Roggl
Mitglied
Tach <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
Nach 3 (viel zu langen) wolkigen Wochen, hat sich endlich mal der Himmel "geöffnet"! Na gut, vorige Woche gab es auch eine wolkenlose Nacht (siehe hier: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php/Cat/0/Number/465957/an/0/page/0#465957 ), allerdings war mein Teleskop noch nicht justiert. Das hab ich dann letztes Wochenende erledigt (na ja, einigermaßen... bin noch Newton-Anfänger -hatte vorher nen 60mm Refraktor-, und mit der "Dosenmethode" komm ich nicht so ganz zurecht... da muss unbedingt ein Cheshire oder so her <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/crazy.gif" alt="" /> ).
Jedenfalls wollte ich endlich mal das Teleskop testen (und schauen, was ich wohl für nen Justage-Mist gebaut hab <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> ).
Nach ner Stunde "Teleskop abkühlen" gings dann los. Und gleich das erste Frusterlebnis: Einer meiner Nachbarn hat sein Licht doch tatsächlich angelassen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" /> Das kommt leider viel zu oft vor bei denen. Ich hoffe irgendwie, dass die Strompreise irgendwann mal explodieren, dann hab ich endlich mal ne dunkle Terasse! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smirk.gif" alt="" />
Na ja, egal. Der Himmel schien sehr transparent zu sein, allerdings war der Mond noch auf, der jedoch hinter dem Haus, und somit nicht zu sehn war. Soll ich mich freuen? Oder doch traurig sein? Wollt eigentlich auch den Mond sehn... egal, ein anderes mal <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Los gings mit dem Polarstern! Geeenau, musst nämlich noch den Sucher justieren, was auch sehr schnell ging.
So, jetz mal die Dobson-Justage am Stern testen. Hm... ich konnt den Polarstern irgendwie nicht scharfstellen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" /> Das Ding scheint ja monströs dejustiert zu sein! War ich etwa dermaßen schlecht? Erstmal unscharf stellen (bei hoher Vergrößerung), an den "Beugungsringen" kann man sowas ja erkennen. Na ja, sollte man zumindest... nichts, keine Ringe zu sehn, einfach nur eine platte, diffuse, weiße Scheibe... was war denn da los? Bin ich blind? Danach hab ich den Sucher versucht scharf zu stellen... ging irgendwie auch nicht... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/shocked.gif" alt="" />
Bin ich so unfähig? Oder hab ich ne Megagurke erwischt, wo auch der Sucher kaputt war!?
Na ja, ich entschied mich dennoch mein Beobachtungsprogramm zu starten. Die Doppelsterne hab ich allerdings gleich mal gestrichen.
Völlig verunsichert und frustriert ging ich erstmal am Himmel "spazieren", bis ich in der Nähe von Cassiopeia war. "Dann mal los"...dachte ich mir. Runter zu Andromeda, um M31 zu suchen. Im Sucher als nebliges Fleckchen sofort zu sehn, im Fernrohr dann ebenfalls...als Fleck. Nicht mal die Arme konnt ich erkennen. Das hat im 10x50 Fernglas letzte Woche viel beeindruckender ausgesehn. Na gut, damals hat ja auch kein Mond (und kein Nachbar!) gestört. Dennoch war ich weiterhin frustriert...
Nochmal zurück zu Cassiopeia, dann rüber zum Doppelsternhaufen (h & chi oder wie der heißt).
*schluck* Hat da jemand ein Bild vor die Röhre geschoben? Das sah ja wunderschön aus! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/laugh.gif" alt="" />
Sogar die "Unschärfe" der Sterne habe ich in diesem Moment übersehn, weil dieser Sternenhaufen, eingebettet in einem eh schon sternenreichen Gebiet, einfach beeindruckend im Weitwinkelokular (2" TS 32mm)aussah! Kurz mal das 15mm (ebenfalls WW, allerdings 1,25") rein. Obwohl das Gesichtsfeld hier im Vergleich zu meinen Refraktor-Okus deutlich größer war, konnte ich es damit nicht sehr lange aushalten! Im 32mm WW sah es einfach zu beeindruckend aus! Also nochmal zurück, und erstmal diesen Anblick genießen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
Weiter gings... schwenk auf die andere Seite. Da gibts ja noch nen anderen schönen offenen Haufen. Die Plejaden! Auch hier alles "schön" unscharf, allerdings war auch dies ein schöner Anblick (wenn auch im Fernglas beeindruckender, weil nicht alles reinpasst <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />).
Hm, darunter lauerte der Stier. Und direkt unter ihm des Nachbarn Licht und (noch weiter dahinter) die Innenstadt. Dazu noch das Mondlicht... Sollte ich es dennoch mal versuchen? Mit dem 60mm Refraktor hab ich M1 nie gefunden. Egal, einfach mal draufhalten. Im Sucher das "untere Horn" eingestellt, dann kurz hochschwenken... was ich aber lieber gleich im 32er WW mache. Und tatsächlich, M1 sprang mir sofort ins Auge! Sehr schwach zu sehn, und keine Strukturen zu erkennen...jedenfalls anfangs nicht. Später konnte ich zumindest die leichte "S-Form" erkennen.
Mein Blick wanderte noch weiter runter. Da stand er! Orion! Langsam wanderte er über der Lichtglocke der Stadt, geradewegs durch den beleuchteten "Hof" meines Nachbarn... und ich denke ernsthaft darüber nach einen total dejustierten Dobson draufzuhalten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/tongue.gif" alt="" />
Soll ichs tun? Soll ich mir diese Freude nehmen? Immerhin soll der Orionnebel eines der schönsten Objekte des Himmels sein (am 60mm Refraktor war ich jedenfalls enttäuscht). Will ich mir das wirklich unter diesen Bedingungen antun?
Was solls, schlimmer kann die Nacht ja kaum werden. Im (8x50) Sucher das gewohnte "Fernglasbild" des Nebels. Dann durchs 32 WW-Okular geschaut... *KLATSCH*... eine "Ohrfeige"! Vom Orionnebel! "Wie konntest du mich nur doof finden?" Fragte er mich...
Obwohl die Sterne weiterhin verschwommen waren, kam mir der (normalerweise diffuse) Nebel ziemlich scharf vor! Diese Details...die leuchtend grüne Farbe! Die dunkle Stelle im Zentrum, die langen Arme, die Strukturen mittem im Nebel... einfach unglaublich! Damit hätt ich wahrlich nicht gerechnet. Selbst nicht unter perfekten Bedinungen!
Das ganze nochmal im 15mm angeschaut (80x). Der Hintergrund war nun dunkler, der Nebel passte gerade noch ins Gesichtfeld. Auch einige Details waren besser zu sehn. Allerdings waren die Sterne noch verschwommener... und das Gesichtsfeld eben sooo "klein" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
Nochmal zurück zum 32er WW (ich liebe dieses Okular... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> ) und den Nebel sicher noch 10-20 Minuten lang beobachtet (hatte das Zeitgefühl irgendwie verloren).
Bevor ich die Nacht beendete, sah ich nochmal Richtung Osten. Ein gelber "Stern" war da zu sehn. Ist das Saturn? Da werden Erinnerungen wach. Der Saturn, mein ersten Objekt im 60mm Refraktor, das erste astronomische Objekt überhaupt, welches ich "live" durch ein Fernrohr gesehn hab.
Ich kam damals aus den Staunen nicht mehr raus...
Das Erlebnis will ich jetzt nochmal wiederholen! Mit einem besseren Teleskop, mit mehr Details! Also einfach mal draugehalten!
Und was ich da mit ~40x sah, hat mich wirklich "umgehauen"... autsch, das tat weh! So hab ich Saturn wirklich noch nicht gesehn! Wackelpudding deluxe! Die Ringe konnte ich durch die Turbulenzen grad so als "Ohren" erkennen. Bei 80x ging dann schon garnix mehr. Ein gelbes, matschiges Etwas, mit schönen "Turbulenz-Details"...
Mal ne Frage: Kann die Luftunruhe wirklich so groß sein, dass man selbst bei 40x derartige Problem hat? Oder ist mein Teleskop wirklich dermaßen dejustiert...
Am Ende hab ich dann nochmal den Orionnebel bestaunt. Köstlich... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
Nach 3 (viel zu langen) wolkigen Wochen, hat sich endlich mal der Himmel "geöffnet"! Na gut, vorige Woche gab es auch eine wolkenlose Nacht (siehe hier: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php/Cat/0/Number/465957/an/0/page/0#465957 ), allerdings war mein Teleskop noch nicht justiert. Das hab ich dann letztes Wochenende erledigt (na ja, einigermaßen... bin noch Newton-Anfänger -hatte vorher nen 60mm Refraktor-, und mit der "Dosenmethode" komm ich nicht so ganz zurecht... da muss unbedingt ein Cheshire oder so her <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/crazy.gif" alt="" /> ).
Jedenfalls wollte ich endlich mal das Teleskop testen (und schauen, was ich wohl für nen Justage-Mist gebaut hab <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> ).
Nach ner Stunde "Teleskop abkühlen" gings dann los. Und gleich das erste Frusterlebnis: Einer meiner Nachbarn hat sein Licht doch tatsächlich angelassen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" /> Das kommt leider viel zu oft vor bei denen. Ich hoffe irgendwie, dass die Strompreise irgendwann mal explodieren, dann hab ich endlich mal ne dunkle Terasse! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smirk.gif" alt="" />
Na ja, egal. Der Himmel schien sehr transparent zu sein, allerdings war der Mond noch auf, der jedoch hinter dem Haus, und somit nicht zu sehn war. Soll ich mich freuen? Oder doch traurig sein? Wollt eigentlich auch den Mond sehn... egal, ein anderes mal <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Los gings mit dem Polarstern! Geeenau, musst nämlich noch den Sucher justieren, was auch sehr schnell ging.
So, jetz mal die Dobson-Justage am Stern testen. Hm... ich konnt den Polarstern irgendwie nicht scharfstellen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" /> Das Ding scheint ja monströs dejustiert zu sein! War ich etwa dermaßen schlecht? Erstmal unscharf stellen (bei hoher Vergrößerung), an den "Beugungsringen" kann man sowas ja erkennen. Na ja, sollte man zumindest... nichts, keine Ringe zu sehn, einfach nur eine platte, diffuse, weiße Scheibe... was war denn da los? Bin ich blind? Danach hab ich den Sucher versucht scharf zu stellen... ging irgendwie auch nicht... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/shocked.gif" alt="" />
Bin ich so unfähig? Oder hab ich ne Megagurke erwischt, wo auch der Sucher kaputt war!?
Na ja, ich entschied mich dennoch mein Beobachtungsprogramm zu starten. Die Doppelsterne hab ich allerdings gleich mal gestrichen.
Völlig verunsichert und frustriert ging ich erstmal am Himmel "spazieren", bis ich in der Nähe von Cassiopeia war. "Dann mal los"...dachte ich mir. Runter zu Andromeda, um M31 zu suchen. Im Sucher als nebliges Fleckchen sofort zu sehn, im Fernrohr dann ebenfalls...als Fleck. Nicht mal die Arme konnt ich erkennen. Das hat im 10x50 Fernglas letzte Woche viel beeindruckender ausgesehn. Na gut, damals hat ja auch kein Mond (und kein Nachbar!) gestört. Dennoch war ich weiterhin frustriert...
Nochmal zurück zu Cassiopeia, dann rüber zum Doppelsternhaufen (h & chi oder wie der heißt).
*schluck* Hat da jemand ein Bild vor die Röhre geschoben? Das sah ja wunderschön aus! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/laugh.gif" alt="" />
Sogar die "Unschärfe" der Sterne habe ich in diesem Moment übersehn, weil dieser Sternenhaufen, eingebettet in einem eh schon sternenreichen Gebiet, einfach beeindruckend im Weitwinkelokular (2" TS 32mm)aussah! Kurz mal das 15mm (ebenfalls WW, allerdings 1,25") rein. Obwohl das Gesichtsfeld hier im Vergleich zu meinen Refraktor-Okus deutlich größer war, konnte ich es damit nicht sehr lange aushalten! Im 32mm WW sah es einfach zu beeindruckend aus! Also nochmal zurück, und erstmal diesen Anblick genießen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
Weiter gings... schwenk auf die andere Seite. Da gibts ja noch nen anderen schönen offenen Haufen. Die Plejaden! Auch hier alles "schön" unscharf, allerdings war auch dies ein schöner Anblick (wenn auch im Fernglas beeindruckender, weil nicht alles reinpasst <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />).
Hm, darunter lauerte der Stier. Und direkt unter ihm des Nachbarn Licht und (noch weiter dahinter) die Innenstadt. Dazu noch das Mondlicht... Sollte ich es dennoch mal versuchen? Mit dem 60mm Refraktor hab ich M1 nie gefunden. Egal, einfach mal draufhalten. Im Sucher das "untere Horn" eingestellt, dann kurz hochschwenken... was ich aber lieber gleich im 32er WW mache. Und tatsächlich, M1 sprang mir sofort ins Auge! Sehr schwach zu sehn, und keine Strukturen zu erkennen...jedenfalls anfangs nicht. Später konnte ich zumindest die leichte "S-Form" erkennen.
Mein Blick wanderte noch weiter runter. Da stand er! Orion! Langsam wanderte er über der Lichtglocke der Stadt, geradewegs durch den beleuchteten "Hof" meines Nachbarn... und ich denke ernsthaft darüber nach einen total dejustierten Dobson draufzuhalten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/tongue.gif" alt="" />
Soll ichs tun? Soll ich mir diese Freude nehmen? Immerhin soll der Orionnebel eines der schönsten Objekte des Himmels sein (am 60mm Refraktor war ich jedenfalls enttäuscht). Will ich mir das wirklich unter diesen Bedingungen antun?
Was solls, schlimmer kann die Nacht ja kaum werden. Im (8x50) Sucher das gewohnte "Fernglasbild" des Nebels. Dann durchs 32 WW-Okular geschaut... *KLATSCH*... eine "Ohrfeige"! Vom Orionnebel! "Wie konntest du mich nur doof finden?" Fragte er mich...
Obwohl die Sterne weiterhin verschwommen waren, kam mir der (normalerweise diffuse) Nebel ziemlich scharf vor! Diese Details...die leuchtend grüne Farbe! Die dunkle Stelle im Zentrum, die langen Arme, die Strukturen mittem im Nebel... einfach unglaublich! Damit hätt ich wahrlich nicht gerechnet. Selbst nicht unter perfekten Bedinungen!
Das ganze nochmal im 15mm angeschaut (80x). Der Hintergrund war nun dunkler, der Nebel passte gerade noch ins Gesichtfeld. Auch einige Details waren besser zu sehn. Allerdings waren die Sterne noch verschwommener... und das Gesichtsfeld eben sooo "klein" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
Nochmal zurück zum 32er WW (ich liebe dieses Okular... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> ) und den Nebel sicher noch 10-20 Minuten lang beobachtet (hatte das Zeitgefühl irgendwie verloren).
Bevor ich die Nacht beendete, sah ich nochmal Richtung Osten. Ein gelber "Stern" war da zu sehn. Ist das Saturn? Da werden Erinnerungen wach. Der Saturn, mein ersten Objekt im 60mm Refraktor, das erste astronomische Objekt überhaupt, welches ich "live" durch ein Fernrohr gesehn hab.
Ich kam damals aus den Staunen nicht mehr raus...
Das Erlebnis will ich jetzt nochmal wiederholen! Mit einem besseren Teleskop, mit mehr Details! Also einfach mal draugehalten!
Und was ich da mit ~40x sah, hat mich wirklich "umgehauen"... autsch, das tat weh! So hab ich Saturn wirklich noch nicht gesehn! Wackelpudding deluxe! Die Ringe konnte ich durch die Turbulenzen grad so als "Ohren" erkennen. Bei 80x ging dann schon garnix mehr. Ein gelbes, matschiges Etwas, mit schönen "Turbulenz-Details"...
Mal ne Frage: Kann die Luftunruhe wirklich so groß sein, dass man selbst bei 40x derartige Problem hat? Oder ist mein Teleskop wirklich dermaßen dejustiert...
Am Ende hab ich dann nochmal den Orionnebel bestaunt. Köstlich... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />