Explore Scientific Prototypen Photokina

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Bresser_GmbH

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Hallo Alle,

wir hatten ja regen Besuch zur Photokina, vielen Dank für die positive Resonanz. Für alle, die nicht kommen konnten hier noch zwei Prototypen aus dem Astrobereich, die wir vorgestellt haben. Beide Prototypen sollen Mitte nächsten Jahres auf den Markt kommen. Die Montierung wohl gegen Herbst, der Refraktor Anfang des Sommers. Preise und genaue Verfügbarkeiten stehen noch nicht fest.

1) 152mm f/8 ED-Apo Dreilinser mit Luftspalt.
Dieses schöne Gerät setzt sich von seinen kleinen Brüdern durch die 3" Fokussierung, den 3" Zenitspiegel und den Carbonfasertubus ab.



2) Deutsche Montierung
Die Montierung setzt sich durch eine Vielzahl von technischen Details von anderen Montierungen ab. Dazu gehören: verbesserter Kontakt Montierung/Stativ durch Konusaufnahme, Schwerpunkt für Europa über dem Stativ, Einsatzbereich 0-60°geographischer Breite, große, stark verrippte Montierungsgehäuse und Stativadapter, Polhöheneinstellung über momentfreie Scherenheberkonstruktion aus Dreiecken, Polhöhenklemmung mit Edelstahlverstrebung getrennt von den Verstellelementen, große (bis 135mm) Axial und Radiallager für optimale Steifigkeit bei geringen Einbauabmessungen, Gegengewichtsstange verschwindet für den Transport in der Montierung, groß dimensionierte (22mm) Schnecken in 35mm Kegelrollenlagern nehmen das Moment über ein selbst zentrierendes Bremsbackensystem auf, Polsucherfernrohr mit 90°Prisma und aufrechtem Bild leicht zugänglich oben am Deklinationsgehäuse etc...
 

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Endlich tut sich was in Richtung 6" ED-Refraktor. 4"er und 5"er gibt es ja in unzähligen Varianten, aber die 6"-Liga leider bisher nur als FH.
Darauf warte ich nun schon seit mehreren Jahren, also strengt euch an - haben will :).

mk
 
Wenn ich fragen darf welcher Newton ist das auf dem 2 Bild? Ist das ein 14" oder täusch mich der eindruck. Und wann kann man mit diesem Teleskop im Shop rechnen?

CS
Sebastian
 
Wurde mir als "16-Zöller" vorgestellt, hat mich aber nicht interessiert.

Grüße

*entfernt*
 
Hallo Sebastian,

das ist ein 16" f/4,5 Newton, den wir spaßeshalber mal gemacht haben. Kohlefaser Deck -und Grundlagen auf Hartschaumkern. Superstabil, nur der Losmandy-Schwalbenschwanz ist für den Zweck natürlich unterdimensioniert.

Clear skies

Tassilo
 
Ich habe auch schon häufiger mit verwunderung solche Aussagen gelesen.
Wieso wird automatisch angenommen das die Linsenfassung ebenfalls aus Carbon ist ?
Die Linsenfassungen werden doch bei allen mir bekannten Refraktoren immer aus Metall gefertigt.
Und wenn nun das Carbon Hauptrohr sehr verwindungssteiff und Temperaturstabiler als Metall ist, dann gereicht das doch nicht zum Nachteil ?
Oder sind die Linsenfassungen etwa tatsächlich ebenfalls aus Carbon ???
 
Hallo Daniel,

sorry, aber das ist so nicht haltbar. Die Gläser haben zwischen 15 x 10-6/K und 6x10-6/K. Carbonfaser hat im Gelege je nach Faserart und Orientierung 0-3,5x10-6/K. Alu hat 23x10-6/K. Carbon ist also etwas näher dran an der "richtigen" Ausdehnung. In Sachen Kompensation der Fokusverschiebung ist es also gleich gut, und der spezifische E-Modul ist um Klassen besser, also höhere Steifigkeit bei geringerem Gewicht.

Clear skies

Tassilo
 
Zitat von MeadeEurope:
sorry, aber das ist so nicht haltbar. Die Gläser haben zwischen 15 x 10-6/K und 6x10-6/K. Carbonfaser hat im Gelege je nach Faserart und Orientierung 0-3,5x10-6/K. Alu hat 23x10-6/K. Carbon ist also etwas näher dran an der "richtigen" Ausdehnung. In Sachen Kompensation der Fokusverschiebung ist es also gleich gut, und der spezifische E-Modul ist um Klassen besser, also höhere Steifigkeit bei geringerem Gewicht.
Ähm, wie bitte? 0-3,5x10-6/K und 23x10-6/K ist gleich gut? ?)

Das "Problem" ist doch, daß der Temperaturgang von Alu zwar in die richtige Richtung geht, aber noch nicht reicht, um die Brennweitenveränderung (Verkürzung bei Abkühlung) des Objektivs auszugleichen. Wir bräuchten also eigentlich einen Tubus-Werkstoff, der noch stärker auf Temperaturänderung reagiert und nicht sowas wie Carbon. Bei Refraktoren wohl gemerkt, bei anderen Teleskoptypen hat Carbon durchaus seine Berechtigung.

Aber gut aussehen tut Carbon schon. Und deshalb wird es ja letztlich so oft verbaut und gekauft, auch da wo es gar keinen Sinn macht. :/

mfg
Torsten
 
Verwunderung

Hallo Leute,

mal ganz blöd nachgefragt:
Hat irgendeiner von euch die Brennweitenveränderung einer Linsenoptik
einmal mit einem geeigneten Optikprogramm berechnet? Nein?
Wiso glaubt dann jeder daß jede Linsenoptik ihre Brennweite
in gleicher Art und Weise bei Abkühlung verringert?

Dies ist ein Irrglaube.

Die temperaturbedingte Brennweitenveränderung (nicht zu verwechseln
mit der Brennweitenveränderung {und Veränderng des Korrekturzustandes}
während der Abkühlphase*) einer Optik richtig zu berechnen und
bei der Konzeption des Teleskopes (u.a. der Linsenfassung)
mit einzubeziehen,das ist etwas für echte Optik-Spezialisten
die über fortschrittliche Optikprogramme
und große Erfahrung verfügen.

Aber ganz bestimmt nichts für uns Dilettanten mit irgendwo
in Foren aufgeschnapptem Halbwissen.

*
Außen liegende Linsen kühlen schneller ab als innenliegende Linsen,
äußere Teile der Linsen kühlen schneller ab als innere Teile
der Linsen, Metallfassungen leiten die Wärme schneller
als Plastik oder Carbonfassungen, bestimmte Glassorten
leiten die Wärme schneller als andere Gläser, bestimmte Glassorten
haben einen erheblich größeren Temperaturausdehungkoeffizienten
als andere Glastypen.

Entschuldigung daß ich mich eingemischt habe,

Karsten
 
Re: Explore Scientific Prototypen Photokina

Hi Karsten,

ich bin mir durchaus nicht sicher, ob das ein Naturgesetz ist. Was ich weiß ist, daß die Refraktoren, welche ich bisher besaß, so reagiert haben. Wenn man wie ich praktisch nur fotografiert, dann merkt man das zwangsläufig.

Außerdem habe ich mal gelesen, daß Roland Christen bezüglich seiner Refraktoren die Verwendung von Alu-Tuben damit begründet hat. Yuri Petrunin (TEC) dito.

Insofern ist es bei mir eine Mischung aus Wissen und in Foren aufgeschnapptem. :/

mfg
Torsten
 
Re: Explore Scientific Prototypen Photokina

hsllo,

die Linsenradien verändern sich mit der Temperatur, die sich ergebende Fokusdrift hat einen ganz anderen Wert als die reine Materialausdehnung. Bei einem schnellen Objektic wie zB dem 130/780 Triplett ist das Nachfokussieren schon sehr lästig, auch ein Alutubus kann das nur zum Teil kompensieren.

Natürlich hängt das auch von den verwendeten Gläsern und den Krümmungen ab, Tassilo als Zemax-User wird sich das ausdividieren können wieviel das für sein Objektiv ausmacht.

Dass Karbon und Linse keine gute Paarung ist, hat sich in Amateurkreisen inzwischen aber so durchgesetzt, dass diese Frage immer im Raum stehen wird. Das würde ich mir also echt gut überlegen, bevors auf den Markt kommt.

Aber spannende neue Produkte kommen auf uns zu! Willkommen!

lg Tommy
 
Hallo Torsten,

reine Maßstabsänderung (Da die Linsendaten nicht bekannt sind, kann nur diese Komponente betrachtet werden)

0-3,5 ergibt im Mittelwert 1,75
6-15 ergibt im Mittelwert 10,5

10,5-1,75<23-10,5

qed

Und Begründungen, warum irgend etwas angeblich nicht so gut ist wie das althergebrachte hört man ständig von allen möglichen Leuten. Nicht glauben. Nachrechnen ;-). Im Ernst: Es werden ständig Sprüche fabriziert. Das kann stimmen, muß aber nicht. Komischerweise halten sich die dümmsten am längsten, zum Beispiel unsere Optiken als "Almost Coma Free" zu betiteln, weil man selber nix hochkorrigiertes hat, oder über die "Hochglanzprospeke" der Mitbewerber zu spotten, weil der eigene Lieferant gerade wider vor der Pleite steht und sich die Druckkosten nicht leisten kann.

Clear skies

Tassilo
 
Tach nochmal,
Fokusdrift und Brennweitenveränderung sind, wenn vorhanden, temporäre Probleme bei allen Systemen.
Deshalb wird der geneigte Hobbyastronom seine Geräte vor dem Einsatz auch auskühlen lassen.
Was dann noch bleibt ist das leichtere Gewicht und die höhere Stabilität von Carbon im Gegensatz zum Alu oder Stahlblech.
Also nochmal konkret gefragt.
Wie wirkt sich der Einsatz von Carbon als Tubusmaterial negativ in der Praxis aus ?

 
Hallo Jadran,

hier gehts nicht ums Auskühlen vor dem Fotografieren sondern um den Fokusdrift im laufe der Nacht aufgrund von ein paar Grad Temperaturänderung, es wird ja über Nacht immer ein bisschen kälter. Wenndu um 22uhr fokussierst kann sein dass um 1-2uhr schon der Fokus falsch ist.

Vielleicht lässt sich Meade ja dazu überreden auch eine weiße Metalltubus Variante anzubieten, dann wär das Gerät durchaus auch für mich (und gleichdenkende Andere) interessant. Dieser Carbon Hype bei Apos geht mir nämlich persönlich net ganz ein, wenn schon net aus Stabilitäts/Fokustechnischen Gründen sondern nur deswegen weil Carbon bei Apos nicht gerade gut aussieht.

Viele Grüße

Daniel
 
Hallo Daniel,

wie bereits oben bewiesen: Die Drift ist bei Carbon kleiner als bei Alu. Wenn Du Carbon nicht magst, können wir den Tubus auch weiß lackieren. Und die Tatsache, daß der 6" trotz 3" Okularauszug nur etwa so viel wiegt wie der 5" Alu ist für die meisten Sternfreunde schon sehr wichtig.

Clear skies

Tassilo
 
Hallo Daniel,

Ja ich weiss was du meinst, jedoch ist dieses Problem bei so gut wie allen Sytemen vorhanden.
Im Verein verwenden wir ein Intes MAK 706 Delux, einen Pentax 75, Tak Sky 90, MEADE 127 ED, Meade LX200 10" und ein MEADE RCX400 16" zum fotografieren.
Bisher allen gemeinsam war ein Fokusdrift bei Temperaturschwankungen. Manche mehr manche weniger.
Wenn es um theoretische Werte geht möchte ich überhaupt nicht bezweifeln das Carbontuben bei Temperaturänderungen während einer Nacht nachfokussiert werden müssen. Meine Behauptung ist jedoch das dies bei Metalltuben ebenfalls der Fall ist.
Es gibt doch einen Grund für Elektrische Okularauszüge mit einegebauter kompensation des Fokusdrift. Diese kommen bei allen Tuben/Gitter Materialien zur Anwendung und nicht nur bei Carbon.

Was das Aussehen angeht muss das jeder für sich entscheiden.
Ich persönlich finde das Astronomische Instrumente weiss sein sollten. Alleine schon um sie nachts besser zu sehen ;)
 
Hallo Tassilo

1) 152mm f/8 ED-Apo Dreilinser mit Luftspalt.
Dieses schöne Gerät setzt sich von seinen kleinen Brüdern durch die 3" Fokussierung, den 3" Zenitspiegel und den Carbonfasertubus ab.



Endlich wieder mal, nach all den sehr kurzen ED´s ein etwas "entspannter" ED-Refraktor der aufgrund seiner optisch/mechanischen Dimensionen (6") für viele Refraktorianer sicher interessant ist. Eine justierstabile Linsenfassung vorausgesetzt.

Ähm ... Frage ... wird es die Optik auch einzeln geben? (sicher nicht!) Das wäre doch was für all die Besitzer eines 150/1200 "zu-Kurzhofer" (siehe Tread ADE 14.09.2009 8:41 von M. Ludes, der eine solche Austauschoptik zum Ersatz der FH-Linse anbieten wollte).

Egal wie es kommt. Ich werde schon mal Sparmassnahmen ergreifen und meine sonstigen Astroinvestitionen stoppen.

Gruß
Sven
 
Verwunderung beseitigt

Hallo Karsten,

ich verstehe Deine Einwände. Aber die Erfahrung zeigt: man kann so einen Apo beim Abkühlen durchaus als homogenes System betrachten. Warum?

Wenn das System inhomogen wäre, würde sich der Gesamtkorrekturzustand bei Temperaturänderung deutlich merkbar ändern. Das müßte man sehen können. Da ich bis jetzt aber noch keine Meldung a la "Mein Vollapo wird bei -20 Grad zum Farbwerfer" oder "Sphärische Abberation bei niedrigen Temperaturen?" gelesen habe, sind die Veränderungen innerhalb der Optik visuell vernachlässigbar. Da die Kamera schlechter auflöst als das Auge, ist damit auch fotografisch alles im Grünen Bereich.

Aus diesem Grund kann man für unsere Zwecke die Optik als ein System betrachten und skalieren.

Clear skies

Tassilo
P.S: Andererseits wäre das natürlich das ideale Diskussionsthema für die Foren: da keiner einen temperierten Messaufbau bei -20°C hat, gibt es keine Fakten. Also eine Kombination aus dem Reizwort Apo und viel Spekulation. Popcorn raus und geniessen. Auf die erste Bewerbung eines temperaturkompensierten NiederTemperaturapos kann man dann warten ;-))). Aber bitte nicht in diesem Thread
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Verwunderung beseitigt

Hallo Tassilo,

ja malts den Tubus weiß an, dann ist er wenigstens ein schöner Apo wie man es von von TEC/APM/Astro Physics/Pentax/Takahashi gewohnt ist. Dann würd ich ihn vielleicht sogar kaufen, weil interessant ist die Größe schon, wenn der Preis sich vom Umfeld abgrenzen kann und er nicht merklich schlechter ist.

Wieviel wiegt denn euer Apo? gewicht ist ja eigentlich net das Ausschlaggebende, sondern eher die Länge...

Viele Grüße

Daniel

edit: achja, das Teleskop ist natürlich nur interessant wenns einen dafür gerechneten Flattener gibt. Weil sonst schaut der Skywatcher 150mm ED mit eingebauter Bildfeldebnung für Fotografen viel besser aus.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Verwunderung reloaded

Hallo Tassilo,

ich verstehe Deine Einwände. Aber die Erfahrung zeigt: man kann so einen Apo beim Abkühlen durchaus als homogenes System betrachten. Warum?

Wenn das System inhomogen wäre, würde sich der Gesamtkorrekturzustand bei Temperaturänderung deutlich merkbar ändern. Das müßte man sehen können.

Da ich bis jetzt aber noch keine Meldung a la "Mein Vollapo wird bei -20 Grad zum Farbwerfer" oder "Sphärische Abberation bei niedrigen Temperaturen?" gelesen habe, sind die Veränderungen innerhalb der Optik visuell vernachlässigbar.

Da stimme ich dir nicht zu. Das Objektiv des Apochromaten
ist während der Abkühlphase nicht als homogener Block anzusehen.
Also wenn du es aus dem 20°C warem Zimmer in den Garten stellst
wo es meinetwegen 4°C kühl ist. Dann kühlt das Objektiv herunter
und das tut es eben nicht überall gleichmäßig. Bestimmte Linsen
und bei denen auch noch bestimmte Teile der Linse kühlen
schneller ab als andere Teile.

In dieser Phase kann es tatsächlich zu einer sichtbaren Änderung
des Korrekturzustandes des Objektives kommen.
Ich war überrascht als ich da erste Mal davon gelesen hatte,
aber ich habe das tatsächlich schon am Teleskop eines
befreundeten Sternguckers sehen können.

Wenn sein Teleskop sich weitgehend an die Umgebungstemperatur
angepaßt hat ist es für den Korrekturzustand allerdings gleichgültig
ob dann da draußen +15°C oder +5°C herrschen.

Ich stimme dir zu:
Man müßte das durchrechnen. Es gibt Programme die in der Lage
sind dies zu tun. So ein Programm habe ich natürlich nicht.

Ich weis aber von einem befreundeten Optikrechner daß er die Wahl
der verwendeten Metalle/Legierungen der Linsenfasung an das
Temperaturausdehnungsverhalten der verwendeten Gläser anpaßt.

Ich wollte mit meinem obigen Beitrag weder etwas für noch
etwas gegen Carbon als Tubusmaterial sagen. Ich wollte lediglich
darauf hinweisen daß das Temperaturverhalten eines mehrlinsigen
apochromatischen Teleskopes etwas komplizierter ist als sich
das manche Leute vorstellen. Die Öffnung spielt dabei ebenfalls
eine große Rolle, da das Volumen einer Linsen in der dritten Potenz
mit dem Durchmesser anwächst. Das soll es von meiner Seite
aber gewesen sein.

Ich vermute daß sich kein professioneller Optikrechner
die Mühe machen wird einen Dreilinser mit extremem Glas
zu rechnen und dann hier im Forum vorzustellen wie sich
der Apo beim abkühlen verhält.

MfG,Karsten
 
Hallo Daniel,

hier gehts nicht ums Auskühlen vor dem Fotografieren sondern um den Fokusdrift im laufe der Nacht aufgrund von ein paar Grad Temperaturänderung, es wird ja über Nacht immer ein bisschen kälter. Wenndu um 22uhr fokussierst kann sein dass um 1-2uhr schon der Fokus falsch ist.

ja und genau das hat ja Tassilo mit konkreten Zahlen des Ausdehnungskoeffizienten angegeben.

Es ist vielleicht nicht jedem so klar.
Auch die Brennweite einer Linse ändert sich nach dem Ausdehnungskoeffizienten des jeweiligen Glases.

Hier mal ein Beispiel falls das mit dem reinen Ausdehnungskoeffizienten nicht anschaulich genug ist.
Hab ich 500mm Brennweite und ein Glas mit 10,5x 10^-6/K und eine Temperaturdifferenz
Von 10 K ergibt sich eine Brennweitenänderung von 0,0525mm
Ein ALU Tubus mit 500mm Länge und 23x 10^-6/K ändert seine Länge um 0,115mm
Ein Carbon Tubus mit 500mm Länge und 1,75 x 10^-6/K ändert seine Länge um 0,00875mm.
Das ergibt eine Fokusdrift bei ALU 0,0525mm- 0,115mm = -0,0625mm
Carbon 0,0525mm -0,00875mm = 0,04375mm
Carbon ist also deutlich besser als ALU!!!
Aber das sieht man natürlich auch schon an den jeweiligen Ausdehnungskoeffizienten.

Also Daniel warum behauptest Du dann trotz der von Tassilo genannten Zahlen Alu wäre besser?

Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Gerd,

lies mal den Beitrag vom Tommy. Der hat sich damit schon öfters beschäftigt als ich. Ich hab ja keinen Carbon Apo.

Weiters möchte ich anmerken dass meine Fragen hier keine endgültigen Aussagen waren, sondern nur kritische Fragen zu einem neuen Produkt, da in der Szene allgemein Carbon als Tubusmaterial für Apos als nicht ideal angesehen wird. Ich möchte mich ja gerne zu dem Thema informieren und frage deshalb ;)

viele Grüße

Daniel
 
Re: Verwunderung reloaded

Hallo Karsten,

ich würde die Sache jetzt nicht unnötig komplizieren.
Es geht hier ja gar nicht um das Verhalten während der Auskühlfase, was zweifellos ein sehr komplexes und damit kompliziertes Rechenmodell erfordert.
Es geht um die Brennweite bei einer bestimmten Temperatur wenn das System im Thermischen Gleichgewicht ist.
Hier ist die Betrachtungsweise von Tassilo absolut ausreichend und führt wie auch meine Beispielrechnung zu einem verwertbaren Ergebnis.
Die einzige Frage die sich stellt ist welcher Ausdehnungskoeffizient für das Gesamtsystem zu nehmen ist.
Hier kann man im Konkreten Fall natürlich auf leicht andere Werte kommen wie von Tassilo und mir angenommen.
Als Richtwert sind die 10,5x 10^-6/K aber alle mal zu gebrauchen.

Grüße Gerd
 
Verwunderung terminated

Hallo Karsten,

wenn die Optik in der Auskühlphase ist, macht doch die Fotografie gar keinen Sinn. Wir sprechen hier natürlich über den langsamen Übergang von wenigen Kelvin im Verlauf einer Nacht.

Clear skies

Tassilo
 
Hallo Daniel,

wie Du siehst, gibt es zum Thema Carbon eben KEINE allgemein anerkannte Lehrmeinung. Die Fragen zu den vorliegenden Geräten sind beantwortet, Grundsatzdiskussionen immer gerne, aber bitte in einem anderen Thread.

Clear skies

Tassilo
 
Verwunderung immer noch da

Hallo Gerd,

wenn die Optik in der Auskühlphase ist, macht doch die Fotografie gar keinen Sinn.

meine Antwort bezieht sich auch nicht auf Photographie, sondern auf die Aussage von Tassilo.

Was hotographie mit einem temperaturangepaßten Teleskop
bei leichter weiterer Abkühlung betrifft stimme ich mit
dem was du schreibst völlig überein.
Die Fokusdrift des Teleskopes ist einfach berechenbar
und die Längenänderung des Tubus ebenfalls. Die Summe fällt
beim Carbontubus dann etwas kleiner aus als beim Aluminiumtubus.
Interessant ist vielleicht auch ein HP Tubus.

Aber meine Antwort bezog sich auf die Aussage von Tassilo:

ch verstehe Deine Einwände. Aber die Erfahrung zeigt: man kann so einen Apo beim Abkühlen durchaus als homogenes System betrachten. Warum?

Wenn das System inhomogen wäre, würde sich der Gesamtkorrekturzustand bei Temperaturänderung deutlich merkbar ändern. Das müßte man sehen können.

Und da widerspreche ich ihm, Aufgrund eigener Anschauung.
Beim anfänglichen starken herunterkühlen verhält sich der Apo
nach dem was ich schon gesehen habe eben nicht wie ein
homogenes System.

CS,Karsten
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Tassilo,

kannst Du irgendwelche angaben zur Tragfähigkeit der Montierung machen ?
Ich weiss dass die Preise noch nicht feststehen, aber könntest Du zumindest die grobe Preisrichtung der Monti nennen ?

Danke und viele Grüße
Santik
 
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