mag und einer Öffnung von 12" die sichtbare Grenzgröße auf 15,5mag steigt. Nur unwesentlich weniger zeigt dir ein 8" Gerät unter einem Himmel mit ca. 6,5mag Grenzgröße .
Das ganze natürlich bei vergleichbaren sonstigen Bedingungen wie Dunst, Luftwabern etc.

Gruß Horst
 
...eine Sterngrenzgröße...

...dass Du unter einem Himmel mit ca. 5,8mag und einer Öffnung von 12" die sichtbare Grenzgröße auf 15,5mag steigt. Nur unwesentlich weniger zeigt dir ein 8" Gerät unter einem Himmel mit ca. 6,5mag Grenzgröße .
...
Ich würde unterstreichen, dass Horst von STERNgrenzgröße spricht. Diese steigt in der Tat mit der Öffnung wie angegeben. Sollen allerdings Flächenobjekte (Galaxien, Emissionsnebel, ..) beobachtet werden, so kommt es extrem auf deren Kontrast zum Himmelshintergrund an. Den kann man mit größeren Teleskopen allerdings nicht verbessern, sondern nur den Abbildungsmaßstab und damit die Wahrnehmbarkeit durch den Beobachter erhöhen. Deswegen bringt bei solchen Objekten ein dunklerer Himmel mehr als ein größeres Teleskop, bzw. enttäuschen selbst größte Teleskope unter schlechtem Himmel.

Link: Kontrastreserve
 
Danke, ich verstehe immer mehr von der ganzen Geschichte ... und das Gewicht des letztlich gewählten Teleskops rückt an erste Stelle.
 
Ganz so schlimm kann es nicht sein. Immerhin sah ich zuhause bei gemessenem SQM-L Wert unter 20,3 mit meinem 16" Dobson den Pferdekopfnebel in einer recht guten Qualität. Das ist mir mit 12" selbst im Sternpark Eifel noch nicht gelungen.

natürlich ist es nicht möglich einfach 1 :1 Himmelsqualität ( und hier meine ich nur die Dunkelheit) durch Öffnung zu ersetzen. Aber unter ordentlichen Himmel mit einer Grenzgröße von etwa 5,5 mag bekommt man mit ordentlicher Öffnung schon richtig was geboten. Für mich soviel,dass ich mir allermeistens 90Minuten Fahrzeit und 70km Fahrstrecke in den Sternpark mit knapp 1mag höherer Grenzgröße spare...

Gruß Horst
 
Mit h-beta, ohne keine Chance...
extrem wichtig war auch die perfekte Austrittspupille. Beste s Ergebnis mit 24mm Okular (AP 5,4mm)
Mit 30mm Okular und auch 20mm Okular schon erheblich schlechter.

Gruß Horst
 
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