Hallo Werner,
Mit der angeblich "soliden physikalischen Basis" ist es nicht weit her, denn:
-Die Randbedingungen des Abtasttheorem werden gar nicht eingehalten
(sampling bei der kürzesten Wellenlänge -> bei RGB-Aufnahmen wäre das der Blaukanal, ...)!
-Die Korrektur für das nicht ideale sampling (Integration über Pixelbreite anstatt infinitesimal kleine Punkte) ist nicht enthalten.
-Die Rekonstruktion der Funktionswerte aus den gesampleten Werten ist nicht berücksichtigt.
Der Wert 3,6x beruht also nicht auf einer "soliden physikalischen Basis" sondern auf Gerds ANNAHMEN, dass ein sampling bei mittlerer Aufnahmewellenlänge und hierbei nur mit 2 Pixel/cycle ausreichend wäre.
du plapperst wieder mal recht neunmalklug theoretisch daher und saugst dir da etliches aus den Fingern das du uns hier als Faktum zu präsentieren gedenkst.
Nur meine Aussagen sind natürlich nur Annahmen und Falsche obendrein das was du dir aus den Fingern gesaugt hast sind selbstverständlich Fakten die auch nicht weiter hinterfragt werden müssen.
Was deine Zweifel an meiner Kurve betrifft.
Die gute Übereinstimmung der Ergebnisse von Herbert mit der von mir ermittelten Kurve beweist das diese so falsch nicht sein kann.
Es sind hier 2 völlig verschiedenen Verfahren mit 2 völlig verschiedenen Kameras die zu dem gleichen Ergebnis kommen.
Sowas gilt dann in der Wissenschaft allgemein als Beweis das die Ergebnisse korrekt sind.
Ausserdem entsprechen 90% Auflösung nicht 90% der Details! Kleinskalige Details gibt es PRO Fläche wesentlich mehr.
Wer mal einen Unterschied von 10% in der Auflösung anschaulich erleben möchte der blendet seine Optik einfach mal um 10% ab dann kann jeder selbst beurteilen was das nun wirklich ausmacht.
Ich empfinde die 10% jedenfalls als unbedeutend.
Ich korrigiere: es gibt KEINEN allgemein empfohlenen Wert!!!
Die Meinungen hierzu (vor allem bei Amateuren) gehen weit auseinander.
Viele Amateure beziehen sich überhaupt nicht aus das Verhältnis N/ Pixel sondern geben schlich eine Öffnungszahl an.
Leider wird diese dann nicht an die Pixelgröße aktueller Sensoren angepasst so das hier immer wieder recht große Öffnungszahlen rumspuken die längst nicht mehr zeitgemäß sind.
So eine historische Öffnungszahl kann natürlich keine Orientierung für aktuelle Sensoren geben.
Amateure die sich aber auf das Verhältnis N/Pixel beziehen geben mehrheitlich den Faktor 3,6 an.
http://www.sbig.de/universitaet/glossar-htm/sampling.htm
Stefan Seip, einer der erfolgreichsten deutschen Planetenfotografen gibt zur Brennweitenberechnung folgende Formel an:
N < d_pixel ÷ (0.51 × lambda)
Das sind nun mal für 555nm 1/ (0,51*0,55nm) = 3,56
Auf dem professionellen Sektor werden beispielsweise wesentlich höhere Ankoppelfaktoren (um 6x) verwendet!
Es gibt in der Wissenschaft Projekte die ein Oversampling sinnvoll machen.
Auch der Amateur wird zb. um das Beugungsscheibchen besser erkennen zu können in diesen Bereich gehen.
Das macht er auch visuell so.
Auch da geht man gerne zur Beurteilung des Beugungsscheibchens in den Bereich der lehren Vergrößerung, arbeitet also mit winziger AP.
Das bedeutet aber nicht das man das bei der Planetenbeobachtung ebenso machen müsste. Hier ist es sinnvoll mit der förderlichen Vergrößerung zu arbeiten, das ist AP 0,7 bis 0,8
Analog dazu ist es bei der Planetenfotografie sinnvoll einen förderlichen Abbildungsmaßstab zu wählen und nicht in den Bereich des leeren zu gehen das heißt das Bild schlicht aufzublasen ohne Detailgewinn.
Was das bedeutet kann man ja auch sehr schön anhand der Bildreihe von Herbert im Eingangsbeitrag sehen.
Die Aufnahme bei N40 und damit N/Pixel = 7,1 bringt keine Gewinn mehr gegenüber der Aufnahme bei N30 und damit N/Pixel = 5,36.
Nur als Beispiel füge ich hier nocheinmal die Vergleichsaufnahme f/40 <-> f/20 (5,6um-Pixel) an.
Oberer Reihe: f/40 in Ori-größe, f/20 2x
Untere Reihe: f/40 0,5x, f/20 in Ori-größe
In diesem Fall ließen sich dem f/40-Pic eindeutig mehr Details entlocken, obwohl bei Ankoppelfaktor 7,1x mit einer Uralt-SW-ToUCam aufgenommen!
Das f/20-Pic wurde dagegen bei dem Faktor von 3,6x aufgenommen; tja ...
Sag mal ist dir das nicht zu blöd hier derart minderwertige Aufnahmen als Beweis für dein Postulat zu präsentieren?
Noch dazu ohne jegliche Angabe zur verwendeten Optik.
Diese Aufnahmen beweisen lediglich das hier einer am Werk war der nicht mal die Zentrierung vernünftig hinbekommt. Wie soll der dann in der Lage sein aus dem Bild mit N20 alle darin enthaltenen Informationen raus zu kitzeln.
Da kennen wir von Jan ganz anderer Bilder die mit N11 und N/Pixel = 2,9 zustande gekommen sind.
http://www.astro-vr.de/Jupiter_150124.htm
Außerdem hast du eigentlich mal den Eingangsbeitrag von Herbert gesehen?
Zufällig arbeitet Herbert auch mit 5,6 µm Pixeln und zufällig hat auch Herbert mit N20 und N40 eine Aufnahme gemacht.
Diese Aufnahmen lassen sich also direkt mit deinen vergleichen!!!!
http://members.aon.at/bheimel/aufltest15scha.jpg
Wie groß der Unterschied zwischen N20 und N40 bei 5,6 µm Pixeln wirklich ist kann man in obiger Bildreihe sehr schön erkennen.
Das Ergebnis deklassiert deine Bildchen und rückt die Verhältnisse wieder gerade tja…..
Wie man bei Herberts Aufnahmen sieht hätten es N30 also N/Pixel = 5,36 auch getan und bei N20 also N/Pixel = 3,57 ist nur ein geringfügiger Nachteil zu bemerken.
Grüße Gerd