First Light

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MatthiasDi

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Hallo liebe Astronomie-ler,
bald ists soweit und ich hol mir mein Galaxy D8 Dobson von ICS in Augsbugr ab...
Gibts irgendwas was ich bei mienem ersten Seeign beachten muss? Wie geh ich am besten an die Sache ran um keien Enttäuschungen zu erfahren?

Welche Objekte bieten sich als erstes an? Un mit welchem okular? (42 wide, 20mm, 9mm...so in etwa wird die okular spannweite aussehen..)


Viele Grüße und Cs
Matthias
 
Hallo Matthias,

Ein 8-Zöller ist ein sehr gutes Einsteigergerät.
Was du beim FirstLight (Seeing bezeichnet die Luftunruhe) beachten musst?
Erstmal sollte dein Teleskop gut justiert sein. Dazu gibt es im Netz zahlreiche Anleitungen. Des Weiteren solltest du nicht sofort nach draußen stürzen, sondern eine gute, klare Nacht abwarten. Es lohnt sich wirklich.
Als Einsteigerobjekte in dieser Zeit sind zum Beispiel Saturn, M13 und M57 geeignet, die im 8-Zöller schon viel bieten.
Weißt du, wo ungefähr die Grenzgröße an deinem Beobachtungsort liegt?
Zu den Okularen kann ich momentan nicht viel sagen, außer dass es eben auf Grenzgröße und Objekt ankommt.
Wenn dein Himmel nicht wirklich dunkel ist, könnte das 42mm aber schon sehr grenzwertig sein, da es sehr nahe an der sinnvollen Minimalvergrößerung liegt.
 
Lieber Matthias,
ich würd empfehlen, erst mal nur ins All hineinzuschweben, am besten mit einem 2" Weitwinkel, welches für den 8er das Vorteilhafteste ist, wissen hier mit Sicherheit andere besser als ich. Aber an meinem 10 Dobs liebe ich für solches Abtauchen immer das 42er oder das 32er. Scanne doch einfach erstmal nur den Himmel ab, lerne ein Gefühl für die Führung des Gerätes für Raum und Zeit zu bekommen und schau einfach nur was Du siehst! Völlig neue Räume tun sich auf, Weiten, in denen man sich verlieren kann und anfangs ja wohl auch darf. Erwarte nicht, sondern lass einfach geschehen und dann nach und nach langsam entdecken, dann kannst Du meiner Meinung nach nichts falsch machen mit solch einem großen Teleskop.
Clear Skies und viel Spaß wünscht Dir Anette
 
Hallo Matthias,

Du holst ihn ab, das ist gut. Eine Justierhilfe ist, so weit ich weiß, dabei und dann lass Dir auch die Justierung kurz erklären/zeigen. Nachlesen wirst Du das nochmal, aber wenn man Dir den Ablauf, die Handgriffe und die Auswirkungen schon am Gerät gezeigt hat geht das viel leichter.

Zu den Okularen ist zu sagen, dass das 42er Weitfeld nur unter bestem Alpenhimmel eine gute Entscheidung wäre.

Das erste Aufsuch- und Weitfeldokular in 2" sollte in etwa die AP liefern, welche der visuellen Grenzgröße des Himmels am bevorzugten Beobachtungsplatz entspricht.
DFas kann man z.B. recht gut am kleinen Wagen feststellen (Kartenausdrucke mit den Angaben zur Helöligkeit der Sterne machen, auch die gängige Literatur bietet den kleinen Wagen genau zu diesem Zweck relativ häufig mit den entsprechenden Angaben an (Karkoschka, DS-Reiseführer pp).

Im Zweifelsfall wäre ein Okular welches etwa 5 mm AP bietet das "Arbeitstier" für alle Bedingungen, also genau 30 mm, wobei 27-35 mm auch okay sind.
Wenn man sicher ist, für sehr gute Bedingungen und/oder Nebelbeobachtung mit Filter später noch ein Okular mit größerer AP anzuschaffen bleibt man lieber bei 30 mm oder drunter, wenn man auf lange Sicht mit einem Okular dieser Klasse auskommen will geht ein wenig höher, bis max. 35 mm.

Danach richtet sich dan auch die weitere Abstufung.

Z.B. ist 30, 20, 9 mm okay, denn Du wirst langfristig zw. 20 mm und 9 mm sowie darunter noch Okulare setzen. Das kann z.B. dann auf ca. 13 mm und 5-6 mm hinauslaufen. Was das genau wird würde ich an Deiner Stelle aber erst nach ersten gewonnenen Erfahrungen und selbst erkannten Wünschen an die Okulare entscheiden.

Ich habe mich z.B. endgültig für 38, 28, 17, 12, 9, 7-4, 3,5 mm entschieden. Das sind 5 Festbrennweiten und ein modifiziertes Zoom. Nur 6 Okulare für alle erdenklichen Anwendungen eines 8" F/6 Dobsons unter 5-6 Mag Himmel (ganz selten +6 Mag).

Gruß und CS
*entfernt*

 
Zuletzt bearbeitet:
hi
wie krieg ich sowas wie Grenzgrößen von meinem Beobachtungsort raus?
Der liegt jedenfalls im tiefsten Bayern in nem kleinem Dorf, weit weg von alles Städten...
Ist rein optisch und laienhaft beurteilt sehr sehr dunkel und es gitb echt wahnsinns Sternennächte..

Mfg MAtthias
 
Du brauchst erstmal eine Sternenkarte mit eingetragenen Größenklassen (Internet).
Dann suchst du das abgebildete Himmelsareal und schaust, welches der schwächste Stern ist, den du mit bloßem Auge erkennen kannst.
Die Größenklasse dieses Sterns stellt die visuelle Grenzgröße dar.
 
Hallo Matthias,

unabhängig von einer genaueen Ermittlung der Grenzgröße scheint Dein Standort zu den günstigeren Orten für astronomische Beobachtungen zu gehören die uns noch zur Verfügung stehen.
Gerade unter so einem offensichtlich gutern Himmel ist dann der Weg zu zwei Okularen mit relativ großer AP und großem Feld nicht weit, da hier schwache, großflächige, neblige Objekte, spätestens mit Nutzung geeigneter Filter sehr interessant werden können.
Das läuft dann langfristig, wie bei mir auch, auf ein 2" Okular mit 38-42 mm Brennweite und ein 2" Okular zw. 25-30 mm hinaus.
Dann staffelt mann in 1 1/4" nach unten.

So Mancher ist losgezogen, seinen 8" F/6 abzuholen und kam mit einem 10-12" F/5 nach Hause, dann ändern sich die Brennweitenstaffelungen gerade im Bereich große AP/niedrige Vergrößerung selbstverständlich.
An F/5 erreicht man die maximal nutzbare/sinnvolle AP von 7 mm bereits mit 35 mm Okularbrennweite. Alles darüber ist dann unsinnig.
Dein Händler sollte aber, spätestens auf Anfrage, solche Überlegungen in seine Beratung einfließen lassen können.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hi MAtthias,

autsch, ich komme dich besuchen, wo war das noch mal.
Spaß beiseite: Die Bortle-Skala bietet für den Anfäner eine gute Möglichkeit anhand der Milchstraße seine Himmels Qualität einzuschätzen.
Wenn dann ein wenig Erfahrung da ist, kannst du dich an die Grenzhrößenbestimmung per Auszählung von Himmelsarealen oder anhand vom schwächsten gerade noch indirekten Sternen machen.

Zur Okularabstufung am 8" f/6 kannst du auch hier nachlesen.

Viel Spaß beim Dobsen rumschubsen.

Gruß

Lots
 
Hallo ihr,
vielend Dank schonmal für eure Beiträge!!!
Wie gesagt (@Günther) ich kann mir zur Zeit einfach auch nicht mehr Equipment leisten als das oben angegebene...dabei bleibts ja auch nicht man brauch ja noh Literatur, Lampe, einen Telrad gönn ich mir ;-) usw...

ja also ich werde das Dobs wie gesagt in Augsburg abholen und ich denke, dass die mir das mit den Okularen schon nochmal erläutern...von vorne herein wurde mir oben genanntes 42mm 2" wide wmpfohlen...

Ich personlich denke irgendwei dass man gerade am ersten Tag am besten schon gleich die Grenzen des Dobs ausschöpfen möchte, was die vergrößerung an zb Saturn angeht, weil er doch zzt noch so schön im leo steht.

Deshalb habe ich mir überlegt neben dem 9mm auch noch ein 5mm oder 4mm zukaufen, als ih die preise sah hab ich den gedanken doch wieder schnell verworfen...

Denkt ihr so ein kurzbrennweitiges okular ist beinhame dringend notwendig am anfang? oder reicht das 9mm völlig aus?


Vielen Dank und CS
Matthias
 
Hallo Matthias,

nein, ein so kurzbrennweitiges Okular ist nicht von Anfang an zwingend nötig.
9 mm sind an Mond und Planeten nicht die "AHA"-Vergrößerung aber besser als nichts und außerdem wird man mit einem günstigen Plössl um 5-6 mm Brennweite auch nicht wirklich glücklich, weil der Augenabstand schmerzhaft knapp und das Feld sehr klein ist.
Daher ist es besser, erste Erfahrungen zu sammeln und sich dann weitere Okulare nach eigenen Wünschen zu kaufen. Dafür lohnt es sich, etwas länger zu sparen und den Grundstock mit dem gesparten Geld für z.B. ein 6 mm Plössl zu legen.
Ähnlich sieht es mit den anderen Zwischenstufen in Deiner geplanten Rehe aus.

Das 42er Weitfeld wurde Dir empfohlen, ich würde es auch unter gutem Himmel als Erstanschaffung in Frage stellen.

Willst Du es langfristig mit einem 2" Okular versuchen würde ich auf ca. 32-35 mm Brennweite gehen (drunter das 20er).
Kommen zwei Okulare irgendwann in Betracht wäre m.E. 38, maximal 40 mm und 27-30 mm besser.

Bedenke, dass Du auch Mal bei Halbmond rausgehst und dann bist Du mit 42 mm Brennweite und 7 mm AP als einzigem Aufsuchokular schlecht beraten.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hi,
klar würde ich auch mal bei halbmond spechteln wollen...
dann denkst du ist das 42er zuviel? Was ist da beim beobachten der große unterscheid zu nem 35er? allein die vergrößerung kanns ja nicht sein oder?

Grüße und CS
Matthias
 
Hallo Matthias,

eine Kombination von vielen unterschiedlichen Dingen nimmt Einfluss.

die AP sollte in etwa der vorgefundenen Himmelsqualität im Mag entsprechen weil nur so der Himmelsgrund annehmbar dunkel ist. 7 mm AP unter 5 Mag Himmel macht einen hellgrauen Himmel beim Blick durch das Okular und mit sinkender AP wird der Himmel eben immer dunkler, richtig schwarz wird das so um 4 mm AP bei 5 Mag Himmel.
In gleicher Weise erhöht sich der Kontrast nebliger flächiger Objekte, ja selbst der Sterne zum Himmels(hinter)grund, sie treten also besser hervor, schwächere Sterne werden erkennbar und neblige Objekte erscheinen heller, sind also besser zu finden.
Dabei spielt auch die höhere Vergrößerung eine Rolle, so geringfügig der Unterschied von den Zahlen her erscheinen mag. Die Grenzgröße der sichtbaren Sterne steigt, flächige Objekte werden nicht nur heller sondern auch größer.
Damit wächst die Möglichkeit, sie zu erkennen und zu finden. Dann kann man sie weiter vergrößeren, soweit eine Steigerung der Vergrößerung dem Objekt eben zuträglich ist.

Ganz große AP, bis zur sinnvollen 7 mm Grenze kann man dann, wenn sie nicht zum aufgehellten Himmel passt, nur mit Filter (O III, UHC) sinnvoll anwenden, da hier nur jenes Licht durchgelassen wird in dem der (Gas)Nebel eben "strahlt".
Danbei muss man allerdings beachten, dass die Dunkeladaption der Augen auch die große AP nutzbar macht. Man muss sich vor Streulicht schützen und es z.B. mit einem Beobachtungstuch von den Augen fernhalten.

Gruß und CS
*entfernt*
 
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