TriffiD
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Hallo!
Hach, ich befürchte, ich mache mich der Ketzerei schuldig, aber ich lese so oft, dass ISO/Gain bei den Flatframes so eingestellt werden sollen, wie bei den Lights. Das ist aber doch Unsinn, oder?
Bei den Darks ist die Sache klar: es geht ums Rauschen und das ist sehr umstandsspezifisch. Da spielen Stromfluss und Temperatur eine Rolle und interessant sind vor allem die Effektmuster, die durch die Abwesenheit von Licht zustande kommen.
Flats sind doch aber ganz anders. Da geht es um Einflüsse der gesamten Optik auf das Signal. Diese Einflüsse, wie die Vignettierung durch die Optik und auch die Staub-Donuts, sind aber doch bei allen ISO-Werten gleich. Auch die unterschiedliche Reaktivität der Pixel ist immer gleich, egal wie sehr das Signal durch hohe ISO-Werte verstärkt wird. Wenn man Flats bei niedrigen ISO-Werten macht, gibt es dagegen gleich mehrere Vorteile: Zum Beispiel ist bei ungekühlten Kameras das Rauschen geringer und bei mechanischen Verschlüssen gibt es durch die längere Belichtung keine Abschattungen durch den Shutter.
Und gibt es nicht die Flat-Darks aus genau dem Grund, damit man die Flats gesondert kalibrieren kann? Damit wird das ISO-abhängige Rauschmuster doch sowieso abgezogen.
Ich mache meine Flats mit einer Leuchtfolie. Je nach Filter ziele ich immer so auf 1/2 bis 2 Sekunden Belichtungszeit und fertige dann 30 Flats an (20 würden bestimmt auch reichen, aber die sind ja schnell gemacht). Außerdem mache ich einmal Flats mit durchschnittlich 50% der maximalen Helligkeit und dann nochmal ebensoviele mit etwa 40%. Gelegentlich habe ich mit rätselhaften Über-/Unterkorrekturen zu kämpfen und dann kann ich zwischen zwei Masterflats auswählen. Dann Licht aus, Deckel drauf und nochmal ebensoviele Flat-Darks machen.
Mit dem "Statistic-Process" von PixInsight kann man die Raws meiner Canon-EOS sehr gut hinsichtlich der durchschnittlichen Helligkeit beurteilen. Ich habe mir eine Tabelle mit den Kameraeinstellungen je Filter gemacht und daraus bekomme ich stets tadellose Flats.
Gruß und frohe Weihnachten
Sebastian
Hach, ich befürchte, ich mache mich der Ketzerei schuldig, aber ich lese so oft, dass ISO/Gain bei den Flatframes so eingestellt werden sollen, wie bei den Lights. Das ist aber doch Unsinn, oder?
Bei den Darks ist die Sache klar: es geht ums Rauschen und das ist sehr umstandsspezifisch. Da spielen Stromfluss und Temperatur eine Rolle und interessant sind vor allem die Effektmuster, die durch die Abwesenheit von Licht zustande kommen.
Flats sind doch aber ganz anders. Da geht es um Einflüsse der gesamten Optik auf das Signal. Diese Einflüsse, wie die Vignettierung durch die Optik und auch die Staub-Donuts, sind aber doch bei allen ISO-Werten gleich. Auch die unterschiedliche Reaktivität der Pixel ist immer gleich, egal wie sehr das Signal durch hohe ISO-Werte verstärkt wird. Wenn man Flats bei niedrigen ISO-Werten macht, gibt es dagegen gleich mehrere Vorteile: Zum Beispiel ist bei ungekühlten Kameras das Rauschen geringer und bei mechanischen Verschlüssen gibt es durch die längere Belichtung keine Abschattungen durch den Shutter.
Und gibt es nicht die Flat-Darks aus genau dem Grund, damit man die Flats gesondert kalibrieren kann? Damit wird das ISO-abhängige Rauschmuster doch sowieso abgezogen.
Ich mache meine Flats mit einer Leuchtfolie. Je nach Filter ziele ich immer so auf 1/2 bis 2 Sekunden Belichtungszeit und fertige dann 30 Flats an (20 würden bestimmt auch reichen, aber die sind ja schnell gemacht). Außerdem mache ich einmal Flats mit durchschnittlich 50% der maximalen Helligkeit und dann nochmal ebensoviele mit etwa 40%. Gelegentlich habe ich mit rätselhaften Über-/Unterkorrekturen zu kämpfen und dann kann ich zwischen zwei Masterflats auswählen. Dann Licht aus, Deckel drauf und nochmal ebensoviele Flat-Darks machen.
Mit dem "Statistic-Process" von PixInsight kann man die Raws meiner Canon-EOS sehr gut hinsichtlich der durchschnittlichen Helligkeit beurteilen. Ich habe mir eine Tabelle mit den Kameraeinstellungen je Filter gemacht und daraus bekomme ich stets tadellose Flats.
Gruß und frohe Weihnachten
Sebastian