Fehlkonstruktionen - Funktion - Kritik

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sofi99

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Hallo !

Ich stelle hier in den Foren seit Jahren fest, daß neu am Markt befindliche Produkte eher keiner kritischen und sachlichen Kontrolle durch Forenuser unterzogen werden.

Wenn man sich auf Basis von echten Grundlagen eine Produktkritik erlaubt, dann wird man regelrecht als "Händlerhetzer" oder Ähnliches betrachtet. Die Standardargumentation welchen Kritikern entgegengesetzt werden ist nahezu immer die gleiche, nämlich der Hinweis auf die gute Funktion des kritisierten Produktes.

Das ist nicht wirklich verblüffend, daß Fehlkonstruktionen erst einmal ausgezeichnet funktionieren, nein es ist eher logisch, weil sie ansonsten den Markt nicht erreichen würden.

Fehlkonstruktion bleibt allerdings Fehlkonstruktion, auch wenn sie trotz der Fehler für die Anwendung geeignet ist.

Die Auswirkungen , welche eventuell viel später auf solche Konstruktionsfehler basieren werden dann nicht mehr gestrafft in Foren behandelt und der einzelne Anwender hat mit den Teilen so seine Sorgen.

Ich würde mir wünschen, wenn auf wirklich offensichtliche Fehler nicht durch Schönrederei von einzelnen Produktbefürwortern, der technisch weniger versierten Masse eingeredet werden würde, daß eh alles in Ordnung sei.

Wir Forenschreiberlinge sollten eher dem künftigen Benutzer von Gerätschaften eine sachliche Beurteilung der Produkte ermöglichen und nicht als Produktwerber auftreten.

Ich erinnere an die GSO Spiegelzelle mit undefinierten Auflagepunkten, an Parellelstangenkonstruktionen welche funktionieren aber wie sich hin und wieder herausstellt doch nicht gaaaanz soooo wie gewünscht und die Reibradantreiberei mit 4mm Welle (Schrittmotorwelle !!!) ist auch keine Auszeichnung wert ...


c.s.
Johann
 
Hallo Johann,

das kann ich nicht nachvollziehen...

Im Forum kann jeder seine Meinung kundtun, egal ob positiv oder negativ, solange man einen ordentlichen Umgangston pflegt.

Es gibt hier genügend Kritik an neuen Produkten - ab und zu auch unsachliche. Wer anderer Ansicht ist darf dagegen halten, selbstverständlich auch die Händler.

Mich stört manchmal eher die Verbissenheit, mit der über manche Teleskopsysteme gestritten wird - aber das ist ein anderes Thema, das ich hier nicht lostreten möchte.

Gruß Klaus


 
Hallo Johann,

die von Dir angesprochenen Reaktionen, kann ich, nachdem ich Deine Kritik an der Fornax 10 zum Teil mitverfolgt habe, nachvollziehen. Nicht jeder hat das Fachwissen eines Ingeneurs oder Werkstoffprüfers. Theoretische Abhandlungen, die nur wenige nachvollziehen können, stoßen da eben auf wenig Interesse. Der Ton, in dem diese verfasst wird, trägt auch mit dazu bei.

Praxisnahe Tests sind da für den Laien eher verständlich und werden sicher gern gelesen. Auch bei Lob und Kritik kommts auf das "Wie" an.

Gruß André
 
Zitat von synosontis:
Hallo Johann,

das kann ich nicht nachvollziehen...

Im Forum kann jeder seine Meinung kundtun, egal ob positiv oder negativ, solange man einen ordentlichen Umgangston pflegt.

Gruß Klaus

Hallo Klaus,

naja, ganz so ist das dann auch nicht :)

Die Diskussion mit dem bis vor kurzem gesperrten User Sofi99, dessen Einstellung zu unserer Firma leidlich bekannt ist, und dessen Verhalten auch zu seiner Sperrung geführt hat, halte ich für komplett fruchtlos und ziehe es vor, mich höflich zu verabschieden.


Auf die technischen Details ging man (bei obigem Fall) zu keinem Zeitpunkt ein - wie nachlesbar ist ..
Johann
 
Die Beiträge zur Fornax habe ich als Beispiel gebracht.
Der O-Ton ist ja der, dass es auf das "Wie" ankommt.

Ruf Dir doch mal die praxisnahen Erfahrungsberichte anderer Forenbenutzer in Erinnerung und die Resonanz dazu. Solche Berichte mit fachlichen Begründungen für die Konstruktionsmerkmale und deren Auswirkungen auf die Gebrauchsfähigkeit objektiv geschrieben, dürften großen Anklang, nicht nur bei den Käufern, sondern auch bei den Herstellern oder Händlern finden. Bestes Beispiel: Sven Wiensteins Internetseite mit allerlei Tests von Astroausrüstung. Die Händler stellen ihm die Produkte nicht umsonst für Tests zur Verfügung.

Gruß André
 
es gibt aber auch Dinge, die kann man bereits aus den Datenblättern von Serienbauteilen herauslesen und diese bedürfen dann keiner weiteren praxisnahen Untersuchungen, um festzustellen, daß etwas nicht o.k. ist oder eben die vorhin erwähnte Zelle mit undefinierten Auflagepunkten - die wurde ja auch ewig vom Händler vehement als gut verteidigt, bis sie dann doch endlich ..... Man hat auch damals von der guten Funktion gesprochen - klar, weil der 16" GSO - Spiegel so dick ist, daß er auch auf 3-Punkten brauchbare Ergebnisse lieferte ....


nochmal kurz zur F 10...
Wie überprüft denn z.B. ein Anwender den Anpressdruck welcher nur wenige Newtons haben darf wenn er den Motor zur Abtriebsachse justiert - Federwaage ? Steht was in der Beschreibung ? was wenn er überspannt und der Motor beschädigt wird ? Garantie auf welcher Basis ? passiert erstmals nach 3 Jahren ? Undefinierte Krafteinleitung ? Beschädigung der Reibfläche durch überhöhten Anpressdruck oder Auflagefehler ...
???


 
Es geht Dir also nicht darum, einen konstruktiven Beitrag zu leisten, sondern nur darum jemanden zu entlarven. Dann "wunderst" Du Dich über die Reaktionen und haust weiter in die Kerbe.

Sowas ist keine weitere Diskussion wert. Und Tschüß!
 
Hallo Johann,

Kritik ist ein wichtiges feedback, für den Händler oder Konstrukteur. Es kommt aber tatsächlich auf die Art und Weise an, wie Kritik geübt wird.

Oftmals ist es eben hilfreich, neben den verbesserungswürdigen Eigenschaften auch die innovativen Eigenschaften hervor zu heben.

Viele Grüße
Martin
 
merkst du was Andrè??

Das Problem ist nicht die Fehlkonstruktion sondern der Kritiker ....

Danke für Deine persönliche Entgleisung auf meine fachlichen Argumente ?)

Schönen Tag noch !
 
Hallo Martin,

Oftmals ist es eben hilfreich, neben den verbesserungswürdigen Eigenschaften auch die innovativen Eigenschaften hervor zu heben.

Hast du recht, das Teil (F 10 z.B.) ist grundsätzlich genial - es leidet nur an der fehlenden Zwischenwelle, welche all diese Unsicherheiten eliminieren würde und ich hätte mir seinerzeit schon im Treff gewünscht, daß dei Erbauer den Gedanken zumindest aufgreifen und nicht mit absoluter Überheblichkeit die Kritik und Vorschläge ins lächeliche ziehen, das ist unnötig und hilft niemanden.

Gruß
Johann
 
Hallo Johann,

ja, das Konzept ist gut. Das zeigen auch die DS-Aufnahmen mit langer Brennweite, ohne guiding. Ich hoffe auch, dass sich das Konzept weiterentwickelt.

Mittlerweile soll ja ein anderer Motor mit höherem zulässigen Achsmoment zum Einsatz kommen. Hast Du das mal durchgerechnet.

Gruß
Martin
 
Hallo Martin,


Habe keine Informationen dazu vorliegen, der Händler kann allerdings jederzeit das Motordatenblatt hier einstellen - liegt als PDF über jede Type auf.

Es geht ja nicht nur um´s Moment, auch um die mieserablen Drehzahlverhältnisse und die Biegung der Motorwelle bei gleichzeitiger Schrägstellung zur Abtriebsachse .....

Das F 10 Thema sollten wir vielleicht besser im anderen Beitrag behandeln, ich möchte diesen Beitrag eher allgemein halten - wenn´s geht ....

Gruß
Johann
 
Ach Johann,

Zitat von sofi99:
Hallo !

Ich habe mir erstmals seit 2003 erlaubt Unterstellungen an die Moderatoren zu melden. Meine Kritik an der F 10 ist rein auf Basis der Datenblätter, mechanischen Grundlagen, und Mathematik.

Mfg

Johann
Die Diskussion mit dem bis vor kurzem gesperrten User Sofi99, dessen Einstellung zu unserer Firma leidlich bekannt ist, und dessen Verhalten auch zu seiner Sperrung geführt hat, halte ich für komplett fruchtlos und ziehe es vor, mich höflich zu verabschieden.


Wo bitte ist da die Unterstellung?

Zitat von sofi99:

Zitat von sofi99:
Hast du recht, das Teil (F 10 z.B.) ist grundsätzlich genial

Zitat von sofi99:
Das F 10 Thema sollten wir vielleicht besser im anderen Beitrag behandeln, ich möchte diesen Beitrag eher allgemein halten - wenn´s geht ....
Ja wat denn nu ?)

Grundsätzlich hast Du nicht unrecht, aber wenn Du selber immer wieder wie besessen auf der kleinen Fornax herumreitest ist das keine sachliche Kritik sondern schlicht penetrant! Mal ganz doof: das Ding ist dazu gedacht KLEINE Optiken nachzuführen, als Alternative zur Astrotrac, und auch bei dieser kann man wenn man unbedingt will die Konsrtuktion demonstrativ "kaputtrechnen". Gerd hat es Dir aufgezeigt: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/686028/2/NEU_Fornax_10_schneckenradlose was scheinbar verschwendete Zeit war...

Wer meint für eine DSLR mit Objektiv eine Montierung zu benötigen die auch einen Kleinwagen schwingungsfrei trägt kann sich dann an renomierte Maschinenbauer wenden, wenn er dafür Haus und Hof verkaufen muß ist das eben so :o


Viele Grüße Felix
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Felix,

das Ding ist dazu gedacht KLEINE Optiken nachzuführen, als Alternative zur Astrotrac, und auch bei dieser kann man wenn man unbedingt will die Konsrtuktion demonstrativ "kaputtrechnen". Gerd hat es Dir aufgezeigt: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbth...chneckenradlose was scheinbar verschwendete Zeit war...

Ja, was hat Gerd uns aufgezeigt da unten ???
Daß eine Spindel oder eine Schnecke ein axiales Spiel hat ?? das stört niemanden, weil eh in eine Richtung nachgeführt wird .... Das ist technisch irrelevant bei einseitiger Antriebsrichtung, stört vielleicht beim Gleichlauffräsen aber nicht bei fotografischer Nachführung....

Johann


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Wenn Du auf das Spiel hinauswillst, da würde ich mir um das Axiale Spiel einer Schnecke oder der Gewindespindel der Astro Track mehr Sorgen machen.
Ich möchte hier jetzt nicht in einen Wettbewerb des Schlechtmachens eintreten.
Die Astro Trac ist ebenfalls eine sehr schöne und gut funktionierenden Lösung.
Möchte ich aber unbedingt so wie Du bei der Fornax ein Haar in der Suppe finden gelingt mir das auch dort.
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Zitat von sofi99:
Das F 10 Thema sollten wir vielleicht besser im anderen Beitrag behandeln, ich möchte diesen Beitrag eher allgemein halten - wenn´s geht ....

Gruß
Johann

:applaus: :applaus: :applaus:


...dann tun wirs doch, das "allgemein-Halten"!

Gruß Klaus
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

na dann mal her mit weiteren Fehlkonstruktionen!

Eine kann ich beisteuern: Die 10 "computerberechneten" Streulichtblenden, die in manchen kleinen "Apochromaten" verbaut sein sollen, die sich dann aber eher als gewellter Plastikbecher ohne Boden herausstellen, wirkungslos und strahlengangbeschneidend.
Technisch fragwürdig sind auch viele Okularauszüge. Die könnte man auch billig und gut bauen, aber "Crayford" ist ja wohl der letzte Schrei und wenn dann ein Stahlstift auf einer lackierten Fläche rumrollt ist das Prinzip ja umgesetzt.

Nicht nur bei Astrogerät, oftmals habe ich den Eindruck, technisches Gerät wird einfach nur am Computer konstruiert, das Ergebnis nimmt aber niemand in die Hand und probiert aus, ob es überhaupt geht. Wobei es ja meistens klappt.
Die kleinen Unzulänglichkeiten sind es aber, die einem die Verwendung vereckeln.

Grüße

*entfernt*
 
Hallo Dietrich,

zum Thema Okularauszug habe ich mir für die gerade anstehende Konstruktion eines 16" Cassegrains F/20 schon überlegt, einen kurzen sehr stabilen Auszug zu bauen, welcher "vorne und hinten", also sowohl als Newton als auch als Cassegrain - Auszug verwendbar ist. Einfach mit einem Bajonettverschluß ans Rohr befestigen und bei der Cass-Anwendung nicht mit elendslangen Verlängerungen NACH dem Auszug arbeiten, sondern den Auszug über stabile Rohrstücke (unterschiedliche Adapterlängen)nach hinten bauen ... dann fällt der unsinnig lange Hebel auf den Auszug weg - wäre auch für Refraktoren sinnvoll ... Auszug ans Okular oder Kamera und nicht an kurzes Rohrende und nach der Auszugsführung verlängern !!

Ein Refraktor könnte doch "hinten" wie ein SC aussehen und Schluß ist mit der Auszugsdebatte ....

Johann
 
...... und wenn der Kritiker das Handtuch wirft, dann ist die Welt der Fehlkonstruktionen wieder in Ordnung ....


:applaus: :applaus: :applaus:
 
Nein,

die Welt ist erst in Ordnung, wenn der letzte Kritiker auf dem Scheiterhaufen der Argumente verbrannt ist.
 
Hallo Johann,

das was Du da erfinden willst, setze ich schon seit Jahren erfolgreich in der Praxis ein. Ich würde allerdings kein Bajonett nehmen, sondern eine Ringschwalbe wie sie Lichtenknecker schon seit Jahrzehnten als System 67 eingesetzt hat.
Bei allen meinen Teleskopen wandert der originale Okularauszug sofort in die Tonne. Am Teleskopende wird als Abschluss ein Gerätespant mit M68 Gewinde montiert und man ist für alle Ewigkeit gut gerüstet.

Link zur Grafik: http://www.urlaub-in-espana.eu/Astronomie/Okularauszug_02.jpg

Link zur Grafik: http://www.urlaub-in-espana.eu/Astronomie/Okularauszug_01.jpg

Gruß
Gerhard
 
Hallo Gerhard,

nein nein ich will nix erfinden, aber genau das was du da praktizierst finde ich super und frage mich, warum die ganze Teleskopwelt was völlig anderes macht ?)

Die ganzemn SC´s mit Spiegel-Shiftingproblemen und falschem Sekundärspiegelabstand zwecks Fokussierung und dann zusätzlichem HS-Fixierungsmechanismus und angehängtem Reibdingsbumsauszug müssten nicht sein. Da könnte man echt Geld sparen und Qualität steigern.

Gruß
Johann
 
Zitat von Gerhard_Rausch:
Hallo Johann,

das was Du da erfinden willst, setze ich schon seit Jahren erfolgreich in der Praxis ein. Ich würde allerdings kein Bajonett nehmen, sondern eine Ringschwalbe wie sie Lichtenknecker schon seit Jahrzehnten als System 67 eingesetzt hat.
Bei allen meinen Teleskopen wandert der originale Okularauszug sofort in die Tonne. Am Teleskopende wird als Abschluss ein Gerätespant mit M68 Gewinde montiert und man ist für alle Ewigkeit gut gerüstet.

Link zur Grafik: http://www.urlaub-in-espana.eu/Astronomie/Okularauszug_02.jpg

Link zur Grafik: http://www.urlaub-in-espana.eu/Astronomie/Okularauszug_01.jpg

Gruß
Gerhard

Moin Gerhard,

ich überlege derzeit auch meine ganzen OAZ zu entsorgen und mit sowas wie Deinem zu ersetzen.

Vielen Dank für den Tip.

Gruß Heiner
 
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