Filter Für Nebel

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Hallo "cracy lord",

Nebel bleiben (fast)immer grau, auch mit bedeutend grösseren Geräten. Es gibt Objekte die auch schon mit kleineren Öffnungen Ansätze von Farbe zeigen , meist planetarische Nebel, und auch das Alter spielt eine Rolle, ich kenne einen 14-jährigen Beobachter, der felsenfest behauptet mit 8" schon Farbnuancen in M42 zu erkennen... Alles sehr subjektiv. Man wird leider oft von der Teleskopwerbung falsch auf das eingestimmt was tatsächlich zu sehen ist, vergessen wir also mal grundsätzlich die Farbe und versuchen mit Filtern lieber den Kontrast zu heben um mehr zu erkennen.

Zwei sehr gute Artikel zum Thema Nebelfilter finden sich bei Armin und Sven

CS Benny
 
Hi ?,

schau Dir Zeichnungen an, z.B. diese
http://vangestel.de/astro/component/option,com_rsgallery2/Itemid,16/catid,1/
von Fred.
Einige M 42 sind dabei. Achte auf die Beschriftung, z.B. mit welcher Öffung beobachtet wurde. Dann achte auch auf die Datumsangabe, Man kann sehr schön die Weiterentwicklung des Beobachters (Beobachtungserfahrung und Technik) erkennen.

Ach ja Benny....ich bin 49 und sehe auch Farbe mit 8". :augenrubbel:

CS
*entfernt*
 
Hi Günther,

Glückwunsch :super:

Ich habe um es ganz offen zu sagen bisher nur und ausschliesslich an einigen wenigen PNs Farbe gesehen, das ist wohl auch sehr sehr unterschiedlich, da habe ich schon ellenlange Diskussionen gelesen ;) Am meisten kommt es sicher wie bei allem auf die entsprechenden Bedingungen an, ich bin bisher immer unter 6,5m geblieben :Trost:

Aber die besten Augen zu haben will ich auch nicht gerade behaupten :/

CS Benny
 
Hi Benny,

der Mensch kann über 200 Graustufen unterscheiden und bei den Farben sollte man schon die 90-95% Grauanteil erwähnen.
Plakatfarben sehe ich auch nicht. :)

Ganz klar sinnvoller ist es, sich auf schwarz/weiß/grau einzustellen, dann gibt es keine Enttäuschungen.

Zum Thema Nebel an sich wäre noch anzumerken, dass an dem Gerät ein guter UHC Filter sicher angesagt wäre.

CS
*entfernt*
 
Hallo Benny,

die Beobachtung von Farben ist sehr individuell - das belegen auch meine Befragungen und Versuche zu dieser Thematik. Dennoch, ich kann es an dieser Stelle nicht lassen, mit 8 Zoll sehe ich auch "Farben".

Liebe Grüße, Christoph.

Sternwarte Neuenhaus
 
Hi,

der Link führt zu den Filtern die brauchbar sind.
Sven hat auch aktuell Mal wieder ein neues Produkt angesehen, da geht es in diesem Thread drum.
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/ubb/showflat/Number/466698/fpart/1

Wichtig für Dich ist in dem Zusammenhang, dass Du mit Deinem Gerät (F/7) je nach Okulareinsatz sogar auf große AP kommst, die einen mittelprächtigen O III rechtfertigen könnte, also z.B. den nicht ganz so harten Astronomik oder den von Sven ausprobierten Seben. Das kommt ein weinig auf die Himmelsqualität an (visuelle Grenzgröße in Mag am bevorzugten Standort).
Unter landläufigen Bedingungen, 5 Mag und dunkler tendiere ich aber dazu, für dieses Gerät den vielseitigeren UHC als Erstanschaffung zu empfehlen (Astronomic, Baader UHC-S (nicht den -E-), Lumicon, ICS pp).

CS
*entfernt*
 
Hi,

wenn dich das Thema näher interesssiert schau mal da
http://astronomie.de/astropraxis/farbsehen/index.htm

Noch näher kommst Du der Sache über die zum Schluß angegebenen Literaturhinweise.

Die Unterschiedlichkeit menschlicher Wahrnehmungsfähigkeit macht das Thema auch EMOTIONAL und dann wird eine Diskussion immer schwierig.

Nur so viel:
Man kann visuell auch am Teleskop Farben sehen, Sternfarben, leicht defokussiert, sogar schon recht deutlich, auch mit Deinem 5-Zöller.
Farbensehen in/an Emmisionsnebeln braucht sehr guten Himmel und/oder mehr Öffnung sowie einen Beobachter der nicht nur Plaka- oder Neonfarben (er)kennt.
Es geht um mehr oder weniger deutliche Farbnuacen in Graustufen.
Viele Beobachter sehen z.B. schon mit ca. 10" Öffnung und bei großer AP einen leichten Grünstich am Orionnebel.
Ohne Filter, wohlgemerkt, denn jeder UHC oder O III Filter verfälscht und führt Farbe ein.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zum Farbensehen,

da gab es schon mal einen eigenen Thread, aber ich finde ihn leider nicht. War noch nicht so lange her.

Um an den Galaobjekten Farbe zu sehen (wohlgemerkt: Andeutung von Farbe und NICHT bunt..) bedarf es eines excellenten Himmels, idealerweise im Gebirge über 1800 Metern ü.N.N.

Den Orion habe ich schon in zartem Grün mit leichten Anteilen von Rot gesehen. War auf der Emberger Alm mit einem 12,5" Dobson und einem 20" Dobson.
Seit ich meine eigenen Dobsons habe, hatte ich wohl noch nicht den idealen Himmel, um hier in 350m Höhe ohne Lichtverschmutzung Farbe zu sehen, weder im 8" noch im 12" Dobson. Viele andere sehen damit aber auch schon Farben, aber mit meinen 55 Lenzen sind meine Augen auch nicht mehr die allerbesten.

Einfacher sind in Farbe auf jeden Fall offene Sternhaufen und Kugelsternhaufen. Da siehtr man die roten Riesen und sie jungen blauen Sterne schon sehr gut, sind aber eben Sterne und keine Nebel.

Erschwerend kommt hinzu, daß, im Gegensatz zur Fotokamera, unser Auge und unser Hirn das Gesehene nicht addieren können, denn eine einfache und kurze Belichtung mit der Kamera zeigt erst mal auch noch nicht alle Farben. Zudem sind Menschen "nachtblind", wie sehen in der Nacht nur SW.

Aber ich denke, daß man in unseren Breiten bei guten Bedingungen schon Farbanteile erkennen kann, sogar im 8-Zöller.

CS
Winfried
 
Hallo Winfried (alle),

wenn Du 5,5 besser 6 Mag Himmel hast und gute Transparenz versuche am Orionnebel mit dem 12" F/5 mal ein Okular mit 14 bis 19 mm Brennweite, 80-110fache Vergrößerung, und AP 2,8 - 3,8.

Der wichtigste Faktor ist die AP im Zusammenspiel mit der Vergrößerung (Objektfläche/-helligkeit-/auflösung). Da hat jeder Beobachter so seine eigenen visuellen Fähigkeiten, das kan sich auch mal ein wenig in Richtung größerer oder kleinerer AP verschieben, ein grünlicher Schimmer ist auch bei großer AP und kleinerer Öffnung drin. In diesem genannten Beobachtungsfenster ist aber die Möglichkeit an dem Objekt was grünliches oder gar rötliches und/oder Zwischentöne zu erhaschen recht hoch.
Bessere äußere Bedingungen als die Genannten und/oder mehr Öffnung sind natürlich sehr von Vorteil.
Unter unseren landläufigen Bedingungen sind 8" (in Ausnahmefällen 6" Öffnung) das Minimum.

Keinen Filter einsetzen!

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Günther (auch an alle..),

wichtig ist bei Farbensehen natürlich, ohne Filter zu beobachten, da ansonsten das Ergebnis verfälscht wäre, da die Filter ja eben nicht den gesamten Spektralbereich durchlassen.

Zu Günther explizid: es ist ein Graus, aber seit ich den 12er habe, hatten wir den Winter über nicht ein einziges mal die notwendig guten Bedingungen - oder ich hatte eben keine Zeit zum Beobachten. Nun denn, an diesem Wochenende wird der Wolkenatlas fertig und dann habe ich wieder Luft zum Beobachten und werde die Filter noch einmal ausgibig testen und vergleichen - so das Wetter mitspielt.

Der eine kauft sich ein Teleskop und hat bekanntlicherweise 4 Wochen Regen, der andere schreibt einen Wolkenatlas und selbige rächen sich am Autor...

CS
Winfried
 
So,

gestern Nacht waren die Bedingungen exquisit, Himmel mag 5.9 und herrliche Luftruhe.

Angefangen zu Beginn der Dämmerung mit Mars. Ansich hatte ich nicht mehr viel erwartet, da er nun unter 20 Bogensekunden klein ist, aber im 12" Meade SC war er eine Wucht. Konnte auf 650-fach vergrößern und er stand wie eine eins. Alle Formationen schön und in Pastellfarben zu sehen. Je dunkler es wurde, desto weniger Details kamen heraus, bin bei völliger Dunkelheit nur noch leichte Umrisse der Formationen erahnbar waren.

Dann kam der 12" Dob zum Zuge, wollte endlich die Nebelfilter vergleichen.
Ja, ich muß Günther recht geben, Orion ist ohne Filter immernoch am schönsten, sowohl in 32mm SWA wie auch im 14mm UWA. Danach den UHC angeschraubt und mit etwas Angst beobachtet und sehr vorsichtig. Der Lumicon hat nicht gerade ein gut geschnittenes Gewinde und fällt leicht raus. - Der Anblick war jedoch sehr gut, schwache Nebelfetzen kamen besser zur Geltung, auch wenn Orion etwas unnatürlich aussah.
Danach der 0-III ICS/Astronomic.
Knallhart und wie ausgeschnitten, im 8,8 mm UWA sehr viele Details in den Nebelfetzen und leichte Verwirbelungen. Allerdings auch am Rand des Nebels keine Übergänge mehr, sondern ein aprupter Abfall ins Nichts. Einfach vom Nebel ins Schwarze nichts des Universums.
Dann wieder den Filter raus. - So siehr man ihn bei guten Bedingungen doch wirklich am besten.

Da ich den Baader 0-III nicht mehr hier hatte konnte ich leider keine Vergleiche mit den unterschiedlichen 0-III`s anstellen, wäre interessant gewesen.

Am Rosettennebel war der 0-III wesentlich deutlicher als am UHC, was zu erwarten war. Rosette ohne Filter: ein leichter Schein, wenn man seine Umrisse kennt, kann man die Form nachvollziehen, war aber mehr Ahnung denn Sehen.

...die Nacht endete um 3 Uhr morgens und war unvergleichlich schön. Das Ende markierte Saturn, wieder am 12" SC, diesmal mit Bino und erst 32mm und dann 9mm Plössel Okularen (die "Dreingaben" des 12" Dobsons von GSO). Knallscharf, Schatten der Ringstruktur auf dem Saturn, 2- manchmal 3 Bänder in leicht-gelb und schwach rotbraun waren zu sehen. Und Monde über Monde.

CS
Winfried
 
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