Fernglas neben Dobson

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Sleepi1988

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Hallo,
ich spiele mit dem Gedanken mir ein Fernglas zu kaufen, um gemütlich über Nachthimmel "schlendern" zu können. Momentan benutze ich ein 8" Dobson, was sich vor allem zum Überblick verschaffen und zum "mal eben schnell rausfahren" schlecht eignet :/
Was würdet ihr mir da empfehlen?

Folgende Ferngläser hab ich bereits in betracht gezogen:
Omegon 20x80 Nightstar 129,00€
Skymaster Porro 15x70 102,90€
TS 10x60 Großfernglas 89,00€
jeweils zuzüglich Stativ
alle bei Astroshop.de

eventuel würde ich auch an ein gebrauchtes 20x80 Triplet von TS kommen, ist das im Vergleich zum Omegon viel besser?

Es geht mir vor allem um ein großes Sehfeld und möglichst hohem Lichtsammelvermögen, preislich sollte es in der Liga der oben erwähnten spielen.

Vielen Dank im voraus und CS,
Micha
 
Ich kann zu den genannten Geräten nichts sagen. Ich würde zum gemütlichen Schlendern aber ohne Stativ beobachten - freihändig im bequemen Gartenstuhl mit Armlehnen. Und dann würde ich ein Gerät mit max. 10x Vergrößerung empfehlen.

Ein 10x50er wäre ein guter "Allrounder". Ich bin mit meinem Nikon EX sehr zufrieden. Du solltest aber auf jeden Fall testen, was dir besser gefällt. Ob du z.B. an der Stativbeobachtung Freude findest.

Noch etwas: Je höher die Vergrößerung, desto kleiner das tatsächliche Blickfeld. Etwas überspitzt ausgedrückt: Dann kannst du gleich mit dem Dobson beobachten ;) Und hast auch immer einen perfekten horizontalen Einblick...

Thomas
 
Hallo,

also ich nutze neben meinem 12" Dobson ein 10x50 Fernglas (Minolta). Ideal um beim Sprechteln erstmal ein bischen über den Himmel zu schwenken, nach Objekten zu suchen oder auch einfach mal ohne Dobson kurz rauszugehen.

Wenn du freihändig beobachtest, solltest du über ein 10x50 nicht hinausgehen. Wenn es der Himmel zulässt, solltest du sogar ein 7x50 in die Auswahl einbeziehen, weil man (jedenfalls ich) beim freihändigen Beobachten damit kaum noch ein Wackeln sieht.

Wenn du lieber mit Stativ beobachtest (denk aber dran, dass das die Spontanität und Mobilität wieder einschrenkt), dann solltest du mind. 80mm Öffnung nehmen, denn wenn du schon ein Stativ mitschleppst, macht es Sinn, auch gleich eine größere Öffnung zu nehmen.

Viele Grüße

Carsten
 
Hallo Micha,

ich habe neben dem dobson auch immer mein 8x40 und mein 11,3x80 dabei.
Auch mein Rat geht in Richtung "Freihandglas", also maximal 10fache Vergrößerung.
Stativ dazu ist gut, der Aufwand wird aber nicht immer gemacht.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hi
da ist guter Rat teuer. Ist ne Frage nach Vorlieben.
Ich habe zwar ein 10x50 FG aber es reizt mich nicht so sehr.
Viel öfter verwende ich ein 20x90 FG weil man einfahc mehr sieht. Da ist mir das kleinere Feld und das Stativerfordernis nicht wirklich als Nachteil bewußt.
CS
 
Das 10x50 ist in meinen Augen das Ideal-Astro-Fernglas: Genug Öffnung, genug Gesichtsfeld, ohne Stativ sinnvoll verwendbar. Was größeres würde ich nicht nehmen. Versuch mal probehalber und am Tage, mit irgendeinem Fernglass im Zenit zu beobachten. Und dann stell die vor, dies mit einen 2 Kilo-Gerät und bei zittrigem Bild (hohe Vergrößerung) mit kleinem GF zu tun.
 
hallo Micha,

kommt ein wenig drauf an was du willst...

zu den von dir genannten Ferngläsern:
20x80 - kenne ich nicht, sicher zu schwer für freihändig.
Skymaster 15x70 - ich habe das 12x60 Modell und bin begeistert, das 15x70 ist etwas schwerer zu halten (wackelt mehr) aber zeigt sehr viel.
TS 10x60 - dieses Glas hat ein unnötig kleines Gesichtsfeld, da gibts modernere.

Wenn du auch Natur und Reisen mit dem Glas machen willst, bist du mit einem 10x50 nicht schlecht dran (aber achte auf mindestens 65° Gesichtsfeld und das Gewicht).

Wenn du mehr auf Astro abzielst und freihändig beobachten willst, ist das 12x60 Skymaster ziemlich super und nicht teuer mein Testbericht hier.
In diesem Testbericht kannst du dich ein wenig informieren worauf du beim Kauf noch achten könntest - zum Beispiel fand ich es beim Bresser 10x56 echt ätzend dass das Fokusrad sich von selbst verstellt wenn man das Fernglas aufrecht hinstellt. Wenn mans dann ansetzt und beobachten will muss man das Fokusrad dauernd festhalten.

Das 15x70 ist grenzwertig was freihändig betrifft, aber vielleicht bist du ja ein Athlet.

viel Glück bei deiner Entscheidung, Tommy
 
Vielen Dank für die helfenden Antworten,
ich hab mich jetzt für das gebrauchte 20x80 samt Stativ entschieden und werde mir noch ein 7x50 dazulegen, das kostet ja nich die Welt.
CS,
Micha
 
Hallo Micha,

ich selbst verwende zum 'schlendern' am Himmel manchmal mein 7x50 Feldstecher. Leider hellt dieser den nicht ganz dunklen Himmel unnötig auf. Dadurch gehen viele Objekte verloren, welche durch ein Teleskop keine besonders hoher Herausforderung darstellen. Außerdem ist die Vergrößerung recht gering am Himmel. Für den Handbetrieb ist diese Vergrößerung natürlich ideal. Das Fernglas verwende ich daher nur noch dazu, mir für ein Starhopping die Route herauszusuchen oder um anvisierte Sterne auf dem Weg zum Objekt mit meinem Karkoschka (u.ä.) zu vergleichen.

Daher hatte ich bei TS folgende Gläser in der Hand:
TS 8x56
TS 10x60
TS 15x70

Das 8x56 ist nicht weit vom 50er entfernt und mit 7mm AP wieder recht anfällig für den nicht ganz dunklen Nachthimmel. Wie das 10*60 hatte ich persönlich bei Durchgucken aber den Effekt, dass das Abweichen von der optischen Mittelachse mit sofortiger Abschattung bestraft wurde ... das fand ich extrem störend.

Das 15*70 war hier besser, aber ich konnte es nicht so ruhig halten, wie gewünscht. Es würde sicherlich mehr Objekte anzeigen, aber verwackelt bringen die nichts.

Daher ist deine Wahl nicht schlecht, wenn die einen dunklen Himmel hast. Ein 8*42 könnte aber ähnlich gut sein, wie ein 7*50, wenn der Himmel nicht so dunkel ist.

Grüße,
Doppelstern
 
Hallo Michael,

7x50 ist nur für sehr gute Bedingungen zweckmäßig.
10x50 ist gut, wenn man das wirklich Freihand kann (ausprobieren).
Ansonsten ist 8x40 oder 8x42 m.E. ideal, auch weil die Gläser noch ein wenig kompakter sind als ein 10x50 und so eben noch als Glas zum Wandern und spazieren gehen durchgehen.

Gruß und CS
*entfernt*

PS: Eine etwas bessere Qualität macht da häufig mehr aus als 10 mm mehr Öffnung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Micha,

ich hab das Skymaster 15x70 und finde es ein tolles Fernglas. Mein 7x50 war mir zu klein von der Vergrößerung und auch die Austrittspupille war mir zu groß.

Das Skymaster ist für ein 15x70 sehr leicht (die 80 mm Triplett sind viel schwerer) und ich benutze es fast ausschließlich ohne Stativ. Das geht sehr gut, entweder im Gartenstuhl mit auf den Armlehnen aufgestützten Ellbogen oder einfach auf dem Rücken auf dem Boden liegend und das Fernglas am Kopf anliegend für den Zenit. Die Okulare sind recht weitwinklig und die Randschärfe ist für meine Bedürfnisse mehr als akzeptabel. Über zwei unter der Gummiarmatur liegende Schrauben lässt sich das Glas auch sehr einfach auf die eigene "Augengeometrie" einjustieren.

Ist für mich das ideale Glas um die Milchstraße abzugrasen, für offene Sternhaufen, große Nebel oder einfach nur Sterne. Unter Mittelgebirgshimmel gehen Nordamerika, Pelikan und Zirrus ohne Filter und unter Stadtrandhimmel ist das Bild durch die moderate Austrittspupille trotzdem nicht zu aufgehellt. Bei unter 5 mm Austrittspupille treten Augenfehler (ich habe ziemlichen Asti rechts) auch nicht so störend in Erscheinung.

Mit dem 15x70 habe ich das Fernglas erst wieder richtig zu schätzen gelernt.

Viele Grüße
Reiner
 
Hallo Micha!

Ich schließe mich der Meinung von Thomas, Charsten und Uwe an. Lieber klein aber fein.

Bevor du das "Stativ-schleppen" (welches Stativ, welchen Neiger...) anfängst, solltest du dir ein "echtes Fernglas" (=handliches Doppelfernrohr!) anschaffen! Ein wahrer Genuß! Ein Großbino bzw. Doppelrefraktor ist ein ganz anderes Thema (und ein Thema für sich, abgesehen von den Kosten!)

Die einzige wirkliche Frage, die sich stellt (und die dir dein Himmel beantwortet, da er mehr oder weniger Qualität zeigt), ist:

Sollte es ein 7x50 oder ein 10x50 sein/werden?

Die meisten verwenden ein 10x50 und werden dir zu solchem raten. Ein 7x50 (wie ich zwei besitze) ist in der Tat bei störenden Lichtquellen oder Mondlicht sehr anfällig für Streulicht, was sich dann in aufgehellten Bildrändern bemerkbar macht.
Aber in dunklen Nächten mit dem hellen Band der Milchstraße ..... und das große Gf und leichte freihändige Halten, das solltest du einmal sehen, nein, erleben!
Du würdest es, wie ich, nie mehr hergeben!

Gruß und guten Kauf!

Helmut

 
WENN ich schon den Dobson raushole (10") dann stelle ich auch die Giro daneben und schraube das Miyauchi drauf. Ansonsten für "nur mal schnell einen Blick zum Himmel" ist mein Favorit das Docter 8x42 oder das Canon mit Stabi. Für mein Fujinon 10x50 brauche ich min. ein Einbein-Stativ.

Generell aber: Keine Beobachtung ohne Fernglas "am Mann" !

Gruß
Adson
 
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