Fett für Schneckenantrieb

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emmuttersbach

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Hallo zusammen,

meine Monti ist fast fertig.
Was ich jetzt noch suche/brauche, ist ein vernünftiger Schmierstoff für den Schneckenantrieb. Das Molybdänfett, das ich gerade probeweise drauf hab, ist für diese Zwecke Schrott.

Was nehmt denn ihr für den Schneckenantrieb?

LG
Matthias
 
Hallo!

Ich habe bei meiner Selbstbaumontierung säurefreies Lagerfett genommen. Das ist nicht eine Masse wie Honig, sondern hat eher die Konsistenz von Nutella [wenn wir mal am Küchentisch bleiben wollen].

Gib mal ein paar Daten deiner Montierung, interessiert mich sehr!

MfG Michael
 
Hallo Matthias,

was für ein Molybdänfett verwendest Du (Konsistenz), und wieso ist es ungeeignet, zu zäh, schlechte Schmierwirkung...? Verrate doch bitte ein paar Details Deiner Konstruktion,dann ist es leichter etwas dazu zu sagen. Ich wollte für meine momentan entstehende Montierung ein Graphitfett mit der Konsistenz von ... ?) .... Senf :totlach2: verwenden, das gibts für ein paar Euro im Autozubehör als Fett für Gelenkwellenwellen in der Tube oder im Kilotopf...fast schon als "Universalfett" zu gebrauchen.

Grüße + CS Felix
 
Hallo Michael,
erst mal vielen Dank für Deine Info!
Gibt es für das Fett eine Bezeichnung/Spezifikation nach DIN?

Daten von meiner Monti?
Also ich muss mir selber erst mal die Augen wischen, um zu realisieren, was alles so geht.

Ich versuche einen ausführlichen Bericht zu schreiben (bin gerade dabei!).
Kurz mal die Daten:
- Gewicht: 7,9 kg inklusive Gegengewichstange und Polhöhenwiege
- Durchmesser des Lagers in RA: 75 mm (es wurden Vixen GP Schneckentriebe in RA und DE verbaut!)
- Anzahl Lager in RA: 1 (NACHFRAGEN!)
- Bauhöhe über Alles: ca 270 mm
- Tragkraft (berechnet - also theoretisch!!): ca 20 - 30 kg. Der Schneckenantrieb in RA erfüllt nicht so ganz meine Anforderungen. Es kann sein, dass ich durch ein neues Teil (Schneckenlager in RA) nachbessern muss. Ist aber der Zeit nicht geplant.
- Antrieb über die Steuerung einer EQ 6

Für weitere Infos warte bitte meinen Bericht ab. Es gib noch kein "First Light".

Aber ich kann schon jetzt sagen, dass das Lager in RA ein Hammer ist!!, und nur zu empfehlen!

Aber warte auf meinen Bericht.

LG
Mathias
 
Hallo Mathias,
ich habe mir ein Fett selbst gemixt. Dazu habe ich eine Mischung aus zwei Drittel MoS2-Pulver und einem Drittel Graphit mit etwas Vaseline und Motorenöl (für PKW's) verrührt. MoS2 und Graphit sind Trockenschmiermittel, die auch hohe Drücke (wie sie bei Schneckenantrieben auftreten) verkraften. Bisher habe ich das Schmiermittel seit etwa 3 Jahren im Einsatz und damit (auch bei tiefen Temperaturen) noch keine Probleme gehabt. Einen Nachteil hat die Mischung allerdings - sie ist farbecht, das Zeug bekommst Du aus beschmierten Klamotten nicht mehr raus.

CS. Frank
 
Morgen Felix,

das Fett, was ich drauf habe, ist mehr was für höhere Umlaufgeschwindigkeiten. Im statischen Zustand wird das Fett weggedrückt und es entsteht eine zu hohe Haftreibung.
Es ist ein Fett aus der Tube für eben von dir erwähnte Gelenkwellen. Ich denke, dass es für eine Monti ungeeignet ist.

Gruß
Matthias
 
Hallo Matthias,

danke für die Info, dann werde ich auch etwas zäheres verwenden. Der Aussage von Frank kann ich zustimmen, habe auch schon Fett mit technischer Vaseline "eingedickt", funktionierte sehr gut. Vaseline hat den Vorteil daß sie quasi neutral ist ohne irgendwelche Bestandteile die z.B. Kunststoffteile angreifen. Eine andere Möglichkeit wäre Wasserpumpenfett reinzurühren, ein extrem klebriges Zeug das sich auch bei niedrigen Geschwindigkeiten nicht verdrängen lassen sollte.
Eine Alternative zu MoS2 ist evtl. Teflonpulver/Teflonpaste, gibt es bei manchen Zulieferern für Kunststoffformenbau als Trockenschmierstoff. Experimente dürften eigentlich recht risikofrei sein da die auftretenden Belastungen sehr gering sind. Ein anderer hochbelastbarer "Trockenschmierstoff" der sich zum Reinrühren in Fett anbietet ist Schwefelblüte (Apotheke), wurde ewig im Pressenbau als absoluter Hochleistungsschmierstoff verwendet, ergibt einmal im Getriebe verteilt sehr gute Notlaufeigenschaften. Ich habe keine Ahnung wie agressiv Schwefelblüte mit nicht metallischen Teilen umspringt, im Fett verrührt dürften meiner Meinung nach keine negativen Wechselwirkungen entstehen.
Viel Erfolg!!!

Grüße Felix
 
Damit ihr erst mal seht, worum es sich eigentlich handelt, 2 Bilder:
http://www.muba.de/bilder/IMG_0494.JPG
http://www.muba.de/bilder/IMG_0495.JPG

Wer das Lineal im 1. Bild entziffern kann: NEIN, es ist kein Witz!
Die Monti trägt mindestens 30 Kg, wenn gut ausbalanciert und der Unterbau stimmt ...!

Aber jetzt mal Eure Statements! (Auch, wenn ich meinen Bericht noch nicht fertig habe!)

:) :/

LG
Matthias
 
Hallo Matthias,

sieht hübsch aus, nette Farbkombination... :respekt: , geht doch nichts über Zugang zu Bearbeitunsmaschinen...

Macht einen recht soliden Eindruck, das einzige was ich evtl. dicker ausgeführt hätte ist die Grunplatte, da sind alle auftretenden Biegemomente in einem Punkt konzentriert. Aber das ist glaube ich im wirklichen Bedarfsfall schnell gemacht. Auf jeden Fall ein Schmuckstück!!!


Grüße und CS Felix

P.S. da ist es echt schwer mit einem als Monti zweckentfremdeten Achsschenkel gegen anzustinken, egal wie schön ich den anstreiche.... :Trost:
 
Hallo Matthias,

hast Du in RA etwa ein Kreuzrollenlager verbaut? Wo bekommt man so etwas Preisgüstig her???

Gruß, Steffen
 
Hallo Felix,

ich denke, dass ich keine grössere Platte brauche. Das Teil kommt auf eine Stahlsäule, Durchmesser 150mm.

Zu den "Bearbeitungsmaschinen" habe ich jeder Zeit zugriff: Bei mir im Keller... :cool: , eine Schaublin 102 (Schweiz) aus dem Jahre '67. Damit haben die Schweizer damals auch ihre berühmten Uhren gebaut...

LG
Matthias
 
Hallo Steffen,

Guck mal da: http://www.franke-gmbh.de/de/waelzlager/lagerelemente.asp
Ich habe das Element "LEL", Kugelkreis-Durchmesser 75mm, dort bekommen. Preis ca 124€ (muss noch mal die Rechnung suchen, bin gerade im Büro und nicht daheim).
Zwei Schrägrollenlager sind bald genauso teuer.

Die Daten für die Lagerelemente kann man sich mal ganz in Ruhe reinziehen, da tränen einem die Augen :/

LG
Matthias
 
Hallo Matthias,

saubere Arbeit!!!

Du scheinst "vom Fach" zu sein!

Besonders gut gefallen mir die kurzen Kraglängen und die Lagerung.
Hatte bei meiner Monti auch über Kreuzrollenlager und Franke Lager nachgedacht. (aber die Preise...)

Hast Du vor Motoren (Steuerung) zu montieren?

Liebe Grüße und weiterhin viel Erfolg
Uli
 
Hallo Matthias,

Wahnsinn... was es so alles gibt, habe noch nie von einem Franke-Lager gehört. Wieder was gelernt! Auf der Webseite der Franke GmbH sieht man nur die Kugeln mit den 4 Laufringen, sind auch die Lagerschalen dabei mit denen man das Lager vorspannt? Oder hast Du diese direkt in das Montierungsgehäuse eingelassen?

MfG,
Steffen
 
Zitat von Nachtkrab:
Hallo Uli
Hatte bei meiner Monti auch über Kreuzrollenlager und Franke Lager nachgedacht. (aber die Preise...)
Wieso denn? Ich habe für meins (Durchmesser 75mm) 129€ bezahlt - plus Versand, plus Verpackung (ist professionell!), plus MWSt.
Jetzt kauf Dir mal 2 Schrägrollenlager mit innen 75mm und das nötige Material drumrum - dann bist Du außen bei ca. 140mm. Ich dagegen bei max 100mm. Das mit den 2 Schrägrollen wird insgesamt schwerer, größer und nicht billiger.

Hast Du vor Motoren (Steuerung) zu montieren?
Puuuuuh, ist gerade eben fertig geworden. Fummelige Angelegenheit. Die Monti ist so klein, dass ich kaum Platz für die Motoren habe!
Es sind Motoren einer EQ6 verbaut - und funktioniert. Aber ein first light gibts noch nicht - erst ist das EM-Finale dran :-)

Liebe Grüße und weiterhin viel Erfolg
Uli
Dir auch liebe Grüße, und danke!

Ich bin noch immer an meinem Bericht dran...

Matthias
 
Zitat von Steffen:
Hallo Matthias,

Wahnsinn... was es so alles gibt, habe noch nie von einem Franke-Lager gehört. Wieder was gelernt! Auf der Webseite der Franke GmbH sieht man nur die Kugeln mit den 4 Laufringen, sind auch die Lagerschalen dabei mit denen man das Lager vorspannt? Oder hast Du diese direkt in das Montierungsgehäuse eingelassen?

MfG,
Steffen

Hallo Steffen,
Du kaufst bei der Franke GmbH "Lagerelemente". Die inneren und äußeren Lagerschalen integrierst Du in die Konstruktion.

Schade, dass mein Berich noch nicht fertig ist! Aber ich schicke Dir mal eine Vorabversion als PN, da ist es halbwegs beschrieben.

LG
Matthias
 
Hallo Matthias,

ich wollte nicht über die Preise der Franke Lager meckern.
Gegenüber einstellbaren / vorspannbaren Kreuzrollenlagern sind diese geradezu "ein Schnäppchen".

Dein Zitat:

"Wieso denn? Ich habe für meins (Durchmesser 75mm) 129€ bezahlt - plus Versand, plus Verpackung (ist professionell!), plus MWSt.
Jetzt kauf Dir mal 2 Schrägrollenlager mit innen 75mm und das nötige Material drumrum - dann bist Du außen bei ca. 140mm. Ich dagegen bei max 100mm. Das mit den 2 Schrägrollen wird insgesamt schwerer, größer und nicht billiger."

Ich konnte damals bei einem Internethändler Kegelrollenlager günstig bekommen (allerdings gab´s nicht alle Abmessungen), und habe für alle Lager meiner Monti, inclusive der Schneckenlager, ca. 150.- Euro bezahlt. (ca. 85% Rabatt !??)
Da hatte ich dann beschlossen, keine Kreuzrollenlager oder Franke Lager zu verbauen.

Ein Leichtbau war mir nicht wichtig, die Monti steht auf einer rollbaren Säule.
Mein Ziel war, die "größte und steifeste" Monti zu bauen, die mit meinem eigenen "Maschinenpark" möglich ist.
Das Ganze wiegt mit MN 76 und 14" Newton derzeit ca. 200Kg, und ist somit nicht transportabel.
Die Monti allein wiegt 54 Kg.
Die Säule will ich irgendwann neu (und leichter) bauen, da die Höhe damals auf andere Optiken ausgelegt war.

Die Lager haben 65/70mm Wellendurchmesser und 100/110mm Außendurchmesser.
Die Schneckenlager sind kleiner -grins-.

Falls Dich die Konstruktion interessiert poste ich gerne einen Link mit Schnittzeichnung.

Für "unterwegs" baue ich derzeit die Rockerbox meines Newton auf "Go-To" um.

Liebe Grüße und VIEL ERFOLG BEIM FIRST-LIGHT
Uli
 
Hallo Uli,

naja, also mit einem MN 76 und einem 14" Newton habe ich nicht kalkuliert - LOL!!

Aber ich kann Dir mal ein paar Eckpunkte rüber beamen:
Das Lagerelement hat einen "Max-load" im Kippmoment von 259Nm (= 26,4kg auf einem Hebel von 1m!).
Bei einer Polhöhe von bei mir ca 48° und 30kg Tele- + Gegengewichte, beträgt das auftretende Moment gerade mal 10(!) Nm. Im Extremfall (am Äquator) sind es 16 Nm (bei meiner Konstruktion...). Abstand Lager-Zentrum zur Teleskopaufnahme: ca 150mm.
Kalkuliert wurde eine Last von ca 30kg. Abstand Schwerpunkt Teleskop zu Lager-Zentrum ca 250mm. Wenn der Schwerpunkt bleiben würde (was er ja mit wachsendem Durchmesser nicht tut), bekäme ich mit dem Lager bis ca 480kg (!) keine Probleme - wohl gemerkt - mit meiner Konstruktion (also Hebel extrem kurz gehalten).

Und nach dem, was ich bis jetzt an meiner Monti gesehen habe: kommt das hin :-)
Das schwächste Glied sind mein Schneckenrad und der Umbau drumherum...

Liebe Grüße
Matthias

 
Hallo Frank,

sei mal nicht sauer:
aber wenn ich billige Schrägrollenlager haben will, dann kauf ich mir eine EQ-6...
Und der Anblick einer EQ-6 war es, der mich nachdenken ließ.

Gruß
Matthias
 
Hallo Matthias,
wieso soll ich sauer sein, Du hast halt keine Kegelrollenlager genommen, andere Selbstbauer nehmen diese. Ich habe keine EQ-6 und kann deshalb auch nicht sagen, was diese für Probleme hat. Ich denke auch nicht, dass industriell hergestellte Kegelrollenlager von Markenfirmen die Präzision einer Montierung negativ beeinflussen.

CS. Frank
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Frank,

das mit dem "sauer" ist eigentlich nur ein Slogan.

Ich weiß, solche Lager sind überall verbaut. Und ich wollte erst auch welche besorgen.

Aber dann stolperte ich eben über dieses 4-Punkt-Lager und dann wars passiert. Das Lager kann ich jedem nur empfehlen. Und soooo kompliziert ist es nun auch nicht.

Viele Grüße
Matthias

PS.: Ist keine PN angekommen :-(
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Matthias,
alles klar, ich wollte auch nur darauf hinweisen, wo man günstig Lager bekommen kann. Bei eBay werden Restbestände von Markenlagern verkauft, wenn man da etwas Geduld hat, bekommt man die für Appel und Ei. Natürlich kann man da auch reinfallen (ich hatte mal bei sowjetrussischen Lagern kein so gutes Gefühl) - aber ein Lager für unter 10 Euro kann man auch mal wegschmeißen. Und manchmal bekommt man auch Speziallager, die ich so bei Händlern nicht gesehen habe (z.B. hier sind in der Höhenachse gepaarte Dünnringlager verbaut).
Deine Idee mit den Vierpunktlagern hört sich sehr gut an. Ich hätte da nur Bedenken, dass ich als nicht gelernter Metaller die Lagerschalen mit meiner einfachen Drehbank hinbekomme (da ich den Chinabaumarktdrehen nicht traute, habe ich mir eine Schrottdrehe bei eBay geschossen und diese wieder aufgebaut, bei Drehbänken wird immer nur über den Rundlauf diskutiert - für präzises Arbeiten sollte die Maschine meiner Meinung nach aber auch ausreichend Steif sein). Deshalb werde ich auch weiter Kegelrollenlager verbauen.

CS. Frank

P.S. habe Dir gerade nochmal eine PN geschickt, sonst kannst Du mir auch direkt mailen, Adresse auf meiner Homepage, diese findest Du im Profil
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Matthias,

zu Deinen "Eckpunkten" der Lager:

Mich brauchst Du nicht zu überzeugen.
Ich sehe kein Problem bei Deiner Lagerung.
Da Du eine leichte (Eigengewicht) und trotzdem tragfähige Monti bauen wolltest spricht einiges für die Franke Lager. (alternativ Kreuzrollenlager)

Bei Montis zählt ja die "Steifigkeit", nicht die Festigkeit der Bauteile.
Bei sinnvoll dimensionierten Wellendurchmessern sind die meisten Wälzlager eh´ schon total überdimensioniert.
Aber die Lager müssen ja schließlich auf die Welle passen.

Bin schon gespannt auf Deinen Bericht.
Hast Du Alu- oder Stahlwellen verbaut?

Alleine von den bisherigen Bildern kennt man ja das Innenleben nicht.

Es freut mich, dass Du Interesse an meiner Monti hast.

Link: http://www.deepsky.de/modules.php?name=eBoard&file=viewthread&tid=7363

Das letzte Bild ist nicht mehr aktuell. Das C9 ist verkauft und wurde durch den 14" Newton ersetzt.
Deshalb ist das "Gesamtgewicht" etwas gestiegen.
Alleine die Rotationsrohrschellen für den Newton wiegen schon ca. 10 Kg.

Übrigens: Auch bei meiner Konstruktion sehe ich die Schneckenräder als "das schwächste Glied der Kette".


Hallo Frank,

zum Thema Drehmaschine:
Auch bei Kegelrollenlagern sollten die Lagerringe mindestens spielfrei im Gehäuse bzw. auf der Welle sitzen.
Besser im (leichten) Pressitz.
Das beste Lager bringt nichts, wenn es sich im Gehäuse - oder auf der Welle - bewegt.

Liebe Grüße an alle Selbstbauer und alle Interessierten
Uli
 
Hallo Ulli,
Auch bei Kegelrollenlagern sollten die Lagerringe mindestens spielfrei im Gehäuse bzw. auf der Welle sitzen.
Besser im (leichten) Pressitz.
Das beste Lager bringt nichts, wenn es sich im Gehäuse - oder auf der Welle - bewegt.
Das ist ja klar und ich habe auch nichts anderes behauptet. Nur dürfte es schwieriger sein Lagerschalen für die Lagerelemente von Franke mit der erforderlichen Präzision zu drehen, als die Sitze für Kegelrollenlager. Bei Kegelrollenlagern sehe ich auch nicht das Problem die Lagersitze spielfrei zu drehen, dass bekommt man hin. Kritischer ist die Lagerflucht. Während man die Welle zwischen den Spitzen drehen kann, dürfte es für das Gehäuse schon kritischer sein. Da muss man umspannen, und auch wenn man hier den Rundlauf mit der Messuhr überprüft, vermute ich, dass man auf einer normalen Drehe das Gehäuse beim Drehen etwas wegdrückt. Deshalb werwende ich immer als oberes Lager ein Kegelrollenlager und als unteres Lager ein Pendelrollenlager.

CS. Frank
 
Monti 3-1-1

Hallo zusammen,

also grundsätzlich wollte ich eigentlich keine Diskussion über geeignete Lager für eine Montierung anfangen.
Ich sehe aber auch, dass Leute unterschiedliche Möglichkeiten und auch Befürchtungen haben. Deswegen sollten wir unsere Erfahrungen mit Lagern zusammentragen und analysieren.

Es ist vollkommen klar, dass der Eine Zugang zu einer riesigen Drehbank hat, wo auf 100tel Millimeter gefertigt werden kann - der Andere dagegen "nur" zu einer Bohrmaschine und einer Feile. (Ist jetzt mal übertrieben!)

Grundsätzlich gilt, dass JEDE Lagerung sehr genau gefertigt werden muss - egal, welches Lager zum Einsatz kommt. Jede später ermittelte Abweichung vom "Ideal" vermiesen uns die endlosen Stunden, die wir an der Fertigung unserer Monti verbracht haben. Und es geht uns allen so... .

Ich kann nicht sagen, ob die "Franke-Lager" für jeden ideal sind. Sie erfordern weniger Baugröße - und damit auch weniger Gewicht und ermöglichen kürzere Wellen und Hebel. Aber ich brauche ein Maschine, die mir das dreht...

Das ist MEINE Erfahrung.

Man darf aber auch nicht vergessen, dass das "Gewicht" einer Monti (natürlich sinnvoll gelagert!) ein unschlagbarer Faktor gegen Schwingungen ist.

Jeder "Selbstbauer" hat nun so seine eigenen Erfahrungen.

Ich habe im WEB die dollsten Konstruktionen gesehen. Und die jeweiligen Konstrukteure waren stolz darauf. Und DAS ist RICHTIG so!

Zitat von Nachtkrab:
Hallo Matthias,

zu Deinen "Eckpunkten" der Lager:

Mich brauchst Du nicht zu überzeugen.
Ich sehe kein Problem bei Deiner Lagerung.
Da Du eine leichte (Eigengewicht) und trotzdem tragfähige Monti bauen wolltest spricht einiges für die Franke Lager. (alternativ Kreuzrollenlager)
Hallo Frank,

ich wollte eigentlich niemanden von irgendwas überzeugen - aber die Diskussion über Lagerung ist wirklich heiß - und hat mich irgendwie mitgerissen.
Es ist einfach Fakt, dass viele Selbstbauer nicht die Möglichkeiten oder vielleicht auch nicht die Fähigkeiten haben, die Non-Plus-Ultra-Monti zu bauen.
Klar ist, dass es viele Selbstbau-Montis gibt, die ihren Dienst tun.
DIE Version, mit der ich jetzt hier aufkreuze, ist nur eine von vielen anderen Versionen.

Trotzdem denke ich, dass in meiner Version sehr viel Innovation steckt - weshalb ich auch ernsthaft über Patentrechte nachdenke, und hier nicht wirklich alle Einzelheiten veröffentlichen will - weil ich weiß, dass hier ne Menge "Chinesen" mitlesen... .

Zitat von Nachtkrab:
Bin schon gespannt auf Deinen Bericht.
Hast Du Alu- oder Stahlwellen verbaut?
Ich werde meinen Bericht einschränken müssen.
Alles Wichtige besteht aus Alu.

Zitat von Nachtkrab:
Alleine von den bisherigen Bildern kennt man ja das Innenleben nicht.
Und genau DARUM gehts - auch bei der Frage um Patentrechte. Tut mir Leid.
Aber ich möchte nicht, dass sich Andere auf meine Kosten bereichern... .

Ich muss also irgendwie sicherstellen, dass NIEMAND aus meiner Idee unberechtigt Kapital schlägt. Und hier gehts nicht nur um die "Franke-Lager".

Viele Grüße
Matthias

 
Re: Monti 3-1-1

Hallo Matthias,
ich gebe Dir doch uneingeschränkt recht. Auch ich wollte keine Lagerdiskussion lostreten, sondern nur auf eine billige Bezugsquelle hinweisen (ich hatte den Link zu den Kegelrollenlagern gesetzt, bei eBay gibt es aber auch andere Lager kostengünstig) - ebensowenig wollte ich Deinen Lösungsweg kritisieren (es passiert halt zu oft, dass etwas zu hitzig diskutiert wird, da entstehen dann schnell Mißverständnisse). Es ist auch gut, dass Du neue Wege gehst. Innovationen sind immer gut! - schaut Euch mal an, wie sich die Amateurgeräte in den letzten 50 Jahren entwickelt haben - und was jetzt bei einer großen Anzahl von Sternfreunden alles rumsteht, dass war vor 50 Jahren noch undenkbar - und wäre ohne viele Innovationen nicht möglich gewesen!
Deshalb wünsche ich Dir viel Erfolg bei Deinem Projekt und hoffe, dass Du viele neue Lösungen findest, welche den Amateurgerätebau wieder ein Stück voran bringen!

CS. Frank
 
Re: Monti 3-1-1

Hallo Zusammen,

nochmal zurück zum ursprünglichen Thema: bin gerade im Astrotreff über die Empfehlung gestolpert Fett für Tachowellen zu verwenden. Gibt es wohl bei VW, ich denke auch die meisten anderen Marken verwenden etwas ähnliches...kann zur Eignung nix sagen, einfach testen.

Viele Grüße Felix
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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