Fernglas justieren

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Ehemaliges Mitglied 12481
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Ehemaliges Mitglied 12481

Hallo,

ich habe ein Tento 20x60 Fernglas. Die Schäefe ist sehr gut.
Jedoch treten starke Doppelbilder auf. Lässt sich das beheben. Ist eine justierung allein möglich.

Vielen Dank

mit freundlichen Grüssen

Roman
 
Hallo,

es ist nicht unwahrscheinlich, dass du auch noch anderslautende Antworten erhältst, aber dennoch möchte ich meine Gedanken hier niederschreiben.

Das Selbstjustieren eines solchen Fernglases kann möglich sein, wenn die Bildaufrichtung - also die Justierung des Prismensystems - noch passt. Das Tento 20x60 hat an den Objektiven Exzenterringe, mit denen man die beiden Strahlengänge deckungsgleich aufeinander justieren kann. Dazu muss man den Haltering lockern oder abschrauben, um dann die Objektivposition durch Gegeneinander-Verdrehen der beiden Exzenterringe einzustellen. Wenn aber die Prismen zueinander nicht stimmen, hat man ein kleines Problem. Denn die Anzahl korrekter Drehwinkel der 4 Prismen zueinander (und auch relativ zum Prismengehäuse, denn manche Menschen haben einen anderen Augenabstand als man selbst) ist 1.

Ich würde also versuchen, durch Einstellung der Objektive eine ausreichende Deckungsgleichheit der beiden Teilbilder zu erreichen. Wenn dies nicht gelingt, hilft der Verkauf an einen mit noch mehr Geduld gesegneten Bastler, oder das Übergeben des Glases an eine justagekompetente Person mit einem Kollimator.

Ciao,
Roland
 
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Hallo Roman,

wenn du es selbst nicht hinbekommst (oder beim Rumschrauben noch mehr verstellst, was ich nicht hoffe), kannst du dich ja mal an Wolfgang Grzybowski wenden. Da wird dir schnell und günstig geholfen.

Viele Grüße

Carsten
 
Hallo Roman,
den 20x60 kannst Du mit etwas bastlerischem Geschick und Geduld justieren - habe ich auch schon gemacht. Hier findest Du ein paar Hinweise zum Justieren.

CS. Frank
 
Ich habe mal ein Zeiß Dekarem justiert. Mit Geduld bekommt man das hin. Die Mechanik an den Prismen ist bei jedem Glas etwas anders, das sieht man dann schon, wenn man es auf hat.

Ich habe das Glas ohne Abdeckbleche wieder zusammengeschraubt, so dass ich möglichst wenig tun musste, um wieder durchsehen zu können. Dann habe ich bissel rumjustiert - mal durchgeguckt, eingeschätzt - wieder weiterjustiert. Nach 1..2 Stunden weiß man, wie gut man es mit dieser Methode hinbekommt.

Ein ganz kleines Maß an Dejustage gleichen die Augen aus. Dazu brauchen sie eine gewisse Zeit, bis das Bild einrastet. Dieselbe Zeit ist dann übrigens wieder ohne Glas notwendig. Ich habe es so weit hinbekommen, das es einen ganz winzigen Moment gab, wo die Augen sich orientieren mussten, unter einer Sekunde. Mehr geht wohl ohne Messmittel nicht.
 
Hallo Uwe,
das Dekarem hat zum Justieren Objektivexzenter (genauso wie die russischen 20x60). Die Prismen musst Du eigentlich nur verschieben, wenn die Objektivexzenter zum Justieren nicht ausreichen - in der Regel reichen aber die Exzenter. Ich habe schon viele Gläser mit der unter oben angegebenen Link (hier nochmal) beschriebenen Methode justiert. Die Gläser waren danach immer so gut justiert, dass (zumindest für meinen Augenabstand) die Fusion beim Durchschauen sofort da war. Wenn man das noch nicht gemacht hat, erfordert die Justage aber etwas Geduld.

CS. Frank
 
Vielen Dank für die Antworten.
Die Justage hat bei mit geklappt.
Gruss

Roman
 
Hallo Roman!

Das "Sich-dejustieren" des 20x60 Tento (ich habe seit 10 Jahren auch ein solches!, )ist durch einen Baufehler bedingt!
Ich wollte es selbst nach-justieren, was mir zunächst auch gelang, aber das Prisma/die Prismen verschiebt/-en sich immer wieder, da sie nur durch ein gebogenes Stahlblättchen, welches sie nach unten drückt, gehalten werden. Diese Stahlblättchenfedern altern und gewährleisten keinen dauerhaften Halt der Prismen.
Das ist/war zumindest das Problem, das an meinem Tento auftrat/auftritt!
Es liegt jetzt bei mir, schon seit langem, ziemlich verstaubt im Keller!
Kleber? An diese Methode habe ich mich bislang noch nicht herangewagt!
Falls es bei deinem Fernglas auch an der Ermüdung des Materials der Stahlblättchenfedern liegt, wirst du ja selbst noch sehen, wie lange der "justierte Zustand" anhält!
Bewege es ganz vorsichtig und stoßfrei!

Viel Glück und kH!

Grüsse Helmut
 
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