talesien
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Halli Hallo,
Da stand nun der 10 Zoll GSO f5 Dobson und harrte seines ersten Einsatzes.
Nach der üblichen Bewölkungsperiode, die (nach hinreichend bekannter und nachvollziehbarer Formel) der Neuanschaffung einer Optik mit absoluter Sicherheit folgt, klappte es dann doch am 22/23.10.2008.
Genau an diesem Tag war gerade die noch fehlende Telradbasis eingegangen. Aber bei der tagsüber herrschenden Wolkensuppe und den ständigen Regenschauern, war eigentlich an einen ernsthaften Einsatz nicht zu denken.
Das Ding wollte ich dann am WE nachrüsten.
Gegen 20 Uhr riß dann die Bewölkung allmählich auf. Immer noch vereinzelt Schauer. Es wurde immer klarer und die Temperatur fiel deutlich. Gegen 21.30 Uhr brachte ich den Dobs dann zum temperieren auf die Dachterrasse.
Ich hatte nicht unbedingt so das beste Gefühl und befürchte dass es statt first light, first water gibt.
-->Was wenn die Regenwolken doch siegen?
-->Hat jemand schon einmal die Wasserdichtigkeit von Teleskopen untersucht?
-->warum wird so etwas nicht in einschlägigen Teleskoptest untersucht? Die testen immer nur die Optik! ?)
Die Temperatur hatte gegen 23:00 Uhr 5 Grad erreicht und es war windstill. Der Dobsontubus war klatschnaß vor Tau.
Rundherum standen noch die Pfützen der vergangenen Regenschauer.
Was solls.
Start 23:00 Uhr mit PN M57
Tja das sah dann doch etwas anders aus als im 6 Zöller.
Vergrößerung bis 250 fach möglich. Auffallend war ein Stern direkt an der äußeren Peripherie des Nebels, den ich so bisher nicht kannte.
Weiter mit KH M56. (M13 war leider schon hinter den Bäumen des Waldes in Deckung gegangen).
Danach KH M15. Bei beiden jede Menge sichtbare Einzelsterne.
Dann schnell noch einmal zu Stern 52 Cygnus und damit zu NGC 6960. Mein Lieblingsobjekt Cirrus. Wirklich eine neue Sichtweise. Der eine Flügelteil des Sturmvogels war deutlich zweigeteilt. Jede Menge feine Filamente.
Ein weiterer kurze Schwenk. NGC 6992/5 der andere Cirrusteil. Man ist der weit weg vom anderen Teil.
Jetzt kommen die Unterschiede. Mit meinem 6 Zöller f5 passte das Gesamtensemble fast in ein Gesichtsfeld. Rich Field eben. Das war auch ganz reizvoll.
So und dann stand fürs first light auch noch Jones 1 und Stephans Quintett auf der Wunschliste. Mal was anderes, wo wirklich Öffnung zählt.
Also Teleskop wieder auf Pegasus gerichtet. Blick durch den aufrecht und seitenrichtigen Winkelsucher.
äähh Nanu.
Kaum Sterne zu sehen. Sollte etwa, nein nicht doch. Zugetaut!!!!
Das Teleskop war inzwischen richtig naß und der Sucher auch unrettbar zugetaut. Natürlich kein adäquates Reinigungsutensil am Mann.
Und so mit den Fingern rumfischen. Nee danke.
Also den Sucher konnte man vergessen.
Damit schieden dann auch die beiden Objekte aus. Mit 1,7 Grad Gesichtsfeld ohne echten Sucher im wahrsten Sinne des Wortes herumsuchen......
Wie war das mit der Telradbasis die im Wohnzimmer rumlag und eigentlich dazu diente besagten Sucher (mit Taukappe)am Teleskop zu befestigen.......
Also dann mit Elan ohne Sucher sich hinters Teleskop gelegt und oben übers Rohr gepeilt.
Richtung Triangulum.
Jetzt gehen nur noch wirklich große Objekte, wie M33 z.B.
Die Pfützen rund ums Teleskop tun ihr übrigens um diesen Peilvorgang zu beschleunigen.
Die Wassertiefe sinkt merklich durch saugende Wirkung der Kleidung..... ?)
Da ist Sie. Wundervoll. Spiralarme sind indirekt wahrnehmbar. Einfach toll. Und jetzt erstmals hoch mit der Vergrößerung.
Ab 179 fach (7mm Planetary) reichlich Vordergrundsterne aus unserer Milchstraße im Bild.
M33 wird richtig groß und die Kontraste werden durch die Vergrößerung noch besser. Spiralarme kommen auch besser. 5 mm Hyperion 250 fach und da ist am Ende eines Armes dann ein wirklich auffälliges Lichtwölkchen.
Barlow und 7 mm Planetary - 357 fach. Wirklich grenzwertig. Aber das unscharfe Wölkchen ist jetzt wirklich deutlich wahrnehmbar und kein stellares Objekt!
Eigentlich kann es sich nur um NGC604 handeln. Eine HII Region von M33.
Ich bin ganz aus dem Häuschen. Mir geht es so gut, dass ich garnicht diese lauten Geräusche wahrgenommen haben.
Ist der Lüfter des Dobson so laut?
Nee es sind meine Zähne.... die klappern!
Das hat wohl mit dem in den Klamotten übernommenen Flüssigkeitsstand ehemaliger Pfützen zu tun.
Die Temperatur ist auf 3 Grad gefallen.
In meiner Begeisterung habe ich überhaupt nicht wahrgenommen, dass ich wirklich fror.
Beobachtungsende: 01:20 Uhr.
Bis denne denn
Reiner
Am 23.10.2008 montierte der reumütige Unterzeichner, besagten Telradsucher an sein nun nicht mehr jungfräuliches Teleskop.
Da stand nun der 10 Zoll GSO f5 Dobson und harrte seines ersten Einsatzes.
Nach der üblichen Bewölkungsperiode, die (nach hinreichend bekannter und nachvollziehbarer Formel) der Neuanschaffung einer Optik mit absoluter Sicherheit folgt, klappte es dann doch am 22/23.10.2008.
Genau an diesem Tag war gerade die noch fehlende Telradbasis eingegangen. Aber bei der tagsüber herrschenden Wolkensuppe und den ständigen Regenschauern, war eigentlich an einen ernsthaften Einsatz nicht zu denken.
Das Ding wollte ich dann am WE nachrüsten.
Gegen 20 Uhr riß dann die Bewölkung allmählich auf. Immer noch vereinzelt Schauer. Es wurde immer klarer und die Temperatur fiel deutlich. Gegen 21.30 Uhr brachte ich den Dobs dann zum temperieren auf die Dachterrasse.
Ich hatte nicht unbedingt so das beste Gefühl und befürchte dass es statt first light, first water gibt.
-->Was wenn die Regenwolken doch siegen?
-->Hat jemand schon einmal die Wasserdichtigkeit von Teleskopen untersucht?
-->warum wird so etwas nicht in einschlägigen Teleskoptest untersucht? Die testen immer nur die Optik! ?)
Die Temperatur hatte gegen 23:00 Uhr 5 Grad erreicht und es war windstill. Der Dobsontubus war klatschnaß vor Tau.
Rundherum standen noch die Pfützen der vergangenen Regenschauer.
Was solls.
Start 23:00 Uhr mit PN M57
Tja das sah dann doch etwas anders aus als im 6 Zöller.
Vergrößerung bis 250 fach möglich. Auffallend war ein Stern direkt an der äußeren Peripherie des Nebels, den ich so bisher nicht kannte.
Weiter mit KH M56. (M13 war leider schon hinter den Bäumen des Waldes in Deckung gegangen).
Danach KH M15. Bei beiden jede Menge sichtbare Einzelsterne.
Dann schnell noch einmal zu Stern 52 Cygnus und damit zu NGC 6960. Mein Lieblingsobjekt Cirrus. Wirklich eine neue Sichtweise. Der eine Flügelteil des Sturmvogels war deutlich zweigeteilt. Jede Menge feine Filamente.
Ein weiterer kurze Schwenk. NGC 6992/5 der andere Cirrusteil. Man ist der weit weg vom anderen Teil.
Jetzt kommen die Unterschiede. Mit meinem 6 Zöller f5 passte das Gesamtensemble fast in ein Gesichtsfeld. Rich Field eben. Das war auch ganz reizvoll.
So und dann stand fürs first light auch noch Jones 1 und Stephans Quintett auf der Wunschliste. Mal was anderes, wo wirklich Öffnung zählt.
Also Teleskop wieder auf Pegasus gerichtet. Blick durch den aufrecht und seitenrichtigen Winkelsucher.
äähh Nanu.
Kaum Sterne zu sehen. Sollte etwa, nein nicht doch. Zugetaut!!!!
Das Teleskop war inzwischen richtig naß und der Sucher auch unrettbar zugetaut. Natürlich kein adäquates Reinigungsutensil am Mann.
Und so mit den Fingern rumfischen. Nee danke.
Also den Sucher konnte man vergessen.
Damit schieden dann auch die beiden Objekte aus. Mit 1,7 Grad Gesichtsfeld ohne echten Sucher im wahrsten Sinne des Wortes herumsuchen......
Wie war das mit der Telradbasis die im Wohnzimmer rumlag und eigentlich dazu diente besagten Sucher (mit Taukappe)am Teleskop zu befestigen.......
Also dann mit Elan ohne Sucher sich hinters Teleskop gelegt und oben übers Rohr gepeilt.
Richtung Triangulum.
Jetzt gehen nur noch wirklich große Objekte, wie M33 z.B.
Die Pfützen rund ums Teleskop tun ihr übrigens um diesen Peilvorgang zu beschleunigen.
Die Wassertiefe sinkt merklich durch saugende Wirkung der Kleidung..... ?)
Da ist Sie. Wundervoll. Spiralarme sind indirekt wahrnehmbar. Einfach toll. Und jetzt erstmals hoch mit der Vergrößerung.
Ab 179 fach (7mm Planetary) reichlich Vordergrundsterne aus unserer Milchstraße im Bild.
M33 wird richtig groß und die Kontraste werden durch die Vergrößerung noch besser. Spiralarme kommen auch besser. 5 mm Hyperion 250 fach und da ist am Ende eines Armes dann ein wirklich auffälliges Lichtwölkchen.
Barlow und 7 mm Planetary - 357 fach. Wirklich grenzwertig. Aber das unscharfe Wölkchen ist jetzt wirklich deutlich wahrnehmbar und kein stellares Objekt!
Eigentlich kann es sich nur um NGC604 handeln. Eine HII Region von M33.
Ich bin ganz aus dem Häuschen. Mir geht es so gut, dass ich garnicht diese lauten Geräusche wahrgenommen haben.
Ist der Lüfter des Dobson so laut?
Nee es sind meine Zähne.... die klappern!
Das hat wohl mit dem in den Klamotten übernommenen Flüssigkeitsstand ehemaliger Pfützen zu tun.
Die Temperatur ist auf 3 Grad gefallen.
In meiner Begeisterung habe ich überhaupt nicht wahrgenommen, dass ich wirklich fror.
Beobachtungsende: 01:20 Uhr.
Bis denne denn
Reiner
Am 23.10.2008 montierte der reumütige Unterzeichner, besagten Telradsucher an sein nun nicht mehr jungfräuliches Teleskop.